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Full text of "Neuer Anzeiger für Bibliographie und Bibliothekwissenschaft"

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Neuer Anzeiger 



für 



Bibliographie and Bibliothekwissenschaft. 



3al)r$iiti$ 1883. 



Herausgegeben nnter yerantwortlicher Bedaction 



von 



Dr. Julius PetzhoMt, 



KSnlgl. SMehi. G«b. Hofrfttb, Bibliothekar 8r. MiyMtftt dM KSolgi Albert ron Sftcb««n, 
•owle Sr. KOntgl. Hoheit des Prinaen Georg* Henogi %n Seoheen eto. eto. 



Dresden, 

G. Schonfeld*s Yerlagsbuchhandlang. 

1888. 




/156Z 



'U. 



NEUER ANZEIGER 

fSr 

Bibliographie und Bibliothekwissenschaft. 

Herausgegeben von Dr. J. Petzholdt. 



Januar« 



1883. 



Inlialt: 

ProfoBaor Dr. Friedrich Zöllner in Leipiig. — Ein Index libronim prohi- 
bitomm. — Zar Goethe , Lessing- und Schiller-Litteratnr. — Zn „Dr. 
Anton Rnland als Schriftsteller*'. — Schramm-Macdonald and Thamm in 
Sachen des y^Monitear des Dates''. — Ein Sammelband in der K« Biblio- 
thek in Bamberg. — Litteratnr nnd Miscellen. — Allgem. Bibliographie. 

[1.] Professor Dr. Friedrich Zöllner in Leipzig. 

Dr. Johann Carl Friedrich Zölhier, Professor der Astrophysik 
an der Universität Leipzig n. Mitglied der Königl. Sachs. Gesell- 
schaft der Wissenschaften, ist am 25. April 1882 im noch nicht 
vollendeten 48. Lebensjahre in Leipzig plötzlich gestorben. £r 
war am 8. November 1834 in Berlin geboren. 

Bei der Nachricht von dem Tode Zöllner's mögen die Gefühle 
Derer, die denselben näher gekannt u. namentlich nähere Berührung 
mit ihm gehabt haben, wohl sehr verschiedener u. zwar entgegen- 
gesetzter Art gewesen sein: die Einen werden ihn tief betrauert. 
Andere dagegen, bei aller Achtung vor seinen unläugbar grossen 
Verdiensten um seine Fachwissenschaft, Physik u. Astronomie, doch 
eine gewisse Befriedigung darüber empfunden haben, dass der durch 
seine spiritistischen Studien u« insbesondere durch seine rücksichts- 
lose Polemik auf diesem Gebiete hervorgerufene „Scandal** nunmehr 
mit seinem Tode zu Ende gegangen sei. Ich für meine Person 
habe weder zu Zöllner, noch zu seiner Fachwissenschaft irgend 
nähere Beziehung gehabt, darf aber nichts desto weniger offen be- 
kennen, dass ich für diesen Mann um desswillen ein ausserordent- 
liches u. warmes Interesse fühle, weil ich gefunden habe, dass er 
seine wissenschaftlichen Studien mit dem achtenswerthesten Ernste 
u., im Gegensatze zu leider nur zu vielen Gelehrten — welchen 
das „Geldmachen'^ ebenso lieb, wenn nicht noch lieber als die 
Wissenschaft ist — in der uneigennützigsten Weise und mit Auf- 
wand aller verfügbaren eigenen Geldmittel betrieben hat Zudem 
hat mich auch für Zöllner die grosse Pietät, mit der er sich sei- 
nem früheren Kultusminister, dem aber längst von diesem Posten 
zurückgetretenen Dr. Freiherm v. Falkenstein gegenüber und über 
den verstorbenen König Johann ausgesprochen, auf das lebhafteste 
erwärmt 

1 



2 Professor Dr. Friedrich Zöllner in Leipzig. 

Im IV. Bande seiner „Wissenschaftlichen Abhandlungen'*, welchen 
Zöllner dem Minister v. Falkenstein, zehn Jahre nach dessen BQck- 
tritte vom Kultusminister*- Posten, gewidmet hatte, schreibt er: 
,,Ew. Excellenz haben mir wahrend der Zeit, in welcher das Mi- 
nisterium des Kultus u. öffentlichen Unterrichtes Ihrer umsichtigen 
u. bewährten Leitung anvertraut war, so vielfache Beweise einer 
verständnissvoUen u. aufmunternden Theilnahme an meinen wissen- 
schaft)ieheH Bestrebungen gegeben, dass ich nur dem.Gefbiile .einer 
pflichtschuldigen Dankbarkeit folge, wenn ich an Ew. Excellenz 
^ie Bitte richte, die Widmung der vorliegenden Schrift als ein 
Zeichen dieser Empfindungen entgegennehmen zu wollen. Möge 
es Ew. Excellenz beim Bückblick auf ein thatenreiches, unter 
wechselvollen Geschicken dem Dienste des Sta^ttes u. der Wissen- 
schaft geweihten. Lebens von der Vorsehung beschieden sein, Sich 
noch lange in ungetrübter Gesundheit an dem Wiedererwachen 
des christlichen u. patriotischen Geistes unserer Deutschen aka- 
demischen Jugeud zu erfreuen u. hierin am Abende des Lebens 
eine Genugthuung für die selbstlose u. gewissenhafte Fürsorge er- 
blicken, mit welcher Ew. Excellenz zu allen Zeiten das sittliche u. 
wissenschaftliche Gedeihen der Universität Leipzig gefördert haben. 
Denn der durch Jahrhunderte hindurch bewährte Deutsche Geist 
unserer Universität wird, verjüngt u. mit neuem Glänze ausgestattet, 
seine Strahlen weit über Deutschland hinaus verbreiten, auf dasß 
die verheissungsvollen Worte unseres unvergesslichen Königs Johann 
bei der feierlichen Uebergabo des Augusteüms an die Universität 
Leipzig am 3. August 1886 in Erfüllung gehen u« „von dieser 
Stätte fortan nur Wahrheit, Frömmigkeit, Pflichttreue u. Anhänge 
lichkeit an König u. Vaterland auf das Volk in reichen Strömen 
sich ergiessen, ja auch noch über Sachsens Grenze hin fort u. fort 
von hier aus das Licht der Wissenschaft seine Strahlen verbreite, 
u. dies kleine Land, wie früher, so auch künftig ein Glanzpunkt 
verbleibe in der Geschichte des menschlichen Geschlechtes !'' Mit 
dieser frohen Aussicht auf eine neue, glorreiche Beformations-Epoche 
Deutschlands genehmigen Ew. Excellenz den vorliegenden vierten 
Band der „Wissenschaftlichen Abhandlungen" entgegenzunehmen als 
ein Zeichen aufrichtiger Verehrung u. Dankbarkeit des Verfassers.'' 

Sind dies etwa Worte eines nahezu wahnsinnigen oder min- 
destens geistig verkommenen Menschen, zu dem man Zöllner in 
Folge seiner spiritistischen Studien u. wohl auch um seiner aller- 
dings oft hart an die Grenze des Kynismus streifenden Polemik 
willen von gewisser Seite hat stempeln wollen I . Gewiss nicht. 

Gleichzeitig mit dem IV. Bande der „Wissenschaftlichen Ab- 
handlungen'' hatte Zöllner sowohl an den Minister v. Falkenstein, 
als auch an den König Albert u. den Prinzen Georg seine „dem 
Andenken Königs Johann gewidmete" u. mit den beiden Portraits 



Professor Dr« Friedrich Zöllner in Leipzig. 3 

desselben . — im Leben n. auf dem Todtenbetie — gezierte Schrift 
über „Naturwissenschaft n. Christliche Offenbarung" eingesendet, 
die ihm, wie er schreibt, ein Bedürfniss des Herzens gewesen sei, 
mit einigen Worten (S. 808—18) ,,zur Erinnerung an den von 
ihm aufrichtig verehrten u« der Leipziger Universität untere dem 
Beistande seines treuen Beratbers v. Falkenstein jederzeit in wahr- 
haft liberaler Gesinnung zugethanen Königs Johann zu beschlies- 
sen". Das in Folge dessen vom Minister v. Falkenstein an Zöllner 
gerichtete Dankschreiben lautet: „Ew. Hochwohlgeb. Wunsch ent- 
sprechend habe ich Sr, Majestät dem König und Sr. Königl. Hoheit 
dem Prinzen Georg Ihre Schrift übergeben, u. Sie werden den Dank 
dafßr Seiten des Königs durch das Hausministerium bereits erhalten 
haben; ja ich kann hinzufügen, dass der König durch das Andenken, 
welches Sie dem edlen König Johann gewidmet haben, gerührt 
war, 80 dass er es aussprach, er werde nun mit doppeltem Interesse 
Ihre Schriften lesen, wenn er auch vielleicht hier u. da nicht mit 
Ihren Anschauungen einverstanden sei u. der darin vorkommen- 
den Darlegung von Streitigkeiten näher zu treten nicht im Stande 
sein sollte. Was mich persönlich betrifft, so kann ich nicht umhin, 
Ihnen noch meinen besonderen Dank für Ihr mir in doppelter Weise 
bezeugtes Wohlwollen u. freundliches Andenken auszudrücken u. 
zu versichern, dass ich mit besonderem Interesse auch die Schrift 
über Naturwissenschaft u. Christliche Offenbarung zu studiren be- 
gonnen habe. Auch ich lebe noch oft in der Erinnerung an die 
schönen Tage, in den wir uns an der Blüthe der Universität u. 
an dem eingehenden u. sicheren Urtheil des Königs Johann laben 
konnten, und freue mich noch heute, dass es gelungen ist, Sie der 
Universität za erhalten, zu deren Buhme Sie durch Ihre Entdeck- 
ungen u. sonst so wesentlich beigeti'agen haben. Wenn Sie aber 
Symptome eines „sittlichen u. wissenschaftlichen Niederganges'* ufi- 
serer Deutschen Universitäten wahrzunehmen glauben, so möchte 
ich Sie doch dringend bitten, solcher Anschauung mit aller Kraft 
entgegenzutreten. Allerdings ist eine Zerrissenheit in fost allen 
Verhältnissen eingetreten, die wohl geeignet ist, den Muth zu 
nehmen n, an dem sittlich-wissenschafUichen Fundamente zu zwei- 
feln. Aber, wenn mich nicht alles täuscht, sind wir bereits auf 
der Umkehr begriffen, u. wenn die Männer ernster Wissenschaft 
sich mehr n. mehr zusammenfinden, um ernste gegenseitige Duldung 
za üben n.^ den christlichen Standpunkt hervorzuheben, wird, so 
hoffe ich, das gute Princip siegen. Gott gebe Ihnen femer Mutli 
and Freudigkeit in Ihrem Wirken.'' 

Und solche Worte richtet man, zamal von solcher Stelle, nicht 
an Jedweden, der nicht, wie Zöllner, sowohl in seinem amt^ichen^ als 
aach Htterarischen Wirken Beweise rastloser u. ernster wissen- 
schaftlicher, sowie fruchtbringender Thätigkeit gegeben hat. 



4 Professor Dr. Friedrich Zöllner in Leipzig. 

Yerzeichniss der Schriften über u. von Zöllner. 

* S)et 6»)ititigmui8 in Sci»>jig. [»tu« : ,^m neuen Sflet*."] fici^Jiig, 
«)iriel. 1878. gt. 8«. 15 S." 

Von Alfred Dove. 

* Herrn Prof. ZöUner's Hypothese intelligenter vierdimensio- 
naler Wesen nnd seine Experimente mit dem amerikanischen Medium 
Herrn Slade. Ein Vortrag, gehalten am 25. Oct. n. 1. Nov. 1878 
im akademisch-philosophischen Verein zu Leipzig nnd als Aufruf 
zur Parteiergreifung an die deutschen Studenten in Druck gegeben 
Ton Moritz Wii-th. 1. u. 2., durchgesehene Auflage. Leipzig, Mutze, 
1879. gr. 8«. VI, 65 8. 

* Herrn Prof. Zöllners Experimente mit dem amerikanischen 
Medium Herrn Slade nnd seine Hypothese intelligenter vierdimen- 
sionaler Wesen. Ein Vortrag, gehalten am 25. Oct. u. 1. Not. 
1878 im akademisch-philosophischen Verein zu Leipzig von Moritz 
Wirth. In 8. Auflage gänzlich umgearbeitet nnd stark vermehrt 
Mit einer Antwort an die Herren Proff. Herrn. W. Vogel in Berlin 
und J. B. Meyer in Bonn. Leipzig, Matze. 1882. gr. 8^ XVT, 122 S. 

Friedrich Zöllner. Ein Vortrag zum Gedächtniss gehalten 
im Akademisch-Philosophischen Verein zu Leipzig am 4. Mai 1882 
von Moritz Wirth. Mit Zöllners Bild nnd Handschrifk. Leipzig, 
Mutze, 1882. gr. 8^ 32 S. m. 1 Taf. 

^ebn^ SöUnet. @nt^. im ftultuttdmpfet, 3eitf4nft für öffentliche 
Slngelegen^tten. IptSg. '$on 0. ©lagau. IIL Sa^tg. {)ft. 67. Lettin. 
1882. gt. 8« 6. 1—18. 

* Photometrische Untersuchungen, insbesondere über die Licht- 
entwickelung galvanisch glühender Platindrähte. Inauguraldisser- 
tation der philosophischen Facultät der Universität zu Basel zur 
Erlangung der Doctorwürde vorgelegt. Basel 1859. 

Auszugsweise in PoggendorfiTs Annalen Bd. CIX. S. 144 f. 
abgedruckt. 

* Orundzüge einer allgemeinen Photometrie des Himmels. Mit 
fünf Kupfertafeln. Beriin, Mitscher & EösteU. 1861. gr. 4<^. XII, 
102 S. m. 5 Taf. 

* Photometiische Untersuchungen mit besonderer Bücksicht auf 
die physische Beschaffenheit der Himmelskörper. Mit sieben Stein- 
tafeln. Leipzig, Engelmann, 1865. gr. S^. XXX, 322 S. m. 7 Taf. 

* Über die universelle Bedeutung der mechanischen Principien. 
Academische Antrittsvorlesung gehalten in der Aula der Univer- 
sität Leipzig am 15. December 1866. Leipzig, Engelmann. 1867. 
gr. 8». 86 S. 

* Über die Natur der Cometen. Beiträge zur Geschichte nnd 
Theorie der Erkenntniss. Mit X Tafeln. IL unveränderte Auflage. 



Professor Dr. Friedrich Zöllner in Leipzig. 5 

Leipzig, Engelmann. 1872. gr. 8^ C, 523 8. m. 10. Taf. Nebst 
XII S. Beilage. 

"^Principien einer elektrodynamischen Theorie der Materie. 
1. Band. 1. Bach. Abhandlangen zur atomistischen Theorie der 
Elektrodynamik von Wilhelm Weber. Mit einer Photolithographie 
(Weber's Bildniss) u. 8 lithogr. Tafeln. Leipzig, Engelmann. 1876. 
gr. 40. CXXVIU, 444 S. m. 4 Taf. 

Wissenschaftliche Abhandlangen. I. Band. Mit den Bildnissen 
von Newton, Kant und Earaday nebst vier Tafeln. Leipzig, Staack- 
mann. 1878. gr. 8^ 3 BU. 733 S, m. 7 Taf. 

Wissenschaftliche Abhandlangen. IL Band: 1. Theil. Mit 
den Bildnissen und Handschriften von Gauss, Wilhelm Weber und 
Riemann nebst Taf. I— X & 2. Theil. Mit Bildniss und Handschrift 
E:epler's nebst Tafel XI— XIV. Leipzig, Staackmann. 1878. gr. 8®. 
n, 1—480 & Vn, 481—1192 S. Mit 17 Taf. 

Die Transcendentale Physik und die sogenannte Philosophie. 
Eine Deutsche Antwort auf eine „sogenannte wissenschaftliche Frage.'' 
Mit den Bildnissen und Handschriften von Grookes, Slade und Hansen 
nebst 8 Tafeln in Lichtdruck und 1 Tafel in. Steindruck. Wissen- 
schaftliche Abhandlungen. HI. Band. Leipzig, Staackmann in 
Comm. 1879. gr. 8^ CV S. & 1 Bl. 639 S. m. 12 Taf. Nebst 
VIII S. Prospect. 

* Gibt es unbewusste und vererbte Yorstellungen? Akademische 
Antrittsvorlesung, gehalten am 5. März 1877 von Paul Bobert 
Schuster weil. Professor d. Philosophie an der Universität zu Leipzig« 
Nach dem Tode des Verfassers mit seinem Bildniss und einer Vor- 
rede herausgegeben von Friedrich Zöllner. Leipzig, Staackmann. 

1879. gr. 8^ XLU, .83 S. m. 1 Taf. 

Das Skalen-Photometer ein neues Instrument zur mechanischen 
Messung des Lichtes nebst Beiträgen zur Geschichte und Theorie 
der mechanischen Photometrie. Mit 1 Tafel in Lichtdruck und 
3 Tafeln in Steindruck und einem Nachtrag zum dritten Bande der 
„Wissenschaftlichen Abhandlungen*' über die „Geschichte der vierten 
Dimension'' und die „hypnotischen Versuche des Hm. Professor 
Weinhold etc.*' Leipzig, Staackmann in Comm. 1879. gr. 8^ 128 
S. m. 4 Taf. Nebst VIII S. Prospekt 

Das Deutsche Volk und seine Professoren. Eine Sammlung 
von Citaten ohne Commentar. Zur Aufklärung und Belehrung des 
deutschen Volkes zusammengestellt. Leipzig, Staackmann in Comm. 

1880. gr, 8^ 120 S. Nebst XII S. Prospekt. 

Zur Aufklärung des Deutschen Volkes über Inhalt und Auf- 
gabe der wissenschaftlichen Abhandlungen. Mit notariellen und 
wissenschafüichen Attesten zur Bechtfertigung der öffentlich ver- 
letzten Ehre der Herren Slade und Hansen. [Mit dem Bildniss 



6 Professor Dr. Friedrich Zöllner in Leipzig. 

Hansen^B.] Leipzig, Btaackmana in Comm. 1880. gr. 8^ 208 S. 
m. 1 Portr. Taf. 

* Über den wissenschaftlichen Missbrauch der Viflsectioii, mit 
historischen Docnmenten über die Vivisection von Menschen. Leipzig, 
Staackmann in Comm. 1880. gr. 8^ 894 8. m. 2 Lichtdr.-Taf. 

* Elektrodynamische Widerstands- Messungen nach absolutem 
Maasse. Von W. Weber und F. Zöllner. Besonderer Abdruck aus 
den Berichten der Königl. Sachs. (Gesellschaft der Wissenschaften. 
Math.-phys. Classe. 1880. S. 77>-143. (Vorgelegt in den Sitzungen 
vom 23. April und 14. Juni 1880.) Mit - 2 Tafeln. Leipzig, 
Druck von Breitkopf & Härtel. S^ 1 BL 67 S. m. 2 Taf. 

Wissenschaftliche Abhandlungen mit zwei populären Vorträgen 
über die universelle Bedeutung der mechanischen Principien und 
die physische Beschaffenheit der Sonne gehalten in der Aula und 
im Professoren -Verein der Universität Leipzig. IV. Band. Mit 
l Titelbild in Lichtdruck, 11 Tafeln in Farbendruck, 8 Bildnissen 
in Stahlstich, 4 lithographirten Tafeln, 8 photographisch-facsiml- 
lirten Schriftstücken und 13 Holzschnitten. Leipzig, Staackmann 
in Comm. 1881. gr. 8^ L, 854 S. m. eingedr. Figuren u. 29 Taf. 
Nebst XVI S. Prospect. 

Die Bildnisse betr. Gauss, Kant, Kepler, Robert Mayer, New- 
ton u. Wilhelm Weber. 

Naturwissenschaft und Christliche Offenbarung. Populäre Bei- 
träge zur Theorie und Geschichte der vierten Dimension nebst 
einem besonderen Abdruck des offenen Briefes an Herrn Consisto- 
rialrath Prof. Luthardt aus dem 8. Bande der Wissenschaftlichen 
Abhandlungen. Mit 3 Stahlstichen und 13 photographisch-facsimi- 
lirten Briefen. Leipzig, Staackmann, 1881. gr. B^. LXVII, 818 
u. XVI S. Mit 8 Portr. Taf. 21 Bll. Beilagen u. XVI 8. Prospekt. 

* Kepler und die unsichtbare Welt Eine Hieroglyphe. Von 
Ernst Gottfried Fischer. Mit dem Bildniss Kepler*s und seines 
Denkmales in Stahlstich, einem photolithographisch-facsimilirten Ge- 
dichte Kepler's und einer Federzeichnung von der Hand König 
Friedrich Wilhelms IV. von Preussen. Mit Einleitung und Er- 
gänzungen von Friedrich Zöllner. Leipzig, Staackmann in Comm. 
1882. gr. 8^ 66 S. m. 3 Taf. 

* Erklärung der universellen Gravitation aus den statischen 
Wirkungen der Elektricität und die allgemeine Bedeutung des 
Weber'schen Gesetzes. Mit Beiträgen von Wilhelm Weber, nebst 
einem vollständigen Abdruck der Original -Abhandlung: Sur les 
forces qui rigissent la Constitution Interieure des corps aper9U pour 
servir ä la determination de la cause et des lois de Taction molä- 
culaire par 0. F. Mossotti. Mit dem Bildnisse Newton's in Stahl- 
stich. Leipzig, Staackmann in Comm. 1882. gr. 8^. XVI, 112 S. 



Ein Index librorum prohibitorum. 7 

Ausserdem zahlreiche Aufsätze in: t^oggendorfs Annalen der 
Physik u. Chemie, den Berichten der Mathematisch -Physischen 
Classe der König!. Sachs. Gesellschaft; der Wissenschaften, sowie 
in Peters' Astronomischen Nachrichten, von denen ein Theil in den 
„Wissenschaftlichen Abhandlungen^* U. a. wiederabgedmckt ist. 



12.] Ein Index libröram prohibitorum 

aus den dreissiger Jahren dieses Jahrhunderts mitgetheilt Yon X. Z. 

. Noch vor wenigen Jahren lachte man, wenn man sich der Zeit 
erinnerte, wo Freiligrath's Glanbensbekenntniss, Langes Memoiren, 
Heiners Werke u. s, w. als verbotene Bücher in Bibü^heken in 
ein eigenes Fach gestellt werden mussten, u. auf diese Weise für 
alle Zeit gebrandmarkt werden sollten; war es doch bald anders 
geworden, u. so manches dieser gebrandmarkten BQcher hatte sich 
zur Liebiingslekttire der Nation gemacht. Wer aber hätte geglaubt, 
dass sobald die Zeit wiederkehren sollte, wo man sich wiederum 
einen Index verbotener BQcl^er anlegen mnss, um nicht durch 
Verleihen solcher nach auswärts mit der Staatsanwaltschaft in Col- 
lision zu kommen. Es dürfte- so Manchem ein Vergnügen machen, 
die Titel von Büchern zu überlesen, die in den dreissiger Jahren 
sehr anrüchig waren, ja solchen Schrecken verursachten, dass man 
sie, wo man sie nur irgend fand, als schwarze Waare confiscirte, 
u. den Bibliothekaren den Auftrag gab, sie im hintersten Winkel 
der Bibliothek zu verbergen. Das nachfolgende Verzeichniss ent- 
hält die Titel derjenigen Bücher, welche einer süddeutschen Biblio- 
thek in den dreissiger u. nächstfolgenden Jahren als verbotene ein- 
gereiht waren. 

Koenigsberger, St., die Unverträglichkeit des Kurialismus mit 
den freien Staatsverfassungen. Basel. 1837 8^ 

Kombst, G., der Deutsche Bundestag gegen Ende 1882. Strass- 
burg. 1836. 8«. 

Petrsigny, F., Belation de Tintreprise du Prince Napoleon Louis 
Bonaparte. Londres. 1836. 8^. 

Der Prinz Napoleon in Strassbnrg. Aus dem Franz. von 
Eisner. Stuttgart. 1838. 8« 

Wirth, J. G. B., die Rechte des Deutschen Volke«. Nancy. 
1883. 12». ^ • 

Bericht an den Regierungsrath der Republik Bern, betr. die 
politischen Fmtriebe. Bern. 1886, -8**: • 

Klage des Regierungsrathes des Kantons von Bern gegen Re- 
gierungsrath Escher in Zürich. Zürich. 1837. 8®.« • 

Juch, K., Wahrheit, Tugend u. Recht. IV. Auflage. Zwei- 
brücken. 1832. 8®. • • 



8 Ein Index libronim prohibitornm. 

Grosse y E., Bede an den Depntirten Friedrich Schfiler bei 
dem Feste der Ehrenbecherüberreicbang 6. Mai 1832. Zweibrücken. 
1882. 8«. 

Wirthy J.y das Nationalfest der Deutschen in Hambach. Neu- 
stadt 1832. S^ 

Sauerwein, W., ABC Buch der Freiheit f&r Landeskinder. Hanau. 
1832. 8«. 

Grosse's politische Schriften. Augsburg. 1832. 8^ 

Aufruf an die Yolksfreunde in Deutschland. Strassburg. 1832. 4^ 

Wirth, J.y die politische Beform Deutschlands. Strassburg. 
1832. 80. 

Pistor^ D,, Bürger-Katechismus für Deutschland. Strassburg, 
1832. 8«. 

Sandys üntersuchungsacten. Altenburg. 1821. 8^ 

Heine, H., über Ludwig Börne. Hamburg. 1840. 8^. 

Abel u. Walleratein. Stuttgart 1840. S\ 

Börne, Briefe aus Paris. 1830/31. 2 Bde. Hamburg. 1832. S\ 

Börne, Mittheilungen aus dem Gebiete der Länder- u. Völker- 
kunde. Offenbach. 1833. 8^. 

Börne, Briefe aus Paris 1880/31. 2 Bde. Herisau. 1835. 8^ 
— 5. u. 6. TheiL Paris. 1834. 8^ 

Freiligrath, F., ein Glaubensbekenntniss. Mainz. 1844. 8®. 

Biedel, K, Peter Schlemiel u. sein Sohn. Frankfurt u. Leipzig. 
1839. 8«. 

Ein Band politischer Flugschriften in 8®. 

Spies, Beleuchtung der Baierischen Yerfassungsnrkunde. Er- 
langen. 1842. 8^ 

Schubauer, an Bayerns König u. Volk. Aarau. 1834. 8^. 

Bergmann, Protestantische Finstemiss. Weimar. 1841. 8^ 

Kritisches Archiy für Staat u. Kirche. Germanien. 1823. 8^ 

Die sieben Weisen Griechenlands. Erlangen. 1842. 8^ 

Lindner, Fr., geheime Papiere. Stuttgart. 1824. 8^. 

Buge & Marx, Deutsch-Französische Jahrbücher. Paris. 1844. 8^. 

Siebenpfeiffer, Bheinbajem. Zweibrücken. 1830. 8^. 

y. Langes Memoiren. 2 Bde. Braunschweig. 1842. 8®. 

Ein Band politischer Flugschriften in 8^ 

Der Mönch u. die Nonne. Augsburg. 1838. 8^ 

Heine, H., zur Geschichte der neuen schönen Literatur in 
Deutschland. Paris u. Leipzig. 1833. 8^ 

Mickiewicz, die Bücher des Polnischen Volkes u. der Polnischen 
Pilgerschaft, übers, von P. J. B. G. g. r. Deutschland. 1888. 8^ 

Erinnerungen aus Paris 1831 von einem Süddeutschen. Stutt- 
garii. 1832. 8«. 

Münch, B., Bömische Zustände n. Katholische Kirchenfragen 
der neuesten ZMt Stuttgart 1838. 8^ 



Ein Index librornm prohibitorum. 9 

Jacoby, J., politisches Bftcblein fttr Deutsche. Altenburg. 
1833. 8^ 

Herwegh, G., Deutsche Lieder aus der Schweiz. Zürich. 
1848. 8«. 

Coremans, B., Preiheitsblitze« Nürnberg. 1832. 8^. 

Aloysia Sigaea etc. 12^. 

Heine, H., Französische Zustande. Hamburg. 1833. 8^ 

Vorrede zu Helne's Französischen Zustanden von F. G. g. r. 
Leipzig. 1833. 8^ 

Grosse y E., Lebewohl! Abschied des kranken Dichters von 
Bayern. Augsburg. 1831. S^. 

Ahasverus Bericht , dass er bei der Kreuzigung Christi ge- 
wesen. 8^ 

(y. Gross) Veilchen u. Tulpen aus dem Bereiche der Phantasie, 
u. Wirklichkeit 8 Bde. S\ 

Kurzer Auszug eines Seelen-Schatzes oder Ablässe. München. 
1770. 8«. 

Weningi Ansichten, die Gründe bei Beschlagnahme Yon Schriften 
bekannt zu geben. Landshut. 1821. 8^« 

15 heimliche Leiden u. Schmerzen Christi, der Maria Magda- 
lena geoffenbart. 1820. 8^ 

Vorstellung der Bürger zu Bamberg u. Würzburg an König 
Ludwig über Freiheit der Presse. Bamberg. 1831. 8^ 

Was der Apostel Petrus in Jeinisalem that, das thut Fürst 
Hohenlohe in Würzburg (1821.) Würzburg. 1821. 8^ 

Geistliches Gnadenbrünnlein mit 12 Bohren. 12^ 

Geschichtliche Nachricht von der wunderbaren Medaille. 8^ 

Historia von der schönen Magelona. Beutlingen. 8^. 

y. Gross, Allerlei aus dem Tagebuch eines Beisenden. Bam- 
berg. 1839. 8«. 

De Lamennaif, Worte eines Gläubigen. Hamburg. 1834. 8^ 

Suspensions-Geschichte des Pfarrers Königsberger. Begensburg. 
1832. 8^ 

Gutzkow, K., Appellation an den gesunden Mensche&yerstand. 
Frankfurt a. M. 1835. S\ 

Die Kunst, im K. Bayr. Zahlen-Lotto mit Nutzen zu spielen. 
Ulm. 1833. 8\ 

Soltyk, B., Polen n. seine Helden, aus dem Französischen yon 
Eisner. Stuttgart 1834. 8^. 

Caldoron's gesammelte Werke 1. u. 2. Th. Stattgart. 1840. 8^ 

Hephistopheles, ein politisch-satirisches Taschenbuch auf das 
J. 1883 mit K. herausgegeben. 

Ein Sammelband in 8® mit folgenden Schriften: 

a. Betrachtung des Leidens Christi. 1848. — b. Traum- 
büchlein. Strassburg. — c. Bas 1. Concil der Deutsch- 



10 Zur Goethe-, Leasing- und Schiller-Tiitteratur. 

katholiken zu Leipzig. 1845. — d. Absdiwörungsformu- 
lar Friedrich Augustes II. Gera. 1845. — e. Brernigla^, 
Buffej's Wallfahrt zum h. Rock. Homburg. 1845. — 
f. Hauskalender für Zeit u. Ewigkeit Augsburg. 1845. 
'^ g. Begenhagen, Luther's Leicbenpredigt Berlin. 1843. 
— b. Haas an seine Gemeinde - in Ober- u. Untergrön- 
ningen mit Bemerkungen Ton einem evangelischen Geist- 
• liehen. — i. Westermayer, M. Luther u. der Katholische 
Gölibat. Begensburg. 1848. . — k. Prutz, Badens 11. Kam- 
mer. Zürich. 1842. 

Fournier, M., Geheimnisse von Bussland. Begensburg. 1844. 8^. 

Erdmann, Lola Montez u. die Jesuiten. Hamburg. 1847. 8^ 



^^m 



[3.J Znr Goethe-, Lessing- und 9elUller*Lltteratnr*)^ 

* fflricf»c*fel s»if4cn S^tUet unb (Soet^c in ben 3. 1794 biä 
1805. 93b. I—IL [1798 biS 1805.] (Eingeleitet unb reüibirt tjon <R. 
©oybergct. 6tuttgart, ©pemann. 1882. 8°. 375 & 411 6. $r. ä n. 1 m. 

Spemann^s Deutsche fiand- n. Haus -Bibliothek. Bd. XX. 
u. XXVL 

1. Goethe-Litteratur. 

^ ©oetbeiS fdmtli^e Skrte. Steue bur&gefe^ene unb ergänzte Slu^gabe 
In 36 fBdnbcn. * 5Rlt einicitungen' »on flari ©oebcfe. Sb. III— V. 
etuttgart, ßotta. 1882. 8«. 260, 360 & 214 6. ?t. k n. 0,50 m 
(6. Slns. 3. 18»2. 91r. 489.) 

Gotta'sche BMothek der WelUitteratur Bd. 8, 13 & 21. 

©oetl^e'^ 9Bcrte. I. Sanb. ©ebicbte. 1 3^. Snit (Sinleitung unb 
^nmetfungen bön ®. üon Söeper. II. Stu^gabe. SSerlin, $)empe(. 1882. 
80. XVI, 484 ©. $r. n. 5 m. 

* ®oet^'d 2Betfe. »b. I. @ebi(bte. 6Ibetfe(b, Wt^ »o4f. 1882. 
8". XI, 490 6. %x. n. 1,50 SB«. 

* ©oet^e'd 9Berte. SNtnrt ))on erften beutf (ben Aünftlern. t)erau&r 
gegeben )9on {)etnti(b 2)Än||ec. Sief. 1^14. 6tuttgact, Deutf^ Set« 
lagg»2lnftalt. 1882. fiey. 8^ I. »b. ©. 1^876 m. eingebt. «)oljf<bn. 

$r. ä 0,50. am. 

* ®öet^c% SBerfc, ^etauSgcgeben Mn ö. dünget. XII. »b. 8ief. 1. 
©tttttgatt, 6t>emdnn. 1882. 8<». XXXVIII, 1—80 6. m. 1 ©teintaf. 
%x. n. 0,50 2Rf. 

Deutsche National-Litteratur. Historisch-kritische Ausgabe. 
Unter Mitwirkung verschiedener Gelehrten hrsg. von J. Kürschner. 
Lief. 1. 

* ®^t\^ Srtefe an ^tau )70n ©tein. i&etaui^gegeben t)on abü(f 



*) FortBetsuifg vom Anz. J.* 1882; Kr. 591. 



Zur Goeihc-, Lessing- und Scbiller-Liiterdtur. 11 

SAbü. II. tjen^oUfiät^idte ttuffage bearbeitet Don SBilHm gtetift. Bb. 1. 
^canffurt a. m., titerar. %n\taU. 1883. gv. 8<>. XII, 508 6. m. 
Portrait $t. n. 8,40 SRI * 

''^ GalniMigD0 d# Pratice; par Goethe. Texte allemand, publie 
ayec des sommaires et des notes en fran^ais, par B. L^?y. Paris. 
Hachette ei Cie. 1882. kl. 16«. IV, 242 S. Pr. 1 Fr. 50 c. 

Gehdrt zu den „Olassiqnes Alleliiand&.^ 

* ®eetbe9 {Jftufl, ein ^ogment, in bet itrfpnlnglid^en (Seftatt neu 
berau^egeben t>on SBilbelm ^ubtoig ^ottanb. II. Auflage, gfreiburg i. 93r., 
SRobt. 1882. 8«. XIV, 168 6. ?r. n. 1, feine «fnSgabe n. 4 2Rf. 

'*' Sauft. Zragdbie mm Sobonn SSBolfgang ®oetbe. 2. Vfeä. ^ür bie 
^avftellung eingeti^tet, mit einer Einleitung unb erSdrenben ^nmertungen 
wvfeben oen Stöbert SBu^lbb^S* SRuftf Mn 3of. €tt<l^; Homburg (finebel). 

1881, 8«, XVI,. 111 6, 

Goethes Götz von Berlicbingen in dreifacher Gestalt heraus- 
gegeben von Jakob Baechtold. Freiburg i. ,B. u. Tübingen, Mobr. 

1882. 4«. XII, 192 S. Pr. n. 5,60 Mt 

* ®oet(e*d $)ermann unb Sorotbeo, mit 8 Silbern von ^rtbur ^rbr. 
D. SRamberg, na^ ben OriginaUOelgemöIben in Sid^tbrud bergefteUt Don 
griebridy Srudmanit. 9Rit Ornamentftüden üon Slbolf 64iÜ. 97eue 
Studgobe. VII. Huflage. Berlin, ©rote. 1882. ^ol. 67 6. $r. n. 12 SRt. 

Goethe's' HeriQann und Dorothea. Mit Illustrationen von W. 
V. Kaulbach und L. Hofmann. III. Auflage. MQnchei^ & Berlin, 
Bruckmann. (1882.) 4**. 2 BU. 84 S. m. 10 photogr. Taf, Pr. 
22,50 ICk. 

* Iphiginie en Tauride, par Goethe, Texte aliemand, publie 
avec un avant-propos et des notes en fran9ais, par Alexandre 
Büchner. Paris, Dapont. 1882. 12^ VU, 97 S. 

* Le Tasse; par Goethe. Traduction frau9aise par Jacques 
Porchat, avec le texte allemand en regard. Paris, Hachette et Cie. 
1882. gr. 12^ 221 S, Pr. 2 Fr. 

2. Lessing-Litteratur. 

* (Slottbotb @pbr. SefTmg'iS SBerfe. OOuÜrirte $radbt<3(u$gabe. $)er« 
ausgegeben Don iE>einri(b Saube. Sief, 17—31. SBien, Senftnger. 1882. 
8ey. 80. »b. I. ©. 225—320; ®b. II. 6. 177—248; »b. III. ©. 
1—72; SBb. IV. ©. 1—72; »b. V. 6. 1—56. aRit emgebr. ^ol4f(bn. 
?r. ä n. 0,50 mt (©. Slnj. 3. 1882. Kr. 489.) 

* SefltngS^ fdmtliAe SBerte in 20 9dn^en. C)erandgegeben unb mit 
Einleitungen ))erfeben üon ipugo ©dring. Sb. II — III. Stuttgart, 6otta. 
1882. 8^ 292 Sr 295 ©. 9r. k n. 1 3X1 (©. 8n|. 3. 1882. 
«r. 489.) 

Cotta'sche Bibliothek der Weltlitteratnr. Bd. 11 4 19. 



12 Zur Goethe-y Lessing- und Schiller-Litteratur. 

@ara @anq)fon. $^ilotad. 9lat^an bec SBeife. ^Ibetfetb, SoU'i» Slad^f. 
1882, 80- 94, 80, 78, 24, 124 S. ?r. n. 1,50 SRe. 

* Slp^ondmen auS Sefftng*^ ^ambutgifc^t 3)camahtc(|te, fAt 3)ra< 
matiter, @d^uf))ieler unb ^ttMet sufammengefteUt lK>n i>an& 8t«dl<t. 
erfurt, »artMwnäu«. 1888. 8«. IV, 78 S. ^t. n. 1 UM. 

* Sie Suben. @tn Suflf^d in 1 Hufsuge. Der aRifogt^n. 6tn 
Sußfptel in 3 Slufoügen. Son ®ottb. (Sp^r. Sefrmg. (Sbetfelb, Soa*iS 
5Ra*f. 1882. 80, 79 6. ^x. 0,20 SRL 

Museum. Sammluiig litterariscber Meisterwerke Nr. 49. 

* 3Rtnna ton IBam^elm ober bail 6olbatenflü(!. dtn Suftf))ie{ in 
5 Sluf&figen t)on ©ott^olb @))br. Seffutg. SRit audfa^t^icben ^ddutetungen 
in (ated^etifcbet gönn fftv ben e^ulgebraud^ unb bad $Ttbalfhtbittm bon 
e. Sl. gunte. $abeibom, 6«ömng^. 1881. 8^. 160 6. $c. n. 1,20 ^t. 

* Nathan der Weise. A Dramatic Poem of Lessing. Edited 
with Engbsh Notes etc. by G. A. Buchheim. London, Frowde. 1882. 
12». 350 S. Pr. 4 8. 6 d. 

Gehört zu den „German Classics. Vol. 6.'' 

3. Schill er -Litt er atur. 

* eä)iütx^ fdnttlic^e aSecte in 15 S3dnben. SRit (Sinleihtngen bon 
flatl ©ocbcfe. fflb. III— IV. Stuttgart, Sotta. 1882. 8«. 272 & 319 
6. $r. a n. 1 ant (S. Stnj. 3. 1882. 9lr. 591.) 

Cotta'sche Bibliothek der Weltlitteratur Bd. 14 & 22. 

* S(b\\kx'^ [ämmtlid^e SBerte in je^n 93dnben. Sei))itg, @rtmme & 
Srömd. 1882. 8<>. IV, 351; III, 400; III, 426; ÜI, 418; III, 
328; III, 316; 366; III, 348; III, 287; ni, 362 S. $t. n. 
10 ÜJtt. 

* ©ÄiUer'S SBcrtc. fflb. L ®ebi*te. & »b. H. 3)ie SSerf4»orung 
beg ^id^co iu ®enua. 3)ie Staubet, ßabate unb Siebe, ajlaria Stuart 
(Slberfclb, SoU'S Sfla*f. 1882. 8«. VIII, 307 & 95, 115, 91, 118 S. 
$r. ä n. 1,50 gjlf. 

* Sdfeiller'ä poetifdbe SDleijtcmerfe. (Bebidbte unb S)tamen^ dann'- 
ftatt, So^beuper. 1882. 8^. XIX, 980 S. m, ©oljf^n.-^ortr. $t. n. 
4,50 m 

* SaOaben b. Sriebridb b. @<Jbi(Ier. SRit 8 @tablfti(ben na(b3ei(6' 
nungen bon 3t. 9load u. $^. b. got^ ^armftabt, ^offmann. 1883. S^ 
VIU, 62 ©. 5Jr. 2,25 aJlf. 

* e(biUer'd ©ebidftte. Seipjig, ©rimme 4^ ZrömeL 1882. 8^. IV, 
310 S. $r. n. 1 31«. 

* ©ebi^te bon Stiebtid^ bon S^illec. DRit 6inlettung bon fi. 
®oebete. Stuttgart, ^otta. 1882. 8^ 304 S. m. $)o(ifcbn. $ortt. $r. 
n. 0,80 SWf. 



Zur Goeihe-| Lessing- und Schiller-Litteratur. IS 

* ^ebdd^ t). e^iOer'iS auSgeiodl^Ite ®^i(!6te, evldutett von 3. (So. 
^fehna^ec. äBüQbutg, eta^ü. 1882. qx. 8^ X, 330 @. $t. d. 2,60 m 

* Stiebtid^ D. ec^iUet'g ausgewählte ©ebid^te. aRünftet, «fd^em 
twtff. 1882. 16 ^ 220 6. $r. n. 0,55 Sit. 

Meisterwerke unserer Dichter. Neue Aaswahl für Yo)k u. 
Schale mit kurzen Erläuterungen. Begonnen von Frz. Hülskamp, 
fortges. Yon J. Scheuffgen. Bdch. 20. 21. 

* ^iXiS eieb t)im ber ^ode. Son ^tiebftd^ von StJ^iUer. 9B!en, 
Srlfe. 1882. 8<>. 16 6. $r. n. 0,20 lOlf. 

* ®ef(^i(^te bed flbfaOd ber )7ereini9ten 9tieber(anbe Don ber fpcu 
nif^en SRedterung. Son ^ebri^ ü. Sc^iaer. (SIbecfelb , SoU'i^ 91a((^f. 
1882. S^. 312 ©. $r. n. 0,80 SWf. 

Museum. Sammlung litterarischer Meisterwerke. Nr. 38. 

* ©ef^icbte bed brei^igjäbrigen flttegd. Son gnebti^ D. 6^iUev. 
eiberfetb, SoU'd Slac^f. 1882. 8^ 336 @. $t. n. 1 3Rt 

Museum. Sammlung litterarischer Meisterwerke. Nr. 39. 

* Spbigcnie in Slulid. Sjenen auiS ben $t^ntsiennnen. Überfebt 
üon Sriebri« io. @<frtUer. 6tberfelb, SoU'd 9la(^. 1882. S\ 88 6. 
$t. n. 0,30 mi 

Museum. Sammlung litterarischer Meisterwerke. Nr. 82. 

* 3Raxia Stuart nnb 2^ngfrau non Orleans. Son Srriebri<lb D. 
©*iBer. @raj, 6t^ria. 1882. 8^. XXVIII, 840 ©. ?r. n. 1,80 Sit. 

Bildet Chr. Stecher's „Deutsche Dichtung für die christliche 
Familie u. Schule. Lief. 20—22." 

* Jlaifeta^. [S)€mctTtu3. SBatbed. S)ie ÜJlaltcfcr. S)ie Rfnbet bcS 
t>aufe«.] Son gricbti* t). ©^iUer. eibcrfelb, SoU'S J?a*f.' 1882. 8^. 
85 ©. $t. n. 0,80 SMf. 

Museum. Sammlung litterarischer Meisterwerke. Nr. 40. 

* S)er ^arafit ober bie flunft, fein ©lud iu mad^en. @in Suftfpiel 
na* bem SransöpWen. Son griebri* ü. ©c&illcr. Gtberfelb, fioU'g 3lacbf. 
1882. 8». 64 ©. $r. n. 0,20 Mt 

Museum. Sammlung litterarischer Meisterwerke. Nr. 31. 

* griebri* ü. ©^iOer^S SRoman^en unb Sallaben nebfl bem Sieb von 
ber ®Io(te, erläutert i^on 3. (Et?. &afelma^r. [^uiSjug auiS ©(ibiUerd auS^ 
gemdblten ®ebi*ten.] SSJürjburg, ©taH 1882. gr. 8^. IV, 89 ©. 
$r. n. 1 m. 

* aSaUenftein. Sin bramatif^ed ©ebi^t wn griebridb v. ©(^iOer. 
(©*lut.) @raj, ©tprio, 1882. 8^ ©. 129—372 ©. $t. 0,60 SKf. 
(©. «nj. 3. 1882. «t. 591.) 

Bildet Chr. Stecher's „Deutsche Dichtung für die christliche 
Familie u. Schule. Hft. 16 o. 17.«' 



14 Zu „Dr. Anton ßuland als Sehriftsteller.'' 

[4.] Zu ,^. jknton Bnlaiid ak Sehriftsteller^^ 

Zam dreihundertjährigen Jabilänm der Wörzburger Universität 
am 1* Augasi 1882 habe ich eine kleine u. bescheidene Fesfgabe 
unter dem Titel „Dr.. Anton Baland K. Ober-Bibliothekar der 
QniTersität Würzbarg als Schriftsteller"*) erscheinen lassen. Ur- 
sprünglich war diese Schrift Eur Veröffentlichung im Anz. bestimmt 
gewesen, ist aber auf. Zareden von befreandeter Seite, zumal ich 
mir selbst sagen musste, dass das darin mitgetheilte Verzeichniss der 
Buland'schen litterarischen Arbeiten für den Anz. etwas zu umfang« 
reich sein würde '*^), in etwas veränderter Form bei Gelegenheit 
des genannten Jubiläums veröffentlicht worden. Dem Schriften- 
Verzeichnisse habe ich eine kurze Lebensskizze vorangestellt, in 
Bezug auf welche ich aus Anlass einer Bemerkung in den Histo- 
risch-politischen Blättern, wo sich meine Festschrift besprochen 
findet, nachträglich erwähnen will, dass schon längst eine ausfühi- 
lichere Biographie Buland's erschienen sein würde, wenn sich nicht 
der Veröffentlichung derselben zahlreiche Hindernisse seither in 
den Weg gestellt hätten. Ich hoffe jedoch, noch vor dem J. 
1884 mit meiner bereits ziemlich fertig gestellten Biographie Bu- 
land^s vor die Oeffentlichkeit treten zu können. Dass zu diesem 
Werke meine Festschrift als eine Vorarbeit angesehen werden 
solle, habe ich in der Einleitung derselbe« bemerkt Natürlich 
habe ich in dieser Vorarbeit auf die darin verzeichneten Schriften 
nicht näher eingehen können; es schien mir für den Augenblick 
genügend, durch Aufzeichnung der meist in den .verschiedensten Zeit- 
schriften zerstreuten litteraiiachen Arbeiten Raland's auf dessen 
umfängliche Thätigkeit hinzuweisen. Für meine grössere Schrift 
über Baland habe ich mir vorbehalten, bei Schilderung von dessen 
thatenreichen Leben auch seiner schriftstellerischen Thätigkeit ein- 
gehende Beachtung za vndmen. 

Zugleich benutze ich hier die Gelegenheit, mein Schriftenver- 
zeichniss durch einige mir inzwischen noch bekannt gewordene 
Schriften zu vervollständigen. 

Ueber Buhland: Lebensbild Dr. Ant. Buland's ; von Theod. 
Wiedemann. In der Oesterr. Vierteljahrsschrift f. kathol. Theologie 
1874. Bd. XIII. 8. 407—48 u. 481—552. (Ist leider unvollendet 
geblieben.) «^ Der Vasenmaler Brjgos n. die Buland'sche Münz- 
sammlung; von L. Urlichs. Würzburg, Stahel. 1875. Pol. 10 S. ^— 



*) 8. Anz. J. 1882. Nr. 914. . 

**) Dae Verzeichniss der Buland'schen Schriften belauft sidi pxif 
nicht weniger als 242 Nrr.; freilich sind davon nur wenige selbständig 
erschienene, sondern grösstentheils in Zeit- u. a. Schriften eingedruckte, 
mehr oder minder grosse Aufsätze, welche Leitschuh mit Aufwand der 
grössten u. höchst anerkennenswcrthen Sorgfalt u. Umsicht zusammen* 
zustellen gewuast hat. J. Petzholdt. 



Schramm-Macdonalci n. Tlutmm in Sachen d. „Honiteur des Dates''. 15 

Dr. Anton Boland. In 4en Historisoh-poliüschen Blättern 1882. 
Bd. XC. Hfk. 9. S. 669—77. — Kürzere Notizen im Neuen 
Anzeiger f. Bibliogi'apbie u. Bibliothekwissenschaft J. 1874. S. 80, 
295, 336 n. J. 1875. S. 126; im Freiburger Deutschen Haus- 
schatz 1875. S. 211—14; im Salzbarger Kirchenblatt 1874. Nr. 
4; im Freibnrger Kirchenblatt 1874. Nr. 4; im Beiblatte zur Lands- 
hnter Zeitung 1874. S. 15, 46^47; im Augsburger Sonntags- 
blatt 1874. S. 44— 46; im Schwäbischen Postboten 1874. S. 
90 — 92; im Sion 1874. Nr. 8; im Literarischen Handweiser 1874. 
Sp. 48; in Unserer Zeit 1874. S. 144; im Bibliophile Beige IX. 
1874. S, 75—76. 

Von Bnland: Weigand, W., Entwurf einer Geschichte der 
Verfassung der Kreishauptstadt Würzburg; hrsg. von A. Buland. 
Im Archiy des histor. Vereins von Unterfranken u. Aschaifenburg 
1864. — Die Anschauungen von Zirkel u. Metz über das Ver- 
hältniss des Staates zur Kirche. Im Archiv f. kathol. Kirchen- 
recht. XXXI. Jahrg. 1874. S. 260—809 — Schleswig-Holsteinische 
Kirchengeschichte von Jensen-Michelsen. In den Historisch-poli- 
tischen Blättern 1874. Bd. LXXIII, S. 215—27. 

K. Bibliothekar Dr. Fr. Leitschnh in Bamberg. 

[5.] Schramm-Hacdonald und Thämm In Sachen' des 

^^Moniteor des Dates.^^ 

Dr. Hugo Schräm mrMaodonald, welcher es bekannüieh unter- 
nommen hatte» den ,yMonitear des Dates" smnes verstorbenen FreuadM 
Edoard Maria Oettinger aoa dessen litterarischem Nachlasse sowohl 
als auch anf Grand eigener Arbeiten au heriohtigeB n. zu ver- 
voUfitftndigen^ hat kürzlich den SoUusa seines So^plemeBtes n. 
Anhanges veröfFeatlicbt, n. sich dabei gemüseigt geseheB^ auf einen 
der Becensenten za sprechen zu kommea a. denselben, weü er 
80 „mathig'^ gewesen war, die diesem Werke allerdings hier u. da 
mit allzu grosser ü. ungerechtfertigter Ostentation aagerühmte 
Yorzfiglichkeit n. Genauigkeit aniufechten n. anauaweifeln, in einer 
darchaos unpassenden Art zurückweisen zn wollen. Es ist dies 
der Gynmasiallebrer Dr. Thamm in Lanban, der im Jahredierichte 
des dortigen Evangelischen St&dtischen Gymnasium von Ostern 
1881 von dem Oettinger'schen . »^onitenr des Dates" eine sehr 
anslübrliche wie abföllige Kritik gegeben, u. demselbeii aafGnmd 
in grosser Anzahl nachgewiesener Versehen , Ungenauigkeiten u. 
Fehler nahezu alle n. jede Brauchbarkeit abgesprochen hat "*"*). 
Schramm^lfacdonald ist Aber den Kamen dieses Becensenten ganz 
mit Stillschweigen hinweggegangen — er schreibt nur: „Das ein- 



*) S. Ans. J. 1881. Nr. 746. 
♦•J 8. Anz. J. 188L Nr. 971. 



16 8chramm*MacdoDald n. Thamm in Sachen d. „Monitenr des Dates**. 

zelne missgünstige Stimmen laut geworden, wen sollte dies Wander 
nehmen? Mich am wenigsten, denn, ganz abgesehen davon, dass 
man es ja niemals allen n. jedem recht machen kann, so weiss ich 
auch, dass ein Werk, wie es der Monitenr des Dates ist, ganz 
natürlich einigen zu viel, anderen dagegen noch immer zu wenig 
bringen muss. Solche aber, nomina sunt odiosa, die ohne Yer* 
ständniss für die Schwierigkeiten einer solchen Arbeit sind oder 
denen gar die nöthige Sachkenntniss fehlt, sollten nicht an die 
Kritik eines Unternehmens gehen, zu dem doch etwas mehr als 
blos Math gehört^' — n. hat blos in einer zu diesen Worten ge- 
hörigen Anmerkung „den Kritikaster" als „einen Gymnasiallehrer in 
einem Laubaner Schnlprogramm'' bezeichnet, u. denselben um 
einer wirklichen Lappalie willen, in Betreff deren sich Thamm geirrt 
hat, weitläufig zurechtzuweisen versucht, gleich als ob dem Leser, 
welchem das Laubaner Schulprogramm unbekannt geblieben ist, 
dadurch weisgemacht werden könne, dass es sich bei der gesammten 
Thamm^schen abfalligen Kritik ebenfalls um nichts weiter als 
solche Lappalien handle. Dies ist aber denn doch in keineV Weise 
der Fall. 

Ich für meine Person habe den Werth des Oettinger^schen 
Werkes, wennschon nicht, wie andere gethan, mit vollen Beklame- 
Posaunenstössen austrompetet, gleichwohl gewiss nie verkannt, u. 
habe daher auch dem darüber von Thamm ausgesprochenen ab- 
fälligen Urtheile nicht beistimmen mögen, aber ich kann u. mag 
aach Schramm-Macdonal darin nicht beistimmen» dass er den ihm, 
ich will es wohl glauben, sehr unbequemen Kritiker Thamm, ohne 
ihn weiter zu nennen, als „einen Kritikaster ohne nöthige Sach* 
kenntniss'' abfertigen zu können meint Dies ist sicher eine 
durchaus unpassende u. zudem einem dem Verfasser ebenbürtigen 
Gegner u. Kritiker gegenüber, der leider nur zu viel Sachkenntniss 
gezeigt hat, ganz ungerechtfertigte Art, einen so gewichtigen Angriff, 
wie er in der Thamm'schen Kritik gegen den „Honiteur des 
Dates'^ gemacht worden ist, zurückschlagen zu wollen. Glaubte 
Schramm -Macdonald wirklich nicht unterlassen zu dürfen, dieses 
Angriffs Erwähnung zu thun, so musste ei schwereres Geschütz, 
als ein paar im ganzen nichtssagende Worte u. die Berichtigung 
einer Lappalie, dagegen auffahren, u. da er dies nicht gekonnt 
hat, so wäre es besser gewesen, ganz davon zu schweigen. „Si ta- 
cuisses, philosophus mansisses^' hätte Schramm-Macdonald beher^ 
zigen sollen, wie ich denn, da gerade vom Beherzigen die Bade 
ist, dem Verfasser zur ernsten Erwägung anheim geben möchte, 
dass in den Augen der Sachkundigen der wirkliche Werth eines 
Werkes keineswegs durch die Erwähnung, dem Verfasser sei für 
Ueberreichung desselben an hoher Stolle die Auszeichnnng durch 
einen Brillantring oder eine Brillantnadel zu Theil geworden, un- 



ESn Sammelband in der k. Bibliothek in Bwnberg. 17 

nmstössUch festgestelli wird. Dies geschieht lediglich durch die 
Kritik Sachkundiger selbst, sowie durch die Anerkennung Derer, 
welche das Werk wiederholt zu benutzen in der Lage gewesen 
sind. Dergleichen Auszeichnungen, wie durch Binge, Nadeln u. a., 
werden, wie bekannt, in der Kegel mehr aus persönlichen Bück* 
sichten, als aus sächlichen Gründen ertheilt, und können daher 
auch nicht, so ehrenvoll u. schätzbar sie natürlich für die Autoren 
auch sein mögen, als Maas^stab für die Schätzbarkeit ihrer Werke 
angesehen werden. J. Fetzholdt 

16] Ein Sanunelbaiid in der K. Bibliothek in Bamberg*). 

1. Barlaeus, Caspar, Oratio panegyrica dericta Hispanorum 
regis classe federatorum ordinum auspiciis, Archithalasso Arausiorum 
principe Frederico Henrico duce facti, heroe Martino Trompio reci- 
tata in Amstelod. Gjmnasio 13. Nov. 1539. Amstel., Blaev. 1540. 

2. Gentilis, Scip., Oratio habita in innere Hugonis. Donelli 
juris consnlk prineipis. 6. lY. Maj. anno 1591. Altdorpb., 
Scherffius. 1641. 

8. Gentilis, Scip., Laudatio funebris summi viri Hieronymi 
Baamgaiineri ä Banmgarlen in Lohnerstadt. & XIIX. Decemb.: 
anno 1602. Altdorphi Noric, Scherff. 1641. 

4. E hinger, Elias, Phoenomena et miracula solis, breriter 
descripta. Augusta Tiberii, Fischer. 1641. 

5. Weber, Michael, Koenig Davids Angst- Qebetlein aufs 
seinem 25. Psalm : „Wende dich zu mir u. sey mir gnädig*^. Ein- 
fältig erklärt beyAdelicher Leichbegängnufs deCs Heim Joh. Friderich 
LGffelholtz Y. Kolberg, welcher anno 1640 den 24. Januar in der 
Kirchen bey S. Jobst beygesetzt worden. Nürnberg, Doemler« 1640. 

6. Ritte rshusius, Nicolaus, Laudatio funebris domino Joh. 
Friderico Loeffelholtzio ä Colberg Altorfii 80. Junii anno 1640. 
publice dicta. 

7. Harsdoerffer, Gg. Philipp, Cato Noricus sive meditatio 
panegyrica in obitum Joh. Frider. LOffelholtzi a Colberg. 

8. Oonsilium theologicum über nachfolgende Fragen, 1) Ob 
man in reformirten Städten den Gapucinem oder sonst andern 



*) Der in der Bamhergex K. Bibliothek unter den Miscellen befind- 
liche Sammelband enthält eine stattliche Beihe interessauter, zum grossen 
Theile wohl noch unbekannter Schriftstacke in 4^, meist aus dem 4. Jahr* 
zehend des XVII. Jhrdte, deren VerzeichDiss wohl manchem Bibliophilen 
willkommen sein dürfte. Der ehemalige Besitzer dieses Sammelband^s 
hatte ihn mit dem Titel : „Unterschiedliche Discors vndt Tract von Eriey 
vndt Anders" bezeichnet. Die meisten Tractate habeu nar einige Blatter, 
ausser Num. 37, welche 75 Seiten hat u. Nam. 39 mit 47, 47 mit 35, 
51 mit 52 u. 52 mit 48 Seiten. Dr. Fr. Leitschuh. 

2 



18 Ein Sammelband in der K, Bibliothek in Bamberg. 

BettelmQnchen ohne verletzong deGs Gewissens Almosen geben 
könne. — 2) Ob man ohne Yersehrung defs Gewissens für einem 
den Hat abziehen könne oder solle. Auff begehren einer vomemen 
Beichsstadt in Teutschland von einer berühmten Universitet über- 
sendet. 1631. 

9. Ferdinand IL (Deutscher Kaiser), Oeffentlich Patent an 
die Beichs-Chur-Fürsten u. Ständte, den Einfall der Schweden in 
Deutschland u. die Bespectirung der kaiserlichen Verordnungen u. 
der kais. Autorität betreffend. 14. Mai 1681. Bey der Fürst- 
lichen Bambergischen Cantzley dess Fränckischen Crayses Directorio 
ist diser Abtruck mit fleiss coUatiouirt vnd in allem dem Kayser- 
lichen Original gleich befunden worden den 30. May Anno 1631. 

10. Artickel defs Fridenschiufs, wie dieselben mit den Türeken 
den 19 Martii 1642 Jahrs im Dorff Szön tractiert und verglichen 
worden. Wien, G^lbhaar. 1642. 

11. Declaration, Ein newe, von bey den Häusern defs Parla- 
ments, geschickt an seine königl. Majestät in Rngeland etc. den 22 
Martii stilo yeteri 1642. 

12. Bündnnssen, Heylbrunnische, so Gott zu Ehren u. der 
edlen Teutschen Freyheit zur abgenötigten Vertbeidigung verfssset 
u. beschlossen: Zwischen der k. Majestät u. der Cron Schweden an 
einem : n. denen evangelischen Ständen defs ChurfürslL Beinischen, 
Fränckischen, Schwäbischen u. Ober-Bheinischen Crayses: am andern: 
Wie in gleichem der freyen Beichs-Bitterschafft wolgedachter 
Craysen am 3 Thl: sowol denen übrigen evangelischen u. anderen 
Sach- Verwandten, als allen darauff wachenden hohen u. nidem 
Stands-Personen eröffnet i. J. 1633. Nürnberg, Endter 1633. 

13. Verbündnufs mit der bochlöblichsten £ron Schweden u. 
deren freyen Beichs-Bitterschafffc 1633. 

14. Verzeichnufs aller derer zu Franckfürt anwesender, zum 
Beichs-Deputation-Tag verordneter Kays. ChurfÜrstL u. anderer 
Stand, Bäth-Bottschatften u. Gesandten. Franckf., 1643. 

15. Verimundima, Pambo, Der Holländisch Apocalypsis, 
gantz ohne Schew aufsgtlegt u. verfertiget Dann Tractat der Ver- 
bündtnufs zwischen dem König in Engellandt u. den Holländern 
wegen eines Offensivi u. Defensivi Kriegs auffgericht u. beschlossen 
zu Zintampten den 27. Septbr. anno 1625. New Newenstat, 1626. 

16. Abdruck eines, von den sämptlichen zu Franckfiirt an- 
wesenden churfürstlichen, auch deputirter Fürsten u. Stände, Bähten 
u. Gesandten an Ihre fÜrstL Gn. die Fraw Landgräfin Wittib u. 
Vormünderin zu Hessen etc. vnter dato den 28. Maji a. 1643 ab- 
gangenen Schreihens. Benebenst der von hochgedachter Ihrer 
fürst. Gn. darauff erfolgten Antwort. 



^in Sammelband in der K. Bibliothek in Banoberg. 19 

17. Klag u. SeajQftzen defs betrübten, beträngten u. verderbten 
Hoben Yatterlandes etc. 1642. 

18. Status (^ermaniae im Jahr 1643. 

19. Discurs, Jüngst gehaltener, zweyer Eydtgenossen, vom Zu- 
standt defs jetzigen Wesens. 

20. Hedencken eines guten Ejdgenossen vber die Gespräche 
Stephans u. Hansens. 1632. 

21. Mengering, Aiiiold, Post aufs der Höllen, an alle 
gottlose Soldaten, welche wider ihr liebes Vatterland Teutscher 
Nation u. Beligionsverwandten dienen. Genommen aufs dem Kriegs- 
Belial der Soldaten-Teuffel. Altenburg, 1640. 

22. Ecloga oder Gespräch zweyer Hirten nemlichen des 
Dämons u. Goridons vom Krieg u. Friede, gehalten zwischen 
etlichen Eichen im Jahr 1639. 

23. Erzehlung, Ein gewiese, der wunderbahm o. kläglichen 
Geacbicht, welche in der Hauptkirchen zu Withycombe in Devon- 
shire in Engelland gelegen, sich begeben u. zugetragen hat auff 
einen Sontag, welcher war der 21. Oktb. an. 1638. — Von einer 
glaubwürdigen Person überschickt, worauCs zu sehen, dafs das 
jüngsthin ergangene grosse Wunderwetter, in Teutschland, auch in 
aufswertigen Koenigreichen seinen Tortrab gehabt. 1639. 

24. Gerardus, Anthon., Beschreibung defs ansehlich n. hoch 
berühmten Einzugs in die Stadt Born u. erster Audientz. Geschehen 
TOD Dir fürsü. Gnaden Hertzogen zu Cromaw u. Fürsten von 
Eggenberg, Böm. Kay. May. Ferdinandi 111. Extraordinär! Amba- 
sciatoren u. Bottschafftern an Ihr Päpstl. Heyl. ürbanum VIIL In 
Teutsch versetzt. Grätz^ Widmannstetter. 1638. 

25. Picket- Spiel, Ein newes, in welches sich vnterschied- 
Ikhe Personen« ihre Fortun darinnen zu suchen, eingelassen, auch 
wie vngleich mancher das Glück favorisirt, ist aufs ihren eygnen 
hierüber gegebenen jndiciis abznnemen. Strassburg. 

26. Klag u. Seuiftzen defs betrübten, beträngten u. ver^ 
derbten lieben yatterlandes etc. 1642. 

27. Alm an, Wunefried, Jean Petage, oder frantzüsischer 
Brillenreisser d. i. Die heut zu Tage verübte frantzösische Kriegs- 
Actiones in Teutschland, wo solche hinaufs sehen, u. wie sie in 
kftnfftigen ablauffen möchten durch ein hell Brillenglafs gezeiget u. 
gewiesen. 1642. 

28. Sittewalt, Philander von, Venus*Narren. III. wun- 
derliches u. warhafftiges Gresichte. 

29. Sittewalt, Philander von, Schergen-Teuffel. I. wunder- 
liches u. warhafftiges Gesichte. 

2* 



20 Bin Sammelband in der IT. Bibliothek in Bamberg. 

80. Sitttewalt, Philander von, Welt-Wesen. Anderes wmnder- 
liches n. warhafftiges Gesiebte. 

31. Catechismus, Folttischer, oder XXII. Fragstück von dem 
vhralten Regiment u. gemeinen Becbten, so in dem Königreich 
£ngelland jederzeit geführt u. gehalten worden, wie auch von heu- 
tigem gefahrlichem AufEstand darinnen. Genommen von Wort zu 
Wort aufs Ihr K6nigL Majestät selbsten Beantwortung auff 
vorgelegte XIX. Proposition, oder Schlufsreden. Erstlich mit Appro- 
bation u. Bewilligung defs Königl. Parlaments-Deputirten Herrn 
in Engl. Sprach gedruckt zu London a. 1643 den 20. Maji, 
jetzo aber zu gründtlichem Nachricht ins hoch-Teutsch vbergesetzt 
durch einen Friedensbegierigon Teutschen Patrioten. 1643. 

32. Pactum et foedus sanctum pro religione reformanda et 
conservanda, pro authoritate et majestate regis tuenda, pro pace 
et Salute trium regnorum Angliae, Scotiae et Hibemiae stabilienda 
a regnomm ordinibus et populo solenniter initum. 1643. 

83. BuBdgnotWcbaft, Brittanische, oder allgemeine Vereinigung 
«. Yerbündnars zu L&nterung u. Handhabung der Religion Ehr u. 
Wollahrt der Königl. Majestät, Friide u. Beruhigung der 3 Kikiig- 
rMcheo Engelland, Schottland, Irland, wie solche von besagter 
KGüigreiehen Ständen u. Ingesesaenen öffentlich angenommen, 
eingangen n. besiättigt worden. 1643. 

34. Pactum et foedus sanctum pro religione reformanda et 
eenservanda, pro authoritate et majestate regis tuenda, pro pace, 
et salttte trium regnorum Angliae, Scotiae et Hibemiae stabilienda, 
k regnorum ordinibns et populo solenniter initum, 1643. 

35. Bitte, Engelländische, an den König. Oder eine demütige 
Bitte der beträngten, u. beynahe verdorbenen ünterthanen in Engel- 
land an defe KOnigs durcUeuchtige Majestät. 1643. 

36. Danek-Gedicbt zum Lobe Gottes neben Erwebnung der 
Gefahren, in welche die Holsteinische Gesellschafft auff ihrer Rejfs 
nacher Moschkaw u. Persien zu vnterschiedlichen malen zu Wasser 
u. SU Laftd gerahten, daraufs sie aber der Grnndgfitige Gott so 
gnädig hat allezeit gerissen u. beym Leben erhalten. In Tentsche 
Vers gesetzei 1640. 

87. Ehescheidung, Himmlische, durch der Römischen Braut 
leichtfertiges Leben verursacht. An einfaltige Christen von einem 
Bäpstischen Welschen Edelmann in seiner Muttersprach aufsge- 
lassen, an jetzo aber in die Hochteutsche fieissig vbergesetzt 1643. 

38. Bottschafft, Yon der vornehmen, so ahn Bäbstliche Hey- 
ligkeit gesendet worden, u. was die verhandelt. Aufs dem Ital. 
geheimen Originali in das Engelisch u. hernach in Teutsch versetzet. 
Bora, 1640. 



Ein Sammdband in der E. Bibliothek in Bamberg. 21 

39. Werner, J<Aan., Schwan -Gesang in 4 Theilen. I. 
nochmaliger Bericht von dem grossen abgöttischen Babylon eampt 
seinen Helffers-Helffern etc. etc. — II. 8 ynterschiedl. Vermanungen 
an das Haas Oesterreich, Sachsen, an das Königreich Schweden. — 
UI. 8 sonderbare Warnungen. IV. Ein 2facher Bericht: 1} von der 
Fracht u. dem Hejl der evangd. christl. Kirchen, 2) von dem 
grossen zalauff der frembden abgött. Völcker zum Liechte des Evan- 
geUi etc. 1642. 

40. Werner, Johann, Öffentliche Schrifft u. W^ssagong 
Ton denen theils schon für Aagen schwebenden, theils instahenden 
Veränderungen defs Heil« Römischen Reichs u. aufsbrechang der 
Evangelischen Lutherischen Religion in alle Ende der Erden, 1641. 

41. Werner, Johann, Copia Schreibens de dato 10. Oct. 
dieses 1642 Jahrs, so er aufsm Hauptquartier vor Leipeig S Tag 
vor dem Treffen an Ihr Excellentia Herrn Leonhardt Torstensohn 
abgehen lassen. 1642. 

42. Werner, Johann, Extract aufs dem Schreiben {Wemer's] 
snb dato den 26. Octbr. 1642, so er nach gehaltener Schlacht, 
welche Sonntags den 28. Octbr. A. u. 2. Novbr. newen Calenders 
dieses laufenden 1642 Jahrs, im Breytenfeld bey Leipzig, ge- 
schehen, gethan in welchem zu venemen warumb solche Schlack 
allda u. nit in Thüringen wie ins seinem ersten TractiUein ge- 
dacht worden geschehen sey. 1642. 

48. WeifTagongen dess göttlichen Propheten Joachimi, ge- 
wefenen Abbts zu Flor in Calabria, von dem künflügen Zustand der 
gantzen Welt, welcher gelebt im Jahr Christi 1195, u. also, vor 400 
Jahren, zur Zeit defs Papsts Caelestini III. u. dess röm. Eeysers 
Heniici Tl. auss seinen Büchern kürtzlich zusammengetragen. 1648. 

44. Zeyler, Pater Anton (Jesuit zur Newstadt in vnder 
Osterreich) Copey Antwort -Schreibens so an einen Land-Herrn 
aufs Mähren, welcher defs Schwedischen Einfalls wegen nach Wien 
entwichen, den 28. Juni! anno 1642 ergangen, darauss zu sehen: 
I. Wefsen man sich bey diefem harten n. la^gwürlgen Krieg in 
Teutschland vornemlich zu trösten habe. — IL Was die rechte 
u. gründliche Yrsach seye, warumb man bisher zu keinem Frieden 
mehr gelangen können. 1618. 

45. Send - Scln^iben einer adeligen Person auCs dem Del- 
phinat, abgegangen an einen seiner guten Freunde u. Bekannten, 
betreffend eine Predigt, so in der Stadt Grenoble gehalten den 12. 
Junii anno 1641 durch den Patrem Guapharel Jesuiten tractirt 
und handelt von 5 Hauptpuncten in der röm. Kirchen, als: 1) Vom 
Fegfewer, 2) Verehrung der Bilder, 4) Anruffung der Heiligen, 
4) Ton der geisi Ehehaltug, 5) Vom Gebet für die Todten. 1642. 



22 Ein Sammelband in der K. Bibliothek in Bamberg. 

46. Fischer, Leonhard, Ein Send - Schreiben an einen 
seiner guten Freund von der namhafften Wnndergeschicht, wie es 
sich in diesem 1640. Jahr mit ihrer kajserl. Majest&t Hofif-Prediger 
Patre Wilhelme Monacho Augastiniano begeben, wie er sich frey- 
willig zur Evangel. Religion bekandt u. aber bey solchem Bekänd- 
nufs eaCTerste Schmach und Hohn leyden müssen. 1640. 

47. Relation, Kortze, dessen, so sich in dem hochlöblichen 
Fflrstenthumb Newburg nach dem Schwedischen Einfall in dem 
1632. u. den hernach folgenden Jahren in Beformationssachen, 
beuorab mit den gastlichen Herrn Predicanten zugetragen. 1641. 

48. Calender-Butzer, d. i. Der new aufsgegangene Oalender 
Hafsmann wegen seiner in seinem Galender groben schändlichen 
Fehler gebutzet, u. jeder m&nniglich zum Spectacul vorgestellet 
u. als ein vnverst&ndiger, kunstloser, vbelgelehrter Haars-Mann 
abgemahlet. 1648. 

49. d'Olya, Ascanius, Lustige Historia, woher das Taback- 
Trincken kompt Etwas nach dem Niederländischen beschrieben. 1648. 

50. Mandat, Verbessertes u. ganz new ergangenes ernst- 
liches, Befelch u. Lands-Ordnung Hermanni Sartorii, dess uhralten 
löblichen Schneiderey-Ordens erwehlten General zum Grofsmeistem 
zu Hohen Künsingen, Geifsfelden u. Minden. Eröffnet durch Bar- 
tolmee Stilvester Bocksbeutcl von vnd zu Geifslingen Sartorischen 
Secretarium. 

51. Sartori US, Bonifac., Der Schneider genug- u. satt- 
same Widerlegung auff eine, vor diesem aussgangene u. zum 
drittenmal verböserte, vnnütze, schändlich Schmähkarten, Läster- 
schrifft u« Jnjurien, welche ein vngenannter 6zinckichter Stocknarr 
einem Schneider-Handwerk zu lauterm Despect, Keid vnd Verach- 
tung in den offenbaren Truck aufssprengen lafsen. 

52. Schmutz [Michael Baphael v. Poystorff] Kurtze Hand- 
lung von dess Menschcnleibs wunder Gebew u. vortrefiflichkeit, wie 
dieses von vielen unverstendigen so liederlich verabsäumet, u, in 
grund gestürtzet wird. Newburg, Strafser. 1641. 

Litteratur and Kiscellen. 

Allgemeines. 

[7.] The Library Journal Official of the American Library 
Association chiefly devoted to Library Economy and Btbliography 
Vol. VJL New York, Leypoldt 1882. 4«. Erscheint in 12 Monats- 
heften. Pr. $ 3. (S. Anz. J. 1882. Nr. 917.) 

Die 10. Nr. vom October enth.: Editorial (Cheap Cataloguers; 
Librarians „unintciesting*'; Books for the Toung) — Selection of 
Bocks for S. S. Libraries, und their Introduction to Children, by 



Littoratur and Misccllen. 23 

S. 8. Green — Logical Classification; by R. Blies jr, — New 
Form of Shelf-List; by J. Schwartz — Library Economy and 
History — Bibliografy — Library Purcbase List — General Notes. 

[8.] n Bibliofilo Giornale deir ai*te antica e moderna in 
istampe e scritture e ne^ lorb accessorii e ornati coUa relativa 
giurisprudenza compilato da una Societä di Professori e Ama- 
tori e diretto da Carlo Lozzi. Anno III. Bologna, Societä 
tipogr. gik compositori. 1882. Lex. 8^ Monatlich 1 Nr. ä 1 
Bog. Pr. 6 L. f. Italien, 8 L. f. d. Ausland. (8. Anz. J. 1882. 
Nr. 916.) 

Die Doppelnr. 10 n, 11 entb. : L^epistolario metastasiano per 
Giosuö Cardacci (C. Lozzi) -^ Encoro de Dante et de ses traduc- 
teors (H. Topin) — Varietä archiyistiche e bibliografiche (A. 
Bertolotti) — Saggio bibliografico dell' Interdetto yenetp — Cose 
d*arte: II medio evo dalle Carpinete (A. Melani) — Geografia bi- 
bliografica (Fr. Boediger) — Di una orazione fiinebre sconosciuta 
di Torquato Tasso e della cronaca d'Ippolito Biminaldi (P. Anto- 
lini) — Biblioteca del Card. Richelieu — II Caffe de Petronio e 
Giacomo Leopai'di (C. Lozzi) — Gli annali iuediti della Tipografia 
sanese compilati dal conte Scipione Bigbi-Borghcsi (L. Banchi) — 
Rassegna di opuscoli per nozze (G. Biadego) — Bolletino bibliogra- 
fico — Notizie yarie con accenni analitici dl bibliografla moderna 

— Salvatore Betti. 

[9.] The Bibliographer A Journal of Book -Lore. London, 
Elliot Stock. 1882. 4<>. (S. Anz. J. 1882. Nr. 1048.) 
Enlh. in der Decbr. Nr. 18: S. 1 — 3 Rcgistratiou of Titles 

— S. 8 — 4 Benjamin Franklin, printer. By Edward Solly — S. 4 — 8 
The Hamilton Manuscripts — S. 8 — 10 Classification run mad — 
S. 10—13 What a Librarian should be ! — S. 13—14 Extinct 
Local Magazines. Nr. 1. By G. — S. 14 — 16 Bookbindings at 
LiTerpool — 8. 17 — 24 Notes and News, Reviews, Correspondence, 
Libraries. — Hierüber Titel u. Vorwort 8. I — IV, sowie Register 
S. 185 — 88 zum II. Bde Yom Juni bis November 1882. 

[10.] Magyar könyv-szemle. Közrebocsätja a m. nemzeti 
müzeum könyvtira. Hetedik ^vfolyam. Budapest, magtudomdn. 
akad. könyvk. hivat. 1882. gr. 8®. Jährlich 6 Hefte. (8. Anz. 
J. 1882. Nr. 789.) 

Die ersten 4 Hefte vom Jan. bis August enthalten: Dr. 
Istvin Röszler, Mittbeilnngen über die Bibliothek der K6nigl. 
Rttrhtsakademie in Kaschau S. 1—80 — S&ndor Szilagyi, Deutsche 
bibliographische Seltenheiten auf der Budapester Bücherausstellung 
S. 81—36 (s. Anz. J. 1882. Nr. 590) — Sändor Dietz, das älteste 
Ungarische Forstwerk von 1656 S. 36—39 — Elek Jakab, Nach- 
trag zur Bibliographie unserer Gesangbücher; nach den Aufzeich- 



24 Litteratur und MiBcelleD. 

nungen des Ferencz Toldy S. 40 — 71 — Andräs Komiromy, 
Briefsammlaag des Grafen Daniel Eszterfaäzj in der Biblietiiek 
des National-Maseums 8. 72 — 81 — Earoly Ssabö, Beiträge zam 
alten Ungarischen Bachhandel. V. Mittheilang. S. 82 — 94 — 
Arpad Hellebrant, anbekannte Brassöer einblätterige Drockschrift 
aus dem XVII. Jhrhdt. S. 95 — 99 — Kaiman Chemel, BOcher- 
schätzung in der Stadt Modor von 1608 S. 100 — 2 — £lek 
Jakaby zur Bibliographie der Siebenbürgener Grabreden aus dem 
XIX. Jhrhdt S. 102—13 — Janos Beizner, Beiträge zur Biblio- 
graphie des Freiheitskampfes u. der Emigration S. 114 — 21 — 
Laszlö Fej^ataky, Privilegiam-Aosstellung der Landes-Biiffsamm- 
long S. 122 — 27 — J. Cs., Manascripte der Bars-Szeutkereszter 
bischöflichen Bibliothek S. 128 — 41 — Jänos Csontosi, die Bada- 
pester Landes-Bücherausstellung S. 142—56 — Der König in der 
Badapester Bücherausstellang S. 157-^74 — Ungarn interessirende 
ausländische Eevue: Vilmos Fraknoi, zwei Gebetbücher der Heil. 
Elisabeth aas dem Hause Arpad in Cividale S. 175 — 80; Bela 
Majläth, Hongarica auf der Wiener Bücherausstellung 8. 181—201; 
Jänos Csontosi, auf unser Vaterland bezügliche Manuscripte der 
Münchner Bibliothek S. 202—40 — Vermischte Nachrichten S. 
241 — 54 — Die Ungarische Litteratur im J. 1882; zusammen- 
gestellt von Jgnacz Horväth S. I— XXXVII — Vaterländische 
nichtungarisjche Litteratur S. XXXVII — XLVII — Ungarn inter- 
essirende Schriften des Auslandes S. XLVII — LI — Ungarische 
u. anderssprachige Kalender f. 1882. S. LI — LVI. 

[11.] Annales du Bibliophile Beige Nouvelle Serie. Tom. II. 
Bruxelles, Fr. J. Oüvier. 1882. 8^ (S. Anz. J. 1882. Nr. 596.) 

Enth. in Nr. 1 (oder der ganzen Beihenfolge 13) vom Novbr. : 
De la Bibliographie des Ana, par Louis Mohr — Une Fable ine- 
dite de Jobard — Sur: Les Musiciens n^erlandais en Italie, par 
E. van der Straeten — Catalogue des Livres anciens et modernes 
en vente chez Fr, J. Olivier. 

Bibliographie. 

[12.] * The Philosophy of the Sciences, or a Classified Sdieme 
of Knowledge, arranged with reference to right methods of In- 
struction. By J. M. Long-Chillicothe, Mo. 1879. 8^ 12 S. m. 
1 Taf. 

Hierüber s. Library Journal 1882. Vol. VII. Nr. 10. S. 254. 

[18.] * Chronograms: 5000 and more in number, exoerpted 
ont of varioos Authors and colkcted at many places; by James 
Hilton. London, EUiot Stock. 1882. 4^ Enth. auch die betreff. 
Bibliographie. 

[14.] * Katalog der historischen Ausstellung von Wiener Buch- 



Iiitterator und Miscellen. 25 

dnidc-ErMigDi886D 1482—1882. Wien, (Frick.) 1882. 8<^. YIII, 
183 8. Fr. n. 2 Mk. (Vgl. Adz. J. 1882. Nr. 791.) 

[15.] Deutscher Jounial^Katalog für 1883. Zasammenstellong 
Ton 1606 Titeln deutscher Zeitschriften systematisch in 45 Bu- 
briken geordnet. 17. verbesserte nnd vermehste Auflage. Heraus- 
gegeben von 0. Oracklauer's literarischem Auskünfte -Bureau 
in Leipzig. (1882.) 8^ 45 S. Pf. 0,75 Mk. (S. Anz. J. 1882. 
Nr. 920.) 

Die neue Auflage zeigt, der letztvergangenen gegenüber, eine 
Vermehrung von nicht weniger als 44 Titeln — ein Zeichen, dass 
der Herausg. darauf bedacht ist, seinen Journal-Katalog mit dem 
steten Fortschritte der Journallitteratar in gleichem Gange zu er- 
halten. 

[16.] Weihnachts-Catalog, 1882. Eine Auswahl Deutscher 
Werke, welche sich besonders zu Geschenken eignen. Zwei Ab- 
theilungen. XXVII. vermehrte und verbesserte Auflage. Heraus- 
gegeben und verlegt von der J. C. Hinrichs'schen Buchhand- 
lung in Leipzig, kl. 4^ 1 Bl. 84 S. m. eingedr. Holzschn. Pr. 
n. 0,50 Mk. (S. Anz. J. 1882 Nr. 10.) 

Ein erprobter Wegweiser bei der Auswahl. 

[17.] lllustrirter Weihnachts-Catalog für den Deutscheu Buch- 
handel und litterarischer Jahresbericht herausgegeben von Prof. 
Dr. E. Dohmke, Dr. A. Oppel, Dr. 0. Seemann. XII. Jahrgang. 
1882. Leipzig, Seemann. Lex. 8^. 1 BL 129 S. m. eingedr. 
Holzschn. Pr. n. 0,75 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 11.) 

Voran der den vorl. Weihnachtskatalog von anderen derartigen 
Katalogen vortheilhaft auszeichnende litterar. Jahresbericht zu 
Einem Drittheil, im übrigen aber nur gewöhnliche Buchhändler- 
Anzeigen. 

[18.] "^ Sauftrirter^aBei^nod^t^.'fiatatod 1882. ^8mf)l )7orittg(i(^€i 
SBü(^er, Sltlanten, SRufifalien, meiere in ben neueften Stuflagen foUb 
uhb elegant gebunben in allen ^udb« unb SRuftfoliendanblungen dok 
röt^^ig über bnr^ (olcbe o^ne ^ufent^att «u bejie^en ftnb. Seip^ig, 
Sotdmat. 1882. Se|. 8^ 152 S. m. eingebt. &oI}f4n. $r. n. 0,75 
a»t. (6. Slnj. 3. 1882. 9h. 12.) 

[19.] SBiogTapi^if(^ed Sejpifon bed ^aifett^md Oeftetretcbi entf^attenb 
bie Sebendftijien bev bentroürbigen $erfonen, iDel^e feit 1750 in ben 
efterretcbifcben fltonlänbent geboren mürben ober batin gelebt nnb ges 
toidt kOm. Son 2)r. (Sonft. )>. SBursbacb. X^. XLVI. Zo^tAi — 
Iraubenhtrg. 9Jiie adbt genealogtf(ben Zafeln. ajlit UnterfKMiung bed 
^tOTd bun^ bie taiferlicbe Vieabeviie Der 9Bifienf(ibaften. äBien, t. I. 
t)of> u. etaatdbiuiferei. 1882. gr. 8<>. 1 »L 809 ®. m. 3 2af. 
?r. n. 6 auf. (6. »nj. 3. 1882. Kt. 708.) 

Mit jedem neuen Bande erneuert sich die freudige Anerken« 



26 Litteratar und Miseellen. 

nuog des rastlosen q. ausdauernden Fleisses, den der Verf. auf 
dieses vortrefifliche Werk verwendet. 

[20.] * La Bibliographie nouvellc. Index mensuel des Livres 
de classes, litt^rature, sciences et arts, k Tusage des familles, 
des maisons d'enseignement primaire et secondaire, des cercles, 
bibliotb^aes paroissiales, etc. I. Annöe. Paris, Gaume et Cle. 
8". (Erscheint seit Decbr. 1881 k 16 S.) Pr. 2 Fr. 

[21.] Die deutsche Philologie im Grundriss von Dr. Karl 
von Bahder, Privatdocenten an der Universität zu Leipzig. 
Paderborn, Schöningh 8«. XVI, 456 S. Pr. n. 6 Mk. 

Der Zweck dieses Buches ist, den 1836 von Hoffmann 
V. Fallersleben herausgegebenen bibliographischen „Grundriss der 
deutschen Philologie", damals „eine Musterarbeit seiner Art'', 
jetzt aber, wo die deutsche Philologie einen so gewaltigen Auf- 
schwung genommen hat, naturlich nicht mehr ausreichend, durch 
eine Neubearbeitung zu ersetzen. Der Verf. hat bei dieser seiner 
Neubearbeitung das H. v. F.*sche Buch zum Grunde gelegt, 
aber wie einebtheils gewisse Beschränkungen, so auch andemtheils 
u, mehr noch Erweiterungen eintreten lassen. Mit höchst aner- 
kenneswerthem Fleisse u. sachkundigem Geschick sind von ihm 
nicht weniger als 4110 Nrr. in systemat. u. leicht übersichtlicher 
Reihenfolge zusammengestellt worden. Am Schlüsse des Buches 
folgt dann noch ein ausführliches u. hier u. da mit kurzen biograph. 
Notizen versehenes Autoren-Begister, welches den Werth der Arbeit 
sehr wesentlich erhöht. — Hierüber vgl. Literar. Contralbl. 1882. 
Nr. 49. Sp. 1669—70. 

[23.] Froeve eener Bibliographie der Nederlandsche Dialec* 
ten, bewerkt door Louis D. Petit, Conservator bij de Bibliotheek 
der Rijks-Üniversiteit te Leiden. I. Gedeelte. Overgedrukt uit 
„Unze Volkstaal" Tijdschrift gewijd aan de Studie der Neder- 
landsche tongvallen. gr. 8^ 2 Bll. 55 S. 

Die Dialektforschung spielt, u. mit Recht, in der Linguistik 
eine nicht unbedeutende Rolle. Leider finden sich die Quellen zu 
solchen Forschungen meist sehr zerstreut, u, müssen mit vieler 
Mühe aufgesucht werden. Der Dialektforscher wird daher jedes 
Hilfsmittel, welches ihn dieser mühsamen Nachforschungen über- 
hebt, nicht anders als mit Freude begrüssen. Ein solches, zu- 
nächst zum eigenen Gebrauche des Verf.'s angelegtes, mit grossem 
Fleisse u. mit Umsicht bearbeitetes Hilfsmittel für den Forscher 
auf dem Gebiete der Niederländischen Dialekte findet sich in dem 
vorl. Schriftchen dargeboten. Dasselbe handelt, ausser von den 
Niederländischen Dialekten im allgemeinen , von den Dialekten in 
Noord-Nederland : I, Noord-Brabant, IL Gelderland, Ilf. Zuid- 
Holland, IV. Noord-Holiand ^ V. Zeeland, VI. Utrecht, VII. Fries- 



Litteratur und Miscellen. 27 

land, Vm. Over^ssel, IX. Groningen, X. Drenthe, XL Limburg. 
Aanhangsel: Joodsche taal; Dieventaal-Argot. In Bezug auf die 
vorerwähnte YIL Bubrik Friesland ist zu bemerken, dass sich 
darin nur Nachweise finden über das Niederländische, wie es in 
Frie^land gesprochen wird, das eigentliche Friesische aber davon 
ausgeschlossen u. späterer bibliographischer Bearbeitung vorbehal- 
ten geblieben ist. 

[23.] * Christlicher Bücherschatz. lUustrirter Katalog für das 
deutsche Haus mit kritischem Jahresbericht, herausgegeben von 
Gustav Schlosser. IV. Jahrg. 1882. Frankfurt a. M., Schriften- 
Niederlage d. Evang. Vereins. Lex. 8®. LXIV, 120 S. Pr. 
0,75 Mk. (S. Anz. J. 1882. Nr. 24.) 

[24.] Verzeichniss der Festschriften zur dritten Säcularfeier 
der Universität Würzburg. Zusammengestellt von Dr. K. K. 
Müller. Druck von Pässler, Dresden. (1882.) S^'. 8 S. (Nur 
wenige Exempl.) 

Separat-Abdruck ans dem Anz. J. 1882. Nr. 914 u. 1043. 

[25.] * La Bibliographie classique de France. Bevue mensuelle 
publiee sous la direction d'Alph. VioUet, directeur du Journal 
TEnseignement primaire, avec le concours d*un comit^ de savants, 
de litterateurs, de professeurs, etc. No. 1. Octobre 1882. 
Paris. 8<». 22 S. Pr. jährl. 3 Fr. 

[26.] * A descriptive Gatalogue of Historical Novels and Tales, 
for the use of School Libraries and Teachers of History, enlarged 
from the list in the Journal of Education, March, 1882. London, 
Stanford. 1882. 8^ 6, 5, 29 S. Pr. 1 s. 6 d. 

Hierüber s. Library Journal 1882. Vol. VIL Nr. 10. S. 254. 

[27.] '*'. La Bibliographie de rEscrime ancienne et moderne, 
par Vigeant,* maltre d'armes ä Paris. Yignettes de Cheragay 
et A. Deville. Gravures sur bois de Pannemaker. Paris, Fon- 
taine. 1882. 8®. 175 S. [Nur 480 numer. Exempl, wovon 
20 auf Jap. Pap. ä 80 Fr., 30 auf Chin. Pap. ä 50 Fr., 10 
auf Pap. Whatman ä 50 Fr. , u. 420 auf Vel. Pap. ä 10 Fr. 
Ausserdem 30 Exempl. auf färb. Vel. Pap.; nicht im Handel.] 
(S. Anz. J. 1882. Nr. 1146.) 

[28.] * Quide to the Literature of Botany: a classified selec- 
tion of Botanical Works, including nearly 6000 titles not given 
in Pritzers „Thesaurus.'' By B. Daydon Jackson. London, for 
the Index Society, by Longmans & Co., and Dulau & Co. 1881. 
4^ XXXIX S. & 1 Bl. 626 S. 

[29.] * Vegetable Technology; a contribution toward a Biblio- 
graphy of Economic Botany, with a comprehensive subject-index. 
Founded upon the collections of Qt, James Symons, F. R. S. By 



28 Liiteratv und Miscellen. 

B. Daydon Jackson. London, Index Society. 1882. 4^ XII, 
355 S. 

Hierüber s. Library Journal 1882. Vol. VIL Nr. 10. S. 
254—56. 

[30.] * Bepertoriam der technischen Joumal-Literatar. Im 
Auftrags des kaiserlichen Patentamtes herausgegeben von Bruno 
Kerl. Neue Folge Jahrg. 1881. Berlin, Hey mann 1882. hoch 
4<>. V, 356 S. Pr. n. 15 Mk. (S. Anz. J. 1882. Nr. 228.) 

[31.] * The Keader's Guido to English History. By W. 
Francis Allen, Prof. üniv. of Wisconsin. Boston, Ginn Heath 
& Co. 1882. 8». 33 S. 

Hierüber s. Library Journal 1882. Vol. VIL Nr. 10. S. 254. 

[32.] Guide de TAmateur — Bibliographie des Ouvrages Illustres 
du XIXe si^cle principalement des liyres ä gravures sur bois 
par Jules Brivois autour de la Bibliographie de TOeuTre de P. 
J. de B^ranger, etc. Paris, Bouquette. Lex. 8^ XIII, 468 
S. Fr. n. 25 Mk. ä 900 numer. Exempl. Ausserdem 50 numer. 
Exempl. auf gr. HoU. Pap. 

Der allgemein gehaltene Titel, sowie der grosse Umfoug des 
Werkes könnten möglicher Weise zu der Meinung verleiten, dass 
man es darin mit einer Bibliographie sämmtlicher in den verschie- 
denen Ländern erschienenen Illustratiouswerke zu thun habe. Dies 
ist aber nicht der Fall. Der Verf. schreibt im Vorworte: „Les 
ouvrages illustres du XIXe si^le" — u. setzt hinzu: „etnousn*en- 
tendons parier que de ceux publi^s en IPrance — sont en nombre 
consid6rabIe; quant aux illustrations elles sont de plus diverses: 
gravure sur bois, gravure sur metal au burin et ä Teauforte, litho- 
graphie, Photographie et proc^dtfs chimiques. Dans ee Guide, nous 
nons sommes attache principalement k d^crire les plus beaux ouvrages 
ä gravures sur foois, sans negliger toutefois les autres genres d'il- 
lustration. Nous allons passer en revue successivement ces di- 
vers genres." Ob die Bibliographie vollständig ist, das zu prüfen 
habe ich nicht die Mittel — die Dore'sche illustrirte Danteaus- 
gabe habe ich allerdings bei nur flüchtiger Durchsicht des Werkes 
darin vermisst — aber das, was darin sich aufgeführt findet, ist 
mit grosser Genauigkeit, fast mit zu grosser Baumverschwendung, 
die auf den grossen Umfang des Bandes nicht ohne Einfluss ge- 
blieben ist, verzeichnet u. beschrieben. 

[33.] * Po^sies diverses du Cardinal de Bemis. Avec uue 
notice biobibliographique par Fernand Drujon. Pai'Is, Quantin 
1882. kl. 8«. XXXII, 253 S. Mit Kpfrn u. Portrait. Pr. 10 Fr. 
(Nur in kleiner Auflage.) 

Gehört zu den „Petits Poetes du 18e siöcle.** 

[34.] * Birne e Prose di Filippo Pananti. Con un cenno sulla 



Litteratur Dnd Miscellen. M 

8!ia tita 6 la bibliografia degli scritii, per cura did Pieiro Gori. 
Fireoze, Salani. 1882. 16^ 480 S. Pr. 2 L. 

[85.] * Primo Saggio di Catalogo Virgiliano, pubbKcato per 
cnra deirAccademia Virgiliana nella ricorrenza del XIX cente- 
nario deHa morte di P. Yirgilio Marone. Mantova, tip. Montovi. 
1882. 40. 31 8. 

[36.] * Otia Lusatica. 9}on O^car Sd^mibt^SReber, flon^Ii(6 
$reu^if((em iBergratb. 2. ipeft. Sn^alt: 3. Uctunbe über ben Setfauf 
bct öerrfcbaft SMu^fau, üom 17. SRooembet 1597; 4. l^oma^ a ÄempiS. 
©orlib, 6tat!e. 1882. gt. 8^ 1 »(. XVII— XX, 61—97 ©. 
m. 1 gfacftm.sXaf. 

Der AbschDitt über «^Thomas a Kempia'' scbliessi sieh an des 

Verf.'s frfibere Schrift „Codex Boolf, Pergamenthandschrift des 

TrakUts De imitatione Christi Tom J. 1431'' (s. Anz. J. 1881. 

Nr. 899), dessen Echtheit der Vetf. geigvn die darüber erhobenen 

Angriffe anter allen Umständen aufrecht erhält. 

BaehliAndler- «ud antlqnarlsclie Kataloge* 

[37-] The Publishers* Trade List Annual 1882 embracing 
the latest catalogues supplicd by the publishers; preceded by a 
▼erbatim reprint of „the Publishers* Weekly" record of books 
issned from Jnlj 2, 1881, to July 1, 1882, with a complete 
index bj aathore, titles, and subjeets; also the American £du- 
cational Catalogue for 1882. Tenth Year. New York, F. Ley- 
poldt. September 1882, Lex, 8^ 1121 Bll. Pr. f 1,50. (S. Anz. 
J. 1881. Nr. 1120.) 

Nachdem dieser Amerikanische Gesammt-Terlags-Katiilog be- 
reits bis zum X. Jahrgange vorgeschritten ist, hat er seine voll- 
giltige Probe abgelegt, dass er die Amerikanischen Buchhändler- 
Bedürfnisse zu befriedigen weiss. Die Amerikanischen Bucbhändler- 
Bedürfnisse sind freilich andere als die Deutschen, für welche dieser 
Gesammt-Yerlags-Eatalog wohl schwerlich als befriedigend angesehen 
werden dürfte. Die Einzelkataloge, die sich von 172 verschiedenen 
FirmeB in alphabetischer Ordnung aneinander gereiht finden, haben 
zwar in ihrem Aeusseren eine ziemlich uniforme Gestaltung erhal- 
ten, zeigen aber hinsichtlich ihrer inneren Behandlung eine wesent- 
liche Verschiedenheit voneinander, insofern die einen mehr oder we- 
niger eigentliche Bücher-, die anderen jedoch nichts mehr als blosse 
Waaren-Verzeichnisse sind. 

[38.] Yerlags-Kataloge der Verleger des Deutschen Beiches. 
— Buch- und Kunst-Katalog. Gesammt-Verlags-Katalog des Deut- 
schen Buchhandels [und des mit ihm im direkten Verkehr stehen- 
den Auslandes]. Ein Bild deutscher Geistesarbeit und Cultur. 
Vollständig bis Ende 1880. Münster i. W., Adolph Bussel. 1B82. 



80 .Litteratar and Miscell^n. 

4«. Bd. 1, Lief. 1. 2 Bll. Sp. 1—256; Bd. IL Lief. 3. Sp. 57*? 

bis 832; Bd. IIL Lief. 5. Sp. 1153—1344 & I-VIII; Bd. VT. 

Lief. 1. 2 Bll. Sp. 1—256; Bd. VIL 2 Abth. Lief. 1. 2 Bll. 

Sp. 1—256. Bd. IX. Lief. 3. Sp. 545—800 ; Bd. XL Lief. 1. 

2 Bll. Sp. 1—256. Bd. XIU. Lief. 3. Sp. 513—768. Pr. ä n. 

0,60 Mk. (S. Anz. J. 1882. N. 1068.) 

Dieser den Deutschen Buchhandel rühmlich kennzeichnende 
Gesammt-Verlags-Eatalog, der rüstig vorwärts schreitet, ist eine 
schöne Verlassenschaft Bosseirs, der leider selbst die Vollendung 
seines mit so vielen Mühen ins Leben gerufenen Werkes nicht hat 
erleben sollen. 

[89.J The illnstrated Christmas Number of the Publishers' 
Weekly 1882. Vol. XXU., Nos. 21—22. November 26, 1882. 
(Whole Nos. 566—67.) New York, Leypoldt gr. 8^. 665—820 
S. (S. Anz. J. 1882 Nr. 154.) 

Mit wahrem Vergnügen nimmt man dieses in hOchst gefälliger 
Weise ausgestattete u. mit unläugbarem Geschicke eingerichtete 
Weihnachtshelt zur Hand n. durchblättert es mit wirklichem In- 
teresse, wogegen man die Weihnachtsnrr. der „Bibliographie de la 
France" u. des „Publishers' Circular*' mit ihrem Mischmasch von 
blossen Buchhändleranzeigen durchaus uubefnedigt aus der Hand legt. 

[40.] Verzeichniss Nr. 48 des antiquarischen Bficberlagers 
der J. G. Calve'schen k. k. Hof- und Univ.-Bnchhandlung (Otto- 
mar Beyer). Prag. — Bohemica. Böhmen betreffende Literatur 
und Bücher in böhmischer Sprache mit Anhang: Slavica. 8^. 
2 BU. 144 S. 2745 Nrr. 
Beachtcnswerthes Lager, unter alphabetisch geordneten Bub- 
riken verzeichnet 

[41.] GXLVIII Katalog des antiquarischen Bflcherlagers von 
Albert Cohn in Berlin. — Ausgewählte Sammlung seltener Werke 
aus allen Gebieten der Literatur und Wissenschaft grGsstentheils 
aus dem XV.— XVU. Jahrhundert. IV. Abth. 1882. 8^ 1 Bl. 
107—60 S. 1400—2113 Nrr. (S. Anz. J. 1882. Nr. 963.) 
Enth. in aiphabet. Beihenfolge die Artikel: Italien — Willemin 
(Schluss). 

[42.] Antiquariats - Katalog von Julius Drescher Special- 
geschäft für Theologie in Leipzig. No. 18--20. (1882.) 8^ 

Enth.: in 18 Praktische Theologie (1 Bl. 31 8. 985 Nrr.) 
u. in 19—20 Wissenschaftliche Theologie. 2. Abth. (1 Bl. 48 S. 
1667 Nrr. A 1 Bl. 82 S. 944 Nrr.). 

[43.] Verzeichniss einer besonders in den Fächern der Ge- 
schichte, Belletristik^ Kunst und Kunstlitteratur ausgezeichneten 



Liitoraiur and Miscellen. 31 

Bibliothek. Vorräthlg bei Eduard FJscbhaber in Beutlingen. kl. 
8^ 1 Bl. 48 S. 

Meist neuere Deutsche Litteratnr. 

[44.] Philosophie. Abth. I. Antiquai isches Bücher-Lager von 
Gerschel Sc Anheiss Antiquariat und Buchhandlung Stuttgart. 
Nr. 9. 8». 1 Bl. 50 S. 1568 Nrr. (S. Anz. J. 1882. Nr. 625.) 

Hauptsächlich an gewählter Deutscher Litteratur reichhaltiger 
Katalog. 

[45.] Verzeichniss einer werthvollen SammluDg von Pracht-, 
Kopfer- & Holzschnitt- Werken lUustrirten Büchern Werken über 
Architektur, Kostürokunde & Kunstgeschichte welche bei Ludolph 
St. Goar Buchhändler nnd Antiquar in Frankfurt a. M. zu haben 
sind. Antiquarisches Verzeichniss No. 62. 8^. 1 BL 28 S. 
646 Nrr. (S. Anz. J. 1882. Nr. 1076.) 

Deutsche u. auswärtige Litteratur. 

[46.] Libreria antiquaria di ü. Hoepli Milano. Catalogo 
Nr. 10. — Storia dltalia epecialmente storia dell' ex reame di 
Napoli. 8«. 1 Bl. 40 S. 724 Nrr. (8. J. 1882. Nr. 966.) 

Hauptsächlich beachtenswerthe ältere u. neuere Ital. Litteratur. 

[47.] No. 263 & 264. Bücher- Verzeichniss über Werke aus 
dem Gebiete der Philologie und Alterthumswissenschaft & aus 
dem Oebiete der Schönen Wissenschaften, Kunst und Kinder- 
schriften, welche bei Theodor Kampffmeyer in Berlin zu haben 
sind. 1882. 8^. 1 Bl. 42 S. «fe 1 Bl. 80 S. (8. Anz. J. 1882. 
Nr. 1080.) 

Stets um der billigen Preise willen empfehlenswerth. 

[48.] No. IX. Bücher- Verzeichnifs aus dem Verlage und 
Lager von J. Kauffmann, Verlags- Antiquariats- und Sortiments- 
bucbhandlung hebräischer Literatur. Frankfurt a. M. 1882. 8^ 
52 S. 806 Nrr. 

Hebralca u. Judaica. 

[49.] Protestantische Theologie. Nr. 68. Antiquarischer Ka- 
talog von Heinrich Kerler Antiquariats-Buchhandlung in Ulm. 
8«. 1 Tit.- u. 79 S. 2950 Nrr. 

Bemerkenswertbere Partien darunter sind: Biblische u. Refor- 
mations-Literatur, sowie Kirchengeschicbte. 

[50.] Katalog No. 20 des antiquarischen Bücher-Lagers von 
Ludwig Koch in Hamburg. Inhalt: Theologie im Allgemeinen. 
L— Z. 8<>. 1 Bl. 89 S. 1773—8191 Nrr. (8. Anz. J. 1882. 
Nr. 1081.) 

Grösserentheils Deutsche Litteratur. 

[51.] Antiquariats-Sortiments- und Verlags-Buchhandluog yon 



32 Iiitteratar und MiseeUeti. 

Wilhelm Koebner (L. F. Maske's Antiquariat) in Breslau. 157. 
Katalog. — Deutsche und ansserdentsche Literatar und Sprache. 
Kunst und illustrirte Werke. Musik. (1882.) 8^ 1 Bl. 128 S. 
4034 Nrr. (8. Anz. J. 1882. Nr. 1082.) 
Enth. über zwei Drittheile Deutsche Litteratur, darunter mehr 
als 100 Goetheana. 

[52.] Nr. 9. Antiquarisches Bfleherlager von Ed. Liegel 
(Anton Baunecker) in Klagenfart. Noyember 1882. 8^. 1 Bl. 
41 8. 1466 Nrr. 

Meist Deutsche gangbare Litteratur aus Terschied. Fächern« 

[63.] Nro. 51. Antiquarischer Katalog yon A. Liesching A Co. 
in Stuttgart. — Deutsche Belletristik. 8^ 1 Bl. 46 S. 
Zeitschriften, Kalender, gesammelte Werke, Romane, Gedichte, 
Theater, Jugendschriften. 

[54.] Catalogo dl Libri di fondo o in numero dell' editore- 
libraio Riccardo Marghieri di Gius. Napoli. Noyembre 1882. gr. 
8^ 1 Bl. 48 S. 

In der Mehrzahl Italien. Litteratur aus verschiedenen Fächern. 

[56.] Terzeichniss des antiquarischen Bücherlagers (Inge- 
nieurwesen, Technologie, Kunst etc.) von H. B. Mecklenburg*s 
Buchhandlung und Antiquariat in Berlin S^. 1 Bl. 37 S. 937 Nrr. 

Hauptsächlich Deutsche Litteratur aus den exakten Wissen- 
schaften. 

[66.] Nr. 68. Antiquarischer Katalog von Rudolf Merkel 
(vormals Eduard Besold^s Antiquarium) in Erlangen. — Orien- 
talia. 1882. 8^ l Tit.- u. 19 S. 581 Nrr. 

Geschichte, Linguistik u. Litteratur. 

[67.] Bibliotheca Historica. Antiquarisches Verzeichniss No. 3 
ausgegeben von Mitscher & Röstell Buchhandlung Berlin. Be- 
sonders reichhaltig an Werken aus der deutschen Geschichte, 
Genealogie und Heraldik. (1882.) 8<^. 1 Bl. 64 S. 1419 Nrr. 

Enth. nicht blos meist neuere Litteratur, sondern auch viele 
gute wirkliche Antiqnaria. 

[68] L. BQcherlager von Albert Moser in Tübingen. — Gj- 
naekologie. Geburtshülfe. Frauen- und Kinderkrankheiten. 8^. 
1 Bl. 80 S. üeber 1300 Nrr. 

Reich an akademischen Dissertationen. 

[69.] Catalogus van eene belangrijke verzameling Kaarten en 
Boeken, betrekkiug hebbende op Nederland's Waterataat vor- 
handen hii Frederik Muller & Co. Amsterdam, gr. 8^, 2 BIK 
66 S. 796 Nrr. 

Eine h<^chst werthvoUe, zur grösseren Hälfte aus Karten 



Litteratur ond lELscelleu. 83 

bestehende Sammlung. Unter den Karten befinden sich viele sehr 
seltene Stücke. Eine grosse Anzahl der namentlich auf die Pro- 
Tinzen Gelderland n. Nord-Brabant bezüglichen Karten, sowie von 
den Beviei*kaarten aus den J. 1818—^2 stammen ans dem Nach- 
lasse des Ingenieurs Q, J. Dibbits u. sind von diesem gezeichnet. 

[60.] Nr. 847. Catalogue of Works on the Fine Arts, Books 
of Prints, the Indnstrial Arts, Ornament^ Pageants, Portraits, 
Works on Spanish Art, Views, early Woodcut-Books, Catalogues 
of Fine Art GoUections. Offered for Cash by Bemard Qnaritch. 
London. November 1882. gr. S^. 1 Bl. 1057—1176 S. 11845— 
12385 Nrr. (S. Anz. J. 1882. Nr. 1091.) 

Nr. 848. Catalogue of Works on Civil and Ecclesiastical 
Architectnre, and Landscape Gardening. Offered bj the same. 
London. December 1882.. gr. 8^ 1 Bl. 1177 — 1216 S. 
12386—12817. 

Beich an den werthvollsten u. seltensten Stücken. 

[61.] Works on Ichthyology, Angling, Fisching & Fisheries 
offered by Bemard Quaritch, bookseller, London. October 1882. 
qu. le^. 16 BU. 

Ein interessantes u. nett ausgestattetes Heftchen. 

[62.] YIII — X. Yerzeichniss des Antiquarischen Bücherlagers 
von Georg Bettig in Bern. (1882.) 8^ 

Entti.: in VIU. Philologie (16 S. 412 Nrr); in IX. Neuere 
Sprachen u. Litteratur, Prachtwerke, Kunst (23 8. 648 Nrr.); 
in X. Yermischtes (25 S. 684 Nrr.). 

[63.] Catalog Nr. 147. 151. 152. 157. J. Scheible's Anti- 
quariat A Yerlagsbuchhandlung in Stuttgart (1882.) gr. 8^ (S. 
J. 1882. Nr. 848.; 

Enth.: in 147 Komische Literatur der Deutschen (l Bl. 
105 S. 3222 Nrr.); in 151 Katholische Theologie (1 Bl. 37 S. 
776 Nrr.); in 152 Mathematische Wissenschaften (1 Bl. 42 S. 
1069 Nrr.), in 157 Litteraturgeschichte, Bibliographie, Buchdrucker- 
kunst, Bibliothekwissenschaft (1 BL 21 S. 438 Nrr.) — Lieb- 
habern von Curiosit&ten ist das Sch.*sche Lager sehr zu empfehlen. 

[64.] No. 72. Lager-Terzeichniss des Schleswig-Holsteinischen 
Antiquai'iats (K v. Maack) in KieL Inhalt: Alte Geschichte. 
Archäologie. Numismatik. Geschichte der griechischen und rö- 
mischen Literatur. Historische Atlanten etc. 8^ 1 Tii- n. 27 
S. 647 Nrr. 

Alte (beschichte u. Archäologie bilden den überwiegenden Be- 
standtheiL 

[66.] Catalog Nr. 47 von A. Stnber*» Antiquariat (fCadischi^ 

3 



84 Litterator oad MisceUen. 

Ziegart) m Wür?ibui^. — Philolagi«. 1882. 8^ 1 Bl. 50 S, 1611 
Nrr. (8. Anz. J, 1882, Nr. 981.) 

Hauptsachlich tlto Philologie, namenüicb. ?iele Griech. u. 
Bömiflche Schriftfitell^r; sum Schlüsse neuere Sprachw^issensehafL 

[66.] Pietro Tergani Milano 1882. Catalogo di Libri an- 
üchi e modemi. gr. 8«. 1 Bl. 60 S. 1777 Nrr. 
Hauptsächlich gewählte Italien. Littei*ati(r aus verschiedenen 
Fächern, namentlich den Schönen Wissenschaften. 

[67.] Katalog 161. Ajatiquarisebes Bücherlager von Friedrich 
Wagner, Qof^Bucbhapdlong in Brannsehweig. — Theologie. 8^. 
1 Bl. 66 S. 2217 Nrr. (S. Ana. J. 1882. Nr, 266.) 

Hauptsächlich Deutsche evang.-lutherische Litteratur. 

[68.] Katalog des Antiquarischen Bücherlagers von Aug. West- 
phalen in Flensburg. (1882.) 8». 1 Bl. 54 S. 

Grösstentheils Deutsche Litteratur, worunter eine ansehnliche 
Reihe von Bfiehem aus dem XYI---XV1IL Jrhdi. 

Bibllotliekeiilelire. 

[69.] Handbuch für Osterreichische Universität^- und Studien- 
Bibliotheken« sowie für ToUuh, Mittelschul- und Be%irks*Lehrer- 
bibliotheken. Mit einer Sammlung von Gesetzen, a. h. Ent- 
schliessungen, Verordnungen, Erlässen, Acten und Actenauszügen. 
Ton Dr. Ferdinand Grassauer, Gustos an der k. k. TJniversitäts- 
ßibllothek in Wien. Wien, Graeser. 8®. VI, 814 S. Pr. n. 5 Mk. 
(S. Anz. J. 1882. Nr. 1148.) 

Der Verleger empfiehlt dieses Buch als ,^eine Anleitung fftr die 
Errichtung u. Verwaltung der auf dem Titel angegebenen Bibliotheken 
ttf4 Grund bibliographischer Segeln u. bibliothekarischer Erfahrungen, 
die sich besonders bei kleineren Bibliotheken, deren Verwaltung 
nicht von Bibliotheksbeamten/ sondern von Lehrern u« Professoren 
besorgt wird, als brauchbar erweisen werde.'* Diese Empfehlung 
dürfte meiner unmassgeblichen Ansicht nach nicht ausreichend sein, 
um das Erscheinen einer solchen neuen Anleitung, deren man schon 
genug hat, ganz n. voll zu rechtfertigen. Dagegen finde ich das 
Erscheinen des Buches nicht blos durchaus gerechtfertigt, sondern 
auch sehr willkommen wegen des ümstandes, weil dasselbe eine 
systematische Verarbeitung des auf das Bibliothekwesen in Oester- 
reich bezüglichen, etwas complicirten n. anderwärts ni(At gang- 
baren Materiales von Gesetzen, Verordnungen n. dergl., sowie einen 
geschichtlichen Abriss der Entstehung n. Entwiekelong des Oeeter- 
reich. öffentlichen Bibliothekwesens enthält Sehr zweckmässig hat 
der Verf. S. 64 — 86 eine üebersicht des „Literarischen Biblio- 
theksapparates*' gegeben, die ich zur Berücksichtigung angelegent- 
lich empfehlen möchte. 



Ziitteratur und MisceUen. S5 

[70.] * Ob ihe ClasBifioalion of Books: a Paper read before 
the American Library Association, May 1882. By Llyod F. Smith. 
Publifihed by the Libraty Bnrean. 1882. 8^ 

[71.] * American Library Association, Cincinnati Meeting. Be- 
poit of the progress of Library Arcfaitecture and resolnfions of 
the Association conceming the bnilding for the Library of 
Congresa. By W. F. Foole. Boston^ Secretary's Office. 1882. 
8^ 16 S. 

BiMlothekenkimde» 

[72.] BuUetin of the Boston Pablic Libraiy. Vol. V. Nr. 4. 
(Whole Nr. 68.) October 1882. Lex, 8». ß. 177—232. (8. 
Anz. J. 1882, Nr. 852.) 
Enth., ausser der an die Spitze gestellten iJnformation for 
Readers*' o. den am Schlosse beigefügten „Notes'% das Zuwachs- 
verzeichniös der Bates Hall, Lower Hall and Branches, North End 
im in. Quartale 1882, sowie ausserdem S. 217 — 81 ein sehr reich- 
haltiges Yerzeichniss der zahlreich in der Bibliothek vorhandenen 
sowohl als auch soDSt noch existirenden Benjamin FranUin-Litteratur. 

[73,] Harvard üniversity Bulletin. No. 28; or Vol. II. No. 10. 
Edited By Justin Winsor, Librarian of the UnivBr8ii;y, with the 
assistance of members of the varions facolties. October 1882. 
Lex. S\ a 861—432- (S. Anz. J. 1882. Nr. 648.) 
Enth. aasser den an die Spitze gestellten aUgem. Unitersi- 
tats-Notieen q. dem darauf folgenden Zawachsverzeiohniase der ver- 
schiedenen Bibliotbeksbranchen im zweiten n. dritten Quartale 1892 
verschiedene Spedalitäten: A. Bibliography of Fossil Insects'; Ca- 
lendar of the Lee Hannscr\pts; Petermann's Greographisdie Mit- 
theilungen; A last of American Authors in Qeology and Palaeon- 
tology, etc. 

[74.] Library of Harvard üniverait^. — Bibliographioal Con- 
tributiona. Edited by Justin Winsor, librarian. No. 8. Calen- 
dar of the Arthur Lee Manuscripts in the Library of Harvard 
Üniversity. Reprinted from the Harvard Dnivorsi^ Bulletin. 
Cambridge r Mass: üniversity Press Wilson and son. 1882. 
Lex. 8«. 48 S. (S. Anz. J. 1882. Nr. 712.) 

Dergleichen Gesammtabdrücke von interessanten Arbeiten, 
welche bruchstückweise im Bulletin nach u. nach zur Veröffent- 
lichung gekommen, sind sehr dankenswerth. 

[75.] Annual Beport of the Librarian and Txeasurer of the 
Pablic Libraiy of Cincinnati, for tha year ending Juaa SOtii, 
1882« gi; 8^ 2 BU. 19 & 

Der n^ne Zuwachs im letztve rgangenen Jahre bel&nfk sich a^ 



'i* 



S6 Litterator und Miscellen. 

7555 Nrr., wodurch der Gesammtbestand der Bibliothek auf 
144,875 Nrr. (130,051 Bücher u. 14,824 Pamphlets) gestiegen 
ist. Davon kommen anf die Pablic Library 119,951 B. u. 9896 
P., auf die Theological Library 4206 B. u. 1346 P., sowie auf 
die liussey Library 5840 B. o. 8582 P. Die Benutzcmg der 
Bibliothek ist eine sehr starke gewesen. 

[76.] Zugangs- Verzekhniss der Grossherzoglichen Hofbiblio;thek 
in Darmstadi 8. Quartal 1882. — Unterzeichnet: Grossheitog- 
liehe Hofbibliothek-Direction. Dr. Walther. Ausgeg. im November 
1882. 8». 31 8. (S. Anz. J. 1882. Nr. 995.) 

Beiche u. wohlaosgew&hlte Vermehrung, an der sich anch eine 
grosse Anzahl von ßeschenkgebeni betheiligt hat 

[77.J Versuch einer Geschichte der Üniversit&ts-Bibliothek zu 
Greiflswald von Dr. M. Perlbaoh. 1. Heft. Bis 1785. Greifs- 
wald, Bamberg. 1882. B^. VHI, 71 S. Pr. 2 Mk. 

Die von einem Beamten der Bibliothek mit Fleiss u. Geschick 
bearbeitete n. „zur Eröffnung des neuen Bibliothekgebändes zu 
Greifswald im October 1882'^ herausgegebene Schrift giebt — „anf 
Grund der gedruckten Sammlungen u. Darstellungen der Greifs- 
waider üniversitatsgeschichte, der Acten des üniversitätsarchivs u. 
der Geschäftsbücher der Universität^^ — eine Geschichte des In- 
stitutes in den ersten zwei Jhrhdten, Davon liefert das vorl. 1. 
Heft in vier Kapiteln: L Die Darstellung der alten üniversitäts- 
Bibliothek vor der Beformation (S. 1 — 5); II. der neuen Universi- 
t&ts-BibUothek im 17. Jhrhdt. (B. 6—18); IH. der Bibliothek von 
1698—1747 unter den Bibliothekaren Saalbach, Hom u. Westphal 
(S. 19—89); sowie IV. eine Lebens- u. Arbeits-Skizze des hervor- 
ragendsten Bibliothekars Johann Carl Dähnert, „der die Anstalt in 
ihren alten Bäumen geleitet hat, u. recht eigentlich als ihr Be- 
gründer anzusehen ist" (S. 40 — 71). 

[78.] Katalog der Bibliothek des Reichsgerichts. Bearbeitet 
von Prof. Dr. jur. K. Schulz, Bibliothekar bei dem Eeichsgericht. 
Leipzig, Breitkopf & Härtel. 1882. Lex. 8«. LXV S., 1—968 
Sp. & 969—1038 S. Pr. n. 15 Mk. 

Den Grundstock der Bibliothek bildet die c. 20,000 Bde starke, 
am 1. Octbr. 1879 in den Besitz des Beichsgerichts übergegangene 
Bibliothek des vormaL Beichs-Oberhandelsgerichts« Seit üebernahme 
dieser Bibliothek von Seiten des Beichsgerichtes ist der Bücher- 
bestand bis auf 45,000 Bde gewachsen. Den überwiegenden Be- 
standtheil bilden die juristischen Bücher, deren Verzeichniss allein 
856 Sp. fQlli Das Verzeichniss ist wissenschaftlich geordnet u. 
mit einer systematischen sowohl als auch alphabetischen Inhalts- 
übersicht versehen. Dem BibL-Beglement vom 21. Mia 1880 zu- 



Litteratar und Hiscellen. 37 

folge iBt die Benutzung der Bücher ausser dem Lokale ausschliess- 
lich den dazu herechtigten Mitgliedern des Gerichtes, Anderen nar 
im Lokale gestattet^ — Der Torl. Katalog ist ein ebenbürtiges 
Seitenstück zu dem vor Kurzem erst erschienenen Kataloge der 
Bibliothek des Deutschen Beichstages (s. Anz. J« 1882. Nr. 1109). 
Wie bei diesem letzteren , so ist auch bei dem vorl. die Umsicht, 
mit welcher der Bibliothekar, im Hinblicke auf die künftig noch 
zu erwartende grosse Yermehrnng der Bibliothek, für alle künftig 
noch eintretende Fälle des Einreihens zahlreichen Zuwachses durch 
sein umfängliches System im voraus geeignete Fürsorge getroffen 
hat, mit besonderer Anerkennung hervorzuheben. 

[79.] * Catalogue de la Biblioth^ue de bons livres dtablie 
ä Montpellier sous la direction de Mgr. TEv^que, Montpellier, 
impr. Grollier et fils. 1883. S^ 28 S. 

[80.] *' Les Livres de Nicolas Yassart ä la Bibliothdque 
publique de Nancy; par J. Favier. [Eztrait du Journal de la 
Soci^t^ d'Arch^Iogie Lorraine, juin 1882.] Nancy, impr. Gr^pin- 
Leblond. 1882. 6^. 7 S. m. Wappen. 

[81.] * Sur un Incunable de la Bibliothique nationale de Paris 
(contribution ä l'Histoire de Tlmprimerie en Suisse); par J. G. 
Schiffmann. Enth. im: Jahrbuch fQr Schweizerische Geschichte 
hrsg. auf Veranlassung der allgemeinen geschichtsforschenden 
Gesellschaft der Schweiz. Bd. VII. Neue Folge des Archivs f. 
Schweizerische Geschichte. Zürich. 1882. 8^. 

[82.] "* Catalogue de la Biblioth^ue populaire de QuimperK. 
Quimper, imp. Jaouen. 1882. 8^ 88 S. 

[83.] * Catalogue de la Biblioth^que catholique de la Con- 
ference de Saint-Yincent-de-Paul, situ^e enclos Saint-Bertin, ä 
Saint-Omer. Saint-Omer, imp. D'Homont. 1882. 12^ 149 S. 

[84.] * Society of Writers to H. M, Signet in Scotland. Ca- 
talogue of ihe printed books in the Library. Part. 2. M-Z. 
Sapplement and List of Mss. Edinburgh, Society. 1882. 4^ 
617—1292 S. 

Der vom versi Bibliothekar David Laing begonnene Katalog 
ist nun von dem gegenwärtigen Bibliothekar T. G. Law zu Ende 
geführt 

[85.] * Boyal Institution of Great Britain« A new classified 
Catalogue of the Library, with Indexes of authors and subjects. 
By Vincent, librarian. Vol. II, incl. the additions 1857 — 82. 
London, Boyal Institution. 1882. 8^. XVIi, .888 S. 

Hierüber s. Library Journal 1882. Vol. VII. Nr. 10. S, 256, 

[86.] Le Scritture in volgare dei primi tre secoU della lingua 



88 Litteratar und Miseellen. 

ricercaie nei Codici della BIbliotoca nationale di Kapoli dall^as- 
Bistente Alfonso Miola. (Oontinaaiioiie.) Enth. in: E Propugna« 
tor» Periodico bimestrale di Filologia, di Storia e di Biblio- 
grafia institaito e diretto da Franeeseo Zambrini. [In Appendice 
alla CoQezioii« di Opere inedite o rare.] Tom. XT. Part. 2. Bo- 
logna, Bomagnoli. 1882. gr. 8^ 6. 19^1— 283. (S. Anz. J. 
1882. Nr. 656.) 

[87.] * Stai^to e Begolamento d«lla Societä della Bibiioteca 
popolare circolante di Stradella. Stradella, üp. Perca. 1882. 8^. 48. 

[88.] Die Urkunden der Grafen de Lagardie in der Universi- 
tatebibliotihek zu DorpaL Herausgegeben von Johannes Lossiufi. 
Dorpat. Köhler in Leipzig in Comm. 1882. 8^. XIX| 158 
S. Pr. n. 4 Mk. 

Nach dem Tode von Lossiue erst erschienen u. von Dr. J« 
Engelmann zur TerOflPenüichang fertig gestellt. Ent.: Briefe des 
Grafen Pontns de Lagardie u. Index zur Cbrrespondenz des Grafen 
Jakob de Lagardie, nebst einem Personen-Begister. 

PriTalibibliotheken. 

[89.} Katalog einer Sammlung guter, zum Theil seltener 
Bftcher der verschiedensten Wissenschaften, die Bibliotheken des 
Pastor Trautschold in Beinsberg, des yerstorbenen Pastor Karl 
Haupt in Lerchenbom (YerftuBser des Lausitzer Sagenbuches 
etc.), Doubletten der Dresdner Stadtbibliothek, sowie einiger 
kleineren nachgelassenen Sammlungen enthaltend. Dresden, Gustav 
Salomon. (1882.) 8«. 1 Bl. 71 S. 2010 Nrr. (Auct. 20. 
Novbr. 1882.) 

Hauptsächlich Schöne Wissenschafben, Geschichte mit vielen 
Saxonicis,* Theologie u. Pädagogik. 

[90.] Catalogus eener merkwaardige veraameling Boeken en 
Plaatwerken, Handschriften, Portretten, Platen, enz. uitmakende 
de Bibliotheken nagelaten door vän Isendoom van Blois, van 
het Kasteel „De Kannenburg" in Gelderland, J. E. H. Hooft 
van Iddekinge, vroeger Directeur van het Penningkabinet te Leiden, 
enz., J. C. Kobus, Emeritus-Predikant te Bemmel, enz. 's Gra- 
venhage, Marünus Nijhoff. 1882. gr. 8». 2 BU. 16 & 3378 
Nrr. (Anct. 18. Jan. 1888.) 

Hauptsächlich Geschichte (darunter Numismatik aus dem Idde- 
kinge^sohen Nachlasse, wovon den Katalog unter besonderem 
Titel s. unten Nr. 96), Sechst- u. Staatswissenschaften, Theologie, 
BelletriBtik» 

[91.] Ko. 71. Yerzeichniss der juristischen Bibliotheken der 



Litteratar und Hiscellen. 99 

Ober-App.-Gericht8-Bath Dr. G. 0. Barchardi, weiland Professor 
des BOmischen Beclits an den Universitäten Sa Bonn u. Kiel, 
nnd Geheimer JnBtiz-Baih Dr. Neuner, weiland Professor des 
Bömischen Bechte an der üniversit&t ra Kiel, sowie mehrerer 
▼erstorbener Amtsrichter und Bochesanwälte, welche von dem 
Schleswig-Holsteinischen Antiquariate (E. y. Haack) in Kiel eu 
haben sind. 80. 1 Tii- u. 107 S. 2897 Nrr. 

Beiche u. schätzbare Sammlung haupteächlich Deutecher, neuerer 
sowohl als auch älterer Litteratur. 

(98.] Antiquarischer Katalog von F. A. Brockhaus' Sortiment 
und Antiquarinm in Leipzig. — Classische Philologie und Alter- 
thumskunde. Enthaltend u. a. die hinterlassenen Bibliotheken der 
Geh. Beg.-Bath Prof. Dr. H. L. AfarenSi Direkter des Lyceums 
in Hannover, und Prof. Dr. Eugen Frohwein in Gera, gr. 8^ 
1 Bl. 156 S. 5657 Nrr. 
Höchst werthvoll xl besonders im Fache der Griech. u. Latein, 
Schrifteteller mit Neulateinern, sowie der Linguistik reidihaltig. 

[93.] * The Literary Undertakings of Herbert HoweB^crofL 
San Francisco. 1882. 8^. 12. S. Enth. eine kurze Beschreibung 
seiner Bibliothek. 

[94.] Catelogue de la Biblioth^que et des Autegraphes de feu 
Gocheris, inspecteur gdu^al de Tinstmction publique. Paris, 
Kcard. 1882. 8«. IV, 151 S, 2000 Nrr. (Auct. 6. Novbr. 1882.) 

£95.] Yei^eichniss einer Sammlung von Büchern vorzugs- 
weise aus dem Gebiete der Geschichte^ Erdbeschreibung und der 
schönen Wissenschaften aus dem Nachlasse des versterb. Dn £. 
Ehrenfeuchter zu Göttingeu. Göttingen, Dieterichu 1882. 8^ 
1 BL 30 S. 1184 Nrr. (Auci 11. Dec. 1882.) 

Grösstentheils Deutsche Litteratur. 

[96.] Catalogue de la Bibliotheque Numismaüqne, de feu J. 
£, H. Hooft van Iddekinge, Ci-devant Directeur du Cabinet nu- 
mismatique ä Leide^ ete. La Haye, llartinus Nyhoff. 1882. gr. 
8». 16 & 821 Nrr. (Auct. 11. Decbr. 1882.) 

Ein Abschnitt aus dem Nijhoffschen Auctionskataloge (s. oben 
Nr. 90) unter besonderem Titel 

[97.] ^ Nouveaux Documeute pour servir ä Thisteire de la 
Biblioth^ue du Cardinal Mazarin (1642 — 1652); par Jean 
Kaulek. [Extrait du Bulletin de rHistoire de Paris et de llle- 
de-Frai£ce, livr. de mai-juin 1882.] Nogent-le-Botrou, impr. 
Daupeley^^ouvemear« 1882. 8^. 10 S. 

[98.] Adalbert Bente's Antiquariat in Göttingen. Catalog 61 
& 62. — Geschichte u. deren Htdfswissenschaften & Grossbri- 



40 Litieratar und Miscdlen. 

taimien rnid Irland. (Professor Beinhold Panli*s Bibliothek 1. & 2. 
. Theil.) 1882. 8^ 1 BL 38 & 15 S. Zosammen 1480 Nrr. 

Der Katalog 61 entb., ausser Allgemeinem, die Geschichte 
Deutschlands, Oestenreicbs u. der Schweiz. 

[99.] Katalog der Bibliothek 8r. Excellenz des Doctor jnr. 
Thcobald Freiherm von Bizy, k. k. wirklicher geheimer Batb, 
etc. Wien, A. Einsle. gr. 8«. 1 BL 40 S. 1272 Nrr. (Auct 11. 
Decbr. 1882.) 

Zur grösseren Hälfte Staats- und EechtswissenschafL 

[100.] Bibliotheca Schleideniana II. No. 54. Antiquarischer 
Katalog von Isaac St. Goar Buchhändler in Frankfiurt a. M. 
Enthält die Fortsetzung der natnrwissenscbaftl. Bibliothek des 
Staatsrath, Professor Dr. M. J. Scbleiden. 8^ 1 Bl. 58 S. 1460 
Nrr. (S. Anz. J. 1882. Nr. 880.) 

Allgemeines, Geographie u. Ethnographie mit Reisen, Anthro- 
pologie u. Entwicklungs- u. Schöpfungsgeschichte, Anatomie u. 
Psychologie, Naturgeschichte, Chemie mit Pharmacie u. Alchymie. 

[101.] Catalogue d*une curieuse OoUection de Lettres auto- 
graphes de C&6bni6a des IVme et XIX e si^cles, Ecrivains, 
Artistes, Hommes d*£tat, comprenaut des Correspondances d'Ale- 
xandre Manzoni, de N^pomucdne Lemercier, du g^n^ral Willot 
de Garibaldi, etc. et composant le Cabinet de M. le Comte de 
U . . . Paris, maison Gabriel Charayay. 1882. 8^ 88 S. 218 
Nrr. (Auct. 4. Decbr. 1882.) 

Bei der letzten Nr. liest man im Kataloge: „Sous ce nr. 
il sera vendn, en lots, un eertain nombre d'autograpbes que le 
temps n'a pas permis de cataloguer." Warum hat man sich denn 
nicht Zeit dacu genommeD? 

[102.] Lager-Catalog von Joseph Baer & Co. Buchhändler und 
Antiquaro in Frankfurt am Main, Paris, London. 118. — Der 
Orient I. Abth. Geschichte und Ethnographie. (Zum Theil aus der 
Bibliothek des verst. Prof. J. A. Vullers in Giessen.) (1882.) 1. Bl. 
74 8. 1508 Nrr. (8. Ajiz. J. 1882. Nr. 1128.) 

Eine sehr werthvoUe Sammlung, hauptsächlich Deutsch., Engl 
u. Franzödaeher Litteratur. 

AbdrAcMe ans BibL-HandsehrllUeii. 

[103.] Denkmäler Provenzalischer Literatur und Sprache zum 
ersten male herausgegeben von Hermann Suchier. I. Band. Mit 
einer Untersuchung von Paul Bohde: Ueber die Quellen der 
Bomanischen Weltchronik, Halle, Niemeyer, gr. 8<^. XTI^ 648 
S. Pr. n. 20 Mk. 



Litteratnr mid Miscdlen. 41 

Aus der Cheltenhamer Liederhandschnft, den beiden Hand- 
schriften der Pariser Nationalbibl. (fran^ais 6115 u. 1745) u. der 
Londoner Handschrift Har). 7403. — Ein n. Band aas der Pariser 
Handschrift frangais 1747 ist bereits nnter der Presse. 

[104.] Die sogenannte Theologie des Aristoteles ans Arabi- 
schen Handschriften zum ersten Mal herausgegeben von Dr. Fr. 
Dieterici Professor an der üniyersit&t Berlin. [Auch m. Arab. 
Tii] Leipzig, Hinrichs. 1882. gr. 8^. vm 8. u. 2 BU. 180 S. 
Arab. Text. Pr. n. ß Mk. 

Aus drei Handschriften: in Berlin, Paris n. Tebriz. 

[105.] Der Sachsenspiegel (Landrecht) nach der ältesten 
Leipziger Handschrift herausgegeben von Prof. Dr. Julius Weiske. 
VI. Auflage von Professor Dr. B. Hildebrand. Leipzig, Fues. 
1882. W. 8«. Xni, 202 S. n. 2,80 Mk. (8. Anz. J, 1877. 
Kr. 198.) 

Hildebrand hat nunmehr seit 1863 zum vierten Male die neue 
Auflage besorgt 

[106.] Carmina Burana. Lateinische und Deutsche Lieder 
und Gedichte einer Handschrift des XIII. Jahrhunderts aus 
Benedictbeum auf der K. Bibliothek zu Mflnchen herausgegeben 
von J. A. Schmeller. H. unveränderie Auflage. Breslau, Eoebner. 
8^ X 8. & 1 Bl. 275 S. Pr. n. 8 Mk. 

Die I. Auflage ist 1847 erschienen. 

[107.] Summa Gerhardi. Ein Formelbuch aus der Zeit des 
Königs Johann von B<^hmen (c. 1336 — 45). Herausgegeben von 
Ferdinand Tadra, Scriptor der k. k. Universit&ts-Bibliothek zu 
Prag. [Separatabdruck aus dem Archiv f. österreichische Ge- 
schichte. Bd. XXIII. 2. Hälfte. S. 305—594.] Wien, Gerold's 
Sohn. 1882. gr. 8^ 290 S. 

Aus der k. k. öffentl. u. Üniversitats-Bibliothek. 

[108.] * Kleinere altpolnische Texte aus Handschriften des 
XV. und des Anfangs des XVI. Jahrhunderts. Von Emil Kaluz- 
niackL (Ans „Sitaungber. d. k. Akad. d. Wies."] Wien, Gerold's 
Sohn in Gomm. 1882. Lex. 8^ 54 S. Pn n. 0,80 Mk. 

[109.] Amis et Amiles und Jourdains de Blaivies. Zwei alt- 
französische Heldengedichte des kerlingischen Sagenkreises. Nach 
der Pariser Handschrift zum ersten Male herausgegeben von 
Konrad Hofmann. H. vermehrte und verbesserte Auflage. Er- 
langen, Deicheri 1882. 8^ LXVII, 274 S. Pr. n. 4 Mk. (S. 
Anz. J. 1852. Nr. 800.) 

Die beiden Gedichte bilden einen kleinen Cyklus in der grossen 
Masse des Nordfranzösischen Yolksepos. Amis et Amiles ist eine 



42 Littorator und Useellen. 

der verbreitesteii u. berftbmtesteii Sagen des Mittelalters, am bäa- 
figsten latehi. ü. franz. bearb^tet; unter den franz. Texten entb&lt 
die Pariser Handschrift den ältesten n. besten. Jonrdains de 
Blaivies ist ein Zweig der weitverbreiteten ApoUoniossage. 

[110.] * Les sept Disconrs toochant ks Dames galantes da 
8ienr de Brantdose, pnbli^ sur les manascrits de la Blbliotit^Qe 
naüonale p«r Henri Boachot Dessins d'Edeoard de Beaumont, 
grates pat E. Boilvin. Edition Jbnanst. Tom. UL (Fin.) 
Paris, Libr. des Bibüophiles. 1882. 16^ 820 S. m. 2 Kpfii. 
(S. Anz. J. 1882. Er. 886.) 

Gehört zur „Petite Biblioth^ue artistique". Nor 220 Exempl. 
uumer. auf gr. Pap.; ausserdem 30 auf Chin. Pap. u. 20 auf 
Pap. Whatman mit den Epfm avant la lettre. 

[111.] Rerum BritanniGanim medii aeyi Scriptores, — Hatthfiei 
Parisiensis, Monachi Sancti Albani, Chronica majora. Edited 
by Henrj Bichards Luard^ D« D.| Fellow of Trinitj CoUege & 
Cambridge. VoL VI. Additamenta. London, Longmans & Co. 
1882. Lex. 8. XXVIII, 536 S. m. 2 Pacsim. Taf. Pr. n. 10,50 
Mk. (S. Adz. J. 1881. Nr. 1198.) 

[112»] * Octavian. Altfranzösiacher Soman« Nach der Ox- 
forder Handflohrifl Bodl. Hatten 100 zum ersten Mal heraus- 
gegeben von Karl VoUmöUer. [A. n. d. Tit.: AltfranzGsieche 
Bibliothek hrsg. von W. Foerster. Ilf . Bd.] HeUbronn, Henninger, 
8^ XIX, 160 S. Pr. n. 4,40 Kk. 

[118.] Das Florentinische Bechtsbnch ein System Römischen 
Rechts ans der Glossatorenzeit. Aus einer Florentiner Hand- 
Schrift zum ersten mal herausgegeben und eingeleitet yon Dr. 
Max Conrat (Cohn), Professor der Rechte an der Universität 
Amsterdam. Berlin, Weidmann. 1882. 6^ LIV, IV* u. 118 8. 
Pr. n. 8 Mk, 

Die Handschrift gehört der Laurentiana an. 

[114.] Briefe von Jakob Clrimm an Hendrik Willem tyde- 
man. Mit einem Anhange und Anmerkungen herausgegeben 
von Dr. Alesander Beiffersoheid o. Professor der Deutschen Phi- 
lologie zu Greifswald. Heilbronn, Gebr. Henninger. g\\ 8®. 
VI ß. & 1 Bl. 152 8. Pr. 3,60 Mk. 
Die in der Schrift mitgetheilten Briefe — 26 Jak. Grimm's 
an Tjdeman, sowie im Anhange 2 Jak. Grimm's an Willem Bil- 
derdijk, u. 1 Wilb. Grimmas, 5 Hoffmann's v. Fallersleben, 6 €fa. 
de VilleiB*, sämmtlich an Tydeman — die sich im Besitze der 
Maatschappij der Nederlandsche Letterkunde in der Leidener Univer- 
sitfitsbibliothek befinden, bilden theils u. vornehmlich einen werth- 
vollen Beitrag zur Geschichte der Deutschen Studien im I. Drittel 



Littemtiur und Mteeellen, 48 

diMes Jbrhdts, g^wifaren aber auch anderentheils ehMn interes- 
saateu Einblick in das Ltben u. Streben der Gebrüder Orimm n. 
iierer Freunde. 

[115.] SmdetmannI Srtefe an feine Sürt^r ^eunbe. 9la$ ben 

auf ber 3üricber Stabtbibliot^rf aitfbetoa^tten Originalen in i^erme^rter 

rnib t>erbeneTtec ©eftalt neu (erauSgegeben )9on dugo Slümnet. ^eibutg 

u & Mb Zäbinotn^ 9lol^. 1862. 8^ X, 2a8 6. ^. n. 5 SRC. 

Ana dem in der BiblMbek aafbewahrten Bodmer'schett Kack- 

lasae neu beraoagegeben, weil der Ytm Leonhordi üsterl 1778 be- 

sei^ u. daraus anderweitig entlehnte Abdmck ebenae IQekenhafky 

wia nngenafl ieti 

[116.] Ans Berlin ist, wie im Anz. J. 1882. Nr. 1138 be- 
reite sich beriektel findet, die Mannscripteneammlnng des Berzogs 
▼on Hamilton angekanft worden. Dasu bleibt nachträgMch zu be- 
merken, dass sich der Kan^reis auf £ SOfiOO belauft. 

[117.] Ana Brüssel ist der Katalog der im Arbeitssaal der 
Abtheilnng der Penodica in der Königl. Bibliothek zur Benutzung 
des Publikums ausgelegten pmodiechen Schriften erschienen. Es 
finden sich darin 1084 Periodica genau in der nämlichen syste- 
matischen Beihenfolge verzeichnet, in der sie in den Fächern auf- 
gestellt sind. Auch ist dem Katolog ein Plan beigegeben, durch 
welchen sich die Leser über den Standort der Periodica leicht orien- 
tiren können. Ausser den Periodims enthält der Arbeitssaal eine 
zur freien Benutzung der Leser bestimmt» Handbibliothek Ton 
Wörterbüchern, Encyklopädien u. a. Nachschlagebüchem, von denen 
ebenfalls ein gedruckter Katalog vorhanden ist £. 

[118.] Aus Carlisle (England) hat Dr. med. B. Xlliott die 
öffentliche Anfmerkeamkeit auf die frage zu lenken gedacht, ob 
nicht durch Bücher der dem Publikum zur Benutzung zugäng- 
lichen Bibliotheken, die sich in den Händen von mit ansteckenden 
Krankheiten behafteten Lesern befunden haben, Krankheitsstoffe 
verbreitet werden können. Man hat indessen noch nie (jelegenheit 
gehabt zu beobachten, dass unter den Bibliotheksbeamten, die doch 
der Ansteckung durch solche Stoffe am meisten ausgesetzt sein 
würden, besondere Kränklichkeit oder gar Sterblichkeit herrsche. 

R. 

[U9.] Aus Dresden hat B. v. Zahn's Antiquariat {TL v. 
Zahn u. Emil Jaensch) die Bibliothek des verstorb« Leipziger Pro- 
fessors der Astrophysik Dr. Fr. Zöllner (s. obea Nr. 1) käuflich 
in seinen Besitz gebracht. Der bereits unter der Presse befind- 
liehe Katalog (Beser Bibliothek soll Ende Januar eracheifien; der- 
selbe wird natürlich zunächst die Faehgenossen das verst grossen 



44 Litterainr und Hifloelton. 

OetobridD interegFireiii dann aber andi durch seinen reichen Inhalt 
9,n guten Werken aas fast allen Fächern der Wissenschafken dar- 
than, wie sehr der tapfere Kämpfer gegpen gar viele beklagens- 
werthe Zustände im Deutschen üniversitats - und Gelehrtenwesen 
bestrebt gewesen ist, sich eine auch bei sehr grossen Gelehrten 
nicht immer zu findende universelle Bildung anzueignen. 

[ISO.] Ana Graz hat .der Professor Dr. F. Bitler t. Krones 
eine Abhandlang ^Historische Analecten aus nnd über Dalmatien 
u. Oroatien: I. Zur Handschriflenkande Dalmatinischer Bibliotheken*' 
an die Philosoph.-Historlsche Classe der KaiserL Akademie d. 
Wissenschaften in Wien zur Veröffentlichung in deren akademischen 
Schriften eingesendet 

(Sitzungs-Berichte dieser Claase 1882. Nr. XXIL S. 70.) 

[121.] Aus Hftlle ist der Amaauensis an der Universit&to- 
bibliotbek Dr. jur. W. ▼. Brünneck zum Professor ernannt worden. 

[122.] Aus Hamburg ist der seitherige Direktor der Stadt- 
Mbliothek Dr. Meyer Isler in Ruhestand getreten, u. zu dessen 
Nachfeiger der Professor an der Gelehrtenschule des Johannenma 
Dn Franz Eysaenhardt ernannt worden. 

[123.] Aus Heidelberg wird im Verlage der Akadem. 
Buchhandlung von Gust. Koester nächstens erscheinen: „Ezempla 
Scriptvrae Visigoticae XL tabvlis expressa liberalitate Ministerii qvod 
Begni Borvssici rebvs ecclesiasticis scholasticis medicinalibvs prae- 
est adivti edidervnt Pavlus Ewald et Gvstaws Loewe. Tabvlas 
photographicas arte Antonii Selfa Escorialensis maximam partem 
confectas phototypice descripservunt a Navmann & Schroeder Lip- 
sienses." Die Originale gehören theils der Madrider Eönigl. Bi- 
bliotheki theils dem Eskurial an. Der Subscripi-Preis ist f&r das 
Wei'k auf nur 20 Mk., vom 1. Februar an dagegen ein Ladenpreis 
von 50 Mark festgestellt. 

[124.] Aus Köln ist im Verlage von Wamitz & Co.^ wie 
im Anz. J. 1882. Nr. 1058 bemerkt worden, ein vom Hauptmann 
Hirsch bearbeitetes „Bepertorium hervorragender Aufsätze aus der 
neuesten in- u. ausländischen Militär-Journalistik" erschienen. Da- 
von hat der Verleger zwei speciell f, Franzosen u. Italiener be- 
stimmte Ausgaben unter dem Titel: „B^pertoire d^articles milltaires, 
pris des journaux de TAIlemagne, de la France, de Tltalie et de 
la Suisse" (8* Fr. 5,85 Fr.) u. „Bepertorio d'articoli scelti presi 
dai giomali militari dell* Italia, della Germania, della Francia e 
della Svizzera** (8^ Pr. 5,85 L.) veranstaltet. 

[125.] Ans Leipzig hat K. F. Köhler^s Antiqnarium mit- 
getheilt, dass es dorch seine Verbindungen mit dem Oriente in 



Litleratar «md HiscelleiL 45 

den Stand gesetzt sei, die dortigen Publikationen zu billigen Preisen 
tu liefern. Ein Gesammt- Katalog der Orientalischen Abtheilang 
des K/schen Lagers ist in Vorbereitang. 

[126.] Aus London hat die „Sacred Harmonie Society*' 
sich aufzulösen u. ihre sehr bedeutende Sammlung von theoretischen 
Werken u. Noten aller Zeit zu dem massigen Preise von 8000 £ 
zu yerkaufen beschlossen. Das Britische Museum hat den Ankauf 
dieser Sammlung, zur Vermeidung von Doubletten, abgelehnt 

(PubUshers' Circular 1882. Nr. 1084. S. 1162.) 

[127.] Aus Lftttich ist, wie bekannt (s. Petzholdfs Biblioth. 
bibliogr. S. 164 — 65), die „Bibliothique des Ecriyains de la 
Compagnie de J^sus, par Aug. et AL de Backle*^ erschienen. Als 
Supplement hierzu wird der P. Carlos Sommervogel einen ^Diction- 
naire des Ouvrages anonymes et Pseudonymes publi^s par les 
religieuz de la Compagnie de Jftus'' herausgeben« 

[188.] Aus Mailand wird in der nftchsten Zeit im 12. An- 
üquarisehen Cataloge von U. Hoei^i eine „Bibliotheca Dantesoa. 
Opere di Dante e commenti" erscheinen, worauf ich die zahlreichen 
Dantefreunde im voraus aufinerksam zu machen gern Qelegenhttt 
nehme. 

[129.] Ans Manchester ist der „Beport of the Public 
Free Libraries Committee of the Manchester Corporation for the 
year 1881-^82^^ veröffentlicht worden, in welchem sich intecessai^ 
Angaben Aber die wahrhaft staunenswerth grosse u. lebhafte Be- 
nutzung dieser Bibliotheken zusammengestellt finden. Die Zahl der 
Leser hat sich in dem angegebenen Jahre auf mehr als 2 Millio- 
nen, täglich also im Durchschnitte auf c 8600 belaufen. 

(Publishers' Circular 1882. Nr. 1085. & 1231—32.) 

[ISO.] Aus Mflnchen ist an Stelle des verst. Direktors 
der Hof- u. Staatsbibliothek Prof. Dr. Halm (s. Anz. J. 1882. Nr. 
1039) der seitherige Oberbibliothekar Dr. Qeorg Laubmann zum 
Direktor ernannt u. an dessen Stelle vom 1. April an der fOrstl. 
Archivrath Dr. Sigmund Biezler in Donaueschingen berufen worden. 

[131.] Aus München ist in der früher Augsburger „All- 
gemeinen Zeitung'' 1882. Beilage zu Nr« 805. S. 4489—90 & 
Nr. 306. S. 4506 — 7 eine mit vieler Wärme geschriebene u. sehr 
ansprechende Lebensskizze des verst. Direktors der Münchner Kgl. 
Hof- u. Staatsbibliothek Prot Dr. v. Halm (s. Anz, J. 1882. Nr. 
1039) erschienen, worin sich die grossen Verdienste, die sich der 
Verstorbene theils u. vorzüglich durch seine Gymnasial- u. akade- 
mische, wie überhaupt philologische, theils bibliothekarische Thä- 
tigkeii erworben hat^ anschaulich dargesteltt finden. 



46 Litteratar und MiseeUoi. 

[132.] Aus Nftrnberg findet eioh im „Anseiger f. Kunde 
der Peatedien Yoraeii'^ 1882. Nr. 12. Sp. 360 berichtet: „Die 
Redaction der Westdentechen Zeitschrift f. Geschichte a. Kunst be- 
absichtigt ein Rheinisches Archiv, Wegweiser durch die t die Ge- 
schichte des Mittel- und Niederrheins wichtigen Handschriften her- 
auszugeben, das eine üebersicht der Rheinischen Archive u. Bibli- 
otheken, sowie eine stofflich geordnete ITebersicht der wichtigen 
Handschriften enthalten soll. Das Archiv ist auf 20 — 25 Druc'kbog. 
berechnet. Ebenso giebt der Historische Verein f. den Niederrhein 
eine Rheüciische Bibliothek, eine bibliographische Zusammenstellung 
aller t di^ Geschichte n. Gesehiditschreibung der Bheinprovinz 
wichtigen 6q[>araten Dmcksohriften , gteichfaHs stofflich geordnet, 
heraus. Diese BibUoliiek ist auf 60 — 80 Drockbog. bereehnet 

[138.] Aus Paris hört man wiederholt Klagen über die 
Schwierigkeiten, mit denen die Benutzung der Nationalbibliothek in 
Folge ihres „formalisme inutile", u. ihrer „suspicions tracassieres", 
trotz aller der Liebenswürdigkeit ihrer Beamten, doch verbunden 
sei — wobei in der Kegel darauf hingewiesen wird, in welcher 
vorzüglichen Weise in dieser Hinsicht im Londoner Britischen Mu- 
seum für das Publikum gesorgt ist £. 

[184.] Aus Paris ist dem Beamten der Nationalbibliothek 
Schwab der für ein bibliographisohes Werk auflgesetote Preis Bmnet 
von 3000 Fr. für seine „Bibliographie AristotAlque ou Bibliographie 
descriptive et autant que poesible critiqne, des äditions, seit g6ne- 
rales, seit sp^iales, de tous les ouvrages qoi ooua sunt parvenus 
8DUS le nom d* Aiistote^^ zuerkannt worden, 

[135.] Aus Tours ist in Folge zahlreich eingelaufener Klagen 
über die Stadtbibliothek eine Commission von zwei Municipal-Räthen 
zur Untersuchung abgeordnet u. von diesen der ünterschleif mehrer 
Bücher u. Hss. entdeckt worden. Darauf hin hat man die Biblio* 
thek zeitweilig geschlossen. 

[136.] Ans Tarin (Rom u. Florenz) erscheint im Verlage 
von Herm. Loescher von diesem Jahre aa in zireimonatl. Heften 
^ 10 Bog. ein „Gionitle atorioe della Letteratara Italiana^ zum 
Jahrespr. von 25 L. Dasselbe wird unter fünf Bubriken: 1. Scritti 
original! di storia e di critica letteraria in genere ; 2, Testi inediti, 
bene illustrati e non soverchiamente lunghi ; 3. Varietä» ossia brevi 
note, informazioni, singoli documenti^ questioni sopra qualsiasi punto 
di storia letteraria; 4. Bibliografia, distintä in Bassegna biblio- 
grafica e in Bollettino bibliografico; 5. Cronaca enthalten. 



Dmok Tou Jofe. TttNUr lo Dntdeii. 



budb fflt Stnbtetenbe unb Saien bearbeitet loon 2)r. (Smft ^öbii^er. 

2lbt^. IV. (6<Wu&.) Seipitfl, UAan. 1882. 8«. IV, 637— SOS ©. 

$r. compL in eleg. (Sinbanbe 20 aRt. (@. S(n|. 3. 1882 im Octbip.« 

©cfte.) 

In rasdiem Fortsicbritte ist das Werk za finde geOhrt u, mit 
einem eingebenden Sachregister bescblossen werden. Letzteres wird 
den Lesarn sehr willkommen sein, weil es dem Verl bei der dorch 
die Lief.-AQ8gabe bedingten st&dcweisen Aosarbeitong des Werkes 
nioht möglich gewesen ist| gleich von Anfang an die Auswahl aller 
im die aiphabet. Heihenfolge aufzanehmender Artikel ftstzastellen, 
o. er daher im Lanfe der Arbeit sich gezwungen gesehen hat, 
verschiedene Gegenstände, die er in einem eigenen späteren Artikel 
za behandeln beabsichtigt, n. die Leser durch ein Stichwort darauf 
verwiesen hatte, später einem anderen Artikel mit davon verschie- 
denem Stichworte mit einzuverleiben. Dass in Folge dessen den 
Lesern so manches mühsame u. vielleicht sogar erfolglose Nach- 
suchen nicht erspart geblieben sein würde, ist begreiflich; dafür 
giebt aber nun das Sachregister den bequemsten Hinweis auf die 
richtige Stelle. J, P. 

MusikaliBches Oonveraationa- Lexikon, Eine Encyklopädie der 
gesammten musikalischen Wissenschaften für Gebildete aller 
Stande. Unter Mitwirkung der Herren Musikdir. C. Billert, 
Prof. Franz M. BOhme, Gustos A. DOrffel, Concertmeiater F. 
David, Kapellmeister Prot H. Dom, Prot G« Engel, K. S. Kam- 
mermusiker M. Fürstenau, Dir, Gevaert, Pro! Flod. Gejer, L. 
Hartmann, Dir. Th. Hauptuer, Dr. F. Hüffer, Prof. F. W. Jahns, 
Dr. W. Langhans, Prof. E. Mach, Prof. Dr. Emil Naumann, 
Univers.-Musikdir. Dr. Ernst Naumann^ Prof. Dr. Oscar Paul, 
Prof. E. F. Bicfater, Prof. W. H. Biehl^ Musikdir. Ih. Bode, 
Prof. H. Buff, Musikdir. Dr. W. Bust, Geh. Bath Schlecht, 0. 
Tiersch, Dir. L. Wandelt, 0. Wangemann, Prof. Dr. H. Zopff 
u. 8. w. begründet von Hermann Mendel. Vollendet von Dr. 
August Beissmann. Ergänzungsband (geführt bis Ende 1882.) 
Berlin, Oppenheim. 1883. gr. 8^. IV, 587 8. Pr. n. 9 M. (S. 
Anz. J. 1879 im Aug.-8eptbr.«Hefte.) 

In seltenem Einklänge hat die Presse dieses Conversations- 
Lexikon bei seinem ersten Erscheinen vor 10 Jahren gern will- 
kommen geheissen und nach seiner Vollendung als ein ebenso 
brauchbares, wie trefflich durchgefOhrten Werk lobend anerkannt. 
Grosse Anerkennung verdient aber auch die Sorgfalt» mit welcher 
der Herausg. die inzwischen auf dem Gebiete der Musik u. Musi- 
ksüschen Litteratur eingetretenen Veränderungeii, u. Fortschritte 
vwfolgt, u. dies^euj um das Hauptwerk auf der Qöhe der Zeit 



zu erbalten y in einem Ergänzungsbande zur Darstellung gebracht 
hat. Besondere Beachtung verdienen in dieser Hinsicht die mit 
Tielem Fleisse gesammelten Nachtr&ge zum Artikel y,Literatur*S auf 
welchem Gebiete der Herausg. als tflchtiger Fachkenner bekannt 
ist Unter neuen Artikeln sind die von Dr. Platon v. Waxl Ober 
„Portugiesische Musik'* u. von Dr. y. Bavn über „Skandinavische 
Musik^ bearbeiteten als besonders interessant hervorzuheben« Als 
neue u. sehr dankenswerthe Zugabe bezeichnet der Herausg. mit 
Recht die Abbildungen, die er von den neuesten Erfindungen, wie 
Accordion, Aliquotflügel, BogenfÜhrer, Doppelflflgel, Flütophon, Kla- 
vierftngerbildner, OrchestercariUon, Photophon u. a. den betr. Ar- 
tikeln hinzuzufügen im Stande gewesen ist J. P. 

Sit unb 9leu. Setdangen^ unb Oegentnatt hi Sage unb ^ef^i^te 
bargefteOt Don SRorift Sermann. Wt 200 Saujhotionen Don bervor^ 
ragenben ItünfHecn. Sief. 7—12. SBien, $eft, Seipsig: n. f^xÜAexC^ 
flSetlag. 1882. 8e;.«8^ @. 289 — 576 m. eingebt, ^o^fd^. u. 6 ^o^' 
f^ntaf. $r. ä 60 $f. (6. SLn}. 3. 1882 im Octbr.^t^e.)'' 

Auch die neuen Lief, zeigen zur (genüge, dass der Herausg. 
der dem Werke gestellten Aufgabe, „in einzelnen abgerundeten Bil- 
dern bedeutsame Epochen u. wichtige Ereignisse der politischen 
n. Kulturgeschichte aUer Zeiten darin vorzuführen,'' sich wohl be- 
wusst ist, u. dieselbe in der trefflichsten Weise zu erfüllen versteht. 
Das mit schOnen Illustrationen ausgestattete Werk bietet in bunter 
Abwechslung durch interessante Bilder von bedeutsamen Kultur- 
ereignissen u. hervorragenden Persönlichkeiten reiche Belehrung u. 
Unterhaltung. Sicher wird Niemand das Werk ohne volle Befrie- 
digung aus der Hand legen. J. P. 

übtian 9albt*d SUgemeine 6tbbef4telbung. Sm Oaudbu^ be9 geo^ 
gtaip^tfd^ aBiffen« für bie Sebfitfnifje aDer ®ebi(beten. YII. Stuflage. 
SoOtinnnten neu bearbeitet k)on Dr. Sofef S^atKittne. Wt 400 SOufiras 
tionen unb 150 Aorten. Sief. 6—16. SBien, $eft, Seit^stg: ^ttleben'd 
»erlag. 1882. gr. 8^ I. »b. VIII, 821—984 ©. & II. »b. 1—82 
6. SRit eingebr. i&oI&f(bn., 12 $>oIaf<l6ntaf. unb 2 Itatten. $r. ä 75 $f. 
(6. ans. 1882 im Octbc.<(>eft.) 
Mit der vorl. reich durch Illustrationen ausgestatteten Lief., in 
welcher sich, ausser Preussen u. den gesummten übrigen Staaten 
des Deutschen Reiches, die Oesterreichisch- Ungarische Monarchie 
in einer den Bedürfoissen der Zeit sowohl als aller gebildeten 
St&nde entsprechenden Weise abgehandelt findet, ist der L Band 
abgeschlossen u. bereits auch mit der Landes- u. Staatenkunde der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft im II. Bande der Anfiing ge- 
macht. Das Werk schreitet mit rühmlichst anerkennenswerther 
Büstigkeit vorw&rts, ohne dass dadurch dem Werthe u. der Uüte 



NEUER ANZEIGER 

(ttr 

Bibliographie mid Bibliothekwisseoschaft. 

Heransgegdben von Dr. J. Peteltoldt. • 



Februar, 



Inhalt: 



1883. 



Programm einer Hugo Grotins- Bibliographie. Von Dr. H. C. Bogge. — 
Zu: ,,Profe8flor Dr. ^edrich Zollner in Leipzig". — Neueste Beiträge rar 
Faustlitteratnr. — Litteraior nnd Miseellen. — Allgemeine Bibliographie. 

[137.] Programm einer Hugo Orotios-Blbliographie. 

Von Dr. H, C. Rogge. 

Der Bibliothekar der Universitats- Bibliothek ztt Amsterdam 
Dr. H. C. Bogge hat folg. Programm vom 15. Decbr. 1882 veröffentlicht: 
yyHet ifl mijn voomemen om in April 1883, bij het herdenken 
van den 300jarigen geboortedag van H. de Groot, eeoe Biblio- 
grafle uit te geven van ul zijne werken, in alle .uitgaven en 
Tertalingen. Ala tweede gedeelte zal zieh later hierbij aansluiten, 
eene Bibliographie van alle geschriften over H. de Groot en zijne 
werken. Opdat deze Bibliographie zdo voUedig mogelijk zij, deel ik 
voorloopig de verkortte titeis mede van de mij bekende uitgaven en 
vcrtalingen der werken van H. de Groot. Zij die in.staat mochten 
zijn mij aan te wijzen, wat nog ontbreekt, zullen mg zeer ver- 
plichten, allermeest door mij de boeken toe te zenden, die door mij 
binnen weinige dagen vrachtvrij worden teruggezonden. . Eene 
dergelijke l^st van bet tweede gedeelte hoop ik eerlang gereed 
te hebben.*' 

Bechtsgeleerde Werken. 

De jure belli ac pacis. Paris. Bvon. 1625. 4to. — Amst. 
G. Blaeu. 1631. fol. — Amst. G. Blaeu. 1632. kl. 8vo. — Amst. 
I. en C. Blaeu. 1642. 8vo. — Amst. I. Blaeu. 1646. 8vo. — 
Amst. H. Laurentii. 1647. fol. — Amstl. Blaeu. 1650. 8vo. — 
Amst. I. Blaeu. 1651. 8vo. — Amst. I. Janssonins. 1651. 8vo. 
— Amst. I. Blaeu. 1660. 8vo. — - Amst. I. Blaeu. 1663. 8vo. — 
Amst. I. Blaeu, 1667. 8vo. — Amst I. Blaeu. 1670. 8vo. — 
Jenae J. Tb. Fleischer. 1673. 4to. — Amst, Janss. Waesberg. 
1680. 8vo. — Hagae' Com. A. Leers. 1680. '8vo. — Amst. Janss. 
Waesberg 1689. 8vo. — Amst. A. v. Somoren. 1689. 8vo. — 
ültraj. G. V. d. Water. 1696—1703. fol. — Franeof. ad Viadr. 
I. Schrey et t. Hartmann. 1699. 4to. — Arast. Janss. Waesberg. 
1701. 8vo. — Amst. Janss. Waesberg. et Wetsten. 1704. fol. — 

4 



48 Programm einer Hugo Grotias- Bibliographie. 

Tubingae. L G. Cotta. 1710. 8vo. — Amst. ex off. Wetsten. 1712. 
8vo. — Amsi Janas. Waesberg. 1712. 8vo. — Amst ex off. 
Wetflten. 1720. 8vo. — Amst. Janas. Waesberg. 1720. 8vo. — 
Marburgi. Ph. C. Mulleras. 1734. 8vo. — Amst. C. Fritsch. 1735. 
8vo. — Amst. Janss. Waesberg. 1736. 8vo. — Lausannae. M. M. 
Bousquet. 1761. 4to. — Lipsiae. I. P. Krausius. 1758. 8vo. — 
Traj. ad Eh. J. a. Schoonhoven. 1773. 8vo. 

Van 't regt des oorlogs en vredes. Amst. F. van der Plaat. 
1705. 4to. 

Ondersoek oft gheoorloft is krygh te voeren. Amst. £. Poppius. 
1626. 4to. 

Le droit de la guerre et de la paix. Paris. A. Senenze. 1687. 
4to. — La Haje. A. Moetjens. 1703. 12mo. — Amst. P. d. Coup. 
1724. 4to. — Amst. P. de Coup. 1727. 4to. — Basle. E. Thourn- 
eisen 1746. 4to. — Leide. La compagnie. 1759. 4to. — Basle. 
E. Thourneisen. 1768. 4to. — Paris. Quillaumin. 1867. 8vo. 

Drey BQcher vom Bechte des Krieges und des Friedens. — 
Leipzig F. Groschuff. 1707. 4to. — Franckf. a. M. Fischer. 
1709. fol. — Zürich. Gessner. Dmckerey. 1718. 4to. — Berlin. 
L. Heimann. 1869. 8yo. 

The rights of war und peace. — London. W. Innys and 
B. Mauby, 1738. fol. — De jure b. et p. acc. bj an abridged 
transL by W. Whewell. Cambridge. 1853. 8vo. 3 vol. 

De mari libero. Lugd. Bat. ex off. Elzevir. 1609. kl. 8yo. — 
1618. l2mo. — 1633. 12mo. — Wratisl. 1752. fol. 

Vrye zeevaert. Leyden S. Huybertsz. 1614. 8vo. — Haarl. 
A. Eoman. 1636. 4to. — 1639. 4to. — 1641. 4to. 

J.Hagemeier, De imp. maris varior. dissert. Francof. 1663. 12mo. 

De jure praedae. Hag. Com. 1868. 8yo. 

Inleiding tot de HolL rechtsgeleertheyd. 's Gravenfa. wed. J. 
van Wou. 1631. 4to. — Botterd. P. Corssen. 1631. kl. 8vo. — 
's Gravenh. wed. H. J. v. Wouw. 1631. 4to. — Haarl. A. Boman. 
1631. 4to. — Amst. 2e dr. 1631. 4to. — Haarl. A. Boman. 
1636. 4to. — Haarl. A. Boman. 1639. 4to. — Haarl. A. Boman. 
1641. 4to. — Dordr. M. de Bot. 1644. 4to. — Amst. Wächter. 
1647. 4to. — Amst. J. J. Boumann. 1652. 4to. — Delft. A. Bon. 
1652. 4to. — Delft A. Bon. 1657. 4to. — Amst. J. van Bave- 
steyn. 1667. 4to. — Amsi H. Boom en wed. D. Boom. 1692. 4to. 

— Amst. 1706. 4to. — Amst. J. Boom. 1727. 4to. — Middelb. 
1767. 4to. — Amst. 1767. 4to. — Amsi Weytingh en Brave. 
1860. 8vo. 

Introduction to Dut-ch jurisprudence« Cape Town. 1878. 8vo. 
Florum sparsio ad jus Justinian. Amst. J. Blaeu. 1643. 12mo. 

— Paris, vid. G. Pele. 1642. 4to. — Halae. 1729. 8vo. 

De imperio summ, potestatum circa sacra. Lutet. Paris. 1647. 



Programm einer Hugo Grotias- Bibliographie. 49 

kl. 8vo. — 1648. kl. Svo. — Amst. J. N. ten Hoom. 1667. 
12mo. — 1677. 12mo. — Hag. com. A. Vlacq. 1652. Svo. 

Of the gOTemmeDtoftlieaDtientcharch, etc. London. 1675.kl.8Y0. 

Becht der overheden in kerkel. saecken. Engh. 1622. 4to. 

Advys nopende *t recht de steden competer. in cas van judi- 
cature. Middelb. S. Clement, z. j. 4to. 

Godgeleerde Werken. 

Opera omnia theol. in 3 tom. div. Amst. haer. Blaeu. 1679. 
fol. — in 4 tom. div. Basileae ap. Thumlsios. 1732 fol. 

Annot. in V. et N. Test. 2 vol. Lond. 1727. 4to. 

Annot. in V. Test. Lut. Par. Cramoisy. 1644. fol. 3 tom. — 
Ed. Vogel. Halae. Curt. 1775. 76. 41o. 2 tom. — Ed.. Doederlein. 
Halae, Cmt 1779. 4to. T. I. 

Annot. in N. Test. T. I. Amst. Blaeu. 1641. fol. — T. II. 
Paris. PeM. 1646. fol. — T. III. Paris. Pepingu^ et Maucroy. 
1650. fol. — Erlangae et Lips. Tetzschnerus. 1755, 56. 4to. 
2 tom. — Halae in orphanotr. bibl. 1769. 4tQ. 2 tom. — Groning. 
W. Zuidema. 1826—34. 8vo. 9 vol. 

Aentek. v. h. evang. v. Mattheus. Gouda A. v.Loon. 1685. 4to. — 
V. Marcus, enz. Aid. 1688. 4to. — Over de brieven v. Paulus. 
Amst. A. en B. Yisscher. 1693, 94. 4to. 2 dln. 

De veritate relig. Christ. Ed. 2a. Lugd. Bat. J. Maire. 1629. 
12mo. — Ed. 3a. Lugd. Bat. J. Maire. 1633. 12mo. — Paris. 
Cramoisy. 1640. 12mo^ — Juxta exempl. Paris. 1640. 12mo. — 
Lugd. Bat. J. Maire. 1640. 12mo. — Paris. 1640. fol. — 1650. 
fol. — Amstel. ex ofif. Elzevir. 1662. 12mo. — 1669 12mo. — 
1674. 12mo. — 1675. 12mo. — 1680. 12mo. — Amst H. 
Wetstenius. 1684. kl. 8vo. — 1696. kl. 8vo. — Amst. F. v. d. 
Plaats. 1709. 8vo. — Lipsiae. Gleditsch. 1709. 8vo. — 1726. 
Svo. — Hag. Com. Vaillant et Prevost. 1724. kl. Svo. — Jenae, 
Baillier. 1727. Svo. — Hag. Com. J. v. d. Kloot. 1729. Svo. — 
Hag. Com. A. v. Dale. 1734. Svo. — Halae. imp. orphanotr. 
1734. Svo. — 1739,40. 2 vol. Svo. — Edit. 2a 1740. Svo. — 
Venet. typ. Nevelliana. 1768. Svo. — Lond. Nourse 1772. Svo. 
Oxon. ex typ. Clarend. 1827. Svo. — Lugd. Bat. 1831. Svo. 

Sensus libr. quas pro verit. rel. ehr. scripsit Gr. Lugd. Bat. 
J. Maire. 1627. 12mo. — Paris. J. ßuat. 1627. 12mo. 

Van de waerheyt der Christ, godts-dienst. Amst. J. Bieuwerts. 
1653. 12mo. — Haarl. A. Casteleyn. 1667. kl. Svo. — Rott. 
B. Bos. 1686. kl. Svo. — 1693. Svo. — 1695. Svo. — 1706. Svo. 

Von der Wahrheit d. Christ. Relig. üeb. d. M. Opitz. 1631. 
4to. — d. C. Colerum. 1631. 12mo. — Stockholm (Hamburg). 
1656. 12mo. — Chemnitz. Stössel. 1768. 4to. 

4» 



50 Programm einer Hugo Grotins- Bibliographie. 

TraiW de la vÄiW de la relig. chr^t. ütr. G. v. d. Water. 
1692. 8vo. — Amst. Ledet et Co. 1728. kl. Svo. 

H. Grotius bis most choise discoarses out of de veritate. 3rd. 
ed. London W. Lee. 1658. 12mo. 

Against Paganism, Judaism, Mabumetism. London, Barksdalo. 
1676. kl. 8vo. 

The truth of the Christ, relig. Glasgow. Urie. 1756. Svo. — 
Lond. Dodsley. 1782. 8vo. — Lond. Eivington. 1809. 8vo. — 
Cambr. Hall a. Wasboume. 1840. 8yo. 

The truth of the Christ, relig. transl. into Urdu. Calcutta. 
1839. 8vo. 

Kitab phi dsihha (Arab. vert.). Oxford. 1660. kl. 8vo. 

Defensio fidei cathol. de satisfaot. Chri. Lugd. Bat. I. Patius. 
1617. 4to. — 2da edit. L. B. 1617. 4to. — L. B. 1617. 8vo. 
— Oxon. 1636. 12mo. — Salm. Pean. 1675. 12mo. — Lipsiae, 
Frommann. 1730. 4to. 

Yertheidigung d. algem. Glaubens, u. s. w. Flensb. Leipzig. 
1800. 8 vo. 

Dissert. de coenae administr. Amst. J. Columna. 1638. 4to. — 
2da edit. 1639. 4to. — 1646. 8vo. — Lond. Tooke. 1685. 4to. 

Comment. ad loca N. Test, de Antichristo. Amst. J. et C. 
Blaeu. 1640. 8vo. — Amst. 1641. 8?o. 

üytlegginge Yän eenige plaatsen d. N. T. van den Antichrist. 
Bott. 1649. 12mo. 

Appendix ad interpr. loc. N. Test, de Antichr. Amst. J. et C. 
Blaeu. 1641. 8vo. 

Via ad pacem eccles. Amst. J. Blaeu. 1642. 8vo. 

In Consultationem Cassandri annot. Lugd. Bat. ex off. Elsev. 
1642. 8vo. 

Animadversiones . in animadvers. Biveti. Lut. Par. 1642. 8vo. 

Votum pro pace eccles. S. 1. 1642. 8vo. 

Florilegium e Grotii dissert Votum pro pace eccl. Hag. Com. 
1824. kl. 8vo. 

Bivetiani apolog. discussio. Iren. ap. Hes. Candidum. 1645. 8vo. 

Testament, of hooftpunten wt syn antwoort aen Bivet. Vrede- 
stadt. 1645. 12mo. 

Geschiedkundige Werken. 

Chronicon Holl. comment H. Grotii, etc. Lugd. Bat. J. Maire. 
1617. 4to. 

Annales. Amst. J. Blaeu. 1657. fol. — 1658. 8vo. — 1658. 12mo. 

Nederl. jaerboeken. Amst. v. Someren, Wolfgangh en Boom. 
168L fol. 

Annales et histoires, etc. Amst. J. Blaeu. 1662. fol. 



Programm einer Hugo Grotius- Bibliographie. 51 

De rebus Belgicis or the Annais. Lond. Twyford and Faulet. 
1665. kl. 8yo. 

Liber de antiquitate Beipubl. Batavicae. Lugd. Bat. ex off. Plantin. 
Kaphelengii. 1610. 4to. — Lugd. Bat. J. Maire. 1630. 12m(\ 

Tractaet yan de oudtheydt van de Batav« nu holl. Bepublique. 
's Gravenh. H. Jacobsz. 1610. 4to. — Haarl A. Boman. 1636. 
4to. — Haarl. A. Roman. 1641. 4to. — Haarl. Tb. Fonteyn. 
1651. 4to. — Amst. 1651. 4to. 

Antiquitates Germaniae. Amst. J. van Boyen. 1714. kl. 8vo. 

A treatise of the antiq. of tbe commonwealth of the Batt. 
London. 1649. 12mo. 

Parellellon rerumpublicarum. Haarl. 1801. 8vo. 

Copie v. d. brief des conings v. Gr. Brit. 1613. 4to. (Bibl. 
V. pamfl. MuUer. 1077, 78.) 

Ordinum Holl. ac Westfris. pietas. Lugd. Bat. J. Patius. 
1613. 4to. 

Der b. Stat. van Holl. en West-vr. godts-diensticheyi 's Gravenb. 
H. Jacobssen. 1613. 4to. 

Bona fides S. Lubberti. Lugd. Bat. J. Patius. 1614. 4to. 

Goede trouwe S. Lubberti. 1614. 4to. (B. v. p. Mr. Nr. IIIL) 

Decretum Ord. Holl. et Westfr. pro pace ecclesiarum. Lugd. 
Bat. J. Patius. 4to. 

Besolutie van de Stai v. Holl. ende West-Vr. tot den vrede 
der kercken. 's Gravenb. H. Jacobsz. 1614. 4to. — Eott. J. 
Naeranus. 1646. 4to. 

Verhaal van Adr. v. Matbenes, enz. 1616 4to. (B. v. p. Mr. 
Nr. 1189). — 1622. 4to. (Aid. Nr. 1949). 

Oratio H. Grotii bab. in Senatu. Amst. 1616. 4to. 

Oratio van H. de Groot in Amst. 1622. 4to. (B. v. p. Mr. 
Nr. 1950.) — Gedr. 1646. 4to. 

Verklaringbe v. d. magistr; v. Haarlem. 1618. 4to. (B. v. p. 
Mr. Nr. 1404 en 5). 

Stuytinghe v. een logben tot nadecl v. de Groot 1621. 4to 
(B. V. p. Mr. Nr. 1882). 

Brief V. H. de Groot aan de Stat. v. Zeel. 1622. 4to. (B. v. 
p. Mr. Nr. 1944). 

Apologeticus eorum qui HoU. Westfr. que ex legibus prae- 
fuerunt. Paris. N. Buon. 1622. 8vo. — Heidelb. in oft Biyona. 
1629. 8vo. — Paris. 1640. 12mo. — Paris 1665. 12mo. 

Verantwoordingh van de wettel. regieringh v. Holl. ende 
West-Vr. 1622. (B. v. p. Mr. Nr. 1945—1947.) 

Beqnest aen s. con.-maj. v. Franckryck. 1623. 4to. (B. v. p. 
Mr. Nr. 8030, 31). 

GroUae obsidio. Amst. G. Blaeu. 1629. fol. 



52 Programm einer Hugo Grotius- Bibliographie. 

Letterknndige Werken. 

PoSmäta. Lugd. Bat. A. Clouquius. 1617. 8vo. — Lugd. Bat. 
H. de Vogel. 1639. 12mo. Lugd. Ed. 4a Lugd. Bat. H. de Vogel. 
1645. 12mo. — Amst. J. Ravesteyn. 1670. 12mo. 

Ode ad Com. Henricum Fred. Nassavium. Lugd. Bat 1595. 4to. 

Melisse et M. Almondinae versus epithalamii. Lugd. Bat. 1596. 4to. 

Pontifex Bomanus, etc. z. j. 4to. — Lugd. Bat 1598. 4to. 
— Edid. H. V. Wyn. 1823. Svo. 

Limenearetike. Lugd. Bat. Chr. Bapbelengius, 1599. 4to. 

Mirabilium anni 1600 semestre prius. Hag. Com. A. Henrici. 
1600. 4to. 

Epithalamium nuptiis G. Martinii et A. Brederodiae Veen- 
husiae. Hag. Com. 1600. 4to. 

Sacra, in quibus Adamus exul, etc. Hag. Com. 1601. 4to. — 
Dordr. G. van Braam. 1798. 8vo. 

Tragoedia Christus patiens. Lugd. Bat Tb. Basson. 1608. kl. Svo. 
S. 1. et a. 12mo. (Achter Giattini Tragoediae quatuor. Dilingae 1682.) 

Leidender Christus. 2e Aufl. Hamburg. C. Herolds. 1748. Svo. 

Epicedia in Arminium (Achter Baudii Epicedium in Arm. 
Lugd. Bat. 1609. 4to. en C. Brandt His^oria vitae Arminii. 
Amst 1724. Svo). 

Tsamensprake over den doop. *s Gravenh. 1619. (B. v. p. 
Mr. Nr. 1687). — Amst 1619. (Aid. Nr. 1688). — Ghedr. na 
de copye. 1619. (Aid. Nr. 1689). — 2en druck, 's Grav. 
Meuris. 1619. 4to. — Amst J. van Ravesteyn. 1658. Svo. — 
Delft. C. Blommesteyn, 1679. 4to. — 's Gravenh. J. Tongerloo. 
1683. Svo. — Leiden. 1810. Svo. 

Tsamenspraeck over de deucht v. weynich spreecken. Delf. 
Bruyn Harm. Schinckel. 1619. 4to. 

Wtlegginghe van het Gebedt o. H. 1619. 4to. (B. v, p. Mr. 
Nr. 1698). — Delf. 1619. 4to. '(Aid. Nr. 1694). — 's Gravenh. 
A. J. Tongerloo. 1640. 12mo. 

Christ betrachtinghe d. lijdens Christi. 1619. 4to. (B. v. p. 
Mr. Nr. 1695 en 96). — Ghedr. 1620. 4to. — Amst Broer 
Jansz. 1627. 4to. — 's Gravenh. A. J. Tongerloo. 1631. 4to. 

Christ gesanghen uyt het 0. en N. T. 1621. 4to. (B. v. p 
Mr. Nr. 1892). 

Latijnsche Aen-spraek aan de kist 1621. 4to. 

Twee onbekende Lat gedichten v. d. Groot (Alg. Eonst- en 
Letter-Bode. 1801. No. 41.) 

Silva. Lutet R. Stephanus. 1621. 4to. — Lutet Paris. 1622. 
12mo. — 1634. 4to. 

Bewijs van den waren godsdienst 1622. 4to. (B. v. p. Mr. 
Nr. 1942,43). — Amst Wed. R. D. van Baardt 1648. Svo. — 
Amst A. de Wees. 1652. Svo. — 's Gravenh. J. Tongerloo. 1683. 



Programm einer Hugo Orotius - Bibliographie« 58 

8yo. — Amsi Wed. B. Visecher. 1720. 8to. — Amst. E. Visscher. 
1728. 8vo. — Amst. Stemvers. 1844. 8vo. 

Tragoedia Sophompaneaa. Edit. nova. Amst. G. Blaea. 1635. 
4to. — Edit. nova. Amst. G. Blaeu. 1635. 12mo. — Amst. 
J. Janssonlns. 1635. 12mo. 

Josef of Sofompaneas. Tert. d. J. y. Yondel. Amst. 1635. 4to. 

Overgebleeve rym-stukken v, J. H. W. en P. de Groot. 
Kott. z. j. 8yo. 

Anthologia Gr. cum ?6rs. Lat. H. Grotii. Ed. de Bosch, 
ültr. 1795. 5 vol. 4to. 

Martiani Capellae SatyricoD. Lugd. Bat Baphelengius. 1599. 
8vo. — Franc, ad. M. 1836. 4to. 

Syntagraa Arateorvm. Lugd. Bat. Baphelengius. 1600. 4to. 

Theocriti etc. quae extant. Ex Bibliop. Commel. 1604. 4to. 

Dicta poetarum ap. Stobaeum. Paria. N. Buon. 1623^ 4to. 

Excerpta ex trag, et com. graecis. Paris. N. Buon. 1626. 4to. 

Philosophorum sententiae de fato. Amst. L. Elzevir. 1648. 12mo. 

Lucani Pharsalia. Amst. L. Elzev. 1653. kl. 8vo. — Amst. 
Janas. Waersb. 1693. kl. 8vo. 

Gnomici poetae Graeci (cum vers. Grotii). Argentor. 1784. 8yo. 

Grotii et alior. dissert. Amst. L. Elzev. 1645. 12mo. in 3 
verschill. uitg. 

Grotii quaedam inedita. Amst. L. Elzev. 1652. 12mo. 

C. A. Abbing, H. Grotii et F. Stradae Latinitas. Hornae. 
1843. 8vo. 

Brieven. 

Epist. ad Gallos. Lugd. Bat. Elzev. 1648. 12mo. — Edit. 
2a. Lugd. Bat. Elzev. 1650. 12mo. — Lipsiae, J. Fuhrmann et 
J. Breuer. 1676. 12mo. — Lips. imp. Weidmanni. 1684. 12mo. 

Grotii et Bemeggeri epist. Argent. 1667. 12mo. 

Epist. ad J. Jaski. Dantisci typ. Bhetianis. 1670. 12mo. 

Epist. ad M. Opitz. Dant. 1670. 12mo. 

Epist. ex Museo Jaskiano. Dant. 1670. 12mo. 

Praest. ac erud. vir. epist. eccl. et theol. Amst. 1660. 8vo. 
— Amst. 1684. fol. — Amst. 1704. fol. 

Epistolae. Amst. P. et J. Blaeu. 1687. fol. Met Clavis. 

Insign. viror. Epistolae ed. J. G. Meel. Amst. 1701. 8vo. 

Epist. ined. ex Musaeo Meermann. Harl. 1806. 8vo. 

Epist. sex ined. ed. A. Stoiker. Lugd. Bat. 1809. 8vo. 

Ad J. Oxenstiemam etc. Harl. 1829. 8vo. 

H. Grotii epist. ad J. Laurentium anatom. Amst. N. Bavestein. 
1642. 8vo. — (Edit. 2a,) Amst. 1642. 8vo. 

Epistola Grotii: Bespons. ad Laurentii Grotius papizans. 4to. 
(B. V. p. Meulm. 2608.) 



54 Zn.: »»Professor Dr. Friedrich Zöllner in Leipzig^'. 

[138.] Zo : ^^Professor Dr. Friedrieh Zöllner in Leipzig/«*) 

Trotzdem dass Zöllner früher von sich sagen durfte, der Sachs. 
Cultusminister v. Gerber „habe ihn durch Worte u. Handlungen 
in allen seinen litterarischen Bestrebungen in sympathischer Weise 
unterstützt'', u. der Minister ihm auch auf seine Nachricht hin, 
er habe einen an ihn ergangenen ebenso ehrenvollen wie vortheil- 
haften Buf an die Universität Strassburg bedingungslos abgelehnt, 
um in Leipzig zu bleiben, „die innigste u. herzlichste Freude'' 
darüber ausgedrückt hatte, so mochte gleichwohl schliesslich dem 
Minister, wie ein Ungenannter im „Kulturkämpfer*' schreibt, „die 
fortgesetzte Polemik Zöllner's auch gegen seine Collegen in der 
eigenen Facultät schon längst nicht mehr gefallen. Dennoch 
schwankte er, ob er gegen den gefeierten Astrophysiker vorgehen 
sollte. Eine Aufforderung des Ministeriums, sich über beleidigende 
Stellen in seinen Schriften zu erklären, verschleppte Zöllner, so 
gern er auch gewisse Differenzen beigelegt hätte, geflissentlich 
schon darum, weil sie ungeschickt u. inkorrekt gestellt war, u. 
zugleich eine Androhung der Disciplinar- Untersuchung enthielt. 
Die vertrauliche Zusicherung des vollen Gehaltes als Pension ver- 
mochte ebenfalls nicht, ihn zu einer Amtsniederlegung zu bewegen. 
So beschloss denn ein Jahr später der akademische Senat, die 
Disciplinar- Untersuchung zu beantragen, worauf im März 1882 
wirklich die Voruntersuchung eingeleitet wurde. Die Begründung 
stützte sich auf verschiedene Stellen in Zöllner's Schriften. Man 
war dabei nicht recht glücklich gewesen, sondern hatte auch auf 
eine neueste Schrift »Erklärung der universellen Gravitation etc.' 
hingewiesen, in welcher auch nicht Ein polemisches Wort zu finden 
ist. Was den Vorwurf über die Haltung seiner Polemik anbelangt, 
so hatte schon bei der öffentlichen Besprechung des früheren im 
Sande verlaufenen Vorgehens Zöllner mehrfach zu rechtfertigender 
Vergleichung Stellen aus anderen Polemiken angezogen, namentlich 
eine solche im ,Literarischen Centralblatt', von Professor Zamcke 
herausgegeben, wo allerdings die collegialische Herzens-Erleichterung 
Deutscher Professoren sich in Formen bewegt, die Zöllner denn 
doch vermieden hatte. Denn der Ausdruck ,Gemeinheit' kommt 
darin fünfmal, «impotente Feigheit' viermal vor; .erbärmlicher 
Goncurrenzneid' u. Herausforderung zum Duell fehlen auch nicht. 
Nach Zöllner^s Auffassung war überhaupt das ganze Verfahren 
gegen ihn insofern ein ungehöriges, als die von ihm Angegriffenen 
zugleich seine Bichter geworden wären, überhaupt das ganze 
Disciplinar -Verfahren erst auf Grund vorgängiger richterlicher 
Verurtheilung hätte aufgenommen werden können, so aber es sich 
nur als eine Beschränkung der durch das Gesetz gewährleisteten 

♦) S. oben Nr. 1. 



.Zu: „Professor Dr. Friedrich Zöllner in Leipzig". 55 

Pressfreiheit darstellte — eine Ansicht, welche die UnterstQtzang 
namhafter Juristen gefanden hat. Man war gespannt, welche 
Entwickelang die Angelegenheit nehmen würde : da schnitt Zöllncr^s 
Tod den Faden ab. Was Qbrigens seine Stellang zum Ministerium 
anbelangte , so befand sich Zölber zweifellos in lUasionen. Es 
wären ihm bittere Kränkungen nicht erspart geblieben; man weiss 
jetzt, dass ihn das Ministerium hätte fallen lassen, zum formellen 
Triumph seiner Feinde. Denn mit allen wesentlichen Stücken 
seiner Polemik liat es seine Bichtigkeit. Um so mehr ist es zu 
bedauern, dass Zöllner sie oft ins kleinliche trieb, u. da u. dort an 
Voraussetzungen weiter spann. Ganz besonders hat ihre Wirksam- 
keit die breite u. häufige Wiederholung in späteren Publikationen 
beeinträchtigt; Zöllner wurde nicht müde, immer wieder auf das- 
selbe Beispiel, auf dasselbe Opfer zurückzugreifen.'* — Dies die 
Worte des ungenannten im „Kulturkämpfer'S in Bezug auf welche 
ich im Hinblicke auf eine von Zöllner hinterlassene, aber nicht in 
den Buchhandel gekommene Schrift, deren Inhalt mir zwar dem 
Wortlaute nach unbekannt geblieben, durch gewisse Umstände 
jedoch meiner Muthmassung nahe gelegt worden ist, noch einiges 
hinzuzufügen Anlass habe. 

Zöllner hat sich in der letzten Zeit seines Lebens mit der 
Bearbeitung einer Schrift beschäftigt, u. dieselbe drucken lassen, 
die aller Wahrscheinlichkeit nach von seinem Conflikte mit dem 
Ministerium u. dem akademischen Senate handelt. Mag sich 
Zöllner auch früher u. längere Zeit, in Folge der gütigen Zu- 
schriften u. des sonst geäusserten Wohlwollens von Seiten des 
Ministeriums, in „Illusionen", wie im „Culturkämpfer" gesagt ist, 
befunden haben, so ist er gleichwohl zuletzt sicher von diesen 
Illusionen zurückgekommen gewesen, u. hat in Bezug darauf in der 
hinterlassenen Schrift sein Herz in einer Weise ausgeschüttet, die 
es dem gegenwäiügen Inhaber der gedruckten Exemplare um seiner 
eigenen Person willen bedenklich erscheinen lässt, dem Publikum 
eine Einsicht in die Schrift zu gestatten. Und doch wäre dies 
ein Act der schuldigen Pietät gegen den Verstorbenen, der seine 
Schrift gewiss nicht zum Zwecke, dass sie im Geheimniss begraben 
bleibe, zusammengestellt u. dem Drucke übergeben, sondern dem 
Publikum hat zeigen wollen, wer bei dem Conflikte das Becht auf 
seiner Seite habe. Hoffentlich bleibt der Inhalt der in dieser 
Hinsicht jedenfalls interessanten Schrift, die, mag sie immerhin den 
bisherigen sogenannten „ScandaP' vielleicht noch etwas vermehren, 
doch als letzte Kundgebung Zöllner's ohne allen Zweifel ihren 
Werth hat, der Kenntniss des Publikums nicht für immer entzogen, 
da dem Vernehmen nach ein Paar der gedruckten Exemplai-e in die 
Hände von Freunden ZöIIner*s gekommen sein sollen, welche es 
möglicher Weise weniger als jener Inhaber der übrigen gedruckten 



56 Züi „Professor Dr. Friedrich Zöllner in Leipzig*'. 

Exemplare bedenklicli finden dürften, dem Pablikom von dem In- 
halte der Schrift Eenntniss zn geben. 



Nach der Niederschrift vorstehender Zeilen erhielt ich aus dem 
ZöUner'schen Freundeskreise nachfolgendes Schreiben, welches die 
von mir geäusserte Muthmassung über den Inhalt der von Zöllner 
hinterlassenen y aber noch nicht zur Yeröfifentlichung gekommenen 
Schrift zwar nicht geradezu bestätigt, jedoch auch nicht widerlegt. 
Das Schreiben lautet: „In ZöUner's Nachlass befand sich 1. im 
Drucke (mit Ausnahme der Vorrede) vollendet die III. Auflage des 
Rometenbuches. Die Herausgabe desselben wurde von der Zöllner*- 
sehen Familie einem Freunde übertragen, der sich dieses Auf- 
trages auch bereits entledigt hat; wenigstens habe ich etwa drei 
Wochen vor Weihnachten das Circular des Verlegers (wenn ich . 
nicht irre, Staackmann*s in Leipzig) gesehen, worin das Buch als 
erschienen angekündigt wurde. Jeder Buchhändler dürfte Ihnen 
daher hierüber Auskunft geben u. ein Exemplar zur Ansicht be- 
sorgen können*). Ich für meine Person habe das Buch noch nicht 
mit Augen gesehen. So viel ich weiss, sind darin vom Heraus- 
geber ein paar anstössige Stellen unterdrückt worden. 2. befand 
sich im Zöllner*schen Nachlasse, bis auf den letzten Correcturbogen 
vollendet, ein Werk „Ein Beitrag zur Deutschen Judenfrage^. 
Das Werk ist, wie die meisten ZöUnefschen, sehr stark: ich habe 
die Bogen eines Exemplars in Händen gehabt, wenn ich nicht iiTe, 
ca. 40. Bei der flüchtigen Durchsicht, der ich das Exemplar 
unterwarf, habe ich gefunden, dass das Werk keineswegs, wie man 
aus dem Titel zu vermuthen geneigt sein könnte, „Skandal*' in für 
Zöllner üblichem Sinne enthielt. Es war darin vielmehr eine Reibe 
von Charakterbildern Deutscher Männer zusammengestellt, wie es 
scheint, in der Absicht, zu zeigen, dass gegenüber der in letzter 
Zeit vorgekommenen Verherrlichung jüdischer oder judenfreundlicher 
Grössen, wie Lassalle's u. A. v. Humboldt* s, wir Germanen auch 
noch Männer aufzuweisen haben, die in den verschiedensten Be- 
ziehungen mit mehr Nutzen uns als Vorbilder dienen können, als 
jene Juden. Unter den von Zöllner so verherrlichten Männern 
befand sich Gauss, Jakob (?), Müller, Mitglied d. K. Sachs. Gesell- 
schaft der Wissenschaften u. vor nicht langer Zeit als Professor 
am Polytechnikum zu Zürich gestorben, endlich der König Johann. 



*) Scheint auf Irrthum zu beruhen; denn ich habe kein Exemplar 
erbalten können. — Erst in den letzten Tagen habe ich die ZöUner'sche 
Schrift: „Ueber die Natni der Cometen. Beitrage zur Geschichte und 
Theorie der Erkenntniss. Mit 4 Tafeln und 5 facsimilirten Schriftstücken, 
ni. Auflage. Leipzie, Staackmann in Comm. 1883. gr. 8^ XCIV, 
443 S.'< als eben eiscmenen angezeigt gefanden. J. P. 



Zq: „Professor Dr. Friedrich Zöllner in Leipzig*'. 57 

Dessen Charakteristik war mit besonderer Liehe auegeführty n. a. 
auch ein Aufsatz, welchen der König in einer von ihm veran- 
stalteten wissenschaftlichen Abendgesellschaft über die damals eben 
neue aufblühende Sprachvergleichung u. Sanskritforschung vorge- 
lesen hatte, wieder abgedruckt. Noch erinnere ich mich eines 
Kapitels über Lassalle u. eines anderen über den bekannten von 
Mommsen angeregten Streit über die Promotion an den Deutschen 
Universitäten. Abgesehen hiervon dürfte von Juden u. Polemik in 
dem Buche nicht viel vorkommen. Es hat auf mich einen ausser- 
ordentlich wohlthuenden, ruhig heiteren Eindruck gemacht; besonders 
für sich eingenommen haben auch die Schilderungen kleiner per- 
sönlicher Erlebnisse, wie einer Reise in die Schweiz zu Prof. 
Sfüller. Auch dieses Werk dürfte zur Veröffentlichung kommen. 
Da jedoch bei aller Buhe des Tones, die dieses Werk vor den 
letzten Zöllner'schen auszeichnet, hier u. da gleichwohl Bemer- 
kungen polemischer Natur (wenn auch nach meiner Ansicht sehr 
leichter Art) vorkommen, so ist dasselbe dem Sachwalter der 
Zöllner'schen Familie, um es auf die juristische Anfechtbarkeit 
jener Stellen hin zu prüfen, übergeben worden; möglich, dass sich 
in Folge dessen die Tilgung juristisch bedenklicher Stellen, auf 
deren Grund die Familie das Buch einer gerichtlich verfügten 
Confiskation ausgesetzt sehen könnte, nöthig macht. Höchstens 
könnte man eine Anzahl von Exemplaren bei verschiedenen Biblio- 
theken deponiren, mit der Weisung, dieselben erst in einer 
gewissen späteren Zeit der allgemeinen Benutzung frei zu geben, 
so dass wenigstens auf diese Weise das Werk unversehrt der 
Nachwelt erhalten bliebe." 

Ausser vorstehender Mittheilnng hat deren Verfasser mir 
noch von zwei Zöllner'schen Schriften, die früher schon gedruckt, 
aber nicht im Buchhandel erschienen sind, Nachricht zu geben die 
Güte gehabt. Es sind dies: 

* Die Hofmann- Feier zu Berlin. In ursprünglicher Form. 
(Als Manuscript gedruckt) 1872. gr. 8^ XXXn S. m. 2 
Photographien. 

Wiederabgedruckt in der dritten Auflage des Kometenbuches. 

* Ein Beitrag zur Deutschen Judenfrage. Erwiderung an 
Dr. David Asher Privatlehrer der deutschen und englischen 
Sprache in Leipzig. Mit 2 photogi-aphisch-facsimilirten Briefen 
von Dr. David Asher. Leipzig, Kempe in Comm. 1880. 8^ 24 S. 

Der erste Bog. dieser Schrift bildet den 1. Bog. des oben 
erwähnten grösseren Werkes „Ein Beitrag zur Deutschen Juden- 
frage''. S. 17 — 24, worin die bekannte an den Reichskanzler 
gerichtete antisemitische Petition nebst einigen anderen Antisemi- 
ticis enthalten war, hat wohl Zöllner noch selbst einstampfen lassen. 

J. Petzholdt. 



58 Neueste Beiträge zur Faustlitteratur. 

[189.] Neueste Beiträge zur FaostUtteratDr '*'). 

Nr. 89. Katalog von Theodor Ackermann K. Hof-Bnchfaand- 
lung nebst Antiquariat in München. Cultur- und Sittengeschichte. 
Buchdr. von Mflhlthaler in MQnchen. 1883. 8^ Enth. S. 33—38: 
Dr. Faust und die Faustsage. 

Sünfiel^n Gffa^d t)on ^etman ©timm. IIL So^ge. SBerUn, 3)ilmntler. 
1882. gr. 8®. @nt^. @. 192—219: 3He dntfte^ung bed Soltdbud^ 
öon Dr. Sauft. 

* Marlowe*s Fanstus und seine Quelle. Ein Beitrag zur Kri- 
tik des Dramas. Inaugural-Dissertation von Theodor Delius. Biele- 
feld. (Göttingen, Yandenhoeck & Ruprecht.) 1882. gr. 8®. 31 S. 

* S)a« Sdbteeiflctlinö'fi^e $up^)enf^)icl t)om ,,3)octot gouft"^ ^m erftcn 
9Ra(e ^erauiSgegeben oon 91. SieljdbotDff^. Programm bet Getoetbefdbule 
((atetn. 91ea(f(!bule) in »rteg a. 0. 1882. 4<». 50 6. 

6in aJlundbnet @))tel ))on Dr. %a\x\t aud bent zotigen Saf^tf^unbert. 
9}on Submig Saifhtet. 6ntb. in bet Seilage sur [Wüniibnei] Mgemeinen 
Bettung 1882. gr. 4^ 9lr. 356. 6. 5249—50. 

* 3)octot Jltttel. @lne notbböf^mif(ibe S^uftfage. 3l(ki fd^tiftlic^en unb 
mfinblid^ OueUen (herausgegeben bon Srtebddb SRafcbet. (Sepatat^Slbbrud 
aud ben SRittbeilungen beS norbb5f^mif(!ben SipcutTtond^SIubS.) iRei(ibenberg, 
Sannafdft. 1882. gr. 8^ 2 »IL 28 ©. 

* Senau'd 3Berte. SBb. n. (Mbetfetb, S^Vi 9la^. 1882. S^. 6nt^. 
u. a.: gfauft. 104 @. 

A bibliographical List of the English Translations and anno- 
tated Editions of Goethe*s Faust. Compiled by William Heinemann. 
Enth. in: The Bibliograpber A Journal of Book-Lore. London, 
Elliot Stock. 1882. 4«. Nr. 9. S. 79—84 & Nr. 10. S. 100—105. 

Von 1820 an bis auf die neueste Zeit. 

A Bibliographical List of the English Translations and Auno- 
tated Editions of Goethe's „Faust''. Compiled bj William Heine- 
mann. Beprinted from „The Bibliographer". London, Stock. (1882.) 
16^. 31 S. 

* ©oetbeiS S^uft, ein Augment, in ber utfptünglidben ©eftalt neu 
betauiSgegeben bon 9BtIHm Submig doUanb. IL Sluflage. Sreiburg i ^x., 
3Rotr. 1882. 8«. XIV, 168 6. 

* Sauft. Zragöbie bon So^nn 9BoIfgang ©oetbe. 2. ZW> Sür bie 
^arfteKung etngeridbtet, mit einer Einleitung unb ertldrenben ^nmertungen 
berfe^ bon Stöbert 9udb(oI$. SRuflC bon 2Sof. @udber. Hamburg (ßiiebelX 
1882. 80. XVI, 111 e. 

* ©oet^'d ^anft herausgegeben bon &. ^nfter. 1. IBerlin & 6tutts 



*) FortietBung von Anz. J. 1882. Nr. 418. 



Neueste Beiträge zur Faustlitteratur. 59 

gart, SpemaniL 1882. 8<>. XXXVIII e. u. 1 »L 1—80 6. nt 2 
Sac^m.?2af. 

Deutsche National -Literatur. Historisch kritische Ausgabe. 

Unter Mitwirkung von [verschiedenen Gelehrten] hrsg. von Jos. 

Kürschner. 1. 

®otti)t*& Sauft. (Srfter unb stoeiter Z^etl. @r(äuterunQen unb SSe« 
mertungen bap Don Sa^arb Zaplor. (Slu^ekvd^Ue Schriften. 3n>eitet 
93anb.) Zeipm, ©rieben. 1882. 8®. VIII, 300 S. 

* Fauste. Tragedia di Volfango Goethe. Traduzione di Giovita 
Scalvini. Milano, Sonzogno. 1882. 16^ 109 S. 

Gehört zur „Biblioteca universale n. 8. 

* Fawst, tragedija przez I. W. (Joethe. Cza&t* I, z nime^koho 
pereüaw i pojasnyw Iwan Franko. Lwiw, nakl redakc. ,,Swita'\ 
1882. kl. 8^ Xm, 222 S. 

* Goethe, W. Faust, przeklad Jözefa Paszkowskiego (Odbitka 
z Przeg^du polskiego). Krakow, druck. Czasu. 1883, 8^ 500 S. 

* Srlauterungen }u ben beutfdften Alaffitem Don &einnd(^ ^nfcer. 
Sb(b. 19 : ©oet^e'g S^uft. 1 . X^ecl. IV., neu burd^gefe^ene unb vermehrte 
Sluflage. Sei^iig, äBartig. 1882. 120. 198 @. 

Der Text des ersten Teiles von Goethes „Faust^'. Von Heinr. 
Düntzer. Enth. in der Zeitschrift für Deutsche Philologie hrsg. 
von E. Höpfner u. J. Zacher. Bd. XIV. Hft. 8. Halle, Buchhdlg. 
d. Waisenhauses. 1882. gr. 8®. S. 845—78. 

Die Prosascene in Goethes „Faust". Von Heinrich Düntzer. 
Enth. im Archiv für Litteraturgeschichte hrsg. von Frz. Schnorr 
V. Carolsfeld. Bd. XL Hft. 4. Leipzig. Teubner. 1882. gr. S^. S. 
527—42. 

* Noch einmal die „Mütter^' in Goethes Faust Theil IL Von 
Paul Hohlfeld. Enth. im Archiv für Litteraturgeschichte hrsg. von 
Frz. Schnorr v. Carolsfeld. Bd. XI. Hft. 3. Leipzig, Teubner. 1882. 
gr. 8». S. 896—401. 

Bezieht sich auf des Verf.*s Aufsatz „Drei Goethesche Stellen" 
im n&mlichen Archive Bd. VI Hft 4. (1877.) S. 561—66. 

* Stet (S^arattetbilber aud ©oetM S^uf^- d^'^% @x^t(bzn, SBagnet. 
Son Sftans ftem. Olbenburg, Sd^mibt. 1882. 8^ IV, 84 @. 

^ S)ad Sud^ &iob unb ®oetM gauft. SBorttag, geilten im tauf«' 
nt&nnifd^n Serein §u Sacmftabt oon ^iuHiu^ Sanbdberget. 3)atmftabt, 
Song^ud. 1882. 8^ 81 €. 

3)rei ptipa&^^W^\op^\äit Q^oxfi ))on SRoi ed^neibemhu — 1. Sir« 
t^ut @4open^er unb Sbuatb oon ^rtmann. Sine parallele itoi^dfen 
bet p\)'\lo\c)pWä^ unb menfd^Iid^en ^etfönlidftteit Seiber. 2. Slbolp^ Steubel, 
ein ^^lofopl^ bet ^egentoatt 8. Sind bet geflügelten ffiotte be0 Ooetl^e*« 



60 Neueste Beiträge zur Faustlitterator. 

fd^en Sauft ofö ^nnonif<^e Söfungdformel bed mobecnen Sebensf. Hameln, 
giicnbling. 1883. 8<>. 52 ©., »oüon 46—52 ben ®oet^e'f*cn gauft betr. 

* Faust und Margarethe. Bl. I« (Gretcben aus der Kirche tre- 
tend) & Bl. 2. (Garteuscene). Gem. von A. Liezen-Mayer, gest. von 
J. Elanss, München, Kaeser. (1882.) 

* Faust, opdra de Ch. Gonnod. Caprice brillant pour piano. 
(Saccus melodiques.) Par G. Lamothe. Paris, Choudens p^re et 
fils. 1882. 

* Faust de Gounod. Fantaisie pour Pfbe h 4 mä. par Billcmu 
fr^res. Op. 89. Berlin, Bote & Bock. (1882.) 

* Faust, opera de Gounod. Fantaisie pour cornet ä pistons, 
avec accompagnement de piano; par Arban. Paris, Choudens p^re 
et fils. (1882.) 

* Faust, opera de Ch. Gounod: fantaisie-caprice pour violon 
et piano par Ch. Dancia. Paris, Choudens pöre et fils. (1882.) 

* Fantaisie sur Faust, de Gounod, arrang^e pour musique mi- 
litaire par J. Christophe. Moulins (Ailier), Andreau. 1882. 

* La Damnation de Faust, legende dramatique en quatre par- 
ties, musique d*Hector Berlioz. Paris, Bichault et Cie. 1882. 8^ 
72 S. 

* Mefistofele, di Arrigo Boito. La Giornata del Pianista. Col- 
lezione di pezzi per ognl grado di fbrza, composti e divisi in sctte 
raccolte progressivi da F. Bonamici. 1. Baccolta. L'Alba del Pia- 
nista. Milane, Bicordi. (1882.) 

. * Mefistofele, opera di Arrigo Boito. Divertimento in forma 
di fantasia per pf. di Paolo Canonica. Milane, Bicordi. 1882. 

* Mefistofele, di Arrigo Boito. Morte di Margherita: romanza 
variata per pf. di Paolo Canonica. Milano, Bicordi. (1882.) 

* Th^ätre de la Porte-Saint-Martiu : Mlle Sarah Bafaele dans 
le Petit Faust, röle de Marguerite (premiere acte), par Chatinit^ie. 
Paris, impr. lithogr. Becquet. (1882.) 

* Th^ätre de la Porte-Saint-Martin: M. Puget dans le Petit 
Faust, rOle de Faust (troisi^me acte), par Chatini^re. Paris, impr. 
lith. Becquet. (1882.) 

* Faust a Markötka. Yelkä opera v p§ti jednänfch. Napsali Jules 
Barbier a Michel Carre. Pfelozil Jindc. Böhm. Hndba od. Ch. Counoda. 
Druh6 vjdäni. V Praze, Urbanek. 1882. 8^^72 8. 

Bibliot^ka opemfch a operetnlch teztuv. &ida 11. (Bibliothek von 
Opern- u. Operettentezten. IL Serie.) Hft 12. 



Litteratar und Miscellen. 61 

Litteratur nnd Miseellen. 
Allgemeines. 

[140.] The Librai7 Joarnal Official Organ of the American 
Library Association chiefly devoted to Library Economy and Bi- 
bliograpby. Vol. 7. New York, Leypoldt; London, Trübner & Co. 
1882. kl. 4^ Pr. f. d. Jahrg. in 12 Nrr. $ 8, f. d. monatl. 
Nr. 30 c. (S. oben Nr. 7.) 

Das NoYbr.-Heft Nr. 11 enthält: Editorial (the Material vs. 
the Intellectual; American Librarians not AntiquArians) — The 
proposed New National Library — C. A. Cutter, Classification of 
Library Economy and History — J. Schwartz, Alphabetically Classi- 
fication — The New Public Library at Newcastie — Notes and 
Qaeries — Library Economy and History — Bibliografy — Library 
Purchase List — Anouyms and Pseudonyms — General Notes. 

Inhalt des noch rückständig gebliebenen Septbr.-Heftes Nr. 7: 
Editorial (the United Kingdom Association; Bestrictions on the 
Circulation of Periodicals; Bestrictions on the Use of Books) — S. 
S. Green, Distribution of ü. S. Public Documenta — Library Legis- 
lation — J. Schwartz, Alphabetical versus Logical Classification — 
J. Fitzpatrick, the Mnemonic Numbering of Books — United 
Kingdom Association : Cambridge Meeting — Library Economy and 
History — Bibliografy — Dui*s Doings — Notes and Queries — 
Anonyms and Pseudonyms — Library Purchase List — General 
Notes. 

[141.] Bulletin du Bibliophile et du Biblioth^caire Bevne men- 
suelle publice par Leon Tecfaener avec le concours De MM. Ed. 
de Barth^emy; Baudrillart, de Tlnstitut; Jules Bonnassies; J. 
Boulmier; Gust. Brunet, de Bordeaux; comte Clement de Bis, de 
la Soci^t^ des Bibliophiles; Cuvillier-Fleury, de TAcad^mie fran- 
9aise; Jules Delpit; A. Destouches; Victor Develay, de la biblio- 
th^que Sainte-Genevi^ve ; Eug. Dramard, conseiller ä la Cour de 
Limoges; Georges Duplessis, de la Biblioth^ue nationale; J. 
Dukas; Dupr^ La Salle, conseiller ä la Cour de Cassation; Al- 
fred Franklin, de la biblioth^que Mazarine; marquis de Gaillon; 
J. de Gaulle; Ch. Giraud, de Tlnstitut; P. Lacroix (Bibliophile 
Jacob), conservateur ä la biblioth^que de T Arsenal; comte de 
Longp^rier-Grimoard, de la Soci^t^ des Bibliophiles fran9ois ; P. 
Margry; Ed. Meaume; F. Morand, de Boulogne-sur-Mer; Paulin 
Paris, de l'lnstitut; Louis Paris; Gaston Paris, de Tlnstitut; 
H. Moulin, ancien avocat g^n^ral; baron J. Picbon, President de 
la Society des Bibliophiles fran^ois; baron Roger Portalis, de la 
Soci^t^ des Bibliophiles; baron deBuble; Schwab, de la Biblio- 
th^ue Nationale ; Ph. Tamizay de Laroque ; contenant des notices 
bibüographiques, philologiques, historiqueSjlitt^raires. XLIX. Annde. 



62 Liüeratar and Miscelleo. 

1882. Paris, L. Techener. 8^ Monatlich 1 Hft. ä 4 Bog. 

Pr. 12 Fr. f. Paris, 14 Fr. f. d. Depart., 16 Fr. f. d. Ausland. 

(S. Anz. J. 1882. Nr. 1047.) 

Das Aug.-Septbr.-Heft enthält: 8. 341—68 Essai d'une Bi- 
bliographie raisonnee des tradnctions en langues ötrang^res des r^- 
fiexions ou sentences et maximes morales du Dnc de Larochefoncauld; 
par le marqois de Oranges de Surg^res. 57 Nrr. — S. 868 — 405 
Les Incunables Orientaux. Rapport sar une Mission littdraire en 
Bayi^re et en Wurtemberg, -par M. Schwab (Fortsetzung; Bchluss 
folgt) — S. 406—10 Le Palais ä TAcademie: Berryer et son fau- 
teuil 1634—1882; par H. Moulin (Schluss) — S. 411—16 Epitres 
de P^trarque trad. en fran^ais par V. Develay — S. 417 — 22 
Deux Lettres de Madame de la Popeliniere ä Kichelieu, par E. de 
Barth^lemy — S. 422 — 30 Une ancienne Bibliothäque (Catalogue 
des livres et estampes de la Biblioth^ue de feu Perrot) — S. 
430 — 31 Note sur des Manuscrits in^dits de Diderot, par le baron 
Emouf — S. 482 — 36 Bevue critique de Publications nouvelles. 

[142.] The Bibliographer A Journal of Book - Lore. London, 
Elliot Stock. (S. oben Nr. 9.) 

Enth. in der Jan.-Nr. 14: S. 25 — 27 Lambeth Palace Library 
— S, 28 — 81 Some Notices of the Genevan Biblo. By Nicholas 
Pocock, P. IV. — S. 81—38 Old Satires on Bookseilers and 
Printers — S. 33—36 Robinson Crusoe — 8. 86—89 Early Pe- 
riodicals — S. 89 Cottonian Library — S. 40—42 Foreign Pro- 
testant Liturgies. By Jessie Toung. P. UL — S. 42—45 Sunder- 
land Säle — S. 45—48 London Signa of Booksellers and Printers. 
By E. W. Ashbee. P. IV. — S. 48—56 Notes and News, Re- 
views, Correspondence, Libraries. 

Bibllograpliie. 

[143.] Festschrift zur Saecular-Feier der ersten Buchdruckerei 
von St Polten. St. Polten, Sommer. 1882. 4^ 5 Bll. 110 S. 
Der Inhalt theilt sich in folgende Kapitel: I. Ueber die Er- 
findung u. Einführnng der Buchdruckerkunst im Allgemeinen. II. 
Geschichtliches über St. Polten u. seine Beziehung zur wissenschaft- 
lichen Welt. ni. üeber die EinfQhrung der Buchdruckerkunst in 
St. Pdlten u. die Schicksale seiner ersten Buchdruckerei. IV. Die 
Feier des 100jährigen Bestandes der ersten Buchdruckerei in St. 
Polten. Die Druckerei wurde errichtet im J. 1782 durch Franz 
Xaver Lorenz aus Glatz i. Schi., der in der k. k. Hofbuchdruckerei 
von Joh, Thom. Edlen von Trattner in Wien gearbeitet hatte. Die 
Bewilligung wurde mit folgender Klausel ertheilt: „Wird gegen 
deme bewilliget, dass Supplikant jedoch alle seine Arbeiten vorläufig 
der Censur zp Oberi^eben gehalten seyn solle.'* Werthvoll für die 



Litteratnr nnd Miscellen. 63 

Oeschichie dieser Buchdruckerei ist ein noch in den Händen des 
jetzigen Besitzers befindliches Aus- und Einschreibebuch aller in der 
Lorenz'schen Buchdrnckerel zur Erlernung dieser Kunst aufgenom- 
menen Individuen von 1782 an, woraus Auszüge bis zu Anfang 
dieses Jhrhdts gegeben sind. Der jetzige Drucker übernahm die 
Druckerei am 1. März 1868 Ton Franz Lorenz, einem Enkel des 
Qrtünders u. arbeitet mit 2 Schnellpressen u. 1 lithogr. Presse. Ein 
Yerzeichniss der seit Gründung des Geschäftes gedruckten bedeu- 
tenderen Werke u. Yerlagsuntemehmen ist beigefügt — Der Feier 
wohnten die Spitzen der Behörden bei, welche seit 100 Jahren zu 
den Kunden des Hauses zählen. L. Mohr. 

[144.] Serjei^nt^ ber Sucher, Sanbtatten k., toel^e t}om Sult btd 
sunt Secembec 1882 neu erfd^ienen ober neu aufgelegt morben ftnb, 
mit Angabe bet Seiten^a^I, ber Serleger, bet greife, üterartfc^ Stadt« 
iDetfungeK unb einer miffenfd^ftlid^en Ueberftd^t. (>erauiSgegeben unb 
Detlegt t)on ber 3. S. C)innd^'fd)en Sucbtanbtung in Seip}ig. CLXIX. 
Sortfebung 1882. S^ CXH, 506 6. $r. n. 8,60 SRt. (6. SCnj. 
3. 1882. Jlr. 707.) 

Kaum ist ein Semester abgeschlossen, so begrüsst uns der 
alte liebe Hinrichs^sche Bekannte, der uns in wahrhaft mustergiltiger 
Ordnung bequem übersehen lässt, was alles an litterar. Neuigkeiten 
der Deutsche Buchhandel im betr. Semester auf den Markt gebracht 
hat Wäre es noch irgend nöthig, auf die treffliche Organisation 
des Deutschen Buchhandels aufmerksam zu machen, die sich you der 
des gesammten fremdländischen Buchhandels wesentlich u. vortheil- 
haft unterscheidet, so würde schon das vorl. H.^sche Bücherverzeichniss 
als Beweis dafür mit gelten können, da es der Hinrichs*schen Buch- 
handlung, trotz aller ihrer unläugbar yerdienstlichen Mühwaltung, 
doch ohne die ihr in Folge der trefflichen Organisation des Deut- 
schen Buchhandels dargebotenen Mittel nicht möglich sein würde, 
ein solches Bücherverzeichniss zusammenzustellen. Welch* anderer 
Buchhandel hat ein derartiges Terzeichniss seiner Neuigkeiten auf- 
zuweisen? Keiner I 

[145.] Mgemeine eibaogra))(ie für S)eutfd6Ianb. SBö^enttid^ed Set« 

sei^ni^ aller neuen (Srfd^einungen im ^Ibe bet Siteratur. ()erauiS« 

gegeben unb Dertegt Don bet 3. S. $)innd^'fcben Sud^b^nblung in Seipitg. 

8«. 52 Jfltr. ä 1 »og. in bet Segel, ^i. n. 6 STOf. (©. Slnj. 3. 

1882. 92t. 126.) 

Pünktlichkeit im Erscheinen u. Sorgfalt in der Redaktion sind, 

wie ich wiederholen darf, die altbewährten Eigenschaften dieses 

Blattes. 

[146.] Wissenschaftliche üebersicht der bedeutenderen Erschei- 
nungen des deutschen Buchhandels. [XVIII.] Jahrg. 1883. 

5 



64 Litteratar und Itiscelleü. 

Leipzig, J. C. Hinrich^sclie Bochhandlang« Fol. 13 Nrr. k 1 Bog. 
. Pr. n. 1,50 Mk. (S. Anz. J. 1882. Nr. 321.) 
Zum Verkehr zwischen Sortiment n. Pnblikum. 

[147.] * Die Dentschen und österreichischen Programmabfaand* 
lungen d. J. 1881, nach ihrem Inhalte im Vereine mit Fach- 
männern geordnet und besprochen von Dr. Emil Peters, Beal- 
gym.-Lehrer. [Aus: „Gentralorgan f. d. Interessen des Bealschnl- 
wesens/'] Berlin, Friedberg & Mode. 1882. gr. S^. 120 S. 
Pr. 2,50 Mk. 

[148.] * Bibliographie Toumaisienne ; recherches sur la Tie 
^t les travaux des Imprimeurs et des Libraires de Toumai. Par 
E. Desmazikes. Toumai. 1882. 8^ 768 S. 

[149.] * Scritti letterarii, osia Studii biblingrafici di varie 
Opere lialiane; di B. €rabrielli. Milano, presse la ditta Natale 
Battezzati. 1882. 16<>. 828 8. Pr. 8,50 L. 

Gehört zur „Biblioteca contemporanea. Vol. XXXII.'^ 

[150.] * Bibliographie des OuTrages Fran9ais contrefaits en 
Belgique dans les formats in-32 et connus sous le nom de 
coUection Laurent, avec les diverses suites. Par A. Boitte. Bru- 
xelles, Boitte. 1882. 32^ 75 S. Pr. 2 Fr. 

[151.] Svenskt Boklexikon. Aren 1830—1865. ütarbetadt 
af Hjalmar Linnström. Senare Dl. Hft. 1 — 4. Stockholm, Sam- 
son & Valiin. 1882. 4«. 64 S. Pr. n. 7,50 Mk. (S. Anz. J. 
1882. Nr. 926.) 

Enth. die Artikel „M." bis „Missionsbref." 

[152.] Przewodnik Bibliograficzny miesiQCznik dia wjdawc6w, ksiQ- 

garzy, autykwarzow, jako tei czytajs^cych i kupuj^cych ksis^iki wyda- 

wany przez dra ^ladislawa Wislocki^o. Bok VI. 1883. Krakow, 

Gebethner i Sp. 8^ Monatlich 1 Bog. Mit Begister. Pr. 1 Fl. (8. 

: Anz. J. 1882. Nr. 218.) 

Genauigkeit u. Zuverlässigkeit in den Angaben empfehlen das 
stets proispt erscheinende u. sehr gefallig ausgestattete Blatt 

[153.] Bibliotheca Scriptoram Classicorum herausgegeben von 
Wilhelm Engelmann. VlII. Auflage, umfassend die Literatur von 
1700 bis 1878, neu bearbeitet von Dr. E. Preuss. 2. Abth;: 

• Soriptores Latini. Leipzig, Engelmann. 1882. gr. 8^ IV, 771 S. 

• Pr. n. 16 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 125.) 

In der grossen Beihe von Bibliographien, welche der fleissige 
Engelmann, neben seiner umfänglichen buchhändlerischen Thätig- 
keit, noch Müsse gefunden hatte zu bearbeiten, ist u. bleibt die 
„Bibliotheca Scriptorum Classicorum'' die hervorragendste. Keine 
der Bibliographien bat daher auch so viele neue Auflagen erlebt 
als diese. Leider ist es Engelmann vom Schicksal nicht bestimmt 



Litterator nnd Miscellen, 66 

gewesen» an die Bearbeitung der neuesten selbst Hand anlegen zu 
können; glücklicher Weise hat sich aber in Preuss ein Mann ge- 
funden, der an des Verstorbenen Stelle u. in seinem Geiste die 
Arbeit übernommen, das treffliche Werk den Ansprüchen der Zeit 
gemäss zu ergänzen u. umzugestalten. Niemand würde sich mehr 
^8 En^elmann selbst freuen, seine in ihren Anfangen bescheidene 
Arbeit zu einem so stattlichen Werke herangewachsen zu sehen. 
,£s ist ein anerkennenswerüier Act der Pietät, dass der Herausg. 
der neuen Auflage dieselbe „dem Andenken Wilhelm Engelmann's" 
gewidmet hat. — Am Schlüsse des vorl. Bandes, der nicht weniger 
als über 25,000 Titel enthält, finden sich sowohl Nachträge zu 
den BOmiöchen Schriffstellern, als auch zu der die Crriechischen 
Schriftsteller umfassenden 1. Abth., deren 2. Hälfte (VII, 401—802 S.) 
Ende 1880 erschienen ist, mitgetheilt. 

[154.] Bibliotheca philologica oder geordnete üebersicht aller 
auf dem Gebiete der classischen Alterthumswissenschaft wie der 
älteren und neueren Sprachwissenschaft in Deutschland und dem 
Ausland neu erschienenen Bücher. Herausgegeben von E. Ehren- 
feuchter, Dr. phil., Custos der K. Üniv.-Bibliothek zu Göttingen. 
XXXV. Jahrg. 1. Heft. Januar bis Juni 1882. Göttingen, 
Vandenhoeck & Euprechi 8^ 1 Bl. 186 S. Pr. n: 1,80 Mk. 
(S. Anz. J. 1882: Nr. 711.) 

Die Elementarlehrer an Volks- u. Bürgerschulen Werden noch 
ganz stolz darauf werden, dass man sie mit in die Glasse der 
Philologen zählt, u. ihre Schullesebücher u. Fibeln in die „Biblio- 
theca philologica'^ einreiht — was mir freilich sehr überflüssig zu 
sein scheint, u. nur dazu beiträgt, die Hefte dickleibiger zu machen, 
als unbedingt nothwendig ist. 

[155.] * Bibliotheca theologica oder systematisch geordnete 
üebersicht aller auf dem Gebiete der evangelischen Theologie in 
Deutschland nen erschienenen Bücher. Herausgegeben yon Custos 
Dr. E. Ehrenfeuchter. XXXV. Jahrg. 1. Hft. Jan.— Juni 1882. 
Göttingen, Vandenhoeck & Buprecht. 1882. S^. 1 Bl. 38 S. 
Pr. n. 0,40 Mk. (S. Anz. J. 1882. Nr. 802.) • 

[156.] * 1000 gute SBüdfecr, t)cn flai^olifcn beutf^et Sungc ju ^\U 
gefc^enten empfo^ten Don Dr. ^ans ^üUtamp, 9Bei^a(i^tcn 1882. 
5IHünfter, S^eiffing. 8^ 100 @. $r. n. 0,80 SWf. 

[157.] * SReuet 9Bei(na$tö>fiataIog für bai» 3. 1882. diu Ser< 
Itxäfni^ ber in tat^otifd^en ftveifen bcUebteften beutf(iben ©efd^ent-Sitevatur. 
.. Slawen, »attl^. 8^. 49 6. $t. n. 0,20 aJlt. 

[158,] * Coqiplete Catalogue of moderp La.w-Books, bj Herbert 
G. Sweet; the index of subjects by J. Nicholso;!. Lgndon, Sweet. 
1882. 8^ 4 Bll. 472 S, 

5* 



66 Litteratur und Miscellen. 

[159.] * Bibliotheca medico-chirnrgicay pharmaceatico^chemica 
et veterinaria oder geordnete üebersicht aller in Deutschland und 
im Aaslande neu erschienenen medicinischen, pharmacentisch- 
chemischen und Veterinär* wissenschaftlichen BQcher. Heraus- 
gegeben von Carl Buprecht. XXXVI. Jahrg. 1. Hft. Jan, — Juni 
1882. Göttingen, Yandenhoeck & Ruprecht 1882. 8^ 1 El. 
78 S. Pr. n. 80 Mk. (S. Anz. J. 1882. Nr. 806.) 

[160.] * anitt^eilungen über Sugenbfiibtiften an (SItem, Setter unb 
Sibliot^etenDorftänbe, herausgegeben Don ber Sugenbf^riftencommtffton bed 
fd^toeiierifd^en Se^rer)9ereind. C)eft 7. 1883. Slarau, 6auerIän^eT. gt. 8^ 
V, 118 6. $r. n. 1,40 m (S. Anz. J. 1880. Nr. 1202.) 

[161.] Zeitschrift für die gesammte Staatswissenschafb. In 
Verbindung mit [Gelehrten] hrsg. von Fricker, Schäffle u. Wag- 
ner. XXXVIII. Jahrg. Nachtrag zum 3. u. 4. Heft. Inhalt: 
IV. Eingesendete Schriften. (Nov. 1881 — Oktober 1882.) 
Systematische bibliographische üebersicht, zum Theil mit Be- 
sprechungen. Tübingen, Laupp. 1882. 8^ S. 749—841. 

Aehuliche, seither noch nicht gegebene systemat Zusammen- 
stellungen der betr. Litteratur wären auch femer zu wünschen. 

[162.] * Bibliografia delle Campagne per Tindipendenza Ita- 
liana. [Extr. dalla Bivista Militare Italiana. 1882.] Boma, tip. 
Voghera. 80. 55 S. 

[168.] * Bibliotheca historico - naturalis, physico-chemica et 
mathematica oder systematisch geordnete üebersicht der in 
Deutschland und dem Auslände auf dem Gebiete der gesammten 
Naturwissenschaften und der Mathematik neu erschienenen Bücher, 
herausgegeben von Dr. K. Fricke. XXXII. Jahrg. l. Hft. Jan. — 
Juni 1882. Göttingen, Vandenhoeck & Buprecht. 1882. 80. 
1 Bl. 114 S. Pr. n. 1,20 Mk. (S. Anz. J. 1882. Nr. 810.) 

[164.] * A Bibliography of the Microscope and Microscopic 
Studios (Part 8), being a Catalogue of books and papers on 
Diatomaceae in the Library of J. Deby. Ej Julien Deby and 
F. Kitton. London, Wheldon. 1882. 8^. Fr. 10 s. 6 d. 

[165.] * Botanischer Jahresbericht. Systematisch geordnetes 
Bepertorium der botanischen Literatur aller Länder, unter Mit- 
wirkung von Askenasy, Batalin, Dingler etc. herausgegeben von 
Professor Dr. Leop. Just. VI. Jahrg. [1878.] Abth. 2. Hft. 4. 
Berlin, Bomträger. 1882. gr. 8". S. 785—1184. Pr. n. 
10 Mk. (S. Anz. J. 1882. Nr. 507.) 

Desselben Werkes VII. Jahrg. [1879.] Abth. 2. Hft. 2. 
Das. 1882. gr. 8^ S. 337—640. Pr. n. 8 Mk. (S. Anz. 
J. 1882. Nr. 27.) 

[166.] "^ Kritischer Vierteljahresbericht über die borg- und 



Litteratur und Mificellen. 67 

. hüttenmänniflche und yerwandie Literatur. Unter Mitwirkung 
Ton Fachmännern herausgegeben. I. Jahrg. 1882. Freiberg, 
Graz & Gerlach. 4 Nrr. {fio^, m. Beilagen). Pr. n. 2 Uk. 
(S. Anz. J. 1882. Nr. 581.) 

[167.] * Chemisch-technisches Bepertoriom. Uebersichtlich 
geordnete Mittheilungen der neuesten Erfindungen, Fortschritte 
nnd Verbesserungen auf • dem Gebiete der technischen und in- 
dustriellen Chemie, mit Hinweis auf Maschinen, Apparate nnd 
Litteratur. Von Dr. Emil Jacobson. [XIX. Jahrg.] 1881. 2. 
Halbjahr. Berlin, Gärtner. 1882. gr. 8^. 224 S. Fr. n. 
6 Mk. (8. Anz. J. 1882. Kr. 509.) 

[168.] * The great Index of Biographical Beference, contai- 
ning OTor 100,000 names, together with a classed index of the 
Biographical Literature of Europe and America. By Lawrence 
B. Phillips, n. Edition, with an appendix continuing the work 
bj an addenda of necrology of eminent persons for the last ten 
years. New York, Worthington. 1882. 8». XVI, 1036 S. 
Pr. # 8,75. 

[169.] * Bibliotheca historica oder systematisch geordnete 
üebersicht der in Deutschland und dem Auslande auf dem Ge- 
biete der gesammten Geschichte neu erschienenen Bücher. Heraus- 
gegeben von Custos Dr. E. Ehrenfeuchter. XXX. Jahrg. 1. Hft. 
Jan. — Juni 1882. Göttingen, Vandenhoeck & Buprecht 1882. 
8^ 1 Bl. 156 S. Pr. n. 1,80 Mk. (S. Anz. J. 1882. 
Nr. 816.) 

[170.] "^ Die Geschichtschreiber der Araber und ihre Werke. 
Aus dem XXVIIL u. XXIX. Bande der Abhandlungen der König- 
lichen Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen. Von F. 
Wüsteufeld. Göttingen, Dietrich. 1882. 4» VHI, 807 S. 
Entb, in chronologischer Ordnung biographische u. biblio- 
graphische Notizen über die wichtigeren Arabischen Geschicht- 
schreiber von der ältesten Zeit bis gegen Ende des XVII. Jhrhdts 
— ein bequemes Nachschlagebnch, welches die Arabisten dankbar 
zu begrüssen alle Ursache haben. Vgl. Literar. Centralbl. 1883. 
Nr. 1. Sp. 9—10. 

[171.] "^ Essay de Bibliographie P^rigourdine; par De Bou- 
mejouz. Saureterre-de-Guycenc, Cholet 1882. 4^. 291 Sp. 

[172.] * Les grands Pontes Fran9ais: Notices biographiques, 
litteraires et bibliographiques; Choix de morceaux. Par Alphonse 
Pagto. IL Edition, revue, corrig^e et augment^. Paris, Fisch- 
bacher. 1882. gr. 8®. 434 S. m. Portraits u. Autographen. 

[173.] Louis Mohr — De la Bibliographie des Ana Extrait 
des Annales du Bibliophile Beige. 1882. Bruxelles, Olivier. 1882. 
gr. 8^ 14 S. (S. oben Nr. 11.) 



68 Litterator und Miscellen. 

Die gegen Ende des 17. Jhrhdts zuerst zum Vorschein ge- 
kommene u. hauptsächlich im 18. Jhrhdte bliebt gewesene Ana- 
iiitteratnr ist für so Manchen schon Gegenstand bibliographischer 
Arbeit geworden. Auch der Verf. des Torl. Schriftchens hat sich 
aeit mehien Jahren mit der Zusammenstellung einer Ana-Biblio- 
graphie beschäftigt; denn, schreibt er, ,,cette litt^ratnre des Ana 
offire aujonrd'hui encore assez dUnt^röt pour munter une bibliographie 
d^finitive'S aber, fügt er hinzu, ,,pour le moment, il m'a pam suf- 
fsant de donner un aper^u des ouvrages qu*il faut consnlt^r, afin 
de ne pas commettre les mdmes fautes ^ue les pr^c^d^nts biblio- 
graphes." 

[174.] Bibliografia delle pubblicazioni de! conte Gesare Balbo, 
compilata da Antonio Vismara. (Fine.) Enth. in der Bibliografia 
Italiana. Anno XVI. Milano. 1882. gr. 8^. Parte II. Cronaca. 
Nr. 14 A 15. S. 54—55; Nr. 16 A 17. S. 59; Nr. 22. S. 76. 
(S. Anz. J. 1882. Nr. 715.) 

[175.} * Les Oeuvres de Baloze, cataloguöes et d^orites par 
B. Fage. [Extrait du Bulletin de la Soci^t4 des lettres, soiences 
et arts de la Corröze, 1881, 4. livr.j Tülle, imprr Cranifon. 8^. 
119 S. 

[176.] * Saggio biografico e bibliografico su Giovanni Botero, 
' di Pietro Orsi. Mondovl, tip. Fracchia. 1882. 8^ 

[177.] Sechste Fortsetzung der Nachträge zu Hirzels „Neuestem 

Verzeichniss einer Goethe-Bibliothek. Von Woldemar Freiherrn 

von Biedermann. Enth. im Archiv für Litteraturgeschichte hrsg. 

von Frz. Schnorr v. Carolsfeld. Bd. XI. Hft. 4. Leipzig, Teubner. 

1882. gr. 8«. S. 548—52. (S. Anz. 1881. Nr. 891.) 

Enth'. die Erscheinungen des J. 1881, sowie zahlreiche von 

dem unermüdlichen Goethelitterator gesammelte Nachträge aus 

früheren Jahren. 

[178.] * ©oet^c'd Stiefe. IBerietc6m| berfelben unter Iftngobe non 
Quelle, Ort, 3)atum unb ^nfangSmorten. Uebetftc^tlid^ naäi ben 6m« 
Pfändern geovbnet, mit einet turnen 3)arfteUun9 M Ser^dltntffed ®oet^e*d 
&u biefen unb unter SRitt^ettung loielei bid^er ungebnidten IBriefe ®oetj^'^. 
fief. 8—18. »etlin, «)empel. 1882. 8». L »ö. S. 353— 496 u. 
IL 23b. ©. 1—144. $t. ä n. 1 W. (S. «nj. % 1882. 9lr. 717.) 

[179.] * Die Goethe-Bildnisse biographisch-kunstgeschichtlich 
daigestellt yon Dr. Hermann Bollett 4. Lief. Mit 2 Badirungen 
und 20 Holzschnitten. Wien, Braumüller. 1882. gr. 4<>. 8. 193 
bis 256 m. 2. Taf. Pr. n. 8 Mk. (S. Anz. J. 1882.. Nr. 827.) 

[180.] ®oetbe unb Sotta. Sortrag gel^alten am 50. Zobedtage 
<lgloetbed, ben 22. SRdr} 1882 im SBudftl^nblungd^^elHIfen« Serbin »u 
ä&ien Don ®vi^wo Kletnftüd. {®e)>ar<it«3lbbntd aud bem Seip^iger fiorre< 



Litteratnr und Miscellen. 69 

fVonbettiUatt.) S)er Steinertrag ift ber flran(enfaf[e bed „^vitbfint" ge* 
»ibmet. Seipaiff/ S)rud bon Stufte & SHüttinget. 1882. gr. S\ 40 6. 
Ein sehr interessantes Schriftchen, aus welchem man wie 
einestheils ersieht, mit welcher Noblesse Johann Friedrich Cotta, 
der Verleger der Schriften Goethe's, diesem entgegengekommen ist, 
ebenso auch anderentheils — möglicher Weise zum Aerger so 
manches Goethomanen — erkennt, dass Goethe bei aller seiner 
geistigen Grösse doch in pekuniären Angelegenheiten seinen Vor- 
theil w^ahrzunehmen recht wohl verstanden habe, u. in Folge dessen 
der geschäftliche Verkehr Cotta's mit ihm nicht immer ein leichter 
u. angenehmer gewesen ist. 

[181.] * Thematisches Verzeichniss der in Druck erschienenen 
Gompositionen von F. Mendelssohn- Barth oldj. III. verrollstän- 
digte Ausgabe. Leipzig, Breitkopf Ss HärteL 1882. kl. 8^. Fr. 
n. 8 Mk. 

[182.] Verzeichniss der von Dr. Alexander Petzholdt heraus- 
gegebenen Schriften in chronologischer Eeihenfolge von 1833 — 
1888. Druck von Pässler, Dresden, gr. 8®. 5 Bll. (Nur 50 
£xempl. auf Schreibpap.) 

Neuer u. bis auf die Gegenwart fortgesetzter Abdruck des 
von A. Petzholdt selbst 1866 zusammengestellten Verzeichnisses 
(s. Anz. J. 1866. Nr. 466). Das Verzeichniss beginnt mit der 
Dissertation, welche der Verf. bei Gelegenheit seiner Leipziger 
Promotion zum Dr. med. et Chirurg, herausgegeben hat, u. endigt 
mit dem im Jahre des 50 jährigen Dr.-Jubiläums veröffentlichten 
Schriftchen. 

[188.] * Essai des ^tudes bibliographiques sur Babelais, AUe- 
magne et Angleterre. Par Gustave Brunet. Bordeaux, Gou- 
nouilhou. 1882. 8«. 12 S. 

[184.] '^ Intohio la Vita e le Opere'di Lodovico Vedriani 
sacerdote e istoriografo modenese. Memoria di L. Lenzotti. Mo- 
deua. 1882. 8^ 160 S. Pr, 3 L. 

[185.] * Notice bibliographique sur les principaux Ecrits de 
Voltaire ainsi que sur ceux qui lui ont ete attribuds; par Ge- 
orges Bengesco. Paris, impr. Quantin. 1882. 8^. 115 S. (Nur 
50 Exempl. auf Holland. Pap.) 

Extraite du t 50e de T^dition des Oeuvres complötos de Vol- 
taire publiee par L. Moland chez Garnier frdres. 

BiiehhftBdler- und antiquarische Kalaloge« 

[186.] SörfenUott für ben S)eutf(i6en Sud^l^anbel unb bie mit i(fm 
toetmonbten ©efd^ftd^TDet^e. öigent^m b€d SBöifen)9ereind bet S)eiitf4en 
Sud^nblei . SerontmpKtt Slebacteur: Suliud Siau^. L. Sa^cgan^. 



70 Litterator und Miscellen. 

S^Mdf SIeifdber in Somm. 4^. Zägtidb mit 9ui$iia(me ber 6ontis u. 

gc|H<mc 1 Sit. ä 1—2 Sog. (S. «nj. 3. 1882. 3lr. 153.) 
Nach abermaligem Beschlüsse der letztjährigefi Leipziger Budi- 
händler-Cantate- Versammlung soll das Börsenblatt vor „unberufenen 
Lesern'^ auch femer unter sieben Siegeln yerschlossen gehalten 
bleiben. Ein wahrhaft staunenswerth seltsamer Beschluss, durch 
welchen nur, in Folge der Sperre des Postdebits, dem Börsenvereine 
selbst u. den einzelnen Mitgliedern desselben pekuniäre Nachtheile 
zugefügt werden, wogegen die „unberufenen Leser'' wohl keinen 
-wesentlichen Schaden von der Entziehung (?) der Leetüre des 
Börsenblattes seither gehabt haben dürften. 

[187.] * Die hauptsächlichsten Verlags -Veränderungen im 
Buch-, Kunst-, Musikalien- und Landkarten-Handel während der 
10 Jahre 1873 bis incl. 1882. Nebst einigen Nachüägen und 
Berichtigungen zu früheren Jahren. Von Eduard Volger. Ein 
Supplement zur „Nachweisungs-Tabelle veränderter Firmen von 
Strabel u. Volger^' und zu den „Verlags -Veränderungen der J. 
1868 bis incl. 1872 von Ed. Volger", sowie auch zum GötscheU- 
schen „Verzeichniss veränderter Firmen" und zur „Conrad^schen 
Uebersicht der Verlags- Veränderungen in den J. 1850 bis 1862'^ 
Landsberg a. W., Volger & Klein. 1882. 80. 95 S. Pr. n. 1,50 Mk. 
(S. Anz. J. 1878. Nr. 428.) 

[188.J * Preis -Verzeichniss der in der österreichisch-unga- 
rischen Monarchie und im Auslande erscheinenden Zeitungen und 
periodischen Druckschriften für d. J. 1883. Bearbeitet von der 
k. k. Postamts -Zeitungs- Expedition in Wien. Lex. 8®. Wien, 
V. Waldheim. V, 151 S. Pr. n. 1 Mk. 

[189.] Lager-Catalog von Joseph Baer & Co. Buchhändler und 
Antiquare in Frankfurt am Main, Paris, London. 121. — Genea- 
logie und Heraldik. Jagd und Pferdekunde. Mit Begister. 8^ 
1 Bl. 69 S. 1366 Nrr. (8. oben Nr. 102.) 
Eine werthvoUe u. durch das beigefügte Register der bequemen 
Uebersicht zugänglich gemachte Sammlung. 

[190.] Nro. 156. Antiquarischer Katalog der 0. H. Beck'- 
schen Buchhandlung in Nördlingen. — Auswahl aus allen Fächern. 
Incunabeln und Manuscripte. H. Abth. M— Z. 1882. 8^^. 1 Bl. 
101—189 S. 1685—3181 Nrr. (S. Anz. J. 1882. Nr. 959.) 

Um seines Gehaltes an guten Antiquarüs willen beachtenswerth. 

[191.] Catalogue de Dunod, ^diteur pr^c^demment Caiilian- 

Goeury et Vof Dalmont libraire des Corps des Ponts et Chaus- 

s^es des Mines et des T^Ugraphes. Paris. 8<^. 1 BL 106 8. 

Alphabetisch unter folg. Bubriken: 1. Mathimatiqnes, M^a- 

nique: 2. Architecture, Cönstructions civiles; 3. Ghimie, Physique, 

Täögraphie; 4. Geologie, Metallurgie, Exploitation; 5, PontSi Hy- 



Liiteratar uod Miscellen. 71 

draulique appliquje, Kavigation, Marine; 6. Chemins de fer, Tram- 
ways, Boutes; 7. Agriculture, Industrie, Legislation, Divers. 

[192.] LIY. Terzeichniss des antiquarischen Bücherlagers Ton 
Caspar Haugg in Augsburg. — Aeltere u. neuere Literatur. 
Curiusa. Flugschriften. Sagen. Bücher mit Holzschnitten und 
Kupferstichen etc. Seltene Drucke etc. 8^ 1 Tit.- u. 19 S. 
401 Nrr. 

Viele gute u. seltenere Antiquaria. 

[193.] Nr. 657 — 60. Antiquarisches Bücherlager von Kirch- 
hoff & Wigand in Leipzig. 8. (S. Anz. J. 1882. Nr. 969.) 

£nth.: in 657 Medicin (1 Bl. 82 S. 2898 Nrr.); in 658 
Geschichte u. Geographie L (1 Tit- u. 39 S. 1244 Nrr,); in 659 
desgl. II. (2 Bll. 72 S. 2289 Nrr.); in 660 desgl. III. (1 Bl. 
38 S. 118Ü Nrr.). 

[194.] K. F. Koehler's Antiquarium in Leipzig Catalog No. 
373 & 374. 8^ (8. Anz. 1882. Nr. 1083.) 

Enth. Deutsche Geschichte (1 Bl. 86 S. 1895 Nrr.) & Ge- 
schichte der ausserdeutschen Länder (1 Bl. 50 S. 1061 Nrr.), 
beides mit Einschluss von Bechtsgeschichte, Numismatik u. Adels- 
geschichte. Belch an Specialltaten, worunter z. B. eine Sammlung 
von 306 Flug- u. Controversschriften über den 30jährigen Krieg 
(Pr. 350 Mk.) besonders hervorzuheben ist. 

[195.] Nr. 69. Antiquarischer Katalog von Budolf Merkel 
(vormals Eduard Besold's Antiquarium) in Erlangen. — Philo- 
sophie. 1882. 80. 1 Tit.. u. 27 8. 947 Nrr. 

Grösstentheils Deutsche, neuere sowohl als ältere, Litteratur. 

[196.] Catalog No. 101. Schweizer. Antiquariat von Grell 
Füssli & Co. in Zürich. — Litterärgeschichte. Sprachwissenschaft. 
Litteratur u. Belletristik in fremden Sprachen. Bibliographie, 
Buchdi-uckerkunst, Buchhandel. Vetlagsrechi I. TheiL 8^ 1 Tit- 
u. 70 S. 2627 Nrr. (S. Anz. J. 1882. Nr. 1089.) 

Enth.: Allgem. u. vergleich. Sprachwissenschaft u. Litteratur- 
geschichte etc; Wörterbücher etc.; Franz. Sprache, Litteratur u. 
Belletristik. 

[197.] Preuss & Jünger vorm. L. Barschak's Buchhandlung 
und Antiquariat Specialität: Medicin und Naturwissenschaften 
in Breslau. Antiquarischer Catalog 8. — Naturwissenschaften. 
Landwirthschaft. Forst- und Jagdwesen. Alchemie. 8^ 1 Bl. 
62 S. 1939 Nrr. 

Meist Deutsche, neuere sowohl als ältere, Litteratur. 

[198.] No. 62. Terzeichniss des Antiquarischen Bücherlagers 
von Ferd. Baabe's Nachf. Eugen Heinrich, Antiquariat und Buch- 
handlung in Königsberg i. Pr. — Auswahl bedeutender Werke 



72 Litteratar und Miscellen. 

■ aus allen Wissenschaften. Geschenkliteratar und Prachtwerke in 
eleganten Einbänden. [Mit Materien-Register.]. 8<>. 1 Bl. 62 S. 
1600 Nrr. (S. Anz. J. 1882. Nr. 1092.) 
Fast dnrchgehends Deutsche Litteratur« 

[i99.J Adalbert Bente's Antiquariat in Göttingen. Catalog 63. 

— Sprachwissenschaft. (Professor Beinhold Pauli's Bibliothek 
3. Theü.) 8^ 16 S. 424 Nrr. (8. oben Nr. 98.) 

German. u. Boman. Sprachen betr. 

[200.] Verzeichniss No. 12 des Antiquarischen Bücher-Lagers 
der J. G. Biemann'schen Hofbuchhaadlung in Coburg. 8^ 1 BL 
36 S. 

Grösserentheils Deutsche schGnwissenschaftL Litteratnr. 

[201.] 94. Lager-Katalog von Ferd. Schmitz Antiquariat 
(Edm. Hibverkus) in Elberfeld. — Protestantische Theologie. 
. KathoUsche Theologie. Philosophie. (1882.) S^ 1 Tit.- u. 
39 S. 754 Nrr. 

Aeltere u. neuere Deutsche Litteratur. 

[202.] 167. Antiquarischer Catalog Ton Felix Schneider 
(Adolf Geering) in Basel. — Auswahl von Werken aus allen 
Gebieten der Wissenschaft, meine neuesten Acquisitionen ent- 
haltend. Nebst einem Anhang: Zu Geschenken geeignete Werke 
in neuen Exemplaren. 8**. 1 Bl. 76 S. 1475 Nrr. (8. Anz. 
J. 1882. Nr. 1096.) 

Wo sind denn unter den „Werken aus allen Gebieten der 
Wissenschaft" die Philologica, Theologica, Juridica u. a. geblieben I 

[203.] 78. Bücfaervei'zeichniss von Simmel & Co. in Leipzig. 

— Mineralogie. Geologie. Palaeontologie. Alchemie. Exacte 
Wissenschaften. 8^ 1 Bl. 21 8. (S. Anz. J. 1882. Nr. 1097.) 

Deutsche u. nächstdem Französische Litteratur. 

[204.] 100. Verzeichniss des antiquarischen BQcher-Lagers 
Ton Karl Theodor Yölcker's Verlag und Antiquariat in Frank- 
furt aw M. — Frankfurter Drucke seit Einführung der Buch- 
drnckerkunst in Frankfurt a. M. durch Christian EgenolfF 1530 
bis zum Ende des 17. Jahrhunderts. Nebst einem reichhaltigen 
Verzeichniss Ton Francofurtensien. 8^ 1 Bl. 49 S. 686 Nrr. 
Sehr beachtenswerth. Von Frankfurter Drucken allein ent- 
hält das Verzeichniss nicht weniger als 201 Nrr., die sehr zweck- 
mässig nach den Buchdruckern und Verlegern geordnet sind. 

Blbliotliekwisseiiscliaft. 

[205.] '*' In Biblioteca. Appunti di Guido Mazzoni. Borna, 
Sommaruga & Co. 1882. 16°. XV, 170 S. Pr. 1 L. 
Gehöi*t zur „CoUezione Sommaruga, n. 3.^' 






Litteratur und Miscellen. ^i 

Bibliothekeiilehre. 

* [206.] L'Art de former une Bibliothäque par Jules Bicbard. 
Paris, Ed. Eouveyre & G. Blond. 8^ 156 S. — (Ausserdem 
eine Luxusausgabe von 100 numer. Exempl., wovon 8 auf Perg., 
3 auf Bosa-, 20 auf Chin., 24 auf Jap.- u. 50 auf Seychall- 
MiD-Pap.) 

Die auf dem Gebiete der Litteratur ftr Bibliophilen wohl- 
renommirte Firma, deren Yerlagskatalog (6 Bll.) dem vorl. elegant 
ausgestatteten Bändchen angeschlossen ist, hat darin den Zweck 
vor Augen gehabt den Bibliophilen eine Anleitung zu geben, was 
u. wie sie bei Anlegung ihrer Bibliotheken zu sammeln haben. 
Ce n'est pas pour les grands bibliophiles/' schreibt der Verf., 
que j'^ris ce petit traitä sur Tart de former une bibliothdque ; 
ceux-lä n*ont besoin ni de maltres ni de le9ons. Ce petit volume 
est sp^cialement destin^ aux honndtes gens qui aiment les lettres 
et cherchent dans la pratique de leur culte, dans le goüt de la 
collection des livres une agr&ble diversion aux ännuis quotidiens 
de la vie.^* In dieser Anleitung unterhält der Terf. die Leser — 
er schreibt aber offenbar nur für seine Landsleute — über folg. 
Gegenstände: Comment on devient Amateur — Les Outils du 
Bibliophile — L*Histoire des Livres — Ex-Libris; Armoiries; 
Cachets — Les Ex-dono — Choix des Livres — Les Meublös 
Biblioth^ques et Tarrangement des livres — Les Belieura — 
L^Histoire- de France — Editeurs, Imprimenrs, Marchands de 
livres — Les Quais — Les Livres les plus gros, les plus petits, 
les plus chers — Les Livres d^pareill^s, perdus, introuvables, 
cartonnte, qui n*existent pas, condamn^s, etc. — Pnblications in- 
terrompucs — Les CoUections factices — Les Livres ä bon mar- 
ch£ — Les Livres illustres — Les J^diteurs contemporains — Le 
Catalogue. 

[207.] * De l'organisation et de Tadministration des Biblio- 
th^ues publiques et priv^es. Manuel th^orique et pratique du 
Bibliothicaire, par J. Cousin. Paris. 1882. 8^ Pr. 8 Fn 75 c. 

[208.] * Kalender für Bayerische Gjmnasial-Lehrer auf d. 
Schuljahr 1882/83. Bearbeitet von F. J. Hildenbrand, Klass- 
verw. 1. Jahrg. Mit der Schulordnung, den Disciplinarsat- 
zungen v. J. 1874 und dem revidirten Schulbücherverzeichnisse. 
Miltenberg, Halbig. 1882. 12«. 2 Bl. 104 S. Pr. n. 1,40 Mk. 

[209.] * ficitalog für SolföbibltotMen. Sin Secieid^nig i9on »üc^rn, 
m\d» fidb (ut SlufnaNe in Soltdbibliot^ten eignen, ^eraudgegeben 
Dom SRiniftcrium beiS 6u(tuS unb öffenili(ben Untecricibtd. Seipiig, 
(So^bera). 1882. gj. 8^ VÜI, 92 ©. ^x. n. 0,60 aRf. 

- [210.] * On the CUmification of Bocks. A Paper read be- 



74 Litteratur and Miscellen. 

fore tbe American Library Assodation, May 1882, by L. P. 
Smith. Boston, Lib. Bureau. 4^ 70 S. 

[211.] Boston Athenaeum. — How to get Books witb an ex- 
planation of the new Way of Marking Books by C. A. Cutter, 
A. B. (Harv.) Librarian. Boston, press of Bockwell and Chur- 
chill. 1882. gr. 8«. 36 S. 

Der für den betreff. Gregenstand mit besonderer Vorliebe thätige 
Verf. hat nach einigen kurzen einleitenden Bemerkungen (A. When 
a particular book is wanted; B. To find the books on any subject) 
eine ausführliche Darstellung eines „new System of Marking Books'' 
unter folg. Bubriken gegeben: Beasons for making the change; 
Classes (How marked. List of them. How subdivided geographi- 
cally. The symmetry of the System.); Slzes (Four sizes distinguished. 
How arranged); Authors (Arranged alphabetically. How kept in 
Order); Titles (Works by the same author arranged alphabetically); 
Editions and duplicate copies (How distinguished.); Local Index. 
(Why classes are not arranged in their numerical and alphabetical 
Order. How the rooms of the building are numbered.); Shelfguides; 
Parallel libraries; Explanation of the work done. (Biography, Hi- 
story, Geography and Travels, Literature, Book arts, Literary hi- 
story.); Cautions. (The System only partially mnemonic. All about 
a subject seldom to be found in one place. The Catalogue the 
only sure guido to the place of a book. The object of arrange- 
ment by subjects.); Origin of the various parts of the plan. 

BIbliothekenkiinde. 

[212.J * Supplement to the Catalogue of the Town Library 
of Lancaster (Mass.), 1877—82. S. 1. et a. 8». VIII, 128 S. 

[213.] Index-Catalogue of the Library of the Surgeon-General's 
Ofßce, United States Army. Authors and Subjects. Vol. IIL 
Cholecyanin — Dzondi. Washington, Qovemment print. press. 1882. 
gr. Lex. 8^ 2 BU. 1020 S. (8. Anz. J. 1881. Nr. 931.) 
Ton diesem auf dem Gebiete, der medicinischen Bibliographie 
wahrhaft Epoche machenden Werke ist binnen Jahresfrist ein neuer 
Band erschienen : der Inhalt desselben ist staunenswerth reich. Der 
Herausg. Dr. J. S. Billings, Surgeon U. S. Army, sagt in der an 
den General Joseph K. Barnes, Surgeon-General ü. S. Army ge- 
richteten, an die Spitze des vorl. Bandes gestellten Zuschrift in 
höchst bescheidener Kürze darüber: „This volume includes 9048 
author-titles, representing 10,076 volumes and 7886 pamphlets. 
It also includes 8572 subject-titles of separate books and pam- 
phlets, and 28,846 titles of articles in periodicals. There are also 
catalogued 4335 medical porträits, under the heading: CoUection 
of Portraits." Es ist, wie gesagt, wirklich staunenswerthi welcher 



Litteratar und Miscellen. 75 

Beichthmn Ton Litteratnrnacbweisen sich in diesem Kataloge zu- 
sammengehänft, aber zugleich anch in schönster Ordnung dargeboten 
findet um nur ein paar Beispiele zu geben, verweise ich auf die 
Artikel: Croup, Dipbtheria, E^sentery u. Cholera, von denen der 
erste 28 engbedruckte S., der zweite 29 u. der dritte 81, der Ar- 
tikel Cholera sogar nicht weniger als 151 S. in Beschlag nimmt. 
Der Katalog bildet das reichste medicinische Universal-Litteratur- 
lexikon, was es gegenwärtig giebt. 

* 

[214.] Die Entwicklung der Landrechtsglosse des Sachsen- 
spiegels. Von Dr. Emil Steffenhagen. III. Die Petrinische 
Glosse. [Aus dem Jahrgange 1882 der Sitzungsberichte der 
phil.-hist. Classe der kais. Akademie der Wissenschaften (CI. Bd., 
n. Hfl., S. 758) besonders abgedruckt.] Wien, Gerold*s Sohn 
in Comm. 1S82. gr. 8«. 54 S. (S. Anz. J. 1882. Nr. 991.) 

Den in der Breslauer Handschrift 11. F. 7 der Königl. u. 
ünivers.-Bibliothek enthaltenen „Apparatus per dominum Petrum de 
posena conpilatns*' bezeichnet der Verf. als Petrinische Glosse, u. 
weist mit Zuhilfenahme anderer Handschriften dieser Glosse nach, 
dass sich nicht, wie Homeyer voraussetzt^ die Petrinische Glosse 
die ,yMehrungen Bocksdorfs" angeeignet habe, sondern dass viel- 
mehr das Umgekehrte der Fall sei. 

[216.] A Budapesti kiralyi magyar tudomäny-egyetem KGnyv- 
taränak Czöujegyzfte. — VI. 1881 dik 6n gyarapod&s. (2834 
mli = 3471 kötet.) Budapesten, nyomat. a kir&l. mag. egyet 
könyvnyomdÄban. 1882. gr. 8». XI, 336 S. Pr. 60 Kr. (S. 
Anz. J. 1881. Nr. 1049.) 

Schon wiederholt habe ich auf die Yorzflglichkeit der Zuwachs- 
verzeichnisse der Budapester Üniversitats-Bibliothek unter der Di- 
rektion Alexander Sziligyi*s aufmerksam zu machen Gelegenheit 
gehabt. In der That verdienen sie auch jeder Bibliothek — voraus- 
gesetzt freilich, dass sie die Mittel zu den gewiss sehr ansehnlichen 
Druckkosten zur Verfügung hat — als wahre Muster anempfohlen 
zu werden. Das mit anerkennenswerther Sorgfalt bearbeitete syste- 
matische Yerzeichniss giebt in Verbindung mit dem daran ange- 
schlossenen ausführlichen alphabetischen Begister einen ebenso 
vollständigen wie leichten Ueberblick über den reichen Zuwachs, 
dessen sich die Bibliothek namentlich 1881 ans den Fächern der 
vaterländischen sowohl als auch der auswärtigen, vornehmlich Deut- 
schen Litteratur zu erfreuen gehabt hat 

[216.] Heber eine Handschrift der Königl. öffentlichen Biblio- 
thek zu Dresden. Von Maximilian Curtze, Oberlehrer u. Biblio- 
thekar am Königl. Gymnasium u. Bealgymnasium zu Thom, etc. 
Hierzu Taf. I Fig. 7 und 8. [Separat- Abdruck aus der Zeit- 



76 Litteratnr und Miscellen. 

. fichrifb für Mathematik a. Physik X^VUI, 1.] Dresden, Druck 
von Teubnen gr. 8®. 15 S. m. 1 Taf. 

Die im Schnorr'schen Dresdner Handschriften- Kataloge ent- 
haltene Beschreibung der Handschrift Db. 86 ist eine in vielen 
Punkten falsche u. irrefdhrende, wie aus der im vorl. Schriftchen 
gemachten ausführlichen Mittheilung über den Inhalt der Handschrift 
hervorgeht. Die aus dem Anfange des XIV. Jhrhdts stammende 
u. aus 38 (nicht 27, wie Schnorr anführt) Nrr. bestehende Hand- 
schrift enthält zum Theil ungemein seltene Stücke, welche für die 
Geschichte theils der Mathematik, theils indirekt des Iclassischen 
Alterthums u. des MitteLilters von höchstem Interesse sind. Sie ent- 
hält z. B. das Fragment „De gravi et levi'^ von Euklid vollständiger 
als alle bis jetzt bekannten Handschriften, ferner die Optik Euklid's 
in der direkt aus dem Griechischen geflossenen üebersetzung, 
welche den ursprünglichen Text Euklid's darbietet, n. vieles andere. 

[217.] flatalog bec etabtbibliot^et ju 2)reiSben. Slbtl^etCung für ffied^tS« 
unb @taat$ivifienfdboft. (93eftanb am 1. S)esembet 1882.) [^Bearbeitet 
t9on Dr. Otto 9lidbter, ^r^iioai unb Sibliot^Car.] S)tedben, S)nid non 
Öentter. 1882. 8e|. 8^. VI, 98 S. 

Die am 8. Oktbr. 1881 eröffnete Stadtbibliothek hat unter der 
umsichtigen u. sorgsamen Leitung ihres Bibliothekars eine recht 
erfreuliche Entwickelung genommen. „Sie besteht gegenwärtig aus 
einer Abtheilung für die Geschichte Sachsens u. insbesondere Dres- 
dens, sowie aus einer solchen für Bechts- u. Staatswissenschaften, 
an welche sich die in städtische Verwaltung übernommene volks- 
u. landwirthschaftliche Bibliothek der Oekonomischen Gesellschaft 
im Königreich Sachsen anschliesst'V Da die rechts- u. staatswissen- 
, schaftliche Abtheilung in erster Linie den amtlichen Zwecken der 
städtischen Behörden dient u. zugleich dem Bedürfnisse weiterer 
Kreise der Bürgerschaft — welcher laut Bathsbestimmung vom 
30. Aug. 1881 die Bibliothek zur Benutzung zugänglich gemacht 
worden ist — entgegenkommt, so hat man es mit Hecht für rath- 
sam u. angezeigt gehalten, vorerst deren Benutzung durch Heraus- 
gabe des vorl. Katalogs zu erleichtem. 

[218.] * Jlatatog bet IBibtiot^ef bet ^nnooetf<(en Sanbnntt^f^ftS^ 
®efeüf(i^aft. Slebft einem Sotmort übet bie Sinridbtung lanbmicti^fcbaft« 
lt(f^eT iBibltotl^fen. $)annoner, ©d^moii A n. Seefelb. 1882. gr. 8». 
XVI, 155 ©. $r. n. 2 SDtt. 

[219.] Anzeiger für Kunde der Deutschen Vorzeit. Organ des 
Germanischen Museums. Neue Folge. Jahrg. XXX. Verant- 
wortl. Redakteur: Dr. A. Essenwein. Nürnberg, liter. artist. 
Anstalt des german. Museums. 4^. Monatlich 1 Nr. ä 2 Bog. 
Pr. n. 6 Mk. (S. Anz. J. 1882. Nr. 270.) 

Enth.y wie gewöhnlich, in der Beilage die Chronik des Muse- 



Litfceratar und Miscellen* 77 

«ins, worin sich unter anderen eine fortlaufende Liste der den 
Museumsammlungen zuTheil gewordenen Geschenke Terzeichoet findet. 
Diese Geschenkliete hat für die Bibliothek zu Ende des J. 1882 — 
mit EinscUuss des letztj&hrigen Zuwüchses von 1566 Nrr. — mit 
Nr. 46,802 abgeschlosseo. 

[220.] * Public Libraries of Derby (Eng.) Catalogue and 
classified Index of the Beference Library; by T. Heatfa, Libra- 
rian. Derby, Sept. 1882. 8«. VIII, 206 S. 

[221.] üne yisite ä la Biblioth^que de Tüniversit^ de Bäle 
par un bibliophile lyonnais. Enth. in der Bibliographie und 
Literarischen Chronik der Schweiz. XII. Jahrg. 1882. Basel, 
gr. 8». Nr. 9. Sp. 210—14; Nr. 10. Sp. 229— 82; Nr. 11. 
Sp. 258—62; Nr. 12. Sp. 278—82. 

Die Portsetzung folgt im XIII. Jahrg. 

[222.] * Jahresbericht der Stadt- Bibliothek in Zürich fiber das 
Jahr 1881. Zürich, Druck von Orell Füssli & Cie. 1882. 8^ 
• 14 S. (8. Anz. J. 1882. Nr. 280.) 

[223.] * Katalog der Müller -Wegmann*schen Sammlung von 
Panoramen, Gebirgsansichten etc. Eigenthum der Section Uto 
S. A. C. Zürich, Druck von Schulthess. 1882. gr. 8^ 56 S. 
m. 1 Karte. 

PrlTatblbllolhekeA. 

[224.] Gatalogns van de nitgebreide en belangrijke Bechts- 
geleerde, Theologische en Technische Bibliotheken, nagelaten door 
G. Scbimmelpenninck Jz., Vice^President van het Prov. Gerechts- 
hof van Noord-Holland ; W. C. H. Broekman, Notaris te Yianen, 
en J. G. van Gendt Jr., Hoofd-Ingenieur in Japan, enz. Amster- 
dam, R. W. P. de Vries. 1882. gr. 8«. 2 BU. 202 S. 8666 Nrr. 
(Auct. 20. Jan. 1888.) 

Ausser den auf dem Titel genannten Wissenschaftsßlchern 
•finden sich namentlich noch Geschichte, Philologie u. Belletristik 
in dem Kataloge vertreten. 

[225.] Otto Harrassowitz, Buchhandlung und Antiquariat in 
Leipzig. Antiquarischer Catalog 93. — Theodor Benfey^s Biblio- 
thek. 2. Abth. : Linguistik mit Ausschluss der indogermanischen 
Sprachen. Geschichte, iGleograpLie u. Ethnographie des Orients, 
8«. 1 Bl. 46 8. 1077 Nrr. 

Die erste, später erscheinende Abth. dieser werthvoUen Biblio- 
thek wird die allgem. o. vergleichende Linguistik, Indogerman. 
Sprachen, sowie Sagen-, Märchen- u. Mythenkunde enthalten. 

[226.] Biblioiheca Thuringica et Franconica. Lag«r-€atalog 
von Joseph Baer & Co. Bachhändler und Antiquare in Frankfurt 



78 Liiteratar und Itiscellen. 

am Main, Parä, London. 117. — Tbüringische and Fränkische 
Geachicfate. Bibliothek des verst Geh. Hof- und Archivrath Prof. 
Qeorg Brückner, Archivars des Henneberg*schen gemeinschafIL 
Archivs zu Meiningen. S\ 1 Bl. 84 S. 702 Nrr. (S. oben 
Nr. 189.) 
Für Ortsgeschichte von grossem Werthe. 

[227.] * Gatalogne des Monuments typographiques et d*nn choix 
de Livres rares et pr^cieux provenant du Oabinet de feu Ben- 
jamin Fillon, de Fontenay-Vend^e. Paris, Claudin. 1882. 8^. 
(Auct. 22. Jan. 1883.) 

[228.] Yerzeichniss der Bibliothek des Dr. Chr. G. A. Giebel 
weil. Professor an der Universität Halle a. d. S. I. Theil. 
Werke aus den Gebieten der allgemeinen Naturgeschichte und 
Zoologie & 2. Theil. Werke aus den Gebieten der Geologie, 
Geognosie, Mineralogie, Krystallographie und Paläontologie, welche 
von List & Francke in Leipzig zu beziehen sind. (Antiquarisches 
Yerzeichniss Nr. 159 & 160.) 8^. 8 BIl. 100 S. & 2 BU. 
61 S. Zusammen 5099 Nrr. (S. Anz. J. 1882. Nr. 1125.) 
Der Name des bekannten Gelehrten, aus dessen Besitze die 
Bücher stammen, bürgt für den wissenschaftl. Werth der Samm- 
lung, die übersichtlich u. wohl geordnet verzeichnet ist 

[229.] Bibliotheca Artistica Italiana. Lager -Catalog von 

Joseph Baer & Co. Buchhändler und Antiquare, in Frankfurt 

a. M., Paris, London. 122. — Italienische Kunst und Archäo- 

log^ie. I. Abtheilung der Bibliothek des berühmten Kunstschrifb- 

stellers Michelangelo Gualandi in Bologna etc. 8®. 1 Bl. 82 S. 

1648 Nrr. (S. oben Nr. 226.) 

Enth. u. A. auch eine fQr die Eunsttopographie Italiens in- 

terei^sante, umfängliche Sammlung (525 Nrr.) von Beiseführem 

durch Italien, Land sowohl als Orte. 

[280.] Collectio Halmiana. Yerzeichniss der Autographen- 
und Porträts-Sammlung des verstorbenen Universitätsprofessors 
und Direktors der kgl. Hof- und Staatsbibliothek Dr. Karl von 
Halm. I. Abth.: Fürsten, Staatsmänner, Feldherm, Naturfor- 
scher und Aerzte, Künstler, Musiker und Componisten. (Auch 
m. Franz. Tit.) München , Druck von Wolf & Sohn. 1882. 
gr. 8^ 1 Bl. XI, 121 S. 2415 Nrr. (Auct. v. List & Francke 
in Leipzig 12. März 1888.) 

Man hätte gar nicht denken sollen, dass ein mit wissenschaftl. 
Arbeiten so viel beschäftigter Gelehrte wie Halm noch Zeit und 
Müsse dazu behalten haben könne, einen nicht nur an Zahl der 
Stücke (viele Nrr. umfassen mehre Stücke), sondern u. namentlich 
auch an Werth u. Seltenheit so beträchtiichen Schatz von Auto- 
graphen u. Portraits zu seinem Vergnügen anzusammeln. Die 



Jjitteratm* und Miscell^n. 79 

II. Abth. evilifill: Deutsche Dieliier; Devtsehe Gdehrte (mit Ans- 
flchluss der exacten Wisseneohaften); Ausländische Dichter n. Na- 
tionalschriftsteller; Astronomen, Mathematiker, Chemiker u. Phy- 
siker; Reformatoren u. Gelehrte des 16* n. 17. Jhrhdts.; Aus- 
übende Künstler, Vai'ia n. Goriosa. 

[231.] Ko. 140. Yerzeichniss einer genealogischen, heral- 
dischen und historischen' Bibliothek nebst Hanuscripten und 
Autographen. Enthält auch die Sammlung des Oberstlieutenant 
z. D. Xeck T, Schwartzbach (z. Theil aus Dorsfs Kachlass) zu 
verkaufen durch J. A. Stargardt in Berlin, gr. 8^. 1 Bl. 80 S. 
1580 Nrr. (S. Anz. J. 1882. Nr. 849.) 

Verdient in Wahrheit grosse Beachtung. 

[2S2.] Lager-Catalog von Joseph Baer & Co. Buchhändler 
. und Antiquare in Frankfurt am Main, Paris, London. 116. -— 
Deutsche Literatur und ihre Geschichte. (Bibliothek eines- nam- 
haften Literaturforscfaers. H. Abth. 6^. 1 BL 114 S. 2951 
Krr. (S. oben Nr. 229.) 

Enth.: Deutsche Literatur von der Mitte des 18. Jhrhdts bis 
zur Gegenwart (darunter die Artikel „Almanache*^ mit 112, „Goethe'^ 
mit 205» „Lesaiog« mit 43, „Schiller" mit 180 Nrr.); üeber- 
setzungmi; Bomane. 

[233.] Katalog des Antiquarischen Bücherlagers von Paul 
Lehmann Buchhandlung und Antiquariat in Berlin. No. XXin. 

— Deutsche Litteratur. Enthält auch die Bibliothek des ver- 
storb. bek. Romanschriftstellers Ad. Mützelburg. 8^ 1 Bl. 81 S. 
2756 Nrr. 

Gröeserentheik neuere Litteratur. 

[234.] Katalog des Antiquarischen Bücherlagers von Paul 
Lehmann, Buchhandlung und Antiquariat in Berlin. Nr. XXIV. 

— Neuere ausländische Sprachen. Bibliographie, Autographen, 
Kupfer- u. Prachtwerke, darunter viele Erwerbungen aus der 
Bibliothek Stroussberg, 8^ 1 Bl 71 S. 2320 Nrr. 

Grtesere&theils neuere Litteratur. 

[235.] No. 61. A rough List of the valuable and rare Books 
from the Library of the Earl of Sanderland, Bemoved from Blen- 
heim Palace, and cheap books from other collectiotts, on sale by 
Bernard Quaritch. London, December 1882. 8^ 24 S. 830 
Nrr. (S. Anz. J. 1882. Nr. 1021.) 

Die aus der Sundqrland'schen Bibliothek stammenden BOcker 
bestehen ans meist seltenen Drucken des XY— XVII. Jhrhdts. 

6 



BO tttferatnr und Miscellett. 

Abdrücke bm» Bibl^-Sandselurlfleii« 

[236.] Ghronicon Islebiense. Eisleber Stadt-Chronik ans den 
'Jahren 1520 — 1738. — Nach der Urschrift mit erklärenden 
' Anmerkungen nnd einem Ortsregister herausgegeben von Dr. 
Hermann Grössler, Gymnasialoberlehrer, und Friedrich Sommer, 
Bektor a. D. zu Eisleben. Eisleben, Selbstyerlag der Heraosg. 
(Mähhert in Komm.) 1882. gr. 8«. Vni, 296 S. Pr. n. 
4,50 Mk. 

Die Originalhandschrift« aller Wahrscheinlichkeit nach ur- 
sprünglich dem Archive der Stadt Eisleben zugehörig u. demselben 
später' in unbekannte): Weise entfremdet, befindet sich gegenwärtig 
im Besitze der Biblioihek der Bei-gschule in Eisleben'. 

[237.] ^ Documents Parisiens sur Ticonographie de S. Louis, 
• publi^s d'^r^s un manuscrit de Peiresc, conserrä ä la Biblio- 
tb^que de Carpentras, par A. Longnon. Paris. 1882. 8^. 
. Pr. 8 Fr/ 25 c 

[238.] Aus Auckland (Neuseeland) hat, laut Honthlj No- 
tes Vol« in. Nr. 11, George Grey seine reichhaltige u. werthyolle 
Bibliothek der dortigen Universität geschenkt. B. 

- [239.] Aus Berlin hat der Dresdner Bildhauer C. Fr. Gstv. 
Brossmann jdngst die von der Preuss. Begierung angekaufte 

,Hamilton'8che Manuscriptensammlung in Augenschein genommen, 
u. folg. Stücke als Ar die Kunst vorzugsweise interessant bezeich- 
net: Oantionale, Italienisch um 1450 mit grossen Miniaturen. Die 
Figuren höchstfein ausgeführt; die Ornamente leider zu grob. — 

'Göttliche Gomödie mit 84 Bll. von Sandro Botticelli (Filipeppi) 
ausgeführt um 1480, Sämmtliche Bll. sind qu. gr. Fol., auf 
feinstem Pergamente, so dass die vier senkrechten Beihen des 
Textes der Bückseite durchscheinen. Nur ein Blatt ist auf das 
feinste colorirt; die übrigen 83 Bll. sind mit der Feder in Sepia 

-oder Tusche gezeichnet, meistens nur flüchtig entworfen, doch sind 
dabei einzelne Scenen u. Figuren wieder vollständig ausgeführt 

' Viele Correcturen (?) sind mit Blei oder Silberstift eingezeichnet 
Dante ist mit seinen Begleitern fast immer am meisten durch- 
geführt; Beatrice ist nie schön ideal im Köpfchen dargestellt, u. es 
scheint, als ob ein. Portrait zu Grunde gelegen hätte, Ihre Ge- 
wänder sind meist im Faltenwurfe überreich u. flatternd, während 
die Dante's streng gehalten sind. Die Figuren Dante*s u. seiner 
Begleiter wiederholen sich auf einem Blatte gewöhnlich so oft, als 

'dasselbe Scenen enthält. — Vorzüglich schön sind: Purgatorio XIII. 
Die Neidischen mit zugehefteten -Augen u. im hämen Gewände. 
Die Gruppen sind vollständig auisgeführt. — Purgatorio Xn, wo 
der Engel mit seinem Flügelschlage das P. — die einzige Sünde 



Littenitnr und Miscellen. 81 

Daniels — von dessen Stirne tilgft — Inferno XVIII. Das ein- 
sige Blatt 9 wo die Figuren (mit Ketten beladen) so gross sind; 
dass.sie fast die Höhe des Blattes erreichen. — Das einzige Bltflt, 
Inferno XIII, den 8. Kreis darstellend , wo unter Betrügern, 
Schmeichlern u. Yerföhrern Dante sich mit Alexio Interminei von 
Lucca bespricht, ist in Farben ausgeführt. Das nur aus einem 
Felsenlabyrinth bestehende Terrain ist in Sepia aasgeführt. Die 
Verdammten sind in weisslich-gelbem Tone mit braunem Schatten, 
die Teufel feuerroth. Die Gestalten Dante's u. Virgils sind in 
'&rbigen Gewändern. Dante, der sechs Mal sich wiederholt, hat 
ein rothes üebergewand, zinnoberrothe Kappe, grünes üntergewand 
u. schwarze Schuhe. Virgil mit einem schwarzen Vollbarte, wie 
ein Rabbi, trägt eine mit weissem Pelz besetzte turbanartige 
Mütze; das Obergewand, ebenfalls mit Hermelinkragen, ist violett, 
das üntergewand blau, Schuhe schwarz. Die Miniaturmalerei ist 
auf das feinste durchgeführt, — Lateinisches Evangeliarium 670 — 680 
auf pnrpurgefärbtem Pergament mit Goldschrift, gr. Fol. Ge* 
schrieben fOr den Bischof Winfried von York. — Psalter, angeb- 
lich der im Jahre 655 verst. Aebtissin Salaberger gehörig, mit 
Initialen u. Ornamenten. — Griechisches Evangeliarium. X. Saecu- 
Inm, ebenfalls mit Initialen u. Miniaturen. — Benedictiones XII. 
Saec. mit Initialen, gebildet aus verschlungenen Bändern. — Latei«- 
nischer Psalter XII. Saec. mit Initialen u. Miniaturen in der 
Weise des Giotto. — De creatione mundi, de natura bestiamm etc. 
1170 datirt Miniaturen .mit höchst stjlisirten Bestien, wie ein 
Greif, einen Eber erwürgend. — Breviarium, Lat., wahrscheinlich 
Deutschen Ursprungs 1150 — 1200. — Dsgl. um 1450 mit den 
feinsten Miniaturen. — Göttliche Comödie. Manuscript, gr. Fol., 
angefertigt 1842 von Tomaso Benedicti, Bürger aus Lucca. -^ 
Caesär*s Gommentarii de hello gallico 1420. — Briefe des Hierony- 
mns 1470—1480, mit den feinsten Miniaturen. — Evangeliarien- 
harmonie 1380. — Werke des Petrarka 1420. — Missale, Bömisch 
ausgeführt für den Cardinal Julius, später Clemens VII., um 1520 
mit Miniaturen von Baphaelischer Schönheit. — Briefe des Hiero- 
nymus mit Miniaturen in der Weise des Perug^no. — Diodorus 
Siculus. (Alterthümer Aegyptens.) Zu Anfang in Miniaturmalerei 
die Familie Franz I. Im ursprünglichen Einband aus der Biblio- 
thek Franz I. — Le roman de la rose, Französisch mit Miniatu» 
ren, um 1480. — Andaehtsbuch 1470 — 80 mit einer herriichem 
Madonna. — Andachtsbuch im kleinsten Format mit massiv gol- 
denem Einband mit Diamanten aus dem 15. Saeculum. — Boccaccio^ 
Von berühmten Unglücklichen. Fol. Französische Uebersetzung mit 
84 Miniaturen. Um 1450—1470, 

[240.] Aas Bir m in gh a m hat, laut der Monthly Notes Vol. III. 
Nr. 11, 4iA Old Library ihre- Bäumlichkeiten- durch Auf* u« An- 



82 Litteratar und Miscellen. 

hwk Teigröflseri, nm im Interesse ihrer Leser dann -^ «m Kaffse«, 
Schach-, Bauch- n. Damen-Zimmer, sowie einen Waschraum aniu^ 
bringen. fi. 

[241.] Aus Breslau' hat der Bibliothekar der König!, u. 
üniTersitäts-Bibliothek Dr. Herrn. Oesterley im letztvergangenen 
Jahre das Prädikat »^rofessor*^ verliehen erhalten. Auch ist noch 
im Laufe des J. 1882 an die Stelle des nach Münster berufenen 
Dr. Prinz (s. Anz. J. 1882. Nr. 775) der Custos Dr. Kolbe ge- 
treten u. in dessen Stelle der Custos Dr. Pietschmann aufgerückt. 
Ausserdem hat der seitherige Bibliotheksvolontär Dr. Mendtbal als 
Assistent Anstellung erhalten. Dz. 

[242.] Aus Essen, der bekannten grossen Fabrikstadt, hat 
man die Absicht, für den im vorigen Jahre gegründeten evan- 
gelischen Arbeiterverein, der bereits 1200 Mitglieder zählt, eine 
Yolksbibliothek anzulegen. Da jedoch die Mittel des Vereins dazu 
nicht hinreichen, so hat man den bekanntlich fi-üher sehr gewöhn- 
lichen Weg gewählt; Beisteuern zu der Bibliothek von den Deut- 
schen Verlegern zu erbitten. In Essen lebt ein Mann, der reich 
genug ist, ganz allein aus eigenen Mitteln eine Volksbibliothek f^ 
den Arbeiterverein zu stiften. Wozu da erst noch der Aufruf an 
die Mildthätigkeit der Deutschen Verleger I 

(Börsenbl. f. Deutsch. Buchh. Nr. 13. S. 243.) 

[248.] Aus Innsbruck ist der seitherige Custos der k. k. 
Üniversitats-Bibliothek Dr. Ludwig v. Hörmann zum Vorstand 
dieser Bibliothek ernannt worden. 

[244.] Aus Lemberg ist der seitherige Aushilfsbeamte der 
Bibliothek der K. K. Technischen Hochschule Anton Jakebowski 
zum Scriptor ernannt worden. Dr. E. H. 

[245.] Aus London findet sich im „Publishers' Circular'S 
1882. Nr. 1087. S. 1559—60, die gewöhnliche tabellarische Zu- 
sammenstellung der Productionen des Englischen Buchhandels im 
letatvergangenen J. 1882 mitgetheilt Die Oesammtaahl dieser 
Productionen. beläuft sich auf „8978 New Bocks & 1146 New 
Editions'S im ganzen also auf 5124 (282 weniger als im J. 1881, 
s. Anz. J« 1882. Nr. 189). Diese 5124 Productionen vertheilen 
sich auf die einzelnen Wissenschaftsfächer in folgender Weise: 
789 Theology, Sermons, Biblical, &c.; 525 Educational, Classical 
and Philological ; 987 Juvenile Works and Tales; 42Q Novels, 
Tales and other Fiction; 75 Law, Jurisprudence &c.; 189 Political 
mi Social Sconomy, Trade and Commerce; 344 Arts, Science, and 
Illustrated Works; 244 Vojages» Travels, (Jeographical Besearoh; 
452 History, Biography; 181 Poetry and the Drama; 269 Tear 
BoQk9 and Serials in Volumes; 177 Medicinoi Surgery, &c.;. 106 



Litieratar und Miscellen. 8S 

Beiles Letires, Bssaye, Monograpbs, &c.; 356 Miscellaneous, indu- 
ding Pamphlets, not Sermons. 

[246.] Aas London findet sich in „Pnblishers' Gircular'' 
Nr. 1088, 8. 4 mitgetheilt: „S. L. Lee is preparing a bibliogra- 
phy of the fagitive Shakspearean literature that has appeared in 
England and America dnring the present year, for the ^Shakespeare- 
Jahrbuch', to be published by the German Shakespeare Society at 
Berlin early thls year." 

[247.] Aus London ist der seitherige langjährige ünter- 
bibliothekar von Inner Temple, j. E. L. Pickering — an Stelle 
John Edward Martin's, der sich aus Gesundheitsrücksichten in den 
Bohestand zurückgezogen hat — zum Bibliothekar ernannt worden. 

(Publishers' Gücular. Nr. 1088. S. 3.) 

[248.J Aus New York ist in „Publishers' Weekly« 1882, 
Yol. XXIII. Nr. 25. S. 890, geschrieben; „Charles Scribner's Sons 
will issue early in January 1888 an important volume in ,Biblio- 
theca Theologica,' a select and classified bibliography of theological 
and general religious literature by Dr. John F. Hurst, The work 
18 designed for the minister of the gospel, theological student, 
teacher of advanced bibleclassesi and the general reader of religious 
literature as a guido to the better sources in all departments of 
theological science.*' 

[249.] Aus New York findet sich in „Publishers* Weekly« 
1882., Vol. XXIII. Nr. 25. 8. 879, berichtet: „James E. Osgood 
& Co. announce that Poole's long-expected ,Index to Periodicai 
Literature' may positively be looked for at once. The price, it 
will be remembered, is fixed at # 15 for the edition in cloth, 
Bubject to an increase after publication.*' 

[250.] Aus Oxford hat der Bibliothekar der Bodleian Li- 
brary, Nicholson, „Compendious Cataloguing Bules for the Author- 
Catalogue of the Bodleian Library'* TerGffentlicht, die Yon ihm di- 
rekt zu beziehen sind. Welche Deutsche Bibliothek besitzt, ausser 
München, ebensolche gedruckte u. beziehbare Eatalogisirungs- 
Segeln? B. 

[251.] Aus Paris hat das Ministerium des dfienüichen Un- 
terrichtes in Bezug auf die Französischen öffentlichen Bibliotheken 
statistische Erhebungen anstellen lassen. Auf Grund derselben 
schätzt man — wie in der „Bibliographie de la France, Chro- 
.nique'S Nh 2, S. 8, berichtet ist — die Zahl der BQcher in den 
Bibliotheken der Departements auf 4^5 Mill. Bde, wogegen die 
Pariser Bibliotheken allein 6 Mill. enthalten. Davon besitzt: La 
biblioth^ue nationale: plus d'un demi-million de vols. — Biblio- 
ih^ue des Archives; 20,000 vols» — Blblioth^ue de TArsenal; 



84 Litteratur und Miscellen. 

200,000 toIb et 9000 mannscritB, trte riche en docoments relaüfs 
aa th^ätre. — Bibliotböque des advocats, au Palais de Justice: 
12,000 Tols. — Bibliothk[ue du Bureau des longitudes: 5000 
Yols. — Biblioth^que du College de France: 6500 vols. — Biblio- 
tb^ue du ConserTatoire des arts et m^tiers: 20,000 vols. — 
Bibliotb^ue du Corps l^gislatif: 50,000 vols. — Bibliotbdque de 
la Cour de Cassation: 40,000 vols. — Bibliotb^que de la Faculte 
de droit: 9000 vols. — Bibliothdque de la Facoltd de m^decine: 
35,000 Yols. — Bibliotb^que de Tlmprimerie nationale: 5000 vols. 
— Biblioth^ue de la Monnaie: 8000 vols. — Bibliotb^ue de 
llnstitut: 105,000 vols et de precieux manuscrits. — Bibliotb^ue 
des Invalides: 25,000 vols. — Biblioth^ue du Louvre: 109,000 
vols. — Bibliotbdque du Minist^re des affaires ^trang^res: 15,000 
vols. — Bibliotb^e Mazarine: 170,000 vols. — Bibliotbique du 
Museum d'histoire naturelle: 86,000 vols. — Bibliotb^ue Sainte- 
Genevi^ve: 180,000 vols. — Bibliotbeque du Luxembourg: 25,000 
vols. — Bibliotbeque de la Sorbonne: 125,000 vols. 

[252.] Aus Paris erscbeint im Verlage von Em. Terquem 
„Bibliographie des Bibliograpbies par L^on Yall^e de la Biblioth^ue 
Nationale.*« (gr. 8^. c. 900 S. Pr. 20 Fr.) „Ce travail indique 
7000 bibliograpbies ou bio-bibliograpbies et se divise en deux 
pai*ties. La premi^re contient les titres complets des ouvrages 
rang^s par nom d^auteur et revas avec le plus grand sein sur les 
exemplaires poss^des par la Bibliotbeque Nationale. Tous les ouvrages 
ainsi contröles sont pr^cäd^ d*un ast^rique. Gertaines bibliograpbies 
^tant tirdes k petit nombre et peu connues, ce signe sera utile aux 
travailleurs en leur indiquant l'endroit o^ ils peuvent les consulter. 
La seconde partie est m^tbodique. Les ouvrages y sont class^s 
par ordre alpbab^tique des sujets dont ils traitent Leurs titres 
^tant abr^g^s, des numerus renvoient au titre exact de la premidre 
partie. Nous donnons ci-contre les sp^cimens des deux parties. 
Ils montreront i'importance reelle de Touvrage et les renseignements 
qu'on y pourra puiser." 

[253] Aus Turin (Rom u. Florenz) erscbeint bei Hermann 
Loescber „La Villa Ercolanese dei Pisoni suoi Monumenti e la sua 
Biblioteca Bicercbe e notizie per Domenico Comparetti e Giulio de 
Petra." Fol. Vü, 296 S. m. 24 Taf. Pr. 125 L. 

Druckfehler. In Folge nachlässiger Correktur hat sich oben 
Nr. 127 ein sehr hässlicher Druckfehler eingeschlichen: die Her- 
ausg. der „Bibliotbeque des Ecrivains de la Compagnie de J&us'^ 
heissen nicht, wie dort gedruckt ist, de Backle, sondern sind die 
wohlbekannten Aug. et AI, de Backer. J. P. 



Druck Ton Job«. FlUiler In Dretdeo. 



NEUER ANZEIGER 

für 

Bibliographie ond Bibliothekwissenschaft. 

Herausgegeben von Dr. J. Petzholdt. 



März. 



1883. 



Inhalt: 

Zar Bibliographie des Bodbertns. Von M. Wirth. — Beglement der Uni- 
TerBit&ts-Bibliotbek zn Tokio (Japan). Mitgctbeilt von Dr. Ad. Hof- 
meister in Rostock. — Snpplementnm Bibliotbecae Danteae ab anno 
MDGCCLXV. incboatae. Accessio opusculi anno MDCCCLXXVI. typis 
expresfii sexta. — Dr. Eduard Engel als Reformator des Deutschen Bibli- 
othekwesens. — Ein Amerikanisches BQcher-Signirangs-System. Von H. B. 
Mecklenburg. — Litteratur und Miscellen. — Allgemeine Bibliographie. 

[254.] Zur Bibliographie des Bodbertns. 

Bei der bekannten Seltenheit der meisten Schriften des Bod- 
bertas, u. der Schwierigkeit, von denselben Kenntniss u. Einsicht 
zu erlangen, glaube ich mir einigen Dank seitens der wissenschaft- 
lichen Welt zu verdienen, wenn ich nachstehend die Liste einer 
Reihe von mir befragter Deutscher Bibliotheken u. der in 
denselben befindlichen Schriften des Rodbertus mittheile. 
Diese Liste dürfte nicht nur den Freunden des bisher noch so 
wenig gekannten Nationalökonomen , sondern auch seinen Gegnern 
willkommen sein. Denn selbst von diesen hat keiner, trotz aller 
mehr oder weniger umfassenden Einwendungen gegen die Lehren 
und Vorschläge des „Sehers" von Jagetzow, so viel mir bekannt, 
ihm die Anerkennung, ein vorzfiglicher ökonomischer Denker u. 
wohlzubeachtender Gegner zu sein, versagt. Aber es dürften sich 
diese selben Gegner auch noch zu einem weiteren Zugestandniss 
entschliessen müssen, demjenigen nämlich: ihre bisherige Bekämpfung 
u. Verurtheilung des Rodbertus, als auf einer sehr mangel- 
haften Kenntniss seiner Schriften beruhend, fallen zu 
lassen, um den Versuch seiner Kritik und Widerlegung auf breitester 
Grundlage, d. h. der Kenntniss aller seiner Schriften dem- 
nächst zu wiederholen. Hierzu wird ihnen, hoffe ich, meine kleine 
Arbeit eine willkommene Beihilfe bieten. 

Zu den in der folgenden Tabelle angewandten Bezeichnungen 
ist zu bemerken, dass fiberall, wo nur der Ortsname gesetzt ist, 
die Bibliothek der Universität des betieffenden Ortes gemeint ist. 
Die Bibliotheken u. Anstalten, denen kein Ortsname beigeffigt ist, 
befinden sich an den Orten, unter deren Namen sie unmittelbar 
stehen. Die Zahlen bezeichnen folgende Schriften des Rodbertus: 

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86 



Zur Bibliographie des Rodbertus. 



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88 Zur Bibliographie des Bodbertns. 

Ich habe meine Befragung in der Zeit am Neujahr 1882 an- 
gestellt, etwa 8 Tage vorher bis 14 Tage nachher. Auf diesen 
Zeitraum beziehen sich daher meine Angaben. Ausgenommen sind 
jedoch die Bibliotheken des Deutschen Reichstages u. des Staats- 
wissensehaftlichen Seminars zu Halle» von denen ich erst im Januar 
dieses Jahres Nachricht eingezogen habe. Gleichwohl, trotz der 
Zwischenzeit eines Jahres f&r die meisten Bibliotheken, glaube ich 
nicht, dass sich der Besitz derselben an Bodbertus'schen Schriften 
sehr vermehrt haben wird, da wenigstens die ersten 10 derselben, 
mit der erst neuestens eingetretenen Ausnahme der Erkenntniss, 
aus dem Buchhandel verschwunden sind u. auch antiquarisch zu 
den grössten Seltenheiten zu gehören scheinen. Mir persönlich 
ist, trotz eifrigen Suchens, bisher noch keine derselben in einem 
antiquarischen Kataloge aufgestossen. Aber auch hinsichtlich der 
noch im Bachhandel befindlichen Schriften wird wohl meine Tabelle 
noch so ziemlich stimmen, wie der (Jmstand lehrt, dass ich im 
8. Hefte der Zeitschrift für die gesammte Staatswissenschaft 1881 
S. 689 eine von mir flüssig gemachte Bezugsquelle der Erkenntniss 
mitgetheilt habe, dass sich aber gleichwohl um Neujahr 1882 erst 
5 von 28 befragten Bibliotheken im Besitz dieses Buches befanden. 
Es mfisste denn sein, dass die letzten Veröffentlichungen über u. von 
Bodbertus, sowie die Streitigkeiten der Zeitungen, welche anfangen, 
sich gegenseitig mit dem Namen des Todten zu ärgern, die Auf- 
merksamkeit der Herren Bibliothekare erregt hätten. 

üebrigens will ich nicht unterlassen zu bemerken, dass den 
verehrlichen Verwaltungen der von mir befragten Bibliotheken aus 
dem Nichtbesitz Bodbeitus'scher Schriften kein Vorwurf gemacht 
werden kann. Bodbertus hat das Meiste seiner selbständigen 
Veröffentlichungen nur in sehr kleinen Auflagen, die rasch ver- 
griffen gewesen zu sein scheinen, drucken lassen. Als er dann 
später von „vielen Seiten angelegen ward, es neu aufzulegen, 
geschah es doch nicht, weil ich daran bessern wollte und doch 
meine Zeit dies nicht zaliess." (Bodb. an J. Z. in Zeitschrift 
für die ges. Staatswissensch. 1879. S. 218). Während er einer- 
seits beständig klagt, mit seinen Lehren und Plänen nicht ver- 
standen zu werden, u. andererseits vielfachen Aufforderungen, so von 
Lassalle u. Budolf Meyer, seine socialpolitischen Beformvorschläge 
zu veröffentlichen, mit dem Einwände, dass die Welt für das Ver- 
ständniss derselben noch nicht reif sei, begegnet, wird Angesichts 
seiner eigenen obigen Mittheilung nicht geleagnet werden können, 
dass er selbst durch seine Zurückhaltung die Welt mehr als noth- 
wendig in Unkenntniss über seine Ansichten gelassen habe. Kein 
Wunder daher, wenn man sich bis heute noch nicht viel um ihn 
bekümmert hat. 

Meine Frage an die Bibliotheks-Verwaltungen bezog sich nur 



Zur Bibliographie des Bodbertas. 89 

auf die als BQcber oder Brochüren erschienenen Schriften des Bod- 
bertas, nicht auf die in Zeitschriften veröffentlichten Abhandinngen. 
Einige Bibliotheken haben in ihrer Antwort an mich ans ihrem 
Besitzstand auch Lassalle*s Briefe an Bodbertas in der Schumacher- 
Wagnerischen Nachlassausgabe mit verzeichnet. Da dieses Buch 
aber nicht eigentlich unter meine Frage fallt, und andere Ver- 
waltungen aus diesem Grunde es mit anzugeben sehr wohl unter- 
lassen haben können, obwohl sie in seinem Besitz sind, so habe ich« 
um diese letzteren nicht zu benachtheiligen, auch die Mittheilungen 
der ersteren in der Tabelle ausgelassen. 

Eine sehr vollständige, auch die Anfsätze in Zeitschriften, 
sowie den Briefwechsel berücksichtigende Bibliographie des 
Bodbertas hat geliefert Dr. Kozak, Yerzeichniss der haupt- 
8ächli<;hsten Publikationen von Bodbertus, in Hilde- 
brand's Jahrbüchern für Nationalökonomie und Statistik Bd. 33, 
1879, wiederabgedruckt in desselben Verfassers Schrift: Bod- 
bertus-Jagetzow's Socialökonomische Ansichten. Jena, 
Gustav Fischer, 1882. 

Schliesslich stelle ich zur grösseren Bequemlichkeit der Herren 
Bibliotheksleiter hier diejenigen Schriften des Bodbertas zusammen, 
welche gegenwärtig im Buchhandel zu haben sind. 

1. Zur Erkenntniss unserer staatswirthschaft- 
lichen Zustände. Zu beziehen durch Gustav Fock, Leipzig, 
Neumarkt 41. Preis 8 M. 

2. Zur Beleuchtung der Socialen Frage. I. Gegen- 
wärtig im Verlag von Puttkammer is Mühlbrecht in Berlin. Preis 
4 M. Ich mache darauf aufmerksam, dass diese Schrift nicht, 
wie Bodbertus selbst auf dem Titel angegeben hat, im strengsten 
Sinne des Wortes ein „unveränderter Abdruck*' des zweiten u. 
dritten Socialen Briefes ist, sondern verschiedene kleine, für Bod- 
bertas sehr bezeichnende Verbesserungen u. Zusätze ent- 
hält Näheres hierüber habe ich mitgetheilt in der Zeitschrift fQr die 
ges. Staatsw. 1881, S. 587. Für eine Bibliothek, welche das Stadium 
des Bodbertus ausreichend zu unterstützen beabsichtigt, genügt es 
daher keineswegs, im Besitz des 2. u. 3. Socialen Briefes zu sein; 
88 muss auch noch derjenige der Beleuchtung hinzukommen. 

8. Zur Erklärung und Abhülfe der heutigen Credit- 
noth des Grundbesitzes. 2. Auflage. Verlag von Friedrich 
Mauke in Jena. Preis 4 M. Die völlige Gleichheit dieser zweiten 
mit der ersten Auflage ist nach Kozak, Bodbertus -Jagetzow*s 
Socialökonomische Ansichten, S. 874, erst noch zu erweisen. 

4. Dr. Budolph Meyer, Briefe und socialpolitische Auf- 
sätze von Dr. Bodbertus -Jagetzow. Berlin, Ad. Klein. 1882. 
Preis 15 M. 

Ich gestehe, dass mir als letztes Ziel dieser kleinen Arbeit 



90 Zur Bibliographie des Bodbertns. 

die Möglichkeit vorschwebte, es möchte sich durch den Anblick 
der mitgetbeilten Tafel einer unserer Ökonomischen Gelehrten be- 
wogen ünden, eine Gesammtansgabe der Schriften des 
Bodbertns zu veranstalten. Dass Rodbertas eine solche ver- 
dient, darüber kann, wie man sich auch tu ihm stellen möge, gar 
kein Zweifel sein. Sie verlangen, heisst ausserdem in einer Zeit, 
in welcher man sich anschickt, „der Masse unseres Volkes^* die 
„Klassiker" der gegensätzlichen Schule „zum billigsten Preise er- 
werbbar" zu machen, fCLr Bodbertns nur gleichen Wind und gleiche 
Sonne fordern gegenüber jener Beifae von Gegnern, von Friedrich 
Bastiat an bis hinauf zur Miss Martineau. 

Sollte es nun wirklich zu dieser Ausgabe kommen, so ist zu 
wünschen, dass dieselbe nach streng wissenschaftlichen 
Grundsätzen gearbeitet werden möge. Was unter diesen zu 
verstehen sei, ist hier nicht der Ort auszuführen. Es genüge die 
Bemerkung, dass, nachdem auf diesem Gebiete beständig die grösste 
subjektive Willkür geherrscht hat, endlich durch Dr. Karl Kehr- 
bach feste Begeln fdr die Herausgabe zeitgenössischer oder über- 
haupt modemer Schriftsteller aufgestellt worden sind. Kehrbach 
hat diese Begeln bereits in seinen anerkannt vorzüglichen Volks- 
ausgaben Kant*scher u. Fichte'scher Schriften zu verwerthen be- 
gonnen, in voller Strenge aber zum ersten Male in seiner grossen 
Herbartausgabe zur Anwendung gebracht. In der Vorrede zum 
ersten Bande dieser Ausgabe (Leipzig, Veit & Comp. 1882), 
8. XXXI — XL, hat er dieses sein Verfahren im Zusammenhange 
dargestellt u. begründet. Lediglich eine nach diesen 
Grundsätzen gearbeitete Ausgabe des Bodbertus 
könnte den Anforderungen der Wissenschaft genügen. 

Leipzig, im Januar 1888. Moritz Wirth. 

[255.] Reglement 
der Universitäts- Bibliothek zu Tokio (Japan). 

Mitgetheilt von Dr. Ad. Hofmeister in Rostock. 

1. Die in der Bibliothek enthaltenen Bücher sind bestimmt 
far den Gebrauch als Hand- u. Nachschlagebücher f&r die Uni- 
versität und die Yorbereitungsschule. 

2. Niemandem ausser den Bibliotheksbeamten ist es gestattet, 
Bücher selbst aus der Bibliothek zu entnehmen. 

3. Jeder Beamte oder Docent, welcher Bücher Yon der 
Bibliothek entleiht, hat f&r jedes entnommene Buch einen eigen- 
händig unterschriebenen u. untersiegelten Empfangsschein zu geben. 
Niemand soll zu gleicher Zeit mehr als zehn Bände aus der 
Bibliothek haben. 



Beglement der Üniversitäts-Bibliothek zu Tokio (Japan). 91 

4. Beamte oder Docenten, welche Bücher von der Bibliothek 
entleihen, sollen dieselben zwischen dem nächsten 11. o. 20. Juli 
znrückliefern, auf Verlangen des Bibliothekars aach früher. 

5. Besonders werthvolle Bücher, mehrbändige Werke, Wörter- 
bücher u. dgl., sowie Bücher, welche im Lesesaal aufgestellt sind, 
dürfen nicht weggenommen werden, ausser mit besonderer Erlanbniss 
des Sori*), oder von Professoren, Lectoren u. Docenten der üni- 
yersitat u. Lehrern der Yorbereitungsschnle u. alsdann auf nicht 
länger als dreissig Tage. Von solchen Büchern dürfen gleichzeitig 
nicht mehr als zwei Bände in Europäischen Sprachen oder f&nf 
Bände in Japanesisch oder Chinesisch von einer Person entnommen 
werden, es sei denn von einem Professor oder Docenten zum Ge- 
brauch im Lesesaal 

6. Studenten, welche nicht im Stande sind, sich selbst mit 
Handbüchern zu versehen, können dieselben auf Ansuchen von der 
Bibliothek entleihen. Von Japanesischen oder Chinesischen Büchern 
soll nur ein Band an je zwei Studenten geliehen werden; Tag- 
schüler, welche entfernt von einander wohnen u. daher nicht im 
Stande sind, zusammen zu arbeiten, können, wenn nöthig, jeder 
einen Band erhalten. Falls die Japanesischen oder Chinesischen 
Bücher, welche als Handbücher für die Vorbereitungsschule ge- 
braucht werden, aas mehren Bänden bestehen, soll der Student 
zuerst die zwei ersten Bände u. nach deren Ablieferung die beiden 
nächsten und so fort entleihen. 

7. Von jedem Studenten, der unter den Voraussetzungen des 
vorigen Artikels Bücher enüeiht, wird eine Bescheinigung des 
Docenten, in dessen Fach das Buch gebraucht wird, darüber ge- 
fordert, dass der Student des Buches benöthigt ist, u. der Student 
hat diese Beglaubigung als Empfangsschein zu unterzeichnen n. 
zu besiegeln. 

8. Alle von Studenten entliehenen Bücher müssen nach der 
Prüfung am Ende des Studienjahres, in dem sie entnommen sind, 
zurückgeliefert werden. Auf Ansuchen können Studenten auch 
während der Ferien Bücher entleihen, doch soll keiner mehr als 
drei Bände gleichzeitig haben. 

9. Hit besonderer Erlaubniss des Sori können Studenten 
juristische, wissenschaftliche u. litterarische Zeitschriften entleihen, 
jedoch auf nicht länger als drei Wochen. Sie länger zu behalten, 
bedarf einer weiteren besonderen Erlaubniss. Solche Publikationen 
dürfen nicht unter 60 Tagen nach ihrer Ankunft ausgegeben werden. 

10. Wenn Bücher für den Gebrauch in den Verwaltungsräumen 
oder im Lesesaal aus der Bibliothek entnommen werden, so hat 
dies der dafür verantwortliche Beamte mit eigener Hand u. unter 



*) Sori B« Präsident, etwa unserem Corator entsprechend. 



92 Beglement der ünirersitäts^Bibliothek za Tokio (Japan). 

seinem Siegel in dem für diesen Zweck bestimmten Bache za 
vermerken. Das Verzeichniss der nnter den Voraussetzangen dieses 
Artikels verliehenen Bücher wird aüijährlich während der Sommer- 
ferien geprüft a. berichtigt 

11. Verlorene Bücher soUen vom Entleiher ersetzt oder ihr 
Werth zur Zeit des Verlnstes bezahlt werden, in Uebereinstimmung 
mit den Anordnungen der Universität. 

12. Beschädigangen, welche einem Bibliotheksbuch durch Be- 
merkungen, Beschmutzung, Verstümmelung oder Zerstörung zuge- 
fügt sind, müssen vom Thäter wieder gut gemacht werden, ent- 
weder durch Bezahlung des wirklich angerichteten Schadens, oder, 
falls das Buch in höherem Maasse beschädigt ist, durch Ersatz des 
Buches oder Bezahlung des vollen derzeitigen Werthes, in Ueber- 
einstimmung mit den Anordnungen der Universität. 

18. Der Lesesaal ist in drei Abtheilungen getbeilt, nämlich: 
für das Departement für Rechtswissenschaft, für die Departements 
für Wissenschaft u. Litteratur u. für die Vorbereitungsschule. 

14. Vom 1. Nov. bis 81. März ist der Lesesaal von 77s 
Uhr Vorm. bis 9 Uhr Nachm. geöffnet, vom 1. April bis 81. Oct. 
von 7 Uhr Vorm. bis 9 Uhr Nachm., mit Ausnahme der Festtage. 
Sonntags steht er von 6 bis 9 Uhr Nachm. offen. 

15. Während der Winter-Ferien ist der Lesesaal vom 25. bis 
28. Dec. und vom 4. bis 7. Jan. von 9 Uhr Vorm. bis 2 Uhr 
Nachm. geöffnet. Während der Sommer-Ferien ist er vom 11. bis 
25. Juli und vom 27. Aug. bis 10. Sept. von 8 Uhr Vofm. bis 
Mittag geöffnet Während beider Ferien bleibt er Sonntags 
geschlossen. 

16. Beamte u. Docenten haben Zutritt zu den Bücherräumen, 
um Bücher herauszunehmen, u. werden ersucht, dieselben im Lese- 
zimmer für die Beamten u. Docenten zu benutzen. 

17. Den Studenten ist nicht gestattet, andere Abtheilungen 
des Lesesaals zu benutzen, als die ihnen in Artikel 13 besonders 
angewiesenen. Da jedoch die laufenden Nummern der täglichen 
Zeitungen in der Abtheilung der Departements für Wissenschaft 
u. Litteratur ausgelegt sind, so ist den Studenten zum Lesen solcher 
Blätter der Zutritt zu dieser Abtheilung erlaubt Die für die 
Bechtswissenschaft bestimmte Abtheilung darf nur von solchen be- 
nutzt werden, die bereits das erste Jahr in diesem Studium hinter 
sich haben. Studenten der Jurisprudenz im ersten Jahre haben 
die ftü: die Departements fOr Wissenschaft u. Litteratur bestimmte 
Abtheilung zu benutzen. 

18. Frühere Beamte, Docenten u. Graduirte der Universität 
haben Zutritt zur Bibliothek. Solche Beamte u. Docenten müssen 
mindestens zwei Jahr an der Universität gewirkt haben> 



Beglement der Universitats-Bibliothek za Tokio (Japan). 98 

19. Beamte des Mombusho'") werden in amtlichen Angelegen- 
heiten auf Anordnung des Sori zur Bibliothek zugelassen. 

20. Ferner hat Jeder nach Vorzeigung der besonderen £r- 
laubniss des Sori an den Bibliothekar Zutritt zur Bibliothek. 

21. Wer Bücher wünscht, hat dem dienstthuenden Beamten 
einen Schein Yorzolegen, welcher Titel und Signatur jedes Buches, 
wie sie im Katalog gegeben sind, sowie die Unterschrift des Bitt- 
stellers nebst Datum enthält, wofür ihm die Bücher ausgehändigt 
werden. Alle Bücher sind nach dem Gebrauche pünktlich an die 
Bibliothek zurückzuliefern. 

22. Personen, welche die föv die juristische Facultät be- 
stimmte Abtheilung benutzen, sind berechtigt, den Bücherraum der 
rechtswissenschaftlichen Bibliothek zu betreten, um Bücher aus den 
Bepositorien zu entnehmen; solche Personen haben sich in Acht 
zu nehmen, die Ordnung der Bücher nicht zu stören. Gebrauchte 
Bücher sind sorgfaltig auf die Tafel zu legen« 

23. Graduirte**) u. im vierten Jahre befindliche Studenten der 
Jurisprudenz, der Wissenschaften u. der Litteratur werden in die 
Bfücherräume der Bibliothek zugelassen, um eine bestimmte Anzahl 
(frühere Fassang: 5) Bücher zu gleicher Zeit, für Specialarbeiten 
oder Promotionsschriften nachzuschlagen. Die hierzu bestimmten 
Stunden sind für die Graduirten von 8 — 11 Uhr Vorm., für die 
Studirenden im vierten Jahre von 3—6 Uhr Nachm. taglich mit 
Ausnahme der Festtage. Die Zulassung der Studenten der Rechts- 
wissenschaft im vierten Jahre zur juristischen Bibliothek wird durch 
die Bestimmungen dieses Artikels nicht berührt. 

24. Die Graduirten und die Studirenden im vierten Jahre 
haben beim Eintritt in die Bücherräume die vorher in Empfang zu 
nehmende Beglaubigung ihrer Zulassung dem Bibliotheksbeamten 
einzuhändigen, u. erhalten dieselbe beim Herausgehen zurück. 
Während sie in den Büchersälen sind, müssen sie sich vorsehen, 
die Bücher nicht in Unordnung zu bringen, u. dürfen dem Biblio- 
theksbeamten nicht hinderlich sein. So bald als möglich haben sie 
Plätze im Lesesaal einzunehmen u. die Bücher nach Artikel 21 zu 
benutzen. Die Zulassung der Studenten der Rechtswissenschaft im 
vierten Jahre zur juristischen Bibliothek wird durch die Bestimmungen 
dieses Artikels nicht berührt 

25. Ausser Büchern, Papier, Feder u. Tinte darf nichts in den 
Lesesaal mitgebracht werden. 

26. Lautes Sprechen, lautes Lesen, Unterhaltung u. Bauchen 
im Lesesaal ist nicht gestattet. 



*) Mombusho etwa >« Ministerium für Unterricht. 

**) Solche, welche ihr QaadrieDnium absolvirt n. den Grad eines 
Gakushi erworben haben, aber noch weiter studiren. Der Gakoshi unter- 
scheidet sich von unserem „Doctor" dadurch, daas ihn jeder erwerben muss 



94 Sapplementam Bibliothecae Danteae ab anno MDCCCLXV. 

27. Bücher, Zeitangen oder Zeitschriften dürfen nicht ans dem 
Lesesaal entfernt werden. 

Vorstehendes Reglement ist dem ofüciellen Jahrbuch der üni- 
versität Tokio (Tokio Daigaku. [üniversitj of Tokio]. The Calendar 
of the departements of Law, Science and Literatare. 2540 — 41 
[1880—81]. Published by the University 2540 [1880]. 8^), 
welches in Englischer u. Japanesischer Sprache veröffentlicht wird, 
entnommen. Angaben über den umfang und die Bestände, sowie 
die Fonds zur Vermehrung der Bibliothek fehlen, ebenso über das 
Verhältniss der medicinischen Facultät zu derselben, da das Jahr- 
buch, wie schon der Titel besagt, nur die Departements of Law 
(Juristische Facultät) , Science (Mathematisch-naturwissenschaftliche 
Facultät) and Literature (Philosophisch - historische Facultät) um- 
fasst. Das Jahrbuch für 1879 — 80 enthält dasselbe Reglement in 
wenig abweichender Redaction. Sonst geht aus demselben* nur noch 
hervor, dass die Einrichtung des Lesesaals und eines besonderen 
Bibliotheksgebäudes im Jahr 1875 erfolgte, u. dass der jetzige 
Bibliothekar Tasumitsu Ikeda aus Shizuoka ist. 

[256.] Sapplementam Bibliothecae Danteae ab anno 

MDGCGLXT. inchoatae. 

Accessio opusculi anno MDCCCLXXVI. tjpis expressi sezta. 

I. Oeneralia. 

(Oollectanea.) 

* NuoYO Saggio di postille su Dante, da G. Franciosi. 
[Estr. dalle Mem. deir Accad. di Mod.] Modena. 1882. 4^. 
12 pp. Pr. 1 L. 

(Bibliographica.) 

Libreria antiquaria di U. Hoepli Milano Catalogo Nr. 12. — 
Biblioteca Dantesca Opere di Dante e Commenti. Stab. Manini. 
1883. 8». 1 f. 28 pp. 477 Nrr. 

N. 18. Bullettino periodico di Libri antichi e moderni vendi- 
bili nelle Librerie Ermanno Loescher Torino Roma Firenze. — 
Ariosto.Boccaccio_Dante..Petrarca.Ta8So. — Settembre 1882. 8^ 
p. 61—76. 

Libreria antiquaria di Ermanno Loescher Torino. Catalogo 
N. 88. — Belle Lottere Italiane. Alla pagina 61 le opere di 
Ariosto_Boccaccio.Dante_Petrarca_Ta8SO. Settembre 1882. 8^. 
Cent. p. 64—68 Dantea. 

Bullettino periodico mensile. — Libreria Galileo giä fflli. 
Nistri Pisa. Catalogo di scelte Opere di occasione ?endibili. No. 5. 
Aprile 1882. Tip. Mariotti e C. 8^^. Continet p. 56—60: Dantea. 



Supplementam Bibliotbecae Danteae ab anno MDCCCLXV. 95 

II. Speolalla. 

(Historica et Critica. Poetica.) 

Gesammelte Vorträge und Aufsätze von Karl Bartsch. Frei- 
burg i. Br. u. Tübingen, Mohr. 1883. gr. 8». Cont. p. 885—404: 
Italienisches Frauenleben im Zeitalter Dantes. (Typ. German. expr.) 

Ex „Nord u. Süd" Vol. X. 1879. p. 852—65 repetitum est. 

Dante da Maiano per Adolfe Borgognoni. Bayenna, frat. 
David. 1882. min. 8^ 70 pp. Pr. 1,50 Mk. 

Dante. Sein Leben und seine Liebe im christlichen und deut- 
schen Lichte. Von J. Clarissa. Mit Dantes Bildnis nach Giotto. 
Gütersloh, Bertelsmann. 1882. 8^ VII, 184 pp. c. 1 tab. (Typ. 
German. impr.) 

* Etüde sur Dante et Silvio PeUico; Francesca de Bimini, 
drame en cinq actes et en vers par Jacques Demogeot Paris, 
Hachette et Oie. 1882. maj. 12<'. 91 pp. 

La Vita e 1 Tempi di Dante Alighieri Dissertazioni di Giu- 
liano Fenaroli. Dissert. I. La Stirpe, il Nome di Famiglia e la 
Data del Nascimento di Dante Alighieri. Torino, tip. Speirani e 
figli. 1882. maj. 8«. 2 ff. 116 pp. Pr. n. 1,50 Mk. 

* Dante e Baffaello, da G. Franciosi. [Estr. dalle Mem. dell* 
Accad. di Mod.] Modena. 1882. 4^ 14 pp. Pr. 1 L. 

* Dante, par Emile Gebhardt. Livre de lecture ä Tusage 
des ^coles et de la classe pr^paratoire des lyc^es et coUöges. Paris, 
Hachette et Cie. 1882. 18®. 35 pp.^ c. omam. Pr. 15 c. 

Pertinet ad „Biblioth^que des Ecoles et des Familles". 

La pretesa Beatrice figliuola di Dante AUaghieri. Da Vit- 
torio Imbriani. Content, in: Giomale Napoletano. Nuova Serie. 
Vol. Vn. Aprüe e Maggie 1882. Napoli. maj. 8^ p. 55—87. 

* II Sentimento della Natura in Dante. Studio di Apollo 
Lumini. Siracuaa, tip. Norcia. 1882. S^. 110 pp. Pr. 2,50 L. 

* Antologia della Poesia Italiana da Dante a Metastasio; 
corredata di note da Giuseppe Puccianti. Firenze, succ. Le 
Monnier. 1882. 16^ XII, 519 pp. Pr. 4 L. 

Pertinet ad „Biblioteca nazionale'^ 

Aus Dantes Verbannung. Literarhistorische Studien von Paul 
Scheffer-Boichorst. Strassburg, Trübner. 1882. maj. 8^ VIII, 
254 pp. Pr. n. 6 Mk. 

De hoc opusculo Scartazzini in „Literarisches Centralblatt lür 
Deutschland'* 1882. Nr. 40. col. 1859—61 disseruit. 

* Eine Symphonie zu Dante's Divina Commedia für grosses 
Orchester und Sopran und Ali Chor. Von F. Liszi Arrange- 



96 Sapplementam Bibliothecae Danteae ab anno MDCCCLXV. 

ment für das Pianofoi-te yon Forchfaammer. Leipzig, Breitkopf 
& Härtel. 1882. Pr. 6,50 Mk. 

* L'Enfer da Dante, choeor k six voix, Imitation fran9ai8e 
d* A. Burion. Avec accompagnement de piano par 0. Foisot. 
Paris, Hi^lard. 1883. Pr. 50 c. 

* L'Enfer do Dante, choear k six voix; par C. Poisot. 
Imitation fran9aise d' A. Burion. Paris, Hi^lard. (1888.) 

* La Donna mia. Sonette di Dante, da A. Botoli. Milane, 
Bicordi. 1882. 

(Divina Comoedia.) 

Dante en France Ses editions et ses traducteurs Depuis le 
15me sikle jusqu* k nos jourp. Par Hippoljte Topin. Content 
in: II Bibliofilo Giornale dell' Arte antica e moderna in istampe e 
scritture e ne' loro accessorii e omati colla relativa Giurisprudenza 
compilato da una Societä di Professori e Amatori e diretto da 
Carlo Lozzi. Anno III. Nr. 8 — 9. Bologna, Societä tipogr. gik 
compositori. 1882. Lex. 8®. p. 117—20. 

Auetor in Nr. 10 — 11. p. 147 — 50 sub titulo „Encore de 

Dante et de ses traducteurs^' addidit appendicem, quo ?ersiones 

aliis unguis scriptae enumerantur. 

* La Commedia di Dante Alighieri, nuovamente riveduta nel 
tecto e dichiarata da BrunoneBianchi. YII. Edizione. Firenze, 
succ. Le Monnier. 1882. 16®. 8 Vols. Pr. k 1,50. 

La Divina Commedia di Dante Alighieri. Biveduta nel testo 
e commentata da G. A. Scartazzini. Vol. III. [II Paradiso.] 
Leipzig, Brockhaus. 1882. min. 8^ XII, 905 pp. 

(Versiones Divinae Comoediae.) 

* (Anglica.) Inferno of Dante Alighieri; translated by H. 
Francis Cary, illustrated with the designs of Gustave Dor^. 
New Edition, with critical and explanatory notes, lifo of Dante, 
and chrouology. New-Tork, Cassell Petter Galpin & Co. (1882.) 
Fol. XXVI, 188 pp. Pr. # 6. 

* (Bohemica.) Bozska Komedie od Dante Alighieri. Bonnerem origi- 
nalu pfeloiil Jaroslav Vrchlicky. UI. Baj. V Praze, Lauermann. 
1888. 8^ 240 pp. Pr. 1,80 Fl. (Dantis Divina Comoedia vertit Jar. 
Vrchlicky. Paradisus.) 

* (Francogallicae.) L'Enfer, par Dante. Cinq chants mis en 
vers fran9ais par Adrien Bonneaa da Martray. Paris, impr. 
BousseU. 1882. 8^ 87 pp. 

* La Com^die Divine de Dante, traduite en f^an9ai8 par H. 
Top in. Livoume, imp. Vannini. 1882. 8^ 



Sopplementum Bibliothecae Danteae ab anno MDCCCLXV. 97 

(Germanicae.) Dante*8 Göttliche KomOdie. üebersetzang, Kom- 
mentar nnd Abhandlongen über Zeitalter, Leben und Schriften 
Dante*s. Von August Eopi seh. III. Auflage, durchaus reyidirt^ 
berichtigt und erg&nzt Yon Theodor Paur. Mit zwei Bildniss- 
tafeln. Berlin u. Leipzig, Outtentag. 1882. maj. 8^. XV, 730 pp. 
c. 2 tabb. Pr. n. 16 Mk. (Typ. German. impr.) 

Tabularum una continet ,,Dante Bronzebüste des Museo Bor- 
bonico in Neapel*' atque altera ,,Jugendbild Dante^s nach Giotto's 
Freske. Bronzene Medaille aus der zweiten Hälfte des 15. Jahr- 
hunderts.'* — De hac editione C. Wittius in „Beilage zur Augs- 
burger Allgemeinen Zeitung'* 1882. maj. 8®. Nr. 251. p. 8691—92 
disseruit. 

Dantes Göttliche Komödie, üebersetzt und erläutert von Karl 
Streckfuss. Neu bearbeitet und mit einer historisch-biographi- 
schen Einleitung versehen von Otto Boquette. Bd. I. Inhalt: 
Die Hölle. Das Fegefeuer. Bd. II. Inhalt: Das Paradies. An- 
merkungen. Stuttgart, Cotta & Gebr. Kröner. (1882.) min. 8^ 
269 pp. c. imagine Dantis xylogr. impr. & 288 pp. Fr. n. 2 M. 
(Typ. (Jerman. expr.) 

Pertinet ad „Cotta*8che Bibliothek der Weltlitteratur''. — Image 

„nach dem Freskobilde im Palazzo del Pargello (Pretorio) in 

Florenz" exsculpta est. 

(Scripta Divinam Comoediam illustrantia.) 

* Square! scelti dallo „Inferno", spiegati e commentati ad uso 
delle scuole secondarie per G. Castrogiovanni. Torino, tip. Boux 
e Favale. 1882. iß^. 182 p. Pr. 1,20 L. 

A Cita. — Curiositä Alpine — Dante Alighieri e le Prealpi 
Veronesi e Vicentine (II. Edizione). Yicenza, tip. Paroni. 1882. 
8<>. 15 pp. Pr. 1 Mk. 

* ülisse nella Divina Commedia. Lezione di Fornaciari. 
Content, in: Atti della B. Accademia della Crusca: adunanza del 
27 novembre 1881. Firenze, tip. Cellini. 1882. S^, 

* Lettera IT della seconda serie su Dante Alighieri: inter- 
pretazione del verso Ugoliniano „Poscia piü che il dolor potd il 
digiuno". AI chiarissimo comm. Carlo Negroni, da Carmine 
Galanti. Bipatransone, tip. Jaffei e Nisi. 1882. 16^ 82 pp. 

Spectat ad Inf. XXXIU, 75. 

* Lettera Y della 2. a Serie su Dante Alighieri: Sulla inter- 
pretazione dei primi terzetti del canto IX del Purgatorio; da Car- 
mineGalanti, Bipatransone, tip. Jaffei e Nisi. 1882. 16^. 27 pp. 

De Theologiae speculativae ac mysticae connubio in Dantis 
pmesertim Trilogia. Commentatio quam alma Jnlio-Maximilianea 



98 Snpplementam Biblioihecae Danteae ab änno liDCCOLXV. 

tertia saecnlaria celebrante anspice Theologornm in eadem Academia 
Ordine edidit F. L. Hettinger. Wirceburgi, typ. expr. Theim 
1882. max. 4\ 2 ff. 74 pp. 

L'Allegoria Dantesca del capo di Medusa Lettera a Carmine 
Galanti, di Carlo Negroni. Content, in: II Fropugnatore Perio- 
dico bimeatrale di Filologia, di Storia e di Bibliografia instituito 
e diretto da Francesco Zambrini. [In Appendice alla Collezione 
di Opere inedite o rare.] Tom. XV. Part. 2. Bologna, Bomagnoli. 
1882. maj. 8^ p. 118—85. 

Spectat ad Inf. IX, 52. 

* La principale Allegoria della Divina Commedia. Discorso, 
con un* ode in morte di Domenico Maria Villa, ecc, di Virgilio 
Pignoli. Parma, tip. Fiaccadori. 1882. 82^ 30 pp. 

* Frammenti di alcane note alla Divina Commedia, da Banieri. 
Content, in: Atti della Beale Accademia di Archeologia, Lettere e 
Belle Art! di Napoli, 1880—81. Part. 1 & 2. Napoli, atamp. 
deUa B. Universitä. 1881. 4<>. 

II Blasone nella Divina Commedia per Feiice Tribolati. 
Estratto dal Giomale Araldico-genealogico. Anno IX. N. 10. 
Pisa, Direzione del Giom. Arald. (1882.) 4\ 8 pp. Pr. 1,50 Mk. 

(Opera minora.) 

Le Opere Latine di Dante Alighieri reintegrate nel teste con 
naovi commenti da Giambattista Giuliani. Vol. 11. Epistolae, 
Eclogae e Qaaestio de Aqua et Terra. Firenze, successori Le Mon- 
nier. 1882. min. 8^ 2 ff. III, 516 pp. Pr. n. 8,60 Mk. 

Le Opere Minori di Dante AUigbieri reintegrate nel teste con 
nuovo commento da Giambattista Giuliani Becensione di 
Carlo Vassall 0. Estratto dairArchivio storico Italiano Serie IV, 
Tom. X. [p. 862—94.] Firenze, direz. dell* Arch. stör. Ital. 1882. 
8«. 35 pp. 

Le Canzoni pietrose di Dante, da Vittorio Imbriani. Con- 
tent in: II Propagnatore Periodico bimestrale di Filologia, di 
Storia e di Bibliografia instituito e diretto da Francesco Zambrini. 
[In Appendice alla Collezione di Opere inedite o rare.] Tom. XV. 
Bologna, Bomagnoli. 1882. maj. 8^. Part. 1. p. 66-85 & Part. 2. 
p. 76—96, 411—24. (Finis.) 

* La Vita Nuova di Dante Alighieri, con note e illustrazioni 
di Pietro Fraticelli; ristampata ad uso dei licei. Firenze, Bar- 
bara. 188 . 16^ 146 pp. Pr. 0,60 L. 

Pertinet ad „Nuova Collezione scolastica.'* 

* La Vita nuova di Dante Alighieri, con note di A. Fassini, 



Dr. Eduard Engel als Beformator des Deutschen Bibliothekwesens. 99 

ad nso delle scuole. Torino, stamp. Yigliardi, ditta Paravia e C. 
1882. 160, VII, 95 pp. Fr. 0,70 L. 

Pertinet ad „Biblioteca Italiana ordinata per le scuole normali 
e secondarie.'^ 

* Beatrice e Dante nella „Vita NnoYa.^ Lettura di G. D. 
BellettL Genova, tip. Sordo-muti. 1882. IG^'. 107 pp. Pr. 
1,50 L. 

[257.] Dr. Eduard Engel als Beformator des Deutschen 

Bibliothekwesens. 

Der Bedakteur des „Magazins für die Literatur des In- u. 
Auslandes'' Dr. Eduard Engel hat sich, „aus Anlass der Erwerbung 
der Hamilion-Sammlung fQr die königliche Bibliothek zu Berlin'^*), 
gemüssigt gesehen, einen Blick auf das Deutsche Bibliothekwesen 
zu werfen u. zu finden, dass durch die Bibliotheken der Kleinstaaten 
eine Vergeudung von Nationalvermögen, welches zweckmässiger für 
eine grosse Deutsche Beichsbibliothek Verwendung finden könne, 
herbeigeführt werde. „Für den oberflächlichsten Kenner Deutscher 
Bibliotheksyerhältnisse'^, schreibt er, „ist es nur zu klar, dass durch 
die Kleiust^terei u. das Gernegrossthun gerade auf dem Gebiete 
des Bibliothekwesens in Deutschland eine Vergeudung von National- 
Yermögen ohne den geringsten Zweck vor sich geht, die zum Himmel 
schreit. Jede Universitätsbibliothek, jede grössere Stadtbibliothek, 
jede Landesbibliothek möchte eine gewisse Vollständigkeit erzielen, 
u. keine ist im Stande, auch nur das Nothdürftigste mit absoluter 
VoUständigkeit zu leisten, keine enthält auch nur die Standard- 
Werke jeder Wissenschaft alle beisammen. Dazu kommt, dass es 
zahlreiche grosse, gut doiirte Bibliotheken in Deutschland giebt, 
die so gut wie gar kein Lesepublikum haben: die betreffenden 
Städte haben keine Universität u. sind auch sonst nicht der wissen- 
schaftliche Mittelpunkt des Landes. In Dresden z. B. ist die grosse 
Bibliothek (neben welcher noch zahlreiche Fachbibliotheken, wie 
z. B. die des Polytechnikums, bestehen) augenscheinlich nur dazu 
da, einer Anzahl von Bibliothekaren eine angenehme Sinekure zu 
gewähren; nach eigenen Erfahrungen von vor 8 — 9 Jahren zu 
schliessen, wird sie jährlich hochgerechnet vielleicht von 200 ver- 
schiedenen Personen benutzt ; ich war an vielen heissen Juli-Tagen 
des J. 1874 ihr einziger störender Besucher. Nicht besser steht 
es mit der glänzenden Königlichen Bibliothek im Dresdner Schlosse. 
Solcher grossen und kleinen Bibliotheken mit vielen Büchern u. 
wenig Lesern giebt es gering gezählt, 100 in Deutschland. Man 
denke sich nun eine Beichsbibliothek u. einen warmherzigen Aufruf 



*) S. Magazin f. d. Literatur des In- n. Auslandes 1882. Nr. 53. 
8. 73e-89. 



100 Dr. Eduard Engel als Beformator des Deatschen Bibliothekwesens. 

der Kaiserlichen Beichsregierung an Land und Beich zur Beisteue- 
rang für dieses nationale unternehmen, u. ähnlich wie seiner Zeit 
bei der Begründung der Bibliothek in Strassbarg würden binnen 
wenigen Wochen viele Tausende werthvoUer Bande nach Berlin 
wandern u. den Grundstock za einer Bibliothek bilden, welche gleich 
dem Beichstagspalast der Zukunft Zeugniss ablegen würde für den 
Segen der Einheit Deutschlands auf einem Gebiete, wo es gilt, mit 
gesammelten Kräften mehr zu leisten als mit den zehnfach grösseren, 
aber zersplitterten." 

So — der Schreiber dieser Zeilen, aus denen ebenso wenig 
wie aus den übrigen damit zusammenhängenden Mittheilungen er- 
sichtlich ist, was den Verf. dazu veranlasst haben kann, zu glauben, 
dass er auf „die gründliche Umgestaltung des Deutschen Bibliothek- 
wesens" hinzuweisen berufen sei. Ich fQr meine Person möchte 
ihn keineswegs fQr dazu berufen halten. Was er über die Deut- 
schen Bibliotheken schreibt, u. wie sich dieselben an der Gründung 
einer Deutschen Beichsbibliothek betheiligen sollen, ist nichts als 
Chimäre, u. dass er die Deutschen Bibliotheken überhaupt nicht 
kennt (oder nicht kennen will ?), beweist die von ihm beispielsweise 
über die Dresdner Königlich öffentliche Bibliothek gemachte Mit- 
theilung; denn das von ihm über dieselbe Mitgetheilte ist eitel 
Dunst (wenn nicht mehr?), wie der vortragende Kath in der General- 
direktion der KönigL Sachs. Sammlungen f. Kunst u. Wissenschaft 
Geh. Hofrath Dr. W. Bossmann nachgewiesen hat'*'). Im übrigen 
habe ich noch zu bemerken, dass der Schreiber obiger Zeilen die 
„glänzende Königliche Bibliothek im Dresdener Schlosse*', auf welche 
er auch gelegentlich einen Blick geworfen hat, ebenfalls gar nicht 
zu kennen scheint; denn sonst müsste er wissen, dass die von ihm 
gemeinte Bibliothek, die er, soweit ich mich entsinnen kann, nicht 
besucht u. gesehen hat, die Prinzliche Secundogenitur- Bibliothek 
ist, u. als Familienbibliothek, obschon sie in Folge gütiger Er- 
laubniss des Inhabers dem Publikum zur wissenschaftlichen Be- 
nutzung offen steht, gleichwohl nicht zu derjenigen Klasse von 
Bibliotheken gehört, durch deren Unterhaltung u. Bereicherung nach 
des Schreibers Ansicht „eine Vergeudung des Nationalvermögens 
ohne den geringsten Zweck vor sich geht.'^ J. Petzholdt. 

[258.] Ein Amerikanisches Bacher-Signinuigs-System. 

Unter dem Titel: Boston Athenaeum_How to get books with 
an explanation uf the new way of marking books. Boston 1882. 
(86 S.) hat der Bibliothekar des Boston- Athenaeum, C. A. Cutter, 

*) S. Die Benutzung der Köniffl. öffentlichen Bibliothek in Dresden. 
Enth. in der WissensdiBitlichen Beüage der Leipziger Zeitung 1883. Nr. 
10. S. 65—56. 



Ein Amerikanisches Bücher-Signirangs-Sysiem. 101 

für das die Bibliothek benatzende Pabliknm eine Anweisung ver- 
öffentlicht, wie ein Jeder ein gewünschtes Buch selbst in der 
Bibliothek auffinden kann. Dabei giebt er über sein, theilweise von 
ihm selbst erfundenes System der AufsteUung u. Signirung der 
Bücher ausführlichen Aufschluss. Es dürfte Vielen, denen die 
Broschüre selbst nicht zugänglich ist, interessant sein, dieses System 
kennen zu lernen. 

Die alten Kataloge der Bibliothek des Boston-Athenaeum waren 
so angelegt, dass sie nicht nur eine Uebersicht über das Vorhan- 
dene gaben, sondern auch dasjenige Bepositorium bezeichneten, in 
welchem ein gesuchtes Buch zu finden sei. Diese Art Signatur, 
wenn ich sie so nennen darf, reicht aus für einen ewig unveränder- 
lichen Bestand an Büchern. Sind diese aber systematisch nach 
Fächern geordnet u. erfahren sie dabei einen regelmässigen Zu- 
wachs, der, dem angenommenen System entsprechend, in den alten 
Bestand eingeordnet werden muss, so leuchtet ein, dass der Mangel 
an Baum in den alten Bepositorien über kurz oder lang eine 
Verschiebung u. Umgestaltung des ganzen Bestandes erfordert. 
Weisen nun die Signaturen in den Katalogen für die einzelnen 
Bücher u. Wissenschafben auf einen räumlich ganz genau bestimm- 
ten Platz (Saal A, Bepositoriam 16) hin, so muss jedes Mal bei 
Gelegenheit einer Umstellung — u. solche war, nach Cutter's Be- 
rechnung, in der ihm unterstellten Bibliothek bei dem bisherigen 
Katalogisirangs-System alle 10—12 Jahre zu erwarten — der 
ganze Katalog, weil unbrauchbar in Bezug auf die Platz-Angaben, 
umgearbeitet werden. Es war desshalb Gutter*s Bestreben, eine Art 
des Signirens der Bücher aufzufinden, welche die letztere Arbeit 
unnöthig machte, d. h. die Bücher so zu signiren, dass ihr Platz 
in der Bibliothek bestimmt war, soviel man auch zusammenrücken 
o. umstellen mochte. Zugleich beseitigte er den für bibliothekarische 
Manipulationen recht fühlbaren Uebelstand, dass alle in einem Be- 
positorium vereinigten Bücher dieselbe Signatur hatten, z. B. A 16, 
(Saal A, Bepositorium 16), wo dann innerhalb des Bepositoriums 
16 im Saal A unter Hunderten von Büchern das betreffende ge- 
sucht werden musste. „When one had reached the right shelf, 
one was far from having found one's book*'. Er überzeugte sich 
davon, dass es im Interesse bibliothekarischer Ordnung nothwendig 
sei, jedem Bache eine nur für dieses giltige, individuelle Signatm- 
zu geben, welche zugleich den Platz jedes einzelnen Buches im 
Verhältniss zu seinen Nachbarn genau feststellte. Um diesen Zweck 
zu eiTeichen, musste berücksichtigt werden, dass die Bücher nach 
folgenden Grundsätzen aufgestellt waren: 

1. nach Haupt- u. Unter- Abtheilungen , sodass alle Bücher 
über denselben Gegenstand bei einander standen. 

2. innerhalb dieser Abtheilungen nach 4 Formaten. 

8 



lOi Ein Amerikanisches Bücher-Signirangs-äystem. 

8. innerhalb der Formate alphabetisch nach dem Namen der 
Autoren y bez. bei anonymen BQchern n. Zeitschriften nach dem 
Titel. (Ob hier indessen die alphabetische Anordnung genau nach 
der Buchstabenfolge oder nach Stichwörtern des Titels erfolgte, ist 
aus der kleinen Schrift nicht ersichtlich). 

Demnach musste jede Signatur zusammengesetzt sein aus fol- 
genden Bestandtheilen : 

1. Class mark s= Bezeichnung des Faches. 

2. Size mark s Format- Angabe. 

8. Author mark SS Bezeichnung der alphabetischen Stelle inner- 
halb des Faches u. Formates. 

Die Bezeichnung des Faches (1) u. der alphabetischen Stelle 
(8) geschieht nun nach Cutter mittelst der Ziffern bis 9 u. der 
Buchstaben A bis Z (ausser 0), wobei jedoch zu bemerken ist^ dass 
in einer vollständigen Signatur die Ziffern u. Buchstaben Tor der 
size mark das Fach, die hinter der size mark die alphabetische 
Stelle andeuten. So bezeichnet in der Signatur 8 F — G 94 der 
erste Bestandtheil, 8 F das Fach, Geschichte Frankreichs, — das 
Format 8 ^ u. G 94 den Autornamen Guizot. Das Ganze ist dem- 
nach die Signatur von Guizot*s histoire de France. 

Was nun zunächst die class mark betrifft, so hat Cutter 
sämmtliche Bücher in 84 Fächer vertheilt u. diese mit den Ziffern 
bis 9 u. den Buchstaben A — Z (ausser 0) bezeichnet, so dass 
z. B. General works, encyclopaedias &c; 7 allgemeine Greschichte, 
8 Geschichte der östlichen, 9 Geschichte der westlichen Halb- 
kugel; M Medicin; U Kunst u. s. w. bedeuten. Hiervon haben 
6 Fächer je zwei Zeichen, eins für die östliche, eins für die west- 
liche Halbkugel, nämlich: Biographieen (5 u. 6), Geschichte (8 u. 
9), Geographie (A u. B), Jurisprudenz (F u. G), Litteratur (Y. u. 
W) u. Sprachwissenschaft (T u. Z). Die übrigen 28 Fächer haben 
unter- Abtheilungen, die durch Hinzuf&gung eines derselben 84 
Zeichen zum ersten unterschieden werden. So umfasst die Abthei- 
lung X: Book arts u. hat u. A. folgende Unter- Abtheilungen: X 4 
u. X 5 Catalogues of manuscripts; XM u. XN Catalogues of public 
libraries; XT u. Xü Bibliography u. s. w. Diese Verbindung von 
zwei Zeichen zur Bezeichnung von Ünter-Abtheilungen geschieht 
immer paarweise (für die östliche u. fDr die westliche Halbkugel) 
z. B. X 4 Catalogues of manuscripts of the eastern hemisphere, 
X 5 Catalogues of manuscripts of the westem hemisphere. So hat 
Cutter die Möglichkeit, den gesammten BQchervorrath zunächst in 
12+28+84 d. h. in 964 Ünter-Abtheilungen u. zwar 482 corre- 
spondirende für jede Halbkugel zu bringen. 

Nachdem dies geschehen, ordnet er jede dieser Unter-Abthei- 
lungen nach geographischen Gesichtspunkten. Um dies in der 
class mark auszudrücken , fügt er zu jenen 12 einfachen u. 952 



Ein Amerikanisches Bücher-Signinings-System. 103 

Doppelzeichen ein zweites, bez. drittes hinzu, welches geographische 
Bedeutung hat. Er verwendet zu diesem Zweck wieder die 84 
Zahl- u. Buchstabenzeichen, indem er jedem derselben zwei geo- 
graphische Bedeutungen beilegt, eine von der östlichen u. eine von 
der westlichen Halbkugel, z. B. D= Britisches Beich u. Mexiko; 
E= England u. Spanisch-Amerika; 5 == Indien u. Vereinigte Staaten 
Yon Nord- Amerika, so dass jedes Zeichen die eine oder die andere 
Bedeutung hat, je nachdem es mit dem Fachzeichen fQr die östliche 
oder dem fQr die westliche Halbkugel verbunden wird, z. B. Ge- 
schichte 8 u. 9; dann bedeutet 8E Geschichte von England, 9E 
Geschichte von Spanisch-Amerika; femer umfassen XM u. XN die 
catalogues of public libraries u. XME die catalogues of english 
libraries, XNE die catalogues of public libraries of Spanish America 
u. 8. w. Auch diese geographischen Zeichen können durch Verbin- 
dung zu zweien in geographische Unter- Abtheilungen getheilt werden. 
So bezeichnet U allgemein fQr die östliche Halbkugel die Barbary 
States in Afrika, daher UR Tripolis, üü Tunis, ÜW Algerien, 
UX Marocco, UT Madeira, UZ die Oanariscben Inseln. 

Demnach setzt sich die class mark aus 2 bis 4 Zeichen zu- 
sammen, von denen das erste (bei jenen 6 Hauptfächern mit je 2 
Zeichen) oder die beiden ersten (bei allen Qbrigen Fächern) das 
Fach, das zweite, bez. «dritte u. folgende die geographische Be- 
ziehung angeben. 

An diese class mark schliesst sich die size mark^ die For- 
matbezeichnung, u. trennt die Zeichen der ersteren von denen der 
author mark. Die size marks sind: * fQr 12^; — für 8^; + fQr 
40; / fQr fol. 

Den dritten Bestandtheil der Signatur bildet die author 
mark. Da innerhalb der kleinsten Fach-Abtheilungen die Auf- 
stellung eine alphabetische ist, so war es natürlich, dass Cutter 
als erstes Zeichen der author mark den Anfangs-Bnchstaben des 
Autor-Namens, bez. des Titels wählte. Weiter theilte er alle mit 
demselben Buchstaben anfangenden Namen derselben Abtheilung in 
9 Gruppen u. fügte dem entsprechend dem Buchstaben die Ziffern 
1 — 9 bei, z. B. umfasst (}1 die mit G — Gar, G2 die mit Gas — 
Geo anfangenden Namen u. s. f. Diese Gruppen zerfallen durch 
fernere HinzufQgung der Ziffern 1 bis 9 wiederum in je 9 Ab- 
theilungen, z. B. die Gruppe Gl in G11 = G — Gae; G12=:Gaf 
— Gak; G13*=Gal; GU==Gam; G15=Gan— Gaq u. s. w.; 
ebenso die Gruppe G2 in G21 = Gas; G22 = Gat; G23r=Gaa 
u. s. w. Es leuchtet ein, dass man diese Tbeilung in infinitum 
fortführen u. so jeden Namen u. jedes Wort unterbringen kann, u. 
dass dabei die alphabetische Ordnung streng gewahrt wird. Auf 
diese Weise bedeutet z. B. G94 den Namen Guizot, M64 den 
Namen Milton u. s. w. 

8* 



104 Ein Amerikanisches Bücher-Signiraogs-Sjstem. 

Nun mag man die Unter-Abtheilongen der Fächer so eng 
begrenzen^ wie man will, so werden sich doch häufig von ein u. 
demselben Autor mehre Werke in einer solohen Abiheilung finden. 
Da gilt dann für die Aufstellung die Begel, dass zuerst Gesammt- 
Ausgaben u. dann die einzelnen Werke nach alphabetischer Anord- 
nung folgen. Dem entsprechend bedeutet in der Signatur die blosse 
author mark die Gesammt- Ausgabe, z. B. VEP. M64 Milton's 
poems, während fQr die Einzel-Ausgaben der Gedichte der Anfangs- 
buchstabe des Titels hinzugefügt wird, z. B. VEP. M64 C = Mil- 
ton*s Comus; VEP. M64 L = Milton's Lycidas; VEP. M64 P«= 
Paradise lost; VEP. M64 RssMilton's paradise regained u. s.w. 

Wiederholt man hinter der author mark die size mark als 
Trennungszeichen, so kann man dahinter durch Hinzufügung Ton 
Zahlen die verschiedenen Ausgaben, durch Hinzufügung von Buch- 
staben die Sprachen der Uebersetzungen bezeichnen, z. B. VJP. 
D2s=Dante, divina commedia; VJP. D4s=Dante, divina commedia, 
Ausgabe 4; VJP. D2 F. dieselbe in Französischer Uebersetzung; 
VJP. D2 F2 eine andere Ausgabe der Französischen Uebersetzung 
der divina commedia. 

Aus dieser kurzen Darstellung wird man das Cutter^sche Sig- 
nirungs-System verstehen. Man kann demselben nicht abstreiten, 
dass es mit einem grossen Aufwände von Scharfsinn aufgebaut u. 
geeignet ist, den Hauptzweck zu erfüllen, nämlich jedem einzelnen 
Buche eine individuelle, nur für dieses giltige Signatur zu geben 
u. dabei die volle Beweglichkeit der Bibliothek zu wahren. Ein 
grosser üebelstand aber ist es, dass jede Signatur aus so vielen 
Elementen zusammengesetzt ist, u. aus diesem Grunde dürfte das 
Cntter'sche System auch wohl in bibliothekarischen Kreisen wenig 
Anklang und Nachahmung finden. 

H. B. Mecklenburg. 



Litteratnr und Hiseelleii. 

AUgemeine«« 

[259.] Bulletin du Bibliophile et du Bibliothtoüre pubL par 
Techener. XLIX. Annte 1882. (S. oben Nr. 141.) 

Das Doppelheft vom Octbr. u. Novbr. enth.: S. 437 — 59 Les 
Incunables Orientaux Bapport sur une mission litt^raire en Bavi^re 
et en Wnrtemberg, par Schwab (Schluss folgt) — S. 459—68 La 
Danse des Morts au XVIIIe siide, par Champfleury — S. 463 — 65 
Du Privil^e en Librairie, par B. E. — S. 466 — 70 Excursion 
retrospective dans une Bibliothöque inconnue (de la Princesse Pau- 
line Borghtee), par le Baron Emonf — S. 470 — 92 Une Causerie 



Litieratar und Miscellen. lOS 

enr Sainte-BeuTe , A propos de la Oonfession de Sainte-Beave par 
Nicolardot; par Fran^ois Morand — S. 492 — 504 Bevue critique 
de PublicatioDS noavelles — S. 504 — 5 La fin da Procte de la 
Bibliothdque Yittorio Emmanuele, par B. E. (s. Anz. 1882. Nr. 
782) — 8. 505—16 Chroniqne. 

[260.] The Library Journal OflQcial Organ of the American 
Library Association. Vo). 7. (S. oben Nr. 140.) 

Die Scbluss-Nr. 12 Tom Decbr. enth.: Editorial (Congressional 
Library Building) — American Library Association (Executi?e Bo- 
ard Meeting) — F. Vinton, Training of Assistants in a Library — 
Communications (Fnrchasing List of Sketch-books of Japanese Ar- 
tists and English works published in Japan and China; by Frank 
S. Dobbins) — Politics in Library Management — Library Hymn 

— Library Economy and History — Bibllografy — Anonyme and 
Pseudonyms — Notes and Queries — Library Purchase List — 
Qeneral Notes. 

[261.] The Bibliographer A Journal of Book-Lore. London, 
Elliot Stock. (8. oben Nr. 142.; 

Enth. in der Febr.-Nr. 15: S. 57—59 The Eikon Basilike, 
1648. By Edward Solly — 8. 60—61 The King-of-arms. By 
S. A. Newman — S. 61—63 Paper-making Materials — S. 68 
bis 67 Bishop Bayly and bis Fractice of Piety. By J. E. Bailey 

— 8. 67 — 69 London Signa of Booksellers and Printers. By E. 
W. Ashbee. P. V. — S. 69—73 Macky's Characters of Courtiers 

— 8. 73 — 74 Extinct Local Magazines. P. IL By J. Cooper 
Morley — S. 74 — 77 Earle's Characters — 8. 77—82 The Beck- 
ford Säle — 8. 82—88 Notes and News, Beviews, Index Society, 
Libraries. 

[262.] Polybiblion Bevue bibliographique universelle. Partie 
technique. Deuxi^me S^rie. Tom. IX. (XXXIX. de la CoUection.) 
Paris, bur. du Polybiblion. gr. 8^. Erscheint monatlich. Pr. 
10 Fr. (8. Anz. J. 1882. Nr. 419.) 

Die vorl. „Partie technique'^ bildet, wie schon wiederholt er- 
wähnty die U. ausschliesslich der Bibliographie gewidmete Abthei- 
Inng des von der „Soci^t^ bibliographique'' herausgegebenen „Poly- 
biblion'* u. enthält in zwei Abschnitten: „Bibliographie, Bed.: 
Gnstave Pawlowski*' (in systematischer Ordnung) u. „Sommaires de 
Becneils pöriodiques.'* 

Bibliographie. 

1268.] * Pseudonyms ofAuthors; including anonyme and initia- 
lism. By J. E. Uaynes. New York, Haynes. 1882. 8^^. 112 8. 
$ 1,25. 



106 Litteratar und Miscellen. 

[264.] Die Jubelfeste der Bachdrucker seit 1540. Ein biblio- 
graphischer Versuch von Louis Mohr. Enth. in derOesterreichischen 
Buchdrucker-Zeitung etc. Wien. 4<>. X. Jahrg. 1882. Nr. 41. 
8. 448, Nr. 52. 8. 573—74 & XI. Jahrg. 1883. Nr. 2. S. 
22—23. (S. Anz. J. 1882. Nr. 919.) 

Betr. die Jubiläen von 1836—1840. 

[265.] Allgemeine Bibliographie. Monatliches Verzeichniss 
der wichtigem neuen Erscheinungen der deutschen und auslän- 
dischen Literatur. Herausgegeben von F. A. Brockhaas in Leipzig. 
[Bd. XXVIIL] Yerantw. Bedacteur Otto Kistner in Leipzig. 
8^. 12 Nrr. ä 1 Bog. Pr. n. 1,50 Mk. (S. Anz. J. 1882. 
Nr. 205.) 

Die Leser des Anz.*s sind fortdauernd in der günstigen Lage 
von dem Blatte selbst Einsicht nehmen u. sich von dem Werthe des- 
selben fiberzeugen zu können. Gewiss nur Wenige haben die Mittel, 
die yerschiedenen Nationalbibliographien einzusehen : das vorl. Blatt 
bietet ihnen dafür eine zweckmässige Auswahl des WerthvoUeren 
daraus. 

[266.] ♦ An Index to Periodical Literature; by W. P. Poole. 
III. Edition, brought down to Januarj 1882, with the assistance, 
as associate editor, of W. I. Pletcher, and the co-operation of 
the American Library Association, and the Library Association 
of the United Kingdom. Boston, Osgood & Co. 1882. 8^ 
XXVII, 1442 8. Pr. # 15. 

Hierfiber s. Publishers' Weekly. Vol. XXIII. No. 1. 8. 6. 

[267.] * Bibliographie Ottomane. Notice des Livres Turcs 
Arabes et Persans imprim^ ä Oonstantinople durant la Periode 
1297—1298 de Th^gire (1880—1881); par Clement Huart. 
[Extrait du Journal Asiatique.] Paris, Leroux. 1882. 8^ 48 8. 

[268.] The Publishers' Weekly The American Book Trade 
Journal With which is incorporated tbe American Literai7 Ga- 
zette and Publishers* Circular [established 1852] F. Leypoldt, 
Editor and Publisher. Vol. XXHL New York, Pablication Of- 
fice, gr. 8^ Jährl. 52 Nrr. ä 1—2 Bog. in 2 Bden. Pr. # 8,20. 
Enth., ausser wöchentlichen bibliographisch genauen Verzeich- 
nissen der Yorzfiglicheren neuesten Litteratar u. monatlichen Ueber- 
sichten sämmtlicher litterarischer Neuigkeiten, zahlreiche Mitthei- 
lungen fiber alle bemerkenswertheren Vorkommnisse auf NAmerika- 
nischem buchhändlerischem u. damit yerwandtem litterarischem 
Gebiete. 

[269.] Bibliographie de la France Joui'nal g^n^ral de llmpri- 
merie et de la Librairie Publik sur les Documents foumis par 
le Minist^re de Tlnterieur. S^rie IL Tom. XXVII. (Ann^e 72.) 



Liiteratar und Miscellen. 107 

Pftris, au cercle de la Librairie. gr. 8^. Wöchentlich 1 Nr. ä 
c. 3 Bog. Pr. D. 20 Fr. in Frankreich, n. 27 Mk. in Dentsch- 
land. (S. Anz. J. 1882. Nr. 210.) 

Enth. in drei Abtheilungen: I. Bibliographie; II. Chroniqne; 
in. Feailleton. Die Bibliographie ist zuverlässig u. gut u., nächst 
den Hinrichs'schen Deutschen Bibliographien, jedensfalls das beste 
derartige Blatt für Nationallitteratnr im Auslande. 

[270.] The Publishers* Oircular and General Becord of British 
and Foreign Literature containing a complete alphabetical List 
of all New Works published in Great Britain and every Work 
of interest published abroad. Vol. XLVI. No. 1088 ff. London, 
publ. by Sampson Low. Lex. 8^. Monatlich 2 Nrr. ä c. 8 Bog. 
Pr. n. 6 s., im auswärt. Buchhand. n. 8 s. (S. Anz. J. 1882. 
Nr. 213.) 

Die keineswegs „complete^' Bibliographie ist von sehr schwan- 
kendem Werthe. 

[271.] Messrs. Longmans, Green & Go.'s Monthly List of New 
Books published in Great Britain. New Series. No. 481 ff. 
London. (Leipzig, Brockhaus.) Fol. Monatl. 1 Bog. Gratis. (S. 
Anz. J. 1882. Nr. 214.) 

Für den Verkehr des Sortimenters, spez. der Herausgeber, 
mit dem Publikum. 

[272.] BiUiotheca Belgica. Bibliographie g^n^rale des Pays- 
Bas publice par Ferd. Vander Haeghen, biblioth^caire de Tuni- 
versitä de Gand. Avec la collaboration de Th. J. I. Arnold et 
B. Vanden Berghe, et avec le concours des biblioth^caires de 
Belgique et de Hollande. Li?r. 21 — 24. D^cembre 1882 — Mars 
1883. kl. 8^. Zusammen 148 Nrr. Pr. n. 4,20 Mk. (S. Anz. 
J. 1882. Nr. 327.) 

Mit gewohnter meisterhafter Accuratesse ausgeführt. 

[273.] M&nadskatalog för den Skandinaviska Bokhandeln ut- 
gifyen af Axel Josephson. 1883. Sammanstäld efter Svensk 
Bokhandelstidning och Nordisk Boghandlertidende. üpsala, 6er- 
lings boktrycheri. 8^ Monatl. ^2 ^^°* 

Systematisch zusammengestellt. 

[274.] Bibliographie und Literarische Chronik der Schweiz. 
[A. m. Franz. Tit.] XIII. Jahrg. Für die Bedaktion: H. Georg 
in Basel, Gtenf u. Lyon. gr. 8°. Monatlich 1 Nr. ä c. 1 Bog. 
Pr. n. 4 Fr. f. d. Schweiz, n. 5 Fr. f. d. Ausland. (S. Anz. 
J. 1882. Nr. 216.) 

Beim Beginn des neuen Jahrg. erinnert die Bedaction mit 
Recht daran, dass sie in ihrem Bemühen, das Ölatt zu einem 
„Centralorgan über die Schweizerische litterarische Production'' zu 



108 Litteratur und Miscellen. 

gestalten, namentlich von den Druckern, Verlegern u. Autoren 
möglichst unterstützt werden möge. 

[275.] * Bibliografia Polska zr. 1881 przez Komel Heck. 
Lemberg, MDikowski. 8^ 51 S. Pr. 60 kr. (Polnische Biblio- 
graphie im J. 1881 im Vergleich mit der Böhmischen, Unga- 
rischen u. Bnssischen.) 

[276.] * Bibliotheca theologica : a select and classified Biblio- 
graphy of Theology and general Beligious Literature. By J. 
P. Hurst. New York, Scribner's Sons, 8®. XVI, 417 S. Pr. # 3 

Hierüber s. Publishers' Weekly, Vol. XXIII. Nr. 2. 8. 29. 

[277.] * La Lecture. Bulletin bibliographique mensuel ä Tusage. 
des familles, des institutions et des biblioth^ues populaires. 
Publik sous les auspices de la Soci^t^ Genevoise pour l'encou- 
. ragement de Toeuvre des biblioth^ques populaires. VI. Ann^e 1888. 
Genöve, impr. Carey. 4®. Pr. 3,50 Fr. f. d. Schweiz, 4 Fr. f. 
d. Ausland. 

[278.] * Catalogue et analyse des Th^ses Fran9aises et Latines 
admises par les Facultas des Lettres, avec index et table alphabe- 
tique des Docteurs; par Ath. Mourier, directeur honoraire au 
Ministöre de Tlnstruction publique, et F. Deltour, inspecteur 
g^n^ral de Flnstruction publique. Paris, Delalain fröres. 1882. 
8<>. VIII, 32 S. 

[279.] * Bibliographie des Traditions et de la Litt^rature populsiire 
de la Bretagne; par H. Gaidoz et P. S^biUot. [Extr. de la 
Be?ue celtique, t. V.] Nogent-le-Rotrou, imp. Daupeley-Gouver- 
neur. 1882. 8^ 277—338 L. (Nur 150 Exempl. u. nicht 
im Handel.) 

[280.] * Bepei-torium der Militär -JournaUstik. XIH. Heft. 
(1. Jänner bis Ende Juni 1882.) [Aus: „Organ der militär- 
wissenschaftlichen Vereine.'' 1882. Bd. XXIV.] Wien, Seidel 
& Sohn in Comm. gr, 8®. XXXVI S. Pr. n. 1 Mk. (S. Anz. 
J. 1882. Nr. 809.) 

[281.] * Naturae Noyitates. Bibliographie neuer Erscheinungen 

aller Länder auf dem Gebiete der Naturgeschichte und der 

exacten Wissenschaften. Herausgegeben von B. Friedländer & 

Sohn. V. Jahrg. Berlin, Friedländer & Sohn. gr. %\ 24 Nrr. 

. ä 1 Bog. Pr. n. 4 Mk. (S. Anz. J. 1882. Nr. 225.) 

[282.] * Bibliography of 1500 works necessary for the Syste- 
matic Zoölogist; by J. S. Kingley. Enth. in dessen: Naturalist^s 
Assistant. Boston. 1882. 8^ S. 145—224. 

[283.] * Katalog over Industriforeningens Böger, ßilledyserker 



Litteratur und Miscellen. 109 

og Landkaart (afskttet den 1. Februar 1882) ved Bruan. Kjö- 
benhavD, Industriforeningen. 8^. 286 S. Fr. 1 kr. 50 öre. 

[284.] * Chemisch -technisches Repertorium. Uobersichilich 
geordnete Mittheilungen der neuesten Erfindungen, Fortschritte 
und Verbesserungen auf dem Gebiete der technischen und indu- 
striellen Chemie, mit Hinweis auf Maschinen, Apparate und Lite- 
ratur. Von Dr. Emil Jacobson. [XX. Jahrg.] 1882. 1. Halb- 
jahr. Berlin, Gaertner. 1888. gr. 8^ 112 S. Fr. n. 2,60 Mk. 
(S. oben Nr. 167.) 

[285.] &iftocif4e Settfc^nft, (frdg. ))on ^. t). ei^bel. münditn u. 
Sclpjig, Olbcnbourg. flr. 8«. entfe. 9leue JJoIflc SBb. XIII. (bei 
ganjen Solgc 49. SBb.) ^[t. 1. ©. 106—92: Sitcrahirbericfct. (6. 
«nj. 3. 1882. 9lt. 1062.) 

Euth. 45 Nrr. 

[286.] üebersicht der vom November 1881 bis dahin 1882 
auf dem Gebiete der Geographie erschienenen Werke, Aufsätze, 
Karten und Pläne. Von W. Koner. Enth. in der von Dem- 
selben herausgegebenen Zeitschrift der Gesellschaft fQr Erdkunde 
a^u Berlin. Als Fortsetzung der Zeitschrift für allgemeine Erd- 
kunde. Bd. XVII. Berlin, Reimer. 1882. gr. 8^ Hft. 6. 
S. 463-607. (S. Anz. J. 1882. Nr. 280.) 

Der grosse Umfang des Verzeichnisses zeugt für dessen Eeich- 

haltigkeit. Eine reichhaltigere Üebersicht dürfte anderwärts wohl 

nicht zu finden sein. 

[287.] * Jean et Sebastien Cabot, leur origine et leurs voyages, 
etude d'histoire critique, suivie d*une Cartographie, d'une Biblio- 
graphie et d'nne Chronologie des voyages au Nurd-Ouest de 1497 
ä 1550, d'apr^s des documents in^dits; par Henry Harrisse. 
Faris, Leroux. 8®. 404 S. m. Karte. 

Gehört zum „Recueil de Voyages et documents pour servir 
•d Thistoire de la Geographie depuis le 13e jusqu'ä la fin du 
16e si^cle''. 

[288.] * Bibliographie Bochelaise. Oeuvre posthume de Leo- 
pold Delayant, biblioth^caire de la ville de La Bochelle. La 
Eochelle,, imp. Siret. 8^ XV, 439 S. m. Forü-ait. 

[289.] * Catalogue of Publications of the Smithsonian Institu- 
tion ^1846 — 1882); with an alphabetical index of ai*ticles in 
the Smithsonian Contributions to Knowledge, Miscellaueous Col- 
lections, Annual Beports, Bulletins and Froceedings of the U. S. 
National Museum, and Beport of the Bureau of Ethnology. By 
W. J. Bhees. Washington, Smithsonian Institution. 1882. 8^. 
XIV, 328 S. (Smithsonian Miscellaueous Collections, no. 478.) 



110 Litteratur und Miscellen. 

[290.] * Bibliografia di Ceeare Balbo compüata da Antonio 
Vismara. [Estratto dal Giornale la Bibliografia Italiana.] Milano, 
tip. del Biformatorio Patronato. 1882. kl. 8^ 43 S. (S. oben 
Nr. 174.) 

[291.] "^ Teatro de Calderon de la Barca, con un estudio 
critico-biogräfico y «pantes histöricos j bibliogräficos sobre cada 
comedla, por Garcia-Bamon. Tom. II: Dramas. Paris, Garnier 
fröres. gr. 12^ 600 S. (S. Anz. J. 1882. Nr. 825.) 

[292.] * Iconographie de la Beine Marie-Antoineite, catalogae 
descriptif et raisonn^ de la collection de portraits, piäces histo- 
riques et all^goriques, caricatures, etc., formte par Lord Bonald 
Gower, prec^dd d'une lettre par Georges Duplessis, conservatear- 
adjoint de la Bibliotb^ae nationale. Ouvrage om^ de nombreoses 
reprodactions en noir et en couleors d'apr^s les originaax fai- 
saint partie de la collection. Paris, Quantin. 1882. 4®, XVIII, 
251 S. m. 42 Taf. 

Bucbb&iidler« and antlqaartoehe Kataloge. 

[293.] 0. A. Schulz Allgemeines Adressbuch für den Deutschen 
Buchhandel den Antiquar-, Kolportage-, Kunst-, Landkarten- and 
Musikalienhandel sowie verwandte Geschäftszweige. [XLV. Jahr- 
gang.] 1888. Bearbeitet und herausgegeben von Hermann Schulz. 
Mit Adolf Enslin's Bildnis. Gestochen von A. Neumann, gedr. 
Y. F. A. Brockhaus. Leipzig, Schulz, gr. 8®. VIII, 504 & 392 S. 
Pr. n. 10 Mk. (S. Anz. J. 1882. Nr. 433.) 

Auch das vorl. Adressbuch giebt Zeugniss von der trefflichen 
Organisation des Deutschen Buchhandels, ohne welche die Herstel- 
lung eines solchen Adressbuches, wie es ein anderer Buchhandel 
nicht aufzuweisen hat, nicht möglich sein würde. 

[294.] Oeftenei^ifd^e 9udbl^nb(er«(Eortefponben$. (Stgent^um bed 

SereineS ber öftertetd^ifd^en Sud^^nbbr. 8ecanttoortIi(6ec SRebacteur: 

3. 6. gif*cc. XXIV. 3aJ>rfl. ffiicn, gifcfecr & So. 4^ fflß*cntKd& 

1 3flt. ä c. 1 Sog. $t. n. 12 2»!. (6. Slnj. % 1882. Kt. 240.) 

Enth. in der gewöhnlichen Weise an der Spitze der einzelnen 

Nrr. ein Verzeichniss der erschienenen Neuigkeiten des Oesterr. 

Buch-, resp. Kunst- u. Husikalienhandels. 

[295.] Yerlags-Kataloge der Verleger des Deutschen Beiches etc. 
Münster i. W., Adolph Bussell. 1882. gr. Lex. 8^ Bd. IL 
Lief. 4b. Sp. 833—1088; Bd. IX. Lief. 4. Sp. 801—1056; 
Bd. XnL Lief. 4. Sp. 769—1024, Pr. h 0,60 Mk. (S. oben 
Nr. 38.) 

[296.] Nr. 95. Katalog von Theodor Ackermann K. Hof-Buch- 
handlung nebst Antiquariat in München. 8^ 1 Tit.- u. 38 S. 
1111 Nrr. 



Litteratur und Hiscellen. 111 

Enth.: Geschichte der Masik^ theoretische Werke; Schriften 
über das Theater, Tanzkunst, etc.; Kirchenmusik, alte Gesang- u. 
Choralbücher, Hymnologie, Oratorien, etc.; Gesangschulen etc. 

[297.] AntiquariatS'Eatalog Nr. 5 von L. Bartenhauser's Buch- 
handlung, Antiquariat und Bücher -Leih -Institut. München. — 
Deutsche Sprache. 8<>. 1 Bl 50 S. 1600 Nrr. 

Enth. Bomane, Novellen, Erzählungen, Sagen u. Märchen, 
Jugendschriften. 

[298.] Nr. 39. Antiquarischer Anzeiger der Buchhandlung 
des kathol. Erziehungs- Vereins (L. Auer) in Donauwörth. Inhalt: 
Theologie, Pädagogik und Varia. 8^ 1 Bl. 34 S. 948 Nrr. 

Fast nur Deutsche, meist neuere Litteratur. 

[299.] CXLIX. Katalog des antiquarischen Bücherlagers von 
Albert Cohn in Berlin. — Deutschland, Oesterreich, Schweiz. 
Grösstentheils aus d. XV. bis XVIH. Jahrb. n. Abth. 8^ 1 Bl. 
47—108 S. 634—1431 Nrr. (S. oben Nr. 41.) 

Enth. in aiphabet. Beihenfolge die Artikel: Gottsched bis 
Zwingli u. Nachtrag. 

[300.] Katalog No. in des Antiquarischen Bücherlagers von 
R. Damköhler. — Sammlung von Werken aus verschiedenen 
Wissenschaften. 8^ 1 Bl. 37 S. 829 Nrr. 

Enth.: Berolinensia, Elzevir- Ausgaben, Heraldik u. Genealogie, 
Medicin, Curiosa u. Baritäten, sowie ältere franz. Werke mit u. 
ohne Illustrationen. 

[301.J Theatrum Historicum ürbium, Begionum, Bellorum et 
Miraculorum etc. Mt tneter Ttü^ t)nb f^ei^ au(6 mit Sluffmenbung 
Dielet 3ß\t Dnb Soften sufammengebrac^t, mib einzeln um ben bepgefeftten 
gut onne^mlid) Dnb billig geftellten $reti8 iu ertauffen bep 92. ®. Ölmert'en 
bec ivett berübmten boben @4u( $u IDlarpurg in Reffen Sucbfübtem. 8^ 
1 »L 52 ©. 1554 SRtt. 

Sehr interessante Sammlung von allerlei Plänen, Abbildungen 
u. dergl. — zum Theil aus Sebast. Münster*s Cosmographey, Bruin 
u. Hogenberg's Städtebuch, Bertius* Germania, Meisner's Schatz- 
kästlein, Merian's Topographie u. Theatrum Europaeum entnommen. 

[302.] Alsatica. Catalogue d^nne coUection d'Ouvrages sur 
l'Alsace et sur la Lorraine (1488 numdros). En vente chez E. 
Freiesleben, Librairie ancienne et moderne. Strasbourg. 8^. 1 Bl. 
61 S. 1488 Nrr. 

Wesshalb dem vorl. Kataloge des Antiquariums einer Deutschen 
Stadt, der wohl ebenso viele Deutsche wie Französische Bücher 
enthält, ein Franz. Titel gegeben worden ist, dazu liegt eigentlich 
kein verständlicher Grund vor. 

[303.] Nr. 11. Antiquarisches Bücher-Lager von Gerschel & 
Anheisser Antiquariat & Buchhandlung Stut^art. — Illustrirte 



112 Litteratur und Miscellen. 

Bücher. Prachtwerke. EansÜiteratur. 8®. l Bl. 66 S. 1505 Nrr. 
u. eine Partie Jagendschriften. (S. oben Nr. 44.) 
Grösserentheils Deutsche Litteratur. 

[304.] Antiquarischer Katalog der Ed. Goetz'schen Buch- und 
Antiquariatsbandlung (A. Winkler) Berlin. — Glassische Philo- 
logie und Alterthumskunde. 8®. 82 S. 

Enth. zum fiberwiegenden Theile Oriech. u. Römische Schrift- 
steller. 

[805.] Verzeichniss des Antiquarischen Bücherlagers von Ch. 
Graegor in Halle a. S. Nr. 222. — Schöne Literatur und Kunst. 
8<>. l ßl. 30 S. 1443 Nrr. 

Deutsche Litteratur. 

[306.] Libreria antiquaria di C. Hoepli Milano. Catalogo 
Nr. 12. — Biblioteca Dantesca Opere di Dante e Commenti. 
8». 1 B!. 28 S. 477 Nrr. (S. oben Nr. 46.) 

Von selten vorkommender Beichhaltigkeit 

[807.] WUh. Jacobsohn & Co. Buch-, Musikalien- u. Antiqua- 
riatshandlung in Breslau. Antiquariats-Gatalog Nr. 48. — Belle- 
tristik. Geschichte. Pädagogik. Naturwissensch. (Medicin.) 
Moderne Sprachen. Land- u. Forstw. Mathematik. Technik. 
Silesiaca. 8^ 1 Bl. 61 S. 

Meist neuere Deutsche Litteratur. 

[308.] No. 75. Catalog des antiquarischen Bücherlagers von 
Joseph JolowicZy Buchhandlung und Antiquariat in Posen. 8^. 
1 Bl. 67 S. 1817 Nrr. (S. Anz. J. 1882. Nr. 1079.) 

Enthält Geschichtliches u. Geographisches etc. 

[309.] Nr. 661 — 64. Antiquarisches Bücherlager von Kirch- 
hi)f[ & Wigand in Leipzig. 8<>. (S. oben Nr. 198.) 

Enth.: in 661 Classische Philologie und Archäologie [darunter 
eine reiche Sammlung von Ausgaben, Uebersetzungen u. Erläuterungs- 
schriften Griech. u. Komischer Schriftsteller] (2 Bll. 68 S. 2498 Nrr.); 
in 662 Neuere u. Orientalische Linguistik (1 Bl. 42 S. 1357 Nrr.); 
in 663 Theologie, Kirchenrecht (1 Bl. 110 S. 3670 Nrr.); in 664 
Philosophie, Freimaurerei, Pädagogik (2 Bll. 32 S. 1214 Nrr.). 

[310.] Antiquariats- Sortiments- und Verlags -Buchhandlung 
von Wilhelm Koebner (L. F. Maske's Antiquariat) in Breslau. 
158. Katalog: Auswahl werthvoller und seltener Werke aus fol- 
genden Grebieten: Geschichte und Hülfswissenschaften. Litteratur. 
Orientalia. Philosophie. Classische und moderne Sprachwissen- 
schaft. Architectur. Ingenieurwissenschaften. 8®. 1 Tit.- u. 65 S. 
1711 Nrr. (S. oben Nr. 51.) 

In der That vieles Ausgewähltere — freilich neben so manchem 
Gangbaren, z. B. Beclam's Universal-Bibliothek etc. 



Litieratur und Miscellen. 113 

1811.] Lulz de Gamoes Ses Oeuvres et sa LitWrature. Liste 
d'nne Collection eu veute chez W. H. Kflhl ä Berlin. S*'. 8 Bll. 
Enth. 79 Nrr. Ausgaben, Uebersetzungen, Erläuterungs- u. 
biograph. Schriften, Portraits. 

[812.] Catalog No. 69. Bücher- Verzeicbniss von Mayer & 
Müller Berlin. — Bomanische Sprachen. 8®. 1 Bl. 67 S. 
2153 Nrr. 

Hauptsächlich Allgemeines, Proyenzalische u. Französische, 
sowie Italienische Litteratur. 

[813.] Katalog Nr. 181 der Schletter'schen Buchhandlung 

(E. Franck) Antiquariat in Breslau. — Classische Philologie. 

Neulateiner. Grammatik der alten Sprachen. Archaeologie. Alte 

Geschichte. 8^ 1 Bl. 61 S. 2419 Nrr. (3. Anz. J. 1882. 
Nr. 1096.) 

Besonders reiche Auswahl Griech. u. Römischer Classiker mit 
Erlänterungsschriften. 

[314.] 79 & 80. Antiquariats-Eatalog von Simmel & Co. in 
Leipzig. 8<>. (S. oben Nr. 208.) 

Enth.: Allgemeine Naturgeschichte, Zoologie, Botanik (1 Bl. 
12 S. 425 Nrr.) & Philosophie, Pädagogik, Schulen u. Universitäten, 
Freimaurerei, Bosenkreuzer, Illuminaten (1 Bl. 25 S. 918 Nrr.). 

[315.] (813—15.) Slntiquarifd^ec flataloQ t)on Secotnanb 6teintopf 
in ©tuttgatt 8®. (S. »nj. 3. 1882. Kr. 1098.) 

Enth. : in 313 Sjrstematische Theologie (1 Bl. 29 S.) ; in 814 
Kirchenväter u. ältere theologische Schriftsteller (1 Bl. 85 S.); 
in 315 Geschichte der Beformation (1 Tit- u. 15 S.). 

[316.] Catalog Nr. 48 von A. Stuber's Antiquariat (Kadisch 
& Ziegert) in Würzburg. — Incunabeln, Manuscripte, seltene 
Drucke, Kupfer. 8^ 1 BL 88 S. 529 Nrr. (S. oben Nr. 65.) 
Wenn man auch, bescheiden genug, nicht von „Seltenheiten 
ersten Banges*' spricht^ die sich unter den im vorL Kataloge ver- 
zeichneten Stücken befinden sollen, so darf sich gleichwohl der 
Katalog mit Becht rühmen, vieles zu enthalten, was zu dem wirk- 
lich Selteneren gehört. 

[817.] Nro. 7. Verzeicbniss des Antiquarischen Bücherlagers 
von J. Ullrich (Gebr. Wullen) in Stuttgart — Geschichte, 
Länder- & Völkerkunde, EriegswissenschafL 8^ 1 Bl. 62 S. 
1332 Nrr. 

Mit wenigen Ausnahmen Deutsche Litteratur. 

Anctlonakatalog. 

[318.] '^ Catalogue d'une belle collection de Portraits, un 
grand nombre pouvant servir aux illustrations, acteurs, acüices, 
musiciens, littärateurs, etc., femmes cflöbres, Marie-Antoinette, 



114 Litteratur und Miscellen. 

dessins de Moreaa le jeune et antres, all^gories, caiicatares, etc. 
Part. I. Paris, Vignöres. 8^ 88 S. 925 Nrr. (Aoct. 5. März.) 

BlbllotbekwissenscliafU 

[319.] Monthly Notes of The Library Association of the United 
Kingdom. Vol. IV. London, print. for the Association by Dayy 
& Sons, 8^ (S. Anz. J. 1882, Nr. 1104.) 

Entb. in Nr. 1: Official Notices — January Monthly Meeting: 
Paper by Emest C. Thomas, „The Distribution of Public Docu- 
ments to Libraries in the United States*' — The New Bodleian 
Gatalogning Bules — Library Notes — Catalogues and Beports — 
Notices of Books — Oorrespondence. 

Inhalt der aus Vol. III. 1882 noch rückstandigen beiden Nrr. 
11 u. 12: Official Notices — November Monthly Meeting: Paper 
by 0. Pfoundes, „Japanese Libraries and Books'* — Illustrated 
Art Catalogues — Library Notes — Library Catalogues and Be- 
ports — Notices of Bibliographies etc. — December Monthly Mee- 
ting: Paper by H. B. Tedder, „A French Librarian on Librarian- 
ship" — Library Notes etc. B. 

BIbllothekeiilehre. 

[320.] Settfaben ber Sibliot^fefüenoaUung, (!auptfä4(l(6 für Sugenb* 
unb SSotföblblio^eten bearbeitet Don ®eorg SRetttg, UnterbtbUot^etar ber 
©tabtbibUotJiet in fflem. tBem, ©alp. H. 8®. 60 @. 

Der Verf. hat Becht, wenn er schreibt, dass die vorhandenen 
Bibliothekenlehren den in der Begel ungeschulten Bibliothekaren 
kleinerer Bibliotheken, insbesondere von Schul- u. Volksbiblio- 
theken, des Guten zu viel bieten. Dieser Umstand hat dem Verf. 

— dem, wie er selbst schreibt, „vermöge seiner bald 20jährigen 
Thätigkeit im Antiquariat u. seines Antheils an der Beorganisation 
einer schönen Bibliothek praktische Erfahrungen'* zur Seite stehen 

— Veranlassung gegeben, zum Gebrauche solcher Bibliothekare 
eine Anleitung in beschränkteren Grenzen zusammenzustellen. Er 
bat diese Anleitung „Leitfaden der Bibliothekverwaltung" betitelt 

— wohl nicht mit Becht, da nur die kleinste Hälfte des Büchel- 
chens von der „Verwaltung'', die grössere dagegen von der „In- 
standsetzung der Bibliothek (also von ihrer Einrichtung) handelt. 
Allerdings ist das, z. B. die Benutzung der Bibliothek, was ins 
Verwaltungs-Kapitel gehört, irriger Weise mit in das Kapitel der 
Instandsetzung herübergenommen worden. Bin icb mit dem Verf. 
darin, dass es zweckmässig sei, fQr die ungescfaulten Bibliothekare 
von Jugend- u. Volksbibliotheken eine eigene Anleitung zusammen- 
zustellen, einverstanden, so möchte ich micb doch nicht überall mit 
seiner Ausführung einer solchen Anleitung einverstanden erklären: 
er mengt zu vieles hinein, was solche Bibliothekare nicht brauchen 



Litteratnr und Miscellen. 115 

köDnen. Am allerwenigsteii bin ich aber mit den vom Verf. nach 
längst veralteter Ai-t gegebenen Beispielen von Titelkopien einver- 
standen: das Zerreissen des Titels, der fftglich in fortlaufender 
Zeile geschrieben werden kann, in mehre abgesonderte Zeilen ist 
meiner nnmassgeblichen Ansicht nach nichts weniger als empfeh- 
lenswerth. J. P. 

[821. J * The Library Manual: a Guide to the Formation of 
a Library and the Valuation of Bare and Standard Books. By 
J. H. Slater. London, Gill. 8^ 120 S. Pr. 2 s. 6 d. 

A Treatise on Bibliography, with a Glassifiied Catalogue of 
Bare and Standard Books. 

[322.] Weihnachtskatalog. Empfehlenswerte Bücher aus dem 
Verlage von Friedrich Andreas Perthes in Gotha. Als Einlei- 
tung: „Ein Wort über Hausbibliotheken" von D. Wilh. Herbst. 
(1882.) 8». 1 Bl. 48 S. 

Das S. 3— 8 enthaltene, aus den Herbst^schen populären pä- 
dagogischen Aufsätzen „Aas Schule u. Haus*' besonders abgedruckte 
„Wort über Hausbibliotheken" enthält eine Darlegung der Grund- 
satze für Anlage Deutscher Familienbibliotheken. 

BIbllothekenkande. 

[823.] * Library Company of the Baltimore. A complete 
Subject-Index of text-books and books of leading cases, with 
a list of abbreviations of reports, July 20, 1882. By Josiah 
Holmes Converse. Baltimore, Sun Print. Estab. 1882. 82^. 
1 BL 175 S. 

[824.] Harvard University Bulletin. No. 24; or Vol. II. 
No. 11. Edited By Justin Winsor, Librarian of the University, 
with the assistance of members of the various faculties. January. 
Lex. 8^ S. 1—56. (S. oben Nr. 73.) 

Enth., ausser den an die Spitze gestellten „OfQcial, from the 
records of the corporation, and of the overseers'' u. „University 
notes*', das Zuwachsverzeichniss der verschiedenen Bibliothekäbran- 
chen im letzten Quartale 1882. Ausserdem von Specialitäten : die 
Fortsetzung von Classified Index to Maps in Peteimann's Geogra- 
phische Mittheilungen ; A Bibliography of Ptolemy's Geography, by 
J. Winsor (Fortsetzung folgt); The Carlyle Collection, by William 
C. Lane. 

[825.] * New York State Library. Ist Supplement to the 
Subject-Index of the General Library, 1872—82. Albany. 1882. 
80. 4 Bll. 414 S. 

[826.] * Bibliografia medica, by M. J. S. Büiings. Pavia, tip. 
success. Bizzoni. 1882. 8^ 4 S. 

Betr. den von B. herausgegebenen ,,Index-Catalogue of the 



116 liitteratur und Mlscellen. 

Library of the Sorgeons-Generars Office, U. St. Army^' (s. oben 
Nr. 213). 

[827.] 3)ie {KimiltomaRanufctipte in SerUn. Son 9BiI^e(m SüMe. 
^tl^. in bei SlUgemeinen (SRAnd^ner) S^itung. gr. 4^ 9lc. 24. 
©. 337—39. 

Kurze Bevue des künstlerischen Theiles dieser Manuscripten- 
Sammlung: ^.knappe Andeutungen, aus denen man erkennen wird, 
welch ein Schatz auserlesener Schönheit, welche Quelle edelsten 
Genusses durch diese Sammlung gewonnen ist.*' 

[328.] * Bibliographie der Musik-Dimckwerke bis 1700, welche 
in der Stadtbibliothek des academischen Instituts für Kirchen- 
musik und der königlichen und Univei*sitäts-Bibliothek zu Bres- 
lau aufbewahrt werden. Ein Beitrag zur Geschichte der Musik 
im XV., XVI. u. XVII. Jahrhundert. Von Emil Bohn. Berlin, 
Cohn in Comm. gr. 8^ VIII, 450 S. Pr. n. 14 Mk. 

[329.] Zugangs- Verzeichniss der Grossherzoglichen Hofbiblio- 
thek in Darmstadt. 4. Quartal 1882. — Unterzeichnet: Gross- 
horzogliche Hofbibliothek-Direction. Dr. Walther. Ausgeg. im 
Februar 1883. 8^ 27 S. Nebst Tit. z. Jahrg. (S. oben 
Nr. 76.) 

Ankäufe und Geschenke, von welchen letzteren die Abschnitte 
„Griech. u. Lateinische Literatur, sowie Pädagogik" die meisten 
NiT. aufzuweisen haben. 

[330.] Katalog der Bibliothek des Herzoglichen Statistischen 
Bureaus zu Gotha. Ausgegeben im Dezember 1882. Erfurt, 
Ohlenroth*sche Buchdruckerei. Lex. 8®. 95 S. 

Es ist mir wohl noch selten oder noch nie ein Katalog vor 
Augen gekommen, der mit solcher überflüssigen und keinem Men- 
schen, als höchstens dem Drucker u. Papierfabrikanten, nützenden 
u. sogar das gute Ansehen des Katalogs beeinträchtigenden Baum- 
verschwendung zusammengestellt gewesen wäre. Hier nur eine 
kleine Probe — denn zu einer grösseren ist mir der Baum im 
Auz. zu lieb. 

„Deutscher Beichs- Anzeiger: 
253. für das Jahr 1877. l. Halbjahr. 



254. „ „ „ 1877. IL 

256. „ „ „ 1879. L 

256. „ „ ,. 1879. n. 

267. „ „ „ 1880. L 

258. „ „ „ 1880. n. 

^5«7. „ „ „ lool. 1. 






u 



260. „ „ „ 1882. II. 

Schade ums Geld für den Druck solcher Kataloge. Schade aber 
auch um jedes weitere Wort darüber. 



Litteratar und Miscellen. 117 

[33L] Verzeichniss der [vom 9. November 1881] bis zum 
1. Januar 1883 für die Bibliothek der D. M. Gt. [in Halle] ein- 
gegangenen Schriften u. s. w. Enth. in der Zeitschiift der 
Deutschen Morgenländischen Gesellschaft hrsg. unter Bedact von 
E. Windisch. Leipzig, Brockhaus in Comm. 1882. 8^ S. 
XI— XIX, XXII— XXX u. XLIX— LV. (S. Anz. J. 1882. 
Nr. 161.) 

Enth., ausser den zahlioichen Fortsetzungen, Nr. 4319— 4519 
andere Werke u. Nr. 434 — 39 Handschriften, Münzen etc. 

[332.] * Jahrbücher des Nassauischen Vereins für Naturkunde 
hrsg. von A. Pagenstecher. XXXV. Jahrg. Wiesbaden, Niedner. 
1882. gr. 8^ Enth. am Schlüsse: Bibliothekskatalog. IV, 
89 S. 

[333.] * Catalogue de la Bibliothöque populaire de Chätillon- 
sor Chalaronne (1er juillet 1882). Bourg, imp. Chambaud. 8^. 
85 S. Pr. 50 c. 

[334.] Om KjObenhavns Universitetsbibliothek f5r 1728, issr 
dets Händskriftsamlinger. Af S. Birket Smith, Universitets- 
bibliothekar. Udgivet^ til Minde om Universitetsbibliothekets 
Grundlffiggelse for 400 Ar siden. Kjöbenhavn, Gyldendalske Bogh. 
1882. Lex. S^ 1 Bl. 182 S. 

Leider bin ich des Dänischen nicht so mächtig, um für die 
yorl. Schrift, welche ich der Güte des Verf/s verdanke, das volle 
Verständniss zu haben. Ich bedauere dies hier gerade um so mehr, 
als ich, soweit eben mein Verständniss reicht, gefunden zu haben 
glaube, dass die S.'sche Arbeit eine durchaus fleissige und gründ- 
liche ist. Die Arbeit zerfallt in einen historisch-kritischen Theil 
(S. 1— 82) u. einen Anhang (S. 83—181). Am Schlüsse des 
ersteren schreibt der Verf.: „Besultatet af alt det foregäende bliver 
da kort sagt, at hvor meget der end tilintetgjordes ved hin sörgelige 
lldebrand 1728, er det dog urigtigt at betragto det gamlc Biblio- 
thüks händskrevne Indhold som en Skat, der ved hin Lejlighed gik 
fuldstffindig tabt for Efterverdenen. Endog overmädo meget af 
Skatten er pä den ene eller anden Made tilgasngeligt for Nutidens 
Forskning, og sferlig gjennem de ikke fä Afbryk og Afskrifter, som 
umiddelbart lade sig före tilbage til Händskrifter i det gamle 
Bibliothek, kan dette til en vis Grad siges endnu stadig at foitsffitte 
sin Mission'^ Der Anhang besteht aus folg. Stücken: A. Händ- 
skrifterne i „Vetus Bibliotheca'' 1603; B. it. i Anders Lemvig's 
Bibliothek 1603; 0. it., afleverede 1595 af Anders Sörensen Vedel 
til Brug fer Niels Krag; D. it., afleverede 1602 af Niels Krag's 
Enke Else Mule til Jon Jakobson Venusin; E. it., afleverede til 
Universitetsbibliotheket effcer Anders Sörensen Vedel, 1618; F. it., 
afleverende til Universitetsbibliotheket efter Arild Huitfeld, 1618 

9 



118 Litteratar und MisceUen. 

og 1620; G. it., afieverede til Universitetsbibliotheket eOer Dr. 
Henrik H^yer, 1619; H. Fortegnelse over H&ndskrifter i Universi- 
tetsbibliotheket 1662; I. Fortegnelse over Indholdet af et Par af 
det gamle Universitetsbibliotheks Samlingsbind („Antiqvitates Bcrum 
Danic&rum a Canuto III. ud Margaretam'*). 

[335.] Lands Uuiversitets-Bibliotheks Accessions - Katalog. 
1879. 1880. 1881. Land, Berlings Boktr. 1880—82. 8". 
1 BL 41, XVII, XI S.; 1 Bl. 44, XXI S.; 1 Bl. 46, XXXIX S. 
(S. Anz. J. 1880. Nr. 812.) 

Systematische VerzeichnLsse der angekauften Bücher mit je einer 
angehängten Uebersicht der auf dem Wege der Schenkung der 
Bibliothek zu Theil gewordenen Schriften. 

[386.] * Sleujal^rdblott t)on bcr 6tabtbib(iot^e( in QBintertbuc auj 
bod 3abt 1883. 9Bintertbur, 93u(bbr. Skulei, Soau&^m & Sie. 1882. 
4». 16 ©. ni. 1 Xaf. in Sicbtbt. 

Enth. : Dr. A. Hafner, die amtlichen Siegel der Stadt Winterthur. 

[837.] * Sleujabtdblott. ^eraui^egeben t)on ber StabtbibßotM in 
8üci(b. 3firi<b, S>tu(t von OteU gfl^H & die, 4<». 34 6. m. 1 (itbogr. 
Zaf. (Slu(b 9i^^ml mit color. Si^.) 

Enth.: Die Glasgemälde aus der Stiftsprobstei, von der Chor- 
herrenstube u. aus dem Pfarrhause zum Grossmünster. Von Prof. 
Sal. Vögelin. — Hierüber als Nachtrag u. mit Generaltitel zu den 
Neujahrsblättern von 1879 — 82: Die Holzschneidekunst in Zürich 
im XVI. Jhrbdt.; von Sal. Vögelin. Zusätze und Verbesserungen 
m. Inhaltsübersicht. 4 S. 

PrlTatblbllotbelKeit. 

[988.] Catalog der nachgelassenen Bibliotheken der Gymnasial- 
Director Dr. Bigge in Cöln, Dr. med. Cappos in Horstmar, Be- 
gierungsrath Engelmann in Kreuznach, Pfarrer Engels in Holz- 
heim, Pfarrer Jansen in Schönenberg, Prof. Dr. Luken in Meppen, 
Ober-Landesgerichtsrath Meyer in Cöln, Pfarrer Müseler in Oden- 
thal, Pfiurer Ton Othegraven in Mülheim a. Bh., Musik-Professor 
Schneider in Cöln, Pfiarrer Zaun in Weiskirchen etc. etc. — 
Beiche Auswahl von Werken aus allen (Gebieten der Wissenschaft, 
hauptsächlich Geschichte, Theologie, Philologie, Jurisprudenz, 
deutsche und fremde Literatur, Archäologie, Werke über Musik, 
Musikgeschichte, Musikalien etc. Köln, J. M. Heberle (H. Lem- 
pertz' Söhne). 8^ 1 Bl. 191 S. 5800 Nrr. (Auct 2. März) 

Von besonderem Werthe ist die musikalische Abtheilung. 

[339.] Verzeichniss der von den Dr. pbil. Carl Hermann 
Dürbig Pastor zu Grossstädteln Titus Hörens Voigtländer Pastor 
zu Zehmen und Ludolf Otto Mann Superintendent und Ober- 
prediger zu Zerbst hinterlassenen Bibliotheken mit mehreren 



Liiteratur und Miscellen. 119 

anderen Sammlungen von Werken aus allen WisBenschaften. 

Leipzig, Oswald Weigel 8^ 1 Bl. 118 S. 4339 Nrr. (Auct. 

1. März.) 

Enth. hauptsächlich Theologie, Philologie, Geschichte, Litteratur- 
Wissenschaft mit Schönen Wissenschaften n. Kflnsten, 8chrift4)n ge- 
lehrter Gesellschaften. 

[8I0.J Neue Folge. No. 6. Verzeichniss älterer und neuerer 
Werke vorräthig in Oswald WeigePs Antiquariat in Leipzig. — 
Genealogie und Heraldik. Zum Theil aus der Bibliothek des 
Terstorbenen Appellationsgerichtsraths von Arnstadt in Naumburg 
a. 8. 8°. 1 Bl. 38 S. 689 Nrr. 

Auswahl aus dem reichen genealog. u. heraldischen Lager- 
bestande des W.'schen Antiquariums. 

[341.] No. 62. A rough List of the valuable and rare Books 
firom the Beckford Library, romoved from Hamilton Palace, N. B., 
and cheap books from other collections on sale by Bemard 
Quaritch. London, January. gr. 8^ 86 S. 568 Nrr. (S. 
oben Nr. 235.) 

Enth. namentlich vieles Historisches u. Verwandtes, darunter 
mehre Sammelbände interessanter u. seltener kleinerer Schriften. 

[848.] Catalogae de la Biblioth^ue de feu A. van Bellingen 
d'Anvers. Bruxelles, Fr. J. Olivier. gr. 8^ 2 Bll. m, 276 S. 
2399 Nrr. (Auct 12. Febr.) 

Ueber diese Bibliothek und ihren verst. Besitzer schreibt das 
Vorwort: „Antoine Van Bellingen etait le type de TAnversois de 
vieille röche, de ces V^nitiens du Nord poiur qui la richesse ac- 
quise par le travail est un titre de gloire et un moyen de satis- 
faire les jouissances les plus ^lev^es de l'esprit. A la tdte d'uue 
maison de commerce importante, il goütait un plaisir d^licat dans 
la recherche et la contemplation du beau. Artiste d'instinct, il 
aimait ä s'entourer d'oeuvres d'art: lettr^, il etait heureuz de se 
reposer des labeurs joumaliers dans le commerce de ses chers 
livres, dont il ätait ä m^me de jouir en amateur et en ärudit. La 
composition de sa bibliothk[ue refl^te ce caractire avec une singu- 
liäre fidflit^ Vau Bellingen s'^tait d*abord propos^ de r^unir les 
produits les plus parfaits de la typugraphie anversoise, les ^ditious 
plantinieniies, et il y r^ussit assez bien pour recueillir un certain 
nombre dMnvrages qui avaient öchapp^ aux analistes de la typo- 
graphie plantinienne. Par quelle esp^ce d'affinit^ ^lective, son goüt 
le porta-t-il ensuite ä r^unir les ^ditions les plus ^Idgantes de 
Venise, les Aldines, autre type de la perfection typographique dans 
une ville qui rapelle ä certains ^gards Anvers ? Nou6 n*essajerons 
pas de rechercher le lien de cette association d'id^es: nons ne 
faisons que le constater. La reliure, autre äl^ent du beau et de 



120 Litteratur und Miscellen. 

Tart dans le domaine des livre&, attira ensuite son aUention. Le 
catalogue en offre de nombreuses et pr^cieasea mentioDs". 

[843.] Otto Harrassowitz, Buchhandlung und Antiquariat in 
Leipzig. Antiquarischer Catalog 92. — Theodor Benfey's Biblio- 
thek. 1 . Abth. Allgemeine und vergleichende Linguistik. Indo- 
germanische Sprachen. Sagen-, Märchen- und Mythenkunde. 8^ 
1 Bl. 144 S. 8618 Nrr. (S. oben Nr. 225.) 
Die von dem bekannten und namhaften Sprachforscher u. 
Orientalisten B. hinterlassene Sammlung enthält in den beiden Abth. 
einen höchst werthvollen Sprachschatz von ca. 4700 Nrr. In der 
vorl. I. Abth. finden sich davon verzeichnet: I. Allgem. Schrifieu 
u. linguistische Hfilfswissenschaften ; 11. Allgem. u. vergleichende 
Sprachwissenschaft; m. Arische Sprachen; IV. Griechischer Sprach- 
stamm; y. Latein.-Bomanische Sprachen; VI. Oeltische; VII. Ger- 
manische; VIII. Slavisch-Lettische. 

[344.] Die Bibliothek des Obermedicinalraths Dr. von Klinger 
in München, Beferenten im E. Bayr. Ministerium und Mitheraus- 
geber der „Blätter für gerichtliche Medicin" u. m. a. enthaltend. 
— Nr. 72. Antiquarischer Katalog von Budolf Merkel (vormals 
Eduard Besold's Antiquarium) in Erlangen. Medicin. 1882. 8^. 
1 Tit- u. 183 S. 5844 Nrr. 

Eine in allen Theilen der medicin., namentlich neueren Deut- 
schen Litteratur reichhaltige und wohlgeordnete Sammlung. 

[345.] * Catalogue des livi*e& composant la Blbliotheque me- 
dicale et scieutifique du Docteur H. Lebert. Paris, BaiUi^re et 
fils. 8«. (Auct. 8. Jan.) 

[346.] IX. Verzeichniss antiquarischer Bücher von Carl Steyer 
philolog. Antiquariat Canstatt bei Stuttgart — Classische Philo- 
logie. 8. Abth. Alterthumskunde. Enthaltend u. A. die nach- 
gelassene weilhvoUe Bibliothek des Prof. Dr. Gustav Linker in 
Prag. Sprachwissenschaft. 8^ 1 Bl. 40 S. 1195 Nrr. (S. 
Anz. J. 1882. Nr. 1129.) 

Entb.: I. Grammatik, Lexikographie, Metrik, Sprachwissen- 
schaft; IL Encyklopädie u. Geschichte der Philologie, Litteratur- 
geschichte, Bibliographie ; III. Zeitschriften, Sammelwerke, Opuscula, 
Neulateiner; IV. Geschichte, Geographie, Mythologie, Archäologie, 
Epigraphik. 

[347.] Lager-Catalog von Joseph Baer & Co. Buchhändler und 
Antiquare in Frankfurt am Main, Paris, London. 115. — Deutsche 
Literatur und ihre Geschichte. (Bibliothek feines namhaften 
Liteiaturforschers.) I. Abth. 8\ 1 Bl. 73 S. 1521 Nrr. (S. 
oben Nr. 282.) 

Enth.: Deutsche Sprache u. Literaturgeschichte: Allgemeines; 
Volkslieder u. Sagen; Dialecte; Mittelalter; 1550 bis 1750. 



Litieratur und Miseellen. 121 

[S48.] Catalog der nachgelassenen Bibliothek des Kaufmann 
Friedrich Nettesheim in Greldern, „Verfasser der Geschichte der 
Stadt Geldern'' u. anderer Werke, etc. Manuscripte, dabei viele 
von Nettesheim's Hand, Akten, Urkunden, alte Drucke, Auto- 
graphen, Geschichte (gröfstentheils Provinzialia), Genealogie, Nu- 
mismatik, Kunst und Vermischtes. Köln, J. M. Heberle (H. 
Lempertz' Söhne). 8'^. 1 BL 44 8. 1258 Nrr. (Auct. 26. Febr.) 

HandschrifU. u. gedruckte Provincialia geben der Sammlung 
den Hauptwerth. 

[349..] * Catalogue of the Library of E. B. O'Callaghan. By 
E. W Nash. New York. 1882. S'\ 2 Bll. 223 S. m. Portrait. 
(Auct. 4. Decbr. 1882.) 

[350.] * Catalogue de joumaux, pamphlets, a(fiches, placards 
sur la Bevoluiion Fran9aise, provenant de la Biblioth^que de 
feu Pochetr-Deroche. Paris, Chossonnery. 8®. (Auct. 18. Jan.) 

[351.] Katalog No. IV des Antiquanschen Bücherlagers von 
£. Damköhler Berlin. — Musik. (Zum Theil die Bibliothek des 
Prof. 0. F. Weitzmann enthaltend.) Geschichte, Theorie und 
Musikalien. 8\ 1 Bl. 37 S. 1187 Nrr. (S. oben Nr. 300.} 

Enth. 80 manches Aeltere u. Seltnere. 



Abdrtteke ans BibL-Handfiiehrlfleu. 

[352.] Bruchstücke einer Vorhieronymianischen Obersetzung 
des Pentateuch aus einem Palimpseste der K. Hof- und Staats- 
bibliothek zu München zum ersten Male veröffentlicht von Leo 
Ziegler. Mit einer photo-lithographischen Tafel. München, lit.- 
artist. Anstalt Biedel. 4^. 4 Bll. XXX S. & 1 Bl. 88 S. m. 
1 Taf. Fr. n. 16 Mk. 

Mit Einleitung, welche eine Beschreibung der Handschrift, eine 
Zusammenstellung der wichtigsten sprachlichen Erscheinungen, so- 
wie eine Untersuchung über das Verhältniss des Textes zu den bis 
jetzt bekannt gewordenen Vorhieronymianischen Uebersetzangen 
enthält. Ausführlichere Untersuchungen über die Beziehung des im 
Münchner Palimpseste erhaltenen Textes zu der handschriftlichen 
Ueberlieferung der Septuaginta u. der aus derselben gefertigten 
üebersetzungen bleiben sp&terer Zeit vorbehalten. Vgl. Literar. 
Centralbl. Nr. 8. Sp. 241—43. 

[353.] Caspar Abels niederdeutsche Gedichte. Von Ad. Hof- 
meister. 0. 0. n. J. gr. 8^. 25 S. (Aus dem Jahrbuch des 
Vereins für niederdeutsche Sprachforschung Jahrg. VIU.) 
Abdruck dreier Gedichte aus dem früher im Besitze des 
Herausg.*s befindlichen, gegenwärtig der Universitäts-Bibliothek zu 
Bestock gehörigen Handexemplar des Verf.'s, als Proben von dessen 



122 Liiteraiur und Misc^lton. 

anerkennenswerthem Bestreben für die Pflege der niederdeutschen 
Sprache, von denen das eine bereite früher (1729) gedruckt ist, 
die anderen beiden aber seither unbekannt geblieben sind. 

[854.] * Le Livre de Fortune. Recueil de 200 dessins ine- 
dits de Jean Cousin, publik d*aprds le manuscrit original de k 
Biblioth^ue de Tlnstitut; par Ludoyic Laianne. Paris, Bouam. 
1882. 4* 45 S. u. 200 Taf. Pr. 80 Fr. 

Gehört zur „Biblioth^ue internationale de rArt'\ 

[855.] "^ Lothringischer Psalter [Bibl. Mazarine No. 798], 
altfranzösische Uebersetzung d. XIV. Jahrhunderts, mit einer 
grammatischen Einleitung, enthaltend die Grundzüge der Gramma- 
tik des altlothrinigischen Dialects, und einem Glossar zum ersten 
Mal herausgegeben von Friedrich Apfelstedt (A. n. d. Tit.: 
Altfranzösische Bibliothek hrsg. von W. Foerster.) Heilbronn, 
Gebr. Henninger. 1882. 8«. LXttl, 177 8. Pr. n. 6 Mk. 

[856.] Bernm Britannicarum medii aevi Scriptores. — Begi- 
strum Epistolarum fratris Johannis Peckham, Archiepiscopi Can- 
tnariensis. Edited by Charles Trice Martin, B. A., F. S. A. 
Vol. L London, Longmans A Co. 1882. Lex. 8^ LXXV, 392 S. 
Pr. n. 10,50 Mk. (8. oben Nr. 111.) 

Aus der Lambeth Bibliothek. 

[357.] Aus Berlin hat W. H. Kühl von seinem Antiquarischen 
Anzeiger Nr. 9 yeröffentlicht u. angegeben, dass darin Miacellanea, 
„darunter Seltenheiten ersten Banges'S enthalten seien. Ich habe 
den 280 Nrr. starken Katalog mit Aufmerksamkeit durchgesehen, 
u. kann nicht läugnen, dass sich darin mehre seltener im Handel 
vorkommende Schriften verzeichnet finden. Aber „Seltenheiten ersten 
Ranges"! das ist eitel Dunst. 

[858.] Aus Dresden hat der 1. Sekretair der Kdnigl. öffent- 
lichen Bibliothek Paul Emil Richter, der sich um diese Anstalt 
durch Herausgabe ihrer Zuwachsverzeichnisse, sowie eines Verzeich- 
nisses ihrer Periodica verdient gemacht, das Dienstprädikat „Biblio» 
thekar'^ beigelegt erhalten. 

[359.] Aus Frankfurt a. M. ist am 30. Januar der Ober- 
bibliothekar der Stadtbibliothek Dr. Th. Haneisen, 73 Jahre alt, 
gestorben. 

[360.] Aus Leipzig hat die J. C. Hinrichs'sche Buchhand- 
lung im Börsenblatts f. d. Deutschen Buchhandel Nr. 19. S. 340 
eine „Systematische üebersicht der literarischen Erzeugnisse des 
deutschen Buchhandels in den Jahren 1881 und 1882'' mitgetheilt. 
Hieniach hat die Zahl dieser Erzeugnisse im letztverflossenen Jahre 
14,794, die Production des J. 1881 dagegen 15,191 (s. Anz. J. 
1882. Nr. 305) — also 897 weniger im J. IWZ als im J. 



LiUeratnr und MiscelleD. 123 

1881 — betragen. Von den genannten 14,794 gehören: 365 in 
das Fach der Sammelwerke, LitteraturwissenschafI, Bibliographie; 
1878 der Theologie; 1855 der Jurispradenz» Politik, Statistik, des 
Verkehrswesens; 847 der Heil Wissenschaft, Thierheilkonde ; 799 
der Naturwissenschaft, Chemie, Pharmacie; 158 der Philosophie; 
1990 der Pädagogik, Deutschen Schul bficher, Gymnastik; 404 der 
Jngendschriften; 559 der altclassischen n. orientalischen Sprachen, 
Alterthnrnswissenschaft, Mythologie; 487 der neueren Sprachen, 
altdeutschen Litteratur; 783 der Qeschichte, Biographien, Memoiren, 
des Briefwechsels; 370 der Geographie, Reisen; 190 der Mathe- 
matik, Astronomie; 345 der Kriegswissenschaft, Pferdekunde; 675 
der Handelswissenschaft, Gewerbskunde; 365 der Bau-, Maschinen- 
a. Eisenbahnknnde, des Bei^baues, der Schifißihrt; 99 der Forst- 
n. Jagdwissenschaft; 888 der Haus- u. Landwirthschaft, des Garten- 
baues; 1260 der Schönen Litteratur (Romane, Gedichte, Theater etc.); 
529 der Schönen Künste (Malerei, Musik etc.), Stenographie; 654 
der Volksschriften, Kalender; 28 der Freimaurerschriften ; 416 der 
Vermischten Schriften; 855 der Karten. 

[861.] Aus London ist als Supplement zu der Januar-Nr. 
der „Monthly Notes of the Library Association of the United King- 
dom*^ eine „List of Officers and Members for 1888'' mit aus- 
gegeben worden. Hiemach gehören der Gesellschaft 876 Mitglie- 
der an, worunter 1 President, 14 Vice-Presidents, 2 Past Presi- 
dents, 12 London Membera of Council, 7 Conntry Members of 
Council, 1 Treasurer, 1 Hon. Secretary u. 1 Auditor. Die Zahl der 
Ehrenmitglieder beträgt 80. 

[362.] Aus München hat die KCnigl. Hof- u. Staatsbiblio- 
thek aus der Verlassenschaft des am 29. Sptbr. 1882 zu Pisa ver- 
storbenen Dr. Pniner-Bey dessen Manuscripte in 13 starken Folio- 
fascikeln — anthropologischen u. ethnographischen Inhalts, sowie 
grammatische Abrisse der betreffenden Volkssprachen u. Messungen 
der betr. Schädel u. Individuen umfassend, nebst 297 Photogra- 
phien von Bacenschädeln u. Bacenindiyiduen — als Legat erhalten. 

(Allgem. Münchn. Zeit. Nr. 24. S. 339.) 

[863.] Aus Würz bürg ist der seitherige Scriptor der 
Königl. Universitäts-Bibliothek Victor Gramich aus dieser Stellung 
ausgeschieden. Die Stelle wird fortan nicht weiter besetzt; dafDr 
sollen ein bis zwei Studenten als Hilfisarbeiter verwendet werden, 

[364.] Russische Revue Monatsschrift für die Kunde Rnss- 
lands Herausgegeben von Carl Röttger. XXI. Band. (7. — 12. 
Heft.) St Petersburg, Schmitzdorff, 1882. gr. S\ 2 ßU. 
576 S. Fr. d. Jahrg. in 2 Bden f. d. Ausland n. 20 Mk. (S. 
Anz. J. 1882. Nr. 910.) 

Enthält: Das Ferghana-Thal. Nach Middendorff (Schluss). 



124 Litteratur und Miscellen. 

S. 1 — 31 — Zur Geschichte der Gesetzgebang in Ru^sland. Die 
gesetzgebende Yersammlang von 1767/68. Von Prof. A. Brückner. 
(Scbluss.) S. 31—51 — Die Indostrie Basslands im J. 1879. 
Von Friedrich Matthaei. (Schlnss.) S. 51 — 75 — Aus dem Be- 
richte der Kaiserlichen Bussischen Geographischen Gesellschaft ffir 
das J. 1881. S. 75 — 82 — Die Ghiliaken. Eine ethnographische 
Skizze. Von Dr. N. Seeland. S. 97—130 u. 222--54 — Das 
Pflanzenschaf (Baranetz). Von Eduard Brückner. S. 131 — 46 — 
Bnssland's Geflügelzucht u. deren yolkswirthschaftliche Bedeutung. 
Von Friedrich Matthaei. S. 146 — 69 — Mittheilungen aus dem 
Kaukasus. Nach dem „Kaukasischen Kalender für 1882'' von N. 
V. Seidlitz. 8. 169—86 — Baron Peter von üslar u. seine Thätig- 
keit auf dem Kaukasus. Von L. Sagorskij. S. 193 — 222 u. 
289 — 312 — üeber die Hausindustrie im Gouvernement Wologdu. 
Von Georg Staehr. S. 254—67 — Fischzucht, Fischfang u. Thran- 
gewinnung in Bassland. Von 0. Grimm. 8. 268 — 80 — Die 
Hausthiere Busslands. Von W. Kotelnikow, beai*beitet von Greorg 
Blau. S. 318—46 u. 418-55 — Die Bübenzucker-Fabrikation 
Busslands während der Campagne 1880/81. S. 347—74 — Von 
der Wolga. S. 385 — 418 — Das Gewohnheitsrecht der Kirgisen. 
Von I. Koslow. S. 456 — 74 — üeber den Einfiuss des Mondes 
auf die Geschwindigkeit der Luftströmung zu St. Petersburg. Vou 
Ernst Lejst S. 481 — 99 — Ueber die Bewohner des Altai u. 
die Tschemschen Tataren. Von N. M. Jadrinzew. S. 499 — 525 

— Die Weinkultur Busslands. Von D. Ssemenow. S. 525 — 36 

— Ueber die neuesten Veränderungen des russischen Zolltarifs vom 
J. 1868. Von Friedrich Matthaei. S. 536—65 — Aus dem 
archäologischen Kongresse in Tiflis. Eine neue Ausicht über die 
Eintheilung der Völkergruppen in der genealogischen Tafel der 
Genesis. Von Dr. A. Harkavy. S. 566 — 71 — Literaturbericht. 
S. 82— 9Ü u. 374—75 — Kleine Mittheilungen. S. 93—95, 
186—90, 280—86, 376—83, 474—78 u. 572—74 — Bevuc 
Bussischer Zeitschriften. S. 95—96, 190—92, 286—88, 383, 
479—80 u. 574—76 — Bussische Bibliographie. S. 96, 192, 
288, 384, 480 u. 576. — Als von besonderem Interesse ist dar- 
unter die auf Veranlassung der Kais. Buss. Geographischen Ge- 
sellschaft verfasste Lebensskizze des hochverdienten, seither aber 
noch nicht nach Gebühr gewürdigten Barons Peter v. üslar (geb. 
20. Aug. 1816 a. Si im Dorfe Kurowo im Kreise Wyschnewolo- 
tschok des Gouvernements Twer u. gcst 8. Juni 1875 daselbst) 
hervorzuheben, der seine hauptsächliche Thätigkeit dem Kaukasus 
gewidmet und sich in dieser Beziehung durch seine historischen, 
ethnographischen u. besonders linguistischen Forschungen ausge- 
zeichnet hat. J. P. 



Drnck von Job. PKatler In Dreaden. 



NEUER ANZEIGER 

fOr 

Bibliographie und Bibliothekwissenschaft. 

Herausgegeben von Dr. J. Petzholdt. 



April. 



Inhalt: 



1883. 



Zar Erinnerung an Karl Witte. — Zar Erinnerong an den Eanileisekre- 
tair Nagel in Dresden. — Deatsche Fürsten als Dichter nnd Schriftsteller. 
Die Herzogin Amalia za Sachsen. (Schlass folgt) — Noch eilimal der 
Monitenr des Dates! Von Dr. M. Thamm. — litterator and Miscellen. 

Allgemeine Bibliographie. 



[865.] Zar Erinnemng an Karl Witte. 

Der Gtoh. Ober-Jastizrath Dr. Karl Witte, OrdinarioB der 
jaristischen Facultät u. Senior der Universität zn Halle s. 8. (geb. 
1. Juli 1880 zu Lochau b. Halle) ist am 6. M&rz 1883 in dem 
für ein „Wunderkind'' — denn dies war Witte in der That — 
ungewöhnlich hohen Alter von fast 88 Jahren gestorben. 

Witte war ein ausgezeichneter Kenner der Italienischen Lit- 
teratur u. insbesondere unter den Dantegelehrten des In- und Aus- 
landes, Italien selbst nicht ausgenommen , als der erste in der 
Gegenwart anerkannt Um seiner grossen Verdienste auf dem Ge- 
biete der Dantelitteratur willen war ihm auch von Seiten der berühmten 
Accademia della Crnsca, neben dem König Johann y. Sachsen u. 
Alfred v. Beumont» die für Nichtitaliener seltene Ehre der Ernen- 
nung zum Mitgliede zu Theil geworden. Nicht minder hatte ihm 
um derentwillen der König Johann als Protektor der von Witte 
ins Leben gerufenen Deutschen Dantegesellschaft das Gomthurkreuz 
des Königl. Sachs. Albrechtsordens I. Gl. mit dem Stern verliehen. 

Es war im J. 1827, wo Witte zuerst als Dantelitterat 
anftrat, u. eine Ausgabe der Epistolae veröffentlichte, sowie in 
Gemeinschaft mit Kannegiesser Dante*s Lyrische Gedichte in 
Deutscher Uebersetzung mit dem Originaltext u. einem Kommentar 
(II. Aufl. ohne Originaltext 1842) herausgab: an der Uebersetzung 
selbst hatte Witte zwar nur geringen Antheil genommen, dafür 
aber den Kommentar allein bearbeitet Dann kam jedoph eine 
l&ngere Pause, ehe Witte als Dantelitterat mit einer grösseren Ar- 
beit — denn kleinere, z. B. über den Ottimo Comento a Dante etc., 
waren als Zeichen, daas er sich fortdauernd mit Dantestudien be- 
schäftige, inzwischen erschienen — wieder hervortrat, u. zwar 1862 
mit einer kritischen u. auf den sorgfiQtigsten Studien beruhenden 
Ausgabe der Divina Commedia, die selbst in Italien als die beste 

10 



126 Zar Erinnerang an Karl Witte. 

allgemeine Anerkennung gefunden hat. Hiei-auf folgten 1863 u. 
im Laufe der Jahre bis 1871 eine Ausgabe der Schrifb de Mo- 
narcbia (IT. Aufl. 1874), sowie 1865 eine mit Kommentar beglei- 
tete metrische üebersetzung der Göttlichen Komödie, wovon bereits 
1861 die ersten sechs Gesänge als Frohen Teröffentlicht worden 
waren, u. 1876 eine III. Auflage erschienen ist Hieran schlössen 
sich 1869 ein Band Dante-Forschungen, zu. dem 1879 noch ein 
zweiter gekommen ist, u. 1876 eine Ausgabe der Yita Nnova. 
Ausserdem gab Witte noch als Vorsitzender des Vorstandes der 
Deutschen Dantegesellschaft 1867 — 71 die drei ersten mit ver- 
schiedenen eigenen Beiträgen geflülten Bände des Gesellschafts- 
Jahrbuches heraus. 

Auch in seiner Fachwissenschaft^ der Jurisprudenz, ist Witte 
wiederholt al^ Schriftsteller, wie über die Quellen des Komischen, 
resp. Byzantinischen Rechtes, u. über Prenssisches Becht, aufgetreten, 
aber diese Arbeiten werden hinsichtlich ihres Werthes jedenfalls 
von seinen in den Mussestunden gepflegten Dantearbeiten überwogen, 
80 dass man wohl mit Becht behaupten darf, durch Wittens Tod 
habe die Dantelitteratur mehr als dessen Fachwissenschaft verloren. 

Von vielem Interesse ist die 1819 in zwei Bänden von Wittens 
Vater herausgegebene Schrift über die „Erziehungs- u. Bildungs- 
geschichte** des Sohnes, der schon in frühester Jugend um seiner 
überraschend grossen Fortschritte, namentlich in den Sprachen, 
willen besonderes Aufsehen erregt hat u. als Wanderkind angestaunt 
worden ist. König Johann hat als achtjähriger Knabe bei seinem 
Aufenthalte in Leipzig 1809 Gelegenheit gehabt, den ueuiigährigen 
Witte alles ihm Vorgelegte auf der Stelle ins Französische, Eng- 
lische, Italienische, Lateinische u. Griechische fertig übersetzen zu 
hören. J. Petzholdt 

[866.] Zar Erinnerang an den Kanzleisekretair Nagel 

in Dresden. 

L. Christian Gk>ttlieb Nagel, der vor wenigen Jahren erst 
(1878) als Kanzlist der Königl. öffentlichen Bibliothek in Dresden 
sein fünfzigjähriges Dienstjubiläum gefeiert hatte*), u. bald darauf in 
den wohlverdienten Buhestand getreten war, hat sich dieser irdischen 
Buhe, die er noch im Interesse seiner naturwissenschaftlichen Lieb- 
lingsstudien voll u. ganz in geistiger Frische auszunutzen gedachte, 
nicht lange zu erfreuen gehabt, sondern er ist von seinem Arbeits- 
felde vor kurzem zur ewigen Buhe abberufen worden: er starb in 
Dresden am 4. März im Alter von 79 Jahren u. 5 Monaten. Meines 
Wissens hat er auf dieser Erde keinen Feind hinterlassen, vielmehr 
haben alle, die mit ihm in dem ganzen Laufe der Jahre in Be- 



•) S. Ani. J. 1878. Nr. 90. 



Zur Ermnernng an den Kanzleisekretaif Nagel in Dresden. 127 

rührong gekommen sind, ihn, den allzeit freundlichen und dienst- 
fertigen Biedermann, liebgewonnen n. hochgehalten. Zahlreiche 
Freunde geleiteten ihn zu seiner letzten Buhestätte, u. gestalteten 
dadurch den Tag seines Begräbnisses zu einem Ehrentage, wie ihn 
sich der Verstorbene in seinem bescheidenen Sinne wohl kaum ge- 
dacht haben wird. Denn Bescheidenheit ist stets eine der Haupt- 
tugenden des sei. Nagel gewesen. 

Als früher sehr fleissiger Besucher der E6uigl Bibliothek 
habe ich vielfach Gelegenheit gehabt, den Verstorbenen in seiner 
Amtsthätigkeity die bereits in dem Ebert'schen goldenen Zeitalter 
begonnen hatte, zu beobachten, u. ihn jederzeit in seinem Dienste 
thätig, zugleich aber auch mitten in der Arbeit gegen jeden Be- 
sucher der Bibliothek ohne Ansehen der Person stets mit seinem 
lieben freundlichen Gesichte zuvorkommend u. dienstfertig gefunden. 
Meine beiden alten Freunde, den ebenfalls noch aus der Ebert'schen 
Schale stammenden Sekretair und späteren Bibliothekar Lossnitzer 
u. den Sekretair Vogel, darf ich zwar auch als Muster von Ge- 
fälligkeit u. Dienstfertigkeit rühmen, aber sie hatten doch dann u. 
wann ihre Augenblicke, wo sie sich, aufgestört in ihrer Arbeit, 
etwas kurz angebunden zeigerf konnten: solche Augenblicke hatte 
Nagel jedoch nie, u. vollends fremd war ihm die Schroffheit, mit 
welcher der Sekretair Manitius, vielleicht in Folge krankhafter 
Stimmung, den Besuchern der Bibliothek nicht selten begegnete. 
Wie oft habe ich ihn auf eine Anfrage nach dem u. jenem Buche 
barsch antworten hören: „Ist nicht zu Haus, ist ausgeliehen''; u. 
doch ergab es sich hinterher, wenn man bei Nagel, der das Aus- 
leihe-Kontrollbuch zu f&hren hatte, Nachfrage hielt, dass das ver- 
langte Buch bereits an die Bibliothek zurückgeliefert worden sei — 
u. der gefällige Nagel beeilte sich, das betr. Buch zur Stelle zu 
schaffen. Denn im Laufe seiner langen Dienstzeit hatte sich Nagel 
in der Bibliothek eine grosse LokaUtenntniss erworben, die ihn im 
Vereine mit seiner steten Gefälligkeit den Besuchern der Bibliothek 
beuonders lieb n. werth u. nützlich machte. Es wird sich sicher 
noch so Mancher gern der Zeit erinnern, wo er in der Bibliothek 
mit dem freundlichen Nagel im Verkehr gewesen ist Ich für 
meine Person werde stets an jene Zeit ein dankbares Andenken 
bewahren. J. Petzholdt. 

[367.] Dentsdie Fflrsten als Biehter and Schriftsteller» 

Die Herzogin Amalia zn Sachsen. 

„Die Pflege der Wissenschaften u. Künste ist,'' schreibt Seidig, 

*) S. „Deutsche Fürsten als Dichter u. Schriftsteller. Mit einer Aus- 
wahl ihrer Dichtungen. Von den Hohenstaufen bis zur Gegenwart. Eni 
Beitrag zur deutschen Litteraturgeschichte von Fr. Xav. Seidl. Regens- 
bürg, Coppenrath. 1883. 8«. 4 Bit CII, 194 S. Pr. n. 6 Mk." 

10* 



128 > Deutsche Fürsten als Dichter und Schriftsteller. 

König]. Professor am Gymnasium zu Regensburg» ,,Ton Alters her 
immer eine der schönsten Perlen in den Kronen der Fürsten ge- 
wesen. Ihnen standen zun&chst all die reichen Mittel zu Gebote, 
die in den ersten Ani&ngen unserer Litteratur zur Hebung u. Ver- 
edelung derselben nothwendig waren. Auf ihr Geheiss erwuchsen 
zur Bildung der Völker u. zur Pflege der Sprache Pflanzstätten u. 
Schulen, zu deren Errichtung u. Förderung sie alle als echte M&- 
cenaten beitrugen^. Allein» föhrt Seidl fort, die Fürsten haben 
nicht nur der Litteratur u. Kunst ihren freigebigen Schutz ange- 
deihen lassen, „sondern es ragen viele von ihnen auch als Fürsten 
des Geistes hervor, die ihr Haupt nicht blos mit der Krone des 
Herrschers, sondern auch mit dem Lorbeer des Dichters zu schmücken 
berufen waren. Keine Litteraturgeschichte ist reicher an erlauchten 
Namen als die Deutsche, u. ein Blick auf das schriftstellerische 
Wirken der fürstlichen Dichter liefert uns den Beweis, dass manche 
von ihnen mit Recht den Besten unserer Autoren an die Seite ge- 
stellt werden dürfen'^ Zwar fügt Seidl hinzu: „Im allgemeinen 
steht die Muse der Dichtkunst selten an der Wiege eines Königs- 
kindes. Sie trägt ihre geweihten Fittiche weit öfter in die be- 
scheidenen Wohnungen gewöhnlicher Erdenbürger, denen sie mit 
ihren Gaben die Noth des Lebens zn erleichtern strebt. Es mag 
Leid und Freud auch im Leben der Grossen wechseln, wie im 
Leben jedes einfachen Sterblichen: allein jenen steht doch die Er- 
füllung aller ihrer Wünsche leichter zu Gebote; seltner schlagen 
die Wogen stürmischer Leidenschaften an ihre Brust; die Folgen 
gewaltiger Ereignisse berühren nicht immer so tief die Geschicke 
ihres von der Liebe ihrer Völker geschützten u. gehegten Daseins, 
u. ohne Kampf mit der Sorge ums tägliche Brod können die Be- 
glückten frei u. unabhängig des Augenblicks harren, wo der Ge- 
nius sie berührt. Daher sind die geistigen Produkte solch hoch- 
gestellter Autoren auch immer mit ganz anderem Maassstabe zu 
messen. Aber dennoch,'^ fährt Seidl fort, „brauchen die dichterischen 
Erzeugnisse der meisten erlauchten Verfasser keine noch so strenge 
Kritik zu fürchten. Viele derselben erheben sich weit über jeden 
Dilettantismus u. erscheinen uns nicht etwa als blosse Eingebungen 
glücklicher Mussestunden, sondern dringen uns oft zu Herzen als 
frischquellende Töne echter Poesie". 

Mag man sich auch nicht mit allem und jedem, was Seidl in 
fast zu überschwänglicher Weise in Vorstehendem über die Erzeug- 
nisse der Muse fürstlicher Personen gesagt hat, einverstanden er- 
klären, so kann man ihm doch willig zugestehen, dass die Poesie 
u. Wissenschaft überhaupt an den fürstlichen Höfen, zumal den 
Deutschen, selbstthätig gern u. viel gepflegt worden ist, u. dass 
es grosses Interesse, gewährt, eine üebersicht aller der fürstlichen 
Personen zu erhalten, welche hauptsächlich auf dem (Gebiete der 



Li 



Deutsche Fürsten als Dichter und Schriftsteller. 129 

Poesie selbstthätig gewesen sind. Eine solche Uebersicht findet 
man mit anerkennenswerthem Fleisse im Seidl*schen Werkchen 
zusammengestellt, welches in zwei Theile zerf&Ut, von denen der 
eine ans einer einleitenden litterarhistorischen Sk£zze besteht, u. der 
andere eine Auswahl Ton Dichtungen fürstlicher Personen (in drei 
Gruppen: Fürstliche Minnesänger; Dichter u. Dichterinnen geist- 
licher Lieder; Gedichte verschiedenen Inhalts) umfasst Schade, 
dass dem Werkchen kein Namenregister beigegeben worden ist, 
aus dem nicht nur die überraschend grosse Anzahl der vom Yer£ 
erwähnten fürstlichen Personen ersichtlich geworden w&re, sondern 
welches auch den Lesern dazu gedient hätte, gleich au&ufinden 
wo über die eine u. die andere Person die betr. Mittheilung zu 
finden ist Ich habe mir im Interesse des Seidl'schen Werkchens 
die Mühe genommen, das fehlende Namenregister in Nachstehendem 
zusammenzustellen. 

Adalbert, Prinz v. Bayern. S. L. 

Adalbert, Prinz y. PreusSen. S. LXVL 

Aemilie Juliane, Gräfin zu Schwarzburg-Budolstadt S. XXV— 
XXVI u. 29—80. 

Albrecht (Alcibiades), Markgraf y. Brandenburg-Baireuth-Kulm- 
bach. S. XVI u. 22—28. 

Alexander, Graf y. Württemberg. S. LXIX— LXXI. 

Alexandra, Prinzessin y. Bayern. S. XLVIII — XLIX. 

Alfons, König v. Caatilien. S. XI. 

Alfons der Weise, König y. Spanien. S. XIII. 

Amalie, Herzogin zu Sachsen. S. LVm — LX. 

Amalie, Prinzessin y. Schleswig-Holstein- Augustenburg. S.LXX1I. 

Anna, Markgräfin y. Baden. S. XXVIL 

Anna Sophie, Landgräfin y. Hessen. S. XXIV. 

Anton Ulrich, Herzog zu Braunschweig- Wolfenbüttel-Lüneburg. 

s. xxn— xxm u. 17—19. 

Benigna Marie, Gräfin y. Zinzendorf. 8. XXVUI. 

Carl, Herzog y. Braunschweig. S. LXIV. 

Carl L König y. England. S. XX. 

Carl, Herzog zu Mecklenburg-Strelitz. S. LIV — LV. 

Carl XV., König y. Schweden. S. LXXIII— LXXIV u. 85—89. 

Carl Albrecht, Kurfürst y. d. Pfalz (später Kaiser Carl VIF.) 

s. xvm— XIX. 

Carl Ludwig Johann, Erzherzog yon Oeeterreich. 8. LXXII. 
Carl Theodor, Herzog in Bayern. S. LIII— LIV. 
Catharina Parr, Königin y. England. S. XIX— XX. 
Catharina II., Kaiserin y. Bussland. S. XXX— XXXI. 
Christian Friedrich Alexander, Graf y. Würtemberg. S. 53 — 56. 
Christine Auguste, Königin y. Schweden. S. XXIX. 
Conradin der Hohenstaufe. S. VII u. 7. 



180 Deatsche Fürsten als Dichter and Schriftsteller. 

Dini«, König von Portugal. S. XII— XHI. 

Duarte, König v. Portugal. S. XIII. 

Eduard VI. König y. England. S. XX. 

Eleonora Maria Bosalia, Herzogin zu Troppau u. Fürstin v. 

Lichtenstein. S. XXXI. 
Eleonore, Fürstin zu Reuss. 8. LXXVI— LXXVII u. 180—38. 
Elimar, Herzog y. Oldenburg (pseud. Anton Günther). 8. 

LXXXIV— LXXXVI u. 155—87. 
Elisabeth, Markgräfin y. Baden. 8. XXVI— XXVII n. 88—34. 
Elisabeth, Königin y. England. 8. XX. 
Elisabeth, Landgräfin y. Hessen-Cassel 8. XXVI. 
Elisabeth Eleonore, Herzogin y. Meiningen. 8. XXVn. 
Elisabeth Charlotte, Herzogin y. Orleans. 8. XXVai— XXIX. 
Elisabeth, Königin y. Bum&nien (pseud. Carmen Sylya). 8. 

LXXXIX— XCVI u. 145—52. 
Emil Leopold August, Herzog y. Sachsen -Gotha- Altenburg, 

8. LXIIL 
Emmerich Joseph, Kurfürst y. Mainz. 8. XXX. 
Enzio, König yon Gallura u. Torre. 8. VI. 
Erdmuthe Dorothea, Gräfin yon Zinzendorf. 8. XXVni. 
Erich XIV^ König y. Schweden. 8. XXI. 
Ernst IT., Herzog y. Sachsen-Coburg-Gotha. 8. LXXIV— LXXVI 

u. 125—29. 
Ernst August, Herzog y. Sachsen-Weimar. 8. XXXF. 
Eugen Erdmann, Herzog y. Württemberg. LXIV u. 60 — 69. 
Eugen Friedrich, Prinz y. Württemberg. 8. LY. 
Eugen Wilhelm Alexander Erdmann, Herzog y. Württemberg. 

8. LXVII— LXVin. 
Ferdinand Albrecht', 'Herzog y. Braunschweig - Lüneburg. 8. 

XVI— XVII. 
Franz L, König y. Frankreich S. XX. 
Friederike Sophie Wilhelmine, Prinzessin y. Preussen. S. XXXIX. 
Friedrich Barbarossa, Kaiser. 8. V. 
Friedrich H., Kaiser. 8. VI. 
Friedrich Wilhelm, Kronprinz des Deutschen Reichs u. yon 

Preussen. S. XCVII. 
Friedrich IV., Kurfürst y. d. Pfalz, 8. XVm. 
Friedrich der Grosse, König y. Preussen. 8. XXXV— XXXIX 

u. 35—41. 
Friedrich August, König y. Sachsen. 8. LXIV. 
Friedrich Christian, Prinz y. Schleswig- Holstein -Noer. 8. 

LXV— LXVI. 
Friedrich Anton, Fürst zu Schwarzburg-Rudolstadt. S. XXVII. 
Friedrich Wilhelm, Graf yon Württemberg u. Herzog y. Urach. 

S. LXXI— LXXII. 



Deatoche Fürsien als Dichter und Schriftsteller. 131 

Georg, Markgraf, Fürst Ton Jägemdorf, 8. XVII. 

Georg, Prinz v. Oldenburg. S. LXVI'-LXyil u. 42—44. 

Georg, Prinz y. Preossen (pseud. G. Conrad.) S. LXXVII— 
LXXIX u. 99—124. 

Gnstay Adolf, Herzog ▼• Mecklenburg. S. XXIII. 

GnstaT HL, König ▼. Schweden. S. XXXIX— XL. 

Heinrich YI., Kaiser. S. Y und 8—4. 

Heinrich L, Herzog v. Anhalt. S. X u. 8—9. 

Heinrich HL, Herzog v. Brabant S. IX. 

Heinrich Julius, Herzog v. Braunschweig. S. XV — XVI. 

Heinrich IV., Herzog y. Breslau. & IX— X u. 14. 

Heinrich Vm., König y. England. S. XIX. 

Heinrich IV., König y. Frankreich. S. XX. 

Heinrich, Markgraf y. Meissen. S. IX u. 13. 

Hermann, Fürst z. Wied. S. LXV. 

Hortensia Bonaparte, Königin y. Holland. S. LXXIII. 

Jakob I., König y. Schottland. S. XV. 

Jakob V., König y. Schottland. S. XIX. 

Jakob VI., König y. Schottland. S. XV. 

Jakobäa, Gräfin y. Holland. S. XVIL 

Johann L, Herzog y. Brabant. 8. IX u. 10. 

Johann Kasimir, Pfalzgrat S. XVm. 

Johann n., Herzog y. P&lz-Simmem. S. XVHI. 

JohannFriedrichl. derGrossmüthige, Kurfürst y. Sachsen. S.XVI. 

Johann Friedrich der Mittlere, Herzog zu Sachsen. S. XVII. 

Johann I., König y. Sachsen. S. LX— LXUI u. 80—84. 

Johann II., Herzog y. Zweibrücken. S. XIX. 

Joseph Bonaparte, König y. Spanien. S. LXXIII. 

Juan Manuel, Prinz y. Spanien. 8. XIII. 

Lorenzo di MedicL 8. XV. 

Lothar, Herzog y. Braunschweig. 8. XI. . 

Louise Henriette, KurfQstin y. Brandenburg. 8. XXIV u. 26—28. 

Louise Auguste, Herzogin y. Schleswig -Holstein -Sonderburg- 
Augustenburg. 8. LIV u. 45 — 52. 

Louise, Fürstin zu Wied. S. LV. 

Lucien Bonaparte, Prinz. 8. LXXII. 

Ludämilie Elisabeth, Gräfin zu Schwarzburg -Budolstadt 8. 
XXIV— XXV. 

Ludwig, Fürst y. Anhalt. S. XXI— XXH. 

Ludwig Wilhelm, Markgraf y. Baden. 8. XXXIX. 

Ludwig L, König y. Bayern. 8. XL— XLm u. 70—72. 

Ludwig XII., König y. Frankreich. 8. XV. 

Ludwig, Landgraf y. Hessen. 8. XXIII. 

Ludwig Bonaparte, König y. Holland. 8. LXXIII. 

Ludwig Salyator, Erzherzog y. Oesterreich. 8. LXXIX— LXXXIII. 



132 Deutsche Fürsten als Dichter und Schriftsteller. 

Ludwig VL, Kurfttrst v. d. Pfals. S. XVIII. 

Ludwig Friedrich I., Fürst zu Schwansburg-Budolstadt. S. XXVn. 

Ludwig» Herzog y. Württemberg. S. XYIL 

Luiz, König v. Portugal. S. XCVm— XCIX. 

Magdalena Sibylia» Herzogin v. Württemberg. S. XXIV. 

Manfred, Fürst v. Tarent. S. VI. 

Margaretha v. Navarra. S. XXI. 

Margaretha, Herzogin y. Savojen. S. XIV. 

Maria Elisabeth, Markgräfin y. Brandenburg-Kulmbach. S. XXIV. 

Maria Anna, Erzherzogin y. Oesterreich. S. XXXL 

Maria, Prinzessin y. Portugal. S. XIII. 

Maria Antonia Walpurgis, Kurfürstin y. Sachsen. S. XXXI — XXX V. 

Maria Josepha, Königin y. Spanien. S. LXIV — LXV. 

Maria Antonia» Erzherzogin, Prinzessin y. Toskana. S. XCVI — 

XCVII u. 168—64. 
Maria, Königin y. Ungarn u. Böhmen. S. XVil. 
Maximilian I.» Kaiser. S. Xm— XIV. 

Maximilian H.» König y. Bayern. 8. XLIII— XLVIH u. 78—79. 
Maximilian, Herzog in Bayern. S. LI — Uli. 
Maximilian L, Kaiser y. Mexiko. S. LV— LVH u. 90—98. 
Maximilian, Prinz zu Wied. 8. LXV. 
Maximilian Emanuel, Herzog y. Württemberg. S. XXX. 
Moritz, Landgraf y. Hessen-Cassel. S. XVI. 
Moritz, KurfOrst y. Sachsen. S. XVI. 
Napoleon I., Kaiser y. Frankreich. S. LXXII — LXXin. 
Napoleon Hl., Kaiser y. Frankreich. S. LJULIU. 
Nikolaus 1., Fürst y. Montenegro. S. XGIX u. 193—94. 
Oskar L, König y. Schweden. 8. LXXIIL 
Oskar IL, König y. Schweden. S. XCVn— XCVIII u. 188—92. 
Otto, Markgraf y. Brandenburg. S. XI u. 11 — 12. 
Otto Heinrich y. d. Pfalz. S. XVIIL 
Paul Wilhelm, Herzog y. Württemberg. S. LXV. 
Pauline Christine Wilhelmine, Fürstin y. Lippe-Detmold. S. LXV II. 
Pedro I., König y. Portugal. S. XU 
Pedro, Prinz y. Portugal. 8. Xm. 
Bichard Löwenherz, König y. England. S. VI. 
Rudolf, Kronprinz y. Oesterreich. 8. LXXXVI— LXXXVHL 
Sidonia, Herzogin zu Sachsen. (Nicht die Schwester der Herzogin 

Amalie, wie Seidl irrthümlich angegeben hat, sondern deren 

Nichte.) S. LX u. 24—26. 
Sophie, Königin y. Dänemark. S. XXI. 
Sophie Elisabeth, Prinzessin y. Mecklenburg. 8. XXTII. 
Sophie, Prinzessin y. Sachsen-Coburg. S. LIV. 
Sophie Elisabeth, Herzogin y. Sachsen-Zeitz. 8. XXIV. 
Therese, Prinzessin v. Bayern. S. XCVL 



Deutsche Fürsten als Dichter and Schriftsteller. 133 

Thibaut IV., König v. Navarra. S. X— XL 

Ulrich Y. Lichtenstein. 8. IX. 

Vera, Herzogin y. Württemberg, Grossfürstin y. Bassland. S. 

LXXXVm— LXXXIX u. 139—44. 
Waldemar, Prinz y. Preussen. S. LXV. 
Wenzel IL, König y. Böhmen. S. VII— VIU u. 5—6. 
Wilhelm ü., Graf y. Holland. S. XXXL 
Wilhelm U., Herzog zu Sachsen-Weimar. S.XXllI u. 20—21. 
Wilhelm, Graf y. Württemberg. S. 57—59. 
Witzlaw, Fürst y. Bügen. S. XI. 

Das Werkchen Yon Seidl hat mir Anregung dazu gegeben, 
mich an meine Yor nunmehr 10 Yollen Jahren im Anz. J. 1871, 
Nr. 1. 895. 546. 657 u. J. 1873. Nr. 811 Yeröffentiichten litte- 
rarischen Mittheilungen über eine der Yom Verf. gefeierten fürst- 
lichen Dichterinnen, die Herzogin Amalia zu Sachsen, zu erinnern, 
a. auf deren VerYollstandigung Bedacht zu nehmen. Ich lasse 
daher das, was mir inzwischen Yon Schriften über u. Yon der 
Prinzessin bekannt geworden ist, hier noch folgen, u. benutze dabei 
auch mit die Gelegenheit, eine launige poetische Schilderung der 
Prinzessin Yon ihrem in Begleitung des Kaisers Franz u. der 
Kaiserin Charlotte y. Oesterreich am 20. Mai 1819 ausgeführten 
Besuch des VesuYS, dessen in den Duboc'schen „Memoiren'^ S. 
184—36 gedacht ist, als Beitrag zum Seidrschen Werkchen zu 
YeröfFentlichen. (Scbluss folgt.) 

[368.] Noch einmal der Honltenr des DatesI 

Bereits ist im Januar-Hefte des Anz.*s Nr. 5 durch den 
Herausg. in gebührender Weise des Versuches Yon Schramm-Mac- 
donald gedacht worden, das Yon dem Unterzeichneten Yerfasste 
Schnlprogramm des Laubaner Gymnasiums Yon 1881 in den Augen 
der mit demselben unbekannt gebliebenen Leser des Vorwortes zum 
letzten n. neunten Bande des Moniteur als das Werk eines Kri- 
tikasters ohne Sachkenntniss zu diskreditiren, eines Versuches, dessen 
Gelingen durch den umstand ausserordentlich erleichtert schien, 
dass Gymnasialprogramme nicht in den gewöhnlichen buchhänd- 
lerischen Verkehr zu kommen pflegen. Ich habe zu diesem eigen- 
thümlichen Verfahren, das den als gesellschaftliches Feigenblatt 
allenfalls hinzunehmenden Grundsatz: nomina sunt odiosa in die 
wissenschaftliche Kritik einschmuggeln will, noch Folgendes zu be- 
merken. In der Yon mir Yerfassten Abhandlung habe ich auf 20 
Quartseiten über 800 Versehen,* Irrthümer u. grobe Fehler des 
Moniteur des Dates besprochen, nicht aber, wie Schramm's Fassung 
des Citates im Vorwort absichtlich nahe legen zu wollen scheint, 



t34 Noch einmal der Monitear des Daies! 

Margarethe Schwan oder deren VerhSltniss zu Schiller. Auf dies 
bezieht sich eine einzige Notiz meiner Kritik, die ich anch nach 
Nennung der Quelle Schramm's aufrecht erhalte. Dass er sich seine 
sogenannte „Berichtigung" von Schiller*s „sämmtlichen Biographen" 
nicht ersonnen hatte, habe ich mir schon vor seiner ausdrücklichen 
Versicherung gedacht; doch seine Quelle kann ich als maassgebend 
nicht anerkennen, da ich Journale, wie die Gartenlaube — so 
trefflich diese sonst sein mag — oder etwa gar die Allgemeine 
Modenzeitung, häufig Schramm*8 einzige Quelle, nicht als solche im 
wissenschaftlich-historischen Sinne gelten lassen kann u. Herr Leyser 
keine Autorität ist, — sonst würde er wohl im Moniteur durch 
Oettinger-Schramm einen Platz u. damit seinen Antheil an „Un- 
sterblichkeit'* zugewiesen erhalten haben. Es bleibt mithin von 
den ohne Namensnennung erfolgten Vorwürfen Schramm*s gegen 
die „Kritiker" nur der übrig, dass sie die Vollendung des Werkes 
hätten abwarten sollen, ehe sie kritisirten. Obschon ich diesem 
Einwände rechtzeitig begegnet bin (Programm von 1881, S. 31), 
so will ich doch denselben für discutabel erklären u. dem Gegner, 
trotzdem er auf so hohem Pferde sitzt, insoweit entgegenkommen, 
dass meine folgende neue Kritik sich in der Hauptsache nur gegen 
Versehen, Irrthümer u. grobe Fehler des nun für abgeschlossen 
erklärten Werkes richten soll, obschon ich aus dem Hauptwerke 
an Zahl bequem das Dreifache der schon aufgezählten Fehler nach- 
weisen könnte. Ich halte mich dabei an die in der Programm- 
Abhandlung von mir befolgte Beihenfolge. 

Von den „Fehlern, die aus ungenügender Kenntniss der Ge- 
schichte hervorgegangen sind" (Prg., S. 18 — 20) ist nur einer kor- 
rigirt, der hinsichtlich Alezander's von Pherae begangene, dagegen 
bleibt u. a. nach wie vor Aspasia die (beliebte des Bildhauers (I) 
Perikles, Caligula der Sohn des Kaisers (1) Germanikus, Arminins 
ein Opfer der Teutoburger Schlacht (um 201); es bleibt die Fabel 
von Emma u. Eginhard, Trotzendorf (f 1556) Wallensteins (geb. 
1583) Lehrer. 

Dazu kommen neu: IX, 101 Konrad I. u. UI. als Kaiser, 
IX, 14 die Unbekanntschaft mit Wieland's Beschützerin (cf. richtig 
I 27 Anna Amalie), die fölschlich Amalie Anna genannt wird u. 
nicht schon 1801 gestorben ist, u. Göthe*s Lotte, Charlotte Buff; 
so richtig statt Bieff, wie I, 91 steht. Ich füge schon hier hinzu, 
dass auch grobe geographische Irrthümer untergelaufen sind. 

Zweitens habe ich die „doppelte Aufführung derselben Per- 
sonen, ohne dass ihre Identität bemerkt worden wäre'', gerügt (Bei- 
spiele S. 20 — 21 u. S. 88) u. als auffälligstes Beispiel den Grafen 
Mastai-Ferretti , den Bischof von Imola, späteren Papst Piua IX., 
erwähnt. Korrigirt ist davon das Wenigste; selbst nicht das über 
die Kaiser mit dem Namen Lothar fälschlich Gebrachte. Neu hinzu 



Noch eiomal der Honiiear des Daies! 185 

fOili^e ich folgende Beispiele: IX, 12 Cesare dell* Acqua, der schon 
VIT, 56 unter D aufgeführt worden war, Johann Valentin Adrian 
als noch lebend (längst todt), schon richtig mit Angabe des Todes- 
jahres 1} 6; Nikolaus Afinger schon I, 7. IX, 14 Anna Amalie 
(et Abschnitt I), IX, 18 Barbu = Waxenstein schon YII, 15; Balao- 
Yitri (cf. Abschnitt V.). IX, 20 ein Theologe Ferdinand Christian 
Bauer, welcher schon I, 65 richtig als Christian von Baur an- 
gef&hi-t ist. Gemeint ist das berühmte Haupt der Tübinger Schule. 
IXy 20 Bayerle, welcher fölschlich YII, 28 Beyerle heisst. Doch 
ist an dieser letzteren Stelle richtig seines Todes gedacht. IX, 
22 Beijnen, wozu IX, 101 Eoolemans Beynen zu vergleichen ist. 
(Letzteres korrekt). IX, 24 Bertin de Yaux cf. VU, 22. Der 
Kürze halber setze ich jetzt die doppelt aufgeführten Namen voran 
und die Seitenzahlen dahinter: Karl Heinrich Boheman IX, 28 
u. Vn, 28, Charles de Bonnet IX, 29 u. I, 108, Bosboom IX, 
29 cf. Toussaint Y, 125, Bourbon-Braganza IX, 30 cf. Sebastian 
Y, 48, Lnjo Brentano IX, 81 u. YII, 34, Charles Brooks IX, 82 
u. Yn 35, Lotte Buff IX, 34 u. Bieff (1) I, 91, Bytschurin u. YII, 
25 Bitschnrin, Castiglione IX, 88 u. Harcello IX, 118, Des Am- 
brois IX, 48 u. Ambrois IX, 14, Graf Drechsel IX, 52 u. n, 81, 
Dum^ril IX, 53 u. M^ril YUI, 84, Herzog IX, 87 u. Hertzog n, 
188, Hesshusius IX, 87 u. schon n, 189 u. YII, 103 als Hes- 
husins, Krauss IX, 102 u. HI, 77, Lenzoni IX, 107 u. HI, 117 
u. s. w. 

Drittens habe ich unter „kleineren Unrichtigkeiten^* mehre 
Yersehen u. Fehler zusammengefasst, fCtr die im Anhange nicht 
nur fast nirgends eine Bemedur eingetreten ist, sondern die zum 
Theil noch mit aufßUliger Hartnäckigkeit ausdrücklich festgehalten 
werden ; so IX, 28 die Yerwechselung der Familien Bon-Compagni 
u. Buoncompagni (cf. S. 22 des Programms). Korrigirt ist nur 
IX, 140 Stemenfels, aber ohne Yerweisung auf den früheren Irr- 
thum. Zwei nachträgliche Berichtigungen auf Seite 147 sind meiner 
Kritik zu verdanken. Alphabetisch falsch eingereiht ist z. B. IX, 
112 Mac Clellan, ungenau IX, 92 das über die 4 schottischen 
Könige mit dem Namen Jakob Gebrachte. Ganz falsch ist IX, 
64 eine Sängerin Fouch^re aufgeführt; das Bichtige steht IX, 80 
unter Botgorschek. IX, 73 Girardt statt Girardet, Theodor von 
Mösner IX, 117 statt M6mer, wie Ym, 48 richtig steht. Beson- 
ders grobe Gedankenlosigkeit verräth noch die dreimalige Anfah- 
rung Ernst Zittelmanns in einem u. demselben Bande. Er steht 
IX, 8 zweimal a. IX, 147 zum dritten mal aufgeführt. IX, 95 
steht ein Kampann (so alphabetisch eingereiht), der in Wahrheit 
Kampmann hiess. 

Yiertens habe ich die unklaren Yorstellungen darüber, wie weit 
„rein genealogische Notizen'^ dem Moniteur einzuverleiben seien, ge- 



136 Noch einmal der Moniteur des Dates! 

tadelt (S. 17) u. die schlimmen Folgen der Unsicherheit auf diesem 
Gebiete nachgewiesen (S. 28). Daza ziehe ich nenerdings die An- 
gaben über die Familie Blücher von Wahlstatt (IX, 27) a. die 
gänzlich unmotivirte Behauptung über die Gr&fin Mägdalene von 
HohenzoUem (IX, 112). 

Fünftens habe ich den Mangel an „orthographischen Grund- 
sätzen, namentlich für die Transscription fremder Namen*' als 
Quelle vieler Verwirrung u. Unsicherheit, sowie als Quelle von 
Fehlem der zweiten u. dritten Art nachgewiesen (S. 28 — 24). 
Folgende Beispiele liefert nun der Appendix: — Es sind entweder 
griechische oder russische oder rumänische oder schwedische oder 
niederländische Namen — IX, 18 Balaovitri u. IX, 144 Yalao- 
ritis, IX, 85 Bjtschurin u. YII, 25 Bitschurin, IX, 58 Epureanu 
u. IX, 98 Jepureano, IX, 59 Ewdokimoff u. IX, 98 Jewdokimoff^ 
IX, 120 Nepokoitschitzky u. IX, 121 Njepokoitschitzky, IX, 122 
Paijkull u. IV, 100 Faykull, IX, 189 Sressnewski u. VI, 72 Sres- 
newski, IX, 22 Beijnen u. DL, 101 Beynen. 

Der sechste Abschnitt handelte von den „leichtsinnigen Todes- 
angaben", wobei ich bitten muss, zur Rechtfertigung des Epithetons 
meine Ausführungen auf 8. 24 — 26 nachzulesen. Ein Beispiel 
dafür liefert IX, 114 bei Martimprey. Bei Besprechung der Ver- 
sehen und Fehler im Appendix handelt es sich allerdings mehr um 
ungenaue oder ganz unterlassene Todesangaben bei Bersonen, deren 
Tod schon vor dem Druck der bezüglichen Lieferung eingetreten 
war. Ich f&hre hier beispielsweise promiscue an: Adrian (cf. I, 6), 
Eduard Bädeker, Alessio Billiet, Bjursten, Garlän, Cave, Chabas, 
Darblay, Dietl, Jane Digby, Dörgens, Flacius, Hopffer, Georg 
Theodor Klein, Freifrau von Nidda (nebenbei eine Verwechselung 
zweier verschiedenen Damen), Schäzler, Prinzessin Marie von Würt- 
temberg (IX, 146). Zu dem Hauptwerke sind im Appendix nicht 
nachgetragen die inzwischen erfolgten Hintritte verschiedener Per- 
sonen, von denen ich beispielsweise Ghacomac, Moritz Haupt u. 
Folliot de Crenneville nenne. 

Siebentens habe ich fehlende Geburtsdaten in grosser Anzahl, 
doch ohne die Prätension, irgendwie die zahlreichen Nachlässig- 
keiten erschöpfend zu behandeln, angefahrt (8. 26—27 u. 8. 81 — 82), 
wozu ich aus dem Appendix noch ein oder mehre Beispiele fQr 
jeden Buchstaben des Alphabetes (etwa ausser Q, X, T) entnehmen 
könnte. Ich will aber, um Baum zu sparen, nur wichtigere Namen 
ohne Angaben der richtigen Daten nennen. IX, 11 Ab^e, 20 Dr. 
Johann Wilhelm Baum, 48 Paul Denis, 51 Edmund Derer, 52 
Drusus, 68 Otto Fock, 86 Hergenhahn, 88 Hödel, 104 L'Allemand, 
122 Oppler, 125 Plonski, 181 Buckstuhl, 140 Steffens, 141 Stro- 
ganoff u. Stumpf-Brentano, 148 Toldy. 

Achtens habe ich Versäumnisse u. Weglassungen besprochen 



Noch einmal der Moniteur des DatesI 187 

u. halte meinen allgemein gehaltenen Vorwurf (S. 27^-28 u. 8. 
82 — 88) noch jetzt aufrecht, während sich über die Nothwendigkeit 
einzelner Notizen — das mag mein einziges Zugest&ndniss an 
Schramm sein — allenfalls streiten Hesse. Dagegen halte ich 
meine an neunter Stelle gemachten Bemerkungen über die „Noten 
ans allen Zweigen der Curiosität" (S. 28 — 29) u. ebenso mein 
Schlusswort Über die ünbrauchbarkeit des ganzen Werkes (8. 84) 
entschieden aufrecht. Zur Interpretation des letzteren bemerke ich 
nur aus Hochachtung für den Herausgeber dieser Zeitschrift, dass 
ich die „ünbrauchbarkeit'' des Moniteur natürlich nur im Hinblick 
auf den etwaigen Gebrauch durch Nicht-Fachleute behauptet habe. 
Dem Gegner aber empfehle ich Selbsterkenntniss üben zu 
wollen, nicht in dem mir höhnischer Weise u. unter Verdrehung 
meines Citates auf S. 16 angedichteten Sinne, sondern im Sinne 
des Delphischen Spruches. Ich unterbreite ihm aus dem Gesammt- 
werke dazu noch einige geographische Fehler! Nach I, 82 (Ar- 
conatus) giebt es ein Lemberg (!) in Schlesien; ebenso 11, 177 u. 
noch IX, 89, wobei auch hier eine nicht bemerkte Identität den 
neckischen Kobold spielt. Dieses „Lemberg'' heisst auf gut hoch- 
deutsch: Löwenberg. Nach II, 149 (Günther) liegt Striegau in 
Niederschlesien; nach IX, 21 (Beer) Goldberg in Oberschlesien. 
Item, der Moniteur ist ohne wissenschaftliche Super -Revision 
für Nicht-Fachleute gar nicht zu brauchen. Möchten doch über- 
haupt alle Belletristen ihre Hand von streng wissenschaftlichen 
Werken fern lassen u. nicht versuchen, durch Einschmuggelung 
ihrer leichten Waare den Kredit der historischen Wissenschaft zu 
untergraben. Dr. M. Thamm. 

Litteratur und Hiscellen. 

Allgemeines. 

[369.] The Library Journal Official Organ of the American 
Library Association. Vol. 8. (S. oben Nr. 260.) 

Enth. in der Jan.-Nr. 1: Editorial (Co-operative Indexing; 
Boston Libraries ; The „Inquisitorial" American Librarian) — Com- 
munications (Püole's Index; Errata et Gorrigenda] — W. F. Poole 
and W. L Fletcher, Scheme for Annual Indexes to Periodical Li- 
terature — W. K. Stetson, Co-operative Indexing of Current Perio- 
dicals — B. Pickman Mann, Standard Covers for Temporary Bin- 
ding — Libraries and Politics — C. A. C, Library Statistics — 
Library Economy and History — Bibliografy — Library Purchase 
List — Notes and Queries — Anonyms and Pseudonyms — Ge- 
neral Notes. 

[370.] The Bibliographer A Journal of Book-Lore. London, 
EUiot Stock. (S. oben Nr. 261.) 



138 Litteratur und Miscellen. 

^Enth. in der März-Nr. 16: S. 89—91 The Book Frohibitions 
of the Church of Borne. By F. Poingdestre Carrel — 8. 91—92 
The Library et CasÜeton in the Peak. By William Brailsford — 
S. 92—94 Swift*s Notes on Macky's Characters. By Edward SoUy 

— S. 94 — 95 London Signa of Bookseilers and Printers. By E. 
W. Ashbee. P. VI — S. 95—99 Earle's Characters. By James 
Piirves. P. n. — 8. 99—102 The Ashbumham Manuscripts — 
8. 102—3 Browne's Religio Medici. By W. A. Greenhill — 8. 
103 — 6 Some Notices of the Gknevan Bible. By Nicholas Pocock. 
P. V. — 8. 106—9 The Bibliography of Skating, By Fred. W. 
Fester (Fortsetzung folgt) — 8. 109 — 11 Among the State Papers 
(Fortsetzung folgt) — S. 111 — 20 Beviews, Gorrespondence, Index 
Society, Notes and News, Libraries. 

[371.] Annales du Bibliophile Beige Nouvelle S^rle pubL par 
Fr. J. Olivier. Tom. II. (8. oben Nr. 11.) 

Enth. in Nr. 2 (oder der ganzen Reihenfolge 14) vom Februar 
1883: Dictionnaire des Devises des Hommes de Lettres, Impri- 
meurs, Libraircs, Bibliophiles, des Chambres de Bh^torique, Societes 
Litt^raires et Dramatiqnes. Belgique & Hollande. 2. Supplement 
ä la Liste publice par Ferd« vander Haeghen, par Th. J. I. Arnold 
(A — G. Fortsetzung folgt) — Histoire du Thöätre Fran9ais en 
Belgique — Bartholom^ Collette, imprimeur musical Li^geois — 
Catalogue des Livres anciens et modernes en vente chez Fr. J. 
Olivier. 

[372.] * II Bibliofilo Giomale dell' arte antica ecc. diretto da 
C. Lozzi. Anno III. 1882. (8. oben Nr. 8.) 

Enth. in Nr. 12: Le tappezzerie e i ricami antichi, con ac- 
cenni bibliografici (C. Lozzi) — Lo Statute comunale di Foligno 
(D. M. Faloci-Pulignani) — Introdnzione della stampa nel Tirolo 
Italiano, e specialmente in Trento (E. M.) — Di un codice Greco 
contenente la Gronaca bisantina di Giorgio Franza (G. Angelini) 

— Varietä archivistiche e bibliografiche (A. Bertolotti) — Bollet- 
tino bibliografico — Notizie varie, con accenni analitici di biblio- 
grafia modema. 

Anno ly. 1883 enth. in Nr. 1 u. 2: La Scuola Salemitana 
(D. Olivi) — Le prime Edizioni della Gerusalemme Liberata mono 
ricercate e molto mono prezzate che le prime dell^Orlando Furiose: 
perch^? (G. Manzoni) — L'ArchiTio comunale di Foligno (D. M. 
Faloci Pulignani) — Una Edizione sconosciuta della Vita e delle 
Opere di Metastasio (A. Moroni) — Bicordo biografico delle Feste 
per Arnaldo da Brescia (M. Butturini) — Gil ex-Libris (Arlia) — 
Litauen en France, et les Fran9ais en Italie (H. Topin) — 
Appnnti di Bibliografia Marchigiana (G. Castelli) — Legatori di 
Libri (A. Bertolotti) — II San Francesco di Dupr5 (A. Melani) — 



Litteratnr and Miscellen. 189 

La Biblioteca degli Agostiniani in Cremona (F. Novati) — Bollei- 
tino bibliogräfico, ecc. 

Bibllograpliie« 

[373.] "^ London Catalogne of Periodicals, Newspapers and 
Transactions of various Societies; with a List of Metropolitan 
Printing Societies and Clabs for 1 882. [XLII. Annaal Edition.] 
London, Longmans & Co. gr. 8®. 16 S. Pr. 15. (8. Anz..J. 
1882. Nr. 825.) 

[874.] Bibliotbeca Belgica. Bibliographie g^n^rale des Pajs- 
Bas. Sign^: Le biblioth^caire de TUniversit^ de Gand, Ferd. 
Yan der Haeghen. Livr. 25—28. 1882. kl. S\ Zasammen 
131 Nrr. Pr. n. 4 Mk. 20 Pf. (S. oben Nr. 272.) 

Mit der wiederholt gerühmten Accaratesse aasgefQhrt. 

[375.] Nederlandsche Bibliographie. L^st van nieaw ver- 
sehenen Boeken, Kaarten, euz. in het Eoningrijk der Nederlanden. 
Uitgegeven Door J. L. Beijers te Utrecht en Martinas Nijhoff 
te's Gravenhage. 8^ 12—15 Nrr. ä V«— l Bog. Nebst Re- 
gister. Pr. n. 2 Mk. (S. Anz. J. 1883. Nr. 604.) 

Wissenschaftlich geordnet 

[376.] Svenskt Boklexikon. Aren 1830—1865. Utarbetadt 

af Hjalmar Linnström. Hft. 61 — 62. Stockholm, Samson & Vallin. 

4^ S. 961 — 96 mit 2 Bll. Tit. z. nanmehr vollständigen 

I. Bde. . Pr. n. 3,75 Mk. (S. oben Nr, 151.) 
Enth. die Artikel „Landström" bis ,,Lövestad'^ 
It. Senare Dl. Hft. 5—8. Ibid. 4^ S. 65—128. Pr. n. 

7,50 Mk. 

Enth. die Artikel „Missionsbönema'^ bis „Nordling." 

[877.] Urbankav VöstDik BibUografick^. M&fdnfk pro rozhied v 

literatnfe, hndbS a nmeni. Majetnlk a Bedaktor: Fr. A. ürbänek, 

kniknpec v Praie. Boönik lY. Nakladatel Urbanek v Praze. gr. 8". 

12 NiT. a 1—2 Bog. Pr. 4, resp. auswärts 4,40 Fl. (S. Anz. J. 1882. 

Nr. 324.) 

Reiche litterarhistorische n. bibliographische üebersicht über die 
neaesten Erscheiniingen n. Vorkommnisse auf dem Gebiete der Czechischen 
Litteratar. 

{378.] * aSiertelja^riS.'Satalog aller in Seutfdblanb erfc^lenenen SBerte 
auf bem ©ebiete bec Z^eologie unb $^i(ofop^ie. 3a^g. 1882. Seipstg, 
()tnn<l6d. 8^. 4 dfte. 72 6. $r. n. 20 $f. ä fdoq. (€. 9tn}. 
a 1882. 92r. 330.) 

[379.] * The Book-Lover's Enchiridion; thoughts on the solace 
and companionship of books, selected and chronologicallj arranged 
by Philobiblos. London, Simpkin Marshall & Co. 1882. 82^. 
240 S, Pr. 4 8. 6 d. 



140 Litteratur und Miscellen. 

The selection is very catholic. Somebody should give us next 
a book-hater's encbiridion, beginniDg witb Solomon. 

[380.] * fitteratifc^er (KinbtDelfeT, hun&äfft fär baS fat^oHf(^e ^utfcb« 
lanb. iperaudgegeben unb tebigirt t)on Dr. grana {)uldfantp. XXTI. 
3attflanfl 1883. aRünftcr, X^eiffmg. &o* 4^ 24 9?n. k 2 »og. 
$r. n. 4 ÜRf. (S. Äng. a 1882. St. 219.) 

[381.] * The Lawyers' Beference Manual of Law-books and 
citations. By C. C. Soule. Boston, Soule & Bngbee. 8^. X, 
497 S. Fr, # 4. 

Hierüber ist in „PiibliBhers' Weekly« Vol. XXIH. Nr. 9. S. 262 
berichtet: This important work, which Mr. Soule commenced preparing 
some ten years ago, supplies a want long feit by lawyers and 
librarians. It is a bibliography of American, English, Irish, 
Scotch and British colonial law reports, arranged as foUows: 
1. An itemized list of the American law reports, with notes in 
regard to their editions and peculiarities ; 2. A similar list of the 
English reports. The notes in this department condense the most 
valuable Information given in Wallace's „Reporters", Marvin's 
„Legal bibliography", and other authoritative sonrces, with much 
additional matter; 3. Lists, with notes, of the Irish, Scotch and 
British colonial reports; 4. An index of legal literature, arranged 
by authors' names, which serves both as an index to the preceding 
parts, and as an original list of text-books, giving the last English 
and last American edition of each book, with brief tiüe, dato, and 
place of publication; 5. A füll index of text-books by subjects, 
showing the date of each book, and whether it is American, foreign 
or local; 6. A remarkably füll index of abbreviations. Mr. N. 
G. Moak, editor of the best law catalogue which has yet appeared, 
says of this work: „It contains more Information upon the subject 
of law-books than any book I know of , and just the kind of In- 
formation which can only be obtained by access to large libraries 
and extensive collections of catalogues and works on legal biblio- 
graphy." 

[382.] * aBoIf*i3 Uterarifc^eT Slnseigec für bie ^ufti^eamten bed 
^eutfdben ^teid^. Untet SRittoitfung X)on juriftifc^en gfac^mdnnem 
herausgegeben t)on ©uftat) SSoIf. III. Sla^rg. 1883. Sei^jig, ßö^Iing. 
gr. 8°. 10 3ln. ä 1 »og. $r. n. 1 STOt 

[383.] * ^iertelja^tiS'^talog aUec m 3)eutfc6Ianb erfd^ienenen SBBecfe 
auf bem ©ebtete ber SRebtcin unb !Ratum)if{enf(!^ft. Sci^rg. 1882. 
fiei^)iig, ipinri^S. 8^. 4 S)fte. 76 ©. $r. n. 20 $f. k Sog. (6. 
anj. 3. 1882. SRr. 331.) 

[384.] * Monatlicher Anzeiger über Novitäten und Antiquaria 
aus dem Gebiete der Medicin und Naturwissenschaft. Jahrg. 



Litteratur und MisceUen. 141 

1883. Berlin, Birschwald. 8^ 12 Nrr, h Vj— '/i Bog. Pr. 
n. 0,80 Mk. (S. Anz. J. 1882. Nr. 504.) 

[385.] * 0. Gracklauer's Fachkatalog. — Verzeichniss aller 
auf dem Gebiete der Augenheilkunde von 1867 — 1888 im deut- 
schen Buchhandel erschienenen Bücher und Zeitschriften. Mit 
ausführlichem Materienregister. Leipzig, Gracklauer. 8^. 49 S. 
Pr. n. 1,60 Mk. 

[386.] * 0. Gracklauer's Fachkatalog. — Verzeichniss der 
gesammten Literatur Qber Zahnheilkunde, welche in den letzten 
25 Jahren 1857 — 1882 im deutschen Buchhandel erschienen ist. 
Leipzig, Gracklauer. S\ 18 S. Pr. n. 0,70 Mk. 

[887.] * Slnaeiget für bie neuefte )Däbago9if(!^ Sütetatuc. ^etauS« 
gegeben ton &. Q. Stdtinet, unter üntttoirtung nte^Tetet S^Iniännet. 
Xn. aa^rg. 1883. Seipjig, «ml^tbt. gt. 4<>. 12 3ltr. ä Vs »»Ö- 
$r. n. 2 ant (©. ana. 3. 1882. Jlr. 222.) • 

[388.] * Siertelja^tö^eotalog oQec in 3)eutfc6Ianb erfc^ienenen äBetfe 
auf betn ©ebtete ber $äbagogif. Sa^rg. 1882. Seipsig, ioinxiäfi. 8®. 
4 $)fte. 108. 6. $r. n. 20 $f. ä Sog. (6. Sin). 3. 1882. 
Jlr. 332.) 

[389.] * Geological Becord for 1878; an account of Works 
on Geology, Mineralogy, and Palaeontology, published during the 
year, with Supplement for 1874—1877. Edited by W. Whitaker 
and W. H. Balten. London, Taylor and Francis. 1882. 8^ 
XXXI, 496 S. Pr. 10 s. 6 d. 

The notes are brief and to the point. 3530 nos., 850 more 
than in any of the preyious four volumes. 

[390.] * Botanischer Jahresbericht. Systematisch geordnetes 
Bepertorium der botanischen Literatur aller Länder. Unter Mit- 
wirkung von Askenasy, Batalin, Dingler et<;. herausgegeben von 
Professor Dr. Leop. Just. VI. Jahrg. [1878.] Abth. 2. Hfb. 5. 
Berlin, Bomträger. 1883. gr. 8». V, 1186—1899 S. Pr. n. 6 Mk. 
(S. oben Nr. 165.) 

[391.] * Polytechnische BibHothek. Monatliches Verzeichniss 
der in Deutschland und dem Auslande neu erschienenen Werke 
aus den Fächern der Mathematik und Astronomie, der Physik 
und Chemie, der Mechanik und des Maschinenbaues, der Bau- 
kunst und Ingenieurwissenschaft, des Berg- und Hüttenwesens, 
der Mineralogie und Geologie. Mit Inhaltsangabe der wichtigsten 
Fachzeitschriften. XVUL Jahrg. 1883. Leipzig, Quandt & Händel, 
gr. B\ 12 Nrr. ä 1—1 Vi Bog. Pr. n. 3 Mk. (8. Anz. J. 
1882. Nr. 835.) 

[392.] * Bibliotheca Piscatoria: a Catalogue of fiooks on 
Angling, the FisherieSi and Fish Cultnre; with Bibliographical 

11 



142 Litterator und Miscellen. 

Notes, and an Appendix of citations touchiDg on Angling and 
Fisbing from Old Authors. By T. Westwood and T. Satchell. 
London, Satchell. S\ 410 S. Pr. 15 8. 

[898.] * Bibliotheca Americana, 1888 : Catalogoe of a valaable 

coUection of Books and Pamphlets relating io Anencia; with a 

descriptive List of Bobert Clarke A Oo/s Historieal Pablications. 

Cincinnati, Clarke & Co. 8^ YIU, 266 * 42 S. Pr. 50 c. 

Cont. nearly 7000 works on America in general, indnding 

history, travels, biograpby, genealogy, bibliography, etc.; arranged 

in separate alphabets nnder works od tiie BebdMen, Goiifedarate 

Pablications, Indians and Archaeology> Cealral America, South 

America, West Indies, and the various States of the U. St. 

[894.] * Sa la „Biblioteca deÜe ^radizioni popolari Siciliane, 
per cora di Gioseppe Pitrd"; rassegna bibliografica di Salvatore 
Salomone-Marino. Palermo, üp. Viral. 1882. gr. 8^. 28 S. 

[895.] * Les Yignettes Bomantiques. Histoire de la Litt^ra- 
tore et de TArt. 1825—1840. 150 vignettes par C61estin Mon- 
teoil, Tony Johannot, etc. Suivi d*an Catalogne complet des 
romans, drames, poteies, oni^s de vignettes, de 1825 ä 1840. 
Paris. 4«. Pr. 55 Fr. 

[896.] * Musikalisch -literarischer Monatsbericht über neue 
Musikalien, musikalische Schriften und Abbildungen f. d. J. 1883. 
Als Fortsetzung des Handbuchs der musikalischen Liteiratur. LY. 
Jahrg. 1888. Leipzig, Hofmeiöter. S\ 12 Nrr. ä V,— 2 Bog. 
Pr. n. 12, auf Schreibpap. n. 14 Mk. (S. Ani. J. 1882. 
Nr. 340.) 

[897.] * Liste des Ouvrages et Publications diverses de M. 
le chanoine E. Yan Drival. Arras, itnp. De SMe et Cie. 8^. 
39 S. m. 1 Abb. 

[898.] * Die Goethe-Bildnisse^ biographiach-kuttstgeschichtlich 
dargestellt von Dr. Hermann BoUett 5« (Schluss-)LieJEl Mit 2 
Badirungen und 8 (eingedr.) Itolzschnitteu. Wien, ^raumüller. 
gr. 4^ Xn, 257—811 S. m. 2 Taf. Pr. n. 6 Mk. (S. oben 
Nr. 179.) 

[899.] * A Catalogue of Petrarch hooka. Ithaca, N. Y., nella 
«tamp. della Universitä. 4^. (Kur 100 Exempl.) 

BuchliAndler- nnd antlqnmrlaelte Kataloge» 

[400.] (Bef^^i^te M 9kuM Ut ^Mll^Mei? lu Sefftt^ lod^ 

•' venb bet etflen 50 Sa^te feined aJcfl^M 1^83^1882. tieW4# 

tut Sluftroge ber S)eputatUm bed Siereind Detf4fit T9on Sari ^. 2orct 

11 Seipiig, Seretn b. SMf^nblev. gc. 8^ XI, 206 & 

ii. Dem Namen nach, schreibt der Verf., sei der Verein der Buch- 



Litfcerafair und Miscellen. 143 

händler zu Leipzig nur ein Localyerein, wie ihn auch andere be- 
deutende Buchhändlerplätze besitzen, u. es könne somit der Be- 
schluss des Vorgtandes desselben, anlässlich des 50jäbrigen Grün- 
dungstages des Vereins eine Erinnerungsschrift zu veröffentlichen, 
einem mit den Verhältnissen weniger Bekannten vielleicht als Aus- 
fluss eines zu grossen Localpatriotismus erscheinen. Der .Leipziger 
Verein habe jedoch eine viel weiter gehende Bedeutung in der 
Geschichte des Deutscheu Buchhandels, als irgend eine andere bnch- 
bändlerische Vereinigung, ausgenommen selbstverständlich der 
Börsenverein der Deutschen Buchhändler. In der That hat der 
Verein von seiner Gründung (25. Febr. 1888) an, wie sich von 
dem ebenso als Buchhändler erTahrenen, wie ids Schriftsteller ge- 
wandten Herausg. in überzeugender Weise dargestellt findet, bis 
auf den heutigen Tag eine solche für die allgemeinen buchhändl. 
Interessen erspriessliche u. fElr den grossen Börsenverein zum Theil 
grundlegende Thätigkeit entwickelt, dass man ihn in ganz anderem 
Lichte als dem eines blossen Lokalvereins betrachten muss. Diese 
Thätigkeit hat der Herausg. in dem 2. bis 7. Kapitel seiner 
Schrift — 2. Erste Thätigkeit des Vereins (der Börsenbau); 8. 
Fernere Thätigkeit (das Börsenblatt, die Bibliothek); 4. Press- 
gesetzgebung u. Presspolizei; 5. Der innere Ausbau des Vereins; 
6. Die Institutionen desselben (Bestellanstalt, Lehranstalt); 7. Ver- 
schiedene Beziehungen desselben (Verhandlungen über litteraiisches 
Eigenthumsrecht, die Buchdruckerinnung, Zoll-, Post- u. Verkehrs- 
verhältnisse, Beziehungen zu dem Handelsstande u. der Universität) 
— sehr gut zu veranschaulichen verstanden. Im 8. Kapitel findet 
sich „der Deputirten des Vereins seit der Begründung bis auf 
heute" mit kurzen biographischen Notizen gedacht^ sowie in einem 
Anhange das Verzeichniss A. der Firmen, welche in die Bolle des 
Vereins der Buchhändler zu Leipzig während der ersten 50 Jahre 
seines Bestehens eingetragen sind, u. B. der Mitglieder der Depu- 
tation 1888 — 1882 zusammengestellt Der König hat von dem 
Vereinsjubiläum Anlass genommen, dem gegenwärtigen Vorsitzenden 
der Deputation Dr. Eduard Brockhaus zur Anerkennung der grossen 
Verdienstlichkeit des Vereins das Bitterkreuz des Albrechtsordens 
I. CL zu verleihen. 

[401.] * Mittheüungen über neue und erloschene Buchhand- 
lungen, Vertreter- Veränderungen etc. im deutschen Buchhandel, 
begründet von f Adolph Büchting, fortgeführt von Oscar Leiner. 
Als Handschrift gedruckt. XI. Jahrgang 1888. Leipzig, Leiner. 
Lex. 8^ 12 Nrr. ä Vi Bog. Pn n. 1,50 Mk. (S. Anz. J. 1882. 
Nr. 434.) 

[402.] Taschen-Catalog des Deutschen Sortimenters auf das 
Jahr 1888. Bheydt, W. Bob. Langewiesche. gr. ]L6f>.. yin, 
128 S. Pr. n. 1,60 Mk. .)^) ,i;jtj/iiitia 



144 Litteratnr und Miscellen. 

Dem Sortimenier, wie in der Oesterreich. Bachhändl. Corre- 
spondenz Nr. 8. 8. 78—79 gerübmt ist, als sehr praktisch za 
empfehlen. 

[408.] Verlags-Kataloge der Verleger des Deutschen Beiches etc. 
Mflnster L W., Adolph Russell. 1882. gr. Lex. 8<^. Bd. VL 
Lief. 2. Sp. 257—512; Bd. VH. Abth. 2. Lief. 2. Sp. 257— 
512; Bd. XI. Lief. 2. Sp. 257—512. Pr. k 60 Pf. (S. oben 
Nr. 295.) 

[404.] Lager-Catalog Ton Joseph Baer & Co. Bachhändler 

und Antiquare in Frankfurt am Main, Paris, London. 119. 120. 

128. 8«. (S. oben Nr. 102.) 

Enth.: in 119 Der Orient. II. Abth. Orientalische Linguistik 

(1 Bl. 41 S. 1509—2879 Nrr.) & in 120 desgl. IIL Abth. He- 

braica u. Judaica, Werke über Palästina (1 BI. 30 S. 2880— 

8068 Nrr.); in 128 Reichhaltige Sammlung von Werken über 

National-Oekonomie in Englischer u. Französischer Sprache (1 Bl. 

49 S. 1055 Nrr.). 

[405.] No. 76. Les Pays Slaves. Catalogue d'ouvrages an- 
ciens et modernes sur la litt^rature et l*histoire des päys slaves 
en vente chez Joseph Jolowicz Librairie ancienne et moderne k 
Posen (Prusse). 1. Partie. 8^ 1 Bl. 61 S. 1558 Nrr. (S. 
oben Nr. 808.) 

Enth.: Histoire, GiographiOi Numismatique, G^n^ogie, Anti- 
quittes etc. 

[406.] No. 265. Bücher-Yerzeichniss über Werke aus dem 
Gebiete der Literaturgeschichte, altdeutschen Literatur und Päda- 
gogik, der neueren fremden Sprachen, Orientalia und Tonkunst, 
welche bei Theodor Kampffineyer in Berlin zu haben sind. 8^ 
1 Bl. 62 S. (S. oben Nr. 47.) 

Das K.'sche Antiquariat bleibt immer eine billige Bezugsquelle. 

[407.] K. F. Koehler*s Antiquarium in Leipzig. Catalog No. 

875—77. 8«. (S. oben Nr. 194.) 

Enth.: in 875 Geschichte u. Ethnographie Ton Ost-Europa u. 

der Leyante (1 Bl. 42 8. 987 Nrr.); in 876 Slavica: Sprachen, 

Litteratur u. Cultur der SlaTischen Völker (1 Bl. 22 S. 579 Nrr.); 

in 877 Cultur- u. Litteratur-Geschichte (s. unten Nr. 442.). 

[408.] Catalog No. 102. Schweizer. Antiquariat von Orell 
FüEbU & Co. in Zürich. — Litterärgeschichte^ Sprachwissenschaft. 
Litteratur u. Belletristik in fremden Sprachen. Bibliographie, 
Bnchdrnckerkunst, Buchhandel Yerlagsrecht IL Theil. 8^ 
1 Bl. 70 S. 2628—5043 Nrr. (S. oben Nr. 196.) 
Enth.: Engl., Italien., Span. u. Portug., Holland., Nord., Un- 
gar., Sla?., Neugriech., Oriental. Sprache u. grösseren Theils auch 
Litteratur, etc. 



Litteratur und Miscellen. 145 

[409.] No. 70. Katalog einer ausgewählten Sammlang Ton 
Werken aus dem Oesammtgebiete der Bechts* und Staatswissen- 
scliaften und der (beschichte. Zu beziehen von dem Bachh&ndler 
und Antiquar B. L. Prager Specialgeschftfb für Bechts- und 
Staats Wissenschaften und Geschichte in Berlin. S\ 1 Bl. 40 S. 
1086 Nrr. (S. Anz. J. 1882. Nr. 1121.) 

Grösstentheils Deutsche Litteratur. 

[410.] Catalogue de Litres relatifs h TArchitecture, ä la 
Sculptnre, k laPeinture et k la -Gravüre en vente k laLibrairie 
de BapiUy, Paris. Pövrier. 8». VI, 120 S. 2742 Nrr. 

Eine selten in solcher Fülle vorkommende Sammlung, grösseren- 
theils Franz. Litteratur. 

[411.] Catalog 56 des antiquarischen Bücherlagers von J. Ben- 
tel's Verlagsbuchhandlung und Anti4uariat in Potsdam. 8^. 1 Bl. 
90 S. (S. Anz. J. 1882. Nr. 975.) 

Enth. Theologie u. Philosophie, nahezu 2000 Nrr. 

[412.] F. Bohracher^s Antiquariat Lienz, TiroL Catalog No. 
IX & X. 8«. 

Enth.: Theologie (1 Bl. 86 S. 1818 Nrr.) & Auswahl älterer 
u. seltener Bücher, sowie Austriaca u. Hungarica (1 Bl. 22 S. 
478 Nrr.). 

[413.] Catalog Nr. 25 des Antiquarischen Bücherlagers von 

A. L. Schaefer in München. Inhalt: Französische, Englische, 
Italienische Literatur. 1882. 8«. 86 S. 1095 Nrr. 

Meist neuere u. gangbare Litteratur. 

[414.] No. 177. Catalog des antiquarischen Bücherlagers von 

B. Seligsberg in Bayreuth. Inhalt: Auswahl aus allen Wissen- 
schaften. (In 8 AbtheUungen.) 8^ 1 Bl. 114 S. 2102 Nrr. 

Es hätte sich schon der Mühe gelohnt, den ziemlich grossen 
u. vieles Werthvolle enthaltenden Vorrath unter einzelnen wissen- 
schafü. Bubriken zu verzeichnen; denn von den sogenannten 8 
Abth. sind die 2. u. 8. nichts weiter als ein paar kleine Anhänge 
zur 1. alphabetisch verzeichneten. 

[415.] 81. Antiquariats-Katalog von Simmel & Co. in Leipzig. 
— Theologie. 8«. 1 Bl, 31 S. 1014 Nrr, (S. oben Nr. 814.) 
Qrösstentheils Deutsche Litteratur, bes. Biblische, sowie Beli- 
gions- u. Eirchengeschichtliche mit Verwandtem. 

[416.] Katalog 45 des Antiquarischen Bücherlagers von StoU 
& Bader Buchhandlung und Antiquariat in Freiburg, Baden. — 
Geschichte. Kunst Literatur. Sprachwissenschaft. Incunabeln. 
Holzschnittwerke. S^. 1 Bl. 42 S. 908 Nrr. (S. Anz. J. 
1882. Nr. 1099.) 

Der Mehrzahl nach Deutsche Litteratur. 



146 Litteratar und Miscellen. 

[417.] Veraeichnisß neuerer Werke aus dem Verlage von 
Friedrich Vieweg und Sohn in Braunschweig. [Puhlicationen 
his Ende des Jahres 1^82.] Mit einem nach Wissenschaften 
geordneten Register. 1883. 1 Bl. 64 S. 

Sehr reicher u. werthvoller Verlag hauptsächlich im Fache 
der Natur- u. verwandten Wissenschaften. 

BibllotltekwisseiiseltaflL 

[418.] Monthly Notes of the Lihrary Association of the United 
Kingdom. Vol. IV. (S. ohen Nr. 319.) 

Enth. in Nr. 2: Official Notices — Fehruary Monthly Mee- 
ting : Paper hy W. R. Credland, „Free Puhlic Libraries in 1882" ; 
by H. B. Tedder, „The Bibliography of 1882" — The New Bod- 
leian Cataloguing Bules, n — Library Notes — Catalogues etc. B. 

Blbllothekenkmide. 

[419.] Bulletin of the Boston Public Library. VoL V. Nr. 5. 
(Whole Nr. 64.) January. Lex. 8°. S. 233—84. (S. oben 
Nr. 72.) 

Enth., neben der gewöhnlichen »Information for Beaders" an 
der Spitze u. den „Notes'' am Schlüsse, das Zuwachsrerzeichniss 
der Bates Hall, Lower Hall and Branches u. Gharlestown Brauch 
Library im IV. Quartale 1882, sowie ausserdem als Fortsetzung 
der im vorigen Hefte begonnenen reichhaltigen Benjamin Franklin- 
Litteratur S. 276—84: Part HL Works relating to Franklin. 

[420.] * Providence Public Library. Monthly Beference Lists. 
Vol. 1—2. Jan. 1881— Dec. 1882. [Edited by W. E. Fester, 
A. B., Brown üniversity.] 8^. 

Hierüber s. Library Journal Vol. Vni. Nr. 1. 8. 10—11. 

[421.J Die Handschriften der Hamiltonschen Sammlung [in 
Berlin]. Von W. Wattenbach. Enth. im Neuen Archiv der 
Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde zur Beförderung 
einer Gesammtausgabe der Quellenschriften deutscher Geschichten 
des Mittelalters. Bd. VlII. Hft. 2. Hannover, Hahn. 80. S. 327— 46. 
Von allen den Handschriften hat W. hier nur diejenigen be- 
rücksichtigt, welche die Geschichte des Mittelalters betreffen oder 
paläographisch ein besonderes Interesse bieten. Diese hat er aber 
möglichst vollständig u. zwar ohne Beschränkung auf Deutsches 
Mittelalter zusammengestellt. Einige Angaben sind dabei nur dem 
Kataloge entnommen, in den meisten Fällen jedoch die Handschriften 
selbst eingesehen worden. 

[422.] Verzeichniss der neuen Werke der Königl. öffentlichen 
Bibliothek zu Dresden. 1882. Herausgegeben von Paul Emil 



Litterator und Miscellen. 147 

Bichter. Dresden, Burdach. (1888.) Lex. 8^ 55 S. Pr. n. 
1,50 Mk. (S. Ans. J. 1882. Nr. 880.) 
Seither hatte der Verf. das Zuwachsyerseichniss, wennschon mit 
einem von ministerieller Seite bewilligten verhältnissmässig geringen 
Zuschüsse, doch sonst auf eigene Kosten o. Gefahr heransgegeben. 
Diesmal ist die Heraasgabe auf Kosten der Verlagshandlong, yon 
welcher seither der Vertrieb des Verzeichnisses commissionsweise 
besorgt worden war, erfolgt — ein sicheres Zeichen, dass die Ver- 
lagshandlang, auf Qrand der bisherigen Erfahrungen, in Folge der 
eigenen Verlagsübemahme nichts zu riskiren fürchtet. Das Ver- 
zeichniss muss denn doch wohl seinen lohnenden Absatz gefanden 
haben. Beweist dieser Umstand einerseits, dass das Verzeichniss 
Tom Publikum gut «. zweckmassig gefunden worden, so ist er auch 
— da doch jedenfalls anzunehmen sein dürfte, dass das Verzeichniss 
meist von Personen gekauft wird, welche mit der Bibliothek zum 
Zwecke ihrer Benutzung in Verbindung stehen, andererseits Beweis, 
dass der von Berlin aus durch Dr. £. Engel g^en die Bibliothek 
gerichtete Angriff, als sei die Benutzung der Bibliothek eine ver- 
hältnissmässig sehr unbedeutende, ein durchaus ungerechtfertigter 
gewesen ist. 

[428.] Die Marienthaler Drucke der Stadt-Bibliothek zu 
Frankfurt am Main Bibliographisch beschrieben von Dr. Ernst 
Kelchner. Mit fünf Facsimile- Tafeln in Lichtdruck. Frank- 
furt a. M., Baer k Co. gr. 4<^. 2 BIL 10 S. m. 5 Taf. Pr. n. 
5 Mk. 

Dem Bibliothekar der Frankfurter Stadtbibliothek Dr. Philipp 
Christoph Theodor Haueisen zum 50 jähr. Dienstjubiläum am 18. 
Novbr. 1882 dargebracht. — Dr. Falk hat in seiner Schrift Aber 
die Presse zu Marienthal im Bheingau (h. Anz. J. 1882. Nr. 1050) 
die ihm bekannt gewordenen Marienthaler Druckerzeugnisse — 
darunter ein der Frankf. Stadtbibliothek angehöriges Psalterium et 
Breviarium Moguntinense 1474 (Pars aestivalis) — genau be- 
schrieben u. gekennzeichnet. Auf Grund dieser Kennzeichen hin 
ist es dem Verf. der vorl. Schrift möglich geworden, in der Frankf. 
Stadtbibliothek noch 4 andere Marienthaler Pressorzeugnisse auf- 
zufinden u. zwar: zwei von dem vorher angefahrten verschiedene 
Drucke des Psalterium etc. 1474; femer Nicolaus de Lyra, Postiüa 
super IV Evangeliatas, s. a.; u. dann noch ein Diamale Mogun- 
tinum 8. a. 

[424.] Der Oeist der Freimaurerei in Erzählungen, Bio- 
graphien, Licht- und Schattenbildem, Abhandlungen, Beden und 
Gedichten von Br Carl Pilz, Bedacteur der Frelmaarer-Zeitung 
etc. Leipzig, Zeehel. 1882. 8^ Enth. S. 43—50 eine bio- 
graphische Skizze des verst. Leipziger Stadtbibliothekars Dr. 
Bobert Naumann. 



148 Litteratur und Miscellen. 

Der Vorf. hat den Verstorbenen mit Pietät gewürdigt. Bei 
der Erwähnung der litterar. Thätigkeit N.'s hat er freilich das 
N.'sche Hauptwerk, den Manuscriptenkatalog der Leipziger Stadt- 
bibliothek, anzuführen vergessen, wogegen zu bemerken ist, dass 
N. im Serapeum, welches er, wie der Verf. schreibt, „eine Reihe yon 
Jahren mit Lust u. Liebe geleitet'* habe, so gut wie gar nicht 
litterarisch selbst thätig gewesen ist. 

[425.] Catalogue des Doubles de la Biblioth^ue de la Ville 
d'Amiens. Paris, H. Champion. 8^ (Auct. 26. Febr.) 

[426.] Deir uso e della utilitä di un Catalogo generale delle 
Biblioteche d*Italia. Belazione e proposta a S. E. 11 Sig. Comm. 
Prof. Guido Baccelli ministro della istruzione pubblica seguita 
dalla prima sillaba dello stesso catalogo per cura di Enrico 
Narducci bibliotecario dell* Alessandrina, socio corrispondente 
delle r r. accademie dei Lincei e delle scienze di Torino e di 
alti*6 societä scientifiche e letterarie. Borna, tipografia delle 
scienze matematiche e fisiche, Via Lata No. 3. 1888. 4^ XIX, 
8., 1—186 Sp. & 187—69 S. 

Unter dem 1. Okt. 1881 hatte der gelehrte Bibliothekar der 
Römischen Universitätsbibliothek Heinrich Narducci an seine Italie- 
nischen Collegen ein Rundschreiben erlassen, worin er sie zur Her- 
steDung eines „Catalogo generale alfabetico dei libri stampati delle 
Biblioteche d'Italia" einladet. Diese Anregung scheint auf guten 
Boden gefallen zu sein, denn schon nach 2 Jahren konnte Nar- 
ducci den unter dem oben angeführten Titel erschienenen Versuch 
eines Catalogo generale erscheinen lassen, der, wenn das ganze 
Werk zu Stande kommt, eine wesentliche Bereicherung der Biblio- 
graphie zu werden verspricht. Die ersten XV Seiten dieser Schrift 
nehmen einen Bericht des Verf. an den Italienischen Unterrichts- 
minister ein, worin sich Narducci über die vorhandenen ge- 
druckten Handschriften — sowie über die gedruckten Bibliothek- 
kataloge überhaupt ausspricht. Auf sein Rundschreiben vom 1. Okt. 
1881 verweisend setzt nun der Verf. seinen ganzen Plan nochmals 
auseinander u. erläutert die folgende Katalogprobe. Die Seiten 
XVI — XIX enthalten das Verzeichniss der 408 Italienischen Biblio- 
theken, welche Beiträge geliefert haben. Jede dieser Bibliotheken 
hat eine bestimmte Nummer, welche in dem nun auf Spalte 1 — 186 
folgenden alphabetischen Kataloge dem Büchertitel in runder 
Klammer () beigesetzt ist, so dass aus diesen Nummern immer 
sogleich die Bibliothek zu ersehen ist, in welcher sich das auf- 
geführte Buch befindet. Der alphabetische Katalog selbst, in 
welchem in fortlaufender Numerirung die einzelnen Büchertitel in 
eckigen Klammern {] mit 1 — 2441 versehen sind, ist mit mög- 
lichster Kürze aber doch so präcis gehalten, dass eine Verwechs- 
lung einzelner Werke unmöglich ist, z. B. : 



Litteratnr und Miscellen. 149 

ABELLI (Cesajre) 11 seno dl Abramo, poemetto diammatico 
BoL, Benacci, 1615. 4^ (376) [1229] 

Die Nr. (376) bedeutet^ dass das Bach sich in der Marciana 
zu Venedig befindet, u. [1229] ist die fortlaufende Nr., auf welche 
die Indices verweisen. So gut u. präcis im Allgemeinen die Titel 
angegeben sind, so lassen doch die Deutschen am meisten zu wün- 
schen übrig. Ein etwa erhobener Einwand, dass bei den einzelnen 
Werken keine Seitenzahl angegeben ist, widerlegt sich wohl da- 
durch am besten, dass durch die Seitenangabe ein bei weitem 
grösserer Baum beansprucht worden wäre. Auf den Seiten 
139 — 169 folgen 4 sehr genau gearbeitete Register. Der Indice 
personale enthält alle im Generalkataloge enthaltenen Personen- 
namen mit Ausnahme der Verfasser, welche ohnehin im Kataloge 
in alphabetischer Beihe aufgeführt sind. Der Indice reale (pag. 
150 — 157) ist mit grosser Sorgfalt gearbeitet u. wird, wenn der 
Katalog einst vollendet sein wird, ein willkommener Bathgeber u. 
Führer sein. Der Indice tipografico verspricht ein werthvoller Bei- 
trag zur Ergänzung aller Geschichten der Buchdruckerkunst zu 
werden u. mit. der Zeit zur Lösung mancher streitiger Fragen bei- 
zutragen, während der Indice cronologico vom Jahre 1472 — 1880 
einen kulturgeschichtlichen üeberblick über die typographische 
Thätigkeit in den einzelnen Jahren in tabellarischer Form bietet. 
Sollte die hier vorliegende Italienische Generalkatalogprobe zur 
Ausführung gelangen, woran bei der Energie Narducci*s nicht 
zu zweifeln ist, so wird dadurch nicht nur eine werthvolle Italie- 
nische Bibliographie hergestellt, sondern Italien erreicht hierdurch 
auf kürzerem u. billigerem Wege das, was in Deutschland seit 
3 Jahren durch die Gründung einer deutschen Beichsbibliothek *) 
angestrebt wird; man ersieht aus demselben auf den ersten Blick, 
in welchen Italienischen Bibliotheken gewisse seltene Bücher zu 
haben sind. Für Narducci wäre aber die Durchführung dieses 
grossartigen Gedankens die grösste Ehre. A. G. 

[427.] * Index Mediceae Bibliothecae. Firenze, tip. dell^Arte 
della Stampa. 1882. 8\ 29 S. 

Gehört zur „Collezione di Operette inedite o rare, pubblicate 
dalla Libreria Dante in Firenze. 

[428.] Kongl. Bibliotekets Handlingar. 5. Arsberättelse för 
&r 1882. Bibliografi: Sverige tili fremmande magter 3: 



*) Vgl hierüber: Im neuen Reich. 1878. I. S. 903—7. — Allgemeine 
literarische Correspondenz. 1880. 8. 108—109. 146—149 v. E. Eehrbach. 
— Börsenblatt 1880. 8. 2869—72 v. K. Kehrbach. 8. 8110—12 v. K. in 
M. — Neuer Anzeiger f. Bibliographie 1881. S. 161—164. 227—31. — 
Preusdsche Jahrbücher. Bd. 48. 1881. S. 373—376 v. Dr. Dziatzko, — 
Magazin f. d. Litteraur d. Auslandes. 1881. S. 323—24. 



150 Liiteratnr und Miscellen. 

1701—1874. Stockholm, Centr^-Tiyckerjet gr. 8o. 1 BU. 11 
S. & 2 BU. 285—480 S. (S. Anz. J. 1882. Nr. 871.) 

Der vom Vorstände der Bibliothek G. £. Klemming dem Könige 
überreichte, möglichst kurz gefasste Jaliresbericht Ober den Um- 
fang der Benutzang u. Vermehrung der Bibliothek, sowie über die 
spezielle Thätigkeit der einzelnen Bibliotheksbeamten ist wie ge- 
wöhnlich an die Spitze gestellt. Dann fidgt im Anhange, der den 
Hauptbestandtheil der yorl. Schrift bildet, die Fortsetzong o. der 
Schlnss der interessanten bibliograph. Uebersicht aller in der Biblio- 
thek befindlichen Flug- n. dergL a. Schriften über Schwedens Be- 
ziehungen zu den auswärtigen Mächten, welcher ein Vorwort u. 
folg. besond. Titel: „Eongl. Bibliotekets Samlingar. Samtida Skrifter 
rörande Sveriges Förh&llanden tili Fremmande Magter. Stockholm, 
Central-Tryckeriei 1881—88." vorangeht 

[429.] * Alphabetischer Katalog der Bibliothek des Aargau- 
ischen Lehrerseminars in Wettingen. Aarau, Sauerl&nder. 8^ 
72 S. 

[480.] "^ Bicordo del primo Centenario della Biblioteca Nazio- 
nale di Palermo. Palermo, tip. dello Statoto. 8^ 67, 16, 16, 
84 S. 

PrlTatblbliotliekett. 

[431.] Wilh. Jacobsohn & Co. Buch-, Musikalien- u. Anti- 
quariatshandlung in Breslau. Antiquariats -Catalog Nr. 49. — 
Kath. Theologie. Philosophie. Class. Philologie. Orientalia. Enth. 
die nachgelassenen Bibliotheken d. Erzpriester Leipelt, (Bober- 
röhrsdorf), Peukert, (Auras), Caplan Franke, (Warmbrunn), Ober- 
lehrer Dr. Franke, (Strehlen.) Februar. 8<^. 1 Bl. 62 S. 
(8. oben Nr. 307.) 

Zur grösseren Hälfte Theologica. 

[432.] Nr. 99. Antiquarischer Anzeiger von Franz Ton 
Stockar (vormals A. Coppenrath's Antiquariat) in Begensburg. 
Inhalt: Die Bibliotheken der f Oantor und Musikdirector 
Hacker, und Cantor Bühling in Begensburg. Musik. 8^. 1 Bl 
88 S. 1850 Nrr. 

Alte u. neue Musik. 

[488.] * Catalogue des Livres anciens et modernes hiem con- 
ditionnis composant la Bibliothdque d*A. Benoit, For&ien, Con- 
seiller ä la Cour de Paris en retraite, etc. Paris, ve. Adolphe 
Labitte. 8^ (Auct. 19. Febr.) 

[484.] Catalogue de la Biblioth^ue Theologique de H. C. 
Bervoets, Ci-devant pasteur ä VeenendaaL Utrecht, C. H. E. 
Breijer. S^. 1 Bl. 111 S. 2317 Nrr. (Auct. 12. März.) 

Enth., ausser Theologie, auch Bücher aus anderen Wissen- 
schaften, meist Holländischer, Deutsch, u. Franz. Litteratur. 



Litteratar und Miscellen. 151 

[435.] Yerzeiohniss der nachgelassenen Bibliothek des Dr. 
Otto Deutsch in Leipzig, Professor an der üniversit&t n. Ober- 
lehrer an der Bealschule I. 0., nebst mehreren anderen Biblio- 
theken namentlich aus den Gebieten der Ctoschichte u. Geographie, 
Theologie, Philosophie, Pädagogik, Belletristik, Kunst etc. Leip- 
zig, List & Francke. 8^. 1 Bl. 58 S. 2026 Nrr. (Auct. 
30. AprU.) 

Grösserentheils Deutsche Litteratur. 

[486.] * Gatalogue de Livres anciens et modernes de divers 
genres composant la Bibliothdque de T. M. G . . . a. Paris, ve 
Adolphe Labitte. S^. (Auct. 2. März.) 

[487.] Die Bibliothek des Professor^s Dr. J. J. Herzog in 
Erlangen, Herausgeber*s der „Bealencyklopädie für Protestant. 
Theologie und Kirche" u. m. a. enthaltend. Nr. 71. Anti- 
quarischer Katalog von Budolf Merkel (vormals Eduard Besold's 
Antiquarium) in Erlangen. — Protestantische Theologie. 8^. 
1 BL 190 S. 5815 Nrr. (S. oben Nr. 844.) 
Eine in allen theolog. Fächern (besond. Biblische Litteratar, 
sowie Kirchen- u. Dogmengeschichte, auch Bieformationsgeschichte) 
ebenso reichhaltige, wie wohlgeordnete Sammlung. 

[488.] * Gatalogue de Livres pr^cieux sur la Botanique omds 
de planches colori^es et d'ouvrages divers composant la Biblio- 
thdque du Docteur M.**'*' Paris, ve Adolphe Labitte. 8^ 
(Auct. 8. März.) 

[489.] Nr. 101. Antiquarischer Anzeiger von Franz von 

Stockar (vormals A. Coppenrath's Antiquariat) in Begensburg. 

Inhalt: Katholische Theologie. Bibliotheken der f Pfarrer Ge- 

brflder Pesserl in Hadersbach und Windischeschenbach. 8^. 

1 Bl. 56 Nrr. 2069 Nrr. 

Enth. Theologie im allgem., sowie Lebensbeschreibungen von 

Heiligen u. hervorragenden Persönlichkeiten der katholischen 

Kirche eta 

[440.] * La Villa Ercolanese dei Pisoni, i snoi monumenti 
e la sua biblioteca : ricerche e notizie di D. Comparetti e G. De 
Petra. Torino, Loescher. gr. 4<^. VU, 296 8. m. 24 phototyp. 
Taf. Pr. 125 L. (S. oben Nr. 258.) 

[441.] Yerzeichniss einer werthvollen Sammlung von Werken, 
Manuscripten u. Autographen zum Theil aus dem Nachlasse des 
General-Arztes Dr. Puhlmann und einer Schlossbibliothek, be- 
zeichnet Schack V. Wittenau. Berlin, Rudolph Lepke. 8^ 1 BI. 
78 S. 978 Nrr. (Auct, 8. Mai.) 

Ausser der berühmten Menzel-Sammlung, die in den Besitz 
der Berliner National-Gallerie übergegangen ist, hat Dr. P. eine 
Anzahl kostbarer Mss., Autographen u. Drucke hinterlassen, aus 



152 LiUerator und MLscellen. 

denen besonders hervorzuheben sind: Wachstafeln mit Rechnungen 
aus dem IIV. Jhrhdt. ; eine Suite Ton den mit reizenden Miniaturen 
geschmückten „Liyres d*heure"; eine Sammlung von Predigten in 
der fast ganz verschwundenen Mechoacan-Sprache in der 2. Hälfte 
des XYI. Jhrhdts von einem Spanischen Mönch geschrieben; ein 
prachtvolles Türkisches Costümwerk in 69 Handzeichnungen aus 
dem XVI. Jhrhdt.; mehre der jetzt selten gewordenen Stamm- 
Bücher; Melanchthon's Handexemplare von Horaz 1524 u. Livius 
u. Florus 1518 mit vielen handschriftl. Bemerkungen des Refor- 
mators; eine Sammlung von Spielkarten aus dem XY. u. XVI. Jhrhdt.; 
eine Anzahl schöner u. seltener Inkunabeln, worunter ein Fust- 
Schöffer'scher Druck von Augustus de vita Christi 1459; desgl. 
von Flugschriften aus der Reformationszeit u. von Zeitungen des 
XVL Jhrhdts.; schöne Einbände, worunter ein reich vergoldeter 
von Guillemeau's „Tables anatomiques*' (Paris 1589) mit der Chiffre 
von Marie de Medicis; die nie in den Handel gekommene Pracht- 
ausgabe der „Oeuvres de Fr^d^ric le Grand*^ in 83 gr. Quart- 
Bden etc. Im Nachtrage finden sich interessante mittelalterliche 
medicin., Chirurg., alchymistische u. dergl. Bücher — eine Spezialität 
des Dr. P. St. 

[442.] E. F. Koehler's Antiquarium in Leipzig. Catalog 
No. 377. — Cultur- und Literatur - Geschichte. (Hierin die 
Bibliothek des verstorbenen Baron von Reinsberg-Düringsfeld.) 
8^. 1 Bl. 54 S. 1239 Nrr. (S. oben Nr. 407.) 

Eine interessante, an Seltenheiten u. Curiosis reichhaltige 
Sammlung. 

[448.] Otto Harrassowitz Buchhandlung und Antiquariat in 
Leipzig. Antiquarischer Catalog 94. — Hebraica. Judaica. G«* 
schichte des Heiligen Landes etc. hauptsächlich aus der Biblio- 
thek des Dr. Federigo Sacchi in Cremona, Verfassers von I tipo- 
grafi ebrei di Soncino. S\ 1 Bl. 26 S. 607 Nrr. (S. oben 
Nr. 343.) 

Hebräische Mss. u. Druckwerke 1484 — 1600, hauptsächlich 

aus den Pressen der Soncini; Bibliographie u. Sammelwerke; 

Grammatik u. Lexicologie; Ausgaben des Alten Testaments u. 

Exegese desselben; Talmudische u. neuere Litteratur der Juden, 

nebst Gegenschriften; Earäische Litteratur, Geschichte der Juden, 

Beschreibung des heÜ. Landes, Reisen u. Kreuzzüge nach Palästina. 

[444.] Lager-Catalog von Joseph Baer & Co. Buchhändler und 

Antiquare in Frankfurt am Main, Paris, London. 119. — Der 

Orient, n. Abth. Orientalische Linguistik. (Zum Theil aus der 

Bibliothek des verst. Prof. J. A. Vullers in Giessen.) 8^. 1 Bl. 

41 S. 1509-2879 Nrr. (S. oben Nr. 404.) 

Mit Ausschluss der Hebraica u. Judaica, die in der III. Abth« 
zusammengefasst sind. 



LiUeraiar und Miscellen. 153 

Abdrücke mn» BibL-KandBclurlfteii. 

[445.] * Der Tod* des Husein ben 'Ali und die Bache. Ein 
historischer Boman aus dem Arabischen. Nach den Handschriften 
zu Gotha, Leiden, Berlin und St. Petersburg übersetzt Yon F. 
Wflstenfeld. [Aus: „Abhandlungen derE. Gesellsch. d. Wiss. zu 
Qöttingen/'] GGttingen, Dieterich. gr. 4^ IX, 213 8. Fr. n. 
9 Mk. 

[446.] * Bible des Pauvres, reproduite en fac-simil^ sur Toxem- 
plaire de la Biblioth^que nationale par Adam Püinski. Pr^- 
c6^6e d*une notice par Gustave Pawlowski. Fans, Püinski et 
fils. foL Fr. 100 Fr. 

Monuments de la Xylographie II. 

[447.] * Ars Memorandi, reproduit en ÜEic-simiM sur Texem- 
plaire de la Biblioth^ue nationale par Adam PilinskL Pr^c^^ 
d'tme notice par Gustave Pawlowski. Paris, Püinski et fils. 
fol. Fr. 100 Fr. 

Monuments de la Xylographie III. 

[448.] * Ars Moriendi, reproduit en fac-simil{ sur Texemplaire 
de la Bibliothdque nationale par Adam Püinski. Pröc^d^ d'une 
notice par Gustave Pawlowski. Paris, Püinski et fils. fol. Fr. 
100 Fr. 

Monuments de la Xylographie 17. 

[449.] * Oraison Dominieale, reproduite en ÜEUi-simü^ sur 
l'exemplaire de la Bibliothöque nationale par Adam Püinski. Pre- 
c^d^e d'une notice par Gustave Pawlowski. Paris, Püinski et fils. 
fol. Fr. 100 Fr. 

Monuments de la Xylographie Y. 

[450.] * Oantica Canticorum, reproduit en fac-simü^ sur Texem- 
plaire de la Bibliothdque nationale par Adam Püinski. Pr^cödd 
d'une notice par Gustave Pawlowski. Paris, Püinski et fils. fol. 
Fr. 100 Fr. 

Monuments de la Xylographie Tl. 

[451.] * Danse Macabre, reproduite en fac-simü^ sur Texem- 
plaire de la Bibliothöque nationale par Adam Püinski. Pr<c^d6 
d'une notice par Gustave Pawlowski. Paris, Püinski et fils. fol. 
Pr. 100 Fr. 

Monuments de la Xylographie YU. 

[452.J * Diario Fiorentino dal 1450 al 1516, continuato da 
an anonimo fino al 1542, pubblicato sui codici deUa Comunale di 
Siena e della Maruccelliana, da Luca Landucci; con annotazioni 
di Jodoco Del Badia. Firenze, Sansonl 1882. 16<^. XY, 377 S. 
Pr. 4 L. 

Gehört zur Biblioteca di Carteggi, Diani, Memorie, ecc. 



154 Litteratar and Miscdlen. 

[453.] * Fasti delP illastre Famiglia Minotio, esiratti dal 
Campidoglio Yeneto existente nella B. Bibliotheca Marciana di 
Tenezia, con aggiunte fino a' nostri giorni, da Girolamo Ales- 
sandro Cappellari. Tenezia, tip. doli* Ancora. 1882. 8^ 22 S. 

[454.] Berum Britaimicarum nedii aeyi Smptores. — Poly- 
ckronkon Bano^phi Higden monaehi CestroBsis; together with 
the English translations of John Treyisa and of an nnknown 
writer of the fifteenth Century. Edited by Bev. Joaeph Sawson 
Lumby, D« D., Norrisian Professor of Divinity &c., Cambridge. 
Vol. ym. London, Longman & Co. 1882. Lex. 8^ XLII, 587 S. 
Pr. n. 10,50 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 1075.) 

[455.] * Diario Fiorentino dal 1450 al 1516 di Lucca 
Landucd, continaato da un Anonimo fino al 1542, pubblicato 
sni codici della Comonale di Siena e della Maruccelliana, con 
annotazioni, da Jodoco Del Badia. Firenze, Sansoni. 16^. XY, 
377 8. Pr. 4 L. 

(Gehört zn „Biblioteca di Carteggi, Diarii, Memorie, ecc.^' 

[456.] * Commedia di Dieci Yergini: rappresentazione dei 
primi secoli della Letteratora Italiana, tratta da nn Codice della 
Biccardiana di Fii-enze, e pubblicata da Edoardo Alvisi. Firenze, 
libreria Dante. 1882. 8^ 85 S. 

[457.] Aus Berlin hat die Königl. Universitätsbibliothek 
aus dem Nachlasse des Sachs. Begierungsrathes Carl Gustav Wenzel 
eine der bedeutendsten BQchersammlungen auf dem Gebiete der 
Goethe- Lessing- u. Schiller -Litteratur als Yermächtniss erhalten. 
Yon dem Umfange dieses mit staunenswerthem Fleisse angesam- 
melten, die seltensten Ausgaben in den Sprachen aller Länder ent- 
haltenden Schatzes könne man sich, wird geschrieben, einen fiegri£f 
machen, wenn man erfahre, dass das Gewicht dieser Sammlung 
nicht weniger als 280 Centner betrage. 

[458.] Aus Boston wird im Yerlage von S. E. Cassino &Co. 
ein Werk „Oliver Wendeil Holmes: Poet, Litt^rateur, nnd Scientist 
[contuning a bibliography and a critical study of hls writings as 
well as mach biographical Information conceming him]'^ nächstens 
erscheinen. 

[459.] Aus Dresden hat sich ein Ausschuss fOr Landeskunde 
des K. Sachsen gebildet, dem die Aufgabe gesteUt ist, die gesammte 
bisherige Litteratur, die sich auf die Landeskunde Sachsens im 
weitesten Sinne bezieht, für die Zwecke des Centralausschusses f. 
Deutsche Landeskunde zusammenzustellen. Auch eine separate 
Yeröffentlichung dieser Materialiensammlung ist ins Auge gefasst. 

[460.] Aus Dresden hat die Stadtbibliothek aus der Yer- 
lassenschaft des 1882 verst Geheimraths Dr. Christoph Gustav 



Litterator nUd HisceUen. 155 

Marschner dessen aus 650 Bden, hauptsächlich Civilrecht u. Givil- 
prozess hetr., bestehende Büchersammlung zum Geschenk erhalten. 

[461.] Aus Florenz beabsichtigt Dr. Guido Biagi, 1. Yice- 
bibliothekar der Nationalbibliothek, Petzhddfs Katechismus der 
Bibliothekenlehre ins Italienische zu übersetzen, um ihn bei seinen 
Torlesungen über Bibliologie, die er im Auftrage des Ministeriums 
in der Nationalbibliothek halten soll, als Leitfaden mit benutzen 
zu können. Schon einmal ist dieser Katechismus früher im Auftrage 
des Ministeriums Bonghi ins Italieuische übersetzt worden, damals 
aber in Folge des baldigen Bücktrittes Bonghi's nicht in Druck 
gekommen« 

[462.] Aus NewTork findet sich in „Publishers* Weekly" 
ToL XXin. No. 4. S. 89—93, eine Uebersicht der N. -Amerika- 
nischen Bücherproduktion im J. 1882. Hiemach beläuft sich die- 
selbe auf 8472 Nrr. (481 mehr als im J. 1881), die sich auf die 
yerschiedenen Wissenschaftsfächer in folgender Weise vertheilen: 
767 Fiction; 826 Theology and Bellgion; 278 JuTenile Books, 
261 Law, 221 Education-Language; 188 Medical Science, Hygiene; 
185 Description, Trayel, etc.; 184 Biography, Memoire, etc.; 182 
Poetry and Drama: 155 Literary History and MisceUany; 118 Hi- 
story; 112 Social and Political Science; 106 Pbysical and Mathe- 
matical Science; 91 Fine Arts, Illustrated Works; 87 Useful Arts; 
86 Bocks of Seference; 35 Humor and Satire; 28 Sports, Amü- 
sements, etc.; 21 Mental and Moral Philosophy; 21 Music-Books 
(chiefly Singing-Books); 20 Domestic and Bural Economy. 

[468.] Aus Paris regelt eine Minist«rial Verordnung die 
Bestimmungen Yom 28. August 1882, den Dienst an den Univer- 
sitätsbibliotheken betr., dahin, dass in Zukunft Niemand Bibliothekar 
werden dürfe, der nicht Torher tJnterbibliothekar gewesen sei, diese 
Stellung aber nur deijenige erhalten solle, welcher das Zeugniss der 
Befähigung dazu aufweisen könne. Eine Specialverordnung bestimmt 
auch, unter welchen Bedingungen man überhaupt zu dem Biblio- 
thekar-Examen Zutritt finden werde. (Le Livre. Ann^e IV. Livr.l.) B. 

[464.] Aus Paris hat die durch Gesetz vom 14. Juni u. 
1. Decbr. 1882 bestimmte Commission zur Ueberwachung der „Biblio- 
th^que administrative de la pr^fecture", sowie der Volks-, Stadt- 
oder Frei- Bibliotheken am 9. Jan. ihre erste Sitzung abgehalten, 
u. über den Stand der Stad^ o. Freibibliotheken in Paris u. dem 
Departement der Seine Bericht erstattet Von den in dieser Sitzung 
gewählten yier Ünter-Commissionen wird sich eine mit der besten 
Verwendung der zu Gunsten der Volksbibliotheken gemachten For- 
ney'schen Stiftung von 200,000 Fr. zu beschäftigen haben. (Le 
Livre. Annte IV. Livr. 1.) B. 



156 Litterator und Miflcellen. 

[465.] Aas Paris sind die zam Zwecke der Yergrösseruug 
der National - Bibliothek expropriirten Gebäude fast ganz nieder- 
gerissen; aber über den Nenbebaaungsplan ist man zu einem 
definitiYen Entschlüsse noch Dicht gekommen. (Le Livre Ann6e 17. 
Livr. 1.) — Ebenso ist man auch Aber die Frage, wie es in einer 
mit elektrischem Lichte erleuchteten Bibliothek anzustellen sei, 
dass die Titel yon Büchern selbst der kleinsten Formate bequem 
gelesen werden können, ob zu diesem Zwecke die Bibliotheksbeamten 
etwa mit tragbaren elektrischen Lampen von der Grösse einer 
Handlaterne zu versehen seien, oder wie sonst, noch zu keinem 
Resultate gelangt (Daselbst) B. 

[466.] Aus Faris ist in dem nach der Bue St- Jacques zu 
gelegenen Hofe des College de France die Statue des ersten CheÜB 
der EGnigl. Bibliothek Guillaume Bud^ (geboren 1467, gest 1540) 
errichtet worden. (La Bibliophilie Nr. 4.) B. 

[467.] Aus Paris ist am 4. Februar der Bibliothekar des 
LouYre M. Bescherelle im 81. Lebeneijahre gestorben. 

[468.] Aus Paris erscheint im Verlage Yon Laporte eine 
„Bibliographie artistique, historique et litt^raire de Paris avant 
1789*' Tom Abb^ Valentin Dufour. (Revue histor. Tom. XXI. 
S. 289.) R. 

[469.] Aus Paris hat Paul Pinson eine „Bibliographie du 
Departement de Seine-et-Oise*' unter der Feder: dieselbe enthält 
ein Verzeichniss gedruckter sowohl als handschriftlicher Werke, 
Karten u. Pl&ne, n. wird bei Menü in Paris erscheinen. (Revue 
histor. T. XXL S. 289.) R. 

[470.] Aus R st c k hat der 1. Bibliothekar der Universitäts- 
Bibliothek Professor Dr. Roeper am 15. März den Tag gefeiert an 
dem er vor 60 Jahren von der Universität GOttingen zum Dr. 
med. creirt worden war. H. 



Berichtigiiiig : 8. 98, Z. 19 lese man: zugelassen, eine 
bestimmte Anzahl (frühere Fassung: 5) zu gleicher Zeit, um 
Bücher für Spec. etc. — S. 101, Z. 18 1. man Umstellung st 
Umgestaltung — S. 102, Z. 5 v. unt 1. man: 28 X 84 st 
28 + 34 — S. 104, Z. 16 1. man: „VJF. D2. 4 =« Dante", 
Z. 17: D2'F., u. Z. 18: D2'F2 etc. 



Draok tob Job. PSiiler In Dresden. 



NEUER ANZEIGER 

für 

Bibliographie und Bibliothekwissenschaft. 

Heransgegeben yon Dr. J. Fetzholdt. 



Hai. 



1883. 



Inhalt: 

Eine neue bibliothekarische Zeitsehrift. — Deutsche Fürsten als Dichter 
und Schriftsteller. Die Herzogin Amalia ta Sachsen. (Schlnss.) — Die 
Mannseripten-Sammlang des Ijord Ashbamham. — litterator und Misoellen. 

Allgemeine Bibliographie. 

[471] Eine neue bibliothekariselie Zeitschrift 

Es geht ein Gerücht durch das Land, dass eine neue bibliothe- 
karische Zeitschrift ins Leben gerufen werden solle: ich erwähne 
dieses Gerüchtes hier nicht um desswillen, weil es scheinen könnte, 
dass meinem Anzeiger in der neuen Zeitschrift ein die Interessen 
desselben beeinträchtigender Ooncurrent drohe, u. ich einer solchen 
Drohung gegenüber im Literesse des Anzeigers pro domo mit 
meinen Lesern zu sprechen beabsichtige, sondern lediglich aus 
dem Grunde, weil ich an die Erwähnung jenes Gerüchtes einige 
Bemerkungen über die Frage, ob zur Begründung einer, neuen 
bibliothekarischen Zeitschrift wirkliches Bedürfbiss Todiege, zu 
knüpfen wünsche. Ich fOr meine Person glaube dazu insofern nicht 
ganz ohne Beruf zu sein, als ich in der langen Beihe yon Jahren, 
seit, ich meinen Anzeiger herausgebe — derselbe steht nunmehr be- 
rmts im 44. Lebensjahre — hinreichend Gelegenheit gehabt habe, 
in Beireff der Bedürfioissl^age Erfahrungen einzusammeln. Denn 
mit dem Bedürfoisse muss die Theilnahme von Seiten des betr. 
Publikums Hand in Hand gehen, oder mit anderen Worten, nach 
dem Maasse des Bedürfnisses richtet sich das Maass der Theilnahme, 
u. hinsichtlich der letzteren habe ich wohl, wie mir wenigstens scheint, 
Anspruch auf Grund meiner Erfahrungen ein Wort sprechen zu dürfen. 

Der verstorbene Stadtbibliothekar Dr. Naumann in Leipzig hat 
sich in dem als eine Art Schwanengesang dem von ihm 81 Jahre 
lang redigirten u. Ende 1870 eingegangenen Serapeum beigege- 
benen Schlussworte bitter darüber beklagt, dass er von Seiten seiner 
Deutschen Collegen — und auf deren Theilnahme war bei der 
Begründung des Serapeums doch hauptsächlich gerechnet, ebenso 
wie auch die neue Zeitschrift im wesentlichen auf diese als mate- 
rielle u. als wissenschaftliche Förderer zählen mag — bei der 
Herausgabe des Serapeums so wenig unterstützt worden sei: bei 
solcher Theilnahmlosigkeit seien weder er, noch der seither stets 
opferbereite Verleger T. 0. Weigel im Stande, die Zeitschrift 
weiter fortzuführen*). In diese Klagen kann auch ich hinsichtlich 

*)S. Ani. J. 1871. Nr. 282. 

12 



158 Eine neue bibliotUekarlsche Zeitschrift. 

meioes Anzeigers Yoll mit einstimmen , u. wenn ich gleichwohl 
nicht wie Naamann den Math verloren habe, mein Blatt dessen 
ungeachtet fortzusetzen, so liegt dies daran, dass es mir bei meiner 
Uneigennützigkeit) welche die Arbeit auch ohne besonderen mate- 
riellen Gewinn niemals gescheut hat, schon zur Genugthuung ge- 
reichte, den wennauch verhältnissmässig kleinen Kreis meiner 
Leser, die sich trotz der Concurrenz des Serapeums meinem An- 
zeiger zugewendet hatten u. ihm treu geblieben waren, demselben 
zu erhalten u. ihrem Bedürfnisse nach einem Organe für Biblio- 
graphie u. Bibliothekwissenschaft möglichst entgegenzukommen. 
Und dies werde ich, unbeirrt Yon der neu hervortretenden Concur- 
renz, auch ferner zu thun versuchen, in dem Vertrauen, dass, wenn 
es meinem anfangs unter ziemlich ungflnstlgen buchhändlerischen 
Verhältnissen aufgewachsenen Anzeiger neben dem Serapeum, welches 
sich der Firma einer sehr angesehenen buchhändlerischen Kraft zu 
erfreuen hatte, in Folge meiner Uneigennützigkeit gelangen ist, 
sich einen Leserkreis zu verschaffen, es dem Anzeiger bei unver- 
mindeter Uneigenntltzigkeit von meiner Seite auch femer gelingen 
werde, den Leserkreis sich zu erhalten. Ich will sogar hoffen, 
dass, falls es der neuen bibliothekarischen Zeitschrift glücken sollte, 
die Theilnahme der Deutschen Bibliothekare für die Litteratur ihrer 
Berufswissenschaft — von der ich bei der Heransgabe meines 
Anzeigers sowohl als meines Hand- u. Adressbuches Deutscher 
Bibliotheken leider verhältnissmässig nur sehr wenig verspürt 
habe — reger zu machen, davon auch dem Anzeiger etwas za 
gute kommen werde. J. Petzholdt 

472.] Dentoehe Fürsten als Dichter und Sehriftsteller. 
Die Herasogln Amalla zu Sachsen* (Schluss.) 

1. Schriften über Amalia. 

Die musikalischen Beschäftigungen der Prinzessin Amalie, 
Herzogin zu Sachsen. Ein Erinnerungsblatt an die verewigte 
Fürstin von M. Fürstenau. Mit Notenfacsimile. Dresden, v. Zahn. 
1874. 8^ IV, 65 S. m. 1 Taf. 

Amalie Princes van Saksen. Eene Duitsche Tooneeldichtercs 
door J. £. Slingervoet Bamondt (Overgedrukt uit ,De Banier.') 
Haarlem, de Graaff. (1875.) 8^ 1 BL 29 S. 

Nach Duboc's biographischer Skizze im L Bd. der „Drama- 
tischen Werke der Prinzessin Amalie." 

Slud ben aRemoiten einet gütflentod^tec. Son Stöbert 9S3a(bmaQec 
(@b. ^itboc). m\t einem $>olaf<i&nitt>$ottrait. S)cedben, SReii^Ib & 
65^ne. 1883. gr. B^. B m. 290 @. m. 1 Zaf. 

Als Anhang die Lebensskizze der Prinzessin aus dem I. Bde 
von deren „Dramatischen Werken'^ wieder abgedruckt. / 



Deutsche Fürsten als Dichter und Schriftsteller. 159 

2. Schriften Yon Amalia. 

SRedtu Aonig t}on Sattriana. 6d6auf)}ie( in fünf Sufoügen. erftec 
I^l. 4«. $ap. öanbf*r. («bf^rift.) 66 »a. 

SRe^Tu König )>on Sattvtana. Sd^aufpiel in fimf Slufjügen. 3tveUec 
3*cil. 4«. $a»). S)ant)f*r. (Slbf^rift,) 58 m. 

S)ct RrönungStag. Suflfpiel in fünf Stufjügen. 4®. $0»). $anbfcltt. 
(abf*rift.) 147 S. 

SIumenH^tgung am Sorabenbe M 5. üRdt} 1851. (S)redben.) gr. 
4». 2 »tt. 

(®ebi4^t ouf 3friebti<!6 3(uguft ben ©ered^ten in ber Serbannung.) 
Stbgebt. in ben ^antburger Stteratif^en unb itritifc^ Slättetn 1855. 4^ 
«t. 29. ©. 228—24. 

$ramattf(^e äBetfe ber $Tinief{tn Slntalie, ^ersogin ju &ai\tn. 3m 
Sluftrage ©einet ÜRaieftdt beiS fionigd Sodann bon 6a(bfen au§ bem 
^a<!blaj^e DerboUftdnbigt unb herausgegeben bon SRobert SEßalbmüQer (Sbouarb 
^uboc). »b. I. 3Rit $ortrdt, 3<icftmi(e unb Seben^ftisje. £ei))iig, Zauc^nift. 
1878. 8«. LIX, 476 ®. m. 1 Xaf. 

Enth.! Lebensskizze (S. vn— TYYTT ) mit Anhang (S. 
XXXm— LYII); Der Graf von Beaujolois. Schauspiel in fftnf 
Aufzügen (S. 1 — 100); Der Erönungstag. Lustspiel in fünf 
Aufzügen (S. 101 — 96); Die Täuschungen. Lustspiel in fünf 
Aufisügen (S. 197 — 291); Mesru, König von Baktriana. Erster 
Theil. Schauspiel in fünf Aufzügen (S. 293—892); Dessen 
Zweiter Theil. Schauspiel in fünf Aufzügen (S. 393—476). 

a)erfclben SBerfe »b. II. 3)afelbft 1873. S\ 3 »IL 886 ©, 
Enth.: Lüge und Wahrheit Schauspiel in vier Aufzügen 
(S. 1 — 102); Die Braut aus der Residenz. Lustspiel in zwei 
Aufzügen (S. 103—75); Der Oheim. Schauspiel in fftnf Auf- 
zügen (S. 177—296); Die Fürstenbraut. Schauspiel in fünf 
Aufzügen (S. 297—886). 

3)etfelben SBerfe Sb. III. Safelbft. 1873. S^. S 90. 450 @. 

Enth.: Der Landwirth. Lustspiel in vier Au&ügen (S. 1 — 

110); Der Yerlobungsring. Lustspiel in vier Aufzügen (S. 

* 111 — 98); Der Zögling. Lustspiel in vier Aufzügen (S. 199 — 

320); Vetter Heinrich. Schauspiel in fünf Aufzügen (S. 821 — 450). 

^erfelben SBerfe 9b. lY. S)afelb{t. 1878. 8<>. 8 SIL 425 6. 

Entii.: Der Unentschlossene. Lustspiel in vier Aufzügen (S. 1 — 78); 
Der Majoratserbe. Lustspiel in vier Aufzügen (S. 79 — 184); Der 
Pflegevater. Schauspiel in vier Aufzügen (S. 185—292); Das 
Fräulein vom Lande. Lustspiel in fünf Aufzügen (S. 293-- 425). 

»crfelben ffierfe 38b. V. »afetbft. 1874. 8«. 8 »U. 410 S. 

Enth.: Die Unbelesene. Lustspiel in vier AuMgen (S. 1 — 93); 
Die Stieftochter. Lustspiel in vier Aufzügen (S. 95 — 216); Pflicht 
und Liebe. Schauspiel in zwei Aufzügen (S. 217 — 94^; Kapitän 
Fimewald. Lustspiel in vier Aufzügen (S. 295—410). 

12* 



160 Deutsche Fürsten als Dichter und Schriftsteller. 

Detfelben äBecte f8t>. VL S)afelbft. 1874. 8^ 8 »0. 514 6. 
Enth. : Die Heimkehr des Sohnes. Schauspiel in Tier Aufzügen 
(S. 1 — 96); Folgen einer Gartenbeleuchtung. Lustspiel in drei 
Aufzügen (S. 97 — 178); Der Siegelring. Schauspiel in vier Auf- 
zügen (S. 179 — 298); Der alte Herr. Lustspiel in zwei Aufzügen 
(S. 299—894); Begine. Schauspiel in fAnf Aufzügen (S. 895—514). 
S)te 6ttefto((tei. Suftf^tel in Diet 9luf}ügen. ^ud bei ®efatnmt« 
ausgäbe ber bramatifd^n SBerte ber ^tin^effm fLmalie, ^etiogin ju Sad^fen, 
getoä^It, mit englifd^ Snmettungen i^erfe^en unb ffit ben @d^uU itnb 
$nbatgebrau4^ pr ttebung in ber englifd^n ttmgangSfinrad^ empfohlen bon 
mmm gfiebig. ®era, SlnU^or. 1879. tL 8^ 2 90. 136 @. 

Theätre Fran9ais. Traduit de Tallemand par Louis Schwörer. 
Vol. IL FoL Pap. Handschr. 1 Bl. 159 S. 

Enth.: LaFianc^ duPrince, com^die en cinqactes(S. 1 — 48); 

L'Econome rural^ comddie en quatre actes (S. 49 — 107); L'Anneau 

de Fiancailles, com6die en quatre actes (S. 108 — 58). 

The Step-Daughter. A Comedy selected from the Dramatical 

Works of Her Royal Highness the late Princess Amalie Dachess 

of Saxony. Translated into English by Wilhelm Fiebig. Grera, 

Amthor. 1879. kl. 8^ 2 BU. 125 S. 

Fästmön frän Hufvudstaden. Eomedi i Twä Akter. öfyersätt- 
ning frän Tyskan. Första gangen uppfSrd pä Eongl. Theatern den 
17 Aprü 1887. [A. u. d. Tit.: Thalia, eller Vald Sämling af 
Nyare och Äldre Theaterstycken. Hft. 5.] Stockholm, Tryckt hos 
Lublin & Co. 1837. 16^ 75 S. (Braut aus der Residenz.) 

Afsked och Aterseende, Eomedi i Fyra Akter. Öfversättning 
frän der Zögling. UppfÖrd p& E. Teatern i Sept. 1837. Stock- 
holm, Hjerta. 1837. gr. 16 ^ 95 S. 

• • • 

Die oben erwähnte Yesuvfahrt hat die Prinzessin in folg. lau- 
nigem Gedichte geschildert: 

üeber Herculanum's Trümmern 

€k>ldne Stemlein munter flimmern; 

Wo die Grösse ward begraben, 

Sollen nun die Esel traben. 

Auf I es ist die höchste Zeit, 

Denn der Berg ist hoch und weit 
Auf unsem edlen Thieren wir schon sitzen, 
Die majestätisch stolz die Ohren spitzen. 
Nichts ist zu fürchten hier für Bein und Arm, 
Denn friedsam ist der grau gefärbte Schwärm; 
und Jeder geht in sich und muss betrachten. 
Der Esel sei nicht gänzlich zu yerachten, 
Er pflegt am Tag derNoth geschätzt zu werden — 
Das ist das Loos des Schönen auf der Erden. 



Deutsche Fürsten als Dichter und Schriftsteller. 161 

Langsam, kündig jedes Steges, 
Geht der Zug nun seines Weges, 
Und wir freuen uns der Pracht 
Der ambros'schen stillen Nacht. 
Stillen? wie? — Die Nacht ist stiUe, 
Doch giebt's sonst ein stark Gebrfille. 

Denn mehr als hundert Cicerone*s schreien. 
Die sich auf ihre Maccaroni freuen, 
Und Fackeln vor das Angesicht uns halten, 
Die zu Aethiopiens Kindern uns gestalten. 
Anstatt des grünen Teppichs der Natur 
Deckt schwarze Lava nun die wüste Flur — 
Lebt wohl ihr Hügel, ihr geliebten Trifte — 
Wir reiten über Kohlen in die Lüfte. 

Endlich auf des Berges Mitte 
Bei des Eremiten Hütte 
Lassen wir die Führer ruh'n, 
WoUen selbst ein gleiches thun, 
und der Eremit in Frieden 
Oeffhet seine Thür' den Müden. 

Doch, weh' uns, die Gemächer sind besetzet 
Von Männern, welche Bacchus' Gab' ergötzet; 
Die würdigen sich zwar, in hohen Gnaden 
Den Kaiser sonder Zaudern zu sich einzuladen; 
Doch da man sie entfernen will zu schnell, 
Yertheid'gen sie als Helden das Kastell. 
Indess muss bald der Muth der Menge weichen — 
Die Waffen ruh*n, des Krieges Stürme schweigen. 

Bacchus' Kinder sind bezwungen; 
Doch der Sieg noch nicht errungen 
üeber jenen Berg, der roth 
Uns mit Feuerschlünden droht 
Eslein will's nicht weiter wagen, 
Und wir setzen uns auf Tragen. 

Und langsam geht's hinan auf Menschenhänden, 
Das ungeheure Wagstück zu Teilenden; 
Die Träger schrei*n und gleiten oft ganz leidlich, 
Ein Beinbruch scheint bisweilen unvermeidlich. 
Doch trotzen wir dem stürmenden Geschick, 
Das uns bedroht: ein einziger Augenblick 
Auf jenem Berg verlebt, der Feuer strahlt» 
Wird nicht zu theuer durch ein Bein bezahlt 



162 Deutsche Fürsten als Dichter und Schriftsteller. 

Halt! schon ist das Ziel erreichet. 
Und die eiüe Furcht entweichet; 
Majestätisch dröhnt^s im Schlünde 
Jenes Berg*s mit offnem Munde, 
Und ein goldner Feuerstranss 
Dringt mit einem Mal heraus. 

Es zeigt uns der Natur allm&cht'ge Stärke 
Das Muster aller ird'schen Feuerwerke, 
Und fast bef&rchten wir, auf diesen Höh'n 
Der Unterwelt etwas zu nah zu steh'n. 
Sollt' einst aus ihren ewig finstem Beichen 
Ein Dämon oder Poltergeist entweichen, 
Und diese Welt zu sehen Lust bekommen — 
Durch diese hohle Gasse muss er kommen. 

Jetzt erglüht die Morgenröthe 
Auf der erst so dunklen Statte, 
Immer lichter wird*s und lichter; 
Unsre Mohrenangesichter 
Bringt der Sonne erster Schein 
Plötzlich nun zum Augenschein. 

Auch kalt wird's bei dem Feuerschlund, wir haben 
Nur Asch', um unsre Füsse einzugraben, 
Am Ofen der Natur mfisst* man riskireu, 
Gäb's nicht den Bauch, den warmen, zu erfrieren. 
Doch wer geniessen will, Der muss ertragen, 
Wer könnte sonder Vorwurf sich beklagen — 
Die Kälte ist der Uebel grösstes nicht. 
Der Güter höchstes ist das Sonnenlicht. 

Beich belohnet^ froh und munter 
Eilt man nun den Berg hinunter 
In der Asch' bis über's Knie, 
Kommt hinab, man weiss nicht wie; 
Unsre treuen Esel passen. 
Wo wir sie vorerst verlassen. 

Doch kaum geniessen wir der stillen Buh, 
So drückt Herr Morpheus uns die Augen zu, 
Er, welchem eine ganze Nacht wir raubten, 
Will die verletzten Bechte nun behaupten; 
Die Eslein gehen ungelenkt des Steges, 
Bis wii* am Ziele unsres weiten Weges 
Verlassen die hochlöbliche Gemeinschaft — 
Kurz ist der Abschied für so lange Freundschaft. 



L. 



Die Manüscripten-Sammlnng des Lord Ashburnham. 1G3 

[473.] Die Hannserlpten-Saminlang dos Lord Ashbnrnhain. 

Unter diesem Titel findet sich im Börsenblatte itlr den Deutseben 
Bachhandel Nr. 54 S. 1030 — 32 eine Mittheilung des Londner 
Buchhändlers Franz Thimm abgedruckt, die mir von allem, was 
ich über die vielbesprochene Ashbuiiiham'sche Sammlung ge- 
lesen habe, das beste u. zuverlässigste zu enthalten scheint» u. ich 
daher unter Toraassetzung der gefälligen Erlaubniss der Bedaktion 
des Börsenblattes, welches einem Theile der Leser vielleicht unzu- 
gänglich bleiben dürfte» in nachstehendem wiederabdiucken lasse. 
Die Thimm'sche HittheUung lautet: 

Der Ankauf der Hamilton*8chen Manuscripte von der Preussi- 
schen Regierung hat mit Recht die Aufmerksamkeit der Deutschen 
Gelehrtcnwelt auf diese Schätze des Altei-thums von neuem gelenkt. 
Es giebt nur wenige Privatbibliotheken, deren Manuscripte mit 
den kostbaren Sammlungen des Yaticans, der Pariser Bibliothek 
tt. des Britischen Museums verglichen werden können. Nur ein 
Privatmann in England hat sich mit grosser Liebe diesem Fache 
zugeneigt u. dies war Lord Ashburnham. Seine Sammlung ist 
die bedeutendste in Europa, u. auch diese Collection ist jetzt für 
die Summe von 160,000 £ oder 3,200,000 Mark dem Britischen 
Museum zum Ankaufe offerirt worden. 

Noch nie sind in so kurzer Zeit Schätze von solchem Werthe 
u. so inhaltsschwer zur öffentlichen Disposition gestellt worden, als 
in diesen letzten zwei Jahren. Das Unglaubliche hat sich in Eng- 
land ereignet, dass die Bibliotheken hochbegütei-ter Privatleute theils 
unter den Hammer gekommen, theils sonstwie verkauft worden 
sind. Für den ganzen Europäischen Buchhandel ist dies ein seltenes 
Ereigniss u. mit grossem Interesse muss jeder gebildete Buch- 
händler diese Phänomene veifolgen. Man hält den Preis von 
160,000 S^, den der jetzige Lord für die Sammlung seines Vaters 
verlangt hat, für sehr massig. Es ist überhaupt sehr schwer, einen 
üeberschlagspreis für litterarische n. antiquarische Schätze zu ge- 
winnen, von welchen nur ein Exemplar in der Welt existirt, u. 
dies namentlich unter der Konkurrenz von Millionären! Nur durch 
einen Vergleich mit anderen Bibliotheken lässt sich der Werth 
solcher Sammlungen annähernd bestimmen. 

Mr. Thomas Grenville vermachte seine kostbare Bibliothek 
der Nation; sie enthält 20,500 Bände, wovon 103 auf Pergament 
gedruckt sind, alle in den schönsten Einbänden, wunderschön er- 
halten. Unter diesen gedruckten Büchern befindet sich Fast und 
Gutenberg*s Bibel von 1455 auf Pergament gedi'uckt, die erste 
Bibel, die mit beweglichen Typen gedruckt wurde; er erstand die- 
selbe für 500 Sß oder 10,000 Mark. Das Exemplar ist ganz 
complet. Ausserdem befanden sich in Grenville*s Bibliothek eine 
grosse Anzahl von Ausgaben des Homer, Aesop, Plato, Virgil und 



164 Die Hanoscripten-SammluDg des Lord Aflhbarnhanu 

Lucretias, Editionen des Ariost, wie sie kein zweiter Privatmann 
zusammengetragen hat, u. scbliessllcli 5 — 6 der frühesten Aus- 
gaben von Babelais, die er für 60 bis 80 Mark erstand, die aber 
nach den Torgängen der Beckford- und Sunderland-Auctionen heute 
4 bis 6000 Uark werth sind. Der Eostenpreis der Grenyille'schen 
Bücher, den er selbst dafür bezahlt hatte, belief sich nahezu auf 
60,000 S, also auf 1,200,000 Mark. Diese „Bibliotheca Gren- 
yilliana" wird heute auf 20 Millionen Mark geschätzt. Das war 
ein edler Sammler, der sich mit ewigem Buhm bedeckt hat Er 
hat diese Bibliothek der Nation geschenkt ; — was hätte aber der 
Finanzminister jener Zeit gethän, wenn man ihm die Bücher für 
100,000 £ angeboten hätte? 

Diese Frage tritt jetzt mit yoller Schwere in den Torder- 
grund. Was wird der jetzige Minister thun? Wird er diese Pretiosen 
der Englischen Nation erhalten oder wird Deutschland, Frankreich 
oder Amerika in die Schanken treten? 

Als hoch begüterte Engländer, wie Bichard Heber — der Herzog 
?on Boxburghe — Lord Spencer, auf dem Europäischen Markt er- 
schienen u. ihre Einkäufe machten, hatten sie keine Concurrenten 
in Europa; heute aber steht die Sache etwas anders. Deutschland 
ist mit einem Male ein bedeutender Factor geworden, der den 
jüngeren Bibliotheken Amerikas mit der Wucht Deutscher Gelehr- 
samkeit entgegentritt. Wenn Deutschland seine Faust erhebt, sei 
es um in den Seckel zu greifen, um die Hamilton-Manuscripte zu 
gewinnen, oder dieselbe an die Klinge legt, so lässt es sich nicht 
leicht schrecken, viel weniger schlagen. Freilich ist Frankreich 
nicht zu unterschätzen, der Duc d'Aumale ist eine Biesenkraft, 
denn seine Passion für den Erwerb seltener Drucke ist bedeutender, 
als sein Wunsch nach einer Krone. Auch die reichen Bothschilds 
sind eine Macht, die recht wohl wissen, was für ein Lebensmark 
in den schön gemalten Manuscripten steckt u. welchen Beiz ünica 
des Buchdrucks besitzen; ihre Lust des Erwerbes steigert die 
Preise oft unglaublich hoch; dazu kann das Britische Museum 
gewiss manchen interessanten Beitrag liefern — musste dasselbe 
doch erst kürzlich eine kleine Collection der frühesten Französischen 
Komödien, einen kleinen Folio-Band, 6 Zoll breit und 8 Zoll dick, 
das einzig existirende Exemplar, mit 60,000 Mark bezahlen; — 
aber welch' eine Baritätl welch' ein unschätzbarer Besitz II 

Mr. Grenyille war noch nicht mündig, als er als Fähnrich 
in der Garde gegen die ganze Anglikanische Bischöfliehkeit in die 
Schranken trat, um die erste Ausgabe der Bibel für sich zu er- 
werben l Der Yorstorbene Lord Ashbumham, der dem geistlichen 
Stande angehörte, war kaum 13 Jahre all, als ihn im Jahre 1788 
seine Passion für Bücher u. Manuscripte ergriff, die er bis zu 
seinem Tode im Jahre 1854 treulichst gepflegt hatj u. diese 



Die Maniisoripten-SamiDlaDg des Lord AehbnnihaiD. 166 

Bibliothek, die 4000 Pretiosen der Welt enth&lt» steht jetzt zum 
Verkauf, freilich noch nicht in Concurrenz, denn der junge Lord 
hat dieselbe als einen Act von Patriotismus zuerst den Trustees 
des Britischen Museums angeboten — aber wenn der Finanzminister 
kein Geld hat, wie dies augenblicklich positiv der Fall ist, oder 
nicht Lust zum Kauf dessen besitzt, was man der Nation nicht 
schenken will? Kenner behaupten, nach den Er&hrungen des 
letzten Jahres, dass die Bibliothek das Doppelte und Dreifache er- 
langen würde, wenn dieselbe unter den Hammer käme. 

Die Bibliothek wurde aus vier verschiedenen Ankäufen zu- 
sammengestellt. Nämlich erstens durch den Erwerb der grossen 
Schätze des Professor Libri im Jahre 1848. Libri erschien hier 
vor 30 Jahren mit einer erstaunlichen Sammlung von Manu- 
scripten; es erhob sich auch schon damals ein grosser Lärm in 
Frankreich über die unerklärlichen Entwendungen von Manuscripten 
aus vielen FranzOsichen Bibliotheken. Libri vertheidigte seinen 
Besitz, u. Lord Ashbnmham kaufte die Manuscripte an. Jetzt 
tritt L. Delisle, der Director der Manuscript - Sammlungen, von 
neuem auf; er schreibt im „Soleil^', dass Lord Ashbumham den 
Pariser Bibliotheken nichts restituirt habe; das Einzige seien ein 
paar Seiten, die Libri aus einem Manuscripte in Lyon herausge- 
rissen haben soll, während die werthvollen Manuscripte in Lord 
Ashbumham's Besitz, die aus den öffentlichen Bibliotheken Frank- 
reichs verschwunden seien, in die Hunderte gehen! Er verspricht 
in einigen Tagen ein starkes Licht auf diese Frage zu werfen, die 
für Frankreich u. England von sehr grosser Wichtigkeit ist 
Dieser sehr ernste Streit wird auf den Verkauf der Manuscripte 
von grossem Einfluss sein. 

Diese Libri-Manuscripte sind reich an alten Codices, artisti- 
schen Malereien u« der mittelalterlichen Litteratur überhaupt 

Zweitens bildete sich die Ashbumham -Bibliothek durch den 
Ankauf der Manuscripte des Französischen Bibliophilen Barrois; 
ein unglaublicher Schatz von frühen Texten der Bomaunces et 
po^sies fran9., darunter ein Manuscript von Perceval le Galois, 
bedeutend für die Litteratur des Saint-Graal aus dem 18. Jahr- 
hundert; aus derselben Zeit 2 Exemplare von Ajolant, ein Chansons 
de gestes aus dem Charlemagne-Cjdus, ein Garin le Lohfrain, 
Partenopex de Blois u. Benard« 

Die dritte Abtheilung der Bibliothek kam aus der berühmten 
Stowe-Bibliothek, deren Verkauf im Jahre 1849 ein ähnliches Er- 
eigniss war, als heute die Sunderland- u. Hamilton-Bibliotheken. 
Sie enthält ein reiches Material Englischer (beschichte, von alten 
Charters, monastischen Begesten, Wappenschätzen u. Antiquitäten- 
Baritäten aller Art. 

Schliesslich die vierte Abtheilung, die der Besitzer bescheiden 



166 Die Mannscripten-Sammlang des Lord Ashburnham. 

einen Appendix nennt, bestehend aus einer CoUcction von Mannscripten 
aller Art, auf das sorgsamste gesammelt Es ist unmöglich, diese 
Sammlung auch nur annähernd zu beschreiben, dies muss den Ge- 
lehrten überlassen bleiben; nur soviel sei gesagt, dass sich unter 
anderm yorfinden der prachtrolle „Libri-Pentateuch'' aus dem 
7. Jahrhundert*). Ton noch grösserem Interesse für den Paläo- 
graphen sind die noch älteren Lateinischen Manuscpipte, eine ziem- 
liche Anzahl; dann ein Psalterium scheinbar aus dem 4« Jahr- 
hundert, das sich mit den ältesten Codices des Yaticans messen 
könnte. 

In der Stowe-CollectSon befindet sich ein Band, der mehr als 
40 AngelsächsiBche Charters enthält, vom 7. Jhdt. bis zur Erobe- 
rnng der Normannen. Hier liegt der Schwerpunkt für England 
zur Erwerbung dieser Seltenheiten für die Nation; dann folgt noch 
eine lange Beihe von Chaucer, Wyclüfe, Occleves und anderen 
frühen Englischen Mannscripten aus den Zeiten Yon Eduard IL, 
Heinrich VIIL, der Elisabeth, femer 10 Bände Hanoverian Pa- 
pers — in der That^ diese ganze Abtheilung enthält Schätze von 
der grössten Wichtigkeit far die Engliche Geschichte. 

Femer sind in dieser Abtheilung Manuscripte mittelalterlicher 
Mönche, illustrirt von Francia, Lorenzo da Credi u. Pietro Pera- 
gino; selbst die blosse Anschauung dieser Kostbarkeiten ist im 
Stande, den Bibliophilen in ein wahres Fieber zu versetzen. Es 
finden sich dazwischen 20 — 30 Codices von Dante's Divina Com- 
media aus dem 14. und 15. Jhdt., nebst 15 Bänden Commentare, 
eine Collection, die sich mit den besten Bibliotheken Italiens 
messen kann; femer ein Angelsächsischer Psalter aus dem 11. 
Jhrdt», Homilien aus dem 12. u. viele Schriftsteller aus dem 14. 
u. 15. Jhrdt. 

Ganz besonders aber ist auch in dieser Bibliothek der kost- 
bare Einband vertreten, darunter viele eingelegte mit schön ge- 
schnittenen Elfenbeinverzierungen, Italienische Arbeit aus dem 
7. Jhdt. Aber alle diese versehwinden vor der Pracht eines alten 
Exemplars der Evangelien aus dem 10. Jhdt., prachtvoll gebunden 
in vergoldetem Silber, mit Juwelen und Smaragden eingefasst, 
ein Band, der an Glanz u. Schönheit, an artistischer Ausführung 
in Bepouss^e einer der kostbarsten der Welt genannt werden kann. 

Soviel über diese Sammlung; die „Times" sagt über den 
Ankauf: „Im vergangenen Jahre sahen wir leider die Manuscripte 
des Herzogs von Hamilton nach Deutschland wandern, u. doch, 
wie reich diese Sammlung auch an artistischen Schätzen war, sie 
ist mit diesen Ashbumham-Manuscripten nicht zu vergleichen, denn 

*) Oscar V. Gebbardt beabsichtigt im Verlage von Aaher & Co. in 
Berlin „The Miniature of the Ashburnham Pentateu'ch" (20 Fac8im.-Taf. 
in Fol. mit Text) erscheinen zu lassen. 



Die Mannscriptcn-Sammlung des Lord Ashbarnham. 167 

diese sind fünfmal so werthyolL Eeich an Codices in Englischer, 
EranzOsisdier, Italienischer u. Angelsächsischer Litteratur, an Docn- 
menten, Charters, monastischen Begesten, korz in jeder Classe von 
Mannscripten, die der Künstler, der Gelehrte n. der Historiker 
yerwerthen kann. Wenn diese Mannscripte der National-Bibliothek 
einverleibt werden, so wird die CoUection des Britischen Mnseams 
die prachtvollste n. reichhaltigste der Welt. Selbst an die Mög- 
lichkeit zu denken, dass diese Offerte zurückgewiesen werden dürfte, 
erfüllt uns mit Entsetzen; der Verlust aber wäre nnersetalich ; es 
wäre eine complete Calamität, wenn sich dies ereignen sollte. Dass 
die Ashbumham-Manuscripte verkauft werden, ist sicher. Wenn 
England sie refüsirt, so verliert es eine Gelegenheit, die sich nie 
wieder ereignen wird! 

Dies die Thimm'sche Mittheiiung, welcher ich hier noch eine 
andere von Dr. G. Dannehl, die unter dem Titel „Die Ashbum- 
ham^sche Manuscriptsammlnng und ihre vermuthliche Entstehung'', 
die ebenfalls im Börsenblatte Nr. 66, S. 1271—78 (aus der 
Münchner Allgemeinen Zeitung, Beilage zu Nr. 75, S. 1098 — 99) 
abgedruckt ist, folgen lasse. 

Nun hat aber, schreibt Dannehl in Betreff des Verkaufes der 
Sammlung, die Sache einen Haken, welcher die ganze Angelegen- 
heit zu einer höchst verwickelten zu machen droht Kaum war näm- 
lich der Katalog erschienen, als der Conservator der Biblioth^uo 
nationale zu Paris, Delisle, durch Vergleichung der Titel u. 
auf Grund der Beschreibung der Codices die höchst interessante 
Entdeckung machte, dass eine nicht geringe Anzahl der zum Ver- 
kaufe gestellten Manuscripte, u. zwar gerade der kostbarsten, 
identisch ist mit denen, welche in den ersten Decennien dieses 
Jahrhunderts aus den Bibliotheken von Troyes, Montpellier, Grenoble, 
Carpentras u. Paris gestohlen worden sind, u. zwar von dem 
berüchtigten Timoleon Libri Carrucei de la Sommaia, dem Sohne 
des nicht minder berüchtigten Manuscriptenmarders Libri-Bagnano, 
der seiner Zeit in Brüssel in ähnlicher Weise operirte. 

Die Sache ist so gut wie erwiesen u. ganz danach angethan, 
dem gegenwärtigen Besitzer der Sammlung, dem Lord Ashbumham, 
der dieselbe von seinem Vater, dem berühmtesten Bibliophilen Eng- 
lands, geerbt hat, ernste Ungelegenheiten zu bereiten. 

Die Geschichte dieser historischen Manuscripten- Diebstähle, 
welche vor einigen Tagen von dem Office de Publicity mitgetheilt 
worden ist, enthält so viel Interessantes, dass sie auch Deutsche 
Leserkreise interessiren dürfte. 

Der genannte ältere Libri, Graf v. Bagnano, ein geborener 
Florentiner, war am 28. Mai 1816 von der Cour d'assises du 
Bh6ne zu zehnjähriger Zwangsarbeit verurtheilt worden, u. zwar 
wegen Urkundenfälschungen; am 8. Mai 1817 war diese Strafe 



168 Die Hanoseripten-Sammlang des Lord Ashbomham. 

wegen anderer ähnlicher inzwischen aufgedeckter Verbrechen in 
eine lebenslängliche verwandelt n. durch Yerartheilnng zum 
Halseisen lu zur Brandmarkong yersch&rft worden. Allein es 
war dem Grafen gelungen, nach Belgien za entkommen, wo 
er sich unter der Maske eines politischen M&rtyrers in die Gonst 
der höchsten Kreise einzuschleichen wusste u. wo er schliesslich 
Bedacteur des offlciösen „National** wurde. Zugleich gründete er 
dort, wo jetzt die Gallerie Bortier ist, eine grossartige Buchhand- 
lung. In dem Aufstande vom 25. August 1880, dessen so plötz- 
liche äussere Veranlassung die Aufiührung der „Stummen Ton 
Portici'' war, wurde auch das Haus Libri*s yon der aufgeregten 
Menge geplündert. Der Besitzer, für den man bereits einen Strick 
mit einer Schlinge an einem Fenster der zweiten Etage befestigt 
hatte, entging nur durch eine zufällige vorübergehende Abwesen- 
heit dem sicheren Tode. Der Sohn dieses Libri ist nun der be- 
rühmte Manuscripten- xl Autographensammler gleichen Namens, 
welcher 1803 zu Florenz geboren u. 1869 zu London mit Hinter- 
lassung eines bedeutenden Vermögens gestorben ist Er hat dem 
Lord Ashbumham einen grossen Theil seiner Sammlung verkauft 
u. gleichsam den Grund zu derselben gelegt. Dieser jüngere Libri 
war ein Mann von aussergewöhnlichen Gaben. Kaum siebzehn 
Jahre alt» bestieg er den mathematischen Lehrstuhl der Universität 
Pisa. Infolge seiner Theilnahme an den revolutionären Bewegungen 
seines Vaterlandes flüchtig geworden, ging er nach Brüssel zu seinem 
Vater u. von hier 1830 nach Paris, wo er als bedeutender Gte- 
lehrter u. politischer Märtyrer an Arago einen mächtigen Gönner 
fand. Er wurde bald Mitglied des Instituts, erhielt eine Professur 
an der Sorbonne u. übernahm die Direction des „Journal des 
8avants'^ In den Jahren 1839 bis 1844 war er einer der 
thätigsten Mitarbeiter des „Journal des Dtfbats^ u. der „Revue 
des deux Mondes'*. Es war ein Unglück für ihn u. für Frank- 
reich, dass ihn Guizot, der damals Unterrichtsminister war, zum 
Generalinspecteur der Bibliotheken Frankreichs ernannte. Er war 
ein leidenschaftlicher Bücherliebhaber, u. diese Leidenschaft wurde 
sein Verderben. Da er nun uneingeschränkt über die Bücherschätze 
des Landes schalten konnte, setzte er dieselben ganz gehörig in 
Ck)ntribution. So fielen ihm nach u. nach die kostbarsten Codices 
der Bibliothek Mazarin u. Richelieu, der Observatoire- u. Arse- 
nalbibliothek, der berühmten Handschriftensammlungen von Troyes, 
Grenoble, Poitiers, Garpentras etc. zum Opfer. Er fing die Sache 
sehr geschickt an. Er stahl nicht die ganzen Bände, sondern er 
nahm die kostbarsten Blätter heraus. Bekanntlich enthalten solche 
Volumina gewöhnlich mehre Handschriften von oft ganz ver- 
schiedenem Inhalt u. Werth. Diese herausgenommenen Pei^gament- 
blätter, die immer irgendeine Handschrift vollständig mthielten, 



Die Manosciipten-Sammlang des Lord Ashbarnham. 169 

wnsste er nun durch Badiren, Schaben u. Behandlnng mit aller- 
hand Essenzen unkenntlich zu machen, dann fabricirte er ans alten 
Pergamentdeckeln Einbände zu denselben, schickte sodann diese 
Codices ins Aasland, Hess sie von dort, so zu sagen, mit einem 
neuen (jtoburtsschein zurückkommen, n. dieses einträgliche Ge- 
schäft wflrde er sicher noch lange mit gleichem Bafflnement fort- 
gesetzt haben, wenn die Februar-BeYolution seinen Bänbereien nicht 
ein Ziel gesetzt hätte. Doch hatte er im Jahre 1847 in einer 
einzigen Anction für fast 800,000 Fr. gestohlener Mannscripte 
verkauft. Seine Diebstähle waren auch nicht unbemerkt geblieben, 
n. es lief sogar eines Tages eine anonyme Denunciation ein. Aber 
seine hohe Stellung n. seine vielfachen Connexionen Hessen 
es nicht zu einer gerichtlichen Untersuchung kommen. Er hatte 
erfahren, dass die Beweismittel fELr sein Verbrechen unter den 
Acten des auswärtigen Amtes deponirt wären. Als nun diese 
Acten zum Theil bei der Plünderung des Ministerialpalastes wäh- 
rend der Bevolutionstage yemichtet waren, glaubte er, auch die ihn 
gravirenden Schriftstücke hätten dieses Schicksal getheilt. Allein 
einer seiner Gegner entdeckte sie, gerade als er sich am sichersten 
fühlte u. in seiner Vorsicht nachliess, u. nur ein Wink, den ihm 
ein wohlwollender College gab, schützte ihn vor der Festnahme. 
Er hatte gerade noch Zeit, seine litterarischen Schätze einzupacken 
u. damit nach Enghind zu fliehen, wo er die Bolle eines politischen 
Märtyrers wieder aufnahm. Und obwohl in Havre noch sechs grosse 
Kisten mit Handschriften beschlagnahmt waren, brachte er doch 
noch genug mit nach England, um grosse Summen damit zu er- 
zielen. Trotzdem vertheidigte er seine Unschuld auf das hfiu*t- 
näckigste, u. bedeutende Publicisten, wie Prosper Mj6nm6e u. der 
Bibliophile Jacob traten anfangs als seine Vertheidiger auf. Allein 
eine sorgfältige Untersuchung, welche hervorragende Kenner, unter 
ihnen Laianne, anstellten, erwies seine ^huld vollkommen, u. man 
stellte sogar ein annähernd genaues Verzeichniss der von ihm ge- 
stohlenen Codices auf. Verschiedene Englische Liebhaber hatten die- 
selben inzwischen gekauft; die meisten waren in den Besitz Lord 
Ashbumham*s übergegangen, u. diese Käufer hatten in gutem 
Glauben gehandelt, weil das Aeussere der Handschriften, sowie 
zahlreiche (gefälschte) Stempel, welche sie trugen, täuschend auf 
Italienische Herkunft derselben deuteten. So verlief damals der 
Streit im Sande, weil man nicht wusste, wo die Handschriften hin- 
gekommen waren, u. ein Lebensalter sind diese Schätze der unan- 
gefochtene Besitz der reichen Familie Ashbumham gewesen, bis in 
jüngster Zeit durch den auf Anregung der EngHschen Begierung 
hergestellten Katalog die Bichtigkeit der Anklagen gegen Libri 
erwiesen worden isi Auch die berühmte Burgundische Bibliothek 
in Brüssel scheint damals in Mitlddenschaft gekommen zu sein. 



170 Die ManoBcripten-Sammlang des Lord Ashbarnham. 

u. man kann nächster Tage erwarten, dass der Beweis hierfür er- 
bracht wird. Vor längerer Zeit pnblicirte die K6nigl. Belgische 
historische Kommission eine Anzahl auf die Geschichte ihres Landes 
bezügliche wichtige Urkunden aus der Ashbumham'schen Samm- 
lung. In der Vorrede zu diesem Werke wird dem hochheraigen 
Besitzer derselben in den wärmsten Ausdrücken der Dank der 
Kommission für die Gestattung dieser Publicationen ausgesprochen. 
Es wäre wirklich drollig, wenn die Belgischen Gelehrten sich für 
die Ueberlassung von Codices bedankt hätten, welche rechtsmässiges 
Eigenihnm ihres Landes sind. 

Der jetzige Besitzer nimmt in dieser Angelegenheit eine 
ziemlich delicate Stellung ein. Er ist kein Bücherliebhaber wie 
sein Vater und wohl berechtigt, zu Gtold zu machen, was dieser 
in gutem Glauben u. zu anständigen Preisen erworben n. ihm 
hinterlassen hat. Dennoch kann es ihm nicht gleichgiitig sein, 
wenn die Sammlung, welche den Stolz seiner Familie ausgemacht 
u. dem Schlosse seiner Väter einen Europäischen Buf verschafft 
hat» zum Gegenstand einer internationalen Polemik wird. Jedenfalls 
ist der geplante Verkauf der Bibliothek durch die Enthüllungen 
ihrer zweifelhaften Herkunft wesentlich erschwert, u. der vornehme 
Besitzer wird sich vieUeicht doch mancherlei Scrupel machen. 

Selbst in England scheint man zu schwanken, ob man eine 
zum grossen Theil aus Beraubungen fremdländischer Bibliotheken 
hervorgegangene Sammlung für das Britische Museum ankaufen 
dürfe. So kann man auf die endgiltige Lösung der Angelegen- 
heit mit Becht gespannt sein*). 

Litteratar und Hiscellen. 
Allgemeines. 

[474.] The Library Jonmal Ofücial Organ of the American 
Library Association. Vol. 8, (S. oben Nr. 369.) 
Enth. in der Febr.-Nr. 2: Editorial (Poole*s Index viewed by 



*) Nach einer Bemerkung in einer dritten ,.Die Ashbomham-Hand- 
Schriften und ihr Verkauf* betitelten Mittheilnug des Börsenblattes Nr. 74, 
S. 1435-37 (abgedruckt ans der Münchner Allgemeinen Zeitung Nr. 85, 
S. 1234 — 36) hat die fragliche Sache nun durch den Conservator der 
Biblioth^ne nationale zu Paris, Delisle, welcher nach London geffangen 
war, um mit der Verwaltung des Britischen Museums über die Ueraus- 
Rabe einer gewissen Anzahl von alten Handschriften aus dem Nachlasse 
des Lord Ashburnham zu unterhandeln, eine befriedigende Lösung ge- 
funden. Die ganze Sammlung, von der behauptet wird, dass Libri sie 
seiner Zeit den Französischen Bibliotheken u. Museen entwendet hatte, 
wird auf anderthalb bis zwei Mill. Franken veranschlagt, u. so viel konnte 
die Französische Be^^erung zur Stunde nicht fOr einen wissenschaftlichen 
Zweck verwenden. Delisle soll nun eine Wahl derjenigen Manuscripte 
getroffen haben, deren Beintegrirung besonders w&nschenswerth u. n&tihch 
ist; ihre Zahl beirage an 250 n. der B&ckkaufipreiB 600,000 Franken. 



Litteratur und MiBcelleii. 1:71 

the Aihenaeum) — A Plan of Sjstematic Training in Beading at 
School. By W. E. Fester — The Connecticut Library Law — 
An Index to Some Becent Beference Lists. By H. J. Carr — 
Library Economy and History — Bibliograiy — Literatare for the 
Toung. By C. M. Hewins — Library Porchase List — Anonyme 
and Pseudonyms — Notes and Queries — General Notes. 

[475.] Bulletin du Bibliophile et du Biblioth^caire publ. par 
Techener. XLIX. Ann^ 1882. (3. oben Nr. 259.) 

Das Decbr.'Heft enth.: S. 517—- 44 Du Prix-courant des 
Livres anciens: L Vente de Bibliothdque William Beckford k Londres 

— 8. 544 — 51 n. Vente de livres proyenant de la Biblioth^ue 
de M. le Baron B. P.« (Boger Portalis) — S. 551—54 IIL Vente 
de la Biblioth^ue de M. le Comte de Nadaillac — 8. 555 — 65 
N^rologie — S. 566 — 69 Be?ue critique de Pnblioations nouvelles 

— S. 569—72 Chronique — 8. 578—76 Table des Matiftres. — 
Hierüber 2 Bll. Titel zum nunmehr vollständigen Jahrgange. 

[476.] The Bibliographer A Journal of Book-Lore. London, 
Elliot Stock. (8. oben Nr. 870.) 

Enth. in der April -Nr. 17: 8. 121—28 The Outline of a 
scheme for a Dictionary of Periodical Literature. (E^art L) By 
Cornelius Walford — 8. 124 — 29 Notes on some of the Block- 
Books of the Netherlands. (Part L) By W. M. Conway — 8. 
129—80 The Antwerp Library. By P. P. Carrel — 8. 180—84 
Ashbumham Manuscripts. (Part IL) — 8. 134—86 Bumsiana 

— S. 186—88 A Bibliography of Sacheverell. By F. Madan. 
(Fortsetzung folgt) — 8. 189—48 Among the State Papers. 
(Part n.) — 8. 148—46 The Bibliography of Skating. (Part H.) 
By Fred. W. Fester — 8. 146 — 52 Notes and News, Beyiews, 
Correspondence, Libraries. 

[477.] * n Bibliofilo Oiomale dell' arte antica ecc. diretto da 
0. Lozzi. Anno IV. (S. oben Nr. 872.) 

Enth. in Nr. 8: Della Imitazione di G. C, a proposito della 
edizione Turriniana, ecc. (Lozzi) — Scrittura per cessione di pro- 
prietä letteraria, del notajo Tommaso Grossi — Cataloghi degli 
opuscoli; spogli de' periodici (Z. Volta) — Litauen en France et 
le Fran9ais en Italic (Topin) — La Scuola Salemitana (Oliyi) — 
Editori e stampatori (Giannini) ecc. 

[478.] * Annuario del Cuerpo facultativo de Archi veros , Biblio- 
tecarios y Anticuarios. Ano 1881. Madrid. 8^ Vm, 490 S. 

Bibliographie. 

[479.] * Nachtrag zum Verzeichniss der BÜcher-Omamentik- 
Auastellung des Grauer Domherrn Josef Dankö. Budapest. 1882. 
70 S. 



172 Litteratnr und Miscellen. 

BekannUicb hat der emsig thätige Kunstforscher n. Sammler 
Josef Dank6 Yor Jahresfrist in Budapest eine Bücheromamentik- 
Aasstellnng ans seiner Kanstsammlnng veranstaltet u. darüber einen 
knrzen Wegweiser yeröffentlicht. Sp&ter, im April Torigen Jahres, 
f&gte er dieser einen Zuwachs an, worüber er obenverzeichneten 
Nachtragskatalog abfasste. Dieser Katalog umfasst eine hübsche 
Anzahl seltener xl hoch im Werthe stehender Ennstblätten Was 
seine Abfassung anbelangt, so mag er wohl zu den besten der- 
artigen Publikationen zu zählen sein, ja wir glauben des Guten 
nicht zu viel zu thun', wenn wir ihn als einzig in seiner Art be- 
zeichnen. Dankö begnügte sich nämlich damit nicht, eine Auffüh- 
rung der Kunstblätter, ihrer Verleger und Urheber zu geben — 
in den meisten Fällen verwerthet er das Besnltat seiner eingehen- 
den KunststudieUf zu dem er im Laufe der Jahre gelangte. So kann 
der Yerfiisser mit gutem Gewissen das Verdienst für sich in Anspruch 
nehmen, die Frage nach dem Ursprünge u. der Ausführung des 
Dürer'schen Kupferstiches: Erasmus Ton Rotterdam, u. der Werth- 
schätzung des Bildes durch Erasmus erschöpft zu haben. Als 
Dürerforscher ist uns zwar Dank6 schon durch seine Publikation: 
„Albrecht Dürer*s Schmerzensmann*' vortheilhaft bekannt, doch hat 
er sich als solcher, und zwar als berufener, in seiner 23 S. um- 
fassenden Studie über das Bildniss des Erasmus ganz unyerkennbar 
gezeigt. Nicht minder selbständig und anziehend ist die Be- 
sprechung der übrigen Kunstblätter, von denen einigen hier zum 
ersten Male die yerdiente Würdigung wird« Sehr werthyoll ist 
namentlich Nr. XVII. des Kataloges, wo sich interessante Bemer- 
kungen über Hans Holbein und Erasmus finden. Auch der Biblio- 
graphie ist in dem „Nachtrags- Verzeichnisse*' in recht befriedigen- 
der Weise Bechnung getragen, so dass Jeder, der fllr Bücher- 
Omamenläk Interesse hat, das in seinem Auftreten so bescheidene 
Büchelchen schätzen lernen wird« Die Ausstattung desselben ist 
sehr geschmackyoU, der Druck (A. Holzhansen in Wien) tadeUos. 
Eine kostbare Beigabe ist das Porträt Erasmus' von Botterdam, 
eine Nachbildung der Handzeichnung Albrecht Dürer's aus dem 
Jahre 1520, welche, einst ein Blatt im Skizzenbuche des Meisters, 
heute in der Gigoux*8chen Sammlung in Paris aufbewahrt wird. 

Leitschuh. 
[480.] * Bibliotheca Orientalis oder eine Yollständige Liste 
der im J. 1882 in Deutschland, Frankreich, England und den 
Colonien erschienenen Bücher, Broschüren, Zeitschriften etc. über 
die Sprachen, Beligionen, Antiquitäten, Literaturen und Geschichte 
des Ostens. Von Ch. iViederici. VII. Jahrg. Leipzig, Schulze. 
8«. 79 S. Pr. n. 8 Mk. (S. Anz. J. 1882. Nr. 794.) 

[481.] * Bibliotheca Sinica. Dicüonnaire bibliographique des 
ouTrages relatifb ä TEmpire Chinois, par Henri Cordier, de la 



Litteratur und Miscellen. 173 

Soci6i6 Asiatique de Paris. Tom. H. Facs. 1. PariSi Leroux. 
gr. 8^ S. 876—1078. Fr. 50 Mk, pro compL (S. Am. J. 
1881. Nr. 855.) 

[482.] ^nftian @ottIob fiapfer'd SoOftänbigei» S&d^er^Sejncon ent« 
baltenb bie k)on 1750 h\» Snbe beS Sa^reiS 1882 in 3)eutf4flanb unb 
m ben angren$enben Sdnbem gebrudten 9fi<!^. XXI. unb XXn. 
X^ell ober XY. unb XYI. Supplement, bie t)on 1877 btd ßnbe 1882 
erfd^ienenen SBerfe, fomie 9la(^träge unb lBeri<!^tigungen su ben feueren 
Zeilen ent^altenb. tBearbeitet t)on Slid^tb ipaupt. XXI. Vf. £ie{f. 1. 
fieipiig, SBWgel. 4». S. 1—240. *r. n. 9,85 9»!. (S. «na. 
3. 1878. 3Rr. 101.) 

Enth. die Artikel |,A.'' bis „Borkhardt.'* 

[483.] Halbjähriges Inhalts- Yerzeichniss der in den Biblio- 
graphien der Osterr. Buchhändler-Correspondenz aufgenommenen 
Neuigkeiten und Fortsetzungen« Juli bis December 1882. Druck 
▼on Fischer & Co. (1883.) 4<>. 33 S. (S. Anz. J. 1882. 
Nr. 921.) 

In der bisherigen, f&r den buchhändlerischen Bedarf ausreichen- 
den Weise zusammengestellt. 

[484.] * The English Oatalogue of Bocks for 1882, containing 
A Complete List of all the Books published in Great Britain 
and Ireland in the Year 1882, with their Sizes, Prices, and 
Publishers* Names ; also of the principal Books published in the 
United States of America, with the addition of an Index of sub- 
jects. A CoDtinuation of the London and British Gatalogues. 
London, Sampson Low & Co. 1888. gr. 8^. Pr. 5 sh. (S. 
Anz. J. 1882. Nr. 421.) 

In dem Low*8chen „Publishers* Circular'' findet sich bei der 
Anzeige dieses Kataloges, obgleich er ebenfalls Low*scher Yerlag 
ist, doch nicht die Seitenzahl angegeben. Liederliche Wirthschaftl 

[485.] Bibliotheca Belgica. Bibliographie g^n^rale des Pays- 

Bas. Signie: Le biblioth^cäire de rUniversit^ de Gand, Ferd. 

Yan der Haeghen. Livr. 29—32. 1882. kl. 8^ Zusammen 

125 NiT. Pr. n. 4,20 Mk. (S. oben Nr. 374.) 

Schreitet in neuerer Zeit mit anerkennenswerther Promptheit 

vorwärts. 

[486.] * Norsk Forfatter-Lexikon, 1814—1880, af J. B. Hai- 
Torsen. Paa Grundlag af J. E. Kräfte og C. Langes „Norsk 
Forfatter-Lexikon 1814—1856." Hft. 5. Christiania. 1882. 
80. s. 257—320. Pr. n. 1,50 Mk. (S. Anz. J. 1882. Nr. 500.) 

Enth. die Artikel ,,Birch*^ bis „Bjömson'^ 

[487.] Syenskt Boklexikon. Aren 1880—1865. Utarbetadt 
af Hjalmar Linnström. Senare Del. Hft. 9—10. Stockholm, 

18 



174 Litterator und Miacelleü. 

. Samsou & Vallin^ 4<>. S. 129—60. Pr. n. 3,75 Mk. (S. oben 
. Nr. 876.) , 

Enih. die Aiükel „NordUng*' bis „Ohlsson/^ 

[488.] * Periodiscbe und nach Materien geordnete Überschau 
der litterarischen Erscheinungen auf dem Gebiete der deutschen 
Bechtswissenschaft [des Privat- u. öffentl. Bechts], ihrer Hilfs- 
f&cher sowie der Justiz- und Verwaltungs- Gesetzgebung und 
Praxis [unter Berücksichtigung von einschlagenden Zeitschriften] 
nach Befinden mit kurzen bibliographischen Besprechungen. Ein 
Wegweiser für Justiz- und V^waltungsbeamte, Bechtsanwälte und 
Studierende. II. Jahrg. 1883. Freiberg, Engelhardt. gr. 8^ c. 
6 Nrr. Pr. n. 1,25 Mk. (S. Anz. J. 1882. Nr. 804.) 

[489.] * SBegioeifer bur<!^ bie p&baflogif^e Siterotut. $)etaudgegeben 
unter SJlittvirtung k)on Setter ^ol^. Slmbcoi», $rof. Sl. Sec^tel, ®anit.« 
fRatl) Dr. Wlox. @auftec ic. 9leb.: 3- $i4ler jun. IX. Sa^. 1383. 
SBien, $i*lert SBroe & So^n. gt. 8<^. 12 Jlrt. k V»— 1 »og. $r. 
n. 2 mt. (6. Slna! 3. 1882. 3lx. 223.) 

490.] * ^eie )>dbagogi{((e 9(dtter. ^erauiSgegeben k)on U. ^r. 
3e{{en. XYII. Sa^rg. 1883. — Tili ©ratigbeilage : SBegmeifer but(^ 
bie pdbagogifdfte fiiteratur. IX. Sabrg. SBten, $i(bler*d äBme & 6o^tL 
gt. 8«. 12 9lCT. ä Vf— 1 »og. 

[491.] Yerzeichniss der Yorzfiglichsten Werke aus dem Ge- 
biete der Thierzucht und Thierheilkunde. Herausgegeben von 
Georg Szelinski. Wien, Braumüler & Sohn. B^. 1 Bl. 31 S. 
Das Schriftchen enthält eine für den Praktiker bestimmte Aus- 
wahl der betr. Deutschen, neueren sowohl als neuesten Litteratur in 
aiphabet. Beihenfolge, sowie ein ebenfalls alphabetisch geordnetes 
Materien-Begister darüber. Letzteres, obwohl nicht ohne M&ngel 
(wo ist z. B. Tuberculose ?), dient wesentlich zum bequemen Ge- 
brauche des Yerzeichnisses. 

[492.] * Allgemeine Bibliographie der Staats- und Bechts- 
wissenschaften. üebersicht der auf diesen Gebieten im deutschen 
und ausländischen Buchhandel neu erschienenen Literatur. Be- 
dacteur: Otto Mühlbrecht. XYI. Jahrg. 1883. Berlin, Putt- 
kammer & Mühlbrecht, gr. 8^. Jährl. 6 Doppelnrr. ä 2—8 Bog. 
Pr. n. 4 Mk. (S. Anz. J. 1882. Nr. 424.) 

[493.] ^iftotifdfte 3eitf(brtft, Mg. ^on &. t). Spbel ÜRflnd^en u. 
SeiPSig; Olbenbourg. gr. 8^. ©ntb. Jleue Sotgc »b. XHL (ber 
ganjcn Solge 49. Sb.) &ft. 2. S. 277—384: giteraturteri*t, (©. 
oben 3lr. 285.) 

Enth. 65 Nrr. 

[494.] Bibliographie der alpinen Literatur. XIY. Jahrgang 
1882. Von Th. Trautwein in München. Separat-Abdruck aus 
der. Zeitschrift des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins 



Litteratar and Miscellen. 175 

[Jahrg. 1882. Hft. 8.] 8^ 1 Bl. 487—508 S. (S. Anz, J, 1882. 

Nr. 839.) 

Der Sammelfleiss, mit dem der Verf. alles auf die Alpine 
Literatur Bezfigliche im weitesten Umfange herbeizoschaffen weiss 
— soweit dies überhaupt einem Einzigen möglich ist — verdient 
alle Anerkennung. 

[495.}^ * Essai de Bibliographie Oratorienne; par le P. A. M. 
P. Ingold, bibliothtfcaire de TOratoire. Paris, Sauton. 1880—82. 
8», VIII, 200 S. 

[496.] Minist^re de Tlnstruction publique et des Beaux-Arts. 
Notice sur les travaux personnels des professeurs des Facultas 
des Sciences durant Tann^e 1881 avec rappel des ann^es antä- 
rieures. Tome premier. Paris. Imprimerie nationale. 1882. 8^ 
190 S. 
Conform^ment k une d^cision prise par M. Jules Ferry, en 
1881, il sera publik chaque ann^e un r^sum^ des traraux person- 
nels faits par Ics professeurs des Facultas des Sciences. Ce premier 
?olnme contient le compte rendu des travaux de Tann^e 1881, avec 
de tr^ courtes not«s qul rappellent les recherches faites pric^- 
demment par chaque professeur. Plusieurs maltres ont enyoyi lo 
r^umä de leurs travaux trop tard pour qu'il fQt possible de le 
comprendre dans la präsente publication, quil n*^tait pas permis 
d'ajoumer plus longtemps. Ces r^sumäs trouveront place, en ap- 
pendice, dans le volume de Tan prochain. La nouveaut^ de ce 
compte rendu, la n^cessit^ d'y comprendre des mömoires et des 
ouvrages parus depnis longtemps, ont empfiehl les aateurs d'adopter 
un plan uniforme. A Tavenir, toutes les noüces consacröes k une 
seule ann^e seront r^digäes sur le plan qui est consacr^ depuis 
dix ans par le „Bapport annuel sur Tl^cole pratique des hautes 
etudes.'' — Wichtig für die Bibliographie, wenngleich ungleich- 
massig und meist nicht mit bibliographischer Sorgfalt zusammen- 
gestellt. A. H. 

[497.] * Per nozze Marcello-Agostini Della Sota — Di Al- 
vise Marcello (sec. XV.) ; cenni bibliografici del Prof. Luigi Bailo. 
Treviso, tip. Zoppelli. 8^ 19 S. 

[498.] * Teatro de Calderon de la Barca, con un estudio 
critico-biogräflco y apuntes histöricos y bibliogr^cos sobra cada 
comedia, por Garcia-Bamon. Tom. III: Comedias. Paris, Gar- 
nier fröres. gr. 12<>. 693 S. (S. oben Nr. 291.) 

[499.] Gatalogus van eene belangrijke verzameling Boeken 
en Vlttgschriften van en over Hugo de Groot, verkrijgbaar bij 
de Boekhandelaren H. G. Born en G. D. Born. UGz. Amster- 
dam. (Auch m. Franz. Tit.) gr. 12^. 1 Bl. 20 S. 189 Nrr. 

Die 800jährige Gedenkfeier der Gebart des berühmten Hugo 

18* 



176 Litteratnr und Miscellen. 

Grotins (10. April 1583) haben die Bachhändler Born daza benutzt, 
eine, wennschon nicht sehr grosse, doch recht interessante n. werth- 
Yolle Sammlung von Schriften n. Pamphlets von n. über Grotius 
in einem mit dem Portrait des Jubilars verzierten Glasschranke fQr 
350 F. zum Verkaufe auszubieten. Es w&re zu wünschen, dass 
die Sammlung — die grösseren Bibliotheken des Landes würden 
dafür* freilich wohl keinen Bedarf haben — einen Käufer finden 
möge, damit sich die jetzigen Besitzer nicht veranlasst finden, die- 
selbe zu zersplittern. 

[500.] SBil^elm öevfd^I. 6em geben unb feine SBette t)on (Sbuarb 
@. Kolben. Ueberfelt t)on Sl. S. SDlit einem Somort x>on 9B. Valentin. 
SBcrlin, ?>etfe. 1882. fl. 8". ßnt^. ©. 216—38: »ibUogtartie. 
Die Bibliographie besteht aus 1. dem Verzeichnisse der astro- 
nomischen Schriften H/s (von welchem im allgem. üebersetzungen 
u. aus periodischen Werken entnommene Auszüge ausgeschlossen 
geblieben sind) in chronologischer Anordnung, u. 2. dem Verzeich- 
nisse der Schriften, welche sich auf das Leben u. die Werke H.'s 
beziehen, nach den Autoren aiphabet, geordnet. Wer mehr über 
die H.'schen Schriften zu wissen verlangt, der ziehe die reichhal- 
tige Synopsis derselben von Edw. S. Holden u. Charl. S. Hostings 
im „Beport of the Smithsonian Listitution 1880'* (s. Anz. J. 1882. 
Nr. 881) zu Bathe. 

[501.] * Traduction en langues ^trangdres des B^flesdons ou 
Sentences et Maximes morales de La Rochefoucauld. Essai biblio- 
graphique, par le Marquis de Granges de Surg^res, du conseil de 
la Sociätä des Bibliophiles Bretons et de Thistoire de Bretagne. 
[Extrait du Bulletin du BibUophile.] Paris, Techener. 8^. 82 S. 
(Nur 80 Exempl.) 

[502.] * Bibliographie de Malebranche; par Tabb^ Blampignon, 
professeur en Sorbonne. [Extrait de la Bibliographie Oratorienne 
publice par le P. Ingold, de TOratoire.] Montb^liard, impr. 
Hoffmann. S^, 11 S. 

[503.] De Hannonis in Poenvlo Plavtina precationis quae 
fertvr recensione altera Pvnica scripsit Gerhardus Hennen Trevi- 
rensis. Marbvrgi Cattorum, typ. Pfeilii. 1882. 8^ Enth. S. 
8 — 14 litterarische Nachhweise über das Punische im Plautus. 

Die litterar. Nachweise sind aus den J. 1608 — 1878 in 
chronolog« Ordnung zusammengestellt. 

BnchliAndler- mid antiqnariselie Kataloge* 

[504.] ^ubtifationen bed 995tfen « ä^eteind bec Seutfdben 9u<!^« 
^nbler. SReue golge. U. u. b. Xtt: Sltd^ii) für ©efd^idftte bed 
3)eutf(l^n Suc^l^anDelg. ^erau^egeben t)on ber {»ifbtifdften Sommiffton 
bed 99öcfeni9eTetiii$ bet2)eutfd^n8ttdftMnbIet. VIIL S^ii, Odtfenoerein 



Litteratar and Miscellen. 177 

b. a)eutf*. »udbWnbL flr. 8*. VI, 833 ©. $c. n. 5 2»l. (©. 

Slnj. 3. 1882. 3lr. 432.) 

Abermals ist die Historische Commission im Stande gewesen, 
Yon ihrem werthyollen Archive einen neuen Band binnen Jahres- 
frist in Druck zu geben: sie hat sich dabei sehr wesentlich Yon 
dem Fleisse Albrecht EirchhofTs unterstützt gesehen^ der überhaupt 
dem unternehmen, zu dessen Dienste das Archi? ins Leben gerufen 
worden ist, von Anfang ah bis jetzt ein lebhaftes u. ausdauerndes 
Interesse gewidmet hat. An der Spitze des neuen Bandes steht 
der vierte an die Historische Commission erstattete Bericht Friedrich 
Kapp's, der bekanntlich mit der Ausführung des Unternehmens — 
einer Geschichte des Deutschen Buchhandels — betraut ist Mit 
Vergnügen erfahrt man aus diesem Berichte, dass Kapp die zu- 
versichtliche Hofi&iung aussprechen zu dürfen glaubt, bereits gegen 
Ende des laufenden Jahres den Druck des ersten Bandes der Gre- 
schichte, dem dann noch ein zweiter, erforderlichen Falles ein 
dritter nachfolgen soll, ' in Angriff nehmen zu können. Ohne allen 
Zweifel wird man dem Erscheinen der Geschichte mit besonderem 
Interesse entgegensehen u. aus derselben erkennen, welche Stelle — 
unstreitig die erste — der Deutsche Buchhandel im Bereiche des 
Buchhandels der ganzen Erde einzunehmen berechtigt ist. Ausser 
dem Eapp'schen Berichte enthält der vorl. Band folg. Artikel: 
Samuel Apiarius, der älteste Buchdrucker Solothum*s (1565 — 66). 
Von Franz Jos. Schiffmann. — Ein Buchdruckerstrike zu Frank- 
furt a. M. im J, 1597. Von Heinr. Pallmann. — Weiteres über 
die Anfönge des Leipziger Messkatalogs. Von Albr. Eirchhoff. 
(Nachtrag zum VII. Bde.) — Zur älteren Geschichte der kursäch- 
sichen Privilegien gegen Nachdruck (u. der sächsischen Censur. 
Zweiter Beitrag zum VII. Bde.) Von Demselben — Zur ältesten 
Geschichte des Leipziger Zeitungswesens. Von dem Nämlichen — 
LesefHLchte aus den Acten der kurf. sächsichen BücherrCommission 
zu Leipzig. Ebenfalls von dem Nämlichen — Urkunden über die 
Verhältnisse des Buchhandels u. der Presse in Strassburg im 18. 
Jhrhdt Mitgetheilt vom Stadtarchivar Brucker — Mittheilungen 
zur inneren Geschichte des Deutschen Buchhandels von 1811 — 48. 
I. Vereinsbildung u. Vereinsthätigkeit.' Von F. Herrn. Meyer. — 
Miscellen : Buchhändlerische Geschäftspapiere aus den J. 1523 — 80, 
von Albr. Eirchhoff; Danziger Buchhändler als Ealenderverleger 
im 16. Jhrhdt., von Ed. Erause; Ein gefahrlicher Druckfehler, von 
Albr. Eirchhoff; Beiträge zur Geschichte der österreichischen 
Bücberpolizei ; Bnchhändlerische Deputirte schon im J. 1778, von 
F. Herm. Meyer; Buchhändlerbriefe von 1786—1816, veröffent- 
licht von Ludw. Geiger; Eine Cabinetsordre an Staatsminister 
V. WöUner, mitgetheilt von F. Herm. Meyer; Aus den Hartknoch'schen 
Geschäftspapieren, von G. Legerlotz; Paul Gotthelf Eummer^s Votum 



178 Litteratnr und Mificellen. 

über die pseado -Perthes'sche Eingabe ?on Jubilatemesse, von 
F. Herrn. Mejer. 

[505.] * Slbre^bu^ beutf^et Solportage? unb Sifenba^nbud^^&nbler, 
nebft So^ortage-SerlagStatalag unb ©efcbäftöanseiger. L 6a^rg. 1883. 
(^etaui^gegeben bon @mi( SRaliobn. Serlin, SRalsabn. gv. 8^ Y, 115 6. 
$T. n. 3 ÜRt. 

[606.] Inseraten-Yersendungs-Liste. Yerzeichniss der im Deut- 
schen Beich, in Oesterreich-Üngarn und in der Schweiz erschei- 
nenden Deutschen Zeitschriften wissenschaftlichen und unterhal- 
tenden Inhalts, welche Inserate aufnehmen. Nach den Wissen- 
schaften geordnet Mit Angabe der Bedacteure, der Verleger, 
der Journal-Preise, der Insertions- Gebühren, der Auflagen, ob 
Change-Inserate und Beilagen angenommen und Becensionen ge- 
liefert werden, sowie mit anderen Nachweisungen. Nach den 
sichersten Quellen bearbeitet von G. A. Haendel. XXY. Jahrgang 
1883/84. Leipzig, Haendel. 4\ 1 Bl. 88 S. Pr. n. 2 Mk. 
(8. Anz. J. 1882. Nr. 521.) 

Mein aufrichtig gemeinter Glückwunsch zum 25 jährigen Jubel- 
feste der Liste sei der, dass ihr Herausg., trotz der ihm von ver- 
schiedenen Seiten immer noch verweigerten Unterstützung, doch 
noch lange den Muth behalte, sein brauchbares Werkchen fort- 
zufahren. 

[507.] * Memorie dl un editore, pubblicate dai figli; con 
Appendice: Lottere di G. Barbara; Lottere di varii a G. Bar- 
bara; Cataloghi delle edizioni Barbara (Ditta Barbtea, Bianchi e 
G., 1854—1859; Ditta G. Barbara, 1860—18 marzo 1880.) 
Firenze, G. Barböra. 8«. VII, 623 S. Pr. 5 L. 

[508.] Nr. 97. Katalog von Theodor Ackermann K. Hof- 
Buchhandlung nebst Antiquariat in München. 8^ 1 BL 26 S. 
686 Nrr. (S. oben Nr. 296.) 

Enth.: Genealogie, Heraldik, Sfragistik, Diplomatik, Numismatik. 

[609.] Antiquariats - Katalog Nr. 6 von L. Bartenhauser's 
Buchhandlung, Antiquariat und Bücher-Leih-lnstitui München. 
— Deutsche Sprache. 8<>. 1 Tit.- u. 35 S. 1047 Nrr. (S. oben 
Nr. 297.) 

Hauptsächlich gangbare Belletristik. 

[610.] Nr. 157. Antiquarischer Katalog der G. H. Beck^schen 
Buchhandlung in Nördlingen. — SchGnwissenschaftliche Lite- 
ratur, Germanistik. Varia. 8®. 1 BL 52 S. 926 Nrr. (S. oben 
Nr, 190.) 

Ausschliesslich Ausgewählteres. 

[611.] Nr. 10. Antiquarisches Bücherlager von Gerschel & 
Anheisser Antiquariat und Buchhandlung Stuttgart. — Anzeiger 



Litteratur and Miscellen. l79 

für Rechts- & Staats Wissenschaften Nro. L 8<>. 1 61. 49 S. 
1569 Nnr. • 

Fast durchgehends Deutsche, meist neuere Litteratur. 

[512.] LVI. Yerzeichniss des antiquarischen Bücherlagers 
von Caspar Haugg in Augsburg. — Interessante Sammlung 
literar. Cnriositaten u. histor. Seltenheiten. Incunabeln. Bücher 
mit Holzschnitten u. Kupferstichen. Newe Zeyttungen u. Flug- 
blätter. Schriften für u. gegen die Kirche, Klöster u. Orden. 
Beformatoren. ludaica. Austriaca. Alsatica. Dialektik, etc. 8^ 1 
Tit.- u. 23 S. 540 Nrr. (S. oben Nr. 192.) 
Beachtenswerth. 

[513.] Libreria antiquaria di ü. Hoepli Milano. Catalogo Nr. 
13. — Letteratura Italiana in piü gran parte testi di lingua 
Ediz. cit. dalla Crnsca, ecc. e traduzioni. 8<>. 1 Bl. 72 S. 1381 
Nrr. (S. oben Nr. 306.) 

Reiche u. gute Auswahl. Dante sind im vorl. Kataloge ans» 
geschlossen geblieben, weil dieselben in der 12. Nr. bereits be- 
sonders verzeichnet sind. 

[514.] Nr. 665—67. Antiquarisches Bücherlager von Kirch- 
hon & Wigand in Leipzig. — Beschreibende Naturwissenschaften. 
I— m. 8«. (S. oben Nr. 809.) 

Enth.; in I. Vermischtes, Entwickelungsgeschichte, Geologie, 
Mineralogie, Paläontologie n. Bergbau (1 Bl. 46 S. 1444 Nrr.); 
in II. Zoologie (1 Tit.- u. 35 S. 1167 Nrr.); in lü. Botanik, 
Gartenbau (2 Bll. 36 S. 1278 Nrr.). 

[515.] K. F. Koehler*s Antiquarium in Leipzig. Catalog No. 
378. — Americana. 8^ 1 Bl. 22 S. 385 Nrr. (S. oben 
Nr, 407.) 

Besonders im ethnographisch-geschichtlichen u. im linguistischen 
Abschnitte beachtenswerth. . 

[616.] 168. 'Antiquarischer Catalog von Felix Schneider (Adolf 
Geering) in Basel. — Naturwissenschaften, Mathematik, Haus- & 
Landwirthschaft. 8«. l 'Bl. 122 S. 2638 Nrr. (S. oben Nr. 202.) 

Hauptsächlich Deutsche, nächstdem Franz. Litteratur. 

[517.] (316—19.) »ntiquarifÄcr ftatalog üon gctWnant) Stein* 
topf in Stuttgart 8«. (6. oben ^x. 315.) 

Enth. Theologica, darunter viele ältere und seltnere, nämlich : 
in 316 Historische Theologie, Kirchen-, Reformations- u. Dogmen- 
geschichtQ (1 Bl. 36 S.); in 317 Apologetik, Dogmatik, Ethik, 
Polemik, Symbolik etc., Sectenwesen, sowie Kirchenväter u. ältere 
theolog. Schriftsteller (1 Bl. 24 S.); in 318 desgl. Historische 
Theologie (1 Bl. 13 S.); in 319 Judaica u. Biblische Alterthums- 
kunde, christliche Archäologie, Hiilologia sacra (1 B1..18 S.). 

[618.] Nr, 102. Antiquarischer Anzeiger von .Franz von 



180 Litteratur und Miscellen. 

Stokar (yormals A. Coppenrath's Antiquariat) in Begensbnrg. 
Inhalt: Auswahl ans allen Fächern. 8^. 1 Bl. 54 S. 1851 Nrr. 
(S. oben Nr. 489.) 

Grösserentheils Deutsche, neuere sowie auch ältere Litteratur 
— besonders kostbarere Werke nicht. 

[519.J 98. Yerzeichniss des antiquarischen BQcher-Lagers von 
Karl Theodor Y61cker*s Verlag und Antiquariat in Frankfürt 
a. M. — Kunst- und Kunstgeschichte, Blustrirte Werke. 8^1 Bl. 
150 8. 2870 Nrr. (8. oben Nr. 204.) 

Von besonderem Interesse sind eine grösser« Anzahl ältere 
Werke mit Holzschnitten u. Kupferstichen. 

99. Yerzeichniss des nämlichen antiquarischen Bücher-Lagers. 
— Protestantische Theologie. 8^ 1 Tit.- u. 167 S. 3562 Nrr. 
Gut geordnete u. sehr beachtenswerthe, namentlich in den 
Abschnitten der Biblischen Litteratur, der Kirchen- u. Dogmen- 
geschichte, sowie der Reformatoren u. Beformationsgeschichte werth- 
Tolle Sammlung. 

Ancttonskaialog. 

[520.] * Catalogue de beaux Liyres omia de figures et 
d*Ou?rages de Bibliographie. Paris, Adolphe Labitte« 8^ (Auct. 
20 März.) 

Bibliothekenlelire* 

[521.] * Libraries of railroad Toung Men^s Christian Asso- 
ciations. By B. B. Pool. S. 1. (1882.) 8«. 7 S. 
Hierüber s. Library Journal Yol. 8. Nr. 2. S. 32. 

Bibliothekenkmide. 

[522.] ^ Catalogue of the Public Library Association of Bast 
Hampton (Mass.) With two views of a veiy pretty library 
building.] Boston, Estes & Lauriat. 8<>. 218 S. 

[528.] * Finding Lists of the Library of the üniYersity of 
Minnesota. Ist. ed., to Sept., 1881. St. Peter. 1881. 8^^. 
Ym, 147 S. 

[524.] Les Incunables Orientaux et les Impressions Orien- 
tales au commencement du XYIe sidcle Bapport ä M. le Ministre 
de llnstruction publique sur une Mission en Bavi^re et en 
Wurtemberg par Moise Schwab de la Bibliotheque Nationale. 
Paris, Techener. 8®. 2 BU. 138 S. Pr. n. 6 Mk. 

Aus dem „Bulletin du Bibliophile et du Bibliothdcaire" be- 
sonders abgedruckt (s. oben Nr. 259). 

[525.] * Katalog der Domschulbiblioihek in Oüstrow» Yon 
Q. C. H. Baspe. I. Güstrow. 4<>. 89 S. 

[526.] Serid^t übet bie Sibltot!^ bei» 95tfettt9etetni» bet S)eutf4en 



Liiteratar nnd Miscellen. 181 

9u<!^l^bler, ben 3ettcaum t>tm Slnfang 9Rdvi 1882 btö @nbe 3e# 
bntac 1883 umfaj^enb. Untet^eid^et: S)ec SibUot^etav bed Oörfett' 
t^ereind. S- &^^* 9Re)^v. (^t(. im Sörfenblott für ben 3)eutfd^ 
93u<!^^nbel unb bte mit i^m Dettoanbten ©efd^ftöimeige. Seipiig. 4^. 
5lr. 75. ©. 1449—50. (6. «nj. 3- 1882. »r. 546.) 

Neben den Bemerkungen über den günstigen Fortgang der 
Bibliothek ist im vorl. Berichte jedenfalls der Hinweiss, dass Yor 
allem zum Drucke eines neuen, die gesammten Bestände der Bi- 
bliothek enthaltenden Kataloges verschritten werden solle, als das 
die Leser am meisten Interessirende zu bezeichnen. „Ein solcher 
Katalog werde nicht allein ein Yerzeichniss der Bibliotiiek an sich 
darstellen, sondern auch das dann yoUstandigste Bepertorium der 
einschlagenden Litteratur u. in gewisser Beziehung sogar eine 
Quelle für die Geschichte des Buchhandels sein.'' 

[527.] Katalog der Bibliothek des K6nig]. Gymnasiums zu 
Thom. J. Nachtrag: 1871 — 1882. Zusammengestellt von Maxi- 
milian Curtze Oberlehrer und Bibliothekar. (Beilage zum Oster- 
programm 1888 des Königl. Gymnasiums zu Thom.) 8^. lY, 
48 8. (S. Anz. J. 1872. Nr. 64.) 

Durch den zehnjährigen Zuwachs ist die ohnehin schon ver- 
hältnissmässig sehr reiche Bibliothek erheblich vermehrt worden. 
Obwohl die Bibliothek für jeden Gebildeten der Stadt zur Be- 
nutzung offen steht, so ist doch natürlich bei dem Zuwachse zu- 
meist auf die Bedürfnisse des Gymnasiums, zu dessen Gebrauch 
die Sammlung zunächst dienen soll, Bücksicht genommen. Der 
gesammte Zuwachs findet sich, dem Hauptkataloge entsprechend, 
unter 15 Ober» u. mehren Unterrubriken mit Hinzufügung Ton 
ein paar Varia yerzeichnet 

[528.] Ministtoe de llnstruction publique et des Beaux-Arts. 
Service des Thtees. Behanges universitaires. Arrdt^s, Circulaires 
et Instructions. Paris, Imprimerie nationale. 1883. 4^ 52 S. 
Enthält die auf den im vergangenen Jahre eingeleiteten 
Schriftentausch zwischen den Französischen u. auswärtigen Univer- 
sitäten bezüglichen Actenstücke in chronologischer Reihenfolge u. 
bietet so eine vollständige Ordnung des Dissertationenwesens, sowie 
des Schriftentausches sowohl der Französichen Facultäten unter 
sich, als auch zwischen denselben u. den ausländischen Univer- 
sitäten, hauptsächlich für den Gebrauch der mit der Yermittelung 
beauftragten Bibliothekare (die specielle Instruction findet sich 
S. 36 — 42). Schrifbentausch findet statt zwischen den Universitäts- 
resp. Facultäts-Bibliotheken von Aix, Algier, Besan9on, Bordeaux, 
Caen, Clermont, D^on, Douai, Grenoble, Lyon, Montpellier, Nancy, 
Paris, Poitiers, Bennos, Toulouse, der Biblioth^ue nationale und 
dem Ministdre de Tlnstruction publique einerseits u. den Univer- 
sitäten Basel, Berlin, Bonn, Breslau, Dorpat, Erlangen, Freiburg, 



182 Litieratur und Miscellen. 

Genf, Gent, Giessen, Göttingen, Greifswald, Halle, Heidelberg, Jena, 
Königsberg, Kopenhagen, Leipzig, Leyden, Lütticb, Lnnd, Marburg, 
München, Münster, Bestock, Strassburg, Tübingen, Upsals, Würz- 
barg und Zürich andererseits. (Warum fehlt Kiel?) A. H. 

[529.] * Catalogne de Livres pr^cienx orn^s de trds helles 
relinres anciennes et modernes Frovenant en partie de la Biblio- 
th^iie da Ch&teaa de S.-L. Paris, Adolphe Labitte. 8^. (Aact. 
13. März.) 

[530.] * Catalogue de la Biblioth&que grataite de la Sociät^ 
de Saint- Vincent- de Pftul, installäe 14, rae Montesquieu, k 
Nancy. (Conference de la Cath^drale et de Saint -Nicolas.), 
Nancy, impr. Vagner. 12 ^ 111 S. 

[531.] * Leopold Delisle: Histoire g^n^rale de Paris; le Ca- 
binet des Manuscrits de la Bibliotheque nationale, ^tude sur la 
formation de ce däpöt, comprenant les Clements d^une histoire 
de la calligraphie, de la miniature, de la reliure et da commerce 
des livres ä Paris avant Tinvention de rimprimerie. Parist 
imprimerie nationale, 1868, 1874 et 1881. 4 vol. in 4^ dont 
an atlas, etc. Compte rendu, par A. Molinier. [Extrait du Cabine. 
historique, noavelle särie, 1882.] Paris, Champion. 8^ 16 S 
(S. Anz. J. 1881. Nr. 940.) 

[532.] * Descnption de Peintares et autrea Omements contenos 
dans les manuscrits grecs de la Bibliothdque nationale; par 
Henri Bordier, blblioth^caire honoraire au Department des Manu- 
scrits. Livr. 1. Paris, Champion. 4. VIII, 1—120 S. m. Kpfm. 
Pr. k 7 Fr. 50 c, eine kleine Anzahl von Exempl. auf gat. 
Pap. a 10 Pr. 

Das Werk soll aus 4 Liefl bestehen. 

[533.] * Libri di Musica di autori Ferraresi, che trovansi nella 
Biblioteca comunale di Ferrara, da Gaetano Cavallini. [Gap. lU 
dell' opera: „Cenni storici intomo all' arte musicale in Ferrara 
da Guido d*Arezzo sino ai giorni nostri,*' pubblicata per le nozze 
Scutellari-SaTonazzi.] Ferrara, tip. Bresciani. 1882. 16^ 22 S. 

[534.] * Catalogo delle opere, libri, opuscoli, carte, disegni, 
ecc. componenti la Biblioteca della Societä agraria di Lom- 
bardia in Milano ecc. Milano, tip. del Bifomatorio Fatronato. 
1880. 8^ 120 S. 

[535.] * Catalogo della Biblioteca provinciale di Salemo: da 
Francesco Linguiti. Salemo, tip. Nazionale. 1882. gr. 8^. 286 8. 

[536.] * De Stobaei Florilegii excerptis Bruxellensibus edidit 
Otto Hense. Friburgi Br., Mohr. 1882. gr. 8^ 86 S. Pr. 
2,50 Mk. 

Der Wertb der in der Eönigl. Bibliothek in Brüssel befind- 



Litteratar und Hiscellen. 183 

liehen Handschrift, welche Auszüge ans dem sogenannten Florile- 
ginm Aes Johannes Stobaens enthält, ist, trotz des geringen Alters 
derselben (XV. Jhrhdt), doch behnfs der Wiederherstellung der 
ursprünglichen Gkstalt des Florilegiums kein geringer. Hierüber s. 
Literar. Gentralbl. 1888. Nr. 14. Sp. 487. 

[537.] Bibliotheek van Kederlandsche Pamfletten. Terzame- 
ling^n y^n de Bibliotheek van Joannes Thysius en de Bibliotheek 
der Bijks-lJniyersUeit te .Leiden. Bewerkt door Louis D. Petit, 
Conservator bij de Bibliotheek der Bijks-UniTersiteit, I. Deel. 
1500—1648. 's Qravenhage, Nijhoff. kl. 4^ XI, 280 8. 
2452 Nrr. 

Im Laufe der letzten 20er Jahre sind in Holland nicht weniger 
als vier sehr reichhaltige Kataloge von Pamphlet -Litteratur er- 
schienen: der erste ist „Bibliotheek van Nederlandsche Pamfletten 
Yerzameling van Frederik Muller te Amsterdam beschreven door 
P. A. Tiele'* (s. Anz. J. 1861. Nr. 182); der zweite „Beschrijvende 
Catalogus der Pamfletten-Yerzameling van de Boekerij der Bemon- 
strantsche Kork te Amsterdam door H. C. Bogge^' (s; Anz. J. 1866. 
Nr. 821); der dritte „Catalogus van de Tractaten, Pamfletten, enz. 
over de Geschiedenis van Nederland, aanwezig in de Bibliotheek 
van Isaac Meulman be werkt door J. K. van der Wulp'' (s. Anz.' 
J. 1868. Nr. 980). Der vierte ist der vorl. Man* kennt den 
grossen Werth der Pamphlet-Litteratur, kennt aber auch die grossen 
Schwierigkeiten, die es macht, von solchen Flugschriften, die sich 
öfters schon gleich bei ihrem Erscheinen nnr mit vieler Mühe er- 
haschen lassen, grössere Yorr&the anzusammeln. Holland ist in 
der Ansammlung derartiger Vorräthe nicht nur sehr fleissig u. auf- 
merksam, sondern auch sehr glücklich gewesen; denn in den vier 
Sammlungen ist ein, man sollte fast glauben, die gesammte Hol- 
ländische Pamphlet-Literatur erschöpfender Schatz enthalten. Holland 
ist aber auch, um den von ihqi angeeammelteq Schatz seinem 
Werthe entsprechend möglichst nutzbar zu machen, so einsichtig 
gewesen, gute Kataloge davon zu veröffentlichen. Ein neuer Be- 
weis davon ist der vorl. Es ist mir immer eine Freude gewesen, 
in den Holländischen Katalogen wahre Muster litterarischer Soli- 
dität im Innern sowohl als im äussern zu finden: fleissig u. sorg- 
faltige Bearbeitung ebenso wie guter u. korrekter it, mit Umgehung 
unnöthiger, nur zu oft geschmackloser Baumverschwendung, ökono- 
misch eingerichteter Druck sind die Kennzeichen -fast aller Hol- 
ländischen Kataloge. So auch des Vorl., dessen Verf. sowie' auch 
Verleger alle Anerkennung verdienen. Der 1. Theil des chrono- 
logisch geordneten Kataloges enthält in f&nf Abschnitten: 
L 1507—1555. De Nederlanden onder Karel II (V); II. 1555-26. 
Juli 1581. De Nederlanden onder Filips Ol (II); IH. 26. Juli 
1581—9. April 1609. De Yereenigde Provincien tot aan het 



184 Litteratar und Miscellen. 

twaalQarig Bestand; lY. 9. April 1609— 3L Haart 1621. Het 
twaalfjarig Bestand; V. Sl.Maart 1621— 30. Juinari 1648. Van 
het einde des Bestands tot aan den Monsterschen Yrede. 

[588.] Catalogus eener fraaie verzameling Boeken Schoone 
Künsten, Bouwkande, Waterbouwkunde, Spoorwegen, Letterknnde, 
enz. gedeelteüjk afkomstig van de Troegere ,,Botterdamscbe Han- 
delsvereeniging.'' Hotterdam, van Hengel & Eeltjes. 8^. 1 Bl. 
42 S., m. 2 S. Snpplem, 1099 Nrr. (Auct. 5. April.) 

Meist Holland., näcbstdem Franz. n. Deutsche Litteratar. 

PriTatbIbllotlieken. 

[539.] Catalogus eener belangrijke en uitgebreide verzameling 
Boeken en Plaatwerken, uitmakende de Bibliotheken nagelaten 
door Mr. Th. van Stolk, Advocaat bij den H. Baad der Neder- 
landen enz., J. Meinsma, Beferendaris van de Algemeene Secre- 
tarie te Batavia, Dr. C. Swaving, Laatstelijk Stadsgeneesheer te 
Batavia, Dr. W« S. C. Deijll, Predikant bij de Waalsche gemeente 
te Delfb en anderen, 's Gravenhage, Martinus Nijhoff. gr. 8^ 
2 Bll. 188 S. Ueber 4000 Nrr. (Auct. 14. April.) 
Hauptsächlich Geschichte, Naturwissenschaft, Schöne Wissen- 
schaften u. Künste — grossentheils Holländische u. nächstdem 
Franz. Litteratur. 

[540.] Les tr&s anciens Manuscrits du fonds Libri dans les 
collections d'Ashbumham Palace, communication faite ä TAca- 
d^mie des Inscriptions, le 22 fövrier 1883, par Leopold Delisle. 
[Elstrait du Journal le Temps du 25 f^Trier 1888.] Paris, imp. 
Schiller. 8^ 23 8. 

[541.] * Catalogue d'une jolie collection de liTres anciens et 
modernes, la plupart reli^s en maroquin, provenant de la Collec- 
tion de B**». Paris, Porquet. 8^ 56 S. 271 Nrr. (Auct. 16. 
ApriL) 

[542.] * Catalogue des livres, manuscrits et autographes, prin- 
cipalement sur la Bourgogne et la Franche-Comte, composant la 
Biblioth^ue de feu Fälix Baudot, de Paguy. Beaune* (Dijon, 
Lamarche.) 8^. (Auct. 16. ApriL) 

[543.] * Catalogue des livres rares et pr^cieux, manuscrits et 
imprimfe, composant le Cabinet de D*** C***. Paris, Porquet. 
8«. VUI, 127 S. 257 Nrr. (Auct. 9. Aprü.) 

[544.] * Catalogue de Livres anciens et modernes, mMedne, 
science, litt^rature et histoire, composant la Bibliothöqne de feu 
M. le Docteur Cazalis, m^decin honoraire des hOpitaux civils, etc. 
Paris, Alphonse Picard. 8^ (Auct 14. März.) 

[545.] * Catalogue de Livres anciens et modernes, provenant 



Litteratnr nnd Miscellen. 185 

de la ßiblioth^ue de feu J. de ChaignoUes. Paris, Läon Techener. 
8^ (Auct 12. M&rz.) 

[546.] * Catalogae de LiYres anciens et modernes; Ouvrages 
snr la Champagne, provenant de la Biblioth^ue de B.D. Paris, 
Jules Martin. 8^ (Anct. 19. M&rz.) 

[547.] * Gatalogue de la Biblioth&qae de feu L^on de Flori- 
sone, ancien membre de la Chambre des Beprfeentants, ä Brielen- 
lez-Ypres. Gand, 0. Vyi 8^ (Auct 19. M&rz.) 

[548.] * Catalogae de beaox Livres anciens provenant des 
ventes Didot, Yemeniz, etc. Grands Onyrages & figures formant 
une partie de la Biblioth^ue de M. le Mis de G. Paris, Jules 
Martin. 8^ (Auct 12. März.) 

[549.] Collectio Halmiana. Verzeichniss der Autographen- und 
Porträts-Sammlung des verstorbenen üniversitätsprofessors und 
Direktors der kgl. Hof- und Staatsbibliothek Dr. Karl von Halm. 
'n. Abth.: Deutsche Dichter, deutsche Gtolehrte, ausländische 
Dichter und Nationalschriftsteller, Naturforscher und Aerzte, aus- 
übende KUnstler, Beformatoren. (Auch m. Franz. Tit.) München. 
Druck von Wolf & Sohn. gr. 8®. 1 Bl X, 169 S. 2921 Nrr. 
Auct. von List & Francke in Leipzig 21. Mai. (S. oben 
Nr. 230.) 

Diese IL Abth. zeichnet sich vor der L theils durch grössere 
Beichhaltigkeit, theils u. insbesondere durch die grosse Anzahl von 
vorzüglich schönen Exemplaren aus. Zudem l&sst sie noch deut- 
licher erkennen, dass der yerst. Besitzer die Vergrösserung seiner 
Sammlung nicht dem blossen Zufalle u. Glücke überlassen, sondern 
dass er mit Geschick u. verständiger Auswahl gesammelt hat 
Eine werthvoUere Sammlung dürfte wohl nicht gleich wieder in 
den Handel kommen. 

[550.] Hud ber ^tniIton«6ammIung. Sotttcdli'd SantesS^c^ungen. 
Son fflUHm Sübfe. (Snt(. in: 9loib unb 6üb. Sine beutfc^e SOtonotiS' 
f^Tift Ipci^. xm $aul Smbau, XXY. Sb. Slptil 1888. 73. tft. 
9xtSlau, eci^ottlaenbec. gr. 8^ @. 85—58. 

[561.] No. 178. Livres anciens et modernes en vente chez 
Martinns Nijhoff & la Haye. — Ouvrages de Numismatique. 
AvriL 8«. 1 Bl. 17 S. 422 Nrr. 

Holl&nd., Franz. u. Deutsche Litteratur — zum Theile aus 
der Bibliothek yon J. E. H. Hooft yan Iddekinge. 

[562.] Lager -Catalog yon Joseph Baer & Co. Buchh&ndler 
und Antiquare, in Frankfürt am Main, Paris, London. 124. — 
Autores Graeci. Griechische Schriftsteller, Grammatik, Literatur- 
geschichte. (Zum Theil aus der Bibliothek von H. Koechlj.) 8^. 
1 Tit u. 67 S. 2011 Nrr. (S. oben Nr. 404 n* 444.) 



186 Litteratär und Miscellen. 

Die 1805 Nrr. stacke Sammlung von Aasgabeni üebersetzungen 
n. Erlänterangsscbriften ist von besonderem Interesse. 

[558.]: Catalogue des Livres anciens et modernes bien con- 
, ditionnds Oomposant la bibliothäqae de feu [Pierre Fran9ois 
Mathnrin] Lesbanpin. Bennes, J. Plihon. 8^ VIII, 148 S. 2110 
Nrr. (Auct. 28. März.) 

Mit einem biograph. Vorworte von Arthur de la Borderie. — 
Sammlung eines echten Bibliophilen, deren die Bretagne mehre auf- 
zuweisen hat. 

[554.] * Catalogue de Livres pr^cieux sur la Botanique, om^s 
de planches colori^es, et d'ouvrages divers, composant la Biblio- 
th^ue de feu M.le Docteur M*** Paris, Labitte. 8®. 19 S. 
121 Nrr. (Auct. 8. März.) 

[555.] * Catalogue d*une pr^ieuse collection d*Autographes et 
de Dessins provenant d'Alfred de Musset et de Paul de Musset. 
Paris, Etienne Charavay. 8^. (Auct. 6. April.) 

[556.] Bibliotheca politico-oeconomica. — No. 56. Antiqua- 
rischer Katalog von Isaac St. Goar Buchhändler in Frankfui*t a. M. 
Aus der Bibliothek eines bekannten Parlamentariers und Land- 
wlrthes. 8<>. 1 Bl, 66 S. 1650 Nrr. (S. oben Nr. 100.) 

Hauptsächlich Deutsche Litteratur aus dem Fache der Staats- 
wissenschaft. 

[557.] Catalogue d'une pr^ieuse Collection de Lettres auto- 

graphes et de Pi^es historiques provenant du Cabinet de M. la 

Vicomte de S . . . Paris, Gabriel Charavay. gr. S^. 49 S. 259 

Nrr. (Auct. 2 April.) 

Eine sehr gewählte Sammlung von Autographen von fürstlichen 

Personen u. hervorragenden Staatsmännern, Gelehrten u. Künstlern 

(grösserentheils Franzosen) aus vergangener Zeit. 

[558.] * Catalogue d' Ouvrages relatifs ä TAlsace composant 
une Partie de la Biblioth^ue de feu J. Q. Stoffel, Biblioth^caire 
de.U Vi)le:de Colmar. Strasbourg, £. Hagemann. 8^. (Auct. 
3. April.) 

[559.J * Catalogue de livres rares et curieux, anciens et mo- 
dernes, et d^ouvrages sur la Touraine, composant la Bibliothöque 
de G. de T. Paris, Ve Adolphe Labitte. 8^. (Auct. 30. März.) 

Abdrücke an» Bil»L"Hauidsc|irlllten« 

[560.] * Johannis Bochardi Argentinensis, capelle ponUficie sacro- 
rum rituum magistri, Diarium, sive Berum urbanarum Commentarii 
(1488 — 1506). Texte latin, publik intögralement pour la pre- 
miire fois d'aprds les manuscrits de Paris, de Borne et de Flo- 
rence, ttvee ijitro4uction, notes, appeadioes, tables et. index, par 



Litteratnr and Hiscellen. 187 

L. Thnasne. Tom I. (1483—1492.) Paris, Leroux. gr. 8^ Yh 
604 8. Pr. 20 Fr. 

Das Werk wird ans 8 Bden bestehen. 

[561.] * Commentary on Ezra and Nehemiah of tbe Babbi 
Saadiab. Edited from manuscripts in the Bodleian Library by 
H. J. Matthews, M. A. [A. n. d. Tii: Anecdota Oxoniensia. 
Semitic Series. Yol. I. Part 1.] Oxford, Clarendon Press. 1882. 
4«. XXVIII, 32 S. 

Hierüber s. Literar. Ceniralbl. 1883. Nr. 13. Sp. 433—84. 

[562.] * Book of Enoch the Prophet Translated from an 
Ethopic MS. in the Bodleian Library by the late Richard 
Lawrence, Archbishop of Gashel; the Text now corrected by bis 
latest Notes. With an Introduction by the Author of ,ETolQtion 
of Christianty*. London, Paul. 8^. 240 S. Pr. 5 s. 

[563.] Aus Darms ladt ist der als Sprachforscher n. 
Lexikograph bekannte Dr. Lorenz Diefenbach, Stadtbibliothekar zu 
Frankfurt a. M., am 28. März im 77. Lebensjahre gestorben« 

[564.] Ans Lecco (in Italien) ist Nikolas Bemardini mit 
der Bearbeitung eines Zeitungslexikons beschäftigt, welches alle 
Zeitungen der Welt, deren Geschichte, die Namen der Bedacteore, 
Mitarbeiter u. Verleger, Format, Erscheinungstag, Abonementspreis, 
Seitenzahl, Zeichnungen, Gewicht jeder Nummer, femer Preis der 
Einzelnummer, Abonnementsdauer, Parteistellung, Biographie der 
vornehmsten Journalisten u. noch andere nfltzliche Daten enthalten 
solL Der H^rausg. bittet a}le Bedacteure um Zusendung einer 
Nummer ihres Blattes u. Mittheilung der wünschenswerthen An- 
gaben. — Dies ist des Guten denn doch zu viell 

[565.] Aus Lemberg ist der Scriptor an der UniTersitäts- 
bibUothek Dr. Thaddäus Wojciechowski zum a. o. Professor der 
Polnischen Geschichte an der UniTersität ernannt worden« Dr. K, II. 

[566.] Aus Linz hat der Scriptor der öffenti. Bibliothek 
Laurenz Christibauer „in Anerkennung seiner nahezu 50 jährigen 
pflichteifrigen u. verdienstlichen Wirksamkeit'* das goldene Yer- 
dienatkreuz verliehen erhalten. Dr. K. H. 

[567.] Aus London: An accession has lately been made to 
the special Eentish coUection of books and pamphlets in Lambeth 
Palace Library by the gift of several works of the late well-known 
Kentish antiquary, A. J. Dunkin of Dartford, bj hie sister, Miss 
Dunkin. The series chiefly treats gf the archaeology of West- 
Keni^ but also includes partions of the whole county. We again 
inform our readers that fhe privilege of borrowing modern works is 
extended \o the resident clergy and laitj of the diocese of Canter« 
bury and to two parishes round Lambeth. It cannöt but be 



188 Litteratur und Miscellen. 

obvious bow great an advantage is secured by tbis movement, 
inaugurated ander ArcbSisbop Tait» and continued by bis successor, 
Dr. Benson. (Pnblisbera' Circular Nr. 1093. S. 281.) 

[568.] Ans Madrid eoll die berübmte Samnüang des Her- 
zogs von Ossuna, eine der reicbbaltigsten in Spanien existirenden 
Sammlangen von seltenen Mss. (7000) o. wertbvollen Drucken 
(85,000 Bde) aucb zam Gffentlicben Verkaufe gebracbt werden. 
Unter den Handscbrifben befinden sieb u. a. eine Abschrift des von 
Cbristopb Columbus geführten Tagebncbes von Las Casas, der 
autbentiscbe Text des «,Boman de la Böse'' (aus d. xni. Jbrbdi), 
Mss. zahlreicher Stücke von Lopez de Yoga u. Calderon, einem 
Dante u. einem Petrarca mit prächtigen Miniaturen, eine ganze 
Beihe von Beproduküonen der hauptsächlichsten litterar. Erschei- 
nungen Spaniens u. Italiens aus dem XY. u. XYL Jhrhdt. Ausser 
dieser Sammlung enthält der zum Verkaufe bestimmte Herzogliche 
Nachlass noch werthvoUe Gemälde, eine kostbare Waffensammlung 
u. viele andere Kunstgegenstände. In den Cortes ist der Wunsch 
laut geworden, diese Sammlungen, deren Werth auf 5 Mill. Fr. ge- 
schätzt wird, dem Lande erhalten zu sehen, und sie daher auf 
Staatskosten anzukaufen. Wie verlautet, soll auch die Deutsche 
Begierung ihr Augenmerk auf den Ankauf der Sammlung der Mss. 
u. Druckwerke gerichtet haben. 

[569.] Aus Neustrelitz ist Dr. Gustav v. Buchwald, 
Yerf. des verdienstlichen Werkes „Bischofs- u. Fürsten -Ur- 
kunden des XII. u. Xin. Jhrhdts. Beiträge zur ürkundenlehre 
(Bostock 1882),'' zum Grossherzogl. Bibliothekar u. Archivar er- 
nannt worden. 

[570.] Aus New York: Sloane Kennedy bas completed bis 
book on „Oliver Wendell Holmes : Poet^ Litt^rateur, and Scientist," 
which is Said to . contain considerable Information touching the 
life, works, and social surroundings of the „Autocrat^' with critical 
remarks upon bis writings. The volume will contain an extended 
bibliography. (Publishers' Circular Nr. 1098. S. 281.) 

[571.] Aus Wien ist der Scriptor an der üniversitäts- 
Bibliothek Dr. Johann Fuchshofer zum Custos, der Amanuensis 
daselbst Dr. Wilhelm Haas zum Scriptor, sowie die an dieser 
Bibliothek seither bereits in Verwendung gewesenen Dr. Eduard 
Fechtner u. Hermann Feigl zu Amanuensen befördert worden. Dr. E. H. 

. [572.] Aus Wien haben die beiden Scriptoren der £. Familien- 
Fideicommiss- Bibliothek Dr. Alois Earpf u. Wenzel Schaffer 
den Titel und Charakter von Custoden beigelegt erhalten. Auch 
ist der seitherige Aushilfsbeamte dieser Bibliothek Johann Juraczek 
zum Scriptor ernannt worden. Dr. £. H. 

Droök fön Joh. I^itir in DriMde^^ 



NEUER ANZEIGER 

ftlr 

Bibliographie nnd Bibliothekwissenschaff. 

Herausgegeben von Dr. J. Fetzholdt. 



Juni* 



1888. 



Inlialt: 

Naehtraff zar Mannacripteii- Sammlung des Lord Ashburnham. ^ Die 
Stadtbibliothek zn Mainz. — YervollBtändigteB VeneichnisB der öffentlichen 
Bibliotheken Italiens. Von Enrico Nardncci. — Gothaische Schrift- 
steller. Von A. Schumann. X. Ernst Friedrich Wüstemann. — Litte- 
ratnr nnd Miscellen. — Allgemeine Bibliographie. 

[573.] Nachtrag zur Hanuseripten-Samiiiliing des Lord 

AshbunihaQi*). 

Zur Vervollständigung der Mittheilungen Qber die Ashbum- 
hämische Sammlung dürfte es wohl von Interesse sein, das von 
L. Delisle, administrateur gte^ral directeur der Pariser National- 
Bibliothek in B6zug auf jene Sammlung an den Vorstand des 
Britischen Museums gerichtete Schreiben (abgedr. in „La Bibliophilie'^ 
1883. Nr. 6. S. U2— 148) hier noch folgen zu lassen. 

„Messeigneurs et Messieurs, Au moment oii vöns dtes appel^s 
k prendre une däcision sur l'achat des manuscrits du comte d' Ash- 
burnham, permettez-moi de vous sonmettre quelques observa^ons sur 
Torigine des deux coUections dont Tacquisition vous est propos6e: 
la Collection Libri et la Collection Barrois* En 1866, apr^s avoir 
pris connaiasance du catologue des manuscrits Barrois, > j'insärai 
dans la Biblioth^ue de l'Ecole des Chartes un memoire oü je d^- 
montrais qu* une soixantaine de manuscrits du fonds Barrois dtaient 
ou des manuscrits ou des fragments de manuscrits vol^s k la Biblio- 
th^que royale entre les ann^es 1840 et 1848. Depuis seize ans, 
personne n'a ^lev^ la voix pour contester Texacfitude de mes rap- 
prochements, et le comte d* Ashburnham lui-mdme en a reconnu la ju- 
stesse. D'ici quelques jours, j*espdre avoir Fhonneur de vous adresser 
uu memoire, dans lequel j^^tablis, k Taide de preuves non moind 
dteisives, que les anciens manuscrits du fonds Libri ont 6t6 pareille* 
ment vol^s dans les biblioth^ues publiques de France et falsifite 
avec la plus cynique impudence. J^ai cm devoir, Messeigneurs et 
Messieurs, appeler votre attention sur ce caractdre des manuscrits 
Barrois et des manuscrits Libri, pour que, dans les n^ociations 
entamtes au snjet desdits manuscrits, vous preniez en considäration 



*) S. oben Nr. 478. 

14 



190 Nachtrag zur Mauascripten-Sammlung des Lord Ashbumham. 

]6 tr^B vif et irha legitime d6sir gue la France ^rouve de reutrer 
en poBsession de monnments pr^cieux pour son histoire et pour sa 
litt^ratare, qui lui ont ^t^ frauduleusement d^rob^, qai ont ^te 
clandestinement vendns en Angleterre, ü j a enylron trente-cioq ans, 
et au sujet desquels d'energiqaes protestations ont 4tiA ^le?ee8 sans 
Interruption depnis le moment de la yente. Yens ne voudrez pas, 
Messeigneurs et Messieurs, associer la nation anglaise ä de v^rl- 
tables ictes de vandalisme, en incorporant dans les coÜectiens du 
Mnsde britannique beaucoup de pr^ndus manuscrits qui, en r^it^, 
sont des cabiers arrach^ ä nos plas anciens manuscrits, comme en 
a foumi un frappant exemple le n^ 7 du fonds Libri, que lord 
Ashburnham, vaincu par T^vidence des faits, n'a pas cru devoir 
garder, et qu'il a restitu^ en 1880 ä.la YÜle de Lyon. Les plus 
auciena et les plus pr^cieux manuscrits Libri et Barrois ont une 
origine aussi bonteuse que celui dont il vient d*dtre qnestion. Comme 
lui, its ont ei6 coupfo par morceaux, d^figar^s et souill^s par des 
faux, pour les rendre m^connaissables. Mais aucun biograpbe ii*en 
contestera Torigine, et tous les v^ritables bibliophiles seront unanimes 
k fl^trir les fraudes commises et ä emettre le voeu que les cahiers bru- 
talement arrach^s dans les plus T^nörables volumes de Tantiquit^ at 
du moyen äge, soient r^blis k leur place primitive: De tels äctes 
de yandalisme seront ä jamais la honte de ceux qui les ont commis 
et de ceux qui en auront sciemment profit^. Tel ne saurait'Stre 
le röle du Mus^ britannique. J*en ai pour garant la lojaut^ avec 
laqoelle, en 1878, vona avez acceptd les conditions par moi pro- 
pos^es pour pouToir remettre en place les feuillets arrach^a depuis 
1F07 dans plnsienrs des plus pr^cieux manuscrits de la Biblio- 
th^ue nationale et possädi^s depuis 1758 par le Mus6e britannique. 
Les scrupules de tos consciences n'on pas alors troüv^ qu'une 
prescription de plus d'un sidcle et dem! vous autorisät ä conserver 
le produit des toIs de Jean Aymon. Ai^ourd'hui, vous ne sauriez 
Toua arrdter ä la pens^ d'immobiliser dans yos collections. natio- 
nales des monnments e£fronttiment Yolds en France, grossi^rement 
falsifids et clandestinement port^s en Angleterre pour dtre vendus 
i^ lord Ashburnham, il y a moins de quarante ans. Nul plus que 
moi n*app1audit aux accroissements du Musäe britannique; nul ne 
sera plus heureux d'y Yoir entrer les collections de lord Ashbum- 
ham, qui deviendront ainsi accessibles au monde savant tout entier. 
Mais un tel rösnltat pent se concilier ayec les trop justes reven- 
dications des Etablissement« fran9aid et avec les int^rSts sup^rieurs 
de la science, au nom desquels je r^dame la r^paration dea ou- 
träges infüg^s k nos plus respectables manucrits par Libri et par 
les dmnies ou les complices. de Libri. J'ose espdrer, Messeigneurs 
et Messieurs, que vous partagerez mon indignation contra les m^ 
faits que je vous Signale sommairement aujourd'hui, et qui bientOt 



Die Stadtbibliothek zu Mainz. 191 

seront exposes en detail au public. Vous saurez, je n'en doute 
pas, nous donner un moyen de lea r^parer et de r^tablir dans leur 
puret6 premi^re des monumenta matil^s et ,d^shonores depuis envi- 
ron quaranta ans. Jamals vous n*aurez eu Toccasion de donner 
une preuve plus ^clatante de la noblesse et de T^l^yation des sentt- 
ments qui animent Tadministration du Mus^e britannique, et anx- 
quels toutes les nations ciTilis^s se plaisent ä rendre hommage/' 

[574.] Die Stadtbibliothek zu Mainz, 

Nach dem am 1. Oktober 1879 aus Gesundheitsrücksichten 
erfolgten Rücktritte des langjährigen Mainzer Stadtbibliothekars 
Dr. P. H. Külb ist an dessen Stelle der seitherige Hilfearbeiter 
am Archäologischen Institute der Universität Strassburg Dr. Wil- 
helm Velke berufen worden. Leider fand derselbe bei Uebernahme 
der Verwaltung der Bibliothek dieselbe in y,keinen erfreulichen 
Zuständen" vor: einige Tausend sehr werthvoller Werke yraren in 
den alphabetischen Katalog nicht eingetragen , ein systematischer 
Katalog, um die aus der Zeit, wo die Bibliothek noch der Mainzer Uni- 
versität gehörte; stammenden, den Anforderungen der Neuzeit in 
keiner Weise genügenden Bücherverzeichnisse nicht zu rechnen, 
fehlte ganz, von den c. 1200 im Besitze der Bibliothek befindlichen 
Handschriften vom IX. Jhrhdt. an war nur etwa die Hälfte 
überhaupt u. auch diese nur ganz oberflächlich katalogisirt^ ebenso 
wie sich von mehren Hunderten der älteren, vorwiegend Mainzer 
Drucken aus der Beihe der c. 4500 vorhandenen Inkunabeln kein 
Katalog vorfand. Die Schuld an diesen u. noch anderen Mängeln 
glaubt Yelke allerdings nicht seinen Vorgängern u. am allerwenigsten 
dem letzten beimessen zu sollen; „vielmehr habe/' wie er schreibt*), 
jeder der Bibliothekare das seine gethan, um der grenzenlosen, in 
die Zeit der Französischen Herrschaft zurückreichenden Unordnung 
abzuhelfen. Sie ganz zu beseitigen, sei der Einzelne bei 
dem Umfange der [bis jetzt auf c. 150,000 Bde angewachsenen] 
Bibliothek u. der Verbindung derselben mit Archiv u. Münzkabinet 
neben den laufenden Arbeiten absolut nicht im Stande gewesen, 
habe doch der Bibliothekar in Folge übelangebrachter Sparsamkeit 
meistens auch nicht die geringste Unterstützung gehabt Denq 
wenn, glaubt Velke hierzu vergleichsweise bemerken zu müssen, 
an der Bibliothek, vormals als Universitätsbibliothek (1787 — 93) 
gleichzeitig immer sechs Beamte angestellt gewesen seien, so habe 
sich dieselbe als bedeutend vergrGsserte Stadtbibliothek meistens 
nur mit Einem Beamten begnügen müssen. 



*) Im Vorworte zum ,,Zawachs-Verzeiclm]ss der Stadt-Bibliothek zn 
Mainz in den J. 1881 u. 82*' (s. unten Nr. 632). 

14* 



192 Die Stadtbibliothek za Mainz. 

Mag allerdings dieser Umstand zum grössten Theile Schuld 
dai'an sein, dass die Bibliothek in so yerwahrloste Verliältnisse, 
wie sie Yelke vorgefunden hat, gekommen ist, so mGchte ich für 
meine Person nicht glauben, so, wie es Yelke aus wohl allzu 
grosser Pietät gethan hat, dessen Amtsvorgänger, zumal den letz- 
ten von aller und jeder Mitschuld daran ganz.u. gar entlasten zu 
sollen. Mindestens wird Jedem, welcher z. B. Külb*s umföngliche 
u. gewiss viele Zeit beanspruchende lediglich ausserbibliotheka- 
rische schriftstellerische Thätigkeit zu verfolgen Gelegenheit gehabt 
hat, der Zweifel sich aufdrängen, ob nicht Eülb einen Theil der 
seiner litterarischen Thätigkeit gewidmeten Zeit nutzbringend fQr 
die Bibliothek habe anwenden u. derselben zu erfreulicheren Zu- 
ständen verhelfen kGunen. 

Es ist nunmehr, wie es scheint, mit Sicherheit zu erwarten, 
däss die Bibliothek unter der neuen rührigen Verwaltung recht 
bald in einen erfreulicheren Zustand kommen werde. Der alpha- 
jütische Katalog ist bereits vervollständigt, ein systematischer be- 
gonnen, zu einem wissenschaftlichen Verzeichnisse des gesammten 
Handschriftenbestandes der Anfiing gemacht u. sogar der Druck 
desselben in nicht allzu langer Zeit in Aussicht gestellt, sowie die 
Neuordnung der ältesten Drucke (Inkunabeln) in Angriff genommen 
— kurz, es ist zu erwarten, dass „die Stadtbibliothek sich allmäh- 
lig die ihr nach ihrer Bedeutung zukommende Stellung unter 
den Deutschen Bibliotheken erobern u., getragen durch die that* 
cräftige Fürsorge der Behörde u. das Interesse aller wissenschafb- 
ichen Kreise, hofifentlich immer mehr zu einer dem wissenschaflr 
ichen Leben u. dem geschichtlichen Glänze der aurea Moguntia 
entsprechenden, der Geburtsstätte der Buchdruckerkunst würdigen 
Anstalt sich erheben werde''. 

Mit der Stadtbibliothek sind — ausser dem reichen „6 Wagen* 
ladungen'' füllenden Archive u. c. 11 000 Münzen u. Medaillen 
enthaltenden Münzkabinet — vereinigt die Bibliothek des Vereins 
zur Erforschung der Bheinischen Geschichte u. Alterthümcr, femer 
die des Mainzer Gartenbau- Vereines u. sodann noch die besonders 
an älteren Zeit- und Flugschriften reiche des Gasino „Hof zum 
Gutenberg". „Durch die einheitliche Verwaltung aller dieser 
Büchersammlungen , sowie durch gegenseitige Ergänzung mit den 
Bibliotheken des Bischöflichen Seminars u. des Gymnasiums werde 
sich," schreibt Volke, „mit der Zeit dem regen wissenschaftlichen 
Bedürfnisse zunächst der Stadt Mainz u. Provinz immer vollstän- 
diger genügen lassen", zumal auch mit Hilfe eines juristischen 
Lesezirkels in Zukunft alle bedeutenderen Zeitschriften auf diesem 
Gebiete der Stadtbibliothek zugeführt werden sollen. J. P. 



Vervollständigtes Verzeichniss d. öffeptl. Bibliotheken Italiens. 193 



[675.] TerrollstftiidiKtes Terzelehniss der öffentlichen 

Bibliotheken Italiens*). 

Von Enrico Nardncci. 



Acicatena ComunaU 

Acireale degli Zdanü 

Adria Ginnaaidle 

Agira OomunaU 

Albaredo ComunaU 

Albenga Civica 

Alcamo Comunale 

Alessandria Civica 

„ delDiatrettomüUare 

Alghero Cfinnasiale 

Ancona Comunale 

„ del Distretto nUlitare 

Aqail& Pravindale anneasa al 
R.Liceo Ginnasio Cotuxio 

Arezzo Comunale 

Ariano liancini Stanislao Pas' 
quäle 

Arona Comunale 

Ascoli Comunale 

Asisi Comunale 

Asti Popolare 

Ayersa Comunale 

Bagnacayallo Comunale 

Bari Comunale 
„ del Distretto müitare 

Bassano ComunaUe 

Belgioioso ComuneUe 

Bellono del Seminario 

Benevento Provinciale 

Bergamo Oviea 

Popolare circolante 
di 8ant^ Aleeeandro in 
Colonna 

Biella del Seminario 

Bitonto del Cfinnaaio 

Bologna ComuncUe 
,, Universitaria 
„ del Distretto militare 

Borgotaro delV Istituto Manara 

Bormio Sertorio 



9J 



Bosa Comunale 
Brescia Queriniana 

„ del Distretto müitare 
Brindisi Comunale 
Bronte Del Colltgio 
Badrio Comunale 
Bosto Arsizio Comunale 
Cagli Comunale 
Cagliari Universitaria 

yy dd Distretto müitare 
Calatafimi Comunale 
Caltagirone Comunale 
Caltanisetta Comunale 
Camerino Valenüniana presso 

V Univ. 
Cantiano Comuncde 
Caprino Ex volle San Martino 
Capaa delV IP Reggimento 

Artiglieria 
Caramagra delV Asilo infantüe 
Casale del Seminario 

del Istituto Leardi 
Areivescovile 
„ del 2^ Reggimento del Genio 
Casalmaggiore Comundle 
Casei-Gerola Comunale 
Oaserta Comunale 

„ del Distretto müitare 
Gastellammare ComunaU 
Castelnnovo di Garfagnana Cb- 

munäU 
Castelvetrano Comunale 
Catania delV Ateneo Siculo 
del Seminario 
Universitaria 
„ Ventimüliana 
Cata^zaro Liceale 

„ del Distretto mÜiiare 
Cava dei Tirreni deUa SSma 
Trinitä 



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99 
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*) S. Anz. J. 1881. Nr. 1088. 



194 Vervollständigtes Verzeichniss d. öfifentl. Bibliotheken Italiens. 



Cento Cmnunale 


Firenze Maruedliana 


Centaripe (hmunale 


99 


Medieeo-Ztaurenziana 


Cesena CamunaU 


»f 


Rieeardiana 


,1 Malatestiana 


n 


deüa R, Äceademia 


„ Bufaliniana 




della Cruaea 


,y Plana 


f» 


del R, letituto musieale 


Cetona ComunaU 


11 


Medieea di S, Maria 


Ghiaravalle Cistercense 




Nuova 


Ghiari Marcellina 


99 


delV Aecademia di Belle 


Chlayari ddla Soeielä eeonomiea 




Arti 


Chieti Provinciale 


»9 


delV Äceademia dei Geor^ 


,, del DietreUo militare 




gofili 


Ghiusi Comunale 


99 


dd Collegio degli ÄvvO' 


Cingoli Äaeariana 




eati 


Cittä. di Castello Comunale 


n 


della Galleria degli 


Cividale Comunale 




üfüzi 


Codevilla Comunale 


n 


ddV letituto Teenico 


Gomo Comunale 


99 


Botaniea Wehb (deW 


Gorreggio Comunale 




letituto di Studi Su- 


Gosenza Comunale 




periore) 


Grema Civica 


99 


Filologica (Ivi) 


„ Popolare Cireolante 


»9 


di Scienee naturali (Ivi) 


Gremona Govemaüva 


99 


della Sooieta Colombaria 


y, degli Äaili in/antili 


99 


Vieeeeux 


Grescentino Gregoriana 


99 


Bantesca FranchtUi 


Guglieri Comunale 


99 


Militare 


Guneo dviea 


99 


Moreniana o Biggai- 


Domodossola Civica 




ziana o Provineiale, 


Empoli Comunale 




anneeea alla Riecar- 


Faenza Comunale 




diana 


Fano Comunale 


99 


del Museo di 8, Marco 


Feltre Seminario 


Foggia 


Comunale 


Fermo Comunale 


Foligno 


Comunale 


Ferrara Comunale 


«9 


del 1^ Reggimento Artig- 


Firenze NazionaU 




lieria 


„ „ 8es. Maglia- 


Forll Comunale 


bechiana 


Fossano 


) delV Äceademia delle 


„ „ Sez. Palatina 




Scienze 


„ f, Sez. Nenciniana 


Fossarmato Comunale 


„ „ Sez, Guicciar' 


Fossombrone Paesionei 


diniana 


Gaeta d4l Distretto müitare 


„ „ Sez, Paseeri- 


GaUarate Comunale 


niana 


Gallipo] 


i Comunale 


., 9, Sez, Targio- 


Genova 


Civica 


niana 


99 


Franzoniana 



yerrollstaüdigtesyerzeichniss d. öffentl. Bibliotheken Italiens. 195 



GenoYa Munic^aU 
„ Univer$itaria 
yy del Diatretto T/küitare 
Gibellina ComundU 
Girgenti Principe Oddone 
GroBSeto Chelliana 
Guastalla Comunale 
Gabbio ComundU 
„ Spereliana 
Jmola ComunaU 
Jesi Comundle 
Latisana Camundle 
Lecce ProvinddU 
Lendinara Chmunale 
Livorno Lahronica 

„ del DieWeUo miliUMre 
Lodi Comwnale 
Longiano ComundU 
Lovere T<idim 
Lucca GovemaUvA 
Lucera Comundle 
Logo ComunaU 
ICaeerata ComunaU 
Maniage ComunaU 
Üantova GovemaUva 
,, Comunale 
,y del Seminario 
Marsala ComunaU 
Massa delF Aeead, d£ RinnovcLÜ 
Massa Marittima ComunaU . 
Matera JJoeaU 
Meesina ünwereitaria 

„ del Disiretto nülitare 
Milano Amhroeiana 

NaxiondU di Brera 

del R, lata, Lomb, di 

80. e UUere 
del Jß. Istituto teenieo 

euperiore 
del Conaervatorio diMuaiea 
. deir Aecad, di Seile Arti 
Popoloure 

della Corte eU AppeUo 
delV Oaaervatorio aatro- 
nomico di Brera 



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Milano deir Oapedale maggiore 

„ del IHatretio fmlitare 
Mirandola ComunaU 
Modena Eatenae 

Univeraitaria 

della R. Acead, di Sc. 

LetUre ed Arti 
Cireolante della Soeietä 

Operaia 
ddV IstUuto di BdU 

ArU 
delV latituto teenieo 
del R» lAeeq Murqiori 
Magiatrede 
PoUtti 

y, della Seuffla miliare 
ModigUana ComundU 
Montalbana Jonico Comundle 
Montalcino ComunaU 
Montepulciano ComundU 
Monte S. Gialiaao ComundU 
Montü de* Gabbi ComunaU 
Monza ComundU 

„ del Ginnaaio Zucehi 
yy Popolare eireolanU 
Mortcu'a BoeidU 
Marello ComunaU 
Napoli NaaionaU' 

Univeraitaria 
Braneaceiana 
di San Giacomo 
„ de* Girolamini 
ComunaU Cuomo 
della aoe, ReaU delle 

Seiente 
del DiatreUo militare 
del Muaeo di S, Martino 
„ ProvincidU 
„ della Seuola dappliea- 
gione per gV Ingegneti 
Narni ComundU 
Naro ComunaU 

,, di 8. Franoeseo d'Aäeiai 
Nicosia ComunaU 
Nocera Pierviaiani 



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II 



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II 



196 Vervollständigtes VerEeicbiiisB d. Offentl. Bibliotheken ItalioDG. 



Novara Civica 

„ dtl Btminario 

„ neu« Careeri 
Navellara ComunaU 
Not! Comuriiüe 
Ooeglia CoumnaU 
OriBtono Comunale 
Orvieto dil Stminario 
Osimo Comunale 
Pudora ünUwraitaria 

„ B, Aeead. di seietut « 

Ittttre 
„ del Stminario 
„ CapitoUurt 
„ Publica popolare 
„ di 8, Antonio o Anto- 

„ d«l Dittrttlo tnüitart 
Paleimo NatiotMü* 



„ dtl DittrtUO mäiiar* 
Pallanza üomunole 
Palma Mootechiaro ComunaU 
Parma NazümaU t Falatina 
„ Mtdica 

„ dti Ttologi di Coüegio 
„ dtUe Seuole eerali 
„ dtlla äettola normal» di 
Fanttria 
Pttrtamia ComttnaU 
Pavia VnivtTMÜaria 
„ Sociale- 

„ dtl Dittrttto miUtart 
Favullo Cofflunol« 
Fonuitbilli dd 8eminarü> 

„ dd Capitolo 
Pergola Oomunale 
Perugia ComunaU 
,, ünivtrsitaria 
„ del XHtlrttto mUilare 
Pesaro OKvmona 
PiacCQza Fa»t»ini 

„ del Dittrttto militar* 



Piazza Oomunal« 
Pinerolo OommnoU 
Pisa ünittraHaria 

Pistoia Fabnuüana 

„ ForUgverri 
Pitigtiano ComunäU 
Pontremoli Comunait 
Portoferraio OomuntOt 
Porto>UaiiriEio Comutudt 
Potenta LietaU 
Prato iJoneitmiona 
BaTenna Clattmae 
Beggio Kmilia ComunaU 
Bieti OonntnaU 
Bimini Comunale Gam&olwn- 

ghiana 
Borna dtW Aeoadtmia PonÜfieia 
di Arehtologia 

„ dtlF Aeeadoada B. di S. 

„ delr Aetademia B. dei 

„ deü' Aeeadtmia Fonttfitia 

dt' nuovi lÄacei 
„ Altttandrina 
„ Angtlifa 
„ di 8. ApoUinar« 
„ AraeotlHana 
„ Barbtrina 

„ doUa Camera dti J>epMtati 
„ Caaanattnte 
„ Chigiana 
„ MOitare (M Prttidio 
„ dtl Covütato tTArlifl. e 

Oenio 
„ dtl Comitato di Sanitä 

miliiar« 
„ dtlCorpodi&atoMaggiore 
„ Coreiniana 
„ delV Imp, ülituto Areheo- 

loffieo Oermanieo 
„ Lmtcitiana 
„ del Mniettro di Agr. 

Ind. e Comm. 



Vervollständigtes Verzeichniss d. öffentl Bibliotheken Italiens. 197 



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Borna da MnUUro degli EateH 

ddU Fi' 

nanse 
dl Chrana 
Giust, e 
dei . CulH 
dslla Cruerra 
deU Interne, 
dM JbtruM, 
Pubbliea 
dei ZjatHni 
JPubbliei 
deÜa Jtfa- 
rina 
Nasionale F. K 
di 8. Paolo de Bentdetüm 
Sarti 

deüa R. Scuola di appli- 
canoneper gV Ingegneri 
dei 8enatt> 
ValUeeUiana 
Vatieana 
Bovigo dar Accad. acient. leit. 
dei 'Coneordi 
,1 Süveetriana 
„ dei Seminetrio 
Sacile ComunaU 
Salaparata Comumale 
Salemi Comunale 
Salerno Provineiale 

,9 ddl JMstretto miliktre 
Salozzo MunieipeUe 
Salza-Irpina Comundle ÄUe- 

sandro Mansoni 
Said deW Ateneo 
Sampierdarena PubbUea 
San Daniele dei Friull Comunale 
San Geminiano ComunaU 
San Miniato dd Seminario 
Sanseyeiino Marche ComunaU 
San Zenone SocidU 
Samano Comumde 
Sassari Univereitaria 
Savignano Camunale 

ff deUa Rubichnia 



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Savona ComunaU 

„ Boeca 

Scandiano ComunaU 
Sciacca ComunaU 
Senigallia ComumaU 
Slena ComunaHe 
Sondrio ComiuHaU 
Spello Comwude 
Spezia dei FHamati 
Spoleto ComunaU 
Sabiaco dei BeneditUni 
Taranto Cornnmaie 
Tarcento Comwuude 
Teramo dd ConmUo 
Terni ComunaU 
Terranova ComunaU 
Torino NationaU 

BeaU 

ComunaiU 

della R, Aeeademia delU 
Seienze 

deUa R, Ätscad, dAgrieol- 
tura 

di Medicina e Chirurgia 

di 8, A, il Duea dA Genova 

dei dreoU degli Artieii 

dd SIemiinario 

ddla auprema CorU di 
Caasagione 

deüa Scuola superiore di 
Ouerra 

Äßlikxre 

della R, Velerinaria 

CameraU degli Archivi di 
8tato 
y, dei Dietretto militare 
Trapani ComunaiU 
Treia deUa Soeietä Qeorgica 
Treviso ComundU 

Capitolare 

della JB. Scuola di mHcol- 
tura ed enologia 
Trivento Comumde 
Udine dei Maestri dei Comu/ne 
„ Comumde 



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198 Vervollständigtes Verzeichniss d. öffeuti. Bibliotheken Italiens. 



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üdine del B. Oitmano-Liceo 
dd E. laHMo tecnico 
ddV (hpedälecivico 
delJa Societä Opercua 
Ärcive9Covile 
dd Seminaino 
ürbania CamunaJe 
ürbino Univeraitaria 

,, Bcddi fidC IßUt. di 
B. Ärü 
Varallo deSU SeuoU tecnidte 
Velletri Comunale 
Veneria Beale del 5^ Beggimmto 

ArÜglieria 
Venezia Mardana 

del Museo Correr 
Istüuto Querini - StoM- 
paUa 

B. IsHMo di ae. l. ed. a. 
deW Äteneo Veneto 
del E. Archivio di Stato 
del B, laHt, ed Acead, di 
Beüe ArH 

del B. lAceo Marco Foa- 
carim 
dd PakuutoBedle 



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Venezia dd Seminario Fatriarcale 

„ del DietreUo wiüitare 
Ventimiglia Aproaiana 
Vercelli Comunale 

dd Convitto Nasionale 
Agneaiana 

ddV Archivio Ccypüolare 
„ dd SenUnario 
Verona Comumde 

ddla B. Aecademia di Agri- 

coUura 
del B, Liceo 
Capitolare 
del Seminario 
dd DiatreUo müüare 
Verucchio Comwude 
Viadana Comundle 
Vicenza ComumaU 
Vigevano dd 6^ Beggimento Ar- 

UgUeria 
Viggiano Pubbliea 

„ dd Seminario 
Viterbo Comutnale 
Vizzini Commnede 
Volterra Oonmuude 
Zevio Cotmmaile 



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II 



II 



[576.] Gothaische Sehrlftsteller/) 

Von A. Schumann. 

X. Ernst Friedrloh Wüstemann. 

(Herrn Hofrath Dr. K. Begel in Gotha zugeeignet.) 

Quellen: I. J. Gt. Meusel, Das gelehrte Teutschland. 5. Ausg. 
21. Bd. (1827.) 8. 717—718. — II. Wüstemann's Promptuarium 
Sententiarum (s. unten Nr. 43). S. in (V)— XXXVI. — Auszug 
daraus von Eggert in Neustrelitz — in: Zeitschrift für das Gymna- 
sialwesen. Hrsg. von Jul. Mützell. 11. Jahrg. Berlin, Enslin. 1857. 
8^ S. 216—220. — III. lilustrirte Zeitung. (Leipzig, Weber.) 
Nr. 680 vom 12. Juli 1856. S. 81c— d2a. (Mit W.'s Bildniss in 
Holzschnitt auf 8. 81c.) — IV. Leipziger Bepertorium der deutschen 
und ausländischen Literatur. Unter Mitwirkung der Universität 
Leipzig hrsg. von E. G. Gersdorf. 14. Jahrg. 8. Bd. (55. Bd.) 
Leipzig, Weigel. 1856. gr. 8«. S. 366. — V. Allgemeine Zeitung. 
(Augsburg.) Beilage zu Nr. 31 vom 81. Januar 1857. S. 489a— 490b. 



•) 8. Anz. J. 1881. Nr. 745. 



Gothaische Schriftsteller. 199 

— VI. C. E. Georges, Eni. Fr. Wuestemanni Memoria. Gothae, Scheube. 
1857.gr. 8^. 28 S. (Iudex libroram a Wuestemanno editorum S. 27—28.) 

— Vn. Frid. Berger, Oratio in memoriam Ern. Frid. Wuestemanni 

habita — in: Programm des Gymnasii illustris zu Gotha. Gotha, 

Druck der Engelhard-Reyher'schen Hofbuchdr. 1857. gr. 4®. 8. 1 — 10. 

(üeber W.'s Schriften S. 9—10.) — VIIL W. Pökel, Philologisches 

Schriftsteller-Lexikon. Leipzig, Krüger. 1882. gr. 8^ 8. 809. — 

Vgl. auch IX. Chrn Ferd. Schulze, Geschichte des Gymnasiums 

zu Gotha. Gotha, Perthes 1824. gr. 8^. S. 292 u. 810. 

Aus fiüherer Zeit als das oben unter Nr. III angefahrte Bildniss 
W.*s ist ein auderes, welches Emil Jacobs (f 6. Jan. 1866) bei Gelegen- 
heit der 3. Jubelfeier des Gothaischen GymnaBiuma gezeichnet und 
lithographiert und in der Sammlung: .Bildnisse der jetzt in Gotha 
lebenden Philologen" (Gotha, Henning. 1824 4°.) veröffentlicht hat. 
(Vgl.: Beschreibung der dritten Jubelfeier des Gymnasiums zu Gotha. 
Gotha, in Commiss. bei Glaser. 1825. 8^ S. 8.) 

Ernst Friedrich Wüstemann, der jüngere Sohn des Hofadvo- 
katen n. Begierungsfiskals Job. Ghrph W., u. am 81. März 1799 
in GK)tha geboren, erhielt den ersten Unterricht von seinem viel- 
seitig gebildeten Vater, dessen reichhaltige Bibliothek ihn zudem 
in seinen Studien wesentlich förderte. Zu Ostern 1808 wurde er 
dem Gymnasium illustre übergeben u. genoss hier den Unterricht 
ausgezeichneterLehrer: eines Döring, Kaltwasser, Lenz, Galletti, Eries, 
Schulze, Begel u. Ukert, zu denen seit 1814 auch noch Rost hin- 
zukam. Trefflich vorgebildet bezog er im Herbst 1816 die Uni- 
versität Göttingen, um sich dort, namentlich unter Mitchwlich's, 
Dissen's u. Welcker's Leitung, der Philologie 2U widmen. Schon 
damals eröffnete sich dem kaum Zwanzigjährigen die Aussicht auf 
ein ehrenvolles Amt, indem ihm Lord Guilford, Gouverneur der Ioni- 
schen Inseln, auf Empfehlung des in Göttingen studierenden Epi- 
roten Konstantin Asopios eine Professur an der neozugründenden 
Akademie in Korfn anbot. Aber aus Anhänglichkeit an die Heimat 
u. seine bejahrten Eltern schlug er diese Stelle aus u. kehrte im 
Herbst 1819 nach Gotha zurück, wo er alsbald, vorzüglicb auf 
Bost's Betrieb, als Kollaborator am Gymnasium angestellt wurde. 
Anfangs mit Griechischem u. Lateinischem Unterricht in allen 
Klassen betraut, übernahm er seit Döring*s Bücktritt vom Schul- 
amte (Herbst 1833) das Lateinische in den oberen Klassen allein 
Uk setzte diese Wirksamkeit mit glücklichem Erfolge bis zu seinem 
Tode fort. Mehr als einer seiner Schüler ist nachmals durch tüch- 
tige philologische Leistungen bekannt geworden: beispielweise 
braucht hier nur an Fr. Dübner in Paris, K. E. Georges in Gotha, 
IL Kühner in Hannover u. K. A. Fr. Brückner in Schweidnitz er- 
innert zu werden. 1842 rückte W. zum Professor auf^ 1853 er- 
hielt er den Hofrathstitel, 1855 ernannte ihn das Archäologische 
Institut in Bom zu seinem Mitgliede. Sein Tod erfolgte, allzu 



200 Gothaiscbe Schriftsteller. 

frtüh f&r die Schule u. die Wiseenschaft, nach einem etwa Tiertel- 
jährigen Leiden am 1. Jnni 1856. 

Ein reiches Wissen zeichnete den Verstorbenen ans, u. auf 
Fragen aus dem (Gebiete der klassischen Alterthumskunde war er 
stets Antwort zu geben bereit u. gerüstet Die Sprache Latinms 
wusste er mündlich u. ßchriftlich in gleich vollendeter Weise zu 
handhaben, so dass nach Eichst&dt's Tode keiner seiner philologi- 
schen Zeitgenossen ihm in dieser Hinsicht gleichkam. Namentlich 
erfreuen seine Gedächtnissreden durch Beinheit u. Eleganz des 
Stiles, u. man darf es bedauern, dass eine nach seinem Tode beab- 
sichtigte Sammlung seiner „OpuscuW nicht zur Ausführung ge- 
kommen ist. — In seinem Charakter trat neben einer warmen 
Liebe zur Heimat u. zu seinen Angehörigen auch ein reger Sinn 
für Freundschaft hervor. Mit seiner Gattin Nanny geb. Sahlbach, 
der Tochter eines angesehenen Bechtsgelehrten, n. den beiden aus 
dieser Ehe hervorgegangenen Kindern führte er ein sehr glückliches 
Familienleben u. bewohnte mit den Seinen ein freundlich gelegenes, 
von einem Garten begrenztes Haus, welches zeitweise auch seinen 
älteren BiTider^ den Sachsen- Altenburgischen Geh. Bath u. Minister 
Karl Chm. W., u. seinen vertrauten Freund Ed. Jacob! '*^) in 
seinen Mauern umschloss. Hervorragende Fremde kehrten oft hier 
ein, theils durch des Besitzers Gastlichkeit u. Urbanität angezogen, 
theils weil sie bei litterarischen Unternehmungen oder in ihren 
Studien des immer hilfreichen Gelehrten Beistand suchten. 

W. hinterliess eine reiche philologische Bibliothek, die leider 
durch eine am 8. Februar 1857 veranstaltete Auction zerstreut 
wurde. Bei dieser Glelegenheit erschien ein von K. E. Georges 
bearbeiteter u. mit einem Vorworte 0. Schneider*s versehener „Ga- 
talogus Bibliothecae E. Fr. Wuestemanni. Gothae, typis Engelhardo- 
Beyherianis. 1857.'' 8^ 2 BU. 84 S. (Vgl. Petzholdt's Bibüo- 
theca bibliographica S. 698.) 

Schriften: 
A. Selbständige Arbeiten in Einzeldrucken, Pro- 

grammmen u. Zeitschriften: 
1. Der Fallast des Scaurus oder Beschreibung eines römischen 
Stadthauses. Bruchstück aus dem Tagebuche Merovirs, eines 
suevischen Königssohns, über seine, gegen das Ende der Bepublik 
nach Rom unternommene Beise. In das Deutsche übersetzt und 
mit Anmerkungen begleitet von Karl Chr. und Ernst Fr. Wüstemann. 
Mit zwei Kupfern. Gotha u. Erfurt, Hennings. 1820. 8^ XXIV 
(Titel, Vorwort der deutschen Herausgeber S. HI — XVI, Vorrede 
des Verf. S. XVII— XX, Motto aus Martialis Epigr. IV. 8 auf 
besonderem Bl., Verzeichniss der Kapitel S. XXIII— XXIV) u. 312 



*) Ueber diesen s. Anz. 1881. 8. 266—271. 



Gothaische Schriftsteller. 201 

S. (Latein. Lettern.) — Von den Epfrn das 1. (Köm. Bad in Aofriss) 
in 8% das 2. (Gnmdriss e. röm. Hauses nach Marquez) in kl. 4^. 

Inhalt: S. 1 (8)— 282: Der Pallast des Bcanras (20 Kapitel; hinter 
jedem derselben Anmerkungen); 8. 283 (285)— 297: Ornndriss 
eines römischen Hauses, Ton D. Peter Marques. Aus dem Italienischen 
übersetit; S. 298 — 312: Register über den Text und die Anmerkungen. — 
Die Verdeutschung hat Karl W., die Anmerkungen Ernst W. besorgt 
(Georges a. a. 0. S. 27). Das Original, dessen Verfasser der 1783 in 
Lorient geborene u. 1820 in Paris Teistorbene Architekt Fran^. Mazois 
ist, erschien anonym u. d. T.: Le Palais de Scaurus, on Description 
d*une maison Bomaine. Fragment d'nn voyage fait a Borne, vers la 
fin de la B^publiqne, par M^rovir, Prince des Su^?es. A Paris de 
rimprimerie de Firmin Didot 1819. 8». VHI u. 285 8. Die Schrift 
ist eine Art archäologischer Boman. Merovir, der Sohn des Sueren- 
königs ArioTist, erlernt, in Bömische Gefangenschaft gerathen, während 
eines etwa achtjährigen Aufenthaltes in der Provinda NarbonensiB die 
Bömische Sprache u. wird dann von Caesar nach Bom geschickt, von 
wo er die ausserordentlichen Eindrücke, welche die Weltstadt auf ihn 
ausübt, in Briefen an seinen in Gallien zurückgebliebenen Freund 
Segimer schildert. — Der Anhang der Uebersetzung enthält das lotete 
Kapitel der Schrift: Delle Gase di dtta degli antichi Bomani secondo 
la dottrina di Vitruvio esposta da D. Pietro Marquez Messicano. Borna, 
Salomoni. 1795. gr. 8». XXXIX u. 382 S. nebst 6 Kpfrtaf. ~ Vgl. 
über die Verdeutschung: AUgem. lit -Zeitung vom J. 1821. 1. Bd. 
(Halle.) Nr. ö. Sp. 38—40. 

2a. Anleitung zum üebersetzen ans dem Dentschen in das 
Griechische von Val. Chr. Fr. Bost und E. Fr. Wüstemann. I. Theil. 
1. n. 2. Kursus. GOttingen, Vandenhoeck und Baprecht 1820. 
8«. 1 Bl. (Titel) IV (Vorrede) n. 314 S. — Dasselbe. Zweite, 
vermehrte und verbesserte Auflage. Ebda. 1828. 8^ VIII (Titel u. 
2 Vorreden) u. 423 S. — Dasselbe. Dritte, sorgfaltig berichtigte 
Anfl. Ebda. 1826. 8^. XIV u. 433 S. — Dasselbe. Vierte, sorgfaltig be- 
richtigte Aufl. Ebda. 1830. 8^. (27 7, Bogen.) — Dasselbe. Fünfte, sorg- 
mitig berichtigte Anfl. Ebda. 1835. gr. S». IV n. 321 S. — Dasselbe. 
Sechste, sorgfältig berichtigte Anfl. Ebda. 1841.gr.8MVu. 321 8. — 
Dasselbe. Siebente Aufl. Ebda. 1850. gr. S^. IV n. 316 S. — 
Dasselbe. Achte Aufl. Ebda. 1856. gr. 8». IV u. 320 S. — 
Dasselbe. Neunte berichtigte und bereicherte Aufl. Ebda. 1861. 
gr. 8^ IV u. 306 S. — Bost und Wüstemann. Anleitung zum 
Üebersetzen aus dem Deutschen in das Griechische hrsg. von Friedr. 
Berger. I. Theil. 1. u. 2. Cursus. Zehnte verbesserte Aufl. Ebda. 
1868. gr. 8^. VI S. 1 ungez. S. (Inhaltsanzeige) u. 299 S. — Dasselbe. 
Elfte verbesserte Anfl. Ebda. 1876. gr. 8^ VIII u. 279 S. 

2b. Anleitung zum Üebersetzen aus dem Deutschen in das 
Griechische von Val. Chr. Fr. Bost u. E. Fr. Wüstemann. II. Theil. 
3. n. 4. Kursus. Göttingen, Vandenhoeck u. Buprecht. 1822. 8^ 
Vin (Titel, Vorrede) u. 327 S. — Dasselbe. Zweite, berichtigte 
und bereicherte Auflage. Ebda. 1827. S^'. XIV (Titel, 2 Vorreden) 
u. 870 S. — Dasselbe. Dritte, berichtigte und bereicherte Aufl. 



202 Gotbaische Schriftsteller. 

Ebda. 1838. gr. S^ Vm u. 354 S. — Dasselbe. Vierte, berich- 
tigte und bereicherte Aufl. Ebda. 1861. gr. 8^. XI u. 348 S. 

Vgl. über die 2. Aufl. des 1. Theiles: AUgem. Lit.-Zeitung vom 

J. 1824. 8. Bd. (Halle.) Nr. 217. Sp. 65-68 u. Jen. AUgem. lit.- 

Zeitung vom J. 1825. 22. Jahrg. 1. Bd. Nr. 25. Sp. 195-1% (G. N. 

H. S.); über die 3. Aufl. des 1. Theiles: Jahrbücher für Philologie u. 

Paedagogik. 3. Jahrg. 2. Bd. 2. Heft. Oder der ganzen Folge 7. Bd. 

2. Heft (1828). 8. 146—161 (J. D. Schulze); über die 1. Aufl. des 2. 

Theiles: Jen. AUgem. Lit.-Zeitung Tom J. 1825. 22. Jahrg. 1. Bd. Nr. 

25. Sp. 197-198 (G. N. H. 8.) , . 

3. * Ueber den gi-iechischen Versbau. Als „Anhang'' in: 
Griechische Grammatik von Valentin Christian Friedrich Rost. 
Zweite, durchaus neu bearbeitete Ausgabe. Göttingen, Vandenhoeck 
u. Ruprecht. 1821. 8^ S. 493—518. — ^Dasselbe, verbessert und 
vervollständigt, in der gleichen Grammatik. Dritte, vielfach be- 
richtigte und bereicherte Ausg. Ebda. 1826. -8^. S. 560—584. 

Die Vorrede zur 2. Ausg. (8. XII) nennt W. als Verfasser. In der 
4. Aufl. von 1832 ist diese Abhandlung weggeblieben. 

4. Euripidis Alcestis cum integris Monkii suisque adnotationi- 
bus edidit Em. Frid. Wuestemann. Gothae, Ettinger. 1823. gr. 8^ 
XVI (Titel, Latein. Widmung an seinen Vater, Praefatio S. V— XVI) 
u. 235 S., wovon S. 223—235 zweispaltig. 

Inhalt: S. 1(8)-— 176: Euripidis Alexis (gr.; unter dem Text 
zweispaltig gearuckte Latein. Anmerkungen); S. 177 (179) bis 
218: .Efnrimdis Alcostis ex versione metrica G. Bnchanani; S. 219—220: 
GoUatio Numerorum praecipuarnm editionum (in Tabellen form, 
SColumnen); S. 221—222: Notarum expUcatio; S. 223^-224: Index 
scriptorum in notis vel illostratorum vel emendatorom; S. 225—232: 
Index Graecitatis; 6. 233^235: Index Latinus. 

5. Ankündigung eines deutsch -lateinischen Handwörterbuchs 
für Schulen. In: Beilage zur AUgemeinen Schul-Zeltnng, 6. Jahrg. 
1824. Hrsg. von Ernst Zimmermann. Darmstadt, Leske. gr. 4^. 
Nr. 10. Sp. 3-4. 

Vgl. unten 7 u. 8. 

6. Ex C. Plinii Secundi Historiae Naturalis libro XXXIV excerpta 
quae ad artes spectant. Edidit Erneut. Frid. Wuestemann. Gothae, 
Glaeser. 1824. 8». VI (Titel, Praefatio) u. 97 S. 

Unter dem Text Latein. Anmerkungen. — Vgl. Jen. AUgem. Lit.- 
Zdtung vom J. 1825. 22. Jahrg. 1. Bd. Nr. 52. Sp. 415-416 (h). 

7. Nachricht für die Subscribenten auf Wüstemann's deutsch- 
lateinisches Handwörterbuch. In: Intelligenzblatt der Jen. AUgem. 
Lit.-Zeitung. gr. 4». Nr. 34 vom August 1825. Sp. 271—272. 

Anfragen und Beschwerden gegenüber erklärt hier W. das ver- 
spätete Erscheinen seines Wörterbuches. — Vgl. Nr. 5 u. 8. 

8. Deutsch-Lateinisches Handwörterbuch von Ernst Friedrich 
Wflstemann. TlieU. I — II. Gotha, Hennings. 1826 (eigentl. 
1825)— 1827. gr. 8«. 1. TW. (A— J): XXIV S. (Titel, Vorrede), 
2 BU. (Erklärung der gebrauchten Abkürzungen, Nebentitel) u. 



Goihaische Schriftsteller. 203 

570 zweispaltige S.} 2. Tbl. (K— Z): 3 BU. (Haupt- u. Neben- 
titel, Nachwort) u. 767 zweispalt S. 

Vgl. über den 1. Tbl.: Jabrbacber f. Philologie u. Faedagogik. 

1. Jahrg. 1. Bd. 1. Heft. (1826.) S. 47-49 (E. Kaercher in Earlsnihe. 
— Sachlich u. stiUstiBch schroife Becension); Jen. Allgem. Lit.-Zeitong 
?om J. 1826. 23. Jahrg. 2. Bd. Nr. 86. Sp. 201—208 n. Nr. 87. Sp. 
209— 2H (Dt. ü. J. D. E.); Pädagogisch-Philologisches Literatnrblatt. 

2. Abth. Hrsg. von Karl Dilthej. 3. Jahrg. 1826. Darmstadt, Leske. 
gr. 4**. Nr. 51. Sp. 441 — 448; „Zur Beurtheilung von Wüstemann's 
tentsch - lateinischem Handworterbnch'* in: Allgem. Schul-Zeitong. 4. 
Jahrg. 1827. 2. Abth. Nr. 85. Sp. 678—680 u. Nr. 86. Sp. 681—683 
(Fr. — Gegen die obige Becension Earcher's); j,Erkläning'' : ebda. 2. 
Abth. Jahrg. 1828. Sp. 33—36 (E. Earcher. — Beplik gegen den 
vorigen Artikel); „Gegenerklärung": ebda. Jahrg. 1828. Nr. 102. Sp. 
842-846 (Fr. — Duplik gegen Kärcher's vorigen Artikel; unter dem 
Text Sp. 842-843 eine Anmerkung Karcber's); über den 2. Tbl: Jahr- 
bücher t Philologie u. Faedagogik. 4. Jahrg. 3. Bd. 1. Heft. Oder 
der ganzen Folge 11. Bd. 1. Heft. (1829.) S. 41—60 (J. S. Rosen- 
heyn in Lyk). — In der oben angeführten Becension ESrcher^s durfte 
Wüstemann (., Nachwort*' zum 2. Thle. des Handwörterbuchs, Bl. 3 ab) 
nicht ohne Grund „die leidenschaftliche Hitze'* und ^den wenig ge- 
sitteten Ton" rügen, wogegen dann Karcher in einer bei Müller in 
Karlsruhe gratis ausgegebenen kleinen Schrift „Wüstemann^s Nach- 
Wort"* (11 B. 8^.) die schroffe Art seines Vorgehens zu rechtfertigen 
gesucht hat« Die für eine Becension des 2. Theiles gesammelten Ma- 

' terialien gedachte derselbe ,,nicht öffentlich bekannt lu machen, sondern 
Hm. W. zur gefälligen Benutzung zu überlassen." (Vgl. Jahrbücher 
für PhUologie u. Faedagogik. 2. Jahrg. 2. Bd. 2. Heft. [1827.] S. 230.) 
Es muss dies auch geschehen sein, denn nur so erklan es sich, dass 
W. später auf einer Beise seinen Gegner in Karlsruhe aufeuchen und 
als Freund von ihm scheiden konnte. (Mittheilung von Prof. Georges 
in Gotha.) 

9. Theocriti Beliquiae. Becognovii et illustravit Emeätas 

Friderieas Wnestemann. (A. n. d. T.: Bibliotheca Graeca 

virorum doctorum opera recognita et commentariis in nsnm schola- 

rum instmcta curantibus Friderico Jacobs et Val. Chr. Fr. Best A. 

Püetamm Vol. XVII. continens Theocriti Beliqaias ed. £lrn. Frid. 

Wnestemann.) Gothae et Erfordiae, Hennings. 1830. 8^. XLVIlI(2Tite], 

Friderico Jacobsio S^crum S. V [Vn] — XII, Lectori benevolo S. 

Xin— XLVIII) u. 435 S., wovon S. 417—485 zweispaltig, hebst 

1 S. „Corrigenda**. .... 

S. 1(3) — 414 der Griechische Text; unter demselben kritische u. 
exegetische Anmerkungen, letztere zweispaltig gedruckt Den einzelnen 
Gedichten gehen Latein. Argumenta voran. S. 417 — 429 : Index Graecus; 
S. 429—435: Index Latinus. — Vgl. Chrn Dan. Beck, Allgem. Beper- 
torinm der neuesten in- u. ausländ. Literatur för 1830. 2. Bd. S. 86—89; 
- Nene Jahrbücher für Philologie Ut Faedagogik. 1. Jahrg. 1 Bd. 3. Heft. 
(1831.) S. 261-289 (Franke in Binteln.) 

10. * Die Vocabeln unter dem Buchstaben E in: Totins La- 
tinitatis Lexicon consilio et cura Jacobi Facciolati opera et studio 
Aegidii Forcellini alumni seminarii Patavini Incubratum. Secundom 
tertiam editionem, cuins curam gessit Josephus Furlanetto alnmnus 



204 Gotfaaische Schriftsteller. 

eiasdem semiuarii, correctom et aactum labore variorum. Editio 
in Germania prima cum privil. reg. Saxon. Tomus IL Schneebergae, 
Schumann. (1831.) Fol. S. 184b— 251b (dreispaltig). 

Obwohl Berger a. a. 0. S. 9 nur die Buchstaben B lu D. als von 
W. bearbeitet nennt, folge ich doch unbedenklich der Weisung von 
Prof. Georges, der mit Bestimmtheit erklart, dass W. auch die mit £ be- 

finnenden Artikel geliefert u. seine Zusätze hauptsächlich dem Draken- 
orchischen Livius entnommen hat. 

11. Oratio (in memoriam Frid. Gull. Doeringii) ab 
Ernesto Friderico Wuestemanno habita. In: Beden bei der Qe- 
dächtnissfeier von M. Friedrich Wilhelm Döring, Herzog]. 
S. Ober-Consistorial-Bath und Bitter des König]. S. Civil- Verdienst- 
Ordens, vormaligem Dircctor des Gymnasiums, gehalten im grossen 
Hörsaale des Gymnasiums den 11. Dec. 1837 von Friedrich Kries 
und Ernst WQstemann. Gotha, gedr. mit Engelhard-Beyherschen 
Schriften. 1837. gr. 4^ (36 S.) S. 13(15)— 36, wovon auf die 
„Oratio" S. 15—80, auf die „Annotationes" S. 81—36. (Titel u. 
Deutsche Bede von Kries ebenfalls mit Latein. Lettern gedruckt.) 
— Wiederholt in der folgenden Nr. S. 278—304. 

Vgl. Neue JahrbGcher für Philologie n. Paedagogik. 8. Jahrg. 
22. Bd. 3. HefL (1838.) S. 356 (J. = Jöh. Chm Jahn). 

12. Frid. Gull. Doeringi Commentationes Orationes Car- 
mina latino sermone conscripta. Accedunt Friderici Jacobsi Epi- 
stola ad Doeringium senem felicissimum et E. F. Wuestemanni Oratio 
in Doeringi memoriam habita. Norimbergae, Campe. 1839. 8^ XL 
(Titel, Widmung, Latein. Zuschrift W.'s an H. C. A. ^ichstädt S. 
V— XXXIl, Praefatio S. XXXm-XXXVm, Index S. XXXIX— XL) 
u. 308 S. (S. auch Nr. 17.) 

Von W. herausgegeben. — Inhalt: Doeringi scripta. S. 1(3)-- 128: 
L Commentationes scholasticae (I— VIII); S. 129(131) -194: U. Oratio- 
nes (I-V); 8. 195 (197)— 241: HL Carmina (I— XXXI); S. 242-270: 
Fr. Jacobsii Epistola ad Doerinnum senem felicissimum; S. 271 — ^272: 
Eiusdem Villa Doeringi! (46 Hexameter); S. 273—308: Em. Fr. 
Wuestemanni Oratio in Doeringii memoriam habita. (S. oben Nr. 11.) 
— Vgl. Neue Jahrbücher für Philologie u. Paedagogik. 9. Jahrg. 26. 
Bd. 2. Heft. (1839.) S. 175—182 (K. G. Jacob) u. Gjmnaaial-Zeitung. 
Beiblatt zur Zeitschrift für' die Alterthumswissenschaft. (Darmstadt, 
Leske. gr. 4».) 1841. Nr. 51. Sp. 431-432 u. Nr. 52. Sp. 483-444 
(B. Kühner in Hannover). 

13. Serenissimvm Principem Albertvm Dvcem Saxoniae äd 
nuptiarvm foedvs cvm Victoria potentissima Magnae Britanniae 
Regina ivngendvm patriam terram relinqventem püs votis proseqvitvr 
Gymnasivm illvstre Gothanvm interprete Ernesto Friderico Wveste- 
manne. Gothae typis Engelhardo-Beyherianis. (1840.) gr. 4^. 1 Bl. 
(Titel) 5 ungez. S. 

Alcaische Ode von 17 Strophen. — Die Vermahlung fand am 10. 
Febr. 1840 statt 

14. Oratio in qvartis inventae artis Gvtenbergianae 



Litteratar und Miscellen. 205 

solemnibvs saecYlaribys q?ae eadem secvnda fverynt offi- 
cinae typographicae in vrbe Gotha conditae sacra saecvlaria 
in ill. Gymnasio Gothano a. d. XXIY. Ivn. MDCCCXL. habita ab 
ErnoBto Frid. WTesiemanno, Gymnasi Professore. Gothae Htteris 
Engelhardo-Beyberianis. (1840.) gv. 8^. 22 S. 

8. 3—16 die „Oratio"; S. 17—22: „Annotationeß." — Vgl. Nene 
Jahrbücher f&r Philologie n. Paedagogik. 10. Jahrg. 30. Bd. 2. Heft 
(1840.) S. 221-224 (J. « Joh. Chm Jahn). (F^^Bete^g folgt) 

LItteratnr nnd Mlscellen. 
Allgemeines. 

[677.] The Library Journal Official Organ of the American 
Library Association. Vol. 8. (S. oben Nr. 474.) 

Enth. in der Doppelnr. 3 a. 4 von März u. April: Editorial 
(the Co-operati?e Index; the New York Free Oirculating Library; 
Librarians' Fotografie Albums; Free Public Libraries in Toronto) 

— New England Libraries; Library Economy and History — 
Bibliografy — Notes and Queries — Anonyms and Pseudonyms 

— Literature for de Toung. Edited by Miss C, M. Hewins — 
Library Purchase List — General Notes. — Supplement: Co-ope- 
rative Lidex to current numbers of leading periodicals. Edited by 
W. L Fletcher. 

[678.] Annales du Bibliophile Beige Nouvelle S^rie publ. 
par Fr. J. Olivier. Tom. IL (S. oben Nr. 371.) 

Enth. in Nr. 3 (oder der ganzen Beihenfolge 15) vom 
April: Dictionnaire des Devises des Hommes de Lettres, Impri- 
meurs, Libraires, Bibliophiles, des Chambres de Bh^torique, 
Soci^t^s Litt^raires et Dramatiques. Belgique & Hollande. 2. 
Supplement k la Liste, publice par Ferd. yander Haeghen, par 
Th. J. L Arnold (H — £. Fortsetzung folgt.) — Catalogue des 
Livres anciens et modernes eu vente chez Fr. J. Olivier. 

Bibliographie. 

[679.] 6amuel Stpiariu«^ bet dltefte 9u(iftbTU(!er Solot^umS 
(1565 — 1566) »on ghcanj 3of. S*iffmatm. [2lu8: Slr*it? f. b. 
@ef4id^e b. 3)eutfd&. SSuc^^nbeld. VIII.J 3)rud von Xeubner in 
8eH)aig. 8«. 6—10 ©. (©. oben Jlr. 504.) 

Auf diesen Artikel — durch welchen nachgewiesen wird, dass 
unter den ältesten Druckorten der Stadt Solothum eine fast um 
ein volles Jahrhundert frühere Stelle, als es von Seiten Falkenstein's 
geschehen war, eingeräumt werden muss — habe ich schon oben 
aufmerksam gemacht: ich benutze gern die Gelegenheit, hier noch 
einmal darauf hinzuweisen. 

[580.] * Allgemeiner litterarischer Wochenbericht Aber alle 
empfehlenswerthen Neuigkeiten des In- und Auslandes, nebst lite- 

15 



206 . Literatur und Miscellen. 

rarischen Noti^eq und Mittheilungen. Bed. : Tb. Lissner. XI. Jabrg. 
1888. Leipzig, Kxped. gr. 8^ 52 Nrr. ä ^l^—l Bog. Pr. n. 
4 Mk. (S. Anz. J. 1882, Nr. 206.) 

[581.] S^nftkn (Sk)ttIob fiai^fec'« ooOÜdnbt^ed 9ii(i&ec«2e|:iton ent^ 
Htenb bie r>tm 1750 bid 6nbe beS gabre» 1882 in 3)eutf(|»Ianb 
unb in ben cmgrensenben Sdnbern gebrudten SBüd^et k. Gearbeitet bon 
SRi*atbt öaupt. XXI. tf). Sief. 2. Seipjig, aBciflel. 4«. S. 241-480. 
«Pt. n. 9,85 SRI. (6. oben SRr. 482.) 

Enth. die Artikel ,3urckhardt'' bis „Qeffcken^'. 

[582.] SierteljabtiS'Satatog aller neuen ©rfc^einungeu im gelbe ber 
Literatur in 2)eutf(^lanb. ^aä) ben SEBiffenfcbaften georbnet. Wit 
alpbabetif^em SRegifter. ^abrgang 1888, ^eft 1. Januar bii$ aRdr). 
SeiPiig, ©inri*«. gr. 8«. 2 »ll. XL, 176 ®. $r. n. 1,80 ÜRt. 
(S. Jttnj. 3. 1882. SRr. 494.) 

Ein langjähriger guter Bekannter. 

[588.] * Wissenschaftliche Uebersicht der bedeutenderen 
Erscheinungen des deutschen Buchhandels. [XYIII.] Jahrg. 
1883. Leipzig, Hinrichs. Fol. 18 Nrr. h l Bog. Pr. n. 1,50 Mk. 
(S. Anz. J. 1882. Nr. 321.) 

Zum Verkehr zwischen Sortiment und Publikum. 

[584.] Ueberfebungen au^ bem 2)eutf$en in bie bfinifcbe, eng^ 
Uf(^e, fran^öjifdbe , ioMx(tn\di^, italienifcbe, normegif^e, f^mebifilbe unb 
fpanifcbe epxaä^ (SRitgetbetlt bon Ctto SRüblbre^t.) 1883. L dntb. 
im SSßrfenblatt fftr ben 3)eutf4en S3ud^banbel unb bie mit ibm ber; 
»anbten ®e{*fiftiH»eige. 4«. Sflr. 82. 1577—83. (S. Slnieiger 3- 
1882. 9lr. 922.) 

[585.] Ueberfebungen au^ bem S)eutf^n in bie flabif(ben, bie magbari« 
f^e, rumdnifd^e u. a. ofteuropätfd(fe Spradben. (SRitgetbetU bon Z. ^ä).) 
1882. 1. u. 2. Quartal, ^tb. im iBörfenblatt für ben S)eutfd^en 
Sud^banbel unb bie mit tbm bermanbten ©efcbdft^imeige. 1888. 4^. 
Kr. 80. S. 1543-46. (©. »nj. 1882. 9lr. 495.) 

[586.] 9iograpbif<^^ Seiiton bed Saifertbumd Oefteneidb entbaltenb 
bie £eben§fti)ien ber bentmürbigen $erfonen, meldte fett 1750 in ben 
öftenei(ibif<ben ßronldnbern geboren mürben ober barin gelebt unb gemirtt 
baben. SBon Dr. Sonft. u. aBurjbadb. Xb. XLViL Xraubenfelb— Zrief(btir. 
9Rit adbt genealogtfcben Zafeln. 3Rit Unterftübung bed tlutord burdb 
bie taiferüd^ Sltabemie ber äBiffenfcbaften. 9Bten, (. L ^of^ unb 
etaatiSbruderei. gr. S^, 1 SBl. 291 6. mit 6 Zaf. $r. n. 6 M. 
(©. oben Sir. 19.) 

Mit gewohnter Promptheit schreitet das Werk unter der Füh- 
rung seines wirklich musterhaft fleissigen Herausg.'s rüstig vorwärts. 

[587.] Syenskt Boklexikon. Ären 1830—1865. Utarbetadt 
af Hjalmar Linnetröm. Senare Del. Hft 11 — 12. Stockholm, 



Litierator and Miscellen. 207 

Samson & Tallin. 4^ 6. 161—92. Pr. n. 3,75 Mk. (8. oben 
Nr. 487). 

Enth. die Artikel „Ohlsson** bis |,PalmqYist*'. 

[588.] Jahresbericht über die Erscheinungen auf dem Ge- 
biete der Germanischen Philologie herausgegeben von der Ge- 
sellschaft für Deutsche Philologie in Berlin IV. Jahrgang 1882. 
1. Abth. Leipzig, Beissner. gr. 8^ S. 1—128. Pr. n. 8 Mk. 
pr. compL 

Reichhaltige u. systematisch wohlgeordnete Zusammenstellung 
selbständig erschlenenerj sowohl als eingedruckter Schriften, mit 
„in der Begel mehr referirenden als recensirenden" Berichten darüber. 

[589.] Bibliographie über die Hygiene der Stadt Breslau. 
Breslau, Druck von Schotilaender. 1882. gr. S^. 25 S. 

Die Deutsche hygienische Ausstellung, welche im letztTergangenen 
Jahre stattfinden soUte, aber bekanntlich wegen des Brandunglückes 
auf dieses Jahr Yerschoben worden ist, hatte dem Verf. den Ge- 
danken nahe gelegt, „Umschau zu halten über die litterar. Leistungen, 
welche sich auf die öffentl. Gesundheitspflege der Stadt Breslau 
beziehen. Durch die Aufzeichnung der einzelnen Litteratur-Angaben 
sollte einer späteren Beschreibung der Breslauer sanitären Ver- 
hältnisse u. Einrichtungen vorgeai'beitet werden^'. Zugleich hatte 
der Verf. die Absicht, sein Schriftchen „als Gabe zu dem Jubeltage 
eines um die Wohlfahrt im allgem. u. insbesondere um die Sta- 
tistik der sanitären Verhältnisse Breslaues sehr verdienten Mit- 
bürgers" darzubringen. Der Verf. hat fleissig Umschau gehalten 
n. das, was er dabei gefunden, übersichtlich zusammengestellt 

[590.] * Gracklauer's Fach-Katalog. — Verzeicbniss der ge- 
sammten Literatur über Veterinärwi&senschaft und populäre 
Thierheilkunde, welche von 1866 — 1883 im deutschen Buchhandel 
erschienen ist. In 35 Bubriken systematisch zusammengestellt 
und mit alphabetischem Register versehen. Leipzig, Grackiauer. 
8». IV, 69 S. Pr. n. 2 Mk. 

[591.] Bocks for the Toung A Guide for Parents and Chil- 
dren compiled by C. M. Hewins Librarian of Harttbrd Library 
Association. New York, Leypoldt. 1882. 16®. 94 S. Pr. 25 c. 
Miss Hewins presents this list as the result of years spent 
not only in trying to guido the reading of children, but in actu- 
ally reading with tbem. The list is preceded by a suggestive pre- 
face, followed by hints ''how to teach the rigbt use of books,*' a 
course of ^'English and American history for children,*' and a "Sym- 
posium on books for children.^' As a guido through the mass of 
the best existing juvenile literature the value of this littlo book 
to parents and buyers of children's books can hardly be overstated. 

[592.J U( bersK'ht der gesammten Staats- und rechtswissen- 



208 Litteratur und Miscellen. 

scbaftlichen Literatur des Jahres 1882 zusammengestellt von 

Otto Mühlbrecht. Mit einem ausfQhrlichen Register. XV. Jahrgang. 

Berlin, Puttkammer & Mühlbrecht. 1888. gr. 8^. XX, 252 S. 

Pr. n. 4 Mk. 

unter diesem Titel sind die 6 Doppelnrr. der „Allgemeinen 
Bibliographie der Staats* und Kechtswissenschaften 1882*' (s. Anz. 
J. 1882. Kr. 4:24) zu Einem Bande zusammengefasst u. durch ein 
beigefügtes Register für die Dauer brauchbar gemacht. Es finden 
sich in der Uebersicht 8535 Nit. verzeichnet, wovon 1623 der 
Deutschen, 846 der Franz., 879 der Engl., 290 der Italien., 161 
der Holland., 188 der Dan. u. Schwed., 48 der Spanischen Littei-atur 
angehören. Die nunmehr bis auf 15 angewachsene Reihe von Jahr- 
gängen dieser Uebersicht giebt wohl hinlängliches Zeugniss von 
ihrer Brauchbarkeit. 

[593.] * Botanischer Jahresbericht. Systematisch geordnetes 
Repertorium der botanischen Literatur aller Länder. Unter Mit- 
wirkung von Askenasy, Batalin, Dingler etc. herausgegeben von 
Professor Dr. Leop. Just. Vn. Jahrg. [1879.] Abth. 1. Heft 2. 
Berlin, Bomträger. 1883. gr. S^. V, 401—603 S. Pr. n. 6Mk. 
(S. oben Nr. 390.) 

[594.] * Hedwigia. Notizblatt für kryptogamische Studien, 
nebst Repertorium für kryptogamische Literatur. Red.: Dr. Q. 
Winter. Jahrg. 1888. Dresden, Heinrich, gr. 8^ 12 Nrr. ä 
1 Bog. Pr. n. 7 Mk. (S. Anz. J. 1882. Nr. 334.) 

[595.] * Annuaire (ancien Catalogue des Jonniaux de Paris, 
donnant leurs titres, sous-titrcs, r^dacteurs principaux, les divers 
prix d'abonnement pour la France, d*indication des bureaux 
d'abnnnement, etc., et accompagn^ d'une table syst^matique par 
Victor G6b6, V. Edition, revue et augment^e, precödöe d'une 
statistique de la presse comprenant la table des joumaux parus 
de 1853 ä 1882. (Janvier 1883.) Paris, Brunox. gr. 12^ 
153 S. Pr. 2 Pr. 50 c. 

Biblioth^ue du Libraire et de FAmateur de Livres. I. Biblio- 
graphie p^riodique de la Presse Parisienne. 

[596.] Dr. A. Petermann's Mittheilungen aus Justus Perthes* 
geographischer Anstalt über wichtige neue Erforschungen aus 
dem Gesammtgebiete der Geographie hrsg. v. E. Behm u. 
M. Lindeman. Gotha, Perthes. 4^ Enth. Bd. XXVIIL 1882. 
Hft X. S. 396-400, Hft. XL S. 437—40, Hft. XIL S. 468—70 
u. Bd. XXIX. 1883. Hft. U. S. 76—80, Hft. IV. S. 155—60, 
Hft. V. S. 196—200: Geographische Literatur. (S. Anz. J. 
1882. Nr. 947.) 

Bekanntlich möglichst vollständige Zusammenstellung der neue- 
sten Erscheinungen. 



LiUeratur und Miscellen. 209 

[597J * Biblio/^aphy of Albany : being a catalogae of books 
and other publications relating to the city and county of Albany 
in the state of New York. By Frank Munsell. Albany N. T., 
MunselPs sons print. 8^ 72 S. (Nor 75 Exeropl.) 

[598]. * Bibliographie artietiqae, historique et litteraire de Paris 
avant 1789. Par Tabb^ Valentin Dofour. Paris, Laporte. 1882. 
S\ Vin, 537 S. m. 4 Taf. Pr. 25, Prachtausg. 50 Fr. 

[599.1 * Verzeichniss der im J. 1882 erschienenen Musi- 
kalien, anch musikalischen Schriften und Abbildungen, mit An- 
zeige der Verleger und Preise. In alphapetischer Ordnung, nebst 
systematisch-geordneter üebersicht. XXXI. Jahrg. oder 5. Reihe 
IIL Jahrg. Leipzig, Hofmeister, gr. 8*». CIV, 400 S. Pr. n. 14, 
auf Schreibp. n. 16 Mk. 

[600.] * Vereins - Catalog. [Begonnen 1870.J Die von dem 
Beferentencollegium des Cäcilien- Vereines für alle Länder deut- 
scher Zunge in den „Vereins-Catalog" aufgenommenen kirchen- 
musikalischen oder auf Kirchenmusik bezüglichen Werke enthaltend. 
Eine selbständige Beilage zu den „Flieg. Blätter f. kathol. 
Kirchen-Musik" v. Fr. Witt. (4. Abth. Nr. 468 —690.) ßegens- 
burg. Pustet, hoch 4^ S. 197—292. Pr. n. 0,90 Mk. 

[601.] '*' Saggio biografico o bibliografico su Giovanni Botero, 
di Pietro Orsi. Mondovl, tip. Fracchia. 1882. 8®. 

[602.] * Alceste; par Euripide. Texte grec enti^rement 
revu sur las meilleures ^ditions, accompagnä d*un commentaire et 
prdc^d^ d'une uotice sur Euripide, d'une analyse litteraire et d'un 
index bibliographique ; par Ed. Gasc-Desfoss^s. Paris, Ve Belin et 
fils 1. 12». 155 S. 

[603.] Goethe Jahrbuch. Herausgegeben von Ludwig Gleiger. 
Bd. IV. Frankfurt a. M., Liter. Anstalt. 1883. gr. 8<>. Enth. 
S, 396 — 458: Bibliographie. 

Zusammenstellung von ungedruckten u. in neuester Zeit gedruckt 
erschienenen Schriften u. Koüzen, sammt Bildern u. Statuen. Als 
Anhang dazu findet sich S. 459 — 62 „Englisch -amerikanische 
Bibliographie. Zusammengestellt von Horatio S. White.^' 

Die Vorgänger hiervon finden sich im I. Bde des Jahrbuches 
von 1880 (s. Anz. J. 1880. Nr. 716); im II. Bde von 1881. 
S. 476—536; u. im III. Bde von 1882. S. 370—437. 

[604.] Göthes Jugendportraits. Von Friedrich Zamcke. Enth. 
im Goethe-Jahrbuch hrsg. von L. Geiger. Bd. IV. Frankfurt a. M., 
Liter. Anstalt, gr. 8». S. 141—54, 

Vergl. zu BoUett^s „Goethe-Bildnissen'' (s. oben Nr. 398). 

[605.] * Carlo Mayr. Notizie bibliografiche di Adolfe Cava- 
lieri. Ferrara, tip. Taddei. 1882. 32^. 37 S. 



210 * Litteratur uod Hiscellen. 

[606.] * Extraits de MontaigBe. Arec table bibliographique, 
dtude, notes explicatives et glossaire, par Eugene B&ume, pro- 
fesseur de rh^toriqne au lyc^e Fontanes. Paris, Ye Belin et fils. 
12^ XL VI, 844 S. 

[607.] Shakespeare -Bibliographie 1881 nnd 1882. (Mit 
Nachträgen zur Bibliographie seit 1864 in Band I, II, III, V, 
VI, Vin, X, Xn, XrV, und XVI des Jahrbuches.) Von Albeii 
Cohn. Separatabdruck aus dem Shakespeare-Jahrbuch, Band XVIII. 
[S. 301—30.] Druck von Wagner in Weimai-. gr. 8^ 32 S. 
(S. Anz. J. 1881. Nr. 561.) 

Mit ungescLwächter Sorgfalt ist der Yerf. bemüht gewesen, 
seine trefflichen bibliographischen Uebersichten nicht nur fortzuführen 
sondern auch die früheren zu veryollständigen. Die Anordnung 
des mit auerkennenswerthem Fleisse neu gesammelten litterarischen 
Materials ist dieselbe geblieben, welche der Verf. in den früheren 
Uebersichten befolgt, u. die sich als zweckmässig bewährt hat. 

BnebtaAndler- nnd antlqnarlsebe Kateltige. 

[608.] Verlags-£atalüge der Verleger des Deutschen Reiches etc. 
Münster i. W., Adolf Bussel. 1882. gr.Lex. 8^ Bd. VI. Lief. 3. 
Sp. 513—768; Bd. VII. Abth. 2. Lief. 5. Sp. 1057—1232 u. 
n S.; Bd. XIII. Lief. 5. Sp. 1025—1280. Pr. ä 60 Pf. (S. oben 
Nr. 408.) 

[609.] M. 98—100. Katalog von Theodor Ackermann E. 

Hof-Buchhandlung nebst Antiquariat in München. 8^. (S. oben 

Nr. 296.) 

Enth.: in 98 Guriositaten der Medicin, hauptsächlich seltene 

Schriften über Bäder, Pest u. andere Seuchen, Syphilis etc. etc. 

(1 Bl. 28 S. 663 Kit.); in 99 Schriften über Freimaurerei, lUu- 

minaten, Bosenkreuzer u. andere geheime Gesellschallten (1 Bl. 18 

S. 493 S.); in 100 Hebraica u. Judaica (1 Bl. 18 S. 531 Nrr.). 

[610.] Lager-Catalog von Joseph Baer & Co., Buchhändler 
und Antiquare in Frankfurt am Main, Paris, London. 126. 
— Gelehrten- und Schulgeschichte, üniversitätswesen. Pä- 
dagogik. 80. 1 Tit. u. 63 S. 1594 Nrr. (S. oben Nr. 552.) 

Grösserentheils Deutsche ausgewählte Litteratur. 

[611.] Ludwig Bamberg Sortiments- und Antiqiiariats-Hand- 
lung Greifswald. Antiquarischer Katalog 53. — Classische Phi- 
lologie. II & III. 80. 1 Bl. 28 S. 1163—1969 Nrr. & 2 
Bll. 55 S. 1570 Nrr. (S. Anz. J. 1882. Nr. 1072.) 

Enth.: Anctores Latini, Inscriptiones & Altcrthumswissenschaft. 

[612.] Brockhausen & Bräuer Buchhandlung und Antiquariat 
in Wien. Verzcichniss des antiquarischen Bücherlagcrs Nr. VII. 



Litteratur und Miscellen. 211 

Literatur des XVI. und XYIL Jahrhunderts, Holzschnitt- und 
Kupferwerke, Seltenheiten. 8^.- 1 Bl. 88 S. 620 Nrr. (S. Anz. 
J. 1882. Nr. 347.) 

Sehr beachtenswerthe Sammlung ausgewählter n. guter, hanpt- 
tächllch Deutscher Antiquaria, worunter die Werke über Architek- 
tur, Astronomie, Feste u. Einzfige etc., Jagd sammt Eeitkunst u. 
Kriegswesen, aus der Beformationszeit, sowie in Originaleinb&aden 
hervorzuheben sind. 

[613.] GL. Katalog des antiquarischen Bücherlagers von 
Albert Gohü in Berlin. — Schach und andere Spiele. Nebst 
einem Vorwort als zweites Memorandum für Herrn Dr. A. Tan 
der Linde. 8^ 1 ßl. lU, 18 6. 260 Ntr. (S. oben Hr. ^99.) 
Wenn Oohn nach seinen beiden Memoranden (über das erste s. 
Anz. J. 1881. Nr. 663) noch zu einem dritten Anlass u. Gelegenheit 
erhalten sollte, so könnte es leicht geschehen, dass der ▼. d. Linde'- 
schen Schachlitteratur alles u. jedes Verdienst, so viel ihr davon 
überhaupt gelassen worden ist, noch abgesprochen werden dürfte. 
Cobn geht, bei seiner Gereiztheit gegen v. d. Linde, in den An- 
griffen gegen den Werth von dessen Schachlitteratur unläugbar zu 
weit Es kann sicher dem Antiquar, dem das Geschäft viele Bücher 
in natura in die Hände spielt, nicht, schwer werden, aus einzelnen 
derselben dem Bibliographen, der sein Werk aus vielen mehr oder 
weniger zuverlässigen Quellen hat zusammenstellen müssen^ einige 
Versehen u. Lrrthümer nachzuweisen, aber desshalb diesem Werke 
seinen Werth abzusprechen, dazn erhält der Antiquar kein Becht. 

[614.] Librairie andenne de ü. Öo6pli Milan Oatalogue No. 11. 
— Livres Rares et Pr^cieux Joumaux, Revues, Becueils, In- 
cnnables Editions Aldines Curiosit^s Litt^aires, Livres ä Fi- 
gures, Ouvrages sur la Revolution Fran9ai8e etc. etc. 8^. 120 
S. 1089 Nrr. (8. oben Nr. 613.) 

Hauptsächlich werthvolle ItaUenisehe Litteratur, darunter ^e 
reichhaltige Sammlung schöner Drucke ats den Bodoni'schdn Pressen 
(1750 L.). 

[6IB.] No. 77. Les Pays SJaves. Catalogue d'ouvrages 
anciens et modernes sur la litterature et Thistoire des pajs slaves 
en vente chcz Joseph Jolowicz Librairie ancienne et moderne k 
Posen, n. Partie. 8^1 Tit. n. 31 S. 922 Nrr. (S oben Nr. 405.) 

Enth.: Linguistique slave et heiles lettres. 

[616.] No. 266. Bücher-Verzeichniss über Werke aus dem 
Gebiete der Astronomie, Mathematik, Naturwisdenschaflen, Me- 
diciu, Thieihcilkunde, Technologie, Landwirthschaft, Porst* und 
Jagdwirthschaft, welche bei Theodor Kampffmeyer in Berlin zu 
haben sind. 8^ 1 Bl. 46 S< (S. oben Nr. 406.) 

Meist neuere Deutsche Litteratur. 



212 Litieraiur und MiBcellen. 

[617.] Nr. 668 — 70. Antiquarisches Bücberlager von Eirch- 
hoff & Wigand in Leipzig. 8<^. (S. oben Nr. 514.) 

Enth. : in 668 Mathematisch-physikaliscli-mechanische Wissen- 
schaften. I. Mathematik, Astronomie, Physikalische Geographie, 
Erdmagnetismus, Geodäsie, Perspective, Nautik (1 Bl. 42 S. 
1426 Nrr.) ; in 669 DesgL 11. Physik u. Chemie, Bau-, Ingenieur- 
u. Maschinenwesen, Bergbau- u. Hüttenkunde, Technologie (1 61. 
42 S. 1884 Nrr.); in 570 Rechts- u. Staatswissenschaften. I. 
Bechtswissenschaften excl. des Handels-, Criminal- u. Kirchenrechts 
u. des Concursprocesses (1 Tit. u. 99 S. 3810 Nrr.). 

[618.] K. F. Koehler*s Antiquarium in Leipzig. Catalog 
Nr. 379—81. Orientalia. 8«. (S. oben Nr.. 515.) 

Orientalia sind eine beliebte Specialität des £.*8chen Antiqua- 
riums. Von den drei Katalogen, betr.: Nr. 879 die Arischen 
Sprachen (s. unten Nr. 644); Nr. 380 die Semitischen (1 Bl. 80 S. 786 
Nrr.); Nr. 881 die IJral-altaischen, Ostasiatischen, Malaiischen u. 
Polynesischen, Afrikanischen u. Amerikanischen (1 Bl. 38 S. 943 Nr.). 

[619.] LI. Verzeichniss des NaturwissenschafUichen Bücher- 
lagers der A. Moser'schen Buch- & Antiqaariats-Handlung in 
Tübingen, Franz Pietzcker. IL Abth.: Botanik. 8<^. 1 Bl. 46 
S. 1544 Nrr. (S. oben Nr. 58.) 

Meist Deutsche Litteratur, darunter eine grössere Anzahl Tü- 
binger u. a. Dissertationen. 

[620.] 56. Catalogo antiquario della Libreria H. F. Münster 
(G. Goldschugg Succ.) Verona & Leipzig. — Letteratura Ita- 
liana. gr. 8». 1 Bl. 48 S. 1415 Nrr. 

Enth.: Letteratura antica e modema; Traduzioni; Edizioni di 
Crusca; Storia letteraria; BibUografia. 

[621.] Preuss & Jünger vorm. C. Barschak*» Buchhandlung 
und Antiquariat [Specialität : Medicin u. Naturwissenschaften] in 
Breslau. Antiquarischer Catalog 9. — Medicin. 8^ 1 Bl. 49 
S. 1661 Nrr. (S. oben Nr. 197). 

Grösstentheils neuere Deutsche Litteratur in wissenschaftlicher 
Ordnung. 

[622.] Adalbert Bente^s Antiquariat in Göttingen. Catalog 
65. — Naturwissenschaften. (Friedrich Wöhler's Bibliothek.) 
8«. 20 S. 645 Nrr. (S. oben Nr. 199.) 

Betr. zum gi'össten Theile nur Chemie u. Physik. 

[623.] 82. Antiquariats-Eatalog von Simmel & Co. in Leipzig. 
8«. 1 Bl. 46 S. 1522 Nrr. (S. oben Nr. 415.) 
Enth. ausser Litteraturgeschichte, schönwissenschaftliche, neuere 
sowohl als ältere, u. Kunst-Litteratur. 

[624.] 101. Verzeichniss des antiquarischen Bücher-Lagers von 
Karl Theodor Yölcker's Verlag und Antiquariat in Frankfurt a. M. 



Litteratur und Miscellen. 218 

— Incnnabeln und Drucke bis zum Jahre 1525 inclusive. 
8^ 1 Tit. u. 23. S. 312 Nrr. (S. oben Nr. 204.) 

Die Zahl der Incunabeln, worunter die Deutschen u. nächstdem 
die Italienischen Pressen am stärksten vertreten sind, beträgt 158. 

[625.] Neue Folge. No. 7. Verzeichniss älterer und neuerer 
BQcher, vorräthig in Oswald Weigel's Antiqaarium in Leipzig. 

— Deutsche Literatur von ihren Anfängen bis in die Mitte des 
18. Jahrhunderts. 8^. 2 Bll. 94 S. 1641 Nrr. (S. oben Nr. 340.) 

An der Spitze dieser ebenso gewählten wie werthvoUen Samia- 
lung stehen zwei Seltenheiten: 5 Blatt Narrendarstellungen» Holz- 
tafeldruck , ein Vorläufer von Seb. Brant's Narrenschiff (660 Mk.) 
& die xylographische Ausgabe des Leidens unseres Herrn Jesu 
Christi (900 Mk.) — Die Sammlung ist unter folg. Rubriken ver- 
zeichnet: Litteratur der Germanischen Vorzeit; Deutsche Sprache 
und Litteratur bis zur Reformation; das Jahrhdt. der Reformation; 
Deutsche Litteratur von 1600—1750; Volksthümliche Litteratur, 
wie Volksbücher, Schwanke, Sagen, Sprichwörter, weltliche u. geist- 
lidie Lieder; die Sassisch - Niederdeutsche Mundart u. andere 
Deutsche Disdekte; Deutsche Litteratur- u. Gelehrten-Geschichte, 
sowie Zeitschriften u. Allgemeines. 

BibllothekwiBseniiehafL 

[626.] Monthly Notes of the Library Association of the United 
Kingdom. Vol. IV. (S. oben Nr. 418.) 

Enth. in Nr. 3: Oßicial Notices — March Monthly Meeting: 
Paper by E. C. Thomas „Ciassed Catalogue and the new Ciassed 
Catalogue of the German Reichsgericht^* — A distinguished Russian 
Librarian (Cajetan Andrycovich Eossovich) — Features of a Lib- 
rary Building (by Wm Archer) — Library Notes — Library Ca- 
talogues and Reports — Notices of Books — Correspondence. 

R. 
BIbliothekenlelure. 

[627.] Libraries and Readers by William E. Foster Librarian 
of the Providence Public Library. New York, Leypoldt. gr. 16 ^ 
186 S. Pr. 50 c. 
Is chiefly devoted to the subject of reading, the use of books 
and of libraries, as indicated by the subjects of the chapters, viz. 
— hints on right reading; correction ofaimless reading; specializing 
of reading for general readers; ^^current literatore'^ and „Standard 
literature;'' securing the interest of a Community; what may be 
done at home; how to use a library and books, and articles on 
reading — a summary of the most prominent literature on the sub- 
ject of reading. 

[628.] Libraries and Schools Papers selected by Samuel S. 



214 Litterattir and Miscellen. 

Green Librarian of the Free Public Library , Worcester, Mass. 

New- York, Leypoldt. gr. 16®. 126 S. Pr. 60 c. 

Consists of select addresses and papers on a subject that is 
becoming a live qaestion in edacation. The first two papers, by 
Charles Francis Adams, Jr., and ßamael 8. Green, both showing 
the relation of the public library and the public school, have done 
much to convince teachers that important aid may be had in their 
work by making a larger nse of libraries. The other papers , by 
B. 0. Metcalf and W. E. Fester, giye accounts of successfül ex- 
periments made in diffarent places, by librarians and teachers, in 
bringing about a use of libraries, which has proved valuable to 
schools. The papers are selected by Samuel 8. Green, ''the ac- 
complished and well-known librarian of the Worcester Free Public 
Library," so styled by Mr. John Eaton in bis indorsement of Mr. 
Greea*8 article on ''Library Aids,** which was reprinted by the 
Bureau of Education as ginng the fallest inforination concerning 
the sources of Information respecting the establishment and oonduct 
of libraries. — 8. hierüber Publishers* Weekly. YoL XXIIL No. 
16. S. 475—76. 

[629.] * Notes by the way on Free Libraries and Books, with a 
plea for the establishment of rate-supported Libraries in the 
ProYince of Ontario. Toronto. 1882. 8«. 86 8. 

BibllothekeAkimde« 

[680.] * Der Codex Stabulensis der k. Bibliothek zu Bam- 
berg. Eine kritische Untersuchung von Karl Rieger. Wien. 8". 
14 8. (Programm des Franz -Joseph -Gymnasiums.) 

[631.] * Katalog der Bibliothek des Gabelsberger Stenografen- 
Vereins zu Barmen. Aufgestellt nach dem Stande der Bibliothek 
Yom 15. Febr. 1888. Baimen, Klein. 8^ 51 S. Pr. n. 0,30 Mk. 

[632*] Zuwachs -Verzeichniss der Stadt -Bibliothek zu Mainz 
in den Jahren 1881 und 1882. [Herausgegeben Ton der Ver- 
^ waltung der Stadtbibliothek: Dr. Telke.] Mainz, v. Zabem in 
Colnm. gr. 8«. Till, 83 S. Pr. 0,25 Mk. 
Seit 1871 erscheint das Zuwachsverzeichnis zum erstenmal 
wieder. Das vorl. zeigt eine verhältnissmästiig sehr grosso Anzahl 
von Büchern, mit denen die Bibliothek in den beiden letzten Jahren 
bereichert worden ist, u. darunter sind noch nicht einmal „die im 
J. 1882 geschenkten werthvoUen Bibliotheken der verstorbenen 
Oberappelat.-Gerichtsrath Dr. Becker u. Pfarrer Stöbr, sowie auch 
die reichhaltige Bibliothek des Gerichtsraths Lehne (jetzt in Wies- 
baden)" mit aufgezählt. Andere dringende Arbeiten, die dem 
seit Herbst 1879 erst im Amte stehenden Verwalter der Bibliothek 
von seinen Vorgängern leider hinterlassen worden waren (s. oben 



Litteratur und Miscellen. 215 

Nr. 574), haben ihn zur Katalogisirung dieser Bibliotheken noch nicht 
kommen lassen. 

[638.] * Monographie historique, de la Biblioth^que de Cham- 
h6rj; par Y. Barbier, de TAcadömie de Savoie. Chamb^ry, Per- 
rain. 80. 170 S. 

[634.] * Catalogue de ]a Biblioth^ue des bons livres de la 
Paroisse de Notre-Dame-Saint-Louis (Guilloti^re). Lyon, Duc et 
Demaison. 1882. 12^ 56 S. 

[635.] * Liste des dons faits ä. la Biblioth^que publique de la Ville 
de Troyes, avec les noms des donateurs; par E. Socard, conser- 
vateur de la Bibliothöque. (18e et 19e ann^es.) Troyes, impr., 
Dufour-Bouquot. 8®. 47 S. 

[636.] Une visito ä la Biblioih^ue de rUniversitä de Bäle 
par un bibliophile lyonnais (H. B.) Enth. in der Bibliographie 
und Literarischen Chronik der Schweiz. XIIL Jahrg. Basel gr. 8^ 
Nr. 8. Sp. 62—67 u. Nr. 4. 8p. 86—92. (S. ob^n Nr. 221.) 

Fortsetzung u. Schlnss. 

PriTatMbllotheken. . 

[637.] Yerzeichniss der orientalischen Bibliothek des Professor 
Dr. M. J. Savelsberg in Aachen ; zugleich mit den von den 
Justizrath J. Küchen, Sprachlehrer M. OflFormanns zu Aachen, 
Bector P. 6. W. Urchs z. Z. auf Schloss Harff und And. nadige- 
lasseneu Büchersammlungen, und einigen kleineren Beiträgen. 
Aachen, Anton Creutzer, 8^ 1 Bl. 55 S. 2188 Nrr. (Auct. 
80. April.) 

Enth. ausser Linguistik, hauptsächlich Geschichte, besond. 
Deutsche Provinzialgeschichte, u. Deutsche Litteratur. 

[688.] Bibliotheken der Professor Dr. Karl von Halm in Man- 
chen, Director der kgl. Hof- und Staatsbibliothek etc. und Geh. 
Oberschulrath Professor Dr. J. Marquardt in Gotha. — Yerzeich- 
niss von Werken aus den Gebieten der klassischen Philologie, 
der Archäologie, der Epigraphik, sowie der alten Geschichte, 
welche von List & Francke in Leipzig zu beziehen sind. (Anti- 
quarisches Yerzeichniss Nr. 161.) 8^ 1 Bl. 185 S. 7155 Nrr. 
(S. oben Nr. 228.) 

Die Namen der beiden auf dem philolog. Gebiete wohlbe- 
kannten Gelehrten, aus deren Besitze die im vorL Kataloge ver- 
zeichneten Sammlungen stammen, lassen mit Sicherheit erwarten, 
welch reichen philolog. Schatz der Katalog enthält. Und in der 
That findet mau sich in dieser Erwartung nicht getäuscht. Der 
Katalog, an dessen Spitze eine 8588 Nir. starke Reihenfolge von 
Griech. u. Lateinii>chen Autoren mit ihren ErläuterungsschriAen 
steht, bietet im übrigen eine reichhaltige Auswahl werthroUer 



216 Litteratar und MiscelleD. 

älterer sowohl als besonders neuer Werke aus den Fächern der 
altclassischen Litteratar. 

[639.] No. 64. A rough List of the valaable and rare 
Books from a Library commenced by an eminent Admiral in the 
Beign of Queen Elizabeth [Sir Francis Drake] and continued 
by his Descendants; also the concluding portion of the Sander- 
land Library, removed from Blenheim Palace; änd latest pur- 
chases from private sources, on sale by Bemard Quaritch. London, 
April, gr. 8«. 96 S. 1370 Nrr. (S. oben Nr. 235.) 

Der Katalog enthält in vier Abschuitten: 1. The Elizabethan 
Library (originaüy formed by the famous Admiral, Sir Francis 
Drake and added to from time to time by his Descendants down 
to a recent date, the collection having been kept together at the 
old family residence of the Drakes, Natwell Court, Lympstone, Devon) 
251 Nrr.; ü. The Sunderland Library (Schluss); DDE. Latest pnr- 
cbases from varions Libraries ; IV. Choice Library of the late Henry 
CoUins, Esq., removed from Aldsworth, Emsworth, Hants. Wie 
immer in den Q'schen Katalogen, so findet sich auch im vorl. nur 
ausgewählt Werthvolles u. Seltenes. Von Seltenheiten ersten Banges 
sind hervorzuheben: die Editio princeps des yirgil's auf Perg. 
(Venet. Yindelin de Spira 1470 (990 £-); die erste Aldine des 
Homer auf Perg., Venet. 1504 (650 £.) ; Ptolomaci Gosmographia, 
Bom. Petrus de Tnne 1490 (6001?.); Bosier Belation of the 
voyage made by Cap. Waymouth in the discovery of Virginia, 
black letter, Bishop 1605 (335 £.) ; Libro del Danese üggieri, Venet. 
Lucas 1480 (250 £-); die Aldine des Cicero auf Perg., Venet. 1514 
(200il?.)- ^^° IJnicum ist die Aldine des Theocrit, Venet 1495, 
mit einer für Wilib. Pirkheimer von Albr. Dürer gezierten Miniatur, 
dessen Preis besonderer Vereinbarung überlassen bleiben soll. 

[640.] * Catalogue de la Bibliotbdque de feu Olivier Barbier, 
conservateur sous-directeur, ad Joint ä la Biblioth^que nationale. 
Paris, A. Claudin. S^. (Auct. 23. April.) 

Eine c. 1000 Nrr. enthaltende, hauptsächlich im Fache der 
Litteraturgeschichte, spez. Bibliographie a. Bibliothekswesen reich- 
haltige u. interessante Sammlung. 

[641.] VerzeichnisB XC. von Alfred Würzner in Leipzig. — 
Grösstentheils aus der nachgelassenen Bibliothek des Dichters, 
herzog]. Gothaischen Archivrath's Ad. Bube. 8^ 16 8. 

Ueberwiegend Deutsche schönwissenschaftl. Litteratur. 

[642.] '*' Notes snr Etienne Charpin, prdtre perpetuel de l'Eglise 
de Lyon au XVIe si^de, et sur sa bibliothdque; par Leopold 
Niepce. [Extrait de la Bevue du Lyonnais, 1876, et de Touv- 
rage intitulä: les Biblioth^ues anciennes et modernes de Lyon, 
du mdme auteur.] Saint-Etienne, imp. Th^olier et Cie. 8^. 13 S. 



Litierator und Miscellen. 217 

[643 J * The Private Libraries of Philadelphia: the Library 
of G. W. Childs. By F. W. Robinson. Philadelphia. 1882. 
32«. 46 S. 

[644.] E. F. Koehler*8 Antiquarium in Leipzig. Catulog No. 
879. Orientalia. I. Abtheilang: Arische Sprachen. (Hierin ein 
Theil der Bibliothek des yerstorbenen Professor John Dowson in 
London.) 8«. 1 Bl. 42 S. 928 Nrr. (S. oben Nr. 618.) 

Enth. auch die allgemeinen den Orient betreffenden Schriften. 

[645.] * Lager-Catalog von Joseph Baer & Co. Buchhändler 
und Antiquare in Frankfurt am Main, Paris, London, 125. — 
Autores Latini. Lateinische Schriftsteller, Grammatik, Litteratur- 
geschichte. (Zum Theil aus der Bibliothek yon H. Eoechly ) 
8^ 1 Tit. u. 51 S. 1501 Nrr. (8. oben Nr. 552.) 

Neben den Ausgaben der Auct. Lat. viele Erläuterungs^chriften 
u. Uebersetzungen in verschiedenen Sprachen. 

[646.] Antiquariats-, Sortiments- und Yerlags-Buchhandlung 
von Wilhelm Koebner (L. F. Maske*? Antiquariat) in Breslau. 
159. Katalog. Enthaltend u. a. die nachgelassene Bibliothek des 
verstorbenen Babb. Dr. Moritz Landsberg in Liegnitz. Hebraica 
und Judaica. Sprache und Geschichte der anderen orientalischen 
Völker. 8«. 1 Bl. 45 S. 1245 Nrr. (S. oben Nr. 810). 

Neben meistentheils neuerer auch einige ausgewählte ältere 
Litteratnr. 

[647.] Lager-Catalog von Joseph Baer & Co. Buchhändler 
und Antiquare in Frankfurt am Main, Paris, London. 127. — 
Beichhaltige Sammlung von BQchem über Malerei und Kupfer- 
stichkunde. Gallerie- und Kupferwerke, Bücher mit Holzschnitten. 
(Meist aus der Sammlung des verst. Prof. Moritz Oppenheim.) 8^. 
1 Bl. 34 S. 612 Nrr. (S. oben Nr. 610.) 

Hauptsächlich Deutsche n. nächstdem Franz., sonst auch Italien, 
u. Englische Werke. 

[648.] Katalog 46 des Antiquarischen Bücherlagers von Stell 
& Bader Buchhandlung und Antiquariat in Freiburg, Baden. — 
Medicin. Enthält u. A. die Bibliothek des Geh. Hofrath Dr. J. 
H. Schürmayer in Freiburg. 8®. 1 Bl. 58 S. 1763 Nrr. (S. 
oben Nr. 416.) 

Wohlgeordnete Sammlung von Büchern, Sep.-Abdrücken u. 
Ausschnitten meist aus der Deutschen Litteratnr. 

[649.] Alfred Lorentz Antiquariats- und Sortimentsbuchhand- 
lung in Leipzig. Antiquariats-Katalog No. 16. — Theologie. 
Enthält u. A. die Bibliothek des f Superintendent Dr. Weiss in 
Schkeuditz. 8^ 1 BL 104 S. 

Fast nur Deutsche Litteratur, unter zwei Bubriken (L Ency- 



218 Litteratar und Miscellen. 

clopädie. Exegetische, historische u. dogmatische Theologie; II. 
Praktische Theologie), alphabetisch geordnet. Mit systemat üeber- 
sicht der wichtigsten Werke der I. Rubrik. 

Abdrtteke ans BlbL-Haudsclirlflleii. 

[650.] * Die SchatzhOhle, syrisch and deutsch, herausgegeben 
Ton Carl Bezold. Th. 1. Anch n. d. Tit.: Die Schatzhohle, aus 
dem syr. Texte dreier unedirten Handschriften in*s Deutsche 
übersetzt und mit Anmerkungen versehen. Leipzig, Hinrichs. 
gr. S^. XI, 82 S. Pr. n. 8 Mk. 

[661.] * Petites Chroniques du Moine de Saint-Cybai'd d*An- 
gouldme, publikes d'apräs uu manuscrit in^dit des Archives de 
la Charente, par P. de Fieury, aichiviste de la Charente. [£x- 
trait du Bulletin de la Sociätä arch^ologique et faistorique de la 
Charente, ann^e 1881.] Angonldme, Goumard. 4^. 23 S; (Nur 
100 Exempl.) 

[652.] * Lettres inMites du Boi Henri lY au Chancelier de 
Bellievre, du 16 mars au 28 octobre 1604. Publikes d'apräs le 
manuscrit de la Biblioth^ue nationale par Eugene Halphen. 
Paris, Champion. 8<>. 111 S. Pr. 6 Fr. 

[653.] Correspoodance inMite de Condorcet et de Turgot 
1770 — 1779 publik avec des notes et une introduction d'apr^s 
les autographes de la coliection Minoret et les manuscrits de 
l'Institut par Charles Henry. Paris, Charavay fr^res. 1882. gr. 8". 
XXX S. mit ^inscbluss von Condorcet^s Portr. & 1 Bl 826 S. 
Pr. n. 7,50 Mk, 

Diese Correspondenz ist, wie der Herausg. schreibt, „le miroir 
d'un temps, qui, comme le nötie, fut essentiellement une ^poque de 
transition.'' 

[654.] '*' Journal historique de Barthäemy Philbert (manuscrit 
de la biblioth^que nationale), publik pour la premidre fois et 
annotö par Ferdinand Des Robert, de la Soci^tä d'Arch^ologie 
Lorraine. Nancy, Sidot fr^res. 8^. 52 S. 

[655.] * Lyoner Yzopet. Altfranzösische Uebersetzung des 
13. Jahrhunderts in der Mundart der Franche*Cont^. Mit dem 
kritischen Text des lateinischen Originals (sog. Anonymus Neve- 
leti) zum ersten Mal herausgegeben von Wendelin Foorster. 
[A. u. d. Tii: Altfiranzösische Bibliothek hrsg. von W. Foerster.] 
Heilbronn, Henninger. 1882. 8^ XLIV, 166 S. Pr. 5,20 Mk. 
S. hierüber Literar. Centralbl. 1888. Nr. 17. Sp. 588. Die 
Lyoner Handschrift ist die einzige. 

[656.] Rerum Britannicarum medii aevi Scriptores. — Ma- 
terials for the History of Thomas Becket, Arclibishop of Canter- 



Litteratur und Miscellen. 219 

bury, (canonized by Pope Alexander III., a. D. 1173.) Edited 
by James Graigie Robertson^ M. A., Canon of Canterbnry. Vol. 
V. (Episües I — CCXXYI.) London, Longmans & Co. 1881. 
Lex. 8«. XII, 545 S. Vol. VI. (Epistles CCXXVII— DXXX.) 
Ibid. 1882. Lex. 8«. XVH, 682 S. Pr. ä. n. 10,50 Mk. (S. 
Anz. J. 1881. Nr. 1075.) 

— It. Year Books of the reign of King Edward the Third, 
Years XI and XII. Edited and tranelated by Alfred J. Horwood. 
of the Middle Temple, Barrister-at-law. With prefact and index by 
Lnke Owen Pike, M. A., of Lincoln's Inn, Barrister-at-law. 
Ibid. 1883. Lex. 8^ XLV, 684 S. Pr. n. 10,50 Mk. 

[657.] "^ Eine griechische Schrift über Seekrieg. Zum ersten 
Male herausgegeben und untersucht von Dr. E. K. Müller, Assisf. 
Würzburg, Stuber. 1882. gr. 8°. 53 S. Pr. 2,40 Mk. 

Aus einer Mailänder Handschrift d. XI. Jhrhdts. Hierüber s. 
Literar. Centralbl. 1883. Nr. 15. Sp. 518. 

[658.] Schriften Notker's und seiner Schule. Herausgegeben 
Ton Paul Piper. 11. Band: Psalmen und katechetische Denk- 
mäler nach der St. Galler Handschriftengruppe. 1. Lief. Freiburg 
i. B. u. Tübingen, Mohr. 8<^. S. 1—224. Pr. n. 4 Mk. 

Gehört zum „Germanischen Bücherschatz hrsg. von Alfred 
Hi>lder 9, 1." 

[659.] Aus Brüssel ist seit einigen Jahren in der National- 
Bit>liothek ein besonderes Local für photographischc Aufnahmen von 
Handschriften u. dergl. dieser Anstalt eingerichtet worden. Wer 
irgend etwas reproducirt zu sehen wünscht, hat sich selbst zu 
diesem Zwecke einen Photographen zu engagieren u. bei der 
Direktion um Genehmigung nachzusuchen. Erhält er dieselbe, so 
übernimmt er damit zugleich die Verpflichtung, von jedem Bilde 
zwei Abzüge unentgeltlich der Bibliothek zu verabfolgen. Üebri- 
gens darf der Photograph die für die Aufnahme bestimmten Werke 
nicht selbst in die Hand nehmen, sondern mnss die in dieser Hin- 
sicht erforderlichen Manipulationen einem Bibliotheksbeamten über- 
lassen. Seit diese Einrichtung getroffen ist, sollen bereits über 
1100 Aufnahmen gemacht worden sein. (Bibliogr. de la Belgique 
1882, Feuill. Nr. 11. 12.) ß. 

[660.] Aus Graz soll zur Feier der 600jährigen Regierung des 
Hauses Habsburg in der Steiermark im Laufe des Sommers eine 
Ausstellung culturhistorischer Gegenstände stattfinden. In der Section 
V (B «» Bibliotheksgruppe) werden vertreten sein: 1. Darstellung 
der Entwicklung des Buchdruckes in der Steiermark; 2. Werke 
berühmter Autoren, die aus der Steiermark stammen oder im Lande 
dauernd gewirkt haben; 3. durch künstlerische Ausstattung (Illu- 



220 Litterator und Miscellen. 

trationen, EiDbände) ausgpezeicbnete Druckwerke; 4. die Zeitungen 
und die Zeitficbriften des Landes ; 5. die wichtigsten Werke, welche 
die Landesgeschichte behandeln. (Oesterreich. Bucbhändl. Correspond. 
Nr. 16. S. 166.) 

[661.] Aus Mfl neben soll ,,tuB dem Besitze des freien Standes- 
herm n. erbl. Beichsrathes der Krone Bayern Hugo Grafen von Wald- 
bott-Bassenbeim im Laufe dieses Sommers die weltberühmte Bib- 
liothek des Zarthäuser-Elosters zu Bnxheim sammt den kunstvollen, 
reichgeschnitzten Originalschränken u. dazu gehörigen Thflren u. 
Portalen*' — nebst anderen Sammlungen durch den Zunstexperten 
Bath Dr. C. Förster versteigert werden. 

[662.] Aus Philadelphia: Howard Challon has just issued the 
first number of^Thelntercbange'S a serial publication, giving Infor- 
mation conceming books relating to and periodicals Publishing ar- 
ticles on special subjects. It will also give the contents of current 
magazines and reviews (omitting fiction and poetry), and is desig- 
ned to be of mutual advantage to pnblishers issuing periodicals, 
and to specialists desiring Information respecting books or articles 
of interest to them. (Publish. Circular Kr. 1095. 8. 372.) 

[663.] Aus Solothurnistzn Anfang dieses Jahres die neubegrOn- 
dete Kantonalbibliothek in der Stärke von nicht weniger als 80,000 
Bden eröf&iet worden. (Anz. f. Schweiz. Alterth. Nr, 1.) B. 

[664.] AusStrassburg hat dieKaiserl. (Jniversitäts- u.Landes- 
bibliothek in neuester Zeit^ ausser der Witte'schen Dantesammlung 
— die zwar bereits frQher gekauft, aber erst in Folge von Witte's 
Tode der Bibliothek einverleibt worden ist (s. Anz. J. 1873. Nr. 
309) — noch einen anderen bedeutenden Zuwachs erhalten. Der 
kürzlich in Frankfurt a. M. verstorbene Privatier Fellner hat ihr 
nämlich eine kostbare, ganz ausserordentlich werthvoUe Sammlung 
von Prachtwerken aller Art, besonders aus den Gebieten der Kunst- 
geschichte, Kostflm- u. Waffenkunde, Heraldik etc. testamentarisch 
geschenkt. 

[665.] Aus Wien hat Prof. Dr. Philipp Paulitschke, wie im Anz. 
J. 1882. Nr. 513 erwähnt ist, „die Afrika-Literatur von 1500 bis 
1750'' zusammengestellt. Diese Zusammenstellung ist von W. Er- 
man in den ,, Verhandlungen der Gesellschaft f. Erdkunde zu Berlin 
1883. Nr. 3*' einer eingehenden Beurtheilung unterzogen worden, 
derzufolge Jeder, den es angeht, vor unvorsichtiger Benutzung 
dieser an unglaublichen Verstössen gegen die Bichtigkeit leidenden 
Bibliographie gewarnt wird''. Auch Erman äussert auf des Verf.*s 
Bemerkung, dass er bei seiner Zusammenstellung allen bibliogra- 
phischen Ballast vermieden habe : „etwas mehr solcher Ballast würde 
sein Buch jedenfalls um Vieles seetüchtiger gemacht haben'^ 

Druck voa Job. rkaiiier in bretdien. 



' • i 



NEUER ANZEIGER 

fllr 

Bibliographie und Bibliothekwissenschaft. 

Herausgegeben von Dr. J. Petzholdt. 



Juli. 



1883. 



Inhalt: 

Gothaische Schriftsteller. Von A. Schnmann. X. Ernst Friedrich Wüste- 
mann. (Forts, n. Schlnss.) — Ein Ton Taosenden und Abcrtansenden gefeier- 
ter Deatscher Dichter. — Geheirarath Dr. Friedrieb Albert y. Langenn 
in Dresden. — Nachtrag tarn Verzeichnisse der Zöllner*schen Schriften. — 
Litteratnr und Miscellen. — Allgemeine Bibliographie. 



[666.] Oothaisehe Schriftsteller. 

Von A. Schumann. 

X. Ernst Frledrloh Wüstemann. 
(Fortsetzang n. Schlnss.)*) 

15. * Johann Heinrich Sahlbach, herzogl. Sachseu-Gothaischer 
Bath und Hofadvokat zu Gotha; geb. d. 22. Nov. 1766, gest. d. 
19. April 1839. In: Neuer Nekrolog der Deutschen. 17. Jahrg., 
1889. 1. Thl. Weimar, Voigt. 1841. 8^ S. 891—895. 

16. * Vito magnifico ac svmmvm venerando Car. Theoph. 
Bretschneidero theolqgiae doctori svpremi senatvs ecclesiastici 
moderatori svmmo sacrorvm in dvcatv Gothano antistiti gymnasii 
protephoro ordinis prosapiae Ernestinae eqviti diem laetissimvm JIT. 
Octobr. qvo ante hos viginti qvinqve annos mvnvs Gothanvm avapi- 
catvs est pie ac reverenter gratvlantvr Gymnasii illvstris Gothanl 
doctores. Gothae, litteris Engelhardo - Eeyherianis. 1841. gr. 4^. 
i Bl. (Titel) 8 ungez. S. 

Alcaische Ode von 30 Strophen. 

17. Nachtrag zu Doeringi Opüscnla. In: Gymnasial-Zeitung. 
Beiblatt zur Zeitschrift fQr die Alterthumswissenschaft. (Darm- 
stadt» Leske. gr. 4^) 1842. Sp. 136. (S. oben Nr. 12.) 

Mittheilnn^ eines bereits in der Abend-Zeitnng 1824. Nr. 185 ab- 
gedruckten Latein. Gedichtes von F. W. Döring: „onb Jove plavio 23. 
Jnl. 1824.'* Dasselbe, zwei Distichen mit einer wahrscheinlich von 
K. A. Böttiger herrührenden Deutschen XTebersetzung, wurde an dem 
• bezeichneten Tage in das Fremdenbuch auf der „Bc^stei" eingeschrieben, 
als Döring mit dem genannten Freunde u. dessen Sohne K. W. Böttiger, 
Prof. der Geschichte in Erlangen, eben auf einem Ausfluge in der 
Sächsischen Schweiz begriffen war. 

18. * Favstissimas nvptias Serenissimi Dvcis Saxoniae Ernesti 
l^rincipis Ivventvtis Cobyrgensivm et Gothanorvm et serenissimae 
Principis Alexandrinae celsissimae Magni Dvcis Badensivm filiae pie 



♦) S. oben Nr. 576. 

16 



222 Gotbaisohe Schriftsteller. 

concelebrant Gymnasii Gothani doctores. Gothae, literis En^l- 
bardo-Beyberianis. 1842. Fol. (1 Bl. 10 mgei. S.) S. 4>— 6. — 
Wiederabgedruckt in: Adolf Bube, Gotba*8 Erinnerungen an die 
denkwürdigen Juuitage des Jabres 1842. Gotba, Gläser, gr. 8®. 
S. 4 — 5 n. in: Gymnasial-Zeitung. Beiblatt zur Zeitscbrift für die 
Altertbumswissenscbaft. (Darmstadt, Leske. gr. 4®.) Juli 1842. 
Sp. 246. 

Aldüsche Ode tob 10 Stropben. — Die VennabluDg fand am 3. 
Mai 1842 sUtt. — Vgl. Neue Jahrbücher für Philologie u. Paedagogik. 
12. Jahig. 35. Bd. 3. Heft. (1842.) 8. 346. — Dass W. der Verfasser ist, 
bezeugt A. Buhe a. a. 0. 8. 2. — Die im Originaldnick 8. 9 — 10 
u. bei Bube 8. 7--8 beigefugte Deutsche Uebenetzung im gleichen 
Versmaasse rührt von * Ed. Jacobi her (ygl. Anz. 1881. S. 269. Nr. 4.). 

19. '*' Scholae regiae Portensi diem aYspicatissimTm 
XXI. Mail MDCCCXLIII. qvo ante hos trecentos annos feliciter con- 
dita est Yotis pro eivs constanti ac perpetva salvte sYSceptis con- 
gratvlatur Gymnasivm illvstre Gothannn. Crothae, literis Engel- 
hardo-Beyherianis. 1848. gr. 4®. 15 S. 

Von W. verfasste Gratulationaschrift in F^oaa zur dOOiabrigen 
Stiftungsfeier der Landesschule Pforta. Der Verfaeeer gedenkt darin 
der Lehrer, welche diese u. das Gothaische Gymnasium wechselseitig 
- von einander empfangen haben, sowie der Verdienste der Sfichsischen 
Fürsten u. der rreuesischen ESnige um jene Anstalt. — Vgl. Neue 
Jahrbücher für PhUologie u. PaedagO||[ik. 13. Jahrg. 38. Bd. 2. Heft. (1843.) 
8. 234. (J. = J. Chm Jahn); Zeitschrift fQr die Alterthumswissen- 
schaft. 1. Jahrg. 1843. Nr. 96. Sp. 766; ä, B. Albani*s Programmen- 
roTue oder Schnl-ArchiT. 1. Bd. (1846.) 8. 159. 

20. Des Q. Horatius Flaccus Satiren erklärt von L. F. 
Heindorf. Neu bearbeitet von E. F. Wfistemann. Mit einer Ab- 
handlung von C. G. Zumpt, Über das Leben des Horaz und die 
Zeitfolge seiner Gedichte; namentlich der Satiren. Leipzig, Herbig. 
1843. gr. 8^ XVni (Titel, Widmung fleindorfs' an F. C. v. 
Savigny, Vorrede W.'s S. Xu— XVIII) u. 532 S. 

8. 1(3)— 42: Üeber das Leben des Horaz u. s. w. Abhandlung 
von C. G. Zumpt; 8. 43(46) — 274 u. 8. 'J75 (277) — 495 : Satiren. 
Erstes— Zweites Buch (mit zweispaltig gedruckten Deutschen 
Anmerkungen unter dem Texte); 8. 496—601: Verzeichniss der 
angezogenen, erklärten oder verbesserten Stellen alter Schriftsteller (von 
W. — nach Vorrede S. XVH); S. 602-630: Register über die in 
den AnmerkuDgen erklarten Wörter und Sachen (laut 8. XVII von 
W. nach der Verszahl der einzelnen Satiren umgearbeitet, 
während die 1. Aufl. auf die Seitenzahl verwies): 8.631—632: 
Register über die Griechischen Worter (von * W.). — Vgl. Jahrbücher 
für wissenschaftl. Kritik. December 1843. (Berlin, Besser. 1843. gr.4^.) 
Nr. 110. Sp. 878-880 u. Nr. 111. Sp. 881—886 (E. Bonnell); Neue 
Jahrbücher für Philologie u. Paedagogik. 14. Jahrg. 40. Bd. 2. Heft. 
(1844.) S. 172—183 (Obbarius); Neue Jon. AUgem. Lit.-Zoitung. 4. 
Jahrg. (1846.) Nr. 68. 8. i229a— 232b u. Nr. 69 S. 23da (Fr. Lübker in 
Schleswig). 

21. Oratio memoriae serenissimi Principis Erneati Primi 



Gothaische Schriftsteller. ^23 

Dvcis Saxoniae PrinoipHS CobvrgensiTm et Gothanörvm dicata. 

Scripsit.Em. Frid. Wvestemann. Gothae, Hennings. 1844. gr. 8^ 

VI (Titel, Latein. Znschrift an Eichst&dt S. ni— VI) u. 59 S. 

— Auf 8. 1 u. 51 je eine Holzschnittvignette. 

S. 1^51 die ,,Oratio''; S. 52—59: ,,ADnotatioDe8". — Herzog 
Ernst I. «tarh am 29. Jan. 1844. Die B^de wi|rde za seiner Gedacht- 
nissfeier im Gymnasinm (1. März 1844) geschrieben, ist aber nicht ge- 
halten worden. — V^l. Heidelberger Jahrbücher der Literatur. 37. 
Jahrg. 2. Hälfte. (1844.) Nr. 40. S. 633—634; Nene Jahrbücher für 
Philologie n. Paedagogik. 15. Jahrg. 43. Bd. 2. Heft (1845.) S. 226 
(— nn.). 

22. Anleitnng zum üebersetzen aus dem Beatschcn in das 
Lateinische. Von £. F. Wüstemaun. ThL I. für die oberen Gymna- 
sialclassen. 1. Carsus. (A. u. d. T. : Anfgaben zu lateinischen 
Stilübungen für die oberen Gymnaslalclassen. Von E. F.. Wüste- 
mann. 1. Cnrsns.) Leipzig, Hahn. 1844. 8^. X (2 Titel, Vorwort 

8. V-*-VI, InhaltsTerzeichnias) n. 342 8. 

Vgl. Heidelberger Jahrbücher der Literatur. 37. Jahrg. 2. Hälfte. 
(1844.) Nr. 60. 8. 953-954; Bepertoriam der classischen Philologie. 
Hrsg. Ton G. Mühlmann n. Ed. Jenicke. 1. Jahrg. 1845. 8. 293 (In- 
haltsangabe) ; Die Mittelscbnle. Hrsg. von Schnitzer u. Kapff. 2. Bd. 
(1846.) 8. 134—136 (Schnitzer. Mit noch 6 anderen Uebersetxungs- 
büchem besprochen); Mager's Pädagogische Bevne. 18. Bd. (184is.) S. 
46—51 (Ameis in Mühlbansen). 

28. Viro clarissimo doctissimo Chr. Ferdinando Schvlzio 
pbiiosophiae doctori artivm liberalivm magistro celsissimo Dvci 
Cobvrgensi et Gothanörvm a consiliis avlae historiarvm professori 
in GymnasLo ilWstri Gothano diem festvm d. X. lan. MDCCCXXXXV 
qvo ante hos qvinqvaginta annos magisterivm Lipsiense consecytvs 
est gloriose redintegratvm lavrea corolla oblata congratvlantvr collegae. 
Gothae litteris officinae Eugelhardo-Eeyherianae. (1845.) Fol. 1 Bl. 
(Titel) 2 ungez. S. 

Alcaische Ode von 13 Strophen. 

24. PropempticoD ad Garolrm Begelivm qvvm despoD- 
satam sibi virginem lectissimam Helenam Berliniam Megalo- 
politanam in patnam dvctvrvs esset a. d. XI. Mart. MDCCCXLV. 
(Gothae litteris Engelhardo-Beyherianis. 1845.) gr. 4^ 
1 Bl. (Titel) 2 ungez. S. — Zu Anfang u. ain Schlnss des Textes 
je eine Holzschnittvignette. 

Alcaische Ode von 7 Strophen. — Dr. E. Regel wirkte als geist- 
voller n. anregender Lehrer von Ostern 1843 bis Ostern 1883 am Qo- 
thaischen Gymnasinm (seit 1859 als Prof^sssor) n. trat dann mit dem 
Titel eines Hofrathes von seioem Amte zurück, unvergessen von Allen, 
welche das Glück hatten, seine Schüler zu sein. (Vgl. Programm des 
Gymnasium Emestinum zu Gotha. 1883. S. 21.) 

25. Viro ingenii doctrinaeqve lavde florentissimo Francisco 
Doroth. Gerlach Gothano pbiiosophiae doctori artivm liberalivm 
magistro antiqvarvm litterar vm in Academia Basiliensi professori 

16» 



224 Oothaische Schriftsteller. 

meritisBimo diem felidssiniTin a. d. XY. Aprilis qvo ante bog 
Yiginti qvinqYe annos mynys professorivm BasQeae avspicatvs esl 
a grata Basiliensivm civitate pvblice celebratvm pie congratvlantYr 
popvlares et amici €k>ihani Fridericvs lacobs, FridericTS Kries, 
Christ. Ferd. Sch?lze, ATgystvs Ykert, Talent. Ohrist. Frid. Best, 
EdYardvs lacobi, Em. Frid. WTestemänn. Gothae litteris officinae 
Engelhardo-Beyberianae. (1845.) Fol. 1 BI. (Titel) 2 nngez. S. 
Alcäische Ode von 13 iStrophen. 

26. üeber die Eunstg&rtnerei bei den alten Bömem, vorge- 
tragen in zwei Versammlungen des Vereins von E. F. Wüstemann. 
In: Sechzehnter Jahresbericht des Thflringer Gartenbau- Vereins zu 
Gotha für das Jahr vom Isten Juli 1844 bis dahin 1845. Gotha, 
Druck der Engelhard-Beyherschen Hofbuchdruckerei. (1846.) gr. 8^ 
S. 151 — 180. — Separat u. d. T. : Ueber die Kunstg&rtnerei bei 
den Bömern. Vortrag in zwei Sitzungen des Gartenbau- Vereins zu 
Gotha im October und November 1845. Gehalten von E. F. Wüste- 
mann. Ebda. 1846. gr. S\ 82 S. 

Vgl. Neue Jahrbücher für Philologie u. Paedagogik. 17. Jahrg. 
50. Bd. 1. Heft (1847.) S. 102—103 (K. G. Jacob). 

27. Memoria Oaroli Gottl. Bretschneideri vom Professor Dr. 
Wüstemann. In : Programm des Gymnasii illustris zu Gotha. Gotha, 
Druck der Engelhard-Beyherschen Hofbuchdruckerei. 1848. gr. 4^ 
S. 1 — 16. — Separat u. d. T.: Oar. Theoph. Bretschneideri Me- 
moria. Scripsit E. F. Wuestemann. Gothae, typis Engelhardo-Beyhe- 
rianis. 1848. gr. 4^. 1 Bl. (Titel) 16 S. 

Vgl. Neue Jahrbücher für Philologie u. Paedagogik. 18. Jahrg. 
53. Bd. 3. Heft. (1848.) 8. 345-346 (D. => Bnd. Dietach) n. 19. Jahrg. 
55. Bd. 4. Heft. (1849.) 8. 424-436 (K. G. Jacob in Halle. -- Zu- 
gleich besprochen mit Frid. Jacobsii Laudatio — s. unten Nr. 29); 
Zeitschrift für die Alterthumswissensehafb. 6. Jahrg. 1848. Nr. 104. 
Sp. 832. — K. G. Bretschneider starb als Generalsuperintendent, Ober- 
consistorialpräsident u. Protephorus des Gymnasiums in Gotha am 22. 
Jan. 1848. 

28. * Favstvm diem qvo Christian. Ferdinandvs Schvl- 
zivs ante hos L annos mvnvs scholasticvm apvd Halenses adiit 
proseqvvntvr collegae Gothani. Gothae typis Engelbardo-Beyherianis. 
(1848.) gr. 4^ 1 Bl. (Titel) 2 ungez. S. 

Alcäische Ode von 8 Strophen. — Schulze hatte sein Lehramt am 
Pädagogium in Halle den 3. Mai 1798 angetreten. 

29. Friderici Jacobsii Laudatio. Scripsit E. F. Wueste- 
mann. Gothae, Stollberg. 1848. (Umschlag: 1849.) gr. 8<^. 94 S. 

S. V^XIL Latein. Zuschrift an Gttfr. Bemhardy in Halle; 8. 13 
bis 66 die „Laudatio*' ; S. 67 — 94: „Annotationes**. — Jacob« starb am 
30. März 1847. Die Rede wurde bei der Gedächtnissfeier am 28. April 
1847 im Gymnasium ülostre gehalten. — Vgl. Neue Jahrbücher f&r 
PhUologie u. Paedagogik. 17. Jahrg. 50. Bd. 1. Heft. (1847.) S. 115—116 
(£.), 19. Jahrg. 55. Bd. 3. Heft. (1849.) S. 332-333 (D. « Rud. 
Dietsch) u. 4. Heft. (1849.) S. 424-436 (K. G. Jacob. — Zugleich mit 



Gothaische Schriftsteller. 225 

der Memoria C. G. Bretschoeideri — b. oben Nr. 27 — besprocheD); 
Heidelberger Jahrbücher der Literatur. 41. Jahrg. 2. Hälfte (1848.) 
Nr. 60. S. 955—958; Zeitschrift f&r die AlterthnmswiaBenscbaft;. 6. 
Jahrg. 1848. Nr. 120. Sp. 954—956 (J. C. » Julius Caesar); QöttiD- 
gische gelehrte Anzeigen. Der 1. Bd. anf das J. 1849. 8. Stück. 8. 
78—80 (K. Fr. H. « K. Pr. Hermann). 

80. Ex Bedae Presbyter! libro de loqaela per gestum digi- 
torum et temporam ratione. In: Nene Jahrbücher für Philologie 
n. Paedagogik, oder Kritische Bibliothek für das Schul- u. ünter- 
richtswesen. In Verbindung mit einem Vereine von Gelehrten be- 
gründet von Job. Christ. Jahn. Gegenwärtig hrsg. von Beinhold 
Klotz u. Budolph Dietsch. 15. Supplementband. 4. Heft. (A. u. d. 
T. : Archiv für Philologie u. Paedagogik. Begründet von n. s. w. 
15. Bd. 4. Heft.) Leipzig, Teubner. 1849. gr. S^. S. 511—515. 

S. 511—512: Vorerinnenmg W.'s; 8.512—514: Text des betreffen- 
den Kapitels ans „Venerabiüs Sedae Opera*\ p. 130 — 143 edit Colon. 
1612. Fol; S. 515: Zahlentabelle mit Latein. Erklärang. -^ Am Schlüsse 
des Bandes 5 Utfaogr. Tafeln in Fol. („Fee. Gnst. Brossmann'* in Gotha) : 
Hände n. menschliche Figuren mit Fingerstellung zur Bezeichnung der 
Zahlen 1—1,000,000. 

31. Oratio in memoriam Frd. Krvegelsteinii, Principvm Ho- 
henlohensivm a consiliis ecclesiasticis et scholasticis directoris Lycei 
Ohrdrvffiensis nvper meritissimi, habita ab Em. Frid. Wveste- 
manno in avditorio maiore Lycei Ohrdrvffiensis die XV. Nov. 
MDCCCXLIX. Gothae, typis ofücinae StoUbergianae. 1849. S^. 16 S. 

8. 3-^: Lectvris Salvtem; S. 4-14 die „Memoria"; S. 14—16: 
„Annotationes". — Job. Friedr. Krügelstein starb am 4. Oct. 1849. W. 
hielt diese Bede als Abgeordneter des Gothaischen Gymnasiums bei 
der am oben genannten Tage begangenen Gedächtnissfeier. — Vgl. 
Neue Jahrbücher f&r Philologie u. Paedagogik. 20. Jahrg. 59. Bd. 3. 
Heft. (1850.) S. 317 (D. » Rud. Dietsch) u. £. G. Gersdorf. Leipziger 
Bepertorium der deutschen u. ausländischen Literatur. 8. Jahrg. 3 Bd. 
(31. Bd. 1850.) S. 839. 

32. * Nvptiis Victoriffi Beginse Magne Britannise et 
Hibemi« et Alberti Principis Cobvrgensis et Gothani dicavit 
Henricvs Carolvs Abr. Eichstadivs. Editio altera ab ipso avctore 
emendata. Gothae. Litteris officinae StoUbergianae. 1850. hoch 4^. 
1 Bl. (Titel) 29 ungez. S. 

Der erste, von Eichstädt selber besorgte Druck erschien 1840 
(Vermählnngstag: 10. Februar); die obige zweite, durch geschichtliche 
Anmerkungen erläuterte Ausgabe besorgte W. nach dem Tode des 
Verfassers (f 4. März 1848). — Inhalt: S. 1—12: Alcäische Ode von 
44 Strophen; 8. 18—17: Henr. Car. Abr. Eichstadivs Lectvris Salvtem; 
S. 18—19: Latein. Nachschrift W.'s; S. 20—29: Breves Annotationes 
qvibvs res in carmine significatae illvstrantvr (von W. zusammen- 
gestellt u. vermehrt). — Vgl Neue Jahrbücher f&r Philologie u. 
Paedi^ogik. 20. Jahrs. 59. Bd. 3. Heft (1850.) 8. 316—317 (D. « 
Bud. Dietsch) u. Heidelberger Jahrbücher der Literatur. 43. Jahrg. 2. 
Hälfte. (1850.) 8. 635. 



226 Gothaische Schriftsteller. 

83. Chriu Ferd. Schulzii Laudatio. . Scripsit E. F. 
Waestemann. Gothae, in •commissis Glaeseri. 1851. 8^. 32 S. 

S. 5—26 die „Laudatio"; 8. 27—32: „Adnotationea", darunter 8. 
30—32: »Judex librorum a Schulzio editorum." — Vgl. E. G. Gers- 

• dorf, Leipziger Bepertorium der deutschen u. ausländ. lÄteratur. 9. 
Jahrg. 1. Bd. (33. Bd. 1851.) 8. 212-213; Zeitsofarift für die Alter- 
thumswisseuschaft. 9. Jahrg. 1851. Nr. 42. Sp. 336 (zugleich besprochen 
mit: Adolph Mor. Schulze, Christ. Ferd. Schulze, nach seinem Leben 
u. Wirken geschildert. Gotha, Mfiller. 1851. 8^.); Neue Jahrbüdier 
für Philologie u. Paedagogik. 21. Jahrg. 62. Bd. 3. Heft. (1851.) 8. 
317 (D. » Rud. Dietsch) u. 4. Heft. S. 405-409 (Dr. Hartmann in 
Sondershausen. — Mit der gleichen Schrift A. M. Schulzens besprochen) ; 
Heidelberger Jahrbücher der Literatur. 44. Jahrg. 2. Hälfte. (1851.) 
Nr. 40. S. 640. — Schulze starb als Hofrath u. Prof. emer. am 2. Dei. 
185Q. W.'s Bede wurde bei der Gedachtnissfeier im Gymnasium am 
17. Jan. 1851 gehalten. 

84. * Philologi Gottingam coDgregaü Ohristophoro Guilelmo 
Mitscherlich S. In : Nene Jahrbücher für Philologie u. Paedagogik. 
23. Jahrg. 67. Bd. (1853.) S. 99—100. — Wiederabgedruckt bei 
Georges a. a. 0. S. 28—25. 

Eine tou W. verfasste begrOssende Adresse der XIIL Versamm- 
lung Beutscher Philologen u. Schulmänner in Göttingen an den dama- 
ligen Nestor der Deutschen Humanisten; am 30. Sept. 1852 angefertigt 
u. am 1. Okt. durch eine aus den Professoren K. $r. Hermand, WüsU- 
mann, Frz. Doroth. Gerlach u. dem Gymnasialdirektor W. Schwecken- 
dieck aus Emden bestehende Kommission dem Gefeierten überreicht, 

35. Hellas. Vorträge über Heimath, Geschichte, Literatur 
und Kunst der Hellenen von Friedrich Jacobs. Aus dem hand- 
schriftlichen Nachlass des Verfassers von E. F. Wüstemann. Berlin, 
Duncker (Besser). 1853. 8«. 2 Bll. (Vor- u. Haupttitel) XXXII (Send- 
schreiben W.^s an Prof. F. G. Welcker, Inhaltsanzeige) u, 488 S. 

S. l->424 der herausgegebene Teit; 8. 425(426)— 438: Synchro- 
nistische Uebersicht der in Jacobs^ Hellas berührten wichtigsten Männer 

• u. Begebenheiten (von • W.) — Vgl. E. G. Geredorf, Leipziger Beper- 
torium der deutschen u. ausländ. Literatur. M. Jahrg. 1. Bd. (41. Bd. 
1853.) 8. 26—29; Neue Jahrbücher für Philologie u. Paedagogik. 23. 
Jahrg. 67. Bd. (1853.) S. 69— 70 (E. C. inB.); Zeitschrift für das Gym- 
nasialwesen. 7. Jahrg. (1858.) S. 463—465 (B. Jacobs in Berlin). 

36. Necrolog. (Carl Aug. Friedr. Brückner, Philolog, 
1803—1853.; In: Neue Jahrbücher für Philologie u. Paedagogik. 
23. Jahrg. 67 Bd. (1853.) S. 606—608. 

37. NoTis nvptis favsto omine aedes intrantibys hospes ami- 
cvs a. d. XXII. lanuar. MDCCCLIV. (Gothae 1854.) 4^ 1 Bl. 
(Titel) 1 S. 

17 Distichen auf die Vermählung Ed. Jaoobi's mit Fräulein 
V. Griesheim. 

38. Unterhaltungen aus der alten Welt für Garten« und 
Blumenfreunde. Drei Vorträge, gehalten in den Versammlungen 
des Vcf'eins zur FOrdeining des Gartenban's in' Gotha von Ernst 



Goibaische Schriftsteller. 227 

Friedrich Wüsiemann. Gotha, in Commission bei Gl&ser. 1854. 

gr. 8». 68 8. 

S. ni(y)-yin: Zaachrift an Ed. Jaeobi; 8. 9(11)— 16: Einiges 
fiber das VeredelD der Bäume bei den Alten; 8. 17(19)-— 33: lieber die 
Papjnustaade u. die Fabrication desPapieres bei den Alten; S. 35(37)-'68: 
Die Böse» mit besonderer B&cksicht auf deren Kultur u. Anwendung im 
Alterthum. — Vgl. Zeitschrift für die Alterthumswissenschaft. 12. Jahrg. 
1854. Kr. 71. Sp. 564—566 (Hartmann); Heidelberger Jahrbücher der 
Literatur. 47. Jabr^. 2. Hälfte. (1854.) Nr. 60. 8. 953-955 (Chr. Bahr); 
£. G. GecBdorf, Leipsiger Bepertorinm der deutschen u. ausländ. Lite- 
ratur. 13. Jahrg. 1. Bd. (49. Bd. 1855.) S. 75—77 ; Neue Jahrbachei 
f&r Philologie u. Paedagogik. 26. Jahrg. 73. Bd. (1856.) S. 504—505. 

39. Vortrag, gehalten in einer Versammlang des Vereins von 
Hofrath Wüstemann. 1. Ueber die Lust- und Ziergärten der Bömor 
in den Wohnungen und in der Umgebung der Stadt Born. 2. 
Ueber die Blutbache. In: Einundzwanzigster Jahresbericht des 
Thfiringer Gartenbau- Vereins zu Gotha, f&r das Jahr 1854. Zugleich 
als Festschrift bei Gelegenheit der Feier des 25jShrigen Bestehens 
des Vei^eins in Gotha. Nebst dem ersten Jahresbericht des Seiden- 
bau-Vereins im Herzogthum Gotha. Gotha, Druck der Engelhard- 
Beyher*schen Hofbuchdruckerei. 1855. gr. 8®. S. 45—57 u. 57—58. 
— Der 1. Vortrag wiederabgedruckt in: Morgenblatt für gebildete 
Stände. 50. Jalirg. 1856. Stuttg. n. München, Cotta. hoch 4^ 
Nr. 2. S, 38a— 39b. 

40. * Johannis Frederici Gronovi in aliquot libros C. Plini 
Secundi Notae. Post primam editionem anno 1669 curatäm nunc 
multo emendatias typis excriptae. Als* Anhang zu: C. Plini 
Secundi Naturalis Historiae libri XXXVTI. Becensuit et commen- 
tariis criticis indicibusque instruxit Julias Sillig. Vol. VI. Gothas, 
Perthes. 1855. gr. 8^ 128 S. — Separatabdruck u. d. T.: Frede- 
rici Gronovi in aliquot 0. Plini Secundi Naturalis Historiae libros 
Notae emendatiuB editae et locupletioribus indicibus auctae. Ibid. 
1855. gr. 8«. 2 Bll. 123 S. 

Von W. herausffegeben (Georges a. a. 0. S. 28.) — Vgl. £. G. 
Gendorf, Leipziger Bepertorium der deutschen u. ausl&nd. Literatur. 
13. Jahrg. 4. Bd. (52. Bd. 1855.) S. 199. 

41. * Viro summum venerabili loanni Friderico Freytag 
summi senatus ecclesiastici Gothani praesidi memoriam muneris 
semisaecularem d. IX. Septembr. MDCCCLV celebranti congratu- 
latur Gymnasium illustre Gothanum. Gothae. Typis officinae StoU- 
bergianae. 1855. gr. 4^ 1 Bl. (Titel) 5 angez. S. 

Alcaische Ode you 14 Strophen. ^ Vgl Zeitschrift für daaGymna* 
sialwesen. 10 Jahrg. (1856.) S. 450 (Hartmann in Sondershausen). 

42. '''Herrn Obermedicinalrath Br. Ernst Buddeus 
bei der Jubelfeier seiner Doctor*Promotion den 10. October 1855 
gewidmet von den Mitgliedern des Thüringer. GarteubanTereins zu 



228 Gdthaische Schriftsteller. 

Gotha. Gotha, Druck der StoUbergschen Bachdmckerei. 1855. gr. 

4^ 1 BL (Titel) 4 ungez, & 

S. 1—2: zwölf Latein. Distichen; S. 8— 4: Deutsche üebenetzung 
deFBelben. — Vgl. Zeitschrift für das GymnadalweseD. 10. Jahrg. (1856.) 
S. 460 (Hartmaun in Sondershausen). 

48. Promptuarium Sententiarum ex veterum scripto- 
rum Bomanorum libris congesait E. F. Wuestemaun. Te longinqua 
petens comitem sibi ferre viator |Ne dubitet: parvo pondere multa 
vehis. Phocas in Anthol. Latin. Gothae, Scheube. 1856. Londini, 
Wüliams et Norgate. 16^ 1 Bl. (Vortitel) L S. (Haupttitel, Latein. 
Zuschrift W.'s an seinen Binder Karl Cbm S. III— XXXXVI, 
Lecturis Salutem S. XXXXVII— L), 1 Bl. (Nebentitel) u. 278 8. — 
Idem Über. Editio altera emendatior et auctior. Cui*ayit Mauricios 
SeySei-tuB. Nordhusae, Foerstemannn. 1864. 16^ XLII u. 215 S. 
Vgl. über die 1. Aufl.: Zeitschrift fQr die Alterthumswissenschaft. 
14. Jahrg. 1856. Nr.. 82. Sp. 255-256 (—8—); Heidelberger Jahr- 
bücher der Literatur. 49. Jahrg. 2. Hälfte. (1856.) 8. 554—556 (Chr. 
Bahr): Zeitschrift fUr das Gymnasial wesen. 10. Jahrff. (1856) S. 774— 
775 (Hartmann in Sondershausen) u. 11. Jahrg. (1857.) S. ^15—229 
(Eggert in Neastrelitz) ; AUg. Zeitung. (Augsburg.) Beilage ku Nr. 841 
vom 5. Dec. 1856. S. 5449; £. G. Gersaor^ Leipziger Bepertorium der 
deutschen u. ausländ. Literatur. 15. Jahrg. 2. Bd. (58 Bd. 1857.) S. 
201; Neue Jahrbücher für Philologie u. Paedagogik. 27. Jahrg. 76. Bd. 
(1857.) S. 204—208 (Bud. Dietsch) ; über die 2. Aufl.: Neue Jahrbücher 
für Philologie u. Paedagogik. 35. Jahr^. 91 Bd. (1865.) 8. 431--442. 
(Friedr. Hmtsch in Dresden) u. Zeitschnft für das Gymnasialwesen. 20. 
Jahrg. (1866.) S. 670-673 (Lotholz in Putbus). 

44. * Ein Mittagsmahl des LucuUus. In: Morgenblait für 
gebildete Stande. 50. Jahrg. 1856. Nr. 6. S. 121a— 126b u. 
Nr. 7. S. 150a— 156b. 

45. Ueber die Kunst der Römer Gewächse zu treiben und 
über die Treibhäuser derselben. Ebda. Nr. 15. S. 347a— 851b. — 
Ein Theil dieses Aufsatzes (über die Frage: ob Häuser mit 
künstlicher Heizung den Alten bekannt gewesen seien) bereits vor- 
her gedruckt in: Ed. Gerhardts Archäologischer Anzeiger. Zur 
Archäologischen Zeitung, Jahrg. XIII. Nr. 84, 8p. 103*— lOS**. 
Berlin, Beimer. 1855. gr. 4^ 

B. Anzeigen und Beceusionen: 

I. Nene Jahrbücher für Philologie und Paedagogik, oder 
Kritische Bibliothek für das Schul- und Unterrichtswesen. In 
Verbindung mit einem Vereine von Gelehrten hrsg. von Job. 
Christian Jahn und Reinhold Klotz. Leipzig, Teubner. gr. 8®: 

(46.) 16. Jahrg. 46. Bd. 8. Heft. (1846.) S. 220—228: (1.) 
Kurze Lebensbeschreibung des M. Carl Gottfried Siebeiis, Rectors 
am Gymn. zu Bndissin, von ihm selbst abgefassi Bautzen, Weller. 
1848. VIII u. 64 S..8<>. ^ (2.) Der Gymnasiallehrer in seinem 



Gothaische Schriftsteller. 229 

edlen Beruf und als Mensch, von Carl Friedr. Ameis. Blatter der 
Erinnerung an Carl Gottfried Sieheiis. Gotha, Hennings. XV a. 
84 S. S^. 

(47.) 19. Jahrg. 57. Bd, 2. Heft. (1849). S. 121—157: 
Gallns, oder Bömische Scenen aus der Zeit Augustes. Zur genaueren 
Eenntniss des Bömischen Privatlebens von Wilhelm Adolph Becker. 
Zweite sehr vermehrte u. berichtigte Ausgabe von Wilhelm Bein. 
8 Thle, mit 2 lith. Tafeln u. 26 eingedr. Holzschn. Leipzig, 
Fleischer. 1849. XVIII u. 215 S.; 838 S. u. 816 S. gr. S». 

(48.) 21. Jahrg. 64. Bd. 3. Hefl;. (1852.) S. 301-305: 
(1.) Atlas AntiquuB. Delineavit C. de Spruner. XXVII Tabulas 
coloribus illustratas et alias LXFV Tabellas in margines illarum 
inclusas continens. Gothae, Perthes. MDCCCL. — (2.) Orbis Antiqui 
descriptio. In usum scholarum edidit Th. Menke. Insunt XVII Ta- 
bulae. Gothae, Perthes. 

(49.) 22. Jahrg. 65. Bd. (1852.) S. 402—408: Ferdinand 
Gottheit Hand nach seinem Leben und Wirken. Dargestellt von 
Dr. Gustav Queck. Nebst Auszügen aus Briefen von Heyne, Garns, 
Passow, G. Hermann u. a. und der Grabrede des Geh. Kirchen- 
raths Schwarz. Jena, Döbereiner. 1852. 17 u. 99. S. 8^ 

U. Neue Jenaische Allgemeine Literatur - Zeitung. Leipzig, 
Brockhaus. gr. 4^: 

(50.) 6. Jahrg. Nr. 76 vom 80. März 1847. S. 304b: Das 
herzogl. Eunstcabinent zu Gotha, von Adolf Bube. (}otha, Mflller. 
1846. 8». 

Am Schluflse dieses AufSntzes habe ich den Herren Prof. Dr. K. 
£. Georges in Gotha, Bibliothekar Dr. H. Gtoorges in Gotha und Univerri- 
ttttsbibliothekar Dr. L. Sieber in Basel für freundlich ertheilte Auskunft 
bestens zu danken. 

[667.] Ein von Taasenden und Abertansenden 
^ gefeierter Deutscher Dichter. 

Der „Professor Julius Bitter v. Schanz", ine er sich nennt, 
ist in den Oettinger*schen „Personal-Akten der Menschheit" (Moniteur 
des Dates) als Deutscher Dichter, geb. 19. Nov. 1828 zu Oelsnitz 
im Sachs. Yoigtlande, eingetragen. Er feierte mithin 1879 seinen 
51. Geburtstag, zu dem ihn ein Chemnitzer Freund Gustav Jentsch^) 
die Glückwünsche von Tausenden u. Abertausenden seiner Verehrer 



^) ,,Ein Deutscher Dichter in Italien und ein Blatt der Erinnerung 
an Mailand u. Karlsbad. Mit einem offenen Sendschreiben an Prof. Julius 
Schanz in Rom und einem Anhang : ürtheile der ItaUenisoben Presse über 
dessen Werke, eingeführt durch Pietro Ardito. Von Gustav Jentsch. Leipsig, 
Friedlich. 1881. 8». VIII, 96 S. (Ob im Buchhandel?*') 



280 Ein t. Tausenden u. Abertausenden gefeimier Deutscher Dichter. 

(ob in deren Auftrage?) Öffentlich dai^ebracht hat. Sonderbar 
ist es , . dass ein von Tausenden u. Abertausenden verehrter n. 
gefeierter Dichter, zumal derselbe nach dem Zeugnisse eines Belog* 
neser Blattes „mit seinem grossen Vorgänger Wolfgang Goethe nicht 
nur das Vaterland, sondern auch das Genie gemein hat", sicher 
noch mehr als Tausenden u. Abertausenden unbekannt geblieben 
ist u. überhaupt sehr Vielen unbekannt geblieben sein wfirde, i?enn 
er nicht selbst im Vereine mit einer Anzahl guter Freunde dafär 
gesorgt hätte, sich u. seine Verdienste dem Publikum bekannt 
zu machen. Ich für meine Person habe ihn durch sein „Hecker- 
lied 1848" ') u. ein von ihm verfasstes n. seinem Kinde in den 
Mund gelegtes Gedicht „des Kindes Bitte", durch welches er sich 
aus der über ihn als unberufenen Freiheitskämpfer 1849 verhängten 
Haft auf dem Gnadenwege Befreiung verschafft hat, kennen ge- 
lernt, sowie später aus seinem zehnjährigen Aufenthalte in Dres- 
den 1855 — 1865 sein Leben weiter u. näher verfolgen können, 
üeber dieses Dresdner Leben — „ein höchst mühseliges u. 
sorgenvolles Dasein, eine Art Europäisches Sclavenieben", wie 
Schanz selbst schreibt — gedenkt derselbe später einmal aus- 
führlicher zu berichten. Inzwischen mögen die in den Akten „des 
Dresdner Adress- u. Geschäftshandbuchs^' über Schanz gemachten 
kurzen Aufzeichnungen genügen. In diesen Akten findet er sich 
theils „als Privatgelehrter u. Schriftsteller, sowiiB Redakteur einge- 
tragen, theils als Agent für muükalischen Geschäftsverkehr, Inhaber 
eines General-Annoncen-Bureaus, u. Kunst- u. Antiquitätenhändler'^ 
der nebenbei auch einmal mit „Fliegenglocken aus Butterkühlermasse 
pro Stück 5 Ngr." gehandelt u. dem Publikum durch ein auf der 
grossen Dresdner Vogelwiese errichtetes Champagnerzelt u. a. sich 
dienstfertig bezeigt hat. 1865 wanderte Schanz von Dresden aus 
u. siedelte nach Italien über; gleichzeitig erschienen seine „Hymnen 
der Völker'' ') mit einem an den Kaiser Napoleon gerichteten 
Vorworte, welches, von Speichelleckerei wahrhaft triefend, fCLr den 
vormaligen Freiheitskämpfer zu charakteristisch ist, als dass es 
hier mit Stillschweigen übergangen werden dürfte. „Kaiserliche 
Majestät !'S schreibt dort Schanz, „Wenn ich die Strömungen der 
Jetztzeit in meiner bescheidenen Sphäre richtig verstehe n. inter- 
pretire, so finde ich, dass ihre Verzweigungen früher oder später 
zu einem gemeinsamen Bette zurückkehren werden, einem Bette, 
wie es zum Heile der Welt die Tage KarFs des Grossen gekannt 
haben. Deutschland namentlich steht an dem Vorabend des Wende- 



") „Das Heokerlied und die deutacbe HarseiUaiae. Leipzig, Welles. 
1848. 8«. 4 8." 

') „Hymnen der Völker. Hft. 1. An den erlanohten Vwfiuser 
der Geschichte J. Gaetar's; Hft. 2. An Se. Majestät König Wilhelm *L 
von Preussen. Dresden, Heinze. 1865. 8^ a 16 S. (Ob im Baphhandel?}*' 



Ein V. Tausenden u. Abertausenden s^feieiter Deutscher Dichter. 231 

Punktes seiner Geschicke: das f&hlt jeder Verständige dieser Länder* 
koinplexe u. der Yölkerhass getrennter Nationalitäten muss vor dem 
grossen Neubau sinken, welchen die Napoleonischen Ideen voraus- 
geschattet, welchen Ihre Kaiserlichen Maassnahmen anbahnten und 
Ihre Thronrede Yom 15. Februar im Verein mit Ihren neuesten Er- 
lassen so meisterlich näher rückte. Blicke ich auf entfreite 
Gewerbe u. Handel, auf Freizügigkeit und Abschaffung der unlieb- 
samen Schuldhaft, wie auf die Abolition der französischen Navi- 
gationsacte, so mflsste ich ein Anderer sein als ich bin, wmin 
mich diese Grossthaten Ihres Genius nicht in dem Ifaasse begei- 
stern sollten, als ich in meinen ,,Hymnen der Völker. An den 
erlauchten Verfasser der Geschichte J. Gäsars" es auszusprechen 
mich gedrungen fühlte. Nachdem ich als Publicist u. Bedakteur 
seit länger denn 10 Jahren meine Sympathien für das Beich des 
Zweiten Cäsar, das auf Deutschland schon so wohlthätig eingewirkt 
hat, unter allen Umständen nicht ohne persönliche Behelligung u. 
Anfeindung festgehalten u. promulgirt habe, bin ich gegenwärtig 
auf einen Standpunkt angelangt, wo sich in mir diese früheren 
Auffassungen vollständig gesichtet u. consolidirt haben. Ich fühle, 
mit 80 manchen meiner einsichtsvolleren Landsleute, dass Ew. Majestät 
über mehr Herzen als Unterthanen, über mehr Verehrer als Wähler 
gebieten, u. dass wir Kleinem im besonderen ohne die Anlehnung 
an Ihren mächtigen Schutz keine vollständige Zukunft haben, dass 
unser Ursprung u. der Verlauf unsrer Geschichte darauf hinweisen, 
an diesem Hort festzuhalten, wollen wir nicht die Demüthigung er- 
leben, wie Mykodermen von unsem mächtigen Nachbarn verschlungen 
zu werden. Diesen Innern Gefühlen habe ich in den „Hymnen der 
Völker'^ wie ich nicht zweifle, einen seitgemässen, wennauch viel- 
leicht vorgreifenden Ausdruck gegeben, welchen Muth Ew. Majestät 
zu würdigen wissen werden, der Sie die Schrecknisse des Volks- 
wahns Selbst niederzukämpfen gehabt haben. Geruhen Sie demnach, 
Grossmächtigster Herr, in dem übersendeten Convolut meiner Schrif- 
ten ^) die schwache Huldigung meiner sich vor dem Geiste des 
Zweiten Cäsar tiefer neigenden Seele huldvollst anzunehmen. Ich 
begebe mich in wenigen Wochen nach Italien, um zunächst in Florenz 
der Dante-Feier beizuwohnen, sodann um in Born Codices zu einem 
grösseren Epos zu vergleichen n. bei meinem Hange zu klassischer 
LiUeratnr u. antiquarischen Forschungen an Ort u. Stelle die 



*) Mit Ausschlues des Heckerliedee: „Terzinen an Se. Majestät den 
König Johann v. Sachsen. Dresden, Bieyer. 1855. gr. 8^ 4 S." — ,.Der 
Bautenkranz. Gedicht. Das. 1855. gr. 8^ 7 a'' — „Liande. Eine Mirchen- 
Dichtung. Zwickau, Richter. 1855. 16^ 2 BU. 138 S.** -^ „Ein Buch 
Sonette. Leipzig, Matthes. 1864. 8^. 23 S.** — Zur Dante-Feier. Eine 
Festgabe für Deutschland und Italien. Dresden, Heinze. 1865. gr. 8*. 
15 S. u. mehre änderet die nicht im Buchhandel erschienen zn sein scheinen. 



232 Ein t. Tausenden u. Abertausenden gefeierter Deutscher Dichter. 

Statten kennen zu lernen, wo das von Ihnen aufs neue vor unsem 
Blicken aufgerollte Drama dereinst seinen Verlauf nahm. Von 
Italien aus hoffe ich mich von Ew. Majestät mit der Erlaubniss 
beglückt zu sehen, Paris besuchen u. mich Ew. Majestät persönlich 
vorstellen zu dürfen» nachdem Ihre Huld in neuester Zeit selbst 
Yon den geringsten Bestrebungen meiner Landsleute in den verschie- 
densten wissenschaftlichen, artistischen u. industriellen Richtungen 
Notiz zu nehmen nicht verschmäht hat. Mit Rührung u. unbe- 
grenzter Verehrung flehe ich zu Gott, dass Er noch lange fortfahren 
möge, Ew. Majestöt Leben zum Heile der Menschheit mit Seinem 
heiligen Schutze zu segnen'^ Dies das Vorwort, zu dessen Richtig- 
stellung, soweit es die Angabe des Grundes betrifft, wesshalb Schanz 
1865 Dresden verlassen habe, ich mich hinzuzufügen veranlasst finde, 
dass der angegebene Grund nicht auf Wahrheit beruhen kann. Vielmehr 
hat Schanz, so war wenigstens damals in Dresden die allgemeine 
Meinung, wegen seines Vorlebens die Stadt u. das Land verlassen 
müssen. Und dass er selbst dies recht wohl gewusst u. nicht an 
eine blos zeitweilige, sondern eine länger andauernde Entfernung aus 
dem Lande geglaubt habe, geht auch daraus hervor, dass er vor seiner 
Abreise mich aufsuchte u., obwohl ich mit ihm vorher in keinerlei 
Verbindung gestanden hatte, doch bat, aus der Feme mit mir in Brief- 
wechsel treten zu dürfen, offenbar nur desshalb, weil er durch mich 
f&r die Zukunft ein dauerndes Bindeglied zwischen sich u. dem 
König Johann, der ihn seither unterstützt u. auch mit Reisegeld 
versehen hatte, zu haben wünschte. Ich habe indessen diese Bitte 
abschlagen zu müssen geglaubt, ebenso wie auch der Kaiser Na- 
poleon, um dies hier gleich noch mit zu bemerken, die erbetene 
(Genehmigung zum Besuche von Paris u. zur persönlichen Vorstellung, 
so viel ich weiss, niemals ertheilt hat. — Mit Schanz' Abreise nach 
Italien endet sein ruhmloses „Europäisches Sclavenleben". 

(Schluss folgt.) 

[668.] Geheimrath Dr. Friedrieh Albert t. Langenn 

in Dresden. 

Am 80. Dezember 1868 starb zu Dresden im nahezu vollen- 
deten 71. Lebensjahre der wirkl. Geheimrath u. Präsident des 
Oberappellationsgerichts Dr. Friedrich Albert v. Langenn. An 
seinem Grabe sprachen der Justizminister Dr. Schneider, der Vice- 
präsident des Oberappellationsgerichts Dr. Sickel u. der geh. Kirchen- 
rath Hofprediger Dr. Langbein: Schneider feierte des Verstorbenen 
grosse Verdienste als Menschen sowohl wie als Beamten, seine alt- 
sächsische Treue gegen König u. Vaterland, während Sickel den 
beinahe unersetzlichen Verlust beklagte, den das Kollegium durch 
den Tod seines Präsidenten erlitten habe, u. Langbein besonders 
hervorhob, wie sehr der Herr seinen Segen zu dem gegeben, was 



Oeheimrath Dr. Friedrich Albert t. Langenn in Dresdes. 288 

der Verstorbene, ein wahrer, frommer u. gottesfftrchtiger Christ, 
zu der Zeit, als ihm vom Könige ein Theil seines hohen Vater- 
berufes übertragen gewesen sei, zum Wohle des Vaterlandes ge- 
wirkt habe. 

V. Langenn war am 26. Januar 1798 zu Merseburg geboren. 
Seit 1816 stadirte er auf der Universität Leipzig die Bechtswissen- 
schaft, u. habilirte sich daselbst nach glänzend bestandenem Examen 
1820 als akademischer Docent. £r hatte dabei wohl die Absicht 
gehabt, sich dauernd dem akademischen Lehrfache zu widmen, aber 
die Begierung lenkte seine Thätigkeit in eine andere Bahn: sie 
ernannte ihn 1822 zum Bathe des Leipziger Oberhofgerichts, beför- 
derte ihn schon im Jahre darauf zum Appellationsrathe in Dresden 
u. 1829 znm Hof- u. Justizrathe bei der Landesregierung, sendete 
ihn dann als provisorischen Begierangskommissar nach Leipzig u. — 
schon war ihm 1834 die Ernennung zum Leipziger Kreisdirektor 
bestimmt, als er vom Prinzen Johann die Berufung zur Erziehung 
von dessen ältestem Sohne Albert, dem künftigen Erben der Krone 
Sachsens, erhielt. 

Der Prinz Johann schrieb am 12. Januar 1835: „Liebster 
Langenn. So ofb schon habe ich Ihre Güte als Staatsdiener in 
Anspruch genommen; heute richte ich als Freund in einer höchst 
wichtigen Angelegenheit eine Frage an Sie, und bitte nur um das, 
was Sie mir stets gewähren, die reinste Aufrichtigkeit und ein 
geduldiges GtohOr meiner vielleicht etwas langen Epistel. Bei Ihrer 
letzten Anwesenheit in Dresden sprach ich mit Ihnen davon, wie 
sehr mich der Gedanke über die Wahl eines künftigen Erziehers 
für meinen Albert beschäftigt. Ich habe viel darüber hin- und 
hergedacht, aber unter allen Personen, auf welche sich meine Ge- 
danken lenkten, ist mir Niemand vorgekommen, in dessen Hände 
ich mit grösserem Vertrauen dieses wichtige Werk legte, als Sie 
selbst, theuerster Freund. Es ist dies nicht ein flüchtiger Gedanke: 
schon über Jahr und Tag schwebt er mir mit manchem Wechsel 
vor der Seele. Aber wie viel gehört dazu, ehe dieser Gedanke 
zum Entschluss, dieser Entschluss zur Wirklichkeit werde. Vor 
allem bedarf es dazu Ihrer Geneigtheit — und es ist nichts Ge- 
ringes, was ich von Ihnen begehre : es bedarf, dass wir uns gegen- 
seitig über Grundsätze und Bedingungen verständigen und einigen. 
Ueber diese beiden Punkte mir Licht zu verschafi^n, ist der Zweck 
dieser Zeilen. Es versteht sich von selbst, dass diese Mittheilung 
als eine blos vorläufige und vertrauliche betrachtet werden kann, 
da es, auch wenn wir untereinander einig wären, der äusseren 
Hindemisse mannigfaltige giebt, deren Beseitigung nicht von mir 
abhängen würde. Insbesondere zähle ich dahin die Frage, ob 
Se. Majestät der König und mein Bruder geneigt sein würden, Sie 
mir abzulassen, und ebendieselben — ich spreche ganz aufrichtig — 



234 Qeheimrath Dr. Friedrich Albert t. Langeim in Dresden. 

mir die pekoni&ren Mittel dazu bewilligen würden, da ich selbst 
dazu ausser Stande wäre. So viel nnr, am den äussern Standpnnkt 
der Frage abzuhandeln, und ich komme nun zur Sache selbst, wo- 
bei ich meinerseits mich der ungeschmflcktesten und aufrichtigsten 
Darlegung meiner Ansicht und der Verhältnisse befleissigen werde. 
Was zunächst Ihre Geneigtheit betrifft, so ist es freilich lediglich Ihre 
Sache, ob Sie sich entschliessen können, eine reiche, mannigfaltige, 
unmittelbare Wirksamkeit auf viele tausend Menschen aufzugehen, 
und sich der Ausbildung eines einzigen Kindes zu unterziehen, mit 
der Sie jedoch vielleicht ein segensreiches Werk fUr kflnftige Ge- 
schlechter vollbringen. Es kommt darauf an, ob Sie sich — und 
darüber wünschte ich vorzüglich Ihre aufrichtige Aeusserung zu 
wissen -^ ob Sie sich den Innern Beruf zu dieser letzteren Art 
der Wirksamkeit zutrauen. Namentlich schlägt hier eine Frage 
ein, deren Beantwortung mir von besonderer Wichtigkeit ist. Die 
Trefflichkeit Ihres Charakters und Ihres Herzens ist es, welche 
mir den Wunsch eingeflösst haben, Ihnen meinen Sohn anzuvertrauen; 
gleichwohl bleibt mir noch ein Zweifel übrig, dessen Lösung ich 
von Ihnen selbst erwarte. Ihre Wirksamkeit hat sich bis jetzt 
stets in den höheren Kreisen der Wissenschaft und des Staats- 
dienstes bewegt. Fühlen Sie wohl die Kraft in sich, von jenem 
gewonnenen Standpunkte nun sich zu dem Ideenkreise eines Knaben 
herabzustimmen? Dasa Sie bis jetzt keiner £)rziehung vorgestandien 
haben, würde mir kein Bedenken erregen; denn die Erfordernisse 
des Erziehers scheinen mir mehr Sache des Willens, der Grundsätze 
und des inneren Berufes, als eine angelernte Fertigkeit zu sein. Ob Sie 
aber in sich diesen inneren Beruf, ob Sie in sich die oben angedeutete 
Fähigkeit fQhlen, dies ist eine Frage, die Sie nur selbst nach genauer 
Selbstprüfting mir beantworten können. Doch bitte ich Sie auch, dabei 
nicht zu ängstlich zu sein, und sich nicht zu wenig zuzutrauen. Dafem 
Sie nun überhaupt geneigt sein sollten, auf meinen Antrag näher einzu- 
gehen, so würde es ferner darauf ankommen, ob Sie über folgende 
zwei Punkte mit mir einverstanden sind, 1) die inneren Grundsätze 
der Erziehung, 2) die äussere dem Erzieher zu gebende Stdlung. 
Ohne üebereinstimmung in dem ersten Punkte würde ein gedeih- 
liches Zusammenwirken unmöglich, und über den letzteren glaube 
ich Ihnen zur vollkommenen Beurtheilung der Sache die aufrichtigste 
Mittheilung schuldig zu sein. — Nun also zuvörderst zur Dar- 
legung meines pädagogischen Glaubensbekenntnisses. Ich unter- 
scheide auch hier wieder zweierlei: die Grundsätze, welche ich dem 
zu Erziehenden beigebracht wissen will, und die Grundsätze, welche 
nach meinem Wunsche der Erzieher befolgen soll. In ersterer 
Bücksicht will ich hier gleich zu dem wichtigsten und zugleich 
delikatesten Punkte mich wenden. Es sind dies • die Beligions- 
grundsätze. Mein Knabe soll, das wird mein ernstliches Bestreben 



(^efieimrath Dr. Friedrieh AJberi^ y. Langenn in Dresden. 235 

seni, echte, fesle,. podiive Beligionegninde&tze als Offenbamngs« 
gläubiger haben; bis za diesem Punkte erfordere ich die Mitwirkung 
seines künftigen Erziehers, auch wenn er einer anderen Confession 
zugethan ist Mein Knabe soll aber femer auch, ohne allen Wider- 
willen gegen ft^mde Confessions-Yerwandte, ganz und fest seiner 
Confession angehören; in diesem Bezug erwarte ich von der Ge^ 
wissenhaftigkeit seines Erziehers, dass er nicht nur selbst aller 
störenden Einwirkung sich enthalte, sondern auch dergleichen Stö- 
rungen, die Ton Anderen, z. B. von den Lehrern, ausgehen könnten, 
zu yerhüten sich bemühen werde. Bereits habe ich meinem Albert 
einen Beligionslehrer, einen würdigen und aufgeklärten Geistlichen, 
gegeben, und ich darf nicht verschweigen, dass es mir unter dem 
gegebenen Yerhältniss nöthig scheint, demselben auch auf die Er- 
ziehung in den auf die Beligion bezüglichen Punkten einen gewissen 
näher zu bestimmenden Einfluss zu geben. Die Stellung des Er- 
ziehers dem Beligionslehrer gegenüber denke ich mir dabei ungefähr 
wie die des Staates zur Kirche, wie das jus circa sacra zum jus 
in Sacra. In dem eigentlichen Beligionsunterrichte würde er sich 
zwar jeder Einmischung zu enthalten haben; wenn er aber bemerken 
sollte, dass dabei etwas vorginge, was dem Zwecke der Erziehung 
überhaupt Eintrag thue, so hätte er solches entweder durch Bück- 
sprache mit dem Beligionslehrer oder, wenn diese nicht zum Ein- 
yerständniss führte, durch Meldung bei mir selbst zu beseitigen. 
Andere, gewissermaassen gemischte Angelegenheiten hätte entweder 
der Erzieher unter Mitwirkung des Beligionslehrers oder letzterer 
unt«r der des ersteren zu ordnen. Hauptsächlich würde ich in 
diesem Punkte das persönliche Vertrauen des Erziehers in Anspruch 
nehmen, und von ihm fordern, dass alles, worüber er mit dem 
Beligionslehrer nicht ganz einerlei Ansicht wäre, oder was sonst 
irgend von Wichtigkeit ist, unter meiner Mitwirkung erfolge. Ich 
glaubte über diesen Punkt besonders weitläufig sein zu müssen, da 
er allerdings immer schwierig bleibt, und die ausdrückliche Zu- 
stimmung des künftigen Erziehers zu diesen meinen Grundsätzen 
und Ansichten mir unentbehrliches Bedürfhiss ist. In moralischer 
Hinsicht sind mir Halten auf strenge Sittenreinheit und Erweckung 
fQr alles Gut«, Schöne, Tüchtige und Ehrwürdige nebst Gewöhnung 
an Selbstbeherrschung jeder Art die einfachen Erfordernisse. In 
politischer Bücksicht wünsche ich keinen Widerwillen gegen die 
bestehende Ordnung der Dinge im Vaterlande, aber ebenso wenig 
ein Hingeben an die hohlen Theorien der Zeit, sondern ein Fest- 
halten an den alten guten Grundsätzen, welche die bürgerlichen 
Einrichtungen an eine höhere Weltordnnng anknüpfen. In der 
zweiten oben angedeuteten Bücksicht halte ich folgende Gesichts- 
punkte fest Ich glaube, die Erziehung muss den ganzen Menschen 
nnter Berücksichtigung seiner Individualität harmonisch zu ent* 



2S6 Qeheimratb Dr. Friedrich^ Albert ▼. LMgenn in Dreiaden. 

wickeln Buchen, also den Geist wie den E<^rper,. das Gemflth wie 
den Verstand. Zu den Studien wünsche ich meinen Sohn mit dem 
grCssten Ernste angehalten za sehen, bin aber dabei der üeber- 
zengong, dass der Zweck derselben mindestens ebenso sehr die 
Gewöhnung an Fleiss und Ordnung und die Uebnng der geistigen 
Kräfte als die Erlernung der Gegenstände selbst ist Ich würde 
daher jede üeberlastung des jugendlichen Geistes mit Lehrstnnden, 
worunter die Gesundheit des Körpers oder die Frische des Gemüthes 
leiden könnte, nie für angemessen halten können. Dies sind die 
Grundsätze, Aber die ich mit einem kflnitigen Erzieher meines 
Sohnes einig sein mfisste, und wenn mich nicht alles täuscht, so 
glaube ich in Bezug auf diese Grundsätze Ihrer Beistimmung gewiss 
zu sein. — Was nun die äussere dem Erzieher zu gebende Stel- 
lung betrifft, so kann ich darüber freilich vor der Hand nur wenig 
sagen. (Gewiss würde ich dafür besorgt sein, dass sie in pekuniärer 
Hinsicht unter Berücksichtigung des so sehr verschiedenen äusseren 
Aufwandes nicht schlechter sei, als die Ihnen Jetzt zugedachte. 
Einen Wunsch aber habe ich hierüber, * dass, wenn mein. Plan zu 
Stande kommen sollte, Sie nicht aus aller Verbindung mit dem 
Staatsdienst treten möchten, es sei nun, dass Sie mindestens in 
den ersten Jahren noch ein Nebenamt verwalten, oder doch sich 
den Bücktritt auf irgend eine Weise sichern, damit, wenn Ihnen 
einmal das Verbältniss nicht mehr ansteht, oder, ich spreche ganz 
aufrichtig, dasselbe meinen Erwartungen nicht entsprechen sollte, 
eine Auflösung wieder möglich sei. Uebrigens habe ich keine Be- 
sorgniss, dass einer von beiden Fällen so leicht eintreten möchte. — 
Ich schliesse meinen Brief mit der dringenden Bitte, dass Sie meinen 
Vorschlag ja reiflich erwägen mögen. Die Persönlichkeit der 
Fürsten, die doch zum Theil von der Erziehung abhängt, ist in 
unserer Zeijk doppelt wichtig: die Eigenschaften eines Fürstenerzieherij 
sind nicht überall zu finden. In Ihnen glaube ich sie gefunden 
zu haben, und fühle, dass wir Hand in Hand gehen und uns ver- 
stehen würden. Wenn Sie übrigens auf meinen Wunsch nicht ein- 
gehen, so bitte ich Sie diese Zeilen als ungeschrieben zu betrachten; 
ich werde Ihre Gründe ehren. Ich hoffe aber, Sie werden auch 
meine Absicht anerkennen, und diesen Antrag als einen Beweis 
meiner innigen Achtung und Freundschaft betrachten.'^ 

Hierauf antwortete v. Langenn von Leipzig aus am 21. Ja- 
nuar 1835: „Wenn auch schon einigemal mir das Glück wurde, 
Ew. Königl. Hoheit in dieser oder jener Beziehung Meinungen und 
Gedanken vortragen zu dürfen, so treten doch die Veranlassungen 
dazu an Wichtigkeit weit gegen die Entscheidung zurück, zu welcher 
Ew. Königl. Hoheit mit fürstlicher Huld und zugleich mit bezau- 
berndem Vertrauen mich gegenwärtig aufzufordern geruhen. Aber 
eben jener Zauber, den ein geliebter und verehrter Fürst über die- 



Ckheimrath Dr. Friedrich Albert v. Ijangenii in Dresden. 237 

jenigen flbt, welche erkennen, dass in dem Yerhältniss zwischen 
Fürst nnd Diener nicht blos ein abstraktes Prinzip walte, sondern 
dass wahre Ergebenheit in den Tiefen des Herzens ihren Örond 
findet — jener Zauber ist es, der in wichtigem Werke doppelt 
zur Selbstprftfung verpflichtet, weil ein so ermuthigendes Zutrauen 
nur zu leicht über den Umfang der S[räfte täuschet. £w. Königl. 
Hoheit wollen Wahrheit von mir, nnd nur ein Schimmer von Nach- 
giebigkeit gegen irgend eine Lieblingsidee, welche ich vielleicht 
hätte, wäre Yerrath an heiliger Sache. Bedenken muss ich, dass 
vorzugsweise das, was Ew. Königl. Hoheit ich jetzt darlege, mir 
dereinst vor Gottes Bichterstuhle eine Verantwortung zuziehen 
k(^nnte, vor der ich zittern müsste, wenn ich im Stande wäre, jene 
theuere Pflicht zu verletzen. Darum habe ich sofort nach Eingang 
Höchstdero gnädigen Schreibens vielfach über mich selbst nach- 
gedacht und bin bemQht gewesen, mein Gemüth möglichst gegen 
jede, wenn noch so leise und anscheinend unschuldige Einflüsterung 
der Selbsucht zu stählen, um gestärkt und ermuthigt HöChstihnen, 
mein gnädigster Herr, mein Herz zu entfalten bis auf den Grund. 
Ew. Eönigl. Hoheit erlauben, dass ich schon hier ehrfui*chtsvoll 
bemerke, wie nach meiner unvorgreiflichen Meinung in einer für 
Fürst und Taterland so hochwichtigen Sache weniger meine augen- 
blicklichen Wünsche und Hoffnungen als meine Pflicht gegen 
Begentenhaus und Vaterland entscheidend sein können. Um so 
mehr dürfte es vielleicht unerlässlich erscheinen, treues Zeugniss 
über mich selbst abzulegen und Lebensverhältnisse nicht zu ver- 
schweigen, die auch auf meine Individualität ihren natürlichen Ein- 
fluss üben. Ew. Königh Hoheit haben mich durch das Vertrauen, 
welches Höchstdieselben als Fürst und Vater mir bewiesen, in 
tiefster Seele ergriffen und hoch über mich selbst erhoben; denn 
die Erziehung eines Prinzen, der vielleicht zu einem Throne berufen 
ist, halte ich fOr eine der höchsten Aufgaben des Lebens, wie sie 
eine der schwierigsten ist Ich halte jenes Amt fQr ein möglicher- 
weise historisches. Darum aber soU, so scheint es mir, der Fürsten- 
erzieher ein religiös, sittlich, ps^pchologisch und politisch durch- 
gebildeter Mann sein, er soll hohen Ernst mit Freundlichkeit ver- 
binden, um das fürst^che S^ind und den Jüngling auf jene Höhe zu 
leiten, die dem künftigen Berufe entspricht^ und zugleich ihn immer 
eingedenk sein lässt, dass er dazu erkoren sei, die Menschen, welche 
die Vorsehung seiner Begierung anvertraut, zu beglücken. — Die 
Grundsätze^ welche Ew. Eönigl. Hoheit in Höchstdero Schreiben 
über die Erziehung entwickeb, habe ich pflichtgemäss und, wie 
Höchstdieselben mir befohlen, gründlichst überdacht, und ich wüsste 
auch nicht das geringste, was mir einen Zweifel erregt hätte; denn 
ich' darf mir mit der Hofbung schmeicheln, Ew. Eönigl, Hoheit 
ist nicht fremd, dass ich der bestehenden Ver&ssung des Vater- 
IT 



288 Geheimrath Dr. Friedrich Albert v. Langenn in Dreades. 

landes mit inniger Treue zitgethan bin, und in derselben ein Pfand 
fürstlicher Weisheit und göttlicher Gnade anerkenne. Nicht ohne 
Absicht bitte ich ehrfurchtsvoll, meine gewissenhafte Versicherung 
auch in Bezug auf die den Beligionspunkt betreffenden Maximen 
noch besonders bekräftigen zu dürfen, damit es nicht den Schein 
.habe, als sei ich darüber minder aufrichtig: dies würde gegen 
Ew. KCnigl. Hoheit nicht zu vergebender Undank sein, der mich 
unwürdig machte, den Namen eines Sachsen zu ffthren. Doch es 
liegt viel, sehr viel zwischen dem üeberzeugtsein von der Wahrheit 
solcher Ifaximen und Forderungen und der Erfüllung derselben. 
Schon als Ew. Eönigl. Hoheit huldvoll und freundlich, wie immer, 
von der Wahl eines Erziehers für den Prinzen Albert vor einigen 
Wochen sprachen, erlaubte ich mir zu erwiedem, dass mir dies 
das schwerste Amt zu sein scheine. Möchten doch Höchstsie, mein 
gnädigster Herr, dieses in aller Unbefangenheit ausgesprochenen 
Wortes sich huldreichst erinnern; es würde ein Zeugoiss geben 
von der Aufrichtigkeit dessen, was ich hier zu äussern wage. 
Alles, was Ew. Königl. Hoheit ich in solchem Amte darzubringen 
vermöchte, wäre vielleicht ein furchtloser, Gott vertrauender Sinn, 
ein vollkommenes Durchdrungensein von der Wichtigkeit der mir 
gestellten Aufgabe und redlicher Wille, sie zu lösen, einige Kennt- 
niss in verschiedenen Zweigen der Wissenschaft und eine kurze 
Erfahrung im Staatsdienste. Dass ich über den geliebten Spröss- 
ling unseres ehrwürdigen Fürstenstammes mit hingebender Sorgfalt 
wachen würde, dies, gnädigster Herr, bedarf gewiss meinerseits 
keiner besonderen Yersicherung; auch glaube ich, dass es mir 
gelingen würde, in den Ideen-Kreis des Kindes mich zu versetzen. 
Wenn aber auch mein eigenes Herz mich belehrt, dass die Führung 
eines Kindes aus seiner kleinen Welt in das wirkliche Leben ein 
hochwichtiges Geschäft sei, so darf ich doch die Erwähnung nicht 
unterlassen, dass meine Bestrebungen bis jetzt auf Erfolge anderer 
Kategorien gerichtet, meine Wünsche und Hoflhungen andere 
gewesen sind. Seit der Zeit, als sich im Yoterjande die Idee der 
zu errichtenden Provinzialregierungen kund gab, geht mein Streben 
dahin, Chef solcher Behörde zu werden, meine Ho&ungen concen- 
trirten sich auf diesen Punkt, meine Studien wurden desshalb 
andere^ als sie es gewesen: idi hatte die günstigste Gelegenheit, 
mich in der Behandlung von Administrativ-Geschäften zu üben, 
und die intellektuellen, kirchlichen nnd materiellen Interessen eines 
wichtigen Punktes in Sachsen, in ihrer .gegenseitigen Beziehung 
nnd Wechselwirkung, sowie die Menschen kennen zu lernen, und 
zn versuchen, ob es mir gelinge, Vertrauen zu gewinnen, und mich 
in nicht unschwieriger Stellung zu behaupten. Nach mehrjährigem, 
unablässigem Mühen winkt mir jetzt der Preis dieses Strebens, ich 
soll nach huldvoll gethaasr Yerheissung Ki'eisdirektor werden» und 



Gebeimratb Dr. Friedrich Albert y. LaBgenn in Dresden. 239 

darf hoffen, nicht ohne Segen wirksam zu sein. Ohne allen Zweifel 
gehe ich an dieses Werk, ich gestehe es, ich fühle mich kühn 
und kräftig, auch die noch übrigen Schwierigkeiten zu besiegen; 
ich werde die Waffen, die ich mir zu bereiten suchte, brauchen 
ohne Zagen und Zittern. Nahe dem Ziele, ist es Ew. Eönigl 
Hoheit Huld, welche mich zu einem Amte von der höchsten Bedeu- 
tung in der grössten und erwünschtesten Nähe Ew. Königl. Hoheit 
beruft. Wenn ich bei diesem Bufe eine gewisse Bangigkeit nicht 
zu unterdrücken vermag, wenn Erinnerung mir alles, was in den 
letzten drei Jahren, wennschon in kleinem Kreise, etwa gelungen, 
vor die Seele führt, wenn nicht der Zweifel, sondern die Hoffnung 
es ist, welche mich bedenken lässt, wie hochwichtig auch die Durch- 
führung des fürstlichen Willens in einer Provinz für Wohl und 
Glück des Volkes und fQr den Thron der Fürsten sei; so geschieht 
dies nicht desshalb, weil mir an sich die jetzige Stellang und 
deren bevorstehende Erweiterung mehr iusagte, als die edle Be- 
schäftigung, zu welcher Ew. Eönigl. Hoheit mich rufen, sondern 
weil mich hier eine längere Gewöhnung den Kreis meiner Pflichten 
aufrichtig lieben und meine Verantwortlichkeit klar erkenüen gelehrt 
hat, welche in jenem Amte in einem weit höheren Grade und fast 
ausser Verhältniss zu meinen schwachen Kräften übernommen 
werden müsste. Hierin, mein gnädigster Herr, habe ich alles 
gesagt, was ich offen und aufrichtig Höchstihnen vorzulegen mich 
verpflichtet hielt, und Ew. Königl. Hoheit selbst gebe ich nun die 
Entscheidung anheim : was Höchstdieselben für gut halten, und was 
Se. Majestät der König und Se. Königl. Hoheit der Prinz Mitregent 
beschliessen, ist für mich unverbrüchliches Gesetz. In jeder Stel- 
lung werde ich die Liebe zu Fürst und Vaterland bethätigen, 
welche schon in frühester Jugend mir eingepflanzt wurde.'' 

Die Erziehung des Prinzen Albert leitete v. Langenn bis 1845, 
wo er in den Staatsdienst u. den juristischen Wirkungskreis wieder 
zurücktrat: unter Ernennung zum wirkl. Geheimrath wurde er als 
Direktor des Justizministeriums angestellt u. 1849 zum Präsidenten 
des Oberappellationsgerichts befördert. Auch nahm die Begierung 
1846 n. 1856 seine Wirksamkeit in der Stellung eines Präsidenten 
der Gtosetzgebungskommission in Atispruch. Neben dieser setner 
amtlichen Thätigkeit beschäftigte sich v. Langenn in seinen Musse- 
stunden mit Vorliebe mit historischen Studien, besonders Über die 
Geschichte Sachsens u, dessen Begentenhauses, die er in der Zeit, 
wo er als Erzieher des Prinzen Albert angestellt war, lebhaft 
begonnen hatte u. auch später mit Eifer bis zu seinem Tode fort- 
gesetzt hat. Die Studien waren durchaus ernst archivalischer Art; 
doch scheuete er sich auch nicht, dem leidenden Sohne seines 
Freundes, des Generals Törmer, leichtere geschichtliche Vorträge 
zu halten. Als Schriftsteller ist er auf juristischem sowohl als u. 
mehr noch auf historischem Gebiete thätig geweisen. 

17* 



240 Geheimrath Dr. Friedrich Albert y. Langenn in Dresden« 

Terzeichniss der jurietiscben Schriften. 

@c5tterungen pratttf^er 9ie(]^t0fragen au& ben gemeinen unb @a(]^rif(^ 
GiDilre^t unb Gii9i(ptocefje, mit Seiie^ung auf bie barübet i9om ^önigi. 
Bääil SlppeaattoniS^^krid&t ertbeUten (Sntfcbeibungen. V). I— IL 3)tegben 
u. Sm^i anwlb. 1829—30. 8«. XIV, 212 & VIII, 248 S. (3n 
Sßerbtnbung mit bem SlppeQotioniSratb Sl. 6. fiori bri^gb.) II. SlufL 1836. 
Die V. Lang6nn*6chen Arbeiten finden sich in Th. I : S. 43 — 65 
Ob bei dem Schnlderlasse die bei Schenkungen über 500 Solidos 
vorgeschriebene gerichtliche Insinuation nöthig sei; S. 66 — 71 
Gewährt eine beim Leipziger Handelsgericht erfolgte Verurthei- 
lung eines Nicht Wechselschuldners, nach Wechselrecht zu zahlen, 
wenn nachher der Schuldner in Concurs fallt, dem Gläubiger 
eine Befugniss: gegen den Gemeinschuldner auf Personal- Arrest 
anzutragen; S. 72 — 78 üeber die Begressnahme bei nicht be- 
zahlten Assignationen ; S. 79 — 91 Heber den Umfang und die 
Wirkungen eines allgemeinen Pfandrechtes, insbesondere mit 
Bücksicht auf ausstehende Forderungen des Pfandschuldners; S. 
92 — 97 In wieweit hat das rOmische beneficium inventarii des 
Erben durch die Chursächsische 57ste Decision vom Jahre 1661 
Abänderungen erlitten; S. 148 — 56 Kann der Bichter das 
condemnatorische Erkenntniss über die Elagbitte hinaus richten, 
wenn im Laufe des Processes mehr ausgeführt wurde, als die 
Schlussbitte umfasst«; S. 156 — 61 Ist das Erbieten zur DifTusio 
contentorum in der Wiederklage zulässig; S. 162 — 88 Ist ein 
Beklagter befugt, die ihm wider die Klage zuständigen Einreden, 
welche er vorzuschützen unterlassen hat, oder welche in den 
rechtskräftigen Erkenntnissen übergangen oder als unschlüssig, 
versäumt oder unerwiesen geachtet worden sind, nachher mittelst 
besonderer Klage geltend zu machen; S. 189 — 94 Vertritt eine 
Denunciation die Stelle der Hauptklage, wenn auf Anstellung 
der letztem ex lege diffamari provocirt worden ist; S« 203 — 8 
Ueber die Anwendung des Chursächsischen Generalis wegen des 
Sterbelehns vom 3. November 1751 auf einige streitige FäUe — 
in Th. n: S. 117 — 25 Ist das decendium nach Publication eines 
Erkenntnisses auch dann zu berücksichtigen, wenn kein Bechts- 
mittel mehr zulässig ist; S. 126 — 36 Hat der Bichter nach 
Inhalt des Chursächsischen Mandats vom 13. Novbr. 1779, wenn 
ein Concurs vor Erlassung der Edictalien durch Vergleich ge- 
hoben worden ist, die Edictal-Citation amtswegen noch zu erlassen; 
S. 137—49 In welchem rechtlichen Verhältnisse steht derjenige, 
welcher einen Fond in eine Handlung auf Gewinn und Verlust 
gegeben hat, ohne selbst am Geschäfte unmittelbar Theil zu 
nehmen, zu dritten Personen; S. 150 — 60 Streitet in Hinsicht 
auf die in der Markung eines Dorfes liegenden Wüstungen und 
Lehden für die Gutsherrschaft die Präsumtion des Eigenthums; 



Geheimrath Dr. Friedrich Alberi; t. Langenn in Dresden, 241 

8. 161 — 73 Ist der Wechselgläubiger befugt, neben der Ezecu- 
tion gegen die Person des Schuldners auch noch die Hülfe in 
das Vermögen desselben zu verlangen; S. 174 — 92 Ueber die 
vom Richter auf Ansuchen der Interessenten zu erlassenden In- 
hibitionen, insbesondere wegen bedingter oder noch nicht fälliger 
Forderungen oder wegen Beal- Ansprüchen an Gegenstände, deren 
Yeräusserung dem Beklagten sofort verboten werden sollen; S. 
193 — 213 Von welcher Zeit an sind bei den in eine Erbschaft 
zu conferirenden Gegenständen Zinsen zu berechnen; S. 214 — 26 
Muss die Klage auf Schutz im altem Besitz (Possessorium ordi- 
narium) auf einen Erwerbstitel gegründet werden; S. 227 — 39 
Ist es nach Eönigl. Sachs. Gesetzen einem Dritten erlaubt, den 
Text eines bereits edirten Buches, welches den Abdruck eines 
Mannscriptes enthält, zu dessen Entzifferung wissenschaftliche 
Thätigkeit erforderlich war, durch den Druck zu vervielfältigen ; 
S. 240 — 47 Ist selbst nach römischem Bechte die L. 13. D. 
finium regnndor. als anwendbares Gesetz zu betrachten. 

Urtl^I beiS @$iebS$en((teiS jut gntfcbeibung über bie 9ted&töbeftänbig(eit 
be^ unter bem 11. Octobet 1849 für boiS ©ro^J^eQogt^m SJledlenburg^ 
@4lDetin imbUcirten StaatiSgntnbgefe^ei^ nebfi ben @iitf4etbungSgrünben. 
Scbtoetin, gebr. in b. &ofbu4btuderei. 1850. 4^ 53 6. (3n ©emein« 
f^ft mit bem Siceprdfibenten bed flgl. $reu^. Obet-tribunald Dr. ®öb 
u. bem AgI. {)annot7. ®eb. (kbinet^i^Statb a. S. %t^x, n, @<^ele bearbeitet.) 

Snnalen bed Aonigl. Sä4f. Oberoppeüatiimdgerid^ }u Sredben. 
»b. I— VIII. fieipaig, »o^berg. 1860—65. 8^. 1 »L 576 S.; 1 »L 
576 6.: 1 931. 574 ©.; 1 »L 574 ©.; 1 »L 574 S.; 1 »L 576 6.; 
1 91. 574 6. ; 1 SL 576 6. nebft 1 $lan. SDlit Stepertorium su ben 
8 Sben. (3n Serbinbung mit ben OberappeUation^rdtben @. @ide(, SL 
9R. $5f<bmann u. 6. 0. 64umann bt^gb.). — Serfelben ^nnalen SReue 
Solge. »b. I— IV. 2)afelbft. 1866—68. 8». 1 SPl. 576 ©.; 1 »l. 
574 e.; 1 SL 574 6.; 1 »(. 576 @. (3n SBerbinbung mit ben 
OberappeOationdrdtben 6. 0. @(bumann u. fi. SR. $öfcbmann bti^gb.) 

Verzeichniss der historischen Schriften. 

{>ersog SUbretbt bec Seberste, 6tamm»atet M tönigUcben ^au\^ 
©acbfen. (Sine 3)arfteUung avS ber fdc^rtfcben Stegenten«, Staate» unb 
Kultur «©efcbicbte bdS XV. Subtbunbertd, grogentbeild auS ar(biDa(if(ben 
OueUen. fieipjig, e>inri*g. 1838. S\ VIII, 626 ©. 

9Rori6, $>er}og unb 6burfürft ju ©atbfen. 6ine 3)ar{teUung aud 
bem Seitolter ber JReforraation. Sb- I— H. SKU aJlorife'« unb Sbriftopb'Ä 
Don (Sarlotoib »ilbninen. fieipjig, ^imöfi. 1841. 8^ X, 598 & XVI, 
400 ©. anu 2 Zaf. 

3üge and bem ^omilienteben ber &er}ogtn ©ibonie unb ibrer fürft« 
lidben Sertoanbten auS bem XV. unb XVI. ^abr^nbert. 9la^ ungebrudten 



242 Kachtrag zum Yeneichnisse der Zöllner'sehdn Schriften. 

Sriefen batgefteOt. [St. u. b. Zit.: Sltttt^etlungen M AöntgL Sd^r^f^ 
aUett^m^^Seretnd. &tftottfdM Sn^altö. I.] S)redben, aRein^b u. 651^. 
1852. S^. VI, 138 ©. 

S^tifto))^ bon Satbmib. (Sine SarfteKung au^ bem XVI. 3a^i« 
^unbett Scipjtg, ©Inti««. 1854. 8^ VlII, 366 S. 

. Soctor JDlelc^tot bon Offa. 6ine SarfteQund auS bem XVI. ^r- 
^unbert. Seip^ig, ^inrid^. 1858. 8^ VJII, 206 €. 

Aus der Zeit, wo y. Langenn als Erzieher des Prinzen Albert 
im Hause von dessen fürstlichem Vater lebte, stammte die Sitte» 
dass an der fürstlichen Weihnachtsbescherung auch y. Langenn 
mit Theil hatte, u. an dieser Sitte wurd« auch, nachdem er aus 
dem fllrstlichen Hause wieder geschieden war, bis zu seinem Tode 
vom Prinzen a. nachmaligen König Johann festgehalten. Derselbe 
beschenkte bei solchen Gelegenheiten v. Langenn mit werthvoUen 
Büchern u. zwar, da er dessen besondere Vorliebe für historische 
Studien kannte, mit historischen Werken. Diese Bücher hielt 
Y. Langenn in hohen Ehren, u. hat dieselben, damit sie nicht bei 
seinem Tode dem Verkaufe Preis gegeben würden, nebst einer 
Anzahl anderer Bücher aus seiner Sammlung, auf Fürbitte des 
Bibliothekars der Stadtbibliothek in Zittau Dr. Tobias, sämmtlich 
dieser Bibliothek als Vermächtniss überlassen. J. F. 



[669.] Nachtrag sum Yerzeichnisse der Zöllner'sclieii 

Schriften*)« 

üeber ein einfaches Verfahren, mit Anwendung Yon Eisen- 
salzen unmittelbar kr&ftige, positiYS Photographien zu erzeugen. 
(Separat-Abdmck aus den Annalen der Physik und Chemie hrsg. 
von J. C. Poggendorff: Bd?) Leipzig, Barth. (?) 8«. 158—60 S. 

unterzeichnet: Schönweide, März-Mai 1860. 

Beiträge zur Kenntnifs der chromatischen und monochroma- 
tischen Abweichung des menschlichen Auges. (Separat -Abdruck 
aus den Annalen der Physik und Chemie hrsg. von J. C. Poggen- 
dorff. Bd CXL) Leipzig. Barth. (?) 8^ 8 S. m. 1 Taf. 

Unterzeichnet: Sch6nweide, Sptbr. 1860. 

Ueber eine neue Art anorthoskopischer Zerrbilder. S. 1. et a. 
8«. 8 S. 

Unterzeichnet: Leipzig, Octbr. 1862. 

Ueber eine neue Beziehung der Betina zu den Bewegungen 
der Iris. (Separat-Abdruck aus den Annalen der Physik und 

*) Durch die Gefälligkeit des t. Zahn'schen Antiquariats, welches 
die Ton Professor Dr. Friärich Zöllner in Leipzig hinterlassene Bibliothek 
angekauft hat, bin ich in den Stand gesetzt, die Yon mir oben Nr. 1 
veröffentlichte Zöllner-Bibliographie zu vervollständigen. J. P. 



Nachtrag zum Veneichnissd der Zöllner^fichen Schriften. 248 

Chemie hrsg. von J. C. Foggendorff. Bd?) Leipzig, Barth« (?) 8^ 
19 S. Nebst 1 Bl. Nachtrag. 

Unterzeichnet: SchönweidCi Octbr.-Novbr. 1860. 

Ueber die Abhängigkeit der pseadoskopischen Ablenkung 
paralleler Linien von dem Neigungswinkel der sie durchschneidenden 
Querlinien. (Separat- Abdruck aus äen'Annalen der Physik und 
Chemie hrsg. von J. C. PoggendorfE. Bd?) Leipzig, Barth. (?) 8^. 
587-^91 8. 

Unterzeichnet: Schönweide, Ootbr. 1861. 

Theorie der relativen Liohtst&rke der Mondphasen. Zur Habi- 
litation in der Philosophischen Facultät der Univeisit&t Leipzig 
bearbeitet und am 13. März 1865 im Sitzungssaale der Medicini- 
sehen Facultät Öffentlich zu vertheidigen. Leipzig, Druck von 
Breitkopf u. Härtel. 1865. gr. 8«. 1 Bl. 52 8. Mit 1 Taf. 

Besultate photometrischer Beobachtungen an Himmelskörpern. 
(Separat-Abdruck aus den Annalen der Physik und Chemie hrsg. 
von J. C. Poggendorff. Bd?) Leipzig, Barth (?) 8^ 260—69 & 

Unterzeichnet: Leipzig, Febr. 1866« 

Ueber ein neues Spectroskop nebst Spectralanalyse der Ge- 
stirne. (Abdruck aus den Berichten der Königlich Sächsischen 
Gesellschidt der Wissenschaften zu Leipzig. Sitzung der math.- 
phys. Classe vom 6. Februar 1869.) Leipzig, Hirzel. gr. 8^. 14 S. 

On a new Spectroscope, with contributions to the Spectral 
Analysis of the Stars. From the Reports of the Boyal Baxon 
Aeademy of Sciences, Leipsic, Feb. 6, 1869. TranÜated from No. 
1772 (Sept. 15, 1869) of the Astronomische Nachrichten, by 
Alfred M. Mayer. S. 1. et a. gr. 8^. 11 S. 

Beobachtungen von Protuberanzen der Sonne. Abdruck aus 
den Berichten der Königlich Sächsischen GeseUschafk der Wissen- 
schaften zu Leipzig. Oeffentliche Sitzung vom 1. Juli 1869.) Leipzig, 
Hirzel. gr. 8^ 6 S. mit 1 Taf. 

Observations of the Solar Protuberances. From the Beport 
of the Boyal Saxon Aeademy of Sciences. Translated from the 
Astronomische Nachrichten, No. 1769. August 1869, by Alfred M. 
Mayer. S. 1. et a. gr. S\ 3 S. m. 2 Taf. 

Ueber eine, neue Methode zur Messung anziehender lind ab- 
stossender Kräfte. (Abdruck aus den Berichten der mathem.-phys. 
Classe der Königl. Sachs. Gesellschaft der Wissenschafken 1869. 
Vom 27. November.) Leipzig, Hirzel. gr. 8^ 4 S. 

Ueber die Tempei*atur und physische Beschaffenheit der Sonne« 
(Separat-Abdruck aus den Berichten der KÖn. Sachs. Gesellschaft 
der Wissenschaften Mathematisch-Physische Classe. Sitzung am 
2. Juni 1870.) Leipzig, Hirzel. gr. 8». 1 BL 10B—2B S. 

(Schluss folgt.) 



244 Üittoratär und Miscelleii. 

Litteratnr nnd Miseellett. 

Allgemeines. 

[670.] The Library Journal Official Organ of the American 
Library Association. Vol. 8. (S. oben Nr. 577.) 

Enih. in der Mai-Nr. 5: Editorial (A. L. Annual Meeting; 
Poole's Index^ its size ; N. Y. libraries) — Appeal of a State Lib- 
rarian; by Mrs. S. B. Maxwell — Convict Indexes — ITuwelcome 
Library Visitors — A Vandal's Suggestion — J. M.* H., Book- 
Thirst — Library Economy and History — Bibliografy — Ano- 
nyms and Pseudonyms — Literature for the Toung — Librazy 
Purchase List — General Notes. — Supplement: Co-operatiye 
Index to Current Periodicals. 

[671.] Bulletin du Bibliophile et du Biblioth^caire publ, par 
Techener. L. Annö 1883. (S. oben Nr. 475.) 
Enth. im Jan.-Hft.: S. 1 — 19 Titon-du-Tillet et son Pamasse. 
(Le P. Yani^re et son praedium rusticum.) Par H. Moulin — 
S.' 20 — 45 Du Prix-courant des Livres anciens. Revue des Ventes: 
Yente de la Bibliothique de Grenard de Grenoble — S. 45 — 46 
üne Yente de livres ä Bruxelles — S. 47 — 48 Ghronique. — Im 
Febr.-März-HfL: S. 49 — 70 Les Oeuvres de Richard Simon, par 
le Baron Ernouf — . S. 70 — 72 La Particule nobiliaire — 8. 
72 — 74 Un nouvel Hommage ä M. Silvestre de Sacy, par L. T. 
— S. 75 — 88 Revue critique de Publications nouvelles — S. 
88 — 104 Du Prix-courant des Livres anciens: Yente d'une s^rie 
de Ijvres rares proyenant duCabinet de feu Benjamin Fillon; 
Yente de la coUection des lettres autographes de Dubrunfaut — 
S. 121 — 26 Yente de la coUection de Manuscrits de Hamilton- 
Palace — S. 126 — 33 Exposition publique de reliures anciennes, 
de manuscrits et d'estampes appartenant ä des aiüateurs — S. 
138—44 Chronique. . 

[672.] The Bibliographer A Jourfial of Book-.Lore. London, 
Elliot Stock. (8. oben Nr. 476.) 

Enth. im Mai-Heft Nr. 18: S. 153—56 The London Gazette. 
By C. H. WaU — S. 157—60 The Publishing House of J. G. 
Cotta. By Leonard A. Wheaüey — S. 160—64 üpon some of the 
Block-Books on the Netherlands. (Part II.) By W. M. Conway — 
S. 165—69 A Bibliography of Sacheverell. (Part EL.) By P. 
Madan — S. 169 — 73 The outline of a Schema for a Dictionary 
of Periodical Literature. (Part H.) By Cornelius Walford — S. 
173 — 75 Johnson's Rasselas — S. 175—77 Sunderland Säle — 
S. 177—78 Drake Library. Mr. Röach Smith's Becollections — 
S. 178 — 84 Coirespondence, Index Society, Notes and News, Lib- 
raries — Hierüber 1 Bl. Titel u. S. 185—90 Register zum nun- 
mehr abgeschlossenen HI. Bde. 



Litteratnr nnd IfisceUen. 245 

Im Jani-Heft Nr. 19 : 8. 1—5 Editions. Bj Edward Solly — 
S. 5>-6 The Marseilles Library. By F. Poingdestre Carrel — 
S. 7 — 9 Extinct Local Magazines. Part III., By S. A. Nenman — 
S. 9—11 Bibliographical Epitaphs. By 0. H. W. — S. 11—13 
Library of St. Mary's College, Blairs. By J. P. Edmond — S. 
18 — 15 The outline of a scheme for a Dictionary of Periodical 
Literature (Part HL) By Cornelius Walford — S. 15—17 Brake 
Library Säle — S. 17—20 The Bibliography of Skating (Part m.) 
By Fred. W. Foster — S. 20—24 Index Society, Notes and 
News, Beviews, Correspondence. 

Bibliographie. 

[673.] Bibliographische Adversaria. Vijfde Deel. No. 1. 's 
Gravenhage, Martinus Nijhoff. kl. 8^. 1 Bl. 32 S. (S. Anz. 
1882. Nr. 702.) 
Enth.: De eerste Boekdrukker te Alkmaar, door M. F. A. G. 
Campbell — Een Claghe Jesu Christi, uit het latijn van Petrus 
Bloccius, vertaald door Hendrik Laurensz. Spieghel, door J. I. 
Doedes — Peter Eaetz of Pieter Kaetz (Bibel Hans van Boemundt, 
1525), door J. I. Doedes — Yervolg der lijst van Bijbels, Testa- 
menten of gedeelten daarvan, niet door Le Long vermeld, (tot op 
het jaar 1650), door J. L Doedes — Bibliographisch Overzicht — 
Catalogus van Boeken, voorhanden in het MIagazijn van Martinus 
Nijhoff te *s Gravenhage. 

[674.] Samuel Apiariüs der älteste Buchdrucker Solothums 
(1565 — 66). Von Franz Jos, Schiffinann. Abgedr. in der 
Bibliographie und Literarischen Chronik der Schweiz. XIIL 
Jahrg. Basel etc., Georg, gr. 8^ Nr. 5. Sp. 113 — 17 &Schluss 
folgt in No. 6. (S. oben Nr. 579.) 

Zum dritten Male abgedruckt — dies ist des Guten denn 
doch wohl zu viel. 

[675.] Bibliographie des Bibliographies par L^n Vall^ de 
la Biblioth^que nationale. I. Partie Catalogue des Bibliographies 
g^n^rales et particuli^res; par ordre alphab^tique d'auteurs, 
avec indication compl^te du ütre, des lieu ei date de publica- 
tion, du format, etc. II. Partie B^pertoire des mdmes Bibliogra- 
phies par ordre alphab^tique dematiires. Paris, Terquem. Lex. 
8<>. VI S. & 1 Bl. 774 S. Pr. n. 25 Mk. (S. oben Nr. 252.) 
Der Umstand, dass ich selbst ein ähnliches von Valläe gründ- 
lich benutztes Werk (Bibliotheca bibliographica 1866) herausgegeben 
habe, welches aber in der Form von dem vorL verschieden ist^ hindert 
mich, auf eine nähere Besprechung desselben einzugehen u. mein 
Urtheil darflber abzugeben; denn ich würde in den Augen des 
Publikums kein unbefangener, sondern ein parteiischer Bichter sein. 
Nur ein paar Kleinigkeiten erlaube ich mir zu bemerken, dass 



2^6 Littoratnr und 

D&mlteli Titel TOn Bflchem flbto ^^blioth^cure'' n. ,,Bibliotti^co- 
Domie'' unbedingt nicht Sn ein derartiges Werk, wie das YorL, 
gehören, sowie dasa mein Name nicht ^yPetzoldt^ sondern richtig 
„Petzholdt^ geschrieben wird. J. P. 

[676.] Wissenschaftlicher Jahresbericht ttber die Morgen- 
ländischen Studien im Jahre 1880. Unter Mitwirkung mehrerer 
Fachgelehrten heraosgegeben Ton Ernst Kuhn und Angost 
Müller. [Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft 
hrsg. unter Bed. von E. Windisch.- Supplement zum XXXIV. 
Bande.] Leipzig, Brockhaus in Comm. 1883. gr. 8^. 2 BU. 
223 S. (S. Anz. J. 1882. Nr. 493.) 

Der VorL Jahresbericht, der durch Euhu's Verschulden etwas 
yerspätet erscheint, ist aus 19 von den beiden Herausg. u. 13 
anderen Gelehrten bearbeiteten Einzelberichten zusammragestellt; 
dieselben bieten in der seither üblichen Weise einen fortlaufenden Text 
u. untei: demselben in Form von Anmerkungen bibliographische 
Angaben u. a. Nachweise, die sich zusammen auf 1754 Nrr. 
belaufen. 

[677.] S^tijüan ®ottIo6 i?a9fet*iS Soaftdnbigeg Südfrer^Seitcon ent^ 
Htenb aUe t>tm 1750 W Snbe 1882 in 3)eutf$Ianb unb ben an« 
gtenscnben Sdnbent gebrudten Sü^er. XXI. Sknb ot>er bed VIII. @up« 
plementeiS erfte ^dlfte. 1877—1882. SRit Slacj^ttägen unb Seric^tU 
gungen ^u ben früberen SBdnben. Seatbeitet i>on 9fii(i&arbt ^aupt. Sl — SL 
Sief. 3—4. Seipiig, äBeigd. 4. 1 S3L 481—893. $t. ä n. 9,35 m. 
(S. oben Sir. 581.) 

Enth. die Artikel ,,Geffcken" bis „Eynast" 

[678.] Journal g^n^ral de Tlmprimerie et de la Librairie. 
II. S^rie. Tom. XXVL Ann^ 1882. Table alphab^tique. Paris, 
au cerde de la Librairie etc. gr.' 8°. 1 Bl. 192 S. 

Erstes Begisterhefb zu Anz. J. 1882. Nr. 210. 

{679.] Bibliographie nationale Dictionnaire des EcriTäins 
Beiges et catalogae de laurs publications 1830 — 1880. Livr. 3. 
Bruxelles, Weissenbruch. Lex.8^ S. 198—308. Pr. n. 2,50 Mk. 
(S. Anz. J. 1882. Nr. 326.) 

Enth. die Artikel ,»Capitaine'' bis ,,Cordelois." 

[680.] Svenskt Bokleiikon. Aren 1830—1865. Utarbetadt 
af Hjalmar Linnstr6m. Senar^ DeL Hft. 13 — 16 Stockholm, 
Samson & Valiin. 4<>. 8. 193—256. Pr. n. 7,50 Mk. (S. oben 
Nr. 587.) 

Enth. die Artikel JPalmqvist'* bis „Psalmboken". 

[681.] *• Bibliotheca philologica classic«. Verzeichniss der 
auf dem Gebiete der classischen Alterthumswissenschaft erschie- 
nenen Bächer, Zeitschriften, Dissertationen, Programm-Abhand- 
langen, Aufsätze in Zeitschriften und Becensionen. Beiblatt zum 



Litteratnr und Hiscellen. 247 

Jahresbericht Aber die Fortschritte der dassischen Alterthnms- 
wissenschafk. X. Jahrg. 1888. 4 Hfte. BerHn, Oalvarj & Co. 
gr. 8^ (Hft. 1, 106 S.) Pr. d. 6 Mk. (8. Am. J. 1882. 
Nr. 928.) 

[682.] * Theologischer Jahresbericht Unter Mitwirkung von 
Bassermano, Benrath, Bdhringer, etc. heraosgegeben Ton B. 
PÜDJer. II. Band enthaltend die Literatur des Jahres 1882. 
Leipzig, Barth, gr. 8«. VUI, 463 8. Pr. n. 8 Mk. (S. Anz. J. 
1882. Nr. 803.) 

[683.] Festgabe zupi fünfzigjährigen Amtsjabiläum Seiner 
Excellenz des Herrn Beiohsgerichtspr&aidenten Dr. Eduard Simson 
am 22. Mai 1883 überreicht von Prof. Dr. K. Schuld, Biblio- 
thekar bei dem Beichsgericht. Inhalt: Zar Literärgesohichte des 
Corpus Juris Civilis. Leipzig, Breitkopf & HärteL gr. 8^. 34 S. 
Pr. n. 1 Mk. 

Enth. die genaue Beschreibung der betreff* Werke aus. der 
Bibliothek des Beichsgenohts. 

[684.] * Wolfs medicinisches Tademecum. Alphabeti8ch-*S78te- 
matische Zusammenstellung von neuen und renommirten Erschei- 
nungen der Literatur des In- und Auslandes auf dem Gebiete 
der Heilwissenschaft und Thierheilkunde. Mit Bagister der 
Systeme und Schlagwörter. IIL yermehrte u. verbesserte Auf- 
lage. Leipzig, Kössling. 8^ 168 & Pr. n. 1,50 Mk. (S. Anz. 
J. 1882. Nr. 931.) 

{685.] SlOficmdne S^it beiS Solttfc^bDefeiid. ^midgegekn 
in SerUnbung mit X. Süttnet k., % (Ser^Kitbt k., % ^ummd sc., 
%. Arab :c., SB. ftupfennann k., S. %. $Iatm sc, % SBoebec k., 
Seppetfelb, lum 9. SB. @e9ffatt(^, $aftoK prim. ju Siegnift. 1882. 9kue 
Solae y. Sa^rg. (S)er oon^en Stet^ 18. 3a(^.) ^tau, Slotflrn« 
ficm. 1883. 8^ @nt6. 6. 225—412: SHeKtletaiif^e »eiDetttng 
auf bem ©ebiete bed SoIbfAuM«ti^- 9Rit al))ba6eti{(bem fftaiam&* 
Qe^ei^nü^ bet im Htterarif^en iBerütte genoiinten Slutorfn. (€. Xna. 
3. 1882. «Rr. 506.) 

Gute kritische BeTue mit bibliograph. Genauigkeit. 

[686.] * Botanischer Jahresbericht. Systematisch geordnetes 
^epertorium der botanischen Literatur aller Länder. Unter Mit- 
wirkung Ton Askenasy, Batalin, Dtngler etc. herausgegeben von 
Professor Dr. Leop. Just. VIL Jahrg. [1879.] Abth. 2. HfL 3. 
(Schluss.) Berlin, Bomtrftger. 1888. gr. »•. V, 641—882. Pr. 
n. 7 Mk. (8. oben Nr. 593.) 

[687.] * Chemisch- technisches Bepertorium. üel)ersichtlich 

geordnete Mittheilungen der neuesten Erfindungen, Fortschritte 

und Verbesserungen auf dem Gebiete der technischen und indu- 

- atriellen Chemie , mit Hinweis auf Maschinen, Apparate und 



248 Litterator und Miscellen. 

Literatur. Ton Dr. Emil Jacobson. [XX. Jahrg.] 1882. 1. Halb- 
jahr. 2. Hälfte. Berlin, Gaertner. 1883. gr. 8<>. S. 113- 200 
m. eingedr. Hokschn. Pr. n. 2,25 Mk. (S. oben Nr. 284.) 

[688.] diftonjc!^ Seitfdbrift, (r^. rxm d. r>. @^bel. SDlfind^en u. 
SeiMid, Olbenbourg. ^i. 8^ @ntb. Steue gfolge Sb. XlII. (bec ganjen 
golflc 49. »b.) W. 8. S. 461—668. & 8b. XIV (tcfp. 50. »b.) 
«>ft. 1. 6. 119—189: ßtcratuTbcn*t. (©. oben Kt. 493.) 

Enth. 205 Nrr. 

[689.] Neues aus der Geographie, Kartographie und Statistik 
Europa's und seiner Kolonien. XIII. Jahrgang. QueUennacfa- 
weise, Auszüge und Besprechungen zur laufenden Orientirung be- 
arbeitet vom Grossen Generalstabe, Geographisch-statistische Ab- 
theiiung. [A. u. d. Tit: Begistrande der Geographisch-statisti- 
schen Abtheilung des Grossen Generalstabes. Jahrg. XIII.] Berlin, 
Mittler & Sohn. gr. 8«. XIV, 657 S. Pr. n. 13 Mk. (8. Anz. 
J. 1882. Nr. 512.) 

Beich an bibliographisch interessantem Materiale. 

[690.1 * Studi biografici e bibliografici sulla Storia della 
Geografla in Italia, pubblicati dalla Societä Geografica Italiana 
in occasione del HI Congresso geografico intemazionale. — Vol. 
I Biografia dei Viaggiatori colla Bibliografia delle loro opere 
per P. Amat di S. Filippo. II. Ediz. — Vol. II. Mappamondi, 
carte nautiche, Portolani ed altri monumenti cartografici spe- 
cialmente Italiani dei sec. XIII — XVII per G. üzielli e F. Amat 
di S. Filippo. II. Edizione. Borna, tip. Bomana. 1882. S^ XI, 
743 8. m. 3 Taf. & XXVI, 327 S. Pr. h 10 L. 

' [691.] * Gatalogae des ouvrages relatiüB au Forez, ou au d6- 
partement de la Loire publik en 1882, dress^ par Aug. Ghave- 
rondier et E. F. Maurice. [Extrait des Annales de la Societä 
d'agriculture, etc., du d^partement de la Loira, ann^ 1882.] 
Saint-Etienne, imp. Th^lier et Cie. S^. 8. 201—44. 

[692.] * Bibliografia de la Tauromaquia, por L. Carmena y 
Millan. Madrid. 4^. XII, 160 S. Pr. 6 Mk. (500 Exempl.) 

[693.] * Bibliografia per ridere, di Olindo Guerrini. 1. e 2. 
Migliaio. Borna, Sommartiga e C. 16^. 125 S. 

[694.] * Documents pour servir ä Phistoire de TUniversit^ de 
Gendve. 3. Fase. Oatalogue des Ouvrages, Articles et M^moires, 
publi^s par les Professeurs de Tüniversit^ de Gen^ve et notices 
sür rObservatoire^ le Jardin Botanique et le Mus^e d*Histoire 
Naturelle. GenÄve, Bäle et Lyon: Georg. 8®. VIÖ, li2 S. 
Pr. 2 Fr. 

[695.] * Les Aziomes du Droit Fran9ais; par le Sieur Ca- 
therinot. Ayoc une notice sur la vie et les Berits de Tanteur 



Litteratnr und Miscellen. 249 

par Edouard Laboulaye, de l^nstitat, et one bibliograpbie rai- 
sonn^ des Berits des Catherinot, par Jacques Flacb, professeur 
suppl^ant au coUdge de France. [Eztrait de la nouvelle Itevue 
historique de Droit Fraufais et ätranger.] Paris, Larose et 
Forcel. 8^. 64 S. 

[696.] * Poesies choisies de Gresset Avec une notice bio- 
bibliographique par L. Derume. Paris, Quantin. 8^ XL VI, 288 
S. mit Portr. Pr. 10 Fr. (Nur in geringer Aufl.) 

Gehört zu den ,,Petits Poites du 18e siMe/' 

[697.] * Due Articoli relativi al P. Giuseppe Pavia d. C. d. 
G., segulti da un Catalogo dei suoi lavori, compilato da B. Bon- 
compagnL Borna, tip. delle Scienze matem. e flsiche. 1882. 
8«. 22 S. 

[698.] »id^arb SSkianet. Sein Seben unb feine SBerte. Sion 
»embatb Söget. Sei^jig, 9tüb(e ä äfiüttinget. d. S^'d m. 144 6. 
m. 1 ©oljf^taf. em^. 6. 180—38: glterotut. 

Zusammenstellung dessen, was der Verf. ,,au8 der Literatur 
über die Bestrebungen der modernen Kunst im Allgem. u. Aber 
Bicfaard Wagner im Besond. hervorheben'^ zu müssen geglaubt hat. 

BujDhhändler« und antiqnarisehe Kataloge. 

{699.] * Les Imprimeurs et les Libraires dans la Cöte-d'Or; 
par Cl^ment-Janin. IL l^dition, avec portrait et faosimile. Dijon, 
imp. Darantiere. kl. 8^ VII, 239 8. Pr. 7 Fr. 60 c. (Nur 
800 Exempl., wovon 200 auf Tel., 75 Hol!., 25 Chin. Pap.) 

[700.] Nr. 101—2. Katalog von Theodor Ackermann K. Hof- 
buchhandlung nebst Antiquariat in München. 8^. 1 Bl. 30 S. 
1004 Nrr. & 1 Bl. 118 S. 4485 Nrr. (S. oben Nr. 609.) 
Enth.: Geschichte Italiens; Italien. Sprache ü. Litteratnr niebst 
IJebersetzungen ; Kunst in Italien & Deutsche Belletristik nebst 
üebersetzungen. 

[701.] Nro. 158. Antiquarischer Katalog der C. H. Beck*schen 
Buchhandlung in Nördlingen. — Protestantische Theologie. 
Neueste Erwerbungen. S^. 1 Bl. 80 S. 1758 Nrr. (S. oben 
Nr. 510.) 

Sehr reichhaltig an älterer u. seltnerer Litteratur. — In Vor- 
bereitung befindet sich eine „Bibliotheca Lutherana. Verzeichniss 
einer Lutherbibliothek^S zu dessen Vervollständigung die Beck^dche 
'Buchhandlang eine eigene Desideraten-Liste (8^. 10 S.)* ausge- 
geben hat. 

[702.] Utrecht II. Catalogus von Boeken geschreven door 
Hoogleeraren aan de ütrechtscfae Universiteit sedert 1800 ver- 



250 liittorntor and MiBcdlea.' 

krijgbaar by J. L. Beyers, gr. 8^ 1 Bl. 51—112 S. 586 
bis 2319 Nir. 
Interessante Sammlang von Schriften von 81 Utrechter Pro- 
fessoren. 

[703.] Katalog CLXX. Verzeichniss einer Sammlang von 
Werken ans dem La^er von S. Calvarj & Co. Special-Greschäft 
für Philologie und Naturwissenschaft in Berlin. -^ Ausgewählte 
Sammlang philologischer Werke. 8^. 1 Bl. 28 S. 

Euth. viele seltenere Werke — freilich nicht zu billigen Preisen. 

[704.] CLI — CLIL Katalog des antiquarischen BQcherlagers 
von Albert Cohn in Berlin. — Seltene Bücher aus allen Fächern. 
I— IL Abth. 8^ 1 BL 46 S. 1—256 Nrr. & 1 BL 46 S. 
257—528 Nrr. (S. oben Nr. 618.) 

Sehr beachtenswerth. £nth. dorchaus seltnere Artikel ^Ablass'^ 
bis „Polonica^ 

[705.] Die Fürstenwelt; Adelskunde; Genealogie; Heral- 
dik; Numismatik; nebst Werken über Jagd- und Pferde-Wissen- 
schaft, Beit-, Fecht- und Schwimmkunst , welche von Eduard 
Fischhaber in Reutlingen zu beziehen sind. kl. 8^. 81 S. 
Geschmackvoll finde ich es durchaus nicht, dass das durch 
Druck auffällige Aushängeschild „Die Fürstenwelt'' dazu benützt 
wird, Ar Schriften über gefälschtes Papiergeld, Hunde u. a. dergl. 
Beklame zu machen. 

[706.] Nr. 2. Antiquarischer Katalog der Gleerup^schen 
Üniversitäts-Buchhandlung in Lund, — Medicin, Pharmacologie, 
Thierheilkunde. April, gr. 8^ 1 Bl. 50 S. 1800 Nrr. 

Hauptsächlich Schwedische u. nächstdem Deutsche Litteratur. 

[707.] Otto Harrassowitz, Buchhandlung und Antiquariat in 
Leipzig. Aütiquarischer Catalog 95. — Jurisprudenz und Staats- 
wlesenschaften. 8^. 1 Bl. 88 S. 957 Nrr. (S. obe;i Kr. 443.) 

Die staatswissenschaftl. Litteratur bildet einen durchaus unter- 
geordneten Theil. 

[708.] LVni. Verzeichniss des antiquarischen Bücherlagers 
von Caspar Haugg in Augsburg. 8^. 1 Tit.- u. 19 S. 474 Nrr. 
(S. oben Nr. 512.) 

Enth.: einige' 50 Drucke aus dem XY. u. XVI. Jhrhdt.; Ka- 
tholische Theologie; Geschichte, Geographie u. a. 

[709.] No. 78. Catalog des antiquarischen Bücherlagers von 
Joseph Jolowicz, Buchhandlung und Antiquariat in Posen. In- 
halt: Mathematik, Physik, Chemie, Naturwissenschaften etc. 8^ 
1 BL 84 S. 962 Nrr. (S. oben Nr. 615.) 

Fast durchweg Deutsche Litteratur. 

[710.] Nr. 267. Bücher-Yerzeichniss über Werke aus dem 



Litteratnr und IGscellen. 251 

Gebiete der Becbts- und Staatdwissenschafti welche bei Theodor 
Kainpffmajer in Berlin za haben sind. 8^ 28 8. (8. oben Nr. 406.) 
Stets billige Preise. 

[711.] Nr. 671—78. Antiqnarischee BQcherlager von Eirch- 
Jioff & Wigand in Leipzig. — Bechta- nnd StaatswissenachafteD. 
II— IV. 8«. ;(8. oben Nr. 617.) 

Enth. : in ü. Handelsrecht u. Handelswissenschaften, Oonoors- 
procesSf einschliesel. Bank-, Asaekoranz- n. Transportwesen, Buch- 
handel u. Fresse (1 BL 80 S. 961 Nnr.); in m. Criminal- u. 
Kirchenrecht (1 Tit.- u. 28 S. 786 Nnr.); in 17. Staats- u. Ca- 
meralwissenschaften (1 Bl. SO 8. 999 Nrr.). 

Nr. 674 — 77 des nämlichen antiquarischen Bücherlagera» 8^. 

Enth.: in 674—75 Literärgeschichte, Bücherkunde, Belle- 
tristUt I— n. (1 Tit.- u. 81 S. ft i Bl. 66 8. Zusammen 8472 
Nrr.); in 676 Schöne Künste, Kupferwerke, Curiosa (1 Bl. 58 S. 
1677 Nrr.); in 677 Landwirihschäft, Gartenbau, Thierheilkunde 
(1 Bl. 18 8. 546 Nrr.), 

[712.] Antiquariats-, Sortiments- und Yerlags-Buchhmidlung 
von Wilhelm Koebner (C. F. Maske's Antiquariat) in Breslau. 
160. Katalog. — Evangelische Theologia ,8^ 1 Bl. 6Z 8. 
1673 Nrr. — 161. Katalog. Culturgeschichte. Seltenheiten n. 
illustrirte Werke. Curiosa der Literatur, der Medizin und Juris- 
prudenz. 1 Tit.- u. 65 S. 1808 Nrr. (8. oben Nr. 646.) 

Hauptsächlich Deutsche, neuere sowohl als ältere Litteratnr. 

[718.] Bibliotheca philologica. Yerzeichniss einer ausgewählten 
Sammlung von Werken aus dem Gebiete der klaesifcben Philo- 
logie, der Pädagogik, alten Geschichte und Arcb&ologie, welche 
vorräthig sind bei N. Kjmmel, Buch- loid Antiquariatshandlnng 
in Biga. Antiquarisches Yerzeichniss Nr. KXI. (Auch m« Buss. 
Tit.) 80. 1 Bl. 65 8. 1632 Nrr. 

Bussische Litteratnr bildet den geringsten Bestandtheil. 

[714.] 71 ift 73. Bücher- Yerzeichniss aus Mayer & Müller*s 
Antiquariat in Berlin. S^. (8. oben Nr. 312.) 
Enth.: Geschichte (1 Bl. 70 8. -2345 Nrr.) & Chemie u. 
Technologie (1 Tii- u. 66 & 2200 Nrr.). 

[715.] Nr. 71 & 72. Katalog einer ausgewählten Sammlung von 
Werken zu Geschichte u. Cultur, Bechts- u. Staatsleben der 
Germaliischen Yölker & umfassend Kirchengeschichte u. Kirchen- 
recht, Bechts- u. Staatswissenschaften u. Geschichte. ' Zu beziehen 
von dem Buchhändler und Antiquar B. L. Präger, Specialgeschäft 
fQr Bechts- u. Staatswissenschaften u. Geschichte in Berlin. 8^ 
1 Bl. 70 S. 1778 Nrr. & 1 BL 29 8. 812 Nrr. (ß. oben 
Nr. 409.) 

Neuere sowohl als auch ältere Deutsche Litteratnr« 



252 Litfceratnr und lOscelleii. 

[716.] Adalbert Bente^s Antiquariat in Göttingen. Catalog 
66. — Geschichte und deren Hfllfswissenschaften. 8^. 1 Tit.- 
u. 85 S. 1011 Nrr. (S. oben Nr. 622.) 

Enth. meist gangbare Artikel. 

[717.] XL Yerzeichnias des Antiquarischen Bücherlagers von 
Georg Bettig in Bern. — HelTetica. Anhang: .Geschichte und 
Verwandtes. 8^ 23 S. 511 Nrr. 

Die Helvetica bilden den Hauptbestandtheil. 

[718.] No. 92. Antiquariats-Eatalog yon Oscar Btchter An- 
tiquariatishandlung in Leipzig. — Kunst- und Literfirgeschichte, 
Bibliographie, Buchdruckerlninst, BuchhandeL 8^. 1 Bl. 54 S. 
IQIO Nrr. 

Verdient alle Beachtung. 

[719.] 160—62. Catalog des Antiquarischen Bücherlagers 

yon J. Scheible in Stuttgart [A. m. Franz. Tit.] I — IIL Abth. 

gr. 8^ 1 Bl. 1—48 S.; 1 Bl. 50—145 S.; 1 Bl. 57 S. Zu- 

sammen 3261 Nrr. (S. oben Nr. 63.) 

EntL aasgew&hltere u. zum grossen Theile seltnere Artikel; 

betr. in 1. Alpina, Alsatica, Americana, Archäologie, Achitectnr u. 

Kunst, Austriaca, Bibliographie, Biographie, Slavico-Hungarica, 

Turcico-Graeca etc. — in U. Deutsche, Engl, Italien. Litteratur, 

Dr. Faust, Forst- u. Jagdlitteratur, Histor.- Hilüswissenschaften, 

Philologie, Hippologie, Judaica, Kathol. Theologie etc. — in III. 

Litterature fran9aise, livres rares et curieux, avec figures et 

vignettes. 

[720.] 84. Antiquariats-Katalog yon Bimmel & Co. in Leipzig. 
— Geographie. Geschichte. Numismatik. 8^ IBI. 49 6. 1557 
Nrr. (8. oben Nr. 623.) 

Grösstentheils Deutsche, nächstdem Franz., Englische Litteratur. 

BlbllotliekwiBBenBChafU. 

[721.] Monthlj Notes of the Library Association of the Uni- 
ted Kingdom. Vol. IV. (S. oben Nr. 626.) 

Enth. in Nr. 4: Offidal Notices — April Monthly Meeting: 
Paper by Mr. Geo. B. Humphrey, „Libranans and the Working 
Classes — or Can Librarians assist the Working Classes to use their 
Saturday half-holiday profitably ?*' — Library Notes — Catalogues 
and Bepörts. K 

Blbllothekenkimde. 

Bulletin of the Boston Public Library.. VoL V. Nr. 6. 
(Whole Nr. 65.) ApriL Lex. 8^ S. 285—844. (S. oben 
Nr. 419.) 



Litteraial* und Hiscellen« ^5^ 

Enthält, ausser der wie gewöhnlich an die Spitze gestellten 
„Information for Beaders" u. einigen kürzeren Bemerkungen am 
Schlüsse, das Zuwachsverzeichniss der Bates Hall u. Lower Hall 
and Branches, sowie ein Yeraeichniss der Artikel über die American 
Local History in den der Bibliothek gehörigen historischen Sammel- 
werken u. eine Uebersicht der in der Bibliothek vorhandenen Schriften 
über die bekannte Shakespeare-Bacon-Frage. 

[728.] Harvard Unlversity Bulletin. No. 25; or Vol. IIL 
No. 2. Edited By Justin Winsor, Librarian of the University, 
with the assistance of members of the various faculties. April. 
Lex. 8». S. 57—112. (S. oben Nr. 324.) 

Enth. das Zuwachsverzeichniss der verschiedenen Bibliotheks- 
branchen im 1. diesjährigen Quartale. Ausserdem, wie gewöhnlich, 
an der Spitze die allgemeinen die Universität betreffenden Bemer- 
kungen u. am Schlüsse einige Specialitäten: Fortsetzung von Classi- 
fied Index to Maps in Petermann's Geographische Mittheilungen^ 
sowie von Winsor's Bibliography of Ptolemy^s Geography. 

[724.] * Catalogue of the Public Library of Fall River (Mass.) 
Fall River. 1882. 8^. XV, 933 S. 

Hierüber s. Library Journal Vol. 8. Nr. 5. S. 80—82. 

[725.] * Der Generalkatalog der österreichischen Mittelschul- 
Bibliotheken. Von Ferd. Blumentritt. Enth. in der Zeitschrift 
für das Realschulwesen, hrsg. u. red. von J. Kolbe, A. Bechtel, 
M. Kuhn. VIII. Jahrg. 1883. Wien. Holder, gr. 8«. S. 
193—97. 

[726.] Nr. 10. Antiquarisches Bücherlager von A. Raunecker 
(Ed. Liegel) in Klagenfurt. — Katholische Theologie. Enthält 
u. A. die Bibliothek der ehemal. Reichsabtei St. Blasien (Schwarz- 
wald). Kärnten. — April. 8». 1 Bl. 48 S. 1337 Nrr. 

S. 33 — 48 enthält Schriften über Kärnten u. Kärntner Drucke 
808 Nrr. 

[727.] Zugangs- Verzeichniss der Grossherzoglichen Hofbiblio- 
thek in Darmstadt. 1. Quartal 1883. — Unterzeichnet: Gross- 
herzogliche Hofbibliothek-Direction Dr. Walther. Ausgeg. im Mai 
1883. 8«. 29 S. (S. oben Nr. 329.) 

Ankäufe, * eingelieferte Pflichtexemplare, f Geschenke. 

[728.] * Programm der Königlichen Landesschule Pforta. 
Naumburg. 1883. 4^. Enth. S. 1—40: Nachrichten über die 
Bibliothek der Königlichen Landesschule Pforta. .II. Handschriften 
einschliesslich Urkunden. Von Prof. Dr. P. Böhme. (S. Anz. J. 
1880. Nr. 894.) 

[729.] * Catalogue mdthodique de la Biblioth^que Saint-Domi- 

18 



254 Litieratur nnd Miscellen. 

raqu^ ä Tasage des personnes de ^i6i6. Marseille, imp. Blanc 
et Bernard. 16 <^. lY, 64 S. 

[780.] * InTentaire des Mannscrita ItaUens de la Bibliothiqae 
Nationale qai ne figorent pas dans le Catalogae de Marsand« 
Par G. Baynattd, de la Bibliothdqae Nationale. Paris, Picard et 
Champion. 1882. 8^ 

Vgl Bulletin du Biblioplu et du Biblioth. Janv. 1888. & 47. 

[731.] * Inventaire de la Collection d^Estampes, relatives ä 
Thistoire de France, l^gu^ en 1868 i, la Bibliothdque natio- 
nale par Michel Hennin, r^dig^ par GFeorges Duplessis, conser- 
yateur sous-directeur adjoint du d^partement des estampes k la 
Bibliothdque nationale. Tom. L Part 1. 2 & Tom. ü. Part 1. 
2. Paris, Picard. 8«. VUI, 479 & 464 8. Pr. 24 Fr. 

[782.] * Les Archives, la Bibliothdque et le Tr&or de TOrdre 
de Saint-Jean de Jerusalem ä Malte. Par J. Delaville le Bonlx, 
membre de TEcole fran9ai8e de Borne. [A. u. d. Tit: Biblioth^ue 
des Ecoles fran9ai6es d' Äthanes et de Bome. I. S6rie, 82 e fasc.] 
Paris, Thurin. gr. 8^ 286 S. 

Hierüber s. Literar. CentralbL Nr. 24. Sp. 830—32. 

[783.] Dell* uso e della utilita dl un Catalogo generale delle 
Bibliotecbe d'ItaUa Belazione e proposta a S. £. il Sig. Comm. 
Prof. Guido Baccelli Ministro della Istmzione pubblica seguita 
dalla prima sillaba dello stesso Catalogo per cura dl Enrico Nar- 
ducci Bibliotecario dell* Alessandrina ecc. Borna, tipogr. delle 
Scienze matem. e fisiche. 4^ XIX S. & 1—136 Sp., 137—69 S. 
Nach dem im Bundschreiben vom 1. Oktbr. 1881 (s. Anz. J. 
1881. Nr. 1087) veröffentiichten Plane eines aiphabet General- 
kataloges der in den Italien. Bibliotheken vorhandenen Druckwerke 
hat der Verf. eine Probe ausgearbeitet u. dieselbe zur Begutach- 
tung hier vorgelegt. Zugleich hat er das bereits früher im An- 
schlüsse an das Bundschreiben mitgetheilte Verzeichniss von 328 
Italien. Bibliotheken (s. Anz. J. 1881. Nr. 1088), um 98 Adressen 
vermehrt, wieder mit abdrucken lassen, u. dabei diejenigen Biblio- 
theken, welche ihn bei Ausführung seines Planes bis jetzt unter- 
stützt haben, durch ein vorgesetztes Sternchen kenntlich gemacht. 
Leider sind dies unter den im Verzeichnisse aufgeführten 426 Bi- 
bliotheken nicht mehr als 127 gewesen. Ob die übrigen etwa den 
ganzen Plan eines solchen Generalkataloges für unausführbar 
halten, u. desshalb geglaubt haben, ihrerseits von einer Mitwir- 
kung bei Ausführung des Planes als überflüssig u. erfolglos ab- 
sehen zu können. Allerdings lassen sich Zweifel, ob der geplante 
€(eneralkatalog in der That zu Stande kommen werde, nicht ganz 
unterdrücken. In dem Kataloge finden sich die Titel der Bücher 
in aiphabet Beihenfolge verzeichnet, mit Angabe des Ortes, Yer- 



Liiteratnr und Miscellen. 255 

Idgers resp. Drnckers, Jahres, Formates q. deijenigen Bibliothek, 
in welcher das betr. Bnch zu finden ist Und an den Katalog 
schliesst sich dann ein yier&ches Register, n&mlich: 1. ein Namen- 
register der Verf., Heransg., Uebersetzer n., was mir aber hier 
durchaus unnütz u. überflüssig erscheint, der Verleger resp. 
Drucker; 2. ein Sachregister; 8. ein Register der Verlags- resp. 
Druckstatten mit Angabe der betr. Verleger resp. Drucker; ein 
chronologisches Register, welches ich jedoch ebenfalls, mit Aus- 
nahme der beiden ersten Jhrhdte der Buchdruckerkunsty für die 
übrigen Jhrhdte für Yöllig zwecklos halten möchte. J. P. 

[734.] * Statuto della Biblioteca cattolica circolante fondata 
in Termini Imerese. Termini Imerese, tip. Amore. 16^. 8 S. 

PriwAlbibllotliekeii. 

[786.] Catalogus van eene belangrijke verzameling Boeken 
nagelaten door Dr. J. J. van Limburg Brouwer laatstelijk ad- 
sistent-resident van Sumanap (Madura). Mr. C. W. H. ran 
Schelle laatstelijk Raadsheer bij het Hoog gerechtshof in Ned. 
Indie en anderen voomameUjk over Godgeleerheid, Rechtsgeleerd- 
heid, Aardrijkskunde, Geschiedenis, Wijsbegeerte, Natuur- en 
Scheikunde, Natunrlijke Geschiedenis, Landbouw, Geneeskunde, 
Technologie, Schilder- en Bouwkunst, Bibliographie, Taal- en 
Letterkunde, Romans, enz. benevens eene uitgebreide verzame- 
ling boeken over Teeartsenijkunde. Utrecht, J. L. Beijers. gr. 
8«. 1 Bl. 182 S. 2864 Nrr. (Auct. 19. Mai.) 

Hauptsächlich Holland., Franz. und Deutsche Litteratur. 

[786.] * Catalogue d*une tr&s jolie collection de Fortraits 
pour Illustration, par les plus c^^bres graveurs modernes, süper- 
bes ^preuves d'artistes avant la lettre, surchine et sur blanc^ 
du Cabinet de M. le Comte A***. Paris, Vignires. 8^ 44 a 
541 Nrr. (Auci 80. Mai.) 

[737.] Lager - Catalog von Joseph Baer & Co. Buchhändler 

und Antiquare in Frankfurt am Main, Paris, London, 128. — 

Zoologie. Enthaltend die Bibliothek des Embryologen Dr. C. 

Bruch, ehemal. Professors zu Basel u. Giessen. I. Abth. 8^. 1 

Tii- u. 63 S. 1664 Nrr. (S. oben Nr. 647.) 

Allgemeines, Geschichte, Ztschriflen; Vergleichende Anatomie u. 

Physiologie, Entwickelungsgeschichte, Morphologie, Anthropologie, 

Darwinismus, Mikroskopie. 

[788.] * Catalogue de livres rares et curieuz, collection sur 
Paris et ses environs, livres de g^logie et de minAralogie com- 
posant la Biblioth^ue de feu Albert Chauveau, äncien magistrai 
Paris, A. Claudin. S^ (Auct 4. Juni.) 

IS» 



256 Litterator und Miscellen. 

[7S9.] * Catalogne de la Biblioih^ue de fea J. Decusne, 
Professeor au Moseiim, etc. Botanique, Horticultore, Floricultorey 
Agricultare, Sciences natarelles et physiqaes, Ouvrages divers. 
Avec une Notice biographique par le Docteur Ed. Bornet Paris, 
Labitte. 8^ Einige Exempl. aof Holland. Pap. k 10 Fr. (Auct 
. 4. Juni.) 

[740.] * Catalogue de Livres rares & pröcieox composant la 
Biblioth^ue d' A. Plrmin Didot. (V. SÄrie.) Paris , Adolphe 
Labitte. 8^ (Auct. 11. Juni.) 

741.] Catalogue de livres d*Historie Naturelle composant la 
Bibliothöque de M. Dufour directenr du Museum d'Histoire Na- 
turelle de Nantes. Paris, A. L. Morel. 8^. 2 BIL 40 B. 613 
Nrr. (Auct. 25. Juni.) 

Neben überwiegend Französischer auch viele Deutsche Litteratur. 

[742.] * Catalogue de livres anciens et modernes reli6s en 
maroquin, provenant de la Biblioth^que de T. S. E. Paris, Porquet 
8«. 67 S. 220 Nrr. (Auct. 30. April.) 

[743.] Adalbert Rente*s Antiquariat in Göttingen. Catalog 
64. — Literaturgeschichte. Aeltere und neuere deutsche und 
ausländische Literatur. Philosophie. Theologie. (Bibliothek des 
t Dr. Carl Hennann Gildemeister in Bremen.) 8^. 1 Tit.- u. 31 
S. 1128 Nrr. (S. oben Nr. 716.) 

üeberwiegend Deutsche Litteratur. 

[744.] Die Bibliothek des Ober- Appellationsgerichts -Baths 
Dr. Chr. C. Glück in Nürnberg, darunter einen Theil des f Hof- 
raths und Professors Dr. Chr. Fr. von Glück in Erlangen (Her- 
ausgeber des grossen Pandekten - Commentars) enthaltend. Nr. 
78. Antiquarischer Katalog von Budolf Merkel (vormals Eduard 
Besold^s Antiquarium) in Erlangen. — Rechts- und Staatswissen- 
schaften. 8<>. 1 Bl, 66 S. 1935 Nrr. (S. oben Nr. 437.) 

Sehr reichhaltig, aber mehr an älteren, als neuesten Werken. 

[745.] * Catalogue des Livres rares et curieux principalement 
sur THistorie de France, composant la Biblioth^que de feu 
Grangier de La Mariniere, ancien Prtfet de la Haute - Marne, 
)Btc. Pr^c^d^ d*une Notice par M. le Baron J. Pichon. Paris, 
Labitte. 8». XVI, 313 S. 2461 Nrr. (Auct. 18. Mai.) 

[746.] Ed. Heines Bibliothek. Abth. 1. — Catalog No. 72. 
Bücher-Yerzeichniss von Mayer & MOller in Berlin. Mathematik, 
Mechanik. 8». 1 Bl. 69 S. 2478 Nrr. (S. oben Nr. 714.) 

Hauptsächlich Deutsche, nächstdem auch Franz., Engl, Italien. 
Litteratur. 

[747.] Nr. 103. Antiquarischer Anzeiger von Franz von 



Litteratur and llDscellen. 257 

Stockar (vormals A. Coppenrath*8 Antiquariat) in Begensburg, 
Inhalt: Kathol. Theologie. Bibliothek des f Benefiziaten Jos. 
Kirschenbauer in Staubing. 8«. 1 Bl. 46 S. 1717 Nrr. (S. 
oben Nr. 518.) 
Mehr gangbares als seltneres. 

[748.] * Gatalogue de bons livres änciens et modernes tr^ 
bien conditionn^, provenant de la Biblioth^qne de B. L. Paris, 
Porquet. 8<^. 52 S. 339 Nrr. (Auct. 11. Mai.) 

[749.] Lager-Catalog von Joseph Baer & Co. Buchhändler 
und Antiquare in Frankfurt am Main, Paris, London. 130. — 
Jurisprudenz. Enthaltend die Bibliothek des versi Justiz- 
raths Dr. Beinganum hier. 8^ 1 Tit.- \l 63 S. 1420 Nrr. (8. 
oben Nr. 737.) 

Grösserentheils neuere, meist Deutsche Litteratur. 

[750.] * Gatalogue de livres de TEcole Bomantique; publica- 
tions illustr^es du XIXe si^cle, vignettes pour Tillustration des 
livres, albums de gravures et photographies, autographes, com- 
posant la Bibliothöque de G. S***. Paris, Porquet. 8®. 129 S. 
906 Nrr. (Auct 15. Mai.) 

AbdrIIcske ans BibL-Haudsclirlllleu. 

[751.] * Vie de Saint Paul de L^on, en Bretagne, d*apr^s 
un manuscrit de Fleury-sur Loire conservä ä la Biblioth^que 
publique d'Orl^ans et publik par Gh. Goissard, professeur ä 
Orleans; par H. G. [Fixtrait de la Bevue Geltique, t. 5.] Nogent- 
le-BetroUy imp. Daupelej-Gouvemeur. 8^. 51 S. (Nur 25 Exempl. 
Nicht im Handel.) 

[752.] Berum Britannicarum medii aevi Scriptores. — Yetus 
Begistrum Sarisberiense alias dictum Begistrum S. Osmundi 
Episcopi. The Begister of S. Osmund edited by W. H. Bich 
Jones, M. A., F. S. A., Ganon of Sarum, etc. YoL L London, 
Longman & Go. Lex. 8®. XXXIX, 393 S. m. 1 Grundriss. Pr. 
n. 10,50 Mk. (S. oben Nr. 656.) 

[758.] Aus Breslau ist an der £6nigl. u. Universitäts- 
Bibliothek der seitherige Assistent Dr. Mendthal zum Gustos be- 
fördert u. an dessen Stelle Dr. Emil Thomas aus Krotoschin zum 
Assistenten ernannt worden. Dz. 

[754.] Aus Ghälons-sur- Marne hat Dr. Dorin, der im 
Alter von 94 Jahren gestorben ist, seine omithologische Samm- 
lungen nebst Bibliothek der Stadt vermacht. 

[755.] Ans Dflsseidorf ist der Beferendar a. D. Tb« Levin 



258 Littorator und Miscellen. 

Kam Gonseryator ddr Ennstsammlimg n. sum Bibliothekar an der 
E. Kunstakademie ernannt worden. 

[756.] Aus Edinburgh (N. Y.) — Robert W. Lowe ifi 
maklng a Bibliography of literature relating to the Stage, and asks 
information conceming any rare books or pampblets on tbe sub- 
ject. (Publish. Weekly, Vol. XXm. Nr. 7. S. 500.) 

[757.] Aus Eise nach soll auf der Wartburg für das Luther- 
zimmer, zur bOTorstehenden Feier des 400 jährigen Geburtstages 
Dr. Martin Luther's, eine Bibliothek angelegt werden. Die Anre- 
gung dazu hat wenigstens der Buchhändler A. Eflhn in Weimar 
zu geben versucht. Nach dessen Plane soll dort „eine Sammlung 
sämmtlicher Bibelausgaben nach Luther's Uebersetzung, sowie 
aller Ausgaben seines Katechismus angelegt werden, ohne indess 
davon weiter Bezügliches, z. B. Ausgaben seiner gesammten Werke, 
Einzeldrucke derselben, theologische u. historische Commentare, Bio- 
graphien, Briefwechsel, Portraits u. s. w., kurz alles, was zum 
Namen Luthers in Beziehung steht, auszuschliessen''. 

(Börsenbl. f. d. Deutsch. Buchhand. Nr. 114. S. 2197.) 

[758.] Aus Hüll: „W. G. B. Page, sub-llbrarian of the 
HuU Subscription Library, has just published ,The Bibliography of 
Hüll, 1880 — 81' being a catalogue of the books, pamphlets, music, 
and contributions to magazines and newspapers by HuU authors. 
He is also preparing for the press ,The Bibliography for 1882'; 
also a Yolume on the ,Booksellers* Signs of London', having col- 
lected the names of upwards of five hundred and thirty different 
sings, dating from 1527 to 1762 — which is the largest coUec- 
tion ever brought together — and is tracing the succession of 
the booksellers who occupied the various Shops, and intends ginng 
Short biographical notices of them". 

(Pnblishers' Circular Nr. 1097. S. 472.) 

[759.] Aus Innsbruck ist die erledigte Stelle eines Gustos 
dei' K. K. üniTersitäts-Bibliothek dem seitherigen Amanuensis der 
Wiener K. K. Üniversitäts-Bibliothek Dr. Adolph Bruder übertragen 
worden. Dr. K. H. 

[760.] Aus Leipzig ist in den „Grenzboten, Zeitschrift für 
Politik Literatur und Kunst" XLII. Jahrg. Nr. 20 S. 349—53 
ein Artikel erschienen, worin der Terf. gegen den in Deutschland 
üblichen Gebrauch, Bücher in die Behausung der Leser zu ver- 
leihen, unter Hinweis auf den möglichen Verlust von, namentlich 
unersetzlicher Bücher fQr die Bibliotheken entstehenden Schaden 
entschieden sich ausgesprochen hat Das Ausleihen von Büchern, 
auch wenn es hier u. da einen kleinen Verlust zur Folge gehabt 
hat, ist seither als ein besonderer Vorzug der Deutschen Biblio- 



Litterator und Miscellen. 259 

theken vor denen des Auslandes mit Becht angesehen worden. Und 
vor dem Verluste unersetzlicher Bücher kann man sich recht wohl 
durch i^trenge Beobachtung der überall bestehenden Vorschriften, 
welche Bücher nicht in die Behausung der Leser ausgeliehen werden 
sollen, schützen. Fälle, wie der Mommsen'sche lassen sich füglich 
verhüten. 

[761.] Aus Oiford ist von Seiten des Bibliothekariates der 
Bodlejana der sehr anerkennenswerth zuvorkommende Aufruf er- 
gangen, dass Personen, welche sich mit SpezialStudien beschäftigen, 
der Bibliothek davon Nachricht geben sollen, damit ihnen dieselbe 
von ihren neuesten Erwerbungen, die für die betreffenden Spezial- 
Studien von Interesse sind, Anzeige machen könne. E. 

[762.] Aus Paris besitzt die durch Beschluss vom 27. März 
1876 begründete Bibliothek — von ausländischen Gesetzsammlungen, 
Beichstags- und Parlaments-Verhandlungen, sowie den hauptsäch- 
lichsten in den verschiedenen Ländern erschienenen juristischen 
Werken — gegenwärtig bereits über 14,000 Bde. Der dieser 
Bibliothek vorstehende „Gomit^ du l^gislation ^trang^re'* hat im 
letztvergangenen Jahre das Deutsche Handelsgesetzbuch ins Fran- 
zösische übersetzt herausgegeben, u. andere Uebersetzungen sind 
theils unter der Presse, theils in Vorbereitung. (Le Livre. Ann^e 
IV. Livr. 3.) E. 

[768.] Aus Paris hat das Ministerium des öffenü. Unter- 
richtes vom Bibliothekar der Sorbonne Ch. Henry, der zum Zwecke 
der Aufsuchung von unedirten Dokumenten über Format nach 
Italien gesendet worden ist, einen ersten Bericht über den Erfolg 
der Sendung erhalten. In demselben findet sich Nachricht über 
26 unedirte Stücke von Format, Briefe von Torricelli u. Mersanne, 
Sammlungen gedruckter Dokumente mit den Originalen, ' etc. (Le 
Livre. Anuöe IV. Livr. 3.) R. 

[764.] Aus Potsdam hat J. Benters Antiquariat einen von 
Schoensperger in Augsburg gedruckten Kalender vom Jahre 1495 
(gr. 8^. 136 S. mit 54 Holzschn.) — „wohl den ältesten deutschen 
Kalender mit Practika, der im Druck erschienen ist" — für 300 
Mk. zum Verkauf ausgeboten. Ein Abdruck davon ist nach dem 
Verfahren von 0. H. Hall in Berlin (direkt vom Original, also 
diesem vollständig gleich, abzudrucken) in einer kleinen Anzahl 
von Exemplaren auf bestem Büttenpapier hergestellt worden u. ä 
15 Mk. verkäuflich. 

[765.] Aus Bom hat der Fürst Tommaso Corsini bei Gelegen- 
heit des Verkaufes seines Palastes die ihm zugehörige reiche Bi- 
bliothek geschenkweise der Begierung überlassen. (Münchn. 
AUgem. Ztg. Nr. 123.) R. 



260 Littefätar tiiid Miscelleir. 

[766. J Aas Wien ist von Seiten des Ministers f. Coltos u. 
Unterricht die Vorschrift vom 22. Mai 1868, das Ausleihen Ton 
Büchern aus öffentl. Bibliotheken ausserhalb des Standortes der- 
selben betr., durch Erlass vom 12. März 1883 in folg. Weise ab- 
geändert worden: „1. Druckwerke inländischer öffentlicher Biblio- 
theken können künftighin mit der sub 3 ersichtlichen Ausnahme 
an öffentliche Bibliotheken des Auslandes verliehen werden, ohne 
dass es hiezu im einzelnen Falle einer besonderen speciellen Be- 
willigung des k. k. Ministeriums für Cultus und Unterricht be- 
dürfte. 2. Dasselbe gilt von Handschriften, Incunabeln und den- 
selben gleichgehaltenen Werken; es ist jedoch in Ansehung derselben 
die Entlehnung stets an die ausdrückliche Bedingung der feuer- 
und einbruchsicheren Verwahrung und der ausschliesslichen Be- 
nützung innerhalb der Bäume der Bibliothek zu knüpfen. 3. Wenn 
die Entlehnung von Werken von Privatgelehrten zur Benützung 
derselben ausserhalb der Bäume einer Bibliothek angesucht wird, 
wenn rücksichtlich der sub 2 bezeichneten Werke den daselbst er- 
wähnten Bedingungen nicht entsprochen werden kann, endlich wenn 
es sich um besonders kostbare Werke handelt, ist auch fernerhin 
in jedem einzelnen Falle die Genehmigung des k. k. Ministeriums 
für Cultus und Unterricht zur Verleihung einzuholen. 4. Die Ver- 
sendung der entlehnten Werke hat stets durch die Post unter An- 
gabe des Werthes und auf Kosten des Entlehners stattzufinden. 5. 
Bei Entlehnung von Werken aus öffentlichen Bibliotheken des Aus- 
landes zur Benützung im Inlande ist die Intervention des Ministe- 
riums für Cultus und Unterricht nicht erforderlich, falls dieselbe 
nicht von der betreffenden ausländischen Behörde oder Anstalt aus- 
drücklich zur Bedingung der Entlehnung gemacht wird/' 

[767i] Aus Wien ist bei Gelegenheit der internationalen 
elektrischen Ausstellung, in deren Interesse eine einheitliche u. 
umfassende Durchführung des bibliographischen Theiles wünschens- 
werth erscheint^ die gesammte Vertretung dieses Gebietes der 
Firma A. Hartleben übertragen worden. Zur Ausstellung werden 
angenommen: sämmtliche Werke u. Zeitschriften aus den Fächern 
der Elektricität, Elektrotechnik, Experimental-Phjsik, Maschinenlehre 
etc., kurz der physikalischen Litteratur im umfassendsten Sinne 
des Wortes. (Oeterr. BuchhändL Correspond. Nr. 18. S. 178.) 

[768.] Aus Wien hat der Scriptor der K. K. Universitäts- 
Bibliothek Joseph Meyer in Anerkennung seiner verdienstlichen 
Wirksamkeit den Titel u. Charakter eines Bibliothekcustos ver- 
liehen erhalten. Dr. K. H. 



Draok Ton Job. rKssIer In Dresden. 



NEUER ANZEIGER 

für 

Bibliographie nnd Bibliothekwissenschaft. 

Herausgegeben von Dr. J. Fetzholdt. 



Augnst-Septbr. 



1883. 



Inhalt: 

Ein von Tausenden n. Abertausenden gefeierter Deutscher Dichter. (Schluss.) 
— Nachtrag zum Yerzeichniflse der ZöUner*8chen Schriften. (Sehlass.) — 
Zun Easpar-Hanser-SchwindeL — Der Wanderthäter Fürst Hohenlohe. — 
Gothaiflche Schriftsteller. Von A. Schumann. XL Friedrich Berger. 
Xn. Heinrich Theodor Habich. — Die B&chersammlung des Beichs-Post- 
amte in Berlin. (Schluss folgt.) — litteratur und MisceUen« — Allgemeine 

Bibliographie. 

[769.] Ein Ton Tausenden nnd Abertausenden 
gefeierter Deutscher Dichter. 

(Schluss.) 
Was das Deatsche Vaterland seinem damals, freilich noch 
rahmlosen, später allerdings ,,yoii Tausenden n. Abertaus^den ge- 
feierten und verehrten^ Sohne Schanz nicht gewährt hatte, dafür schien 
ihm das Aasland, Italien, in überreichem Maasse Ersatz leisten zu 
wollen ; denn kaum war Schanz nach Italien übergesiedelt, so liess 
sich die dortige Presse über ihn o. seine Verdienste in so über«- 
schwänglich lobender Weise vernehmen, dass man hier zu Lande 
ganz erstaunt war, den von den Italienem gefeierten Mann früher 
nicht besser erbinnt u. gewürdigt zu haben, obwohl man sich hier 
dem Verdachte, dass Schanz selbst in irgend einer Weise bei den 
Italienischen' Lobspenden die Hand mit im Spiele habe, nicht ganz 
verschliessen zii dürfen glaubte; wusste man ja doch zu gut, dass 
Schanz — er, dem nach seiner Meinung als Deutschem Anakreon 
u. Pindar unter den Deutschen Dichtem womöglich gleich nach 
Göthe u. Platen die nächste Stelle gebührt — Ton allzu grosser 
Bescheidenheit im ürtheile über seine Bedeatsamkeit weit entfernt, 
u. vielleicht auch mit der ümwandelung der Wahrheit zu seinen 
Gunsten nicht zu bedenklich ist Wenigstens habe ich für meine Person 
aus dem Munde des verstorbenen bekannten Italienischen Dichters 
Zendrini, dessen „Freundschaft'' Schanz sich rühmt genossen zu 
haben, Mittheilungen gehört, welche ihm von Schanz gemacht worden 
waren, die ich als mit der Wahrheit übereinstimmend nicht aner- 
kennen konnte. — Als „den ersten u. vielleicht liebevollsten u. aus- 
dauerndsten Pfleger u. Verehrer der Muse von Schani" nennt Jentscb 
den Professor Pietro Ardito,^) Rektor des Gymnasium zu Spoleto. 

*) Giulio Schanz e le sue Poesie. [£stratto dalla Bivista contemporanea 
naäonale Italiana.] Torino, Negro. 1869. gr. 8^ 31 S. — Un Poeta 
Tedesco amico delF Italia giudicato dalla stampa Italiana. (}on una prefa- 
zione di P. Ardito. (Leipng, Friedrich. 186.) gr. 8^ 4& S. 

19 



262 Ein y. Taasenden a. Abertaasenden gefeierter Deutscher Dichter. 

,,Er machte seine Italienischen Landsleute auf Schanz bereits 1868 
in der von Luigi Morandi redigirten Zeitschrift ,ümbrien u. die 
Marken' aufmerksam« Korz darauf veröffentlichte er in der Turiner 
,Rivi8ta contemporanea' zwei längere, mit seltener Gründlichkeit 
ansgearheitete Aufsätze, u. missmnthig darüber, dass die Aner- 
kennung, die den Leistungen u. Bestrebungen seines Sächsischen 
Freundes gebührt, namentlich in Hof- u. Begierungskreisen noch 
nicht zuin vollen Durchbrach gelangen konnte, wollte er den Beweis 
liefern, dass es wenigstens in der Italienischen Presse nicht an 
ehrenden Kundgebungen für Schanz gefehlt hat. So entstand das 
Büchlein ,Ein Deutscher Dichter u. Freund Italiens' von der 
Italienischen Presse beurtheilt, mit einer Vorrede von Prof. Pletro 
Ardito, worin eine Beihe bedeutender u. theilweise mit bewunderungs- 
würdiger Geschicklichkeit u. Sachkenntnis^ geschriebener Artikel über 
die Dichtungeii von Schanz u. dessen sonstige litterarische 
u. politische Bestrebungen^ zusammengestellt sind. Kenner u. 
Freunde der Italienischen Sprache u. Litteratur werden diese Auf- 
sätze fast durchweg mit wahrem Vergnügen lesen. Der Deutschen 
Kritik n. Journalistik wird, nebenbei gesagt, darin zugleich ein 
Spiegel vorgehalten, wie liebevoll u. neidlos wenigstens ein Theil 
der Italienischen Presse Schanzens schönem poeüsohem Talente u. 
seiner Meisterschaft in der gebundenen Bede, in der viele Deutsche 
Litterar-Historiker weiter nichts als sprachliche Gewandtheit er- 
blicken wollen, den Tribut ihrer Achtung u. Bewunderung darge^ 
bracht haf Neben der dichterischen Thätigkeit beschäftigten 
Schanz, vrie eben gesagt^ auch „sonstige litterarische u. politische 



^) Aas der Zeit von Schanz^ Aufenthalt in Italien sind, als im Buch- 
handel erschienen, folg. Schriften von ihm bekannt geworden: Enrico Heine 
in italia, coli* aggiunta di alcuni docamenti letteraij e dl una lettera ad 
Auguato Silberstein. Como, üp. Giorgetti. (Dresda, Heinze.) 1868. 4°. 
IV, 24 S. — An Platen. Como, tip. Ostinelli. 1868. 4«. 45 S. — Der 
künftigen Königin, Ode von Bemardino Zendrini, deutsch von Schanz. 
Torino e Firense. 1868. gr. 8^ 24 S. — Lieder aus Italien. Düsseldorf, 
BndidL 1870. 16^ Vm, 111 8. -- DeUe Opere di Ferdinande Bosio: 
studio criüoo. Pisa, tip. Ungher. 1871. 8^ 16 S. — Ein Gedenkblatt 
zum lO.Noyember 1872. Dresden, am Ende. 1872. 4<>. 8 S. — DerMont-' 
cenia -Tunnel, seine Erbauunj? u. seine Umgebungen. Nach den besten 
italienischen Quellen unter Zug^ndelegung von A. Covino*8 „gnida al 
traforo del Cenisio'^ bearbeitet u. mit zahlreichen Anmerkungen. Mit 2 
Karten u. 25 in den Text gedruckten Holzschnitten. Wien, Hartleben. 
1872. 8<>. Xn, 306 S. — ItäUen, Deutschland, Oesterreich im Spiegel 
modemer Dichtung. Bom. (Leipzig, Friedrich. 1878?) gr. 8«. 40 S. 
— Kornblumen u. Imtiiergrfin. Eine Dichtergabe aus Italien. 1—8. Samml. 
Bom. (Leipzig, Friedrich.) 1878-80. gr. 8«. a VIH, 104 8, — Ein Dichter 
der Monarchie (VIttorio Imbriani). (Aus „Die Heimat**] Leipzig, Friedrich. 
1880. gr. 8^ 16 S. — Heil dir, mein Oesterreich! Deutsche Lieder aus 
der Gegenwart,- gedichtet bei Gelegenheit der Wiener Preisausschreibung. 
Mit einer NotenSeüage. IL Auflage. Ldpz^, Buhle. 1882. Lex. 8^ 25 S. 



Ein Y. Tausenden n. Abertausenden gefeierter Deutscher Dichter. 263 

Bestrebungen." Schanz hofft dadurch, wie er selbst schreibt^ ,^edem, 
der nicht ganz u. gar mit Blindheit u. Bomirtheit geschlagen, 
bewiesen zu haben, nämlich dass ich in Italien nicht dem National- 
laster des Müssigganges Terfallen, sondern, wenn dies möglich war, 
unter südlichem Himmel vielleicht noch fleissiger gewesen bin, als 
dereinst in der Heimath. Fleiss u. Tbätigkeit^ anhaltendes Studium, 
ausdauernde Geistesarbeit scheinen mir in dieser Zeit des Dampfos 
u. der Maschinen, der Spekulation u. raffinirten Gennsssucht nicht 
die geringsten Tugenden eines Dichters zu sein. Und,'' setzt Schanz 
noch hinzu, „es ist nun einmal so: nur dem Schweisse verkaufen 
die Götter ihre herrlichsten u. dauerndsten Güter.'' Was Schanz 
„sonstige litterarische u. politische Bestrebungen" betrifft, so 
berichtet darüber Jentsch , auf Grund eines in der Zeitschrift „La 
Stella d^Italia" abgedruckten Artikels, folgendes: „Wie allgemein 
bekannt, ist Schanz unermüdlich thatig, gute Beziehungen u. 
freundschaftliche Verhältnisse zwischen Italien, Öesterreich u. Deutsch- 
land herzustellen u. zu befestigen. Nachdem er im Auftrage der 
Italienischen Begierung die Deutsche Sprache, die heutzutage als 
eines der mächtigsten Hilfsmittel zur Erleichterung wissenschaft- 
licher Studien anerkannt ist, an den technischen Instituten von 
Como, Venedig und Jesi vorgetragen, lehrte er sie später am 
Lyceum u. der Universität in Bom, bis gebieterische Gesundheits- 
rücksichten ihn zwangen, auf die edle Thätigkeit des Lehramtes, 
das für ihn eine Mission, nicht ein blosses Handwerk war,' zu ver- 
zichten. Seitdem befindet er sich ohne Anstellung, u. die journa- 
listische Thätigkeit nahm sein kräftiges Talent vollständig^ in An- 
spruch etc. Allein nur Wenigen", berichtet Jentsch weiter,' „ist es 
bekannt, wie dieser Mann, der durch sein grosses Talent als Dichter 
u. Uebersetzer zu der so hohen 'Stellung berufen ist, einer der 
glänzendsten Yerbindungsringe zwischen den beiden Litteraturen 
SU sein, es nicht verschmäht, gai^e Tage auf das Studium unserer 
verwlck;elten politischen u. finanziellen Situation zu verwenden, um 
sie seuien Landsleuten zu schildern u. bei ihnen in ein gutes Licht 
zu setzen. Diese ungeheure Arbeit nöthigte ihn zum beständigen 
Lesen einer Menge von Zeitungen, und daher stammt hauptsächlich 
sein Augenübel, das einen so ernsten Charakter annahm, dass es 
seine ganze Existens bedroht u. ihn zwingt, das Land, welchem 
er mit Vorliebe so viele edle Studien u. Arbeiten gewidmet hat, 
zu verlassen. Italien verliert in ihm in der That einen der tüch- 
.iigsten Vertreter seines Ruhmes.'^ Hierzu hat Jentsch aus der 
Zeit von Schanz^ Aufenthalt in Italien überdies noch mitgetheilt, dass 
sich Schanz „in neuester Zeit durch die zur bleibenden Erinnerung 
an den 50. Geburtstag Sr. Majestät des Königs Albert von Sachsen 
ins Leben gerufene u. mit vielen pekuniären Opfern fOr ihn ver^r 

19» 



264 Ein y. Taasenden o. Abertausenden gefeierter Deutscher Dichter- 

bundene Begründung des Deutschen Schriftstellerhospizes in Bom^ ein 
grosses Verdienst um die Deutsche Schriftstellerwelt n. besonders 
die ihrer Studien halber in Bom sich aufhaltenden Deutschen Ge- 
lehrten erworben habe.'* — So lauten die Mittheilungen über Schanz 
aus der Zeit seines Aufenthaltes' in Italien ans dorther stammenden 
Quellen, zu deren Fest-, resp. Bichtigstellung ich hier noch einiges 
hinzufllgen möchte, was mir darüber von einem zuyerlftssigen 
Sächsischen Landsmanns, der lange in u. bei Bom sich aufgehalten 
u. in wohlunterrichteten Kreisen viel verkehrt hat, berichtet worden 
ist. Nach diesem Berichte soll sich Schanz mit Correspondenzen 
in Wiener xu a. Deutschen Zeitungen beschäftigt u., da man in 
Italien nichts so sehr fürchtet, als missliche Urtheile über sich 
in der ausländischen Presse zu hören, anfangs in der ofüciellen 
Welt Bom*s Zutritt gehabt, namentlich von Seiten des bekannten 
Cultusministers Bonghi, sowie auch Nicotera's Verwendung zu Press- 
diensten gefunden haben. Seitdem jedoch Cairoli ans Buder gekom- 
men, sei Schanz' Stellung eine wesentlich andere geworden. Von 
einem Schriftstellerhospiz, schreibt mein Berichterstatter, habe er 
nichts u. noch viel weniger von einem damit verbundenen Verlags- 
geschäft etwas gehört. 

Nach seinem Weggange aus Italien hat sich Schanz zunächst 
nach Oesterreich gewendet und in Böhmen seinen Aufenthalt ge- 
nommen, dabei aber den Gedanken mit sich herumgetragen, dass 
er wieder nach Sachsen werde zurückkehren u. in „eine Stelle im 
Hof- oder Staatsdienste" einrücken können. Da ihm jedoch 
keine Aussicht auf Erlangung einer solchen Stelle eröffnet worden 
ist, so hat er inzwischen vorgezogen, sich, so viel ich weiss, mehr * 
nach dem Osten hin zu wenden. J. Petzholdt. 

Nachtrag. 

Bei der oben 8. 229 angeAhrten Schrift von Gustav Jentsch 
über Schanz hatte ich, obwohl dieselbe auf dem Titel als Verlags- 
artikel von Friedrich in Leipzig bezeichnet ist^ doch bemerkt: „ob 
im BuchhaAdel erschienen?*', und zwar aus dem Grunde, weil sie 

^) Sohanz hat rom S5jShngen Ehejubiläum des SfichdBohen Eöniffs- 
paares (18. Juni 1878) ein Bild nach Dresden eingeschickt, welches die 
Unteischrift trägt: ,,Dekoration u. Illumination des zur Feier des 50. Geburts- 
tags des Königs Albert [28. April 1878] von Professor Julius Schanz in 
Bom gegründeten Deutschen Schriftstellerhospizes**, u. auf einem gleich- 
zeitig n. zum gleichen Ehejubiläum mit eingesandten Gedichte ist zu lesen, 
dass dasselbe emer im Verlameschäfte des Deutschen Schriftitellerhospizes 
erschienenen 8chanz*schen Dicntung entnommen sei Leider ist auf dem 
Bilde sowohl als auf dem Gedichte vergessen worden zu bemerken, wo • 
sich das Hospiz mit seinem VeilagsgeBchAfte in Bom befindet Dem von 
Sohanz geäusserten, freilich wohl etwas klUmem Wunsche, dass das Schrift- 
steilerhospis den Namen des König Albert ftUiren dürfe, hat nicht ent- 
sprochen werden können« 



Nachiarag zum VerzeichnisBe der Zöllner^schen Schriften. 265 

unter den in den Hinrichs^schen Katalogen als im Buchhandel er- 
schienen verzeichneten Büchern nicht mit aufgeführt war. Und in 
der That ist meine Frage auch berechtigt gewesen. Denn da es 
mich interessirte zu wissen, wer unter den Tausenden u. Aber- 
tausenden Verehrern von Schanz der sonderbare Schwärmer wohl 
seil der eine solche von Lob auf Schanz überquellende Schrift habe 
verfassen können, u. ich desshalb bei dem auf dem Titel als Ver- 
leger genannten Buchhändler Nachfrage thun liess, so erfuhr ich, 
dass die Schrift kein Verlagsartikel von Friedrich sei, sondern ohne 
dessen Wissen und (Genehmigung nur die Firma auf dem Titel 
trage. Wer der Vert aber sei, erfuhr ich seltsamer Weise nicht 
mit. Gleichwohl ist auf anderem Wege zu meiner Eenntniss ge- 
kommen, dass die Schrift wahrscheinlich vom Kgl Landgerichts- 
rath G. Jentsch in Chemnitz verfasst ist Derselbe scheint diese 
seine Schrift lediglich zu seinem — u. seines verherrlichten Freun- 
des Schanz Privatgebrauch in Druck gegeben zu haben. Wenigstens 
stammt das Exemplar, welches ich einzusehen Gelegenheit gehabt 
habe, von Schanz selbst, der es sich hat nicht yersagen wollen, 
sein eigenes Lob mit unter die Leute bringen zu helfen. 

[770.1 Nachtrag zum Terzeichnisse der ZQUuer'scheii 

Schriften*). 

(Schluss.) 
üeber den Einfluss der Dichtigkeit und Temperatur auf die 
Spectra glühender Gase. & Ueber das Spectrum des Nordlichtes. 
(Separat-Abdruck aus den Berichten der K6n. Sachs. Gesellschaft 
der Wissenschaften Mathematisch-Physische Classe. Sitzung am 
81. October 1870.) Leipzig, HirzeL gr. 8^ 1 Bl. 283—60 S. 

Ueber die Periodicität und heliographische Verbreitung der 
Sonnenflecken. (Separat-Abdruck aus den Berichten der Eon. 
Sachs. GeseUschaft der Wissenschaften, öffentliche Gesammtsitzung 
am 12. December 1870.) Leipzig, HirzeL gr. 8^ 1 Tit.- u. 
888—50 S. 

Astrophysik« (Abdruck aus der Yierte^ahrsschrift der Astrono- 
mischen GeseUschaft. IV. Jahrgang. Heft 8 p. 165 — 179.) Leipzig, 
Engelmann. 1870. gr. 8^ 1 Bl. 15 S. 

üeber Schriften von P. Secchi u. W, Huggins. 

Über das Botations-Gesetz der Sonne und der grossen Planeten. 
(Abdruck aus den Berichten der Königl. Sachs. Gesellschaft der 
Wissenschaften. Sitzung der mathemath.-phys. Classe am 11. Februar 
1871.) Leipzig, HirzeL gr. 8^ 1 BL 49—118 8. Mit 1 Taf. 

De la Loi de rotation du Soleil. Par Emile Gautier. (Tlr^ 



*) S. oben Nr. 669. 



266 Nachtrag znm Verzeicfanisse der Z611ner*schen Bchrifton. 

• « • • 

des Archives des sciences de la Bibliothdqae üniverseOe Novembre 
1871.) 8^. 22 8. 

Ueber Z/s Vortrag über das Rotations -Gesetz der Sonne n. 

der grossen Planeten in der Sitzung der. E. Säcbs. Gesellschaft 

der Wissenschaften yom 11. Febr. 1871. 

üeber die Stabilität kosmischer Massen und die physische 
Beschaffenheit der Cometen. (Separat -Abdruck aus den Berichten 
der K0n. Sachs. Gesellschaft der Wissenschaften Mathematisch- 
Physische dasse. Sitzung am 6. Mai 1871.) Leipzig, Hirzel. gr. 8^ 
173—257 S. Mit 2 Taf. 

Über die spectroskopische Beobachtung der Botation der Bonne 
und ein neues Beversionsspectroskop. (Separat- Abdruck ans den 
Berichten der Eon. Sachs. Gesellschaft der Wissenschaften Mathe- 
matisch-Physische Classe. Sitzung am 1. Juli 1871.) Leipzig, 
Hirzel. gr. 8«, 1 Tit.- u. 8Ö0— 6 S. 

Über den Ursprung des Erdmagnetismus und die magnetischen 
Beziehungen der Weltkörper. (Abdruck aus den Berichten der 
E6nigl. Sächs^ Gesellschaft der Wissenschaften zu Leipzig. Sitzung 
vom 20. Oktober 1871.) Leipzig, Druck von Breiikopf u. Härtel. 
gr. 8^ IV, 97 S. m, eingedr. Figuren. Nebst 1 Tat 

Ueber die electrische und magnetische Femwirkung deV Sonne. 
(Separat -Abdruck aus den Berichten der Eon. Sachs. Gesellschaft 
der Wissenschaften. Sitzung am 1. Juli 1872.) Leipzig, Hirzel. 
gr. 8^ 15 S. 

Ueber den Zusammenhang yon Sternschnuppen und Cometen. 

(Separat -Abdruck aus den Berichten der Eon. Sachs. Gesellschaft 

der WissenschafteB Mathematisch -Physische Classe. öffentliche 

. (}esammtsitzung am 12 December 1872.) Leipzig, HirzeL gr. 8^ S S. 

Ueber den Agregatzustand der Sonnenflecke. (Separat-Abdruck 
ans den Berichten der Eon. Sachs. Gesellschaft der Wissenschaften 
Mathematisch -Physische Classe Sitzung am 7. November 1878.) 
Leipzig, Hirzel. gr. 8^ 1 Bl. 18 S. 

Erwidemng auf die Bedenken des Hrn. B^e gegen meine 
Erklärung der Sonnenfiecke und Protuberanzen. (Separat-Abdruck 
aus den Annalen der Physik und Chemie hrsg. von J. C. Poggen- 
dorff. Bd. CL.) Leipzig, Barth. (1873.) '8\ S. 426—63. 

Ueber den Aggregatzustand der Sonnenfleeke. (Separat-Abdruck 
aus den Annalen der Physik und Chemie hrsg. von J. C. Foggen- 
dorff. Bd. CLII.) Leipzig, Barth. (1874.) 8«. 1 Bl. S. 291—310. 

Über einen electrodynamischen Versuch. ( Separat- AWruck 
ans den Berichten der Eon. Sachs. Gesellschaft dei^ Wissenschaften 
Mathematisch -Physische Classe. Sitzung am 8. August 1874.) 
Leipzig, HirzeL gr. 8«. S. 113—19. 



Nachtrag zum Verzeichnisse der ZOlIner'schen Schriften. 267 

Beiträge zur Electrodjnamik. (Separat- Abdruck aus den Annalen 
der Physik und Chemie hrsg. von J. C. Poggendorff. Bd. CLIV.) 
Leipzig, Barth. (1875.) 8«. S., 821—36. Mit 1 Taf. 

Ueber die physische Beschaffenheit der Cometen. 2 Abhandlungen 
[Separat -Abdruck aus den Astronomischen Nachrichten hrsg. von 
C. A. P. Peters, Bd. 86. 8. 258—806. Bd. 87. 8. 274—889.] 
Kiel 1875-76. 4«. 

Untersuchungen über die Bewegungen strahlender und be- 
strahlter Körper. (Separat -Abdruck aus den Annalen der Physik 
und Chemie hrsg. von J. C. Poggendorff. Bd. ?) Leipzig, Barth. 
1876. 8«. S. 154—70, 297—817, 459—66. Mit 3 Taf. 

Über die physikalischen Beziehungen zwischen hydi*odynamischen 
und elektrodynamischen Erscheinungen und die. Widerlegung des 
elementaren Potentialgesetzes yon Helmholtz durch elektrodynamische 
Versuche mit geschlossenen Strömen. (Separat- Abdruck aus den 
Berichten der Eönigl. S&chs. Gesellschaft der Wissenschaften zu 
Leipzig. Sitzung am 12. Febr. 1876.) Leipzig, Hirzel. gr. 8^ 
IV S., 1 Bl. 59—239 S. Mit 8 Taf. 

Ueber eine yon Herrn Clausius in der electrodynamischen 
Theorie angewandte Schlussweise. (Separat -Abdruck aus den 
Annalen der Physik und Chemie. Neue Folge. Bd« ü. hrsg. von 
Gr. Wiedemann.) Leipzig, Barth. (1877.) 8<>. 1 Bl. 12 S. 

Ueber Farbenbestimmung der Gestirne. 0. 0. u. J. 4^ 6 S. 

Ueber die Messung der atmosphärischen Elektricität nach 
absolutem Maase. Separat-Abdruck aus den astronomischen Nach- 
richten hrsg. Ton C. A. F. Peters. Kiel. 0. J. 4*. 5 S. 

Ueber die Messung der atmosphärischen Elektricität nach 
absolutem Maase. Druck ?on Breitkopf u. Härtel in Leipzig. 0. 
J. 4«. 15 S. 

Photometrische Untersuchungen über die physische Beschaffenheit 
des Planeten Merkur. (Separat-Abdruck aus den Annalen der 
Physik und Chemie hrsg. von J. C. P(>ggendorff.) Leipzig, Barth. 
0. J. 8«. 1 Bl. 22 S. 

Ueber die Einwendungen von Clausius gegen das Weher*sche 
Gesetz & Ueber die unipolare Induction eines Solenoides. (Separat* 
Abdruck aus den Annalen der Physik und Chemie hrsg. Ton J. C. 
Poggendorff. Bd. ?) Leipzig, Barth. (?) 8« 1 Bl. 514—37 ft 
604—17 S. Mit 1 Taf. 

Ein Beitrag zur Deutschen Judenfrage. Erwiderung an Dr. 
Dayid Asher Priyatlehrer der deutschen und englischen Sprache. 
Mit 2 photographisch -facsimilirten Briefen von Dr. David Asher. 
Leipzig, Kempe in Comm. 1880. 8^. 24 S. m. 3 facsim. Bil. & 
XII S. Prospect. 



268 Zum Easpar-Hanfier^SchwüideL 

Einziges im Besitze des t. Zahn'sclien Antiquariats in Dresden 
befindliclies Exemplar Die übrigen Exemplare sind nach des 
Verf/s Tode eingestampft worden. 

[771.] Zum Kaspar-Hanser-Schwiiidel. 

Die bei Goppenrath in Begensburg in drei Auflagen 1883 
erschienene, anjg^eblich „aus nunmehr zur Veröffentlichung bestimm- 
ten Papieren einer hohen Person^' herausgegebene Schnft über 
Kaspar Hauser's Leben u. fürstliche Herkunft, d^ren im Anz. J. 
1882; Nr. 1045 gedacht ist, u. die sich auch in: 

3uT Seutt^eilund bet neueflen anonymen 6dbTtft über StaSpat i^attfer. 
Slbgebt. in ber Setlade lux [9R&n<!^erj SlUgemeinen 3^itun0 1883. gt. 
4<>. 9t. 137. 6. 1995—96. 
in durchaus abf&lliger Weise besprochen findet, hat sich als der 
reine Schwindel entpuppt. In der 

^)entf$ttft suT SBeutt^dlung bet neuejien ammpmen Stod^te übet @af < 
pat fyxa\ft, Sott Dr. 3uKu^ SRet^r, t. hattet. Saubgett^ti^rat^. Sld 
aJlanufcript gebtudt. ^nSbadi} 2)rud rxm Stügd u. 6o(tL 1888. gt. 4<^. 
2 m. 61 f& 7 e. mt einet geneolog. ZobeOe. 
ist mit Bestimmtheit nachgewiesen, dass die Torgeblich aus den nach- 
gelassenen Memoiren des Badischen Majors Heinrich y. Hennenhofer 
stammenden Mittheilungen über Kaspar Hauser^s Abstammung aus 
dem Badischen Fürstenhause lediglich u. zum Theile dem Wortlaute 
nach aus dem yom yerstorbenen „Hauptmann a. D. Litteraten u. 
Bedakteur*' Friedrich Seybold herausgegebenen Boman 

'^^ iladpat {)aufet ober bet ^inbling. Stontaittifd^ batgefteUt t)on ***. 
©tuttgatt, »ola. 1834. 8«. 
entnommen sind, aus welchem sich auch bereits die gleichen Mitthei- 
lungen früher in dem Schriftchen „Kaspar Hatiser, der Thronerbe 
Badens. Paris. 1840. gr. 12"*), sowie in der nicht im Buchhandel 
u. ohne Angabe eines Verfassers, Druckorts u. Verlegers erschienenen 
68 Oktavseiten starken Französischen Druckschrift Ton 1870 entlehnt 
finden. Dass aber die betreffenden Seybold'schen Mittheilungen 
einzig u. allein aiif dem damals im Umlaufe befindlichen u« mit 
romantischem Flitterstaate ausgeputzten Gerüchte beruhen, davon giebt 
eine vom .Bechtsanwalt J. F. Widmann in Stuttgart am 22. Mai 
1888 ausgestellte u. notariell beglaubigte Urkunde (5 metallogr. S. in 
Fol.) Zeugniss. Und Widmann darf wohl giltiges Zengniss ablegen, da 
er nicht blos der Schwager des Verlegers der Seybold'schen Schrift 
Paul Balz u. Mitbetheiligter an dessen Buchhandlung, mithin in deren 
geschäftliche Angelegenheiten eingeweiht, sondern u« namentlich 
auch „ein ganz genauer Bekannter'^ Seybold's gewesen ist, der mit 



*) S. Anz. J. 1859. Nr. 77, wo sich eine Aasgabe von 1845 ange- 
zeigt mdet. 



Der Wonderühäter Ffirst Hofaeslobe. 269 

ihm über die Herstellung seines Bomanes näher u. scherzweise 
gesprochen hat. Seybold, auf Erwerbung von Geldmitteln ange- 
wiesen, glaubte in dem damals gangbaren u, mit vielem Interesse 
Yerfolgten Gerüchte über Kaspar Hauser als „vertauschten Badischen 
Prinzen^ einen y,anregenden innerlich romantischen Stoff' gefunden 
zu haben, der sich zu einer guten Absatz beim Publikum verspre* 
chenden Schrift verarbeiten Hesse. J. F. 

[772.] Der Wunderthftter Ffirst Hohenlohe. 

Der seiner Zeit als ,,Wunderthäter'^ bekannte Leopold Alexan- 
der Prinz von Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst (geb. 17. Aug. 
1794, gest. 18. Novbr. 1849) hat in Bezug auf die von ihm an- 
geblich verrichteten Wunderkuren im Leben sowie nach seinem 
Tode sehr verschiedene Beurtheilung erfahren; wenn er hauptsach- 
lich nach seinem Tode von der einen Seite als Betrüger, der mit 
der grossen dummen Menge sein Spiel getrieben habe, geschmäht 
worden ist, hat man ihn von anderer Seite im Leben als wirk- 
lichen Wunderthäter gerühmt oder wenigstens als einen tiefernsten 
und religiösen Christen anerkannt, der selbst die feste üeberzeugung 
gehabt habe, durch sein inniges Gebet zu Gott Wunderkuren ver- 
richten zu können. Und diese Ueberzeugungstreue, verbunden mit; 
grosser Beligiosität, ist denn auch Veranlassung geworden, dass 
sich selbst Männer von Geist und Bildung zu des Fürsten Glauben 
an seine Wunderkraft mit haben fortreissen lassen. Beweis daf&r 
ist ein vom Kronprinzen und späteren König Ludwig von Bayern vom 
Bad Brückenau aus an den Grafen Karl von^Seinsheim in München 
gerichtetes Schreiben vom 3. Juli 1821. Dieses Schreiben lautet nach 
einer in -meinem Besitze befindlichen Abschrift: „Es geschehen 
noch Wunder! In des letzten Monats letzten 10 Tagen glaubte 
man sich zu Würzburg in die Apostelzeit versetzt. Taube hörten, 
Blinde sahen. Lahme gehen, nicht durch Berührung, sondern ver- 
mittelst kurzer Gebete, auf Befehl und im Namen Jesu. Glaube an 
Jesu, Glauben, dass geholfen werde, verlangt Fürst von Hohen- 
lohe. Glauben als nothwendige Bedingung. Bereits am 28. Abends 
betrug die Zahl der Geheilten mehr denn 70 von jedem Geschlechte, 
jedem Alter und Stand, von der geringsten Volksklasse bis zum 
Kronprinzen, der sein in der Kindheit ohne äusserliche Veran- 
lassung verlorenes Gtohör am 27. Juni Mittag wieder bekam, nach 
wenigen Minuten vollbrachtem Gebete des noch nicht 27 Jahre alten 
Priesters Fürsten Alex. Hohenlohe-SchillingsfÜrst, bei welchem nicht 
durch desselben (denn er hörte es nicht) des Kronprinzen heilig 
ergriffene Seele bei Gottes frühen Offenbarungen der Gegenwart 
entsprungen verweilte. So gut wie ein anderer höre ich nicht, 
aber kein Vergleich gegen dem, wie es vorher war, und seitdem 



270 Der Wondertfa&ier Ffirst Hohenlohe. 

verbesserte sich mein Gehör noch attfi^lend. Bescheiden ist der 
Fürst und wundert sich selber Ober die ihm von Gott gewordene 
Gnade. In meinem Vorzimmer wurde eine 25 Jahre lang blinde 
Frau sehend, nachdem der Ffirst nach zweimal vergeblichem Gebet^ 
auf derselben dringende Bitte, zum drittenmal gebetet hatte, in 
(Gegenwart der Hofdame von Gravenreath, und eine andere Frau im 
Beisein meines Hof-Bibliothekars Lichtenschaler. Dies als ein paar 
Beispiele aus der Menge. Meine Ohren sind nun sehr empfindlich, 
so schallte mir am letzten Feiertage die Musik so sehr, dass ich 
das gegen sie gerichtete Glasfenster meiner Tribüne zum ersten- 
mal zumachen musste. Den Tag nach meiner Heilung empfing 
ich das hl. Abendmahl. Laut und innig war die von den Würz- 
burgern mir gewordene Theilnahme, wie ich des lieben Gai'ls herz- 
licher Theilnahme gewiss bin. Aus einem von einem meiner in 
Würzburg zurückgelassenen Officianten hier angekommenen Briefe 
theile ich Ihnen beiliegendes mit, was Sie, wie meinen Brief selbst^ 
wem Sie wollen zeigen, und, wem Sie wollen, abschreiben lassen 
können. Wir leben in mehrer Hinsicht in einer grossen Zeit etc." 
— Der im vorstehenden bezeichnete Officiant schreibt am 1. Juli 
1821: „Gestern wurde Ihre Frau auf die Polizei gerufen, u. eid- 
lich vernommen über das, was sich am 26. Juni durch Fürsten 
von Hohenlohe bei Ihnen zugetragen hat. Ich wurde als Zeuge 
gleichfalls eidlich vernommen, was ich über den achtjährigen Zu- 
stand Ihrer Frau weiss. Es wurden 4 Bogen Papier darüber ver- 
schrieben, bei der Bolziano 8 Bogen überschrieben, und auf diese Weise 
eine Menge glaubenswürdige Aktenstücke gesammelt, um die hohe 
Regierung in München- genau davon in Kenntniss zu setzen. Gestern 
hat der Fürst in Staufenbergs-Hofe geschlafen, denn im Pfarrhofe war 
es nicht mehr sicher. Es war ein rührender Anblick, wie er Abends 
^/glO Uhr der ünermesslichen Menge Menschen auf deiti freien Platze 
am Stifbs-Haus die Benediction gab. Früh um 4 Uhr war schon das 
8taufenberg*sche Haus von Tausend Menschen umrungen, den ganzen 
Tag heilte er kranke Menschen, wovon alle Augenzeugen in Er- 
staunen geriethen. Hr. Stadtphysikus Veith, Polizei-Bath Weismann 
waren Zeugen davon. Letzterer sagte sogar, alles Abhören, der 
Zeugen sei überflüssig. Wenn ich Ihnen alles einzeln beschriebe, 
was gestern wieder, hier geschah, würde ein ganzer Bogen nicht 
hinreichen. ^/^ 10 Abends reiste der Fürst aus dem Pfarrbofe zum 
neuen Thor hinaus. Mehr als 5000 Menschen standen da, und 
baten um den Segen. Vor seiner Abreise machte er einen alten 
Geistlichen, der nicht einmal eine Suppe allein essen konnte, unter 
dem grössten Jubel ganz gesund .'< 

An Kranke und Hilfesuchende in den entferntesten Gegenden^ 
sendete der Fürst gedruckte Scheine, worin er ihnen zu ihrer 
Genesung ancieth, sich mit ihm jeu einer bestimmten Stunde, wo 



\ 



Ddr Wnnderthäter Fflrst Hohenlobe. 271 

er zu ihrem Wohle Messe lesen oder beten werde, im Gebete zu 
Oott zn Tereinigen. Ein solcher gedruckter Schein, den der Fürst an 
den Kronprinzen Ludwig geschickt u. noch eigenhändig beschrieben 
bat*), ist eben&lls in meinem Besitze. Derselbe lautet: „Am 21 
des Monats April früh um ^/, 12 Uhr werde ich ihrem Verlangen 
entsprechen, und das priesterliche Gebeth für 8ie um ihre HeUung, 
zu Gott dem Allmächtigen verrichten. Yoreinigen Sie um diese 
Stunde nach vorher abgelegter würdiger Beicht und empfangener 
beiliger Kommunion ihr inbrünstiges Gebeth im Namen Jesu und im 
zuversichtlichsten Vertrauen auf die unendlichen Erbftrmnissd und 
auf die Hilfe und Bettung dieses unseres liebvollen göttlichen 
Welterlösers mit dem meidigen Gebethe, und erwecken Sie hiebey be- 
sonders mit aller Andächt des Herzens die göttlichen Tugenden des 
nnersichütterlichen Glaubens, der gewissesten Hoffnung mit dem feste- 
sten Vertrauen, und der innigsten Liebe mit wahrer Beue und dem 
stärksten Vorsatze zur Besserung und zu einem frommen Christen- 
wandel. Verharre mit aller Achtung. Bamberg- 13. April 
1822. Fürst Alexander Hohenlobe. Ich bitte Euer 
Königliehen Hoheit wollen mir nichji in Ungnade 
nehmen, wen ich Höchstdieselben bitte von dero 
Beichtvater vor dem Gebete, folgende Stellen aus der 
hl Schrift mit Andacht und festem Vertrauen vorlesen 
zu lassen. (Markus XL 24.) (Johanes XIV. 13— U) 
(Johanes Ep. L IIL 21, 242) Matheus XV, 21 — 28) (Lukas 
Xf, 5 — 13) (Math. XVIII, Id — 20)." 

Die Litteratur über n. von dem Fürsten Hohenlobe ist eine 
sehr umfängliche, wennschon theilweise mühsam n. kaum mit 
Gewähr dnrchgebender Genauigkeit zugängliche. Das nachfolgende 
Verzeichniss der zahlreichen Schriften darf, wie ich glaube, keines- 
wegs auf Vollständigkeit u., da ich dieselben nicht selbst gesehen 
habe, am allerwenigsten auf bibliographische Genauigkeit Anspruch 
machen. 

V. Ammon, Christ. Friedr., die neue Wundersucht, evangel. in zwei 
Predigten beleuchtet. Dresden, Arnold. 1821. 8^. 

Ansichten von den Heilungen des Fürsten Hohenlobe. Von einem 
katholischen Doktor der Theologie. Nürnberg, Riegel u. 
W. 1822. 8^ 

Ansichten momentaner Krankenheilungen durch gläubiges Gebet, 
aus dem Standpunkte des Christenthums. Würzbnrg, 
Etlinger. 1824. 8^ 

V. Arco, Graf Carl Bup., unpaileüsche Prüfung über die Wunder- 



*) Das Eingenhändiggeschriebene ist durch gespen^en Druck her- 
vorgehoben. 



272 Der Wonderthater Fürst Hohralohe. 

heilangen des Fürsten Hohenlohe und des Martin Michel. 
Würzburg. 1822. S». 

y. Arco etc., Schreiben an Frz. y. Spann Über die Schrift: Die Thau- 
maturgen des 19. Jahrhunderts. München, Lentner. 
1822. 8^ 

y. Baader, Franz, über Diyinations- und Glaubenskraft auf Veran- 
lassung der Hohenlohe'schen Heilungen. Snlzbach, 
Seidel. 1822. 8». 

Baur, Franz. Nik., wahre und kurze Beschreibung der merkwürdigen 
Ereignisse und wohlthätigen heiligen Handlungen des 
Fürsten Alex, yon Hohenlohe. 2 Auflagen. Würzburg, 
Stahel. 1821—22. 8^ (Holland. 1825. 8^) 

j, ünpartheiische Prüfung über die Wunderheilnngen des 
Fürsten Hohenlohe und des Martin Michel in 5 ge- 
heimen Briefen. Würzburg, Stahel. 1822. 8^ 
Gegenstück zu der yom Grafen y, Arco unter gleichem Titel 
herausgegebenen Schrift. 

Doyle, Jam., Miracle said to haye been wrought by prince Hohen- 
lohe in Ireland, on Monds^y the 9th of June 1823. 
London, Dolman. 1823. 8^ 

„ Nachricht yon dem Wunder des Fürsten Hohenlohe an 
Miss Mac Lalor yon Bosskilton. Aus dem Englischen. 
Bamberg. 1823. 8^. * 

Gedanken, unbefangene, über die Wunder Hohenlohes. Würzburg, 
StaheL 1823. 8^ 

Gratz, Aloys, Briefe über diie Wunderheilungen des Fürsten Alei. 
y. Hohenlohe. [Aus dem 4. Heft des „Apologet^' ab- 
gedruckt.] Mainz, Eupferberg. 1822. 8^ 

y. Homthal, Frz. Ludw., Briefe aus Bamberg über das WunderyoUe, 
welches der geistl. Herr Fürst Alexander y. Hohenlohe 
im Bayer. Franken unternahm. Erlangen, Palm u« K 
1822. 8». (Gegen Scharold.) 

„ Darstellung der Ereignisse bei den, yom Fürsten Alex, 
y. Hohenlohe zu Bamberg unternommenen Heilyerfahren, 
wie sie sich in Wahrheit zutrugen. Bamberg. (Erlangen, 
Palm u. E.) 1822. 8». 

Käst, Joh., Bemerkungen über die (bezweifelten Hohenlohe'schen 
Wunder der) Schrift: „Der Wundermann." Würzburg, 
Stahel. 1822. 8«. 

Kraft, die, des Glaubens oder Gamaliels-Urtheil über die neuesten 
Heilungsyersuche (Hohenlohe*s). Bayensberg, Dom. 
1*821. 8«. 



Der Wnnderthäter Fürst Hohenlohe. 273 

Lillpopp, Carl Fh. Ed., über die Wunder des Christenthnms und 
deren Verhältniss zum thieriscben Magnetismus, mit 
Berücksichtigung der neuesten Wunderheilungen (Hohen- 
lohe's) nach römisch-katholischen Prinzipien. Mainz, 
Kirchheim. 1822. 8^ 

Onymus, Adam Jos., meine Ansichten von den wunderbaren Hei- 
lungen, welche der Fürst A. y. Hohenlohe in Würzburg 
vollbracht hat. 3 Auflagen. Würzburg, Stahel. 1821.8^. 

„ B^flexions sur les gu^risons miraculeuses op^r^es k Wurtz- 
bourg par le prince A. de Hohenlohe. Anvers. 1822. 8®. 

Pachtler, G. M., biographische Notizen über seine Durchlaucht den 
hochseiigen Prinzen A. zu Hohenlohe -Waldenburg- 
Schillingsfürst, Bischof von Sardica, etc. Augsburg. 
1850. 8». Mit Portrait. 

(Paulus) Quintessenz ans Anfang, Mitte und Ende der Wunderkur- 
Versuche, welche zu Würzburg und Bamberg durch 
Martin Michel, Bauer zu Wittighausen, und durch Seine 
Hochwürden und Durchlaucht, den Domherrn^ Vicariats- 
rath und Prinzen A. y. Hohenlohe-Schillingsfürst unter- 
nommen worden sind. Mit Beleuchtung des Wunder- 
baren und des Wunderbeweises. Leipzig. 1822. 8^. 
Mit Portr. 

Biegler, Georg, eYangelische Hülfsmittel in menschlichen üebeln. 
Sulzbach, Seidel. 1822. 8^. 
Zum Theil in Bezug auf (gegen?) die Hohenlohe'schen Wunder- 
heilungen. 

Scharold, Carl Gkttfr., Briefe aus Würzburg (über die Wunderhei- 
lungen des Fürsten A. Yon Hohenlohe). S Auflagen. 
Würzburg, 1822—28. B\ 

„ Lebensgeschichte des Fürsten Alex. y. Hohenlohe. Mit 

Portrait. 2 Auflagen. Würzburg, Bonitas. 1822—24. 8^ 

Schneider, Job« Jos., Fürst A. y. Hohenlohe und Carl Sigismund 

Bichter, oder der Wunderdoctor zu Bouen in Schlesien 

etc. Frankfurt 1821. 8». 

Y. Spaun, Franz, über die Thaumaturgen des 19ten Jahrhunderts 
(Hohenlohe etc.) München u. Landshut, Pustet. 1821. 8^ 

„ Antwort auf Arco*s Schreiben. Passau, Pustet 1822. 8^ 

Yie du prince A. de Hohenlohe, etc. Lille. 1851. 8^. Mit Portrait. 

Wolf, Lorenz, die Heilkraft des Vertrauens auf Jesum Christum. 
2 Auflagen. Würzburg, StaheL 1821. 8^ 

„ Bechtfertigung des Fürsten Hohenlohe gegen die Läster- 
schrift: „das Märchen Yom Wunder.'* Würzburg, 
Dorbath. 1822. 8®. 



274 Der Wonderthäter Ftürst Hohenlohe. 

Wolf, Lorens, Was gewinnen Menschheit, Staat und Beligio« dnrch die 
Heiiangen Hohenlohe*s? Wfirzbarg, Dorbath. 1822. 8». 

Wundermann, der, im J* 1821. Leipzig, Brockhans. 1821. 8^ 

Zeichen, die, der Zeit, oder Wunder Ober Wunder. Vom Verfasser 
des Kaleidoskop ffir Hellsehende. Eichstadt. (Barth 
in L.) 1821. 8«. 

Zenger, Oass. Franz Jos.,- vertrautes Gespr&ch über die vom Fürsten 
A. v; Hohenlohe bewirkten Heilangen. Salzbach, 
Seidel. 1828. 8^. 

Predigten für die heilige Charwoche, zu Nürnberg gehalten. 
Bamberg, Kunz. 1819. 8®. 

Der im Geiste der katholischen Kirche betende Christ. Mit 
1 Kupfer. Bamberg, Kunz, 1819. 8^: — 11. verbesserte Auflage. 
Das. 1822. 8^ — HI. verbesserte u. vermehrte Auflage. Mit 1 
Titelkupfer. Leipzig, Brockhaas. 1823. 8®. — IV. Auflag. Fassau, 
Ambrosi. 1824 (?) 8^ 

Sacerdos catholicus in oratione et contemplatione positus coram 
Deo et Salvatore suo Jesu Christo qui est Deus benedictus in 
saecula. Bamberg, Kunz. 1820. 18^ — Spätere Ausgabe. Bam- 
berg, Dresch. 1840. 180. 

Abgedrungene Vertheidigung gegen einen Aufsatz im Opposit.- 
Blatte 1819. Nr. 78 überschrieben: ^mm glaubliche Proselyten- 
macherei in Bezug auf den Uebertritt des Dr. Wetzel zu Bamberg 
zur katholischen Kirche. (Nürnberg, Siegel u. W. 1820.) 8^ 

Des katholischen Pristers Beruf, Würde urfd Pflichten. Bede. 
Bamberg, Kunz. 1821. 8^ 

Schriften [Enth.: Des Priesters Beruf etc. und Was bindet 
den Katholiken an den Römischen Stuhl?] Bamberg. 1821. S^k 

Was ist der Zeitgeist? Bede, jorgetragen im Advent zu Bam- 
berg. Bamberg. (Biegel u. W. in Nürnberg.) 1821. 8®. — Auch 
Augsburg bei Doli. 

Andacht, welche in allerlei Leiden der Seele und des Leibes, 
nach abgelegter würdiger Beichte und empfangener heiliger Com- 
munion etc., heilsamst geübt werden kann. Bamberg, Lachmüller. 
•1822. 8^. (Das sogen. „Mirakelbüchietn" in dem festen Zutrauen 
auf die Kraft des heil. Namens Jesn.) 

Der nach dem Geiste der katholischen Kirche betende und 
betrachtende Christ -— Th. L Der betende Christ ; Th. IL Der 
nach dem Geiste der katholischen Kirche betrachtende Christ — 
Eine freie deutsche Uebersetzung des lateinischen Werkes Sacerdos 
catholicus in oratione et contemsl^ione für jeden katholischen 



Der Wundeithäter Fürst Hohenlohe. 275 

Christen überhaupt bearbeitet von S. Sauer» Mit 1 Kupfer, Grätz, 

Perstl. 1823. 8«. 

Der katholische Priester im Gebet und in der Betrachtung vor 

Gott und seinem Heilande Jesus Christus. Aus dem Lateinischen. 

Mit 1 ■ Kupfer. Sulzbach, v, Seidel. 1824. 8«. 

• • • 

Tägliches Gebet- und Betrachtungsbuch für alle Gesunde 
und Kranke, welche sich der ewigen Glückseligkeit theilhaftig 
machen wollen. Bamberg, iunz. 1824'. 8*^. — II.' Original- Aus- 
gabe u. d. Tit.: ChristkMholische Hausmission. Ein Gebet- und 
Betrachtungsbuch für Alle, welche sich der ewigen Glückseligkeit 
theilhaftig machen wollen. Wien. (Leipzig, Liebeskind:) 1825. gr. 
12. Mit 1 Kpfr. n. 1 Vign. 

Gesammelte Beden vermischten Inhalts, nebst der Leidensge- 
schichte Jesu. Wien, Mausbeiiger. (Leipzig, Hunger.) 1880. gr. 12^. 

Die Wanderschaft einer Grott suchenden Seele allhier im 
Thränenthale, oder der Pallast der Wissenschaft des Heils. Eine 
allegorisch-moralische Erzählung in 19 Capiteln. Wien, Maosberger. 
1830. 12«. 

Cura infirmornm et agonizantium. Latein, u. Deutsch. Wien, 
Mechitar. Buchh. 1831. 8^ (Auch in Böhm., Ungar, etc. Sprache.) 

Das entstellte Ebenbild Gottes in dem Menschen durch die 
Sünde. Dargestellt in einer Folge von Predigten zin* heiligen 
Fastenzeit Begensburg u. Landshut, Manz. (Wien, Mechitar. Büchh.) 
1836. 8». — IL Auflage. Das; 1844. 8^ 

. Lichtblicke und Ergebnisse aus der Welt und .dem Priester- 
leben, gesammelt in den Jahren 1815 — 1833. Von dem Ver- 
fasser genehmigte Originalübersetzung aus dem Französischen. Mit 
dem Bildnisse des Verfassers. Begensburg u. Landshut, Manz. 
(Wien, Mechitar. Buchh.) 1836! 8». 

Biographie und christliche Züge aus dem Leben und Charakter 
der Fürstin Judith von Hohenlohe- Waldenburg^SchilHngsfürst, geb. 
Baronesse von Beviczky. Mit Portrait. Begensburg, Manz. 1838. 8«. 

Bede auf die 300 jährige Jubelfeier * des Ordens der heiligen 
Angela Merici oder der ehrwürdigen F. F. Ursulinerinnen, Be- 
gensburg, Manz. 1838. *8^ 

Die Segnungen des katholischen Christenthums in der Biche- 
rung nnseres Heils bei den Gefahren im Verkehr mit der Welt. 
In sechs Kanzelvorträgen. Begensburg, Manz. 1838. 8^ 

Ueber* dasheilige fiacrament der Busse. Vorgetragen in sechs 
Kanzelreden an den sechs Sonntagen der heiligen Fastenzeit. Be- 
gensburg, Manz. 1839. 8^ 

Predigten auf das ganze Kirchenjahr. Bd. I — IV. Begensburg, 
Manz. 1889-40. 8^ 



276 Der Wnnderth&ter Fürst Hobenlohe. 

Der im Geiste der katholischen Kirche betende Christ Be- 
gensbnrg, Beitmayr. 1840. 12<'. 

Der betende Christ oder Anbetung nnd Yerehmng Oottes nach 
dem Geiste der heiligen Kirche. Wien, Biedels Wtw. u. Sohn« 
0. J. 12«. 

Gesammelte Predigten bei verschiedenen Gelegenheiten ge- 
halten. Wien, Mausberger. 1840. 8^ 

Ueber den Unglauben unserer Tage. Vorgetragen in sechs 
Kanzelreden während der heiligen Fastenzeit des Jahres 1839. 
Begensburg, Manz. 1840. S^, 

Erinnerungen fttr Seelsorger am Krankenbette. Wien, Kaul- 
fuss Wwe Prandel u. Co. 1848. gr. 12^ 

Predigt in der Stifkskirche der Prämonstratenser zu Wiltau 
bei Innsbruck gehalten. Innsbruck, Wagner. 1843. 8^ 

Das reuige Herz in Demuth vor Gott £in Gebet- und Er- 

bauuQgsbuch für katholische Christen. Mil 6 Kupfern. Wien, 

Bteders Wittwe u. Sohn. (1844.) 8^ mit grossen u. 12^ mit 
kleinen Lettern. 

Von der Selbstprflfüng und den Gefahren der Täuschung im 
Geschäfte der Busse. 8 Fastenpredigten. Innsbruck, Wagner. 1847. 8®. 

Des katholischen Christen Wandel Yor Gott 7 Fastenpredigten. 
Innsbruck, Wagner. 1848. S^. 

Von den sieben leiblichen und geistlichen Werken der Barm- 
herzigkeit. 7 Fastenpredigten. Innsbruck, Wagner. 1849. 8®. 

Aus dem Nachlasse des Fürsten Alexander Hohenlohe, weil. 
Bischof 7. Sardika, Grossprobst etc. Gesammelt und herausgegeben 
von S. Bmnner. Begensburg, Manz. 1851. 8^ Mit 1 Holzschn. 

[773.] Gothaisehe Schriftsteller*). 

Von A. Schumann. 

ZI. Friedrioh Berger. 

Quellen: I. Karl Begel, Friedrich Berger. Ein Kachraf 
gesprochen in der Aula des Gymnaiums Brnestiuum am 8. Januar 
1876. Gotha, Perthes. 1876. Lex. 8^ 15 S. u. 1 S. Schriften- 
verzeichniss. — Vgl. ausserdem: II. Programm des Herzoglichen 
Gymnasium Emestinum zu Gotha. Gotha^ Druck der Engelhard- 
Beyher*schen Hofbuchdruckerei. 1876. gr. 4^. S. 21. (Vom Di- 
rector Joach. Marquardt) 

Friedrich Berger, als zweiter Sohn eines Schuhmachers den 
14. April 1814 zu (}otha geboren, sollte anfangs nach dem Willen 



*) S. oben Nr. 576 u. 666. 



€k>ihaisclie Schriftsteller. 277 

Beines Vaters ein Handwerk erleinen o. durchlief daher zunächst 
die sämmtlichen Klassen der städtischen Elementarschale. Erst im 
fünfzehnten Altersjahre gelang es ihm mit dem Beistande seiner 
einsichtigen Mutter, des Vaters Entschlüsse zu Gunsten eineo: wissen- 
schaftlichen Laufbahn umznstunmen u. die Erlaubniss zum Eintntt 
in das Gymnasium zu erhalten. Obwohl er in die unterste Klasse 
eintreten musste, drang er doch vermüge seines eisernen ileisses 
wie im Fluge zu den oberen Klassen empor, so dass er bereits zu 
Ostern 1835 das Abiturientenexamen ehrenvoll bestehen n. zum 
Studium der Philologie nach Jena abgehen kottnte, wo namentlich 
die Professoren Eichstädt, Hand u. Göttling in ihren Vorlesungen 
wie im philologischen Seminar einen wesentlichen Einfluss auf ihn 
ausübten. Von dem Verkehre mit fröhlichen Studiengenossen hielt 
er sich keineswegs fem; doch widmete er sich vorzugsweise der 
gewohnten ernsten Arbeit u. vertiefte sich auch bald in die Lösung 
der Preisfirage, welche die philosophische Fakultät für das Jahr 
1885 in dem Thema aufgestellt hatte: „In diversaruro natoram 
legnm agrariarum, quae rempublicam Bomanam inde a Spurio Cassio 
usque ad Bullum conturbarunt, disquiratur ita ut perspici possit^ 
ntrum contra ins motae sint istae rogationes nee ne.'' Die ein- 
gereichte Arbeit Berger*s, neben welchem sich kein Mitbewerber 
einfand, gewann den Beifall der Fakultät in dem Maasse, dass ihr 
am 22. August 1886. der Preis zuerkannt wurde. Der Käme des 
Verfassers ergab sich erst nach Eröffnung des verschlossenen Zet- 
teln bei der Preisvertheilung am 8. September desselben Jahres. 
Diese gekrönte Arbeit reichte dann B. nach wiederholter Durch- 
sicht als Dissertation ein u, erwarb sich damit zu Anfang 1888 
den Doktorgrad'*'). Nach Gotha zurückgekehrt, wirkte er zunächst 
drei Jahre lang gegen eine geringe Entschädigung als provisorischer 
Hilfslehrer am Gymnasium, bis dann zu Ostern 1841, wo Best die 
Leitung desselben übernahm, seine definitive Anstellung erfolgte. 
Er blieb der.heimathlichen Schule von da a^ ohif^ Unterbrechung 
treu u. insbesondere auch der Quarta, in welcher er mit Vorliebe 
unterrichtete. 1854 zum Professor emannt, übernahm er nach 
Wüstemann*s Tode (1. Juni 1856) in den oberen Klassen die .Er- 
klärung Ciceronianiecher Schriften n. die stilistischen Uebungen im 
Lateinischen, welche letzteren er bei Marquardt's Amtsantritt 



*) Zu der vom Verfasser gewünschten Druckl^ang auf öflfentliche 
Kosten scheint es nicht gekoxhmeü zu seih, weil seit der Preisertheilung 
schon anderthalb Jahre verflossen waren. Auch findet sich die Disserta- 
tion in der Jenaer Universitätsbibliothek nicht vor. ~ Durch die Gym- 
nasial-Zeitung vom Februar 1842, 9pb 69. auf .diese. PrasbeWerbung auf^ 
merksara geworden, erhielt ich durch Kirchenrath Dr. Lipsios unter 
Vermlttelnng von Hofrath Dr. Begel in Gotha eine Darstellung des Sach- 
verhaltes aas den Akten des Jenaer Universitatsarchivs. , Beiden Veehrten 
Herren sage ich hier freandlichaten Dank. 

* 20 



278 Gtothaiflche Schrifteteller. 

(Ostern 1859) mit deiyenigen im Griechischen yertaaschte. Die 
letzten Lebensjahre wurden ihm durch wiederkehrende E[rankheit8- 
anfUIe getrübt; gleichwohl setzte er seinen Unterricht mit der ihm 
eigenen F^ehtrene bis wenige Wochen vor seinem Tode fori km 
24. September 1875 schied er aas dem Leben; am 8. Janoar 1876 
beging das Gymnasinm seine Gedächtnissfeier. 

Auf B/s pädagogische Bichtnng u. Methode ist Bost's eigen- 
artige Persönlichkeit nicht ohne bedeutenden Einfioss gewesen. Ab- 
gesehen von einseinen änsserlichen Angewöhnungen, die er demselben 
unwillkürlich entlehiit hatte, „ging er namentlich auf dessen Idee 
eines vollständigen, von klarer Begriflsentfaitung getragenen gram- 
matischen Unterrichtes ein; aber vermöge seines seltenen prak- 
tischen Geschickes hat er bei der heilsamen Zucht, die er den 
jungen Köpfen angedeihen liess, doch die abstracten Uebertrieben- 
heiten fast immer gläcklich vermieden, indem er durch die Fülle 
des von ihm verarbeiteten concreten Stoffes stets das rechte Gleich- 
gewicht gegen die Gefahr des leeren Formalismus zu gewinnen 
verstand." — Neben seiner eigenen Wissenschaft wandte er aber 
auch den Deutschen Klassikern eine entschiedene Neigung zu. 
(Geschmackvoll eingebunden u. in einem grossen, eleganten Glas- 
schranke aufgestellt, waren sie, wie er demTerfasser dieses Aufsatzes 
vor einiger Zeit sagte, „der Labetrank, mit welchem er sich beim Aus- 
ruhen von der Tagesarbeit zu erquicken pflege.^ Seinen Ursprung aus 
dem Yolke hat er nie verleugnet: er ist immer schlicht, anspruchslos 
u. gerade geblieben. 

Schriften: 

1. Elementargrammatik der Lateinischen Sprache mit einer 

Sammlung von Beispielen zum üebersetzen aus dem Lateinischen 

ins Deutsche und aus dem Deutschen ins Lateinische von Heinrich 

Theodor Habich und Friedrich Berger, Lehrern am Gymnasium 

illustre zu Gotha. Hamburg und Gotha, Perthes. 1842. 8^ VI 

(Titel, Vorrede \on Berger) u. 878 S. (Lateinische Lettern.) 

B. ist der Hauptverfiuser des Buches: über Habifih*s Antheil s. den 
folgenden Auftatz. — Vgl Mageres Pädagogische Bevae. 8. Bd. (1844.) 
8. 498—500 (Yollbrecht) n. Nene Jahrbücher für Philologie n. Paeda- 
gog^ 15. Jahrg. 48. Bd. 2. Heft. (1845.) S. 218-19 (Weisaenbom). 

2.* Leitfaden bei dem ersten Unterricht in der Lateinischen 
Grammatik fOr den Gebrauch der Classis Quinta des gothaischen 
Gymnasiums. Gotha, Gläser. 1845. S^*. 1 Bl. 93 S. — '^Leitfaden 
bei dem ersten Unterricht in der Lateinischen Sprache. Zweite 
Auflage. Bbda. 1865. gr. 8^ 106 S. — ^Dasselbe. Dritte Auf- 
lage. Ebda. 1869. gr. 8« 112 S. 

Vgl. über die 1. Aufl.: Nene Jahrbücher für Philologie tl Pfteda- 
gogflc 16. Jahrg. 48. Bd. 8. Heft. (1846.) S. 288-242 (K. W. Piderit 
ui Hersfeld) n. Bepertorimn der cbasischen Philologie. Hrsg, von G. 
Mtthlmann u. Ed. Jenicke« 2. Bd. (1846.) 8. 406-407 (Inhal&angabe). 



GothaUcbe SchrifteteUer. 279 

8. '^BeispielsammluDg 2a Battmann's und Bost's Grriechischen 
Grammatiken. I. Etymologischer Theil, ein üebongsbuch für die 
unteren Gymnasialklassen. Göttingen, Vandenhoeck und Buprecbt. 
1840. — Zweite (Titel-) Ausgabe. Ebda. 1866. gr. 8«. VI 
(Titel, Vorwort von VaL Chr. Fr. Kost) u. 815 S., wovon S, 183— 
315 zweispaltig, nebst 1 S. ^^Berichtigungen.'' -r Dasselbe. 11. 
Syntaktischer Theil, ein üebungsbuch für die mittleren Gymnasial- 
klassen. Ebda. 1840 (eigentl. 1889). — Zweite (Titel-) Aus- 
gabe. Ebda. 1856. gr. 8®. X (Titel, Vorwort von ßost, Reihen- 
folge der Abschnitte nach der Anordnung in Battmann's Grammatik) 

u. 488 S. 

B. brachte für dieses Schulbuch im Auftrage Bost's das uSthige 
Material zusammen, während dieser das „Gesch&ft der Sichtmig, Er^n- 
lODg, Anordnung und Bearbeitung" besorgte (s^ Vorwort zum II. Thl< 
S. IV— V). — Vgl. Mager's Pädajrogische Revue. 2. Bd. Jaunar bis 
Jmii 1841. S. 146— 149(Mgr. = K. Mager); Gymnasial-Zeitmig. Beiblatt 
zur Zeitschrift für die Alterthumswissenschaft. (Darmstadt, Leske. gr. 4^.) 
Nr. 80 vom 26. Juli 1841. Sp. 236-40 (BSumldn in Maulbroun) u. 
Maiz 1842. Sp. 73-82. 

4. Schulgrammatik der Lateinischen Sprache von Friedr. 
Kritz, Professor am Eönigl. Gymnasiutn zu Erfart, und Frie- 
drich Berger, Lehrer am Gymn. ill. zu Gotha. (A. u. d. T.: Pa- 
rallelgrammatik der Griechischen und Lateinischen Sprache von 
Val. Christ. Friedr. Rost, -Friedr. Kritz und Friedrich Berger. 
Zweiter Theil. Schulgrammatik der Lateinischen Sprache.) Göt- 
tingen, Vandenhoeck und Ruprechi 1848. gr. 8<*. XVI (2 Titel, 
Vorrede von Kritz, Inhaltsanzeige) u. 644 S., wovon S. 611—44 

(Register) zweispaltig. 

Von B. bearbeitet: S. 1—3: „Vorberdtende Erörterungen** u. S. 
4—220: „Erster Theil. Etymologie"; von Kritz: S. 221— 610: „Zweiter 
Theil. Syntax.*' — Vgl. Heidelberger Jahrbücher d«nr LittTatar. 42. Jahrg. 
1. Hälfte. (1842.) Nr. 8. S. 119-27 (Feldbausch); Zeitschrift für das 
Gymuasialwesen. 4. Jahrg (1850.) S. 232-240 (Schmidt in Stettin); 
Zeitschrift für die Alterthumswissenschaft. 9. Jahrg. 1851. Nr. 20. Sp. 
159-60, Nr. 21. Sp. 161-68. Nr. 22. Sp. 169—76, Nr. 23. Sp. 177«^ 
u. Nr. 30. Sp. 234—89 (Otto in Giessen); Neue Jahrbücher für Philo- 
logie u. Paedagogik. 2L Jahrg. 62. Bd. 3. Heft. (1851.) S. 250-65. — 
Den 1. Tbl. obiger Parall^lgrammatik bildet die „Schulgrammatik d^r 
eriechischen Sprache von VaL Christ. Friedr. Rost.** Ebda. 1844. gr. 8^ 
1 61. Xll u. 544 S. — Zweite Term. u. verbess. Aud. Ebda. 1859. 
gr. 8°. 1 Bl. XIV u. 570 S. 

5a. De nominum quantitate. (Partie. I.) Scripsit Fjt. Berger. 
In : Programm des Gymnasii illustris cu, Gotha. Gotha, Dmck der 
Engelhard-Reyher'schen Hofbachdruckerei. 1862. gr. 4^. (1 Bl. 
86 S.) S. 1—26). 

5b. De nominum quaatitate, parüc« II. Scripsit Fr. Berger. 
In: Programm dea GysoMaii illustris zu (jktha. Ebda. 1853. gr* 
4^ (1 BL 86 S.) 8. 1—24. 

20* 



280 GothaiBche Schriftsieller. 

Vgl. über Partio. I.: Zeitschrift f&r das Gymnasialwesen. 6. Jahre. 
(1852.) S. 540-41 (Hartmann In Sonderahansen) ; über Partie. II: Zeit- 
Bchrift Ar die Alterthnmswiasenschaft. 12. Jahrg. 1854. Nr. 46. Sp. 868. 

6. Oratio in memoriam Ern. Frid. Wnestemanni habita a Frid. 
Bergero. In: Programm des Gymnasii illostris zu Gotha. Ebda. 

1867, gr. 4«. (1 Bl. 22 8.) S. 1—10. 

Wurde bei der Gedaehtnuefeier am 4. Jnli 1856 im Gymnasiam ge- 
halten. — S. 1—8 die „Oratio"; 8. 8—10: „Annotationes**, yon denen 
die 4.-6. (S. 9) n. die 10. (8. 10) Ton Wüstemann^s Schriften handeln. 

7. * Academiae Jenensi maximis in literarum morumque 

coltnram meritis illustratae solemnia secularia d. XV. XVL 

XYIL mens. Angusti MDCCCLVIII tertium celebranti votis pie 

susceptis congratolator Gymnasium illustre Gothanum. Schluss: 

Typis officinae aulicae Engelhardo-Beyherianae. (1858.) gr. 4^ 

1 Bi. (Titel) 5 ungez. S. 

Alcfiische Ode yon 18 Strophen. 

8. Yalentini Ghristiani Friderici Bostii memoria. Scripsit F. 
Berger. In: Programm des Gymnasium Emestinum zu Gotha. 
Goth{^ Druck der Engelhard-Beyher'schen HofbuchdruckereL 1863. 
gr. 4^ (1 Bl. 25 S.) S. 1—10. 

Bei der Ged&chtninfeier am 6. Sept. 1862 gehalten. — 8^ 1—9 die 
„Memoria"; 8. 9—10: ,»Indez Ubrorum qaos Kostios edidit". 

9. Yalent. Christ. Friedr. Rost's Deutsch - Griechisches 
Wörterbuch. Hrsg. von Friedr. Berger. Neunte rechtmässige, 
vielfach verbesserte Aufl. Göttingen, Yandenhoeck und Buprecht 

1868. Lex. 8®. VI (Titel, Yorreden) u. 1006 zweispaltige S. — 
Dasselbe. Hrsg. von Friedr. Berger. Zehnte rechtmässige, viel- 
fach verbesserte Aufl. Ebda. 1874. Lex. 8<>. lY u. 1048 zwei- 
spaltige S. 

10. Best und Wüstemann. Anleitung zum Uebersetzen aus 
dem Deutschen in das Griechische hrsg. von Friedr. Berger. Erster 
Theil. Erster und zweiter Cursus. Zehnte verbesserte Aufl. Ebda. 
1868. gr 8<^. . YI, 1 ungez. S. (Inhaltsangabe) u. 299 S. — 
Dasselbe. Elfte verbesserte Aufl. Ebda. 1876. gr. 8^ YIII u. 
279 S. 

11. * GymnaBio regio Erfordiensi ante hos quinqua- 
ginta annos restituto diem festum a. i. lY. Non. Jun. anni MDGOCLXX 
rite celebranti congratulatur Gymnasium Emestinum Gothanum. 
(Gothae.) Typis officinae ducalis Engelhardo-Beyherianae. (1870.) 

FoL 1 BL (Titel) 2 ungez« S. 
Alcaische. Ode von 11 Strophen. 

Schliesslich ist noch zu erwähnen, dass B. bei dem 2. Bde 
von E. E. Georges' Lateinisch-Deutschem Handwörterbuche (9. Aufl. 
des Scheiler-Lünemann'schen Handwörterbuchs. Leipzig, Hahn'sche 
Yerlagsbuchhandlung. 1848. Lex. 8^.) wissenschaftliche Beihilfe 



Gofhaische Schriftsteller. 281 

leistete, indem er «^einzelne Bogen in S und T einer Bevision oder 
gänzlichen ümarbeitnng*' unterzog. (Oeorges in der Neuen Jen. 
ABgem. Lit.-Zeitung. 4. Jahrg. [1845J Nr. 124.' S. 497b.) 

XII. Helnrioli Theodor Hahioh. 

Quellen: I. Autobiographie (bis 1871). Mscr. Fol. 10 8. 
(Von der Familie mir gütigst zur Benutzung überlassen.) — Vgl. 
ausserdem: 11. Programm des Gymnasium Emestinum zu Gotha. 
Gotha. 1870. Drück der Engelhard-Beyher'schen Hofbuchdruckerei, 
gr. 4®. S. 21. (Vom Director Joach. Marquardi) 

Heinrich Theodor Habich, geb. den 8. Juni 1807 zu Gotha 
u. den 9. Juni 1876 daselbst gestorben, erhielt den ersten Unter- 
richt seit 1813 in der damaligen Gamisonschule u. besuchte seit 
April 1815 das Gymnasium illustre, welches er zu Ostern 1824 
yerliess, um in Jena Theologie u. Philologie zu studiren. Aus 
besonderer Neigung zu dem letzteren Fache siedelte er zwei Jahre 
darauf nach Göttingen über, wo er auch in das von Mitscherlich, 
Diesen u. Otfried Müller geleitete philologische Seminar eintrat. 
Nachdem er zu Ostern 1827 das theologisciie Kandidatenezamen 
in Gotha bestanden hatte, kehrte er zur Fortsetzung seiner Studien 
noch ein halbes Jahr nach Göttingen zurück u. übernahm dann 
eine Hauslehrerstelle zu Iburg bei Osnabrück, die er jedoch im 
Mai 1829 mit einer anderen bei Dr. Schröder in Hamburg, dem 
Schwiegersohne Salomon Heiners, vertauschte. Von hier aus erwarb 
er sich auch durch Einreichung «einer Abhandlung „De epistolis 
Themistoclis*' (s. unten Nr. 2) in Jena die philosophische Doktor- 
würde. Im ]^OYember 1830 nach Gotha heimgekehrt, schlug er 
eine ihm angebotene Lehrerstelle an der Salzmann'schen Erziehungs- 
anstalt in Schnepfenthal aus, weil sich ihm die Aussicht eröffoete, 
Fr. Dübner's Nachfolger am Gothaischen Gymnasium zu werden. 
In der That wurde er zunächst als Candidatus Gollaboratnrae u. In- 
spector Coenobii*)^ sowie bald darauf (April 1831) als Collaborator 
angestellt u. ihm der Lateinische Unterricht in Tertia, Secunda u. 
Prima nebst dem Hebräischen in Prima u. Selecta zugetheilt. Als 
im Herbst 1833 Fr. W. Döring die Directorstelle niederlegte u. 
E. Fr. Wüstomann an seiner Statt den Lateinischen Unterricht in 
den oberen Klassen übernahm, wurde H. mit der Erklärung der 
Griechischen Tragiker betraut, behielt aber auch das Lateinische 
in Secunda bei u. verband damit den Beligionsunterricht in der- 
selben Klasse u. das Hebräische in Prima u. Selectä. Von 1831—42 
verblieb er in der Stellung eines Inspector Coenobii u. wohnte als 

*) Das Coenobium war ein Schülerconvict im alten Gymnasialgebäude, 
einem ehemaligen Augnstinerkloster, u. fand sein Ende mit der üeber- 
siedelung in die neuen Anstaltsräanie (1864). . 



282 Gothaifich€ SchriftBieüer. 

solcher im Gymnasialgebäude; am 13. März 1843 wurde er bei 
dem Abgänge F. A. Uckert'B n. Ph. H. Welcker's*) zum ordent- 
lichen Profe88(Hr ernannt. Neben der Professur übernahm er im 
September 1863 noch das Amt eines Bezirksschulinspectors der 
Stadt Gotha u. bekleidete dasselbe bis Ostern 1871. Von seinem 
Lehramte trat er in Folge eines chronischen Leidens zu Michaelis 
1869 mit einem Bahegehalte u. dem Hofrathstitel zurück. Bei 
dieser Gelegenheit fiberreichten ihm seine Kollegen ein Ehrengeschenk 
nebst einem von Prof. Karl Begel yerfassteu Deutschen Gedichte^). 
— Seit dem 27. Mai 1844 mit Wilhelmine Sickler yerheirathet, 
lebte H. in glücklicher, mit mehren Kindern gesegneten Ehe. Die 
freie Zeit der Ferien benutzte er gern zu Beisen innerhalb der 
vaterländischen Grenzen u. nahm auch mehrfach an den Versamm- 
lungen Deutscher Philologen u. Schulmänner Theil. Bei derjenigen 
in Gotha (29. Sept— 2. Oct 1840) versah er neben W. Bein von 
Eisenach das Amt eines Schriftführers. 1848 wurde er auf K. 
W. GGttling's Vorschlag zum Mitgliede des ,, Vereins für tbüringische 
Geschichte u. Alterthumsknnde" in Jena ernannt; 1865 erhielt er 
das Verdienstkreuz u. 1871 das Bitterkreuz ü, Klasse des Erne- 
stinisohen Hausordens. 

Schriften: 

1. Elementargrammatik der Lateinischen Sprache von Heinrich 
Theodor Habich und Friedrich Berger. Hamburg und Gotha. 1842. 

8. oben XI (Artikel MBerger"). — H. hat dne grosse Menge Ton 
Beispielen gelieiert u. die au? S. 277(279)— 373 stehenden Lateinischen 
XU Deutschen Wörtervendchnisse ausgearbeitet. 

2. De epistolis Themistoclis. Scripsit Henr.VTheod. Habich. 
In : Programm des Gymnasii illustris zu Gotha. Gotha, Druck der 
Engelhard - Beyher'schen Hofbuchdruckerei. 1849. gr. 4^ (1 Bl. 

24 S.) S. 1—16. 

Vgl. Neue Jahrbücher für Philolcurie u. Paedagogik. 19. Jahrg. 
56. Bd. 2. Heft. (1849.) S. 211-213 (D. « Bad. Dietscb); Zeitschrift 
für die Alterthumswissenschaffc. 7. Jahrg. 1849. Nr. 48. Sp. 381; Heidel- 
berger Jahrbacher der laterator. 42. Jahrg. 2. Hälfte. (1849.) Nr. 89. 
S. 618—620 (Ch. Bahr). — Diese Abhandlung war des Verfassen Doctor- 
dissertation n« wurde bereits -20 Jahre früher v^asst (s. oben im Texte). 

3. Codicem miscellaneum bibliothecae gymnasii Gothäni descrip- 
sit et ex eo Beineri Alemannici poema Phagifacetum siire 
Thesmophagiam emendatius edidit H. Habich. In: Programm des 



♦) Ueber dieteu s. Anz. J. 1879. S. 5—12 u. 50—55. 

**) Gedruckt u. d. 1^.: Dem hochverehrten Frennd und doUegen 
Herrn Professor Dr. Heinrich Habich bei seinem Ausscheiden aus dem 
Amte am 25. September 1869 im Namen der Lehrer des Gymnasium Er- 
nestinum dargebracht yon Karl Begel. Sehluss: Engelhard-Beyher'sche 
Hofbucfadruckerei. Fol. 1 BL (Titel) 2 S. (Latein. Lettern. — 9 sechs- 
jseiü^ jambische Strophen.) 



Die BüohersaBimlimg des Beiebs-PoetamtB in Berlin. 283 

Oymnasiom Ernestinum zu Gotha. Ebda. 1860. gr. 4^. (1 BL 
32 8.) S. 1—16. 

Vgl. LiterariBches Centralblatt ftr Deatschland. Jahrg. 1861. Nr. 7. 
Sp. 1^-109: 

4. Ansprache hn Namen des LehrörcöUegiums an den ans 
seiner Amtsthätigkeit scheidendeb Gynil^aldirector Yal. Chm. Fr. 
Bost (14. April 1859). In demselben' Programm' S. 23—24. 

5. Bede am Sarge Bost's (9. Augnst 1862). In: Programm 
des Gymnasium Ernestinum. Ebda. 1863. gr. 4^ S. 18—19. 



[774.] Die Bflchersaniiiiliing des fieiehs-Pofttamte 

in Berlin*). 

Im Laufe der letzten sechs Monate hat bei dem* Beichs-Postamt 

9 

eine eingehende Feststellung und Sichtung des Bestandes der 
Büchersammlung zu dem Zwecke stattgefunden, um die erforderlichen 
Grundlagen für die Aufteilung eines neuen Eataloges zu gewinnen. 
Die langwierige und mühevolle Arbeit ist nunmehr beendet; als 
Ergebniss derselben liegt die erste, die Bücher umfassende Ab- 
theilung des neuen ,,Katalogs der Bücher- und Karten- Sammlung 
des Beichs- Postamts" in einem stattlichen Octaybande Yon mehr 
als 500 Seiten vor. Ifie zweite Abtheilung des Katalogs, welche 
ein Yerzeichniss der Kartensammlung des Beichs-Postamts enthalten 
wird, befindet sich z. Z. in der AusarbeituBg. Die am 1. Mai 
d. J. abgeschlossene Bestandsaufiiahme hat ergeben, dass die 
Büchersammlung des Beichs-Postamts 5260 Werke mit zusammen 
14 420 Bänden umfasst. Am 1. Mai 1870 hat die Büchersammlung 
des damaligen General-Postamts nur 2530 Werke mit 7205 Bänden 
enthalten. Mithin hat sich die Büchersammlung, sowohl was die 
Zahl dei* Werke, als die Zahl der Bände betrifft, im Laufe der 
letzten 13 Jahre auf mehr als das Doppelte yergrösseri Die 
Zunahme würde eine noch erheblichere gewesen sein, wenn nicht 
in dem vorerwähnten Zeiträume eine gewisse Anzahl von Büchern 
aus der Büchersammlung des Beichs-Postamts der Kaiserlichen 
Ober -Postdirektion in Berlin behufs Aufstellung in dem Hörsaale 
der Beichspost und Telegraphenverwaltung in der Oranienburger- 
Strasse Überwiesen worden wäre. Es gewährt Interesse, die Ent- 
wickeluDg der Büchersammlung in den einzelnen Materien zu ver- 
folgen. Zu diesem Behufe stellen wir gruppenweise den Bücher- 
bestand vom 1. Mai 1870 dem Bestände vom 1. Mai 1883 gegenüber. 



*) Abgedruckt aus dem Archiv für Post und Telegraphie. Beiheft 
zun Amtsblatt des Beicbs-PostamtB hng. im Auftrage des Bdcbs-PostamtB 
1888. Nr. 12. S. 36»— 73, 



284 ' Die BüchersaminlaBg de8 Beichs-Postamts in Berlin. 

Zahl der B&nde 

Verkehrswesen : ^is^S* *ilS* 

a) Allgemeines 70 268 

b) Fostwesen 649 1800 

c) Telegraphenwesen 59 226 

d) Eisenbahnwesen . * 152 410 

e) Schifffahrtskunde 26 130 

f) Strassien u. Befdrderongsmittel auf Landstrassen 48 76 

Erdbeschreibong u. Völkerkunde . 1472 2861 

Naturwissenschaft ^ 86 111 

Sprachenkonde . . : 112 336 

Staatswissenschaft : 

a) Bechtswissenschaft u. Gesetzgebung .... 943 1644 

b) Volkswirthschaftslehre, Politik u. Staatsverwaltung 920 2306 

Geschichte 1110 1486 

Gewerbe- u. Baukunde 242 622 

Hof- u. Staatshandbücher etc. etc 119 253 

Hiemach haben die Gruppen Staatswissenschaft, Verkehrswesen 

u. Erdbeschreibung die stäi-kste absolute Vermehrung der Bändezahl 

aufzuweisen, wahrend bei den Gruppen Naturwissenschaft, Sprachen- 

künde u. Gewerbekunde die yerhältnissrnfissig stärkste Vermehrung 

stattgefiiDden hat 

<Schlu8B folgt) 

LitteratuT und Miseeilen. 
AUgemetnes. 

[T76.] The Library Journal OfQcial Organ of the American 
Library Association. Vol. 8. (S. oben Nr. 670.) 

Enth. in der Juni-Nr. 6: Editorial (a Library Building Scheme) 
— American Library Association (the Bnffalo Convention) — 
0. A. Cutter, ValMe's Bibliographie — J. C. Sickley, Completing 
Sets of Periodicals -^ F. J. Soldan, Specifications for Binding — 
New Library Laws in Massachusetts — Public Documents — 
Library Economy and History — Bibliography — Anonyms and 
Pseudonyms — Notes and Queries — Literature for the Young — 
Library Purchase List — General Notes — Supplement: Co- 
operative Index to Current Periodicals. 

[776.] Bulletin du Bibliophile et du Biblioth^caire publ. par 
Techeuer. L. Annöe 1883. (S. oben Nr. 671.) 

Enth. im April- Hefte: S. 145 — 58 Deuz Lettres de Jean 
Price ä Bourdelot, par Philippe Tamizey de Laroque — S. 159—82 
Du Prix-courant des Livres anciens: Vente de la Bibliothdque 
William Beckford ä Londres (2. partie) — S. 188—91 Bevue 
critique de Pablications nouvelles — S. 191*»92 Ohronique. 



Liiteratur und Miscellen. 285 

Im Mai- Hefte: S. 198—213 Le Palais iL TAcadfoie, par 
H. Hoalio, ancien magistrat — S. 214 — 21 Notes sur les dem 
dditions de THeptameron de la Seine de Navarre, par Alfred 
Cartier — S. 221-30 Les Livres et lenrs Ennemis, par Alkan 
alo^ — S. 281 — 85 Yariöt^: Les Etiqaettes et les Inscriptions 
des boües-Yolumes de Pierre Jane^ fondateur de la Bibliothdque 
elz^yiriepne, par Alkan alnö — S. 236 — 39 Bevue critiqne de Publi- 
cations noavelles — S. 239 — 40 Öhronique. 

[777.] The Bibliographer A Journal of Böok-Lore. London, 
Elliot Stock. (S. oben Nr. 672.) 

Enth. im JoU-Heft Nr. 20: S. 25—28 „The Best of Don 
Juan." By H. S. Ashbee — S. 28—84 üpon some of the Block- 
Books of the Netherlands. (Part III.) By W. M. Conway — S. 
84 — 88 Some Notices of the Genevan Bible (Part VI.) By Ni- 
oholas Pocock — S. 88—42 The Outline of ä Scheme for a 
Dictionaiy of Periodical Literature. (Part lY.) By Cornelius Wal- 
ford — S. 42—44 The „Odd Volumes'* — S. 44—49 A Biblio- 
graphy of SacheverelL (Part III.) By F. Madan — S. 49—56 
Notes and News, Beviews, Correspondence, Libraries. 

[778.] Annales du Bibliophile ^Ige Nonvelle Serie pubL par 
Fr. J. Olivier. Tom. H. (S. oben Nr. 678.) 

Entb. in Nr. 4 (oder der ganzen Beihenfolge 16) vom Mai: 
Dictionnaire des Devises des Hommes de Lettres, Imprimeurs, 
Libraifes, Bibliophiles, des Chambres de Bh^torique, Soci^tes Lit* 
teraires et Dramatiques. Belgique & Holl'ande. 2. Supplement k 
la Liste publice par Ferd. van der Haeghen^ par Th. J. L Arnold. 
(S — Z. Schluss.) — La Biblioth^que Ashburnham — Les Femmes 
Ecrivains des Abbayes Beiges — Yari^t^s — Catalogue des- Livres 
anciens et modernes en vente chez Fr. J, Olivier. 

[779.] The Literary News An Eclectic Beview of Gurrent 
Literature Publlshed monthly, and containing the freshest news 
conceming books and authors; llsts of new publications; reviews 
and critical comments; characteristic eztracts; sketches and anec- 
dotes of authors; courses of reading; bibllographical references; 
literary topics of the magazines; prize questions on choice books 
and other literary subjects, etc. Vol.' IV. New York, F. Leypoldi 
gr. Lex. 8^ Pr. f 1. 
Bietet eine Fülle von allerlei, hauptsächlich den Amerikanischen 
Leser interessirenden litterarischen Mittheilungen. 

Bibliographie. 

[780.] * Bibliographie raisonn^ et pratique, guido du libraire- 
antiquaire et .du bibliophile, vade-mecum ä Tusage de tous ceux 



286 Litteratar und Miflceüen. 

qoi achMent oa vendent des livres; par J. de Beanchampe et Ed. 
Bonyeyre. Tom. I. Fase 4 — 6. Paris, Bouveyre & Blond. 8^ 
S. 49—96 u. 13 Tat Pr. ä 8 Fr. (S. Am. J. 1882. Nr. 1049.) 

[781.] Monthly Beference Liste. Prepared bj W. E. Fester, 
of the Providence Public Libraiy. Vol. 3. New York, Leypoldt. 
4». Pr. I 1. 

Bios auf der einen Seite bedruckt. 

[782.] * G..P. Bowell & Go.*s American Newspaper Directo- 
ry : containing accarate llsts of all the News papers and Perio- 
dicals published in the United States, Territories, and Canada; 
with a description of the towns and eitles in which they are 
published. 15th Annual Edition« New York, Bowell & Co. 
8«. 1124 S. Pr. I 5. 

[?83.] * Brinkman's alphabetische Naamlijst van Boeken, 
Landkaarten en vorder in den Boekhandel yoorkomende Artikeleo, 
die in het jaar 1882 in het Koninkr^'k der Nederlanden oitgege- 
ven of herdrukt zijn, beneyens opgave van den aitgever, den 
prijs en eenige aantekeningen; alsmede een wetenschappelijk 
register, (door B. van der Menlen). [XXXYIL Jaargang.] Am- 
sterdam, Brinkman. 1888. 8<>. XXXVI, 171 8. (S. Anz. J. 
1882. Nr. 709.) 

[784.] Svenskt Boklexikon. Aren 1830—1865. ütarbetadt 
af Hjalmar Linnström. Senare Del. Hit. 17—20. Stockholm, 
Samson & Vallin. 4^ S. 257—320. Pr. n. 7,50 Mk. (S. oben 
Nr. 680.) 

Enth. die Artikel „Psalmboken" bis „Bomanson.'* 

[785.] Bibliotkeca philologica oder geordnete [Jebersicht aller 

auf dem Gebiete der classischen Alterthumswissenschaft wie der 

älteren und neueren Sprachwissenschaft in Deutschland und dem 

Ausland neu erschienenen Bücher. Herausgegeben von W. Müldener, 

Dr. ph., Unterbibliothekar der K. Univ.-Bibliothek zu Halle a. S. 

XXXY. Jahrg. 2. Hefb. Juli bis December 1882. (Mit einem 

alphabetischen Begister.) Göttingen, Yandenhoeck & Buprecht. 

8«. 1 Bl. 185—394 S. Pr. n. 2,20 Mk. (S. oben Nr. 154.) 

In Folge des Todes des seitherigen Herau8g.*s Ehrenfeuchter, 

u. weil fQr den Augenblick ein Nachfolger desselben nicht zu 

erlangen gewesen war, hat es der frOhere bewährte Herausg. 

Müldener, um nicht die Bibliotheca ins Stocken kommen zu lassen, ^ 

übernehmen müssen, aus dem von Ehrenfeuchter gesammelten u. 

hinterlassenen Material das vorl. Heft zu bearbeiten. 

[786.] * Sittevaiifd^ SBegmeifet futd eDangdifd^e $fatc^ud. $etaud« 
gegeben )>om 3)e!ati SS. Stödtd^. L 3a^tg. 1888. SBiedboben, Slfebner. 
g¥. 8<^. 4 3to. ä IVt— ^ ^^ ^- ^ ^ß^ ^ 



Idtteratur und Miscellen. 287 

[787.] Unter dem Allerhöchsten Proteciorat Ihrer Majestät 
der Kaiserin-Königin Augosta Allgemeine deutsche Ausstellang 
auf dem Gebiete der Hygiene und des Bettungswesens. Berlin 
1882/88. — Verzeichnlss der Bücher, Zeitschriften, Karten und 
Pläne der Ausstellnngs- Bibliothek umfassend das Gebiet der 
Hygiene und des Bettungswesens. Berlin, Druck von Haack. 
gr. 8«. XIV, 144 S. Pr. n. 0,80 Mk. 

Obschon der Torl. Katalog an sich, als Terzeichniss der nur 
f&r die Zwecke der yorübergehenden Ausstellung zusamngebrachten 
Bibliothek natürlich auch nur ein yorübergehendes Interesse haben 
kann, so wird er gleichwohl insofern dauernden Werth behalten, 
als er die auf die Hygiene u. das Bettnngswesen bezügliche 
Deutsche Litteratur aus neuerer Zeit^ wenigstens die hauptsäch- 
lichere, in möglicher Vollständigkeit verzeichnet enthält. 

[788.] * Bepertorium der Militär -Journalistik. XIV. Heft. 

(1. Juli bis Ende December 1882.) [Aus: y,Organ der militär- 

' wiseenschaftilichen Vereine." 1882. Bd. XXIV.] Wien, Seidel & 

Sohn in Comm. gr. 8". XL 8. Pr. n. 1 Mk. (S. oben Nr. 280.) 

[789.] Strassburger Studien Zeitschrift für Geschichte Sprache 
und Litteratur des Elsasses hrsg. von £. Martin u. W. Wiegand. 
Bd. 1. Strassburg, Trübner. gr. 8^ Enth. S. 885—478: Ver- 
zeichniss der in den Jahren 1870 — 1882 erschienenen Litteratur 
über das Elsass. Von den Herausgebern. 

Mit Benutzung des Zettelkataloges der Kaiserl. üniversitäts- 
u. Landesbibliothek zu Strassburg zusammengestellt. 

[790.] * Becherches bibliographiques sur le Departement de 
TAisne. Catalogue et table des livres, chartes, lettres-patentes, 
^ts, arrdts, lois, biographies, notices et documents imprim^s 
concemant le Departement de l'Aisne; par C. Penn, ancien 
President de la Society archeologique, historique et scientiüque 
de Soissons. III. Partie. Soissons, imp. Fosse-d'Arcosse fils. 
8<>. Vn, 555 S. 

[791.] * America not discovered by Oolumbus: an historical 
Sketch of the discovery of America by the Norsemen in the 
tenth Century; with an appendiz on the historical, linguistic, 
literary and scientific value of the Scandinavian languages. By 
Basmus B. Anderson. Also a Bibliography of the Pre-Columbian 
discoveries of America, by Paul Baron Watson. HI. Edition. 
Chicago, Griggs & Co. 12^ 164 S. Pr. | 1. 

Die Wat8on*8che Bibliographie ist bereits im Library Journal 
1880 abgedruckt 

[792.] * Mitteilungen über die PianofortenUtteratur für den 
praJctischen Gebrauch. Von Dr. Karl Löschhom. Magdeburg, 
Baensch. 1881. gr. 8^ 8 S. Pr. n. 0,15 Mk. 



288 Litieratnr und Miscellen. 

[798.] '*' Bibliographie des Oeuvres de Beaamarcbais; par 
Henri Cordier. Paris, Qoantin. S^. TL, 144 S. Mit Portrait 
nach Cochin. Pr. 10 Fr, 

[794.] * ©oetl^'d Snefe. Setsetd^ni^ berfetben unter Slngabe oon 
OueQe, Ort, Skitum unb ^nfang^morten. Ueberftcfttltib tiadd ben Qm* 
)}fändem oeorbnet, mit einer furzen SarfteDung be§ 9krb&Itni{feS ®oetbe*iS 
in biefen unb unter SRitt^etlung Dieler bi^ber ungebnuften Srtefe ®ötbe*S. 
8ief. 4—16. »eriin, Öem^L 1882—83. gr. 8^ I. »b. ©. 161 bi3 
496 n. «b. ®. 1—288. ?Jr. ä n. 1 m. (®. SCnj. 3. 1882. Wr. 30.) 

[795.] Geheimrath Dr. Friedrich Albert v. Langenn in Dresden. 
Von J. Petzholdt. [Separatabdruck aus „Petzboldt, Neuer An- 
zeiger f. Bibliographie n. Bibliothekwissenschaft, Juli 1883.*'] 
Dresden, Druck von Fässler. gr. 8®. 12 S. (8. oben Nr. 668.) 
Nur in wenigen Exemplaren abgedruckt, hauptsächlich zur 
Vertheilung an Solche, welche sich für das Verhältniss y. L.'s als 
Erziehers des Prinzen Albert, ältesten Sohnes des verst Königs 
Johann v. Sachsen, iuteressiren. 

[796.] * Traductions en langues 6trang6res des B^fl^xions ou 
Sentences et Maximes de La Rochefoucauld. Essai bibliogra- 
phique du Marquis de Oranges de Surg^res. [Extrait du Bulletin 
du Bibliophile.] Paris, Techener. 8<>. 32 S. (S. oben Nr. 141.) 

[797.] * The Bibliographj of James Maidment, Esq., Advocate, 
Edinburgh, from tbe year 1817 to 1878. Drawn up by Thomas 
George Stevenson, Antiquarian Bookseiler and Publisher. (Edin- 
burgh: Printed for Private Circulation, 1883; one hundred 
copies.) 8^ 55 S. 

Hierüber s. The Bibliographer, Tom. IV. Nr. 20. S. 53. 

[798.] * Bibliographie des Oeuvres d* Alfred de Musset et des 
ouvrages, gravures et vignettes qui s*j rapportent; par Maurice 
Clouard. Paris, Eouquette. 8^ XXIV, 100 S. Mit Portrait 
nach einer Statue von Grauet. (320 ExempL, wovon 20 numer. 
auf gr. Vel. Pap. u. 300 auf Vel. Pap.) 

Ausserdem 40 Exempl. Portraits allein auf Japan. Pap. 

[799.] St. Thomas d'Aquin Bio -Bibliographie par Le Chan 
Ulysse Chevalier. [Extrait du Repertoire des sources historiques 
du moyen-äge, 4e Fascicule.] Montbeliard, impr. Hoffmann. Juin. 
12«. 16 S. (S. Anz. J. 1881. Nr. 365.) 

BncbhAndler- and antiqnarlsebe Kataloge. 

[800.] Die Herstellung von Druckwerken. Praktische Winke 
fQr Autoren und Buchhändler von Carl B. Lorck. lY., durchge- 
sehene und vei-mehrte Auflage. Leipzig, Weber, gr. 8^. vTll, 
195 S. Pr. n. 5 Mk. (8. Anz. J. 1879. Nr. 677.) 



Litteratur und MisceUen. 289. 

Wei^ ein Bnch innerhalb 15 Jahren vier Auflagen, u. nicht 
etwa blosse Titelansgaben, sondern wirkliche verbesserte n. ver- 
mehrte Auflagen erlebt, so spricht dies wohl am besten für den 
Werth desselben. Und in der That werden gewiss alle, welche 
das vorl. Buch zu Bathe gezogen, den 'grossen Werth desselben 
erkannt haben. Den Verf. hat eine längere geschäftliche Praxis 
als Verleger und Buchdrucker die Erfahrung machen lassen, wie 
sehr der Verkehr beiderseits erschwert u. f&r ersteren namentlich 
auch vertheuert wird, wenn der Autor nicht mit der typographischen 
Genesis eines Buches von dem Augenblicke an, wo er den Buch- 
druckern sein Manuscript übergiebt, bis za der Stunde, wo das erste 
Exemplar fertig vor ihm liegt, vertraut ist. Der Wunsch nun, 
diesem Uebelstonde nach Kräften abzuhelfen, hatte dem Verf. zur 
Bearbeitung der vorl. Schrift Veranlassung gegeben, u. er sich gleich 
anfangs, sowohl von Seiten der Buchhändler, als auch der Buch- 
drucker einer so freundlichen Auftiahme seiner Arbeit zu erfreuen 
gehabt, dass sich, wie erwähnt, innerhalb 15 Jahren 'vier Auflagen 
davon nöthig gemacht haben. Die Anordnung des Stoffes — in 
drei Abschnitte: A. Die Technik der Buchdruckerkunst; B. Prak- 
tische Winke ftLr die HerstcfUung eines Druckwerkes; C. Die 
Schriften u. ihre Anwendung — in der ersten Auflage hat sich 
praktisch bewährt u. ist daher unverändert in die späteren Auf- 
lagen mit herüber genommen worden; Nur durch Vermehrung 
u. Verbesserung des Stoffes haben diese Auflagen eine Veränderung 
erfahren. So ist z. B. von der IIL Auflage an ein für die Zwecke 
der Schrift nicht unwichtiges Kapitel „Wie kann der Autor zur 
Billigkeit des I>rttckes beitragen*' eingeschaltet worden. Auch hat 
der Verf., in Polge neuer Anschaffungen der Druckoffizin, in der 
IV. Auflage den Abschnitt „Die Schriften u. ihre Anwendung*' so- 
wohl durch neue Titelschriften, als auch durch viele fremde 
Schriften vermehren können. 

[801.] Verlags-Kataloge der Verleger des Deutschen Beiches etc. 
Münster i. W., Adolf Bussel. 1882. gr. Lex. 8^^. Bd. .II. Lief. 
6 Sp. 1153—1876; Bd. VIL Abth. 2. Lief. 3. Sp. 513—736; 
Bd. VIII. Lief. 5. Sp. I-VIII, 1153—1328. (S. oben Nr. 608.) 

[802.] Nr. 96. Katalog von Theodor Ackermann K. Hof- 
Buchhandlung nebst Antiquariat in München. — Orientalia. 8^. 
1 Bl. 14 S. 433 Nrr. (S. oben Nr. 700). 

Schriften über den Orient u. Orientalische Sprachen, sowie 
Orient. Litteratur. 

[808.] Nr. 318—33. Antiquarischer Anzeiger von Joseph 

Baer & Co., Frankfurt a. M. u. Paris. [Auch m. Franz. Tit.] 

Februar 1882—1883. 8«. ä 16—82 S. 4460—10251 Nrr. (S. 
Anz. J. 1882. Nr. 242.) 



290 Litterator and MisceUen. 

Neben den von Zeit zu Zeit von der Firma herausgegebenen 
Facli-Lager*CataIogen erscheint monatlich ein antiquarischer Anzeiger, 
worin sich in der Regel die bemerkenswertheren Miscellanea ans 
den neuesten Erwerbungen au^eHUirt finden. 

[804.] CLm Kata]x>g des antiquarischen B&cherlagers von 
Albert Gohn in Berlin. — Seltene Bücher aus allen F&chem. 
ni. Abth. Polonica— Zancarli. 8«. 1 Bl. 46 S. 624—781 Nrr. 
(8. oben Nr. 704.) 

Durchgehends nur Ausgewähltes. 

[805.] N. 6. Edizioni di Ulrico Hoepli in MUano 1872— 188S. 
Aprile. kl. 8^ 2 BU. 60 S. 

Enth.: I. Biblioteca tecnica; n. Biblioteca scientifico-letteraria; 
in. Studi Giuridici, Politici e Sociali; IV. Manuali Hoepli; V. Oolle- 
zione diamante; VL Pubblicazioni di Corporazioni scientifiche; Vn. 
Opere di esclusivo deposito. 

[806.] Antiquariats-, Sortiments-, und Verlags-Buchhandlung 
von Wilhelm Koebner (L. F. Maske's Antiquariat) in Breslau. — 
Verzeichniss einer ausgewählten Sammlung älterer theologischer 
Werke. 8«. 1 BL 20 S. 437 Nrr. (S. oben Nr. 712.) 

Grösstentheils Deutsche Litteratnr. 

[807.] K. F. Eoehler's Antiquarium in Leipzig. CafalogNo.382. 
— Medicin. 8«. 1 Tit.- u. 15 S. 379 Nrr. (S. oben Nr. 618.) 
Nur ausgewähltere^ neuere sowie auch ältere Litteratur. 

[806.] Katalog des Antiquarischen Bücherlagers von Paul 
Lehmann, Buchhandlung und Antiquariat in Berlin. No. XXV 
ft XXVI. 8«. (S. oben Nr. 234.) ^ 

Enth.: Theologie (1 Tit- u. 63 S. 1913 Nrr.) & Philosophie 
(1 Tit- u. 27 S. 1011 Nrr.). 

[809.] Verzeichniss des antiquarischen Bücherlagers von B. Levi, 
Buchhändler und Antiquar in Stuttgart. Nr. XLFV. — Neue 
Erwerbungen, kl. 8^. 1 Bl. 66 S. 

Enth. : Deutsche Belletristik, Litterargeschichte n. Bibliographie, 
lUnstrirte Werke. 

[810.] Libreria antiquaria di Ermanne Loeecher, Torino. 
Catalogo N. 44, — Medicina. Laglio. S^. 1 BL 64 S. 1888 Nrr. 
(S. Anz. J. 1882. Nr. 1086.) 

Ueberwiegend Italienische Litteratur in wissenschaftlicher 
Ordnung. 

[811.] E. Lucius Buch-, Musikalienhandlung & Antiquariat 
in Leipzig. Bücher-Verzeichni8sNo.40. 8^ 1 Bl. 74 S. 2329 Nrr. 
Enth.: Geschichte mit Hilüswissenschaften, Geographie u« Beise- 
beschreibnngw, Karten u. Atlanten. 

[812.] No. 849. Oaialogue of Books'in Historical or Bamar- 



LiUerator and MUeelleiu 291 

kable Bindings; from the Libraries of Sovereigns or of distin- 
goished Private GoUectors ; or illasiratiDg the History of the Art 
of Bookbinding from the IX to the XIX Gentary. Offered for 
Oaah bj Beniard Qoaritch. London. Jnly. gr. 8^ 2 Ell. 
1217—1392 S. 12818—18804 Nrr. (S. oben Nr. 60.) 
Der Londoner Bnchh&ndler Franz Thimm schreibt im Deutsch. 
Buchhändler -BGrsenblatte Nr. 140, wo er über die Versteigerung, 
der letzten Abtheilung der Sunderland-Bibliothek einen kurzen Be- 
richt gegeben hat: „Wir können diesen Bericht nicht schliessen, 
ohne auch des grOssten Käufers in dieser Auction Quaritch zu ge- 
denken. Der Deutsche Buchhandel weiss sehr gut , dass derselbe 
in London ein antiquarisches Geschäft besitzt, dass derselbe aber 
vielleicht der grOsste. Antiquar der Welt ist, dürfte Wenigen be- 
kannt sein." Und in der That, ein antiquarisches Lager wie das 
Q.'sche, ,,voll von den grössten Schätzen der Typographie, der 
seltensten Drucke und prachtvollsten Manuscripte auf Pergament," 
hat noch kein Buchhändler in der Welt besessen. Von Seltenheiten 
u. Merkwürdigkeiten, die selbst in den besten Antiquarkatalogen 
nur in geringer Anzahl u. sehr vereinzelt zu finden sind, besitzt 
das Q.'sche Lager Tausende. Aus der Suuderland-BiblioUiek, die 
in ihren fünf Auctions- Abtheilungen einen Betrag von Si 55,170 
ergeben hat, sind von Q. allein für sein Lager Bücher zum Preise 
von SS 32,650 angekauft worden. Wer in aller Welt wäre ausser ^ 
Q. wohl im Stande, einen solchen antiquaf. Lagerkatalog, ^ie den 
vorl.y darzubieten! Derselbe ist um seines Inhaltes willen von 
höchstem Interesse u. zugleich hinsichtlich seiner Bearbeitung 
sehr lehrreich. An der Spitze steht als Vorwoii ein kurzer Artikel 
„On the Histoiy of Artistic Bookbinding.*' Darauf folgen in 12 
Abschnitten: I. Books on Binding; U. Guriosa (Metal-Work, Ivory 
and Wood-Carving, Goverings of Pcculiar Substance, Oriental Bin- 
dings); m. Stamped Bindings in Wooden Boards and Stamped 
Leather, usually styled monaetic (sec. XV — XVI); IV. Books which 
belonged to Sovereigns; V. Italian .GoUectors and Binders; VI. 
French GoUectors, sec. IX— XIX; VIL French Binders (Bindings 
without indicaüon of ownership, sec. XVI — XIX); VIIL English 
GoUectors and Binders, sec. XFV — XIX; IX. German GoUectors and 
Binders; X. Flemish and Dutch; XI. Spanish; Xn. Slavonic. 

[813.] BibUotheca GathoUco-Theologica sexta. Gatalogue XXXVI 
de la Librairie-ancienne de Ludwig Bosenthal ä Munich. Supple- 
ment de nos catalogues XXn, XXVm, XXXI, XXXIV et XXXV. 
NouveUes acquisitions: Tb^dogie catholique. Philosophie scola- 
Btique. Livres th^olog. ä figures. Musique religieuse. Principa- 
lement des XV., XVL, XVn., XVni. eitles. Bn toutes les langues, 
excepte en aUemaad. gt. 8^. 1 BL 170 8. 2778 Nrr. (S. Anz. 
J. 1882. Nr. 1098.) 



202 Litterakir und MisceQen. 

Katalog XXXTn Ton dem nämlichen Anti^ariat — Katho- 
lische Theologie in deutscher Spräche. Manoscripte auf Pergament 
und Papier, sowie gedrockte Bficher des XV. — XIX. Jahrhunderts 
ans allen Zweigen der katholisch-theologischen Literatur, gr. 8^. 
1 Bl. 258 S. 5809 Nrr. 

Beiche mid beachtenswerthe Auswahl hauptsächlich älterer 
Litteratnr. 

[814.] 163. Catalog des Antiquarischen Bficherlagers von 
J. Scheible in Stuttgart. [A. m. Franz. Tit.] IV. Abth. gr. 8». 
1 BL 102 S. 8622—4928 Nrr. (S. oben Nr. 719.) 
Betr. Bussland u. Polen, Scandinavien u. Holland, Schach- u. 
andere Spiele, Spanische Litteratur u. Geschichte, Tabak, Tanz- 
kunst, Technologie, Tum- u. Fechtkunst. 

[815.] Nr. 1. Verzeichniss des Antiquarischen Bücherlagers 
Yon Hermann Schmidts Antiquariat und Bücher-Auctions-Institut 
in Bestock, gr. 8<>. 12 S. 807 Nrr. 
Enth.: Landwirthschaft, Gailen- u. Obstbau, Thierzucht u. 
Thierheilkunde, Agriculturchemie, Mecklenburgica. 

[816.] 169. Antiquarischer Catalog von Felix Schneider 
(Adolf Geering) in Basel — Glassische Philologie, Archäologie 
und Orientalia. 8^1 Bl. 97 S. 2589 Nrr. (S. oben Nr. 516.) 

Neuere sowohl al& ältere, hauptsächlich Deutsche Litteratur. 

[817.] Verlags-Katalog von B. Schultz & Gie (Berger-Levrault's 
Nachfolger) in Strassburg i. E. Lex. 8<>. 12 Bll. 

Das Haus B. Schultz & Gie besteht aus Verlag u. Sortiment, 
sowie aus Buchdruckerei u. Lithographischer Anstalt Die Buch- 
handlung existirt seit 1676, die Buchdruckerei seit 1685, die durch 
Senefelder gegründete Lithographische Anstalt seit 1828. Vom 
Tage seiner Gründung bis zum Eintritt des J. 1870 war das Ge- 
schäft in Händen von ICitgliedem der Familie Berger-Levrault ge- 
blieben. Als jedoch das Elsass dem Deutschen Beiche wieder 
einverleibt ward, siedelte dieses Haus, dessen Unternehmungen 
speziell auf Frankreich u. die Französische Administration be- 
rechnet waren, nach Nancy über, während das Strassburger Geschäft 
laut Gircular v. 6. August 1878 von einer unter der obigen Firma 
auf Aktien gegründeten Gommanditgesellschaft weitergeführt wurde, 
deren alleiniger Bepräsentant der Firmaträger ist 

[818.] Bücher- Verzeichniss von Karl J. Trübner Buchhändler 
zu Strassburg im Elsass. XXXVI. — Seltene Drucke des 15. 
16. und 17. Jahrhunderts. Alsatica. 8<^. 1 Bl. 66 S. 1092 Nrr. 
(S. Anz. J. 1882. Nr. 982.) 

Ein werthvoller . n. bibliographisch interessanter Katalog von 
in der That vielen seltenen Büchern theils aus, theils über Elsass. 



Litteratur and MisceUen« 293 

BlbltoiliekwUusteiiBcliaflL 

[819,] Monihly Notes of ihe Library Assoeintioii of the United 
Kingdom. VoL IV. (8. oben Nr. 721.) * 
Enth. in Nr. 5: Officiai Notices. — May Monihly Meeting: 
Papers by Mr. Henry Wilson „An old English Text of the Specolum 
Yitae Christi; Mr. A. Allchia ^Tfae Communal Library on the 
Somme^ — Library Notes — Gatalognes and Reports — Corre- 
spondence. fi. 

Bibllotliekeiilekre» 

[820.] * Machon, L., curtf de la paroisse da Tonme, 1662. 
Disconrs i[>par senrir de r^gle on d^ayis anx Bibliothdcaires, 
angment^ d'une notice snr Machon et sur la Biblioth^ue dn 
Premier Prteident Amand de Pontao, par Daspit de Saint^-Annand. 
(2e Fase, da Tom, Ille des Ji^anges de la Sociit^ des Biblio- 
philes de Gayenne. Bordeaux, GonnouiUion. 1888. 8^) 

BlbUötliekeiikinide. 

[881.) BoUetin of Books in the yarious departments of Lite- 
ratore and Science added to the Public Library of Cincinnati 
during the year 1882. Cincinnati: Publish. by the Board of 
Managers. 1888. 4^. YIU, 219. Mit 2 eingedr. Ansichten 
der Bibliothek Ton aussen u. im Innern.'' 
Den Zuwachsverzeichnissen der NAmerikan. Bibliotheken gegen- 
über können sich die der Deutschen geradezu verstecken. Von 
Seiten der NAmerikan. Bibliotheksverwaltungen findet sich in den 
Zuwachs Verzeichnissen, die sehr elegant gedruckt sind, den Lesern 
womöglich alles geboten, was ihnen bei Benutzung der betr. Biblio- 
thek nur irgend von Nutzen sein kann. Die Verzeichnisse selbst 
sind keine blossen Bücherinventare, sondern* wirkliche wohlgeordnete 
Bibliographien; das vorl. Zuwachsverzeichniss ist sogar zur grösseren 
^Bequemlichkeit der Leser mit einem Begister versehen, üeberhaupt 
erscheint die Bibliothekverwaltung in Cincinnati auf das Interesse 
des Lesepublikums sehr aufmerksam: seit 1876 sind von ihr dem 
Publikum, ausser f&nf Zuwachs Verzeichnissen, nicht weniger als 
11 Kataloge verschiedener Specialfächer etc. dargeboten worden. 
Ein Generalkatalog ist bereits 1871 erschienen. 

[822.J * St. James' Meth. Epis. Church Sunday-School Library, 
Elizabeth, N. J. Catalogue. May, 1883. 82 ^ 60 S. 

[823.] * Now System of dassiflcation and scheme for nom- 
bering books applied to the Mercantile Library of Philadelphia. 
[Beprinted flrom the Bulletin of the Library.] Philadelphia. 
8^. 29 S. 

[824.] * Libraries of Providence (B. I.) Periodicais cnrrently 
taken in the libraries §ind reading-rooms« Providence. 8^. 8 S. 

21 



294 Litterator und Miscellen. 

[825.] Verzeichniss der Drackwerke nnd Handschriften • der 
Bibliothek des • historischen Vereins für das Grossherz()gthDm 
Hessen. Auf Grand . des .Ende 1882 Tprhandenen Bestandes 
: bearbeitet von Dr. Gostay Jifick» z. Z. Vereiitsbibliothekar. Darm- 
stadt, im SelbstTerlag. des Vereins. (Elingelhöffer in Gomm.) 
8«. Vm, 207 S. Pr. n. 2 Mk. 

Das auf Grand einer neuen systematischen Ordnung mit an- 
erkennenswerthem Fleisse u. Verst&ndniss bearbeitete Verzeichniss 
gewährt einen leichten n. , zumal durch das beigefügte genaue 
Segifltefi bequemen Ueberblick der ziemlich umfänglichen u. nament- 
lich im Gebiete der Bassiaca sehr reichhaltigen Bibliothek, deren 
Bestand sich auf 2447 Nrr. Drack- u. 92 Nrr. Handschriften belauft 

[826.] . Programm des Königlichen Gymnasiums zu Dresden- 

' Neustadt. (Ostern 1881.) VII. Dresden, Druck von Teubner. 

4^ Enth. 8. 8 — 84: Sur quelques Mazarinade^ de la Biblio- 

th^ue Boyale publique de Dresde. Vom Oberlehrer Dr. Jd- 

hannes Schütze. 

Die Dresdner Bibliothek besitzt eine sehr . ansehnliche Zahl 
von Mazarinaden — nicht weniger als 8052, unter denen sich 
viele finden, welche in dem grossen, von Moreau aus den vorzflg- 
Ucheren Pariser Bibliotheken zusammengestellten und 1850 ver- 
öfifenüichten Werke (s. Petzholdfs Biblioth. bibliogr. 8. 227) — 
worin Über 4800 Mazarinaden verzeichnet sind — entweder fehlen 
oder eine Aenderung zeigen. Die vorl. Schrift darf daher als eine 
recht beachtenswerthe Vervollständigung des Moreau*schen Werkes 
mit Anerkennung bezeichnet werden. 

[827.] Bericht Über die Verwaltung der Königlichen üniver- 
sitäts-Bibliothek zu Kiel im Etatsjahr 1882/83. Unterzeichnet: 
Steffenhagen. [Separat- Abdruck aus der „Chronik der Universität 
zu Kiel''.] Druck von Schmidt & Klauni^ in Kiel. gr. S\ 
7 S. (S. Anz. J. 1882. Nr. 999.) 
Dem Berichterstatter gereicht es zur besonderen Freude, mit- 
theilen zu können, dass der Bau des neuen Bibliothekgebfiudes 
nunmehr nahe vor seinem Abschlüsse steht, so dass die Ueber- 
siedelung der Bücher dahin bereits auf nächsten Frühling festgesetzt 
worden ist Der Zuwachs an gedruckten Büchern (ohne die Disser- 
tationen und Programme, 149 Bde) hat im letztverflossenen Jahre 
2281 Nri'. oder Bdtf betragen, wodurch der Gesammtbestand der 
Drucksachen auf 179,440 Bde separater Bücher n« 5291 Disser- 
^tionen- u. Programm-Bde gestiegen ist Die Gesammtzahl aller 
•Entleihungen von. Büchern im abgelaufenen Etatsjahre beläuft sich 
auf 14,676 Werke in 21,268 Bden. .' 

[828.] Verzeichnis der Bücher-Sammlung der ger. u* voUk. 
* St. Johannis-Loge Zu den drei Cedem« Systematisch zusammen- 



Litteratnr und Hiscellen. 295 

' gestellt' [yon Ct. HoU]. Stuttgart. Johaimiefest 1888. 8^ 
. Xn, 107 8. 

Seit der Constitution der Loge 1840 jsi deron Bibliothek, 
namentiich durch die Büchervermächtnisse der Brr. v. Eölle 1848, 
Göx 1852, V. Schreckenstein 1856, Weber 1865, t. Plieninger 
1879 u. Terschiedene Bflchergeschenke, bis auf nahezu 1400 Nrr. 
angewachsen, so dass sie sich „nach Umfang u. Gestalt^' den 
ältesten und bedeutendsten Logenbibliotheken in AlWburg, Berlin, 
Halle, Hannover, Kopenhagen, Leipzig u. Zürich ebenbürtig an die 
Seite stellen kann. Mit besonderer Genugthuung glaubt der Verf. 
hervorheben zu dürfen, dass die Bibliothek nicht nur eine Beihe 
einzelner Pie9en besitzt, die selbst dem eüHgen Sammler Kloss 
entgangen sind, sondern dass sie auch einzelne Gebietd u.^ zwar 
^rade die wichtigsten der maurerischen Forschung, in einer be- 
seidenswerthen Tollständigkeit aufzuweisen hat, wobei nur an die 
Abtheilungen: „Bitnalistik, Allgemeingeschichte u. Ißuminateawesen," 
erinnert werden möge. In Betracht solchen Umfanges u. Wertbes 
der Bibliothek ist die Zusammenstellung u. Heransgabe des Kata- 
loges derselben, zumal er mit grosser Sorgfalt n. mit ebenso 
grossem Verständniss bearbeitet ist, als höchst verdienstlich anzu- 
erkennen. Hinsichtlich der allgemeinen Anordnung des Stoffes hat 
sich der Bibliothekar nur ausnahmsweise des übersichtlichen Stadte- 
u. Namensalphabets bedient, sonst vielmehr das von Kloss in seinem 
Musterkataloge mit Glück eingefQhrte System der chronologischen 
Au&tellung befolgt Einzelne Abweichungen von Klosfi waren durch 
die Verhältnisse der Bibliothek u. sonst noch bedingt. 

[829.] * Adolf Scholl, weU. Geb. HoOrath und ObdrbibUothekar 
in Weimar. Von Prof. Dr. Fritz Scholl. [Aus: „9ursian*s bio- 
' graph. Jahrb. f. Alterthumskde.''] Berlin, Calvary & Co. gn 8°. 
89 S: Pr. n. 1,20 Mk. 

[880.] Zuwachs der Grossherzoglichen Bibliothek ^u Weimar 
in den Jahren 1881 und 1882.* Weimai*, Böhlau in Comm. 
8«. 1 BL 59 S. Pr. n, 0,25 Mk. (S. Anz. J. 1881. Nr. 805.) 
Das vorl. Zuwachs- Verzeichniss ist, wie sein* Vorgänger, nach 
wissenschaftl. Bubriken zusammengestellt, u. ebenso,' wie dort, sind 
die der Bibliothek in ziemlich reichlichem Maasse zugekommenen 
Geschenke, resp. die von dem Lese-Museum in Weimar vertrags- 
mäsaig an die Bibliothek abgegebenen Zeitschriften dtrch cSn vor- 
gesetztes *9 resp. M.y gekennzeichnet 

[881.] * Quelques' Pages de Gritique pour la defense des 
Listituteurs, traitant de: 1^ la Bibltoth^uie IrsAkriH; .2^ la 
Gr^v^ des Patrons et de Bourgeois, pamphlet-roman de H. £s- 
coffier; 8^ Lamartine et les Instituteurs (histoire in^te); par 
C. Saint-Maurice. . Paris, Tauteur. 12<'. 19 S. 



296 Litkerfttur und MiBoeDeiü 

[882.] * Catalogae de la Biblioth^oe publique de la ville de 
Saint-Pol (Pas-de-Calais). L Supplement. Saint- Polyhapr. Becquart. 
1880. 8«. 80 S. 

[838.] * Notice sur les Manuscrite disparus de la Bibliofb^ue 
de Tours pendant la premi^re moitiä du XIXe si^le; par Leo- 

* pold Delisle. [Extraits des Notices et Extraits des Manuscrits, 
tome Sl, premiire partie.] Paris, impr. nationale. 4^, 204 S. 

[884.] * Liste des dons faits par des particuliers k la Biblio- 
t)i^ue publique de la Tille de Verdun pendant Tann^e 1882, 
pr6cäd^ de la statistique de la Periode 1778 — 1882. Terdun, 
impr. £env6-Lallement. 8^. 20 S. (S. Anz. J. 1882. Nr. 1008.) 

[885.] * Codex Laurentianns von Sophokles nnd eine aeue 
Kollation im Seholientexte. Von Pet N. Pappageorg. [Ans: 
,^ahrb. f. class: Philol. 18. Suppl.-Bd.*'] Leipsig, Tenbner. 
gr. 8«. 40 a Pr. n. 1 Mk. 

[886.] Le Scritture in Tolgare dei primi tre secoli della 
lingna ricercate nei Oodici della Biblioteca nazionale di Napoli 
dall' assistente Alfonso Miola. (Continuazione.) Enth. in: H 
Propugnatore Periodico bimestrale di Filologia, di Storia e di 
Bibliografia instituito e diretto da Francesco Zambrini. [In Ap- 
pendice alla Collezione di Opere inedite o rare.] Tom. XVI. 
Part. 1. Bologna, Bomagnoli. gr. 8^ S. 352—85. (S. Anz. 
J. 1882. Nr. 656.) 

[887.] * Catalogns yan Boeken over letterkünde en geschiedenis 
aan de Stad gelegateerd door wijlen Job. Hilman. Amsterdam, 
Stadsdrakkerij. 1882. gr. 8*. 

[888.] * Catalogus van de openbare BiblLotheek te Ambem. 

• (Door W. P. C. Tan Laak). Arnhem, v. d. Zande. gr. 8^ 

[889.] * Systematisehe Catalogus der Bibliotheek van de Tweede 
Kamer 'der Staten-Generaal, (door J. J. F. Noordziek). Deel I. 
Godsdienat, w^sbegeerte, wis-, natuur-, taal- en letterkundige 
wetenschappeDi kunsten enz., in het algemeen, geschiedenis, 
Staats-rechts-, staathnishoudkundige, administratiYe en andere 
* wetenschappen, in het algemeen, en in betrekking tot Nederland. 
's Gravenhag#, (Landsdmkkerij). 1882. gr. 8^ 

[840.] * Catalogus der Handschriften^ Kaarten en Boeken im 
het Oenootschap Pro ezcolendo jure patrio, opgerigt te Groningen 
in het jaar 1761. Groningen, SchoUens. 1879. gr. S^. 

[841.] * Catalogns Tan de boeken aanwezig in de Biblioibeek 
der Stemnwacht te Leiden, nitgegSTen door K. G. Tan de Sande 
BakhnUien, beatourder der Sterrenwacht Iste en 2de Supple- 
ment, 's GraTonhage, Nghoff. 1881—82. gr. 8^ 



.liitteratur uiid HiscdUen. ;297 

PrlTalMbllotlieli^eii. 

[842^ Lager-Catalog von Joseph Baer & Co. Buchhändler 
und Antiquare in Frankfurt am Main, Baris, London. 129. — 
Zoologie. Enthaltend die Bibliothek des Embrjologen Dr. C. Bruch, 
ehemi^. Professors zu Basel u. Giessen. IL Abth. 8^ 1 Bl. 
84 S. 1566—2877 Nrr. (S. oben Nr. 749). 

Betr.: Säugethiere; Vögel; Beptilien, Amphibien u. Fische; 
Insekten u. Spinnen; Weichthiere u.' Kmstenthiere: Würmer u. 
niedere »Thiere. 

[843.] Antiquariats-Gatalog Nr. VIIL der N. G. Elwert'schen 
Uniyersitäts*Büchhandlung in Marburg. — Medidn. Enthaltend 
die Bibliothek des f Dr. med. C. Hueter Professor der Chirurgie 
in Greifswald. gr. S^. 1 BL 112 S. 3611 Nrr. (8. oben 
Nr. 301.) 

Schade, dass diese reichhaltige Sammlung nicht systematisch 
u. dadurch bequemer ftlr den Leser geordnet .u. verzeichnet ist. 
Die chirurgischen Schriften (darunter verhältnissmässig viele Inau- 
gural-Dissertationen, Separat-Abdrücke u. Ausschnitte) bilden natür- 
lich die Mehrzahl. . 

[844.] No. 79. Oatalog des antiquarischen Bücherlagers von 
Joseph Jolowicz, Buchhandlung und Antiquariat in Posen. Inhalt: 
Jurisprudenz, Staatswissenschaften u. Nationaloekonomie. , Zum 
Theil die Biblioth. des verstorb. Landgerichtsdir. Kahler zu: Posen 
enthalt 8<>. 1 Tit.- u. 59 S. 1657 Nrr. (S. oben Nr. 709.) 
Hauptsächlich Deutsche u. nächstdem Franz. Litteratur. 

[845.] Adalbert Bente's Antiquariat in G6ttingen. Oatalog 
67. — Mathematisch -physikalische Wissenschaften. (Physik, 
Mathematik, Astronomie, Meteorologie.) Professor Johann Bene- 
dict- Listing's Bibliothek. 1. Theil. 8^ 1 Bl. 28 S. 1005 N/r. 
(S. oben Nr. 716.) 

Deutsche, Franz., Englische etc. Litteratur. 

[846.] * The Maifquis de Morante: his Library and its Cata- 
logue. By Richard Copley Christie. Beprinted from the Man- 
chester Quarterly. Manchester. 8®. * 

Hierüber s. The Bibliographer, Tom. IV. Nr. 20. S. 54. 

[847.] Num. 11. Catalogo di Opuscoli d'Arte e Storia, la 
maggior parte per Nozze, in piccolo numero di esemplari, molti 
dei quali con dedica autografa, facenti parte della Libreria del 
fn Cav. Giuseppe Palagi, distinto Letterato. (4a ed ultima 
parte). Firenze, Franchi e C. Luglio 1883. gr.S\ 65— 96 S. 
879 Nrr. (S: Anz. J. 1882. Nr. 1019.) 

[848.] Inventario dei Codici della Biblioteca Visconteo-Sfor- 
stesca redatto da Ser Facino da Fabriano nel 1459 e 1469; 
pabbl da G. Mazzatinti. Enth. in: Giomale storico della Lette- 



298 Litteratar and iCsceUeii. 

ratura Italiana dir. e red. da A. Graf, Fr. Noyati, B. Bonier. 

I Aiino. Vol. I. Fase. 1. Borna, Torino, Firenze: Loescher. 

gr. 8»., 8. 88—59. 

Zu der vom Marchese Girolamo d'Adda über die Libreria 

Viaoonteo-Sfonseaca heransgegeben^n Schrift (s. Anz. J. 188Q. Nr.919) 

bildet das vorl. Inventar eine ebenso interessante wie dankenswerthe 

Zugabe.. 

[849.] F. H. Troschers Bibliothek. LX. Antiquarischer Lager- 

Gatalog von Max Cohen & Sohn (Fr. Cohen) in Bonn. 8^ 1 Tit.- 

u. 109 S. 2620 Nm 

Ein im Gebiete der zoologischen Litteratar höchst beachtens- 

werther Katalog: hauptsächlich reich an Deutsch., Engl a. Franz. 

Schriften. . 

Abdrücke ans Blbl. HandsohrlfUen. 

[850.] Eradius. Deutsches Gedicht des dreizehnten Jahr- 
hunderts. Herausgegeben von Harald Graef. [A. u. d. Tit.: 
Quellen und Forschungen zur Sprach- und Cultuigeschichte der 
Germanischen Völker hrsg. von B. ten Brink, E. Martin, W. 
Scherer. L.] Strassburg, Trflbner. gr. 8\ 4 BH 264 S. 
Fr. n. 5 Mk. 

Aus einer Wiener u. mit Benutzung einer Mfinchner Handschrift. 

*[851.] * Saltair Na Bann; a CoUection of Early Middle Irish 
Poems. Edited from Ms. Bawl. B. 502, in the Bodleian Libraiy. 
By Whitley Stokes. Oxford Warehouse. 4®. Fr. 7 sh. 6 d. 

[852.] * Maiy Stewart. By Claude Nau. From the original 
ünpublished Ms. in the British Museum, together with contem- 
poraiy documents in the Secret Archives of the Vatican. Translated 
and edited by Jos. Stevenson. London, Paterson. 8^. Fr. 18 sh. 

[853.] * Hugues de Noyers et Pierre de Oourtenay, Episode 
de Thistoire d'Auzerre, 1182 — 1216 (d*aprte un mannscrit de 
la Biblioth^ue nationale, fonds fran9ais, 11,588); par FAbb^ 
J. Bance, professeur ä la fiicult^ de thMogie d*Ahc. Marseille^ 
Chaufbrd. 8^ 28. & 

[854.] Aus London findet sich in ^yPublishers' Circular^, Vol. 
XLIV. No. 1099. S. 568, mitgetheilt: A new English 'Dictionary of 
Feriodical Literature* has b'een projected. The Compiler is Mr. 
Cornelius Walford, who is well known as the editor of „the Anti- 
quarian Magazine and Bibliographer'^ and also for bis Services to 
bibliography« From bis prospectus we leam that he proposes to 
divido bis work by the four disUnct periods of periodical literature, 
the first covering the period from the invention of printing to the 
year 1712, the dato of the first Newspaper Stamp Act; the second 
mnning to 1855, when the Newspaper Stamp Act was finally re- 



Iiitteratur und Miscellen. 299 

pealed ; ibe third comüig down to Januar; 1, 1882, when te Libel 
and Begistration Act came into Qpemtion, .and the fonrth from that 
date onward. The number and ränge of publications io be indexed 
18 stapendons. It includes newspapers, all classes of magazines, 
almanacs; the publications of all scientific and literary eocieties, 
and the Pseudonyms of newspaper and magazine wreiters. The 
work, it is nnderstood, will be published ^ sections, in order that 
the Compiler may obtain the assistance of those who have made 
special collections and who may be able to add new material for 
later yolumes. 

[855.] Aus London hat das Britische Museum unter seinen ge- 
druckten Bficherkatalogen auch die Abtheilungen : Byron (1 sh.), Sweden- 
borg (1 sh.), Vlrgil (2 sh.) u.'Xenophon (1 sh.) fertig u. zum Verkaufe 
gestellt. Diese Kataloge enthalten nicht nur . Verzeichnisse der 
Werke der betreff. Personenj sondern auch alle diejenigen Schriften, 
welche über 'diese Personen u. deren Werke erschienen, resp. im 
Brit. Museum vorhanden sind. B. 

[856.] Aus Neustrelitz in Mecklenburg beabsichtigt 
A. M. Gundlach in kürzester Frist unter dem Titel ,,Bibliotheca 
Familiarum nobilium" ein bereits im Druck befindliches ,^pere- 
torium oder umfassreiches Handbuch gedruckter Familiengeschichten 
Ton Adels- u. Patriziergeschlechtern, besonders Deutschlands u. der 
umgrenzenden Lander^' zu veröffentlichen. Dieses c. 280 S. ent- 
haltende Werkchen soll nur in einer beschrankten Anzahl von 
Exemplaren auf Schreibpap. u. einem „zu ferneren persönlichen No- 
tizen n. Nebenbemerkungep^ mit Papier durchschossenen Bande 
Ausgegeben werden. Der Subscript.-Pr. ist auf 10 Mk. gestellt. 

[857.] Aus New York findet sich in ,,PublishersV Weekly 
publ. by Leypoldt'' seit einer langen Zeit schon ein stehender Ar- 
tikel „Literary Property. A Oatalogue of Books and Articles rela- 
ting to Literary - Preperty (Copyright, international Copyright and 
kindred snbjects). By Thorvald Solberg'' mitgetheilt, dem in 
Vol. XXIII. No. 24. S. 708—12 ein „Index to Copyright Articles, 
etc. in the Publishers* Weekly 1872 — 82'^ u. dazu noch ein „Alpha- 
betical Index*^ angehängt sind. 

[858.] Ans Paris hat ülysse fiebert nach 7 jähriger Arbeit 
in der Mannscripten-Abtheilung der National-Bibliothek die Eata- 
logisirung von über 3000 Bden, welche Familien - Urkunden u. 
Papiere enthalten, beendet. Gegenwärtig ist er beauftragt, die Mss.- 
Sammlnngen der Municipal- Bibliotheken zu besichtigen, sich von 
ihrer Zahl und ihrem Werthe, sowie davon, wie sie katalogisirt 
sind — damit zu ihrer Inventarisirung verschritten werden kann, zu 
überzeugen. (La Bibliophilie, Nr. 7. 8.) B. 

[859.] Aus Paris sind die von Mariette-Bey hinterlassenen 



SOO Litterator und Miscelleb. 

äüeher u. Zeichnungen über Aegypten ^ eine Sammlung ^^uolque 
en son genre" — für 70,000 Fr. angekauft worden» 

[860.] Aus Potsdam ist oben Nr. 764 von Benters Antiquariate 
eines von Schoensperger in Augsburg gedruckten Kalenders y. J. 
1495, als „wohl des ältesten deutsclien Kalenders mit Fr»ctika, der 
im Druck erschienen isf, Erwähnung gethan worden. Hierzu ist 
darauf hinzuweisen, ,idass wohl nur Unkenntniss Bentel zu 
der Anpjreisung u. kostspieligen Facsimilirunjg^ seines Kalenders 
hat veranlassen können. Ein Blick in Haines Bepertorium biblio- 
graphicum Nr. 9727 ff. musste ihn belehren, dass daselbst zwar 
nicht gerade der Jahrgang 1495, aber dafOr bereits die von 1487, 
1490, 1492 aus der Offidn von Hans Schoensperger u. eine ganze 
Anzahl älterer theils ohne Nennung des Druckers, theila. von Blau* 
birer, Bämler u. a. herausgegebener verzeichnet sind.'' A. H. I. B. 

[861.] Aus Stuttgart dürfte den Bficherfreunden unter den 
Lesern die Mittheilung willkommen sein, „dass die Deutsche Verlags- 
Anstalt die Werke des Fürsten Pückler-Muskau, diese ebenso lehr- 
reichen als unterhaltenden Beise- u. Sittenschilderungen etc., durch 
eine sehr bedeutende Preisherabsetzung Jedem zugänglich macht. 
Sie offerirt, insolange der hierzu bestimmte Vorrath reicht, die 
26 Bde statt für 182 Mk. 85 Ff. für nur 10 Mk. u. giebt auch 
die einzelnen Werke zu bedeutend ermässigten Preisen ab. Diese 
Werke sind ausser dem berühmten von Gk>ethe empfohlenen Werke 
„Briefe eines Verstorbenen'^ (4 Bde 4 Mk.), die dauerndes An« 
recht haben, in jeder Bibliotiiek zu stehen, und die auch heute 
noch eine unübertroffene Schilderung des Englischen ,)high life** 
sind, deren Fortsetzung „Semilasso's vorletzter Weltgang" (2 T. 
ä 2 Mk.) „Tutü Frutti'« (2 Mk.)» die „Beise durch das südliche 
Frankreich über Genua und Bom nach Neapel", „Jugendwanderungen" 
(50 Ff.), die „Beminiscenzen für Semilasso von Homogälakto'^ 
(50 Ff.), der ^^südöstliche Bildersaal" (2 Mk.) n. der mit ihm zu- 
sammenhängende „Vorläufer" (75 Pf.), endlich „Aus Mehmed Ali's 
Beich" (2 Mk.). Da die Exemplare noch dazu in tadellosem, neuem 
Zustand sind, scheint uns die Gelegenheit ihrer billigen Erwerbung 
der Mühe werth, wahrgenommen zu werden." 

[862.J Aus Trier ist im „Correspondenzblatt der. West- 
deutschen Zeitschrift Nr. 2'', mitgetheilt, dass die GesellschaA für 
Bheinische Geschichtakunde beabsichtige, auf Katalogisirung der- 
Stadtbibliothek hinzuwirken, u. desshalb mit den Behörden der 
Stadt in Verhandlung getreten seL Die Gesellschaft will die Kata- 
logisirung aus ihren^ eigenen Mitteln ins Werk setzen, falls die 
Stadt eine Beihilfe von 2000 Mk. gewährt Auch die Königl. Be- 
gierung soll um Unterstützung ersucht werden. B. 



Drook TOD Joh. PfiMler in Droaden. 



NEUER ANZEIGER 
Bibliographie «nd ßibliothekwissenschaft. 

Heratuge^eben Ton Dr. J. Fetzholdt. 



Oktober. 



1883. 



Inlialt: 

Die BQchersaminlang des Beichs- Postamts in Berlin. (Schlnss.) — Zar 
Litteratnrgeschichte des Benedictiner- Ordens. — Gründung einer Hand- 
Bchriftenbibliothek in Benares. Von Julius Jolly. — Ein neaer Draok 
Gntenberg's in Dentscher Sprache. Von Max Ilgenstein. (Scldaas folgt) 
Litterator and Miscellen. — Allgemeine Bibliographie. 

[863.] Die Bttchersammlung des Reiehs- Postamts 

in Berlin. 

(SchlQSB.) 

Die ErweiteriiDg der Büchersammlung im Ganzen prägt sich 
auch in dem wachsenden Umfange der im Laufe der beiden yer- 
flossenen Jahrzehnte erschienenen Kataloge aus. Der Katalog vom 
Jahre 1865 enthielt 253 Seiten, derjenige vom Jahre 1875 war 
363 Seiten stark, der jetzt vollendete umfasst 511 Seiten« Bei 
der Ausarbeitung des neuen Kataloges ist die von früher her übliche 
Eintheilung der Materien zwar im wesentlichen beibehalten worden, 
doch hat eine Veränderung der Beihenfolge der Hauptabschnitte in 
der Weise stattgefunden, dass der Abschnitt „Verkehrswesen*^ an 
die Spitze des Katalogs gestellt wurde und die übrigen Abschnitte 
je nach dem Grade ihrer grösseren oder geringeren Verwandtschaft 
mit den Verkehrswissenschaften angereiht wurden. Für diese ver- 
änderte Gruppirung war die Erwägung ausschlaggebend, dass die 
Büchersammlung in erster Linie für den amtlichen Gebrauch einer 
Beichs- Verkehrsbehörde bestimmt ist, und dass daher dem mit be- 
sonderer Sorgfalt ausgebildeten Abschnitte „Verkehrswesen** auch 
im Kataloge die leitende Stelle gebührt. Eine weitere durchgreifende 
Aenderung hat der Katalog insofern erfahren, als bei der Aufführung 
der Werke innerhalb der einzelnen ünterabtheilungen statt der 
alphabetischen die chronologische Beihenfolge (nach der Jahreszahl 
des Erscheinens der Werke) eingehalten worden ist. Jede ünter- 
abtheilung beginnt nunmehr mit dem ältesten der vorhandenen 
Werke und schliesst mit dem jüngsten derselben ab. Hierdurch 
ist für denjenigen viel gewonnen, welcher sich über die Beich- 
haltigkeit einer oder der andern Materie unterrichten, oder irgend 
ein Werk aufsuchen will, dessen Verfasser oder dessen Titel er 
nicht genau kennt, während ihm das Jahr, aus welchem das Werk 

22 



302 Die Büchersammlung des Beichs-Postaxnts in Berlin. 

stammt, einigermaassen bekannt ist*). In solchen F&llen gewährt 
die jetzige Eintheilong den raschesten Ueberblick. Früher war dies 
nicht der Fall, weil die Ordnung der Bücher nach den Anfangs- 
buchstaben des Namens der Verfasser selbstverständlich ältere und 
neuere Werke yermisdite. Um ein Werl^ dessen Verfasser bekannt 
ist, nachzuschlagen, dazu gewährt das am Schlüsse des Katalogs 
angebrachte sorgfältig geordnete Autorenverzeichniss den erforder- 
lichen Anhalt In Folge des im Laufe der letzten 18 Jahre so 
erheblich gewachsenen Umfanges der Büchersammlung war es noth- 
wendig, die einzelnen Abtheilungen des Eataloges reicher zu gliedern 
und in mehr ünterabtheiliingen zu zerlegen, als ehedem. In dieser 
Beziehung haben folgende Aenderungen stattgeflmden: Abschnitt I. 
Verkehrswesen: In die Abtheiiung A., Postwesen, wurden die 
Unterabtheilnngen „Welt-Postrerein^ und „Postsparkassen^S in 
welchen Materien sich im Laufe der Jahre im In- und Auslande 
eine reichhaltige Litteratur entfaltet hat, neu eingeschaltet. Die 
Abtheilung B., Telegraphenwesen, wurde durch die Unterabtheilong 
„Femsprechwesen*^ und „Internationaler Telegraphenverein'^ erweitert 
Der Abtheilung C, Eisenbahnwesen, Schififfahrt etc., sind die neuen 
unterabtheilnngen „Luftschifl&hrt^ und „Brieftauben" hinzugetreten. 
Abschnitt n. Erdbeschreibung und Völkerkunde. Dieser Abschnitt, 
welcher früher den Titel „Abschnitt IV., (Geographie und Ethno- 
graphie** fDhrte und in zwei Abtheilungen — a) Erd- und Länder- 
kunde, Topographie und Ethnographie und b) fieisebeschreibnngen, 
Reisehandbücher etc. — zerlegt war, zerfällt jetzt in zwei Abthei- 
lungen, von denen die erste unter dem Titel „Allgemeines'^ die 
jg:eographischen Lehrbücher und Abhandlungen yon aUgemeinem 
Interesse bringt, während die sämmtlichen Beisebeschreibungen, 
Einzeldarstellungen etc. in die zweite Abtheilung yerwiesen sind, 
welche den Titel „Spezielles** führt Bei der grossen, in starker 
Zunahme begriffenen Beichhaltigkeit der Büchersammlung auf geo- 
graphischem Gebiete stellte es sich heraus, dass die frühere Scheidung 
dieser Materie nicht länger durchgeführt werden konnte, indem 
beispielsweise viele Beisebeschreibungen ethnographische Darstel- 
lungen enthielten und umgekehrt ethnographische Werke hin und 
wieder mehr die Eigenschaft von blossen Beisebeschreibungen an- 
nahmen. Es schien daher räthlich, die jetzige Eintheilung, bei 
welcher jeder Zweifel über die Einreihung eines Werkes ausge- 
schlossen ist» durchzuführen. Der Abschnitt VI, Naturwissenschaft, 
welcher früher weder Abtheilungen noch Unterabtheilnngen enthielt, 
ist jetzt, entsprechend der um das Dreifache vermehrten Zahl der 
Werke, in die Unterabtheilnngen „Naturgeschichte**, „Chemie und 

*) Höehst sonderbare Annahme. Der Leter weiBs eher den Namen 
des Verf.'8 oder den ungefUiren Wortlant des Titels eines Buches als das 
Jahr, in welchem es erschienen ist J. P. 



Die BücliersammluBg des Beictis-Postamts in Berlin. &03 

Physik'^ „Elektrizitätslehre '^ nnd ,, Elektrotechnik" serlegrt. Die 
znletzt genannte ünterabthellnng ist wiederum in die GnippeA 
„Elektrodynamik'^ „Elektromagnetismus'^ „Elektrische Beleuchtung" 
und „Elektrotechnische Zeitschriften'^ gegliedert. Der Abschnitt IV, 
Sprachenkunde (früher Abschnitt IT), ein Zweig der Büchersammlnng^ 
der bei seiner Bedentuug f&r das Stadium der Yerkehrswissen- 
schaften besonders gepflegt wird, hat durch Einschaltung von Unter- 
abtheilungen für die Arabische^ B&hmische, Chinesische, Feoerl&n- 
dische, Japanische, Litthauische, Neugriechische, Nubische,Bhätoromi^ 
nische, Serbische u. Ungarische Sprache eine ansehnliche Erweiterung 
erfahren. Es verdient Erwähnung, dass die Büchersammlung nunmehr 
die erforderlichen Hilfsmittel zum Studium von 26 lebenden und 
todten Sprachen darbietet. Bei dem Absciinitt V, Staatswissen- 
schaft, hat lediglich eine Umstellung der aus dem älteren Kataloge 
unverändert übernommenen Abtheilungen A und B stattgefunden. 
Eine wesentlich veränderte Gestalt zeigt dagegen der Abschnitt YI, 
Geschichte mit ihren Hilfswissenschaften. Derselbe Eorfiel vordem 
in zwei Abtheilungen: a) allgemeine und besondere Geschichte, 
b) Genealogie und Heraldik. Im neuen Kataloge ist diese durch 
den Zugang von etwa 800 Werken stark bereicherte Materie unter 
Beseitigung der früheren Eintheilung in drei Abtheilungen zerlegt 
worden: „A. Allgemeine Geschichte^' „B. Geschichte der einzelnen 
Länder und Staaten'' und „C. Lebensbeschreibungen, Genealogie 
und Heraldik." Die „Allgemeine Geschichte," welche in dem älteren 
Kataloge in keine Unterabtheilungen geschieden war, ist in dem 
neuen Kataloge nach den Unterabtheilnngen „Weltgeschichte'', 
„Geschichte des Alterthums", „Geschichte des Mittelalters", „Ge- 
schichte der neueren Zeit*', Geschichte der neuesten Zeit", „Kultur- 
geschichte" nnd „Bellgions- und Ordensgeschichte'' getrennt worden. 
Bei dem Abschnitt TU, Gewerbe- und Baukunde, ergab sich das 
Bedürfhiss, neue Unterabtheilungen für „Welt- und Gewerbeaas» 
Stellungen" und für „Bautechnische Zeitschriften" zu schaffen. Die 
Unterabtheilung „Landwirthschaft und Gartenbau'* wurde durch Hin- 
zufügung der Werke über „Fischerei und Forstwesen*' erweitert' 
Abschnitt YIII, Allgemeine Encyclopädien, Sammelwerke, Kunstge- 
schichte, Litteraturwissenschaft, Philosophie, hat neue Unterabthei- 
lungen für „Kunstgeschichte" und „Litteraturgesclxichte" erhalten. 
Bei' den Abschnitten IX und X, Hof- nnd Staatshandhücher bz. Yer- 
mischtes, sind erwähnenswerthe Yeränderungen der Eintheilung nicht 
vorgenommen -worden. Aus dem Vorstehenden ergiebt sich, dass 
der neue Katalog der Büchersammlung des Beichs-Postamts, wenn er 
auch itti wesentlichen auf den in den filteren Katalogen enthaltenen 
Grundlagen beruht, durch anderweite Gnippirung der Materien und 
reichere Gliederung des InhiüitB eine sehr veränderte Gestalt aoge«, 
nommen hai Gleichzeitig niit der. anderweiton . Aufstellung ,46f 

22* 



804 Zar Litteraturgeschichte des Benedictiner-Ordena. 

Büdie^sammltmg und der Nenbearbeitoog des Katalogs schien es 
angezeigt, die bestehenden Bestimmungen über die Benutzung der 
Sammlang durchzasehen and zu erweitern. Dieselben haben aaf 
den ersten beiden Seiten des Katalogs Aufnahme gefunden. 

[864.] Zur Litteratnrgescliiclite des Benedlctlner- 

Ordens*). 

Wiederholt habe ich der 1880 aus Anlass des 1400jährigen 
Jubil&ums des Benedictiner-Ordens ins Leben gerufenen „Studien- 
und Mittheilungen aus dem Benedictiner- und*' (wie seit Beginn des 
lY. Jahrganges der Titel erweitert worden ist) y,0isterzienser-Orden'* 
Erwähnung gethan, o. dabei zu bemerken Gelegenheit genommen, 
dass von Seiten des Herausg.*s sowohl als seiner Mitarbeiter nicht 
nur mit Eifer daran gearbeitet werde, die Schrift zu einem wirk- 
lichen „Centralorgan f&r die wissenschaftlichen Bestrebungen der 
einzelnen Ordensmitglieder'' zu gestalten, sondern u. vorzüglich 
auch das im Auge behalten werden müsse, in der Schrift zu „einem 
die gesammte wissenschaftliche Thätigkeit des Ordens umfassenden 
litterarhistorischen Werke'' Materialien zu sammeln u. Anregung 
zu geben. In dieser Hinsicht ist, wie früher schon, in Bezug auf 
die inzwischen wieder erschienenen vier neuen Hefte der Studien 
zuvörderst zu erwähnen, dass der P. Willibald Hauthaler zu &. Peter 
in Salzburg seine mit vielem Fleisse u. Umsicht gesammelten 
„Litteratur-Yerzeichnisse" d. h. üebersichten der neu erschienenen 
„Litteratur der Ordensmitglieder" sowohl als der „Litteratur fremder 
Autoren, die den Orden betrifft", regelmässig fortgesetzt hat ^). 
Ebenso findet sich auch in den neuen Heften eine Fortsetzung der 
verdienstlichen Arbeit von August Lindner „Die Schriftsteller u. 
die um die Wissenschaft u. Kunst verdienten Mitglieder des 
Benedictiner-Ordens im heutigen Königreich Württemberg vom J. 
1750 bis zu ihrem Aussterben" abgedruckt*). Nächstdem ist in 
den Studien, ausser einem von Ad. Beiners begonnenen Artikel 
„Die werthvollsten Handschriften der ehemaligen Benedictiner- Abtei 
Echtemach in der National -Bibliothek zu Paris"'), als litterai- 
historisch von speziellem Interesse zweier Beiträge Erwähnung zu 
thun, nämlich: Ergänzungen zur Biographie u. litterurischen 
Thätigkeit des Abtes Rupert Kornmann von Prüfening; von P. B. 
Mittermüller" ^) u. „Zur Litteraturgeschichte der Benedictiner-Con- 
gregation von S. Maur; von A« Gk)ldmann in Wien" ^). In diesem 
letzteren Beitrage finden sich, ausser der v. Lama^schen „Biblio- 

•) S. An«. J. 1882. Nr. 693. *) S. Studien J. 1882. IV. 427-30. 
J. 1883. I. 163'-68. EL 423-28. HL 197—204. ") S. Studien J. 1882. 
IV, 270-83. J. 1888. I, 66-81. 117276-88. HI, 47-52. ») S. Studien 
J. 1888. n, 42^-82. *) S. Studien J, 1883. I, 107-14. H, 335-56. 
''i B. Stadien J. 1888. HI, 204<-9. 



Zar Litteraturgeschichte des Benedictiner-Ordens. 805 

thöqne des Ecriyains de la Oongr^gation de Saint-Maur Ordre de 
Saint-Benolt en France'* % folg. drei Schriften einer Besprechung 
unterzogen: „Üljsse Bobert, SappMment ä FHistolre litt^raire de 
la Congr^ation de Saint-Manr. Paris, Picard. 1881. 8^ 98 pp/'; 
,,Inyentaire des mat^rianx rassembl^ par les B^n^dictins an XVIII. 
si^le pour la pnblication des Historiens des Croisades. (Extrait des 
Archives de TOrienf Latin pnblites sons le patronage de la Soci^t^ 
de rOrient Latin. Tom. II. p. 105—30.) Gtoes 1882. 4<». {TM 
ä 100 exempl.)''; y^Giomale degli Emditi e Cnriosi. Oorrispondenza 
letteraria Italiana ad esempio dell 'IntermMiataire Francese e dei 
Notes and Qnerles Inglese» Anno L Padoya 1882.*' — welche 
letztere Schrift nicht eigentlich in den Bahmen der Maariner 
Litteratar gehört, sondern yon dem Berichterstatter nur aas dem 
Grande mit erw&hnt worden ist, weil „das den Benedictinem der 
Congregation yon S. Maar entlehnte schöne Prinzip gegenseitiger 
Hilfeleistang anf litterarischem Gebiete den Boden bildet, auf 
welchem die genannte Zeitschrift entstanden isf In Bezag auf 
die beiden yon „D. C. B. B^nMictin expals^" d. i. Claude Bigault 
0. S. R in Solesmes der y; Lama*schen Bibliothdqae als Vor- n. Nach- 
wort beigefQgten Aufsätze schreibt der Berichterstatter: „Der erste 
der beiden Aufsätze enthält in kurzen Umrissen eine Würdigung 
der litterarischen Thätigkeit der Mauriner, um dann in eingehender 
Weise das interessante Kapitel yon den Verlegern u. Buchdruckern zu 
behandeln, welche mit der Congregation in Verbindung standen. 
Das geschriebene Wort yermag nichts; erst wenn es durch die 
Druckerpresse tausendfach • yeryielfältigt in die Welt hinaustritt, 
dann erst repräsentirt es - eine Macht, die einen unendlichen Einfluss 
auf das gesammte geistige Leben ausüben kann. Desshalb ist es 
yon bedeutendem Interesse, jene Männer kennen zu lernen, welche 
den Verkehr zwischen den Maurinem u. der gelehrten Welt yer- 
mittelt haben, u. die Bemühiingen Bigault's, eine möglichst genaue 
Darstellung des Französischen Buchhandels zu geben, insoweit* er 
mit den Publikationen der Mauriner zusammenhängt, yerdienen alle 
Anerkennung, zumal es der erste Versuch ist, diese Verhältnisse 
eingehend zu prüfen u. aufzuklären*'. Und im zweiten Aufsatze 
„hat Bigault ein Essay über den handschriftlichen Nachlass der 
Mauriner beigegeben. Mit Benützung yon Bobert's Werke n. Hinzu- 
fügung mancher interessanten Details hat sich der Verf. seiner 
Aufgabe mit yielem Geschick entledigt/' Leider ist nur, in Folge 
des dem Verf. in der Lama'schen Bibliothdque in sehr beschränktem 
Maasse zugemessen gewesenen Baumes, der Aufsatz etwas kurz, 
u. es wäre zu wünschen, dass sich Bigault yeranlasst fände, mit 
Hilfe der bis zum J. 1784 reichenden Geschichte der Congregation 



S. Anz. J. 1882. Nr. 821. *) S. Anz. J. 1881. Nr. 1056. 



306 Zor Litteratatgeschichte dea Benedictiner-Ordens. 

S. Mdur Ton Dom Martine, einer der wichtigsten Qoellen, velche 
unter den Handschriftenschätzen der Pariser Nationalbibliothek 
noch immer verborgen ruht, von der aber eine bis 1747 foiigeueixte 
Abschrift in Solesmes sich befinden soll, eine ausführlichere Arbeit 
über den betreff. Gegenstand zu geben. 

Ausser dem, was im Vorstehenden in Bezug auf das Litterar- 
geschichtliche des Benedietiner-Ordens aus den Studien erwähnt wor- 
den ist, dürfte hier schliesslich noch zweier werthvoller, auf Monte 
Cassino bezüglicher Werke zu gedenken sein, nämlich der „Bibliotheca 
Casinensis seu Oodicum manuscriptorum qui in Tabulario Casinensi 
asseryantur Series^', wovon 1881 der IV. Band erschienen ist^, u. der 
schönen 1876 begonnenen u. von Oderisio Piccinelli-Taeggi heraus- 
gegebenen y^aleografia artistica di Montecassino/' welche in den ersten 
4 Hefben auf weit über einen halben Hundert Tafeln chromolitho* 
graphische Facsindles der Scrittura Gotico-Gorale & Longobardo- 
Gassinese bietet, u. im 5. im letztvergangenen Jahre veröffentlichten 
Hefte 20 ebensolche Tafeln mit Facsimiles von Scrittura Latina 
enthält. Sonst ist nichts hier weiter Erwähnenswerthes erschienen. 
Auch von dem „Catalogus Godicum manuscriptorum in BibUotheca 
Monasterii Gremifanensis Ord. 8. Bened. asservatorum** des P. Hugo 
Schmid ist» trotzdem dass dem Herausg. eine grössere Beschleunigung 
in den Studien wohlmeinend anempfohlen worden war, doch kein 
neues Heft in Druck gekommen. J. P. 

[865.] Grfindmig einer HandschriftenbiMiothek 

in Benares. 

Von JaliuB Jollj. 
Soeben komme ich von einer interessanten „Sabhä*' zurück, 
die in dem Eingeborenenviertel der Stadt Benares auf der Stätte, 
wo der bekannte verstorbene Pandit Bala9a8trin vor einigen Jahren 
ein .'grosses Jyotishtoma Opfer darbrachte, unter dem Vorsitz von 
Dr. Thibaut, Principal of the Gh)vemment GoUege, abgehalten wurde. 
Die Art u. Weise, auf welche in dieser Versammlung beschlossen 
wurde, das Gtodächtniss des hervorragenden Indischen Sanskritisten 
zu ehren, dürfte auch für Deutsche Fachgenossen von Interesse 
sein, wesshalb ich mir erlaube, einen Auszag aus den von Pandit 
Dondiraj Dharmadhikari vorgelesenen und von der Sabhä mit Beifall 
begrüssten Proposilionen mitzutheilen. Zur Erläuterung muss ich 
vorausschicken, dass die Mutter des verstorbenen Bäla^ästrin ein 
Grundstück u. eine Samme von ungefähr 1000 Bapees gegeben 
hat, um zu Ehren ihres berühmten Sohnes auf der vorerwähnten 
Stätte eine Bibliothek zu stiften, u. dass der geräumige Hand- 
schriftensaal u. ein daran anstossendes Lesezimmer bereits der 
VollendoDg nahe sind. Die über diese Stiftung ausgestellte Urkunde 
lautet in der Uebersetzung: 



Gründtuig einer Handschriftenbiblioüiek in Benares. 80? 

,^1. Ich yerspreche, die in meiner Familie vererbten, sehr 
seltenen Werke über Dharmafastra u. s. w. enthaltenden Hand- 
schriften, ob von geringem oder grossem Umfang, vollständig oder 
unvollständig, mindestens 500 an der Zahl, insgesammt der „Bäla- 
sarasvati-"Bibliothek anter nachstehenden Bedingungen zu übergeben. 
Wenn das leitende Comitj irgend eine dieser Bedingungen übertritt, 
so kann einer meiner Nachkommen, der mein Erbe ist, die (von 
mir) geschenkten Bücher wieder zurücknehmen, a) Irgend einer 
meiner Nachkommen u. Erben soll stets unter den Mitgliedern des 
die Geschäfte der Bälasarasvafi-Bibliothek leitenden Ausschusses 
sein, b) Wenn meine Nachkommen und Erben eine bestimmte 
Wissenschaft studiren sollten, und es sollten auf diese Wissenschaft 
bezügliche Handschriften (in der Bibliothek) vorhanden sein, so 
dürfen sie jede solche Handschrift zum Studium mit nach Hause 
nehmen, brauchen sie nur in den Sarasvafipüjä-Ferien zurückzugeben, 
u. können sie nachher wieder haben, c) Die Balasarasvafi- 
Bibliothek darf nicht von dem (jetzigen) Platze bei dem (Linga-) 
Tempel des Yi9vanätha weg an einen anderen Platz verlegt werden, 
d) Die Handschriften dürfen nicht leiden (oder .verloren gehen) 
durch Nachlässigkeit oder sonstiges Verschulden des Verwaltungs- 
comiUa oder des Bibliothekars, e) Das Oomit< soll sich nach 
Kräften um die Completimng unvollständiger Handschriften be« 
mühen. 2. Ich hoffe sehr, dass auch viele meiner Freunde sich zu 
der in dieser u. der künftigen Welt glückbringenden Ueberlassung 
ihrer Manuscripte an diese Bibliothek mit grosser Bereitwilligkeit 
entschliessen, n. so meinem Beispiel folgen werden. 8. Ich setze 
mit Bestimmtheit voraus, dass in Anbetracht der vielen ans der 
Gründung der Bälasarasvatl-Bibliothek erwachsenden Tortheile auch 
die von der Begierung zur Sammlung von Handschriften eingesetie 
Behörde uns wirksamen Beistand leisten werde.'' 

Aus eigener Anschauung kann ich hinzusetzen, dass die hinter* 
lassene Sammlung Bäla9ästrin*s sowohl als die Sammlung DundiraJ's, 
welche beiden Sammlungen den Grundstock der neueu Bibliothek 
bilden werden, reich an interessanten u. seltenen Werken aus allen 
Gebieten der Sanskriüitteratur ist, Yedica eingeschlossen. Pandit 
Dnndiraj ist ein direkter Nachkomme des gelehrten u. fruchtbaren 
Nanda-pandita, aus dessen im J. 1622 verfassten Oommentar zur 
Yishnu-smriti ich in meiner Ausgabe dieses Gesetzbuchs ausführliche 
Auszüge publicirt habe. Es ist im Interesse der Sanskritstudien 
lebhaft zu begrüssen, dass gerade in Benares ein derartiges Gentrnm 
f&r die Sammlung u. Aufbewahrung alter Handschriften geschaffen 
wird. In Benares sind bisher Nachforschungen nach Sanskrit- 
manuscripten nicht wie in anderen Theilen Indiens systematisch 
von der Begierung betrieben worden, n. doch flieset die Quelle hier 
reichlicher als irgendwo. Auch Europäischen Sanskritisten ist Pandit 



308 Ein neuer Drnck Outenberg^s in Deutscher Sprache. 

Dundiraj gern erbötig, Abschriften der in dieser Sammlung jetzt 
oder künftig enthaltenen Manuscripte zu dem in Benares üblichen 
Preise zu besorgen. 
(Abgedr. aus der Zeitschrift d. deutsch. Morgenland. Gesellschaft. 

Bd. XXXVII. Heft 2. S. 282—84.) 

[866.] Ein nener Dmek Ontenberg's in Deutscher Spraehe: 

„Ciagen vnd nutzliche lere äuß gemeynen beschrie« 
benen rechten.'' (Mainz circa 1463.)"^) 

Wenn Freunde der Bibliographie über obige Zeilen erstaunen, 
vielleicht gar ungläubig lächeln sollten, so versichert der Verfasser 
dieser Abhandlung« dass er selbst über das Besultat der Unter- 
suchungen, welche zu dem oben ausgedrückten fait accompli gefQhrt 
haben, nicht minder überrascht gewesen ist Dass man nach 
hunderijjähriger emsiger Forschung, die in allen Winkeln und Ecken 
des Deutschen Vaterlandes herumstöberte, noch heute einen neuen 
Gutenberg-Druck, u. noch dazu einen ziemlich um&nglichen, 
auffinden würde, wer hätte das glauben mögen? Und dennoch sind 
es unzweifelhaft Gründe, die uns die Thatsache überliefern. 

Den Forschungen des verdienten Mainzer Bibliothekars Gott- 
helf Fischer verdanken wir die Eenntniss jener oft besprochenen 
handschriftlichen Urkunde, die sich in einem der Universitätsbibliothek 
zu Mainz gehörigen, seither leider abhanden gekommenen Exemplare 
des „Tractatus de celebratione missarum'' befand, welchen Fischer 
in seinem „Essai sur les monumens typographiques*' S. 81 
beschrieben hat. Dieser handschriftliche Vermerk, der in dem 
Fischer^schen „Essai'' reproducirt ist, bekundete, dass die Carthause 
bei Mainz das Werkchen von Johann Gutenberg u. Johann Numeister 
zum Geschenk erhalten, welche dasselbe am 19. Juni === xiij kal. 
Jul. des Jahres 1468 vollendet hätten. Ein beigegebenes sehr 
gutes Facsimile der Typen, welches die Fischer^sche Beschreibung 
ergänzt, u. die Existenz des abhanden gekommenen Buches f&r die 
Nachwelt fixirt, giebt die Vorstellung von zweierlei Charakteren, 
aus denen ein geübtes Auge auch alsbald den Mainzer Ductus 
herauserkennen wird. Die grössere dieser beiden Typengattungen 
kommt den Charakteren der 42 zeiligen Bibel nahe, und die kleinere 
am meisten denjenigen, welche man die Schöffer*sche Paulus-Type 
nennt Nichtsdestoweniger fallen auch die Unterschiede dem Beob- 
achter sofort in's Auge; es ist bei der kleinen Type ein besonders 
geformtes A u. ein ganz einziges S, welche die am meisten charakte- 
ristischen Merkmale bilden. 



*) Das Exemplar des kostbaren Wiegendruckes, auf welchem die 
nachstehende AbhandluDff beruht, befindet sich in dem „Bibliographischen 
Museum" von Heinrich Slcmm in Dresden. — 



Ein neuer Druck Gutenberg^B in Deutscher Sprache. 809 

In der Nummer vorher hat Fischer femer ein mit derselben 
Type gedrucktes „Speculum sacerdotum^ Hermanni de Saldis mit 
der gedruckten Schlussschrift: ^^maguntie impssum^^; weiter 
in seinen „Typographischen Seltenheiten", Lieferung YI Nr. 99 
einen mit gleicher Type gedruckten ,,Oalender<* mit der gedruckten 
Jahr zahl 1460 u. schliesslich unter Nr. 100 ein viertes dahin- 
gehöriges Werk mit dem Titel y,Dialogus inter hugonem cathonem 
et oliuerium" beschrieben. 

Der berühmte Van Praet veraeichnete in seinem nur in 10 
Exemplaren abgezogenen „Gatalogue des livres imprim^ sur y^in^S 
in — folio, S. 84 ausser der in der Bibliothek zu Paris befind- 
lichen Ausgabe des oben angeführten Hermanni de Saldis y,Speculum 
sacerdotum*' noch ein Deutsches Druckwerk: über die Noth- 
wendigkeit u. die Art Concile zu halten, welches ebenfalls mit dieser 
Typenart gedruckt ist. 

Nachdem wir diese Daten yorausgeschickt, bleibt uns nur noch 
zu sagen übrig, dass die Typen des vorliegenden Werkes 
vollkommen mit denen des Fischer'schen Facsimile 
übereinstimmen u. dass wir es also mit einem Producte Guten- 
berg^s odor Numeister's, oder Gutenberg's & Numeister*s, jeden- 
falls mit einem Mainzer Druck aus jener frühesten Zeit zu 
thun haben. 

Betrachten wir nun das Werk an sich : Es enthält 286 unbe- 
zeichnete Blätter; die Vorderseite des ersten Blattes ist leer; auf 
der Bückseite befindet sich in 17 durchlaufenden Zeilen eine kurze 
Vorrede über den Zweck des Buches; auf dem nächsten Blatte 
beginnt das Begister des Werkes, wie das Ganze in 2 Colamnen 
gedruckt, mit folgenden Worten: „Hernach volgen die Titel //diß 
buche in rechter ordenug*'; auf Blatt 7 verso Columne 1, Zeile 25 
schliesst das Begister; Columne 2 ist leer; auf Blatt 8 beginnt 
das Werk (dessen Capitel-Üeberschriften mit der grösseren Typen- 
gattung, die der 42 zeiligen Bibel-Type ähnlich ist, gedruckt sind) 
und endet auf Blatt 285 verso Columne 2 Zeile 7 mit den Worten : 
„passis et restitutis Sc.*'; darunter folgt eine 25 zeilige Nachschrift, 
die im Wortlaute fast mit der Vorrede übereinstimmt und mit 
„Amen" schliesst; Blatt 286 ist leer; jede ?olle Columne zählt 
40 bis 41 Zeilen. (Schloas folgt.) 

Litteratnr und Hiscellen. 
Allgemeines* 

[867.] The Library Journal Official Organ of the American 
Library Association. Vol. 8. (S. oben Nr. 775.) 

Enth. in der Juli-Nr. 7: Editorial (Co-operative Index; Fester 's 
Aids to Beaders; the never closing System) — S. B. Noyes, the 
Brooklyn Library — Library Economy and History •— Bibliografy 



810 LiUerator und MiBcellen. 

— Anonyms and Pseudonyms — Literature for the Yoong — Lib- 
rary Parchase List — General Notes — Supplement: Co-operative 
Index te Carrent Periodicals. 

In der August-Nr, 8: Editorial (Odd Fellows* Lib. Assoc., 
San Francisco; the ProTidence Library Donation; South American 
Library Statistics) — Subject-Index Gatalogues — Exchange of 
Newspaper Odds and Ends — Co-operation in Italy — An Early 
Proprietary Library — Library Economy and History — Biblio- 
graty — Literature for the Young — Notes and Queries — Lib- 
rary Purchase List — Anonyms and Pseudonyms — General Notes 

— Supplement: Go-operatiye Index to Current Periodicals, 

[868] The Bibliographer A Journal of Book-Lore. London, 
Elliot Stock. <8. oben Nr. 777.) 

Enth. im August-Heft Nr. 21: S. 57 — 65 Ohamber's Journal. 
By T. Fairman Ordish — S. 65—68 Quaritch's CatalQgue of 
Bookbindings. By Heniy B. Wheatley — S. 68 — 69 Bibliographies 
of Peers — S. 69 — 72 Ghristopher Plantin and the Plantin Museum. 
By Leonard A. Wheatley — 8. 72 — 75 Foreign Protestant Litur- 
gies. (Part. IV.) By Jessie Young — S. 75 — 76 Two Mannscripts 
of Dioscorides — 8. 76 — 77 London Booksellers* Signs. By D. G. 
Goodwin — 8. 77—82 The Bibliography of Skating. (Part. IV.) 
By Fred. W. Fester — 8. 82—88 Notes and News, Eeviews, 
Index Society» Correspondence, Libraries. 

Im Septbr.-Heft Nr. 22: 8. 89—90 On Book-Collections in 
Algeria. By F. Poingdestre Carrel — 8. 90—92 John Hall, 
surgeon of Maidstone — 8. 92 — 94 Anonymous Poems. Bj Edward 
Solly — S. 94—97 Masters of the Stationers' Company — S. 97— 
99 Mr. James Crossley. By W. P. Courtney — S. 99—101 
Pynson's Contract with Horman — 8. 101 — 8 Among the State 
Papers. (Part. HI.) — S. 108—11 A Bibliography of Sacheverell. 
By F. Madan. (Part. IV.) — 8. 111 -15 Beckford Säle — 115— 
20 Notes and News, etc. 

[869.] * II Bibliofilo Giomale dell* arte anttca ecc. diretto da 
C. Lozzi. Anno IV. (8. oben Nr. 477.) 

Enth. in Nr. 4: Bibliografia dei Melodrammi di Feiice Bomani 
(G. B. Passano) — L' Italien en France et le Fran9ais en Italic 
(H. Topin) -^ Yarietä archiristiche e bibliografiche (A. Bertolotti) 

— La Biblioteca degli Agoetiniani in Cremona (F. Nova^) — 
Appunti di Bibliografia Marchigiani (G. Oastelli) — Ancora delle 
legature di libri (A. Melani) — BoUettino bibliografico (A. B. e 
C. Lozzi) — NoUzie Tarie con accenni analitici dt Bibliografia 
modema. In Nr. 5 u. 6 : Della supposta falsificazione della Bibbia 
Alexandrina Heptaglotta (G. iCugnoni), . — Edizioni antiche delle 
Birne yarie di Bald. Olimpo degli Alessandri da Sassoferrato (G. 
Lozzi e F, Baffaelli) — Un Documento riguardante la piü antica 



lätterator tind MüscelleD. 811 

edizione di Carmi latini di Beb. Bagolino (F. IL liirabello) — La 
Scnola Salernitana (D. Olivi) — Ancora di Battiata Mantoyano (P. 
Sarti Maitei) — Le InTenzioni di Belaso o Bellaso (G. B.) — 
G^ntilaomo Bresciano, ecc. a lui rivendicate, eca (A. YaleDtini) — 
Correzioni a ana nota bibliogr. del Gatalogo Didot (G. Manzoni) — 
U primo Saggio di Bibliografia Leopoldiana (Q. Piergili) — Variete 
archivistiehe e bibliograficbe (A. Bertolati) — BoUettino» Notizie, 
occ« 

BlbltagrapMc^. 
[870.] * Bibliographische Mededeelingen door Christiaan Sepp. 
Leiden, BriU. gr. S\ IV, 278 8. Pr. 8,25 F. 
Enth«: Stella clericonun, een stichtelijk geachrift uit de 15 
de eeuw — De schriJTer en de brennen yan den Hercoles Pro- 
dicins — Een geloofsbelijdenis uit de 16 de eeaw — Twee ge- 
schrifken yan Antoniaa Corranno — Yoor de letterkundige geachie- 
denia yan Calyijn'a Inatitatie — De Bibliotheek eener koningin — 
Een brief yan Franck, yertaald door de Zuttere — Het iNieuw- 
Griek'sche Teatament yan 1688 — Onnitgegeyen opateilen yan 
Alhart de Baedt. 

[871.] * Monumenta graphica medii aeyi ex Archiyia et 
Bibliothecia Imperii Auatriaci collecta. Editä juaaa atque aoapiciia 
Miniaterii cnltoa et publicae inatitationia. Faac. X. Texte der 
Schrifbtafeln heranagegeben yon Dr. £• Bieger. Wien (Gerold*8 
Sohn). 1882. 20 Lichtdr. Taf. in qu. gr. Fol. & Texte IV, 
159^84 in gr. 4^ Pr. n. 80 M. (8. Anz. J. 1859 Nr. 498.) 
Daa yor nunmehr 25 Jahren begonnene, aber 1869 mit dem 

IX. Hefte zum StiUatande gekommene Werk (1858--69. 131 Licht* 
druckrTaf. u. XIII, 158 8.) iat hiermit beendet. An die Stelle Th. 
Sickel^a, der die Texte der eraten 9 Hefte bearbeitet hat» iat im 

X. Bieger getreten. Der Preis f. daa yollatandige Werk beträgt 
n. 480 M. 

[872.] Die Jubelfeate der Buchdrucker aeit 1540. Ein biblio- 
graphiacher Verauch yon Louia Mohn Enth. in der Oeater- 
reichiachen Buchdrucker-Zeitung etc. Wien. 4^ XI. Jahrg. 
1883. Nr. 15. S, 168—64; Nr. 24. 8. 263— 64; Nr. 81. 
S. 884—85. (S. oben Nr. 264.) 

Betr. die Jubiläen yon 1840. — Schade daaa die ebenao yer- 
dienatlicbe wie intereaaante Zuaammenatellung in ao kleinen Broch- 
atücken u. ao groaaen Zwiachenräomen eracheint. Ein Separatdruck, 
welcher die aämmtliphen BruchatQgke zuaammenfaaate, würde aehr 
wünachenawerth u, zweckmäaaig aein. 

[873.] * Numiamata Typographica; or the MedalUc Hiatory 
of Printing. By William Bladea. Beprindet from the „Printers' 
Begiater.'« London, Printera' Begister Office. 8^ 9 BIL 144 S. 
m. 24 Taf. 



812 Litfceratar und Miscelleii. 

Der gelehrte Londoner Buchdrucker W. Blades, bekannt als Oax- 
ton Bio-Bibliograph, sowie Verfasser zahlreicher typogr. Publikationen, 
ist der erste, welcher sich speziell mit der typographischen Numisma- 
tik beschäftigt Das Werk wurde zuerst periodisch — seit Juli 1878 
bis Februar 1888 — im Printers* Register abgedruckt u. davon obiger 
Separatdruck in nur kleiner Auflage hergestellt Es dürften demnach 
nur wenige Exemplare in den Handel kommen. Die Zahl der den 
Buchdruck angehenden Medaillen, soweit sie bekannt sind, beläuft 
sich auf ca. 260 Stück, wovon 140 abgebildet dem Werke bei- 
gegeben sind. Ausser der genauen Beschreibung ist meist die 
Geschichte der Entstehung beigefügt^ sowie die Literatur, in welcher 
die Medaillen bereits Erwähnung fanden. Das Werk ist 'in folgende 
fünf Abthoilungen getheilt: L Jubelfeier-Medaillen. IL Persönliche 
Medaillen für besondere Leistungen u. für hervorragende Druck- 
arbeiten. III. Corporationsmedaillen. IV. Medaillen, welche auf 
die Presse Bezug haben. Y. (reschäftsmedaillen u. Jetons, wdche 
nicht in einer der bezeichneten Abtheilung Platz finden. Der 
grösste Theil der verzeichneten Medaillen befindet sieh in der 
Sammlung des Verfassers u. dürfte schwerlich eine ähnliche Samm- 
lung noch ezistiren. 

Ein Vorläufer dieser Typographischen Numismatik wurde eben- 
falls in geringer Anzahl nur zur Vertheilung an Freunde gedruckt 
u. trägt den Titel: „AList of medals, jettons, token etc. in 
connection with Printers and the Art of Printing. London 1869." 
Darin waren circa 120 MedaiUen verzeichnet Eine Uebersetzung 
der „Numismata Typographica^' erscheint in Waldow's Archiv f. 
Buchdruckerkunst u. ist davon ebenfalls ein Separatdmck in Vor- 
bereitung. L. Mohr. 

[874.] * Wiens Buchdruckergeschichte 1482^1882. Heraus- 
gegeben von den Buchdruckern Wiens, verfasst von Dr. Anton 
Mayer. L Bd. 1482—1682. Wien, Frick in Comm. gr. 4^. 
XVI, 404 S. mit Buntdrtit u. eingedr. Holzschn. Pr. n. 24 Mk. 
(S. Anz. J. 1882. Nr. 791.) 

[875.] e^ftion @ottIob Rat^^tx'» Soaftdnbtged fl9üdber«Se;icon tnU 
(laUenb bie t)on 1750 h\» Snbe bed 3aM 1882 tn 3)eutfd7(anb unb 
in ben angrenienben Sdnbem gebtudten Sü(^eT. XXI. unb XXII. Z^eil 
ober XV. unb XVL Supplement, bte t)on 1877 bii» dnbe 1882 et^ 
fd^ienenen SBette, fomie Sloil^trfige unb IBevt^gungen ju ben frü^ren 
Steilen ent^attenb. Seatbeitet Mn Wd^tbt ^aupt. XXn. Z^il. 
fiief. 1—2. ßei^^iö, SBeiget. 4^ ©. 1—480. *t. ä n. 9,85 Wt. 
(©. oben 3lr. 677.) 
Enth. die Artikel ,^Laaba'' bis „Scherr''. 
[876.] Setie{(bni| ber iBfi^t, Sanbtarten tc, toelc^e t)om '^omax 
btö sum Sunt 1883 neu etfd^enen ober neu oufgelegt n>orben f^nb, 
mit Angabe bec Settenio^l, ber Sevleger, bec greife, Ittevarif^en Slad^« 



Litteratur und MisedleiL 813 

oeifttitflen itnb einet mtfienfd^aftlid^ Uebetfi^ft. (»erau^egeben unb 

))er(egt bon ber 3. & ^innd^'fd^en Siu^^blung in Sei^sig. CLIX. 

Sottfefeung 1888. S\ CYl, 484 6. ?r. n. 8,60 M. (©. oben 

3lt. 144.) 
Jeder neue Band des vorL Terzeichnisses ist ein neuer Beweis 
dafOr, dass die Hinrichs'sche Buchhandlung die Anerkennung, die 
man ihren bibliogn Leistungen zollt, in vollem Maasse verdient. 
Eigentlich brauchte ich dies nicht weiter hervorsuheben; denn wer 
das Yerzeichniss in Gebranch hat — u. wer von den Deutschen 
Bibliographen u. Buchhändlern könnte es wohl gut entbehren — 
der weiss den Werth desselben selbst zu schätzen. Aber es schadet 
doch jedenfalls nichts, die Leser auf das Verdienstliche dieser 
Leistungen wiederholt hinzuweisen, da es gewiss viele ^iebt, die 
von dem Verzeichnisse mit Nutzen Gebrauch machen, ohne daran 
zu denken, wem sie diesen Nutzen mit Anerkennung zu verdanken 
haben. 

[877.] S)ie SreiSbner |)ert0bif(jbe treffe feit ibtem »egbtn Ml ieftt. 

8on Dr. Stetbecr t>. Siebermann. @ntb. in bev aBtifenfdboftliii&en Sei^ 

läge ber Seipsiger 3eitttng. 4^ 9x. 56. S. 829—38, 9{r. 57. 

e. 887—89. 3to. 58. 6. 844—48. 

Der Verf. des Schriftcbens „Das Zeitungswesen sonst u« 
jetzf' (s. Anz. J. 1882. Nr. 819) hat auf Grund seiner reichen 
Sammlungen, die er mit Eifer pflegt, eine sehr nmföngliche Ueber- 
sieht der lebenden sowohl als todten Dresdner Zeitschriften zu geben 
vermocht ; nach dieser Uebersicht beläuft sich die Gesammtzahl der 
Zeitschriften auf nicht weniger als 864 (118 lebende u. 246 todte). 
und doch mag der Verl selbst nicht daran zweifeln, dass seine 
Uebersicht nicht ganz vollständig sei. Von den im Dresdner Adress- 
buch aufgeffthrten gegenwärtig in Dresden erscheinenden periodischen 
Schriften habe ich wenigstens in der vorl. Uebersicht einige nicht 
mit verzeichnet gefunden. Die vom Verl nachgewiesenen 864 Zeit- 
schriften sind unter vier Bubriken vertheilt: 1. Politische (80;, 
2. Witzblätter (22), 8. Unterhaltungsschriften (65), 4. Fachblätter 
(197). Sonderbarer Weise findet sich mein A^ in der 4. Bubrik 
unter die philosophischen Blätter rangirt! J. F. 

. [878.] Oatalogue mensnel de- la Librairie Fran9aise publik 

par 0. Lorenz, Propri^taire-g^rani 8e Annfe. Paris. (F. A. 

Brockhaus ä Leipzig.) 8^ Monatlich 1 Nr. k Vs Bog. Pr. 

2,50 Fr. Mit Begister am Jahresschlüsse 8,50 Fr. (S. Anz. 

J. 1882. Nr. 211.) 

Eine für den Verkehr zwischen Sortimenter u. Publikum be- 
stimmte Uebersicht der vorzüglicheren n. interessanteren Neuigkeiten, 
nach Fächern geordnet 

[879.] . Journal g^n^ral de Tlmprimerie et de la Librairie. 

IL S^rie. Tom. XXVL Annte 1882, Table sysUmdtique. 



314 Litteratar und MisceUeii« 

PariB, an cercle. de la Librairie etc. gr. 8^ 1 BL 128 S. 
(8. Ans. J. 1882. Nr. 210.) 
Erstes BegieterhefL 

[880.] * Catalogae gen^ral des Bomans, Nouvelles, Articles 
litUlraires et scientifiqaes publik avant le 1er octobre 1882 et 
qui peaYent 6tre reproduite par les joamaux en Tertu d'an trait^ 
. annnel avec la Soci^tä des gens de lettres; reprodnction litt^raire 
(mai 1888). Paris, aa si^e de la Soci^t^ etc. 8^ 184 S. 
[881.] * Bibliografia della Bassegna Italiana. — £: an estratto 
mensile degli articoli eritid di Bibliografia contennti In ciascnn 
fasdcok) delia Bassegna, che qnesto giomale spedisee gratis agii 
autori delle opere criticbe, ed ai principali librai ed editori 
d*Italia. Borna, tip. editrice Borna. 8^ 

[882.] Bibliografia Polska, XV— XVIL w. Tom. VlII. Zesz. 
m i lY. — Polnische Bibliographie des XV.— XYII. Jahrhunderts. 
30,000 Druckwerke chronologisch zusammengestellt von Dr. Karl 
Estreicher« Biblioth^ar. Krakan, k. k. Universii-Bochdruck. 
Lex. B^. XIV, 281—455 8. Mit LXIX— CXXXV einseitig 
gedmckt. 8. Nachträgen. (S. Ana. J. 1882. Nr. 924.) 
Gewiss haben gar Viele nicht den grossen Umfang der Pol- 
nischen Litteratur gekannt, wie. er ihnen nunmehr aus dem E.'schen 
trefflichen Werke zur Kenntniss kommt Hat doch wohl S. selbst 
nicht beim Beginn seines Werkes den Beicfaihum der litterarischen 
Materialien gekannt, die im Laufe der Arbeit zu seiner Kenntniss 
gekommen sind. „Als ich im Beginne meines bibliograph. Unter- 
nehmens stand,'' schreibt er, ,,hatte ich 120,000 Dmdte beisammen. 
Nun hat sich deren Zahl dermaassen gemehrt, dass auf das XIX. 
Jhrhdt. mehr denn 70,000 entfallen u. ebenso viele auf die anderen 
Jhrhdte. Und ich zweifle nicht» dass ich die Zahl mit der 
Zeit auf 150,000 bringen werde.'' — Die yorL 2. H&lfte des 
VIIL Bdiss enthält das chronolog. geordnete Inventar der Drucke 
aus dem J. 1651 — 99. Die beiden nächstfolgenden Bde IX u. X, 
die gleichzeitig unter die Presse kommen sollen, werden dann noch 
das chronolog. lorentar der Litteratur des XVni., resp. XIX* 
Jhrhdts enthalten. Damit würde der erste TheQ der ganzen Arbeit 
zum Abschlass gebracht sein, u. in einem zweiten Theile „zur 
eigentlichen bibliographischen Beschreibung der Werke'* yerschritten 
werden können, wozu dem fleissigen .Verf. Kraft u. Oesundküt von 
Herzen zu wfinedien ist ,^ 

[888.] Svenskt Boklezikon. Aren 1830—1:865. . Utarbetadt 
af Hjalmar Linnström. Senare DeL Hfb 21—26. Stockholm, 
Samson & Valiin. 4^ S. 821—416. Pr. ml 11,25 Mk. (8. 
oben Nr. 784.) 

Enih. die Artikel y^mÄnson" bis „Schopenhauar." 
. [884.] * Wolfs philfilogifldies VadamacunL .. Alphafeetiadhes 



Littoratnr and MisoelleD. 815 

Yerzeichniss der bis Ende 1882 in Deutschland erschienenen 

ToraQglichsten und wichtigsten Ausgaben, Uebersetzungen und 

Erl&uterungs-Schriften der griechischen u. lateinischen Glassiker. 

1. Scriptores graeci. Leipzig, Köspüng. 8^. 189 S. Fr. n. 1 Mk. 

In der trefflichen Engelmann'schen Bibliotheca Scriptoram 

Classicorum findet zwar der Philolog das ausreichendste bibliograph. 

EBlfsmittel für seine Stadien, leider ist dieselbe aber wegen ihres 

hohen Preises nicht Jedweden zugänglich. Desswegen wird das 

vorl. billige Vademecum so Manchem sehr willkommen sein, zumal 

nicht Jedwedes Stadien so weitgehende Anforderungen machen, wie 

sie allerdings nur die Engelmann'sche Bibliotheca zu befriedigen 

im Stande ist 

[885.] * Bibliotheca theologica oder systematisch geordnete 
Uebersicht aller auf dem Gebiete der e?angelischen Theologie in 
Deutschland neu erschienenen Bücher. Herausgegeben von G. 
Buprecht. XXXV. Jahrg. 2. Hft. Juli— December 1882. Göttingen. 
Tandenhoeck & Buprecht 8<'. 1 Bl. 89—80 S. Pr. n. 0,50 Mk. 
(S. oben Nr. 155.) 

[886,] * Bibliotheca medico-chirurgica, pharmaceutico-chemica 
et ?eterinaria oder geordnete Uebersicht aller in Deutschland und 
im Auslande neu erschienenen medicinischen , pharmaceutisch- 
chemischen und yeterinär-wissenschaftlichen Bücher. Herausge- 
geben von Carl Baprecht. XXXVI. Jahrgs 2. HfL Juli-^December 
1882. Göttingen, Yandenhoeck & Buprecht 8^ 1 Bl. 79—188 S. 
Pr. n. 1 Mk. (S. oben Nr. 169.) 

[887.] Medidnische ^bliographie bearbeitet von Dr. Arthur 
Würzburg, Bibliothekar im Kaiserlichen Gesundheitsamte, 1888. 
Leipzig, Breitkopf & Härtel. gr. 8<^. WöchentL 1 Nr. i^ 8 S. 
Pr. n. 8 Mk. pro Semester. 

Die seither als Beilage zum „Centralblatt für die gesammte 
Medidn (Klinische Medicin, Chirurgie, Gyn&kologie)'^ erschienene 
Bibliographie nebst Anzeiger hat nunmehr eine derartige Ausdeh- 
nung gewonnen, dass es die Verlagshandlung fOr passend h&lt die- 
selbe Tom Juli an als ein selbständiges Terlags-Untemehmen er- 
scheinen zn lassen. Diese Bibliographie, „welche nicht nur alle 
Werke der gesammten Medicin u. verwandten Wissenschaften, son- 
dern auch alle selbstfindigen Joumalartikel der medicin. Presse 
des In« n. Auslandes bringe, sei das einzige derartige Unternehmen 
auf dem Continente> welches auf Vollständigkeit Anspruch machen 
dürfe." 

[888.} The American Educational Oatalogue for 1888. Gom- 
piled by G. D. T. Bouse. Enth. in Pnblishers* Weekly the Ame- 
rican Book Trade Journal &c. Vol. XXIV. No. S. S. 49—88. 
Alphabetical Price-List bj Authors and Editors -r- Subject- 
Classificaüon -- List «f Educational Publishers. 



816 Litteiatnr und MisceUen. 

[889.] * Bibliotheca hifitorico - natoralifl, pfaysico-cliemica et 
mathematica oder systematisch geordnete Uebersicht der in Deutsch- 
land and dem Aaslande anf dem Gebiete der gesammten Natar- 
wissenschaften and. der Mathematik neu erschienenen Bücher, 
herausgegeben von Dr. £. y. Hanstein. XXXU. Jahrg. 2. Hft 
Juli— December 1882. G6ttingen, Tandenhoeck & Baprecht 8^ 
1 El. 115—262 8. Pr. n. 1,60 Mk. (S. Anz. oben Nr. 168.) 
[890.] * Saggio di an Catalogo bibliografico Antropologico 
Italiano, ecc. del Dott Paolo BiccardL Modena, tip. Yincenzi e 
nip. 8«. 176 S. Pr. 2,60 L. 

[891.] * Botanischer Jahresbericht. Systematis<^ geordnetes 
Bepertorium der botanischen Literatur aller L&nder. Unter Mit- 
wirkong T(m Askenasy, Batalin, Falek etc. herausgegeben von 
Professor Dr. Leop. Jost VIII. Jahrg. [1880.] Abtb. I & 11, 
Hft. 1. Berlin, Bomtrfiger. 1883. gr. S^. ir, 598 & 4Q0 S. 
Pr. n. 28 Mk. (B. oben Nr. 686.) 

[892.] Internationale Elektrische Ausstellung in Wien, 1883. 
— A. Hartleben*s Verzeichniss der neuesten Erscheinungen aus 
dem Gebiete der Elektricit&t, Elektro -Technik, Physik, Chemie 
und Mechanik, der gebräuchlichsten technologischen Sprach- 
Wörterbftcher, der gelesensten Fachzeitschriften und periodisch 
erscheinenden Werke. Wien, Hartlebens Buchhandlung f. Elektro- 
Technik. kl. S^. 96 S. Mit dem Plane, des AusstellungS'^eb&ades 
u. gesch&ftL Anzeigen. Gratis. 
Ein Vorzug des vorl. Eataloges liege, wie die Verlagshandlang 
schreibt, in seiner Originalität, indem er das erste fAr die Zwecke 
des Elektrikers geschaffene Üttersrische Hilfsbuch in Deutscher 
Sprache sei. Die vorhergegangenen kleineren Zusammenstellungen 
einzelner Buchhändler seien vermöge ihrer temporären Bestimmung 
davon ausgeschlossen, ein litterarisches Hilfsmittel zu werden, u. 
dienten ausschliesslich geschäfbL Zwecken, wogegen das vorl. Ver- 
zeichniss zu dem Zwecke entstanden sei, der internationalen elek- 
trischen Ausstellung in Wien eine litterarisohe Arbeit an die Seite 
zu stellen, die den heutigen Standpunkt der Elektro -Technik im 
Spiegel ihrer Litteratur zeigen solle. 

[898.] * Catalogo ragionato delle opere di Viticoltura ed Eno- 
logia pubblicate in Italia o in italiano, dal principio della stampa 
sino a tutto l'anno 1881, da Giacomo Sormanni. Milane, Genua, 
gr. 80. 189 S. (S. Anz. J. 1882. Nr. 814.) 

[894.] ^ifiorifd^e Seitfdftttft, (^ti^. t)on ^. D. SpbeL ÜRün^ u. 
Setpftifi, Olbenboucg. 0t. 8^ daüf. 9Ieue golge. 89b. XEV. (ber ganzen 
Solge 50. Sb.) ^ft 2. @. 285—884: Sitetotuibecid^t. (6. oben 91c. 688.) 
Enth. 61 Nrr. 

[895.] Essai de Bibliographie Mügache ou Catalogne des 
ouvrages toits sur Madagascar on en langue Mad^casse; par 



Litteraiur und Miscellen, 317 

M. E. Bividre, S. J. Enth. in : Polybiblion. Bevne bibliographiqoe 
universelle. Partie litt^raire. n. S^rie. Tom. XYJII. Livr. 2. 
Paris, gr. 8^ S. 159—63. 

Die neueren Vorgänge auf der Insel Madagascar mögen Ter- 
anlassnng dazu gegeben haben, dass man es für zeitgemäss er- 
achtet hat, das hauptsächlich von Franz. u. Englischer Seite über 
Madagascar litterarisch Erschienene zusammenzustellen. Diese Zu- 
sammenstellung ist aber weder vollständig, wie der Verf. selbst 
gesteht, noch bibliographisch befriedigend. 

[896.] * The Discovery of the Mississippi : a bibliographical 

accounty with a fac-simile of the map of Louis Joliet, 1674 ; to 

which is appended a note on the Joliet map by B. F. De Costa, 

D. D., with a sketch of Jouters maps. By Appleton P; C. Griffin. 

Beprinted fi-om the Magazine of American History, Marteh and 

April, 1883. New York, Barnes & Co. 4.\ 20 p. map. Pr. 75 c. 

The edition consists of 150 copies. The äuthorities cited afford 

a good View of the history of the primitive Western country, and 

include the best works upon the subject. 

[897.] F. C. Dahlmann's Quellenkunde der Deutschen Geschichte. 
5. Auflage. — Quellen und Bearbeitungen der Deutschen Ge- 
schichte neu zusammengestellt von G. WaitZv 3. Auflage. Göt- 
tingen, Dieterich. 8^ XX, 341 S. Pr. n. 6 Mark. (S. Anz. 
J. 1875. Nr. 874.) 

Das vor etwas mehr als 50 Jahren zum ersten Male erschienene 
Dahlmann'sche Werkchen hat unter der Hand von Walte eine sehr 
ansehnliche Erweiterung erfahren. Die 617 Nrr. der ersten Dahl- 
mann'schen Bearbeitung, welche von Waitz in der 1. Auflage seiner 
Umarbeitung bis -auf 2812 u. in der 2. bis auf 3215 Nfr. vermehrt 
worden waren, sind in vorl. 3. Auflage bis auf 8758 Nrr. gestiegen, 
n. dabei ist „eine erhebliche Zahl kleinerer Abhandlungen in den 
untergesetzten Anmerkungen, sowie anderes in den Nachträgen An- 
geführte'^ noch nicht mitgerechnet. Der Name des hochgeachteten 
Bearbeiters, die Zahl der Auflagen u. die ansehnliche Vermehrung 
der Nrr. sind wohl hinlängliche Bürgen für den grossen Werth 
des Werkes. 

[898.] * Verzeichnifs der in den Jahren 1870—1882 er- 

. schienenen Litteratur über das Elsatb. Enth. in den Strafsburger 

Studien. Zeitschrift für Geschichte, Sprache und Litteratur des 

Elsafs hrsg. von Ernst Martin u. Wilh. Wiegand. Bd. I. Hft. 4. 

Strassburg, Trübner. 8*>. S. 885—482. 

Die Verfasser entschuldigen sich in der Einleitung: „Selbst- 
verständlich war hierbei eine absolute Vollständigkeit nicht zu er- 
reichen; wir sind zufrieden, wenn unsere Zusammenstellung alles für 
die Forschung Nüthige u. Wichtige enthält. Für geringfügigeüngleich- 
mässigkeiten bitten wir um Nachsicht^ ebenso für die üngenauig- 

23 



,318 Litteratur und Hiscellen. 

keii, welche die hier u. da nothwendige Benntaeniiig von antiquari- 
sch^ Katalof^en mit sich brachte.^ Wir mflfisen uns daher einer 
eingehenden Kritik enthalten. Das Verzeichniss ist in 13 Haupt- 
. abtiieilangen getheilt, woTon jede wieder mehre Unterabtheilongen 
erhUt. L Zeitschriften u. Sammelwerke. IL Biographien der Zeit- 
genossen, in. Länderkunde. IV. Geschichte. ITa. Eriegageschichte. 
V. Politik. YL Eecht» Verfassung u, Verwaltung. Vn. Kirchen- 
geschichte. Vni. Culturgeschicbte u. materielle AlterthUmer. IX. 
Kunstgeschichte. X. Litteraturgeschichte. XI. Schöne Litteratur. 
Xn. Mundart Ein beigegebenes Namenaveraeichniss erleichtert den 
Gebrauch. Von einer bibliographischen Bezeichnung der Formate 
u. Angabe der Seitenzahlen ist abgesehen. L. Mohr. 

[899.] »eTidbt übet bie toilfenf^afU* Sittetatut oud ^em Sali 1881, 
bte (Sf^d^idfU ^on gteiberg u. Umfiegenb hdx. Son Dr. phil. (Sbnatb 
$«)^b€ntei4, Obedc^et ac Cntb. in ben aRittbeHungen vom Sttiberger 
«Itectttii^mcin iyc^. mi ^ ®et(a4 19. ^ft 1882. gttibetg t. 6., 
(Sedadft'd Su«bnid. 1883. 8^ 6. 145—52. (6. Slm. 3. 1882. 
9h. 818.) 
Uebersicht von 27 Nrr. 

[900.] * Oatalogue des Ouvrages relatifs au Forez ou aq d^- 
partement de la Jioir^ publikes en 1881, dres8< par Aug. Ghave- 
rondier et £. F. Maurice. [Extrait des Annales de la Soci^tä 
d*Agriculture, etc., du d^partement de la Loire, 2e S^rie, t 1, 
1881.] Saint-Etienne, impr. Th^er et Cie. 8^ S. 173—199. 
(8. oben Kr. 691.) 

[901.] * Bibliography of Hüll for the years 1880—81. By 
W. ö. B. Page. HuU, Page. gr. 8^ 16 S. Pr. 6 d. 

[909.] Bibliotheca lamiliarum nobilium. Bepertorium ge- 
druckter Familien -Geschichten und Familien -Nachrichten. Ein 
Handbuch Ar Sammler, genealogische Forscher, Bibliothekare 
und Antiquare. Gesammelt von 0. Gundlach. NeustreUts, Gund- 
lach. gr. 8<>. 2 BU. 260 S. Geb. u. mit Pap. durchschossen lu 
handschriftL Nachträgen. Pr. n. 10 Mk. (& oben Nr. 856.) 
Selbstverständlich,' schreibt der Herausg., mache das vorl. 
Handbuch keinen Anspruch auf Vollständigkeit, u. füglich hätte 
er noch hinzueetEon können, auch keinen Anspruch auf bibliograph. 
Genauigkeit u. Zuverlässigkeit; denn Titel von BAchem ohne 
Angabe sei es des Ortes, sei es des Jahres ihres Erscheinens oder 
öderer bibliograph. Kannseichen, deren im Handbuch genug vor- 
kommen, sind weder genau, noch Euverlässig zu nennen. Nichts 
desto weniger wird das Handbuch, zu dem der Herausg. augen- 
scheinlich fleissig, wennschon nicht immer mit dem gehörigen Ken- 
nerblick gesammelt hat, doch so Manchem willkommen sein. Das- 
selbe „behandelt hauptsächlich die Adels- u. Patrizier-Familien 
Deutschlands, Oesterreich-Un^ams u. der angrenzefidoi Länder, nnter 



Litterator tmd Hiscelleiu ^19 

, , .... ... . • , 

denen auch Frankreich reich vertreten ist, m giebt den Daten der 
Yeröffentlichnng nach in Reihenfolge die Titel selbständiger Pa- 
milien-Qeschichten wie anch die Nachweise solcher Familien-Nach- 
richten, die sich in Zeitschriften aller Art (?) veröffentlicht u. zer- 
streut finden**. 

[908.] * Pablications pf >the American Antiquarian Society. 
By Nathaniel Paine. Worcester, Mass. 8*, -26 'S. 

[904.] * The Maclise Portrait-Gallery ; or» illostrioos lite- 
rary char&cters ; with memoirs «— biographical, critical, bibliogra- 
phical and anecdotal — illustrative of the literature of the former 
half of the present century. By . W, Bates. New Tori, Scribner 
& Welford. 8«. 540 S. m. 85 Pors. Pr. $ Z. 

[905.] * Beiträge zur Bibliographie des Herrn. Boschins» Ton 
Dr. H. Detmer, Assistent an der kgl. Paolinischen Bibliothek in 
Mfinster. [Separat-Abdrack aus Westdeutsche Zeitschrift für ide- 
schichte und Kunst 11, 3. Trier, Lint«.] gr. 8®. S. 308—19. 
Die vorl. „Beiträge" bilden eioe Vorarbeit zu einer uinfaasen- 
den Schrift über den verdienstvollen Humanisten Hermann von dem 
Busche, und beschränken sich auf eine sehr sorgfältige Beschreibung 
derjenigen Werke desselben, welche ifn Besüau^ der FaüUnisdien 
Bibliothek sind. Die Werke von BuscbiuS gehOreii fast ausnahms- 
los zu den grössten Seltenheiten u. sind auf Bibliotheken • meist 
nur sehr vereinzelt anzutr^en. Die PauKnische BtbKothek, welche 
durch Ankauf eines Theiles der Bibliothek des' Archivars Erhard 
in den Besitz einer ansehnlichen Anzahl von auf das Zeitalter des 
Humanismus bezfigliohen Werken gekommen ist, hat von den 
Schriften von Buichius nicht weniger als ftbtr 20 Krr. aufmweisen. 

[906.] * Teatro de Galderon de la Barca, con un estudio ^ri- 
tico-biogräfico y apnntes histöricos y bibliografieos sebre cada 
comedia, por Garaia-Ramon. Tom. IV: Comedias. Paris, Garnier 
ftröres. gr. 120. 617 S. (S. oben Nr. 408.) 

[907.] * Elenco delle Opere del Comm. Ales^andro Cialdi, 
publicate dal 1845 al 1882; da C. 1äavl<jli. Enth, in: II Biio- 
narroti di B. Gasparoni, contiBnato per cura di K- Nanducci. 
Quad. V. (Serif HI. Vol. 1.) Roma, 8«. S. 176—87. [56 Nrr.] 

[908.] Dante in Germania Storla letterar|a d . IBibliografia 

Dantesca Alemanna per G. A. Scartazzini. Pai*teII. ßibliografia 

Dantesca alfabetica e sistematiea. Milano, NapoH,.Pi8a: Hoepli. 

gr. Lex. 8^ 860 8. Pr. 12 I,. (S. Anz. J. 1881, Nr. 6S7.) 

Der Verf., bekanntlich einer der ersten vg^^nwärtig lebenden 

Keimer der Dantelitteratnr, hat seiner vor zwei Jahren erschienenen 

DanteoLitterargeschichte im vorL Bde durch die Bibliographie einen 

wüidigeB Absdilnss gegeben. Diese Bibliographie «ei^llt, wie auch 

auf dem Titel angezeigt ist^ in 2- Abtheilungen ^ von denen In der 

28* 



320 Litteratar cind Miscellen. 

ersten die gesammte Litt^ntar in alphabetischer Beihenfolge nach 
den Namen der Terf. o. mit yorangestellten biographischen No- 
tizen Aber dieselben, sowie in der zweiten die gesammte Litteratar 
nochmals, aber in systematischer Ordnung vl resp. mit näherer An- 
gabe des Inhaltes, enthalten ist. Ausserdem bietet der Verf. noch 
in einem Anhange zwei Artikel: „DeUa recente Letteratara Dan- 
tesca Germanica'^ n. „Di alconi pnnti controversi risgnardanti la 
Tita e le opere dl Dante Alighieri'*. 

Gleichzeitig* mit dem vorl. Bde hat der Vert unter den 

„Ifanuali Hoepli'', XLII & XLIII, ein kleineres „Dante*' betiteltes 

Werkchen (gr.l6^) herausgegeben, in dessen 1. Bdchen S. 1 — 16 

„Letteratura biografica'' u. im 2. Bdchen S. 1—85 „Cenni Biblio- 

grafici'V™^^ einer genealog.'Taf. der Handschriften enthalten sind. 

{909.] * Bibliotheca Grotiana, Hugonis Grotii Operüm descrip- 

tio bibliographica in qua omnes editiones et versiones, argumenti 

ratione habita, secundum temporis ordinem recensentur. Edidit 

Henr. Com. Rogge. (Pars I.) A. u. d. Tit: Bibliographie der 

Werken yan Hugo de Groot, met opgave van alle uitgayen en 

vertalingen in systemematische en chronologiche orde bewerkt 

door Dr. H. C. fiogge. Hagae Comitum, Nijhoff. gr. 8^ X, 

1—76 a. Pr. 2,50 F. (S. oben Nr 137.) 

[910.] * Le Mythe de la mtee Lusine (Meurlusine, Merlusine, 
Mellusigne, Mellusine, MAusine, MAeusine), ^tude critique et 
bibliographique; par le Dr. L^o Desaivre. [Extrait des Mömoires 
de la Soci^t^ de Statistique, Sciences, Lettres et Arts des Deux- 
SdTres.] Saint-Maixent» impr. Beyers^. 8^ 221 8. m. 1 Abbild. 

[911.] * La Bibliothdque d'un Humaniste au seizidme sidcle. 
Catalogue des livres annotäs par Huret, dress6 par Fierre de 
NolhaCy membre de TEcole fran9aise de Bome. [Extrait des M^- 
langes d'Archfologie et d'Histoire publi^s par l*£oole fran9aise 
de Bome.] Bome. gr. 8^ 39 8. 

Hierüber s. Polybiblion etc. Partie litt^raire. II. S^rie. Tom. 
XVin. Libr. 2. 8. 177—78. 

[912.J * 8aggio di Bibliografia degli Obelischi; da Enrico 

Narducci. Enth. in: II Buonarroü di B. Gasparoni, conünuato 

per cura di E. Narducci. Quad. II. (Serie III. ToL 1.) ^ma. 
80. S. 74— 79. 

[913.] * A Catalogue of Petrarch Books. By Willard Fiske. 
Ithaca, N. T. (Printed by the Uniyersity press.) 1882. 4^ 67 S. 
(Nur 160 Exempl.) 

Vervollständigt aus Nr. 399. — With Ml tiües, collations, 
and bibliographical notes. The work is a credit to American 
bibliografy and fitted to remove the reproach of a want of „anti- 
%uarian'' interest firom our work. 



Liiteratar and Hiscellen. Bil 

BaobbAndler* und antiquarisclie Kaialoge. 

[914.] Journal de la Librairie, de rimprimerie et de toutes 
les professions qai 8*y rattachent. Weekblad voor den Boek- 
handel en aanverwante vakken. 1 Ann^. Administration ä Bm- 
xelles. 4^. Wöchentlich 1 Nr. h c. 1 Bog. m. Beil' Pr. 10 Fr. 
f. Belgien, 12 Fr. 50 c. f. d. Ausland. 

Enth. ausser den geschäftlichen Mittheilungen eine üebersicht 
der neu erschienenen Bücher. 

[915.] '*' Brinkmanns Adresboek Yoor den Nederlandschen Boek- 
handel en aanverwante vakken, benevens aanwijzing der in Ne<- 
derland nitkomende Dag- en Weekbladen. Nieuwe Serie. 29. 
Jaargang. Amsterdam, C. L. Brinkman. gr. 8®. IV, 298 S. mit 
XXVni S. buchh&ndl. Anzeigen. Pr. 1,50 F. (S. Anz. J. 1882. 
Nr. 721.) 

[916.] Libreria antiquaria dl Bartolomeo Calore in Yenezia. 
Catalogo N, 7. Giugno. gr. 8^ 1 Bl. 89 8. 1098 Nrr. 
Durchweg echte Antiquaria — kein sogenanntes Antiquariat 
— aus der Italien. Litteratur. 

[917.] N. 2. Catalogo di Libri antichi e modemi Vendibili 
presso la Libreria antiquaria Simone Cioffi di Gennaro. Napoli. 
kl. 8« 66 S. 1000 Nrr, 

Italien., grösserentheils ältere Litteratur. 

[918.] Nr. 3. Antiquarischer Katalog der Gleerup'schen üni- 
versitäts -Buchhandlung in Lund. — Theologie und Eirchen- 
geschichte. gr. 8^ 1 Bl. ' 86 S. 3258 Nrr. (8. oben Nr. 706.) 

Grösserentiieils Nordische u. meist neuere Litteratur. 

[919.] Nr« 55. Antiquarischer Catalog von Werner Hausknecht 
St. Gallen. (A. m. Franz. Tit) 8^ 1 BL 42 S. 740 Nrr. 

Enth. z. Th. ältere u. ausgewähltere, sowie seltnere Werke 
(z. B. II. Deutsche Bibel, drei Heures gothiques auf Perg.), Bücher 
mit Holzschn. u. Kpfm, Helvetica. 

[920.] Nr. Cy. Theologischer Lagercatalog von J. J. Hecken- 
hauer in Tübingen. — Abth. 111. Beformatoren nnd Beforma- 
tionsgeschiehte. Als Anhang: Beformationspredigten. Mit Spe- 
cial-ßegister. 8». 1 Bl. 62 8. 10077—11688 Nrr. (S. Anz. J. 
1882. Nr. 966.) 

Enth. 8. 28—40 über 400 Nrr. Lutherana d. b. Schriften von 
n. über Luther. 

[921.] Katalog Nr. 85—38. Nyinkomna Böcker, som f5r- 
säljas uti Klemmings Antiquariat Stockholm. 8^. 
Enth.: in 85 — 87 Äldre svensk Litteratur m. m. I — m. 
(46, 22, 8 S.); in 88 Blandad Litteratur (34 S.). 



323* Littorator and Mucellen. 

[922.} 108. 109. 110. Cataloifae mensoel de Livree anciens 
et modernes. En vente ä la Librairie Pierre Kockx, (A. de 
Decker, succ). Anvers. 8®. 16, 16, 24 8. Zusammen 819 Nrr. 

Enth.: tncunables, Editions de Plantin, ded Aide, Estienne, 
Elzevier, Onvra^es iUustr^s, belies Belinres. 

[923.] Alfred Lorentz Antiquariats^Bachbandlung. in Leip^iig 
Antiquariats -Katalog No. 18. — Bomai^ca. Spracbe, Literatur 
und Geschichte der romanischen Völker. 8^. 1 Bl« 81 S. (8. 
oben Nr. 649.) 

Alt- u. Keuproven^alisch u. Französisch, Italienisch, Portugie- 
sisch, Bumänisch, Bhätoromanisch, Ladinisch, Spanisch. 

[Ö24.] N. 57. Catalogne mensuel de Livres anciens et mo- 
dernes en vente k la Librairie H. F. Münster (G. Goldschagg 
succ.). Verorie: — Philologie. 8^ 1 Bl. 66 S. 999 Nrr. 
. Enth.: Auetores Graeci et Latini, Neo- Latin!, Varia. Meist 

ausgewählte u. seltnere Antiquaria. 

« - ■ • 

[925.] No. S50. Catalogne of some more Works on the Fine 
Arts : Painting, Sculpture, Architegture, Miniaturea and fine spe- 
cimens of Bookbinding chiefly obtained &om private sources. 
Offered for Cash by Bernard Quaritch. London. August gr. 8^ 
1 BL 1393—1448 S. 18805—14381 Nrr. (S. oben Nr. 812.) 

Enth. wieder einen Schatz der werthvoUsten Werke, 

[926.]. Nr. 11. Antiquarisches Bflcherlager von A. Baunecker 

(Ed. Liege!) in JÜagenAiri September. 8^ 1 BL S8 S. 2407 Nrr. 

Hauptsächlich Naturwissenschaft u. Verwandtes, Geschichte u. 

Geographie, Sprachwissenschaft, Schöne Wissenschaften u. Efinste. 

[927.] Lager- Catalog Nr. 3* von G. Salomon^s Antiquariats- 
Bnchhandlnng in Dresden. -— Bflcher ans verschiedenen Wissen- 
schaften und Sprachen« 8^. 1 Bl. 146 & 4424 Nrr. 

Litterargeschichte, Geschichte mit Hilfswissenschaften, Geogra- 
phie, Naturwissenschaften u. Medicin, Bechts- u. Staatswissen- 
schaft etc. 

[928.] Catalog Nro. 166 & 167. J. Scjieible's Antiquariat 
. und Verlagsbuchhandlung in Stuttgart gr. 8^. (S. oben Nr. 814.) 

Enth.: Genealogie u. Heraldik^ Adelsgesehichte, Embleme etc. 
(1 Bl. 21 S. 394 Nrr.) & Carricaturen, Bücher n)it Epfin von 
Ghodowiecki u. A., Holzschnittwerke, TodtentänzOi Incunabeln etc. 
(2 BU. 24 S. 394 Nrr.). 

[929.] Nr. 114 Antiquariat der Wallishausser'schen Buch- 
handlung (B. W. Künast) Wien. — Anläsalich der IL Säcular- 
feier der Belagerung Wien^s durch die Türken 1688 zusammen- 
gestelltes Verzeichnis. August gr. 8^ 11 S. 160 Nrr. 

Sämmtliche Nrr. haben auf die Türkenbelagerung Bezug. 



Litteratur und Miscellen. S28^ 

[980.} Katalog No. 24 des AntiquariBchen Bficherlagers Ton 
Aog. Westphalen in Flensburg. Inhalt: Theologie und Philoso- 
phie. 8» 1 Tit- u. 89 8. 

Fast ohne Ausnahme Deutsche, neuere sowohl als ältere Litteratur. 

BlbllothekMftlehre« 

[981.] * Library Aids, by S. 8. Green. Bevised and eularged 
edited. New York, Leypoldt. S2^. 2 BU. 180 8. (a Anz. 
J. 1882. Nr. 68.) 

Hierüber vgl. Library Journal ToL YIII. Nr. 8. 8. 149. . 

[932.] . * A School of Library Economy proposed in connec- 

tion with the Columbia College Libraries, by F. A. P. Bamard. 

Extract from the Annual Beport of the President. New York. 

8«. 8 8. 

Blbllothekenkunde» . 

[983.] Boston Public Library. — Thirty-first Annual Beport 
1888. gr. 8^ 1 Bl 76 8. m. 8 Tabellen. (8. Ans. J. 1882. 
Nr. 989.) 
Besteht zur einen H&lfte aus den drei gewöhnlichen Reports: 
L of the Trustees of the Public Library (8. 1 — 9); II. of the 
Examining Committoe (8. 10 — 18), woran sich B. on the Parker 
Library (S. 19—25), B. on French Literature (8. 26—28) u. B. 
un the Musical Department (8. 29 — 31) anschüessen; III. of the 
Librarian (8. 32 — 36), sowie zur andern Hfilfte aus XXIQ Ap- 
pendixes, worin sich alles auf die Bibliotheksbewegung der ver- 
gangenen Jahre, spec. des letztrerflossenen, Bezügliche in tabella- 
rischen Uebersichten zusammengestellt findet Der Bflcherzuwachs 
hat sich im letzten Jahr auf 17,895 Bde u. 14,369 Pamphlets 
belaufen, u. beträgt somit der gesammte Bücherbestand 422,116 
Bde u. 275—425 Pamphlets. 

[934.] Catalog der Bibliothek des ehem. Carthäuserklosters 

Buxheim aus dem Besitze 8einer Erlaucht des Hugo Grafen von 

Waldbott-Bassenheim, enthaltend: eine überaus reiche 8ammlung 

von Incunabeln, Bücher mit Hohsschnittep und Kupferstichen, 

Pergamentmanuscripten mit Miniaturen, Einen Teigdruck, eine 

Serie der ältesten Kupferstiche und Holzschnitte, Wappenbücher, 

Stammbücher, sowie eine werthroUe theologische und historische 

Bibüothek. München. 8*. 4 Bll. 260 8. 4507 Nrr. (Carl- 

Förster'sche Kanstauct. 20. Septbr.) 

Den Inhalt des vorl. Kataloges bildet theils u. yomehmlich 

die hauptsächlich an Wiegendrucken in schön erhaltenen Eiemplaren 

reiche u. werthvolle Bibliothek des zu Anfang dieses Jhrhdts sä- ' 

cularisirten u. dann in den Besitz der Beichsgrafen y. Waldbott- 

Bassenheim übergegangenen Buxheimer Klosters, theils eine Anzahl 

direkt aus dem Besitze der reichsgräfl. Familie stammender Werke. 



324, Litterattir und Hucellen. 

Letztere gehören insbesondere den historischen u; Konstföohem an, 
wogegen die umfänglich^ theologische Sammlung, sowie die nicht 
unbedeutenden Vorräthe zum Theil kostbarer Handschriften ju. In- 
kunabeln (erstere c. 450 u. letztere c. 550 Nrr.) augenscheinlich 
meist BestandtheUe der alten Elosterbibliothek sind. Der Katalog 
ist recht gut u. yerständig bearbeitet. 

[935.] Sibliotl^f ber Oefonomifti&en ©efeUfd^aft int fiönifitetd^e Saufen. 

' 9Iad6irag IV. (3uH 1888) im Hnf^Iuffe an ben Katalog t>om Sa^re 

1876 unb SRäd^trag L, 11. unb III. von ben labten 1879, 1880 

unb 1881. (3)re0ben, S)tu(f r>t)n Sebne in 3)i))polbidwalbe.) 8^^. 11 6. 

Die Bibliothek ist seit Juli 1882 mit der Dresdner Stadt- 

bibliothek räumlich vereinigt. 

[936.] bomßchule zu Güstrow. — Einladung zur öffentlichen 
Prüfung der Schüler der Domschule etc. von dem Director der 
Anstalt Dr. 0. C. H. Baspe. Güstrow, Druck von Waltenberg. 
4^. Enth. 8. 1—39: Katalog der Domschulbibliothek 1. All- 
gemeine Wissenschaftskunde und Vermischte Schriften, Litdratur- 
kunde, Philosophie, Geographie, Etnographie und. Statistik, 
fieisen, Geschichte, Glassische Philologie; vom Director. 

Die Ausarbeitung dieses 1. Theiles des Xataloges war, wie 
der Verf. schreibt, ein unerquickliches Gescbäfti das er indessen 
gern gethan haben wolle, wenn er die Benutzung des. Institutes 
dadurch fördere. Leider ist der Katalog nicht nach den Hegeln 
der Bibliothekenlehre gearbeitet u. nichts weniger als übersichüicb, 
seine Leetüre mithin für die Leser unerquicklich u. deren Interesse 
zur Leetüre anzuregen nicht förderlich, 

[987.] * Katalog B^kopisow Biblioteki zaktadn nar. im. Ossoliüskick 
wjdal Ihr. Wojdech KQtizyüiaki. Zesz. 2. & 3. A. n. d. Tit. : Catalogus 
Codicnm Mannacriptorum Bibliothecae OssoUnanae etc. Fase. 2—3. 
Lemberg, Minkowski in Comm. 1882—83. 8«. VII, 321—759 ^ 1- 
320 S. Fr« 5 Fl. (S. Anz. J. 1880. Nr. 89L) 

[988.] Die Nassauer Brunnenlitteratur der Königlichen Landes- 
bibliothek zu Wiesbaden. Beschrieben von A. y. d. Linde. 
Wiesbaden, Bergmann. Lex. 8^ VI, 102 S. Fr. n. 6 Mk. 
Man erstaunt einestheils über den grossen Beichthum der 
Materialien, die sich in dieser Schrift zusammengestellt finden — 
die Zahl derselben beläuft sich auf nicht weniger als 830 Nrr. — 
u. bewundert anderutheils den Fleiss sowohl, mit dem die Materialien, 
selbständig erschienene Schriften und anderwärts eingedruckte Artikel, 
zusammengebracht, als u. vorzüglich auch die bibliograph. Accuratesse 
u. Sorgfalt, mit der dieselben verzeichnet u. beschrieben worden 
sind. An der Spitze des Verzeichnisses steht S. 1 — 29 die all- 
gemeine d. i. die gesammten oder mehre Badeorte betreffende Litte- 
ratur (174 Nrr.) in alphabetischer Ordnung, worauf dann 8. 29 — 
102 unter 72 adphabetisch mbricirten Badeoii;en die spezielle d, i. 



Littorstar und MiBceUen« 82 5 

die einzelne Orte betreffende Litterator in chronolog^cber Beihenfolge 
u. mit Verweisungen auf die allgemeine Litterator aufgeführt ist. 

[989.] Katalog der Lehrer-Bibliothek des Bealprogymnasiums 
zu Papenburg. Zusammengestellt von Dr. Eonrad Hupe. Beilage 
zum Programm des Bealprogymnasiums zu Papenburg. Papen- 
burg, Druck Ton Lauscher. 8®. 85 S. 

Der Verf. kann sich andere Deutsche Kataloge als Muster wohl 
schwerlich angesehen haben; denn sonst würde das durchaus unver- 
ständige Einregistriren anonymer Schriften nach dem ersten Worte 
des Titels in die alphabetische Beihenfolge — z. B. Das deutsche 
Bechtsbuch etc.; Die Uohenzollem etc.; Le petit mouton; Petit e 
bibliothdque fran9aise; Little english Library; The Book of 
Common Prayer — unterblieben sein. Ctohören übrigens Militaria, 
wie Deutsche Wehrordnung u. Milii-Ersatz-Instruktion f. d. Nord- 
deutschen Bund, in die Abtheilung der Philosophie? Wohl ebenso 
wenig wie Nautik u. Varia in Ein Fach zusammen passen. 

[940.] Königlich Preussisches Hennebergisches Gymnasium zu 
Schleusingenl Oster-Programm 1883. Herausgegeben von Dr. 
Paul Schmieder, K. Gymnasial-Direkter. Meiningen» Druck von 
Keyssner. 4^. Enth.: Verzeichnis der alten Drucke der Gym- 
nasial-Bibliothek. Teil TL. Vom Gymnasiallehrer Hermann Wagner. 
22 S. (S. Anz. J. 1879. Nr.- 288.) 
Die Gymnasial- oder sogenannte Zehnersche Bibliothek besteht 
zu ihrem grössten Theile aus den vom Pfarrer Barth. Zehner in 
Jüchsen u. von den beiden Schleusinger Superintendenten Joachim 
Zehner (f 1612) n. Samuel Zehner (f 1685) zusammengebrachten 
Büchern, welche 1658 für das Gymnasium angekauft worden sind. 
Der Bücherbestand beläufk sich auf 1 — 168 in Fol., 169—808 in 
Quart, u. 809 — 807 in Oct. Hiervon sind in dem vorL Verzeich- 
nisse die bis zum J. 1550 reichenden Drucke, eine ziemlich grosse 
Anzahl, unter 11 wissenschaftlichen Bubriken aufgeführt 

[941.] agBertfdlifdbe $>anbfd6rtften in ftemben SibHotl^efen nnb «rd6it>en. 
L Sie S)ombibltot^ef p Zrier. SSe^eid^et XH)n 9Bü(^Im S)ie!ainp. 
Gntb. in tet Seitfdbnft für )}aterUnbif(i&e ©ef^iti^teunb SOtert^umdhinbe 
^tdg. toon bem Seretn für ®efdbid^te unb SUtect^umdtunbe SBeßfalenS 
bunb n. Zxha tt. e. SReitend. 8b. XLI. SRunfter, StegenSbutg. gt. S^. 
6. 187—47. 

Die Dombibliothek besitzt c. 25 Westfäl. Handschriften, von 
denen ihr dergrösste Theil zu Anfang dieses Jahrhunderts aus der 
Büchersammlung des Paderbomer Domdechanten Christoph Graf 
V. Kesselstatt zugekommen ist. 

[942.] emfi 2^bot Sänger, 9ibßot^efat in SBoIfenbattel, ein 
Sreunb @oetbed unb Sefftngd txm $aul Simmermann. Sonberobbnid 
aud ber dditf^ift beiS ^ats))eTeind für ©efd^id^te unb Hltert^unüStunbe. 



826. Uttarator und MiHoellfiiu 

16. So^gond 1883. Solfeitbüttd, Stoiflec 8^ 1 «. 78 6. 
$r. D. 1,50 m 

Zur BeuribeiluDg yob Längeres bibliothekarischer Thfttigkeit ist 
wohl Niemand berufener gewesen, als dessen Amtsnachfolger, der 
als Bibliograph u, Bibliothekar wohlbekannte Friedr. Adolf Ebert, 
der sich über Langer geäussert hat: „Sein unmittelbarer Nachfolger 
gewesen zu sein, wird mir immer eine der schönsten Erinnerungen 
meines Lebens bleiben/' 

[943.] * Notices et Exträits des Manuscrits de la Bibliothique 
nationale et autres Biblioth^ques, publi^s par Tlnstitut national 
de France, faisänt suite aux Notices et Extraita In an Comit^ 
etabli dans TAcad^mie des inscriptions et bellcs-lettres. Tom. 
XXIY. Paris,' impr. nationale. 4^ 616 S. m. 14 Tat (S. 
Anz. J. 1881. Nr. 697.) 

[944.] '*' Notes sur quelques Manuscrits d*Autun, Besanfon et 
Dyon, pr^d^es du projet d*un Gatalogue general des Uanuserits 
de France en 1725. Par H. Omont plxtr. du Cabinet historique, 
nouvelle sörie, 1881.] Paris, Champion. B^. 51 S. Pr. 1,50 Fr. 

[945.] * Gatalogue de la Biblioth^que popjolaire de Dombasle- 
sur-Meurtbe, fondte en 1881. Nancy,^ Wiener. 12<^. 39 S. 

[946.] Gatalogue de la. Bibliotil^ue populaire de Meudon 
(Seine-et-Oise). Paris, Dumoulin. 8^ 16 S. 

[947.J S)ie Sibliotl^ SMfuat in $anlSi. Gntlft. in bet SRünd^ner 
SlOgemeinm gettung. 4<>. 9l(. 224. &. 8284. 
Zur Feier des 100jährigen Geburtstages Simon BoÜTar's (24. 
Juli) aus Venezuela, dem. seine Südamerikanischen Mitbürger den 
Ehrennamen „el Libertador^' gegeben haben, ist von Seiten der in 
Paris lebenden Südamerikaner eine „Sociedad latino-americana, 
BibUotheca Bolivar'^ gestiftet worden, ^ie bereits bei ihrer Eröff- 
nung 4000 Bde Amerikanischer Litteratur, 90 ui den verschiedenen 
Staaten des Latein, Amerika erscheinende Zeitungen, zahlreiche Kar- 
ten u. s. w. besass, u. eine grosse Zukunft hat. 

[948.] * Gatalogue de la Biblioth^ue Ganel, l^gu^e ä la ville 
de Pont-Audemer. Bouen, imp. Deshayes. 8^ 767 S. mit Por- 
trait von Adeline, nach einem Medaillon von Montier. 

[949.] * Notice et exträits des Manuscrits de la Biblioth^ue 
de Saint-Omer, n. 115 et 710; par Gharles Fierville, docteur ds 
lettres, etc. [Extrait des Notices et exträits des Manuscrits, 
t. 81, premidre partie.] Paris, impr. nationale. 4®. 112 S. 

[960.] * Gatalogue of the Buddhist Sanskrit Hanuscripts in 
the üniversity Library, Cambridge, with introductory notices and 
illnstrations of the Palaeography and Gfaronology of Nepal and BengaL 
By C. Bendali. Cambridge Warebouse. S^. 272 8. Pr. 12 sh. 

[951.] Iter Italicum unternommen mit Unterstützung der Kgl. 



liitteratnr und MiiceUen; 32T, 

Akademie der Wissenschaftai tu Bedin toit Dr. Julias v. Pflagk- 
Harttutg, Ooeeuten an der Univeraitftt. Tübjtngen etc; L Abtb. 
Stuttgart^ Koblhammer, gr. 8<>. 8 BIL 841 B. Pr.n. 9 Hk. 
D^r Verf« bat fUr das Torl. Werk^ die Frucht einer Yon ihm 
unternommenen grossem wissenscbaftl. Seise von Venedig -Turin 
bis Sardinien» Palermo u. Brindisi» den n&mlicben Titel gewählt^ 
den Blume seinem trefflichen vor nunmehr länger als 50 Jahren 
erschienenen Werke gegeben hatte. Mag es sich auch mit dem 
Blnme'schen hinsichtlich der FOlle des Materiales nicht ganz eben- 
bürtig in Vergleich stellen lassen» so hat es doch für seine Zwecke, 
Aber welche eine in der II. Abth. erscheinende Einleitung nähere 
Anskunft ertheUen soll, einen grossen Wissenschaft]. W^rth. In der 
I. Abth. enthält es %ur einen Hälfte Nachrichten Über eine Menge 
- (c. 250) zum Theil noch, wenig oder gar nicht bekannter Ital. 
Bibliotheken u. Archive, u. zur anderen Hälfte 1006 Fapstregeslen 
ans der Zeit ?on 105 (?) bi^ 1198 , sowie 25 Kaiserregesten von 
820 — 1811. Ausser der Einleitung wird die bereits unter der 
' Presse befindliche IL Abth. ein Glossarium Latinum» Miscellatiea 
u. einen Appendix enthalten. 

[952.J * Catalogo della Collezione d*Autografl Musicali lasciata 
allaE. Accademia Filarmonica di Bologna dall* accademico ab. dott. 
M. Masseangeli. Compihizione di Federigo Farisini. Bologna, 
B. Tipogr. 1881—83. S\ (8. Anz, J. 1882. Nr. 561.) 

[958.] * Begolamento per la BiUioteca Valentiniana Comu- 
nale nella libera Universttä di Camerino. Gamerino, tip. Savini. 
8«. 14 8. 

[954.] * M. T. Giceronis Opera eorumqne commentaüones, 
quibus Bibliotheca Alexandrina Lycei Magni Bomani ex libera- 
litate Job. Gomelii Gerhardi Boot etc. aucta est. Bomae« ex typ. 
Senatns. 1882. 82^ 87 B. 

[955.] * Gatalogtts der Bibliotheek van het Wiskundig Genoot- 
schap: Een onvermoeide arbeid komt alles te boven» te Amster- 
dam. Amsterdam, Sikken. gr. 8^ Vlll, 112 S. Fr. 1,90 F. 

[956.] Gatalogus van Boekeh over Bechtsgeleerdheid en Staats- 
wetenschappen aan de Bibliotheek der üniversiteit van Amster- 
dam ten geschenke gegeven bij het 250-jarig bestaan der in- 
stelling van hooger onderwijs door oudstudenten in de Bechts- 
geleerdheid aan het voormalig Athenaeum Illustre. Amsterdam, 
Stadsdrukkerij. 1882. gr. 8^ 1 Bl. 10 S. 

[957.] * Gatalogus van de Boeker^ der Nederlandsche Maat- 
schappij tot bevordering der Geneeskunst. Voorlooper eener 
Nederlandsche Geneeskundige Bibliographie. 2e Supplement 
(door A. H. Israels). Amsterdam, Stadsdrukkerij. 1882. gr. 8^ 
XI, 188 8. 



328 Litieratiir und MUcellen. 

PrlTätblbllotliekeB. 

[958.] Nr. 108. Bibliotheca monastica, Libri et codd. mann- 
scripti d6 ordinibas, tarn ecclesiasticis, qaam saecularibQS, qni 
generalia de clero regnlaii, de Yita ac statu monachalii opera 
mouachoram cetera continenty nee non regnlas, missalia, breviaria, 
directoria, calendaria, litnrgias et mongraphiae. Aecedont libri 
de papatn, de coelibatu, de. baeresibus, libelli polemici, nee 
non opera tbeologiae mysticae« Yerzeiehniss des Antiquarischen 
Bücherlagefs von A. Bielefeldes Hof buchhandlung in Karlsruhe. 
— Oeistiiches und weltliches Ordenswesen. Enthält die 3. Ab- 
theilung der nachgelassenen Bibliothek des Architdirectors Dr. 
Franz Joseph Mono u. die Bibliothek des Archivraths Dr. M. 
Gmelin. Begularclenis im Allgemeinen. Die Klöster und die 
literarische Thätigkeit der Ordensleute. Die einzelnen geistlichen 
Orden (mit einer reichen Literatur über die Jesuiten). Welt- 
liches Ordenswesen im Allgemeinen. Die einzelnen weltlichen 
Orden (reiche Literatur fiber die Freimaurerei). Der Altkatholi- 
cismus. Papstthum, Coelibat. Häresien und Ketzereien, Secten, 
religiöse Streit- und Controversschriften, Wunder, Aberglauben etc. 
Mit vielen werthyollen Handschriften. 8°. 1 Tii- u. 66 S. mit 
1 S. Inhalto-Verzeichniss. 1585 Nrr. (S. Anz. J. 1881. Nr. 819.) 
Jahrelanges und eifriges Sammeln hat dazu, gehört^ um einen 
in seiner Art .so reichhaltigen u. wohl selten Yorkommenden Bücher- 
Yorrath zusammenzubringen, von dem ein grosser Bestandtheil zu- 
mal von vielem Werthe u. Interesse ist. 

[959.] * Les tr^ anciens Monuments du fonds Libri dans les 
coUections d'Ashburnham-Palace; par Lipoid Delisle. [Extrait 
des Comptes-^endus, de TAcad^mie des Inscriptions et Belles- 
Lettres, ann^ 1883, p. 47—75.] Paris, imp. nationale. 8^. 82 S. 
[960.] * Catalogue des Alsatica de ia Bibliotheque de Oscar 
Berger-Levrault. (Publications-sorties des presses de la maison 
ou edit^es par eile, de 1676 k 1878.) L Partie: Diz-septiöme 
& Dix-hultiäme siödes, Consulat & Empire; n. Partie: Dix- 
neuvi^me sikle. Nancy, impr. Berger-Levrault & Cie. gr. 8^. 
Vn, 208 & 199 S. (Nur 100 Exempl. im Handel k 4 Mk. Ausser- 
dem 85 numer. ExempL auf Holland. Pap. ä 8 Mk.) 
Dieser umfangreiche Katalog ist eigentlich nur als ein Manu- 
scriptkatalog zu betrachten, da davon ein definitiver Neusatz u. 
Druck in Aussicht gestellt wird. Er giebt ein Yerzeiehniss aller 
seit Bestehen des in Strassburg 1676 gegründeten Hauses bis zu 
seiner Uebersiedelung nach Nancy im Jahre 1873 in demselben 
gedruckten, sowie auch der im Buchhandel vertriebenen Werke, aus 
allen Fächern der Wissenschaft. Der grösste Theil dieser Werke be- 
findet sich in der Geschäfbsbibliothek; diejenigen, von denen nur 
die Titel bekannt sind, jedoch in der Bibliothek fehlen, sind be- 



Litteratur und MisceUen. 829 

zeichnet, u, werden gesadit^ sowie Nachriebt über «Fehlend es erbeten. 
Das Haus wurde durch F. G. Schmuck im Jahre 1676 gegründet 
u. bis 1701 geführt, die Nachfolger, welche stets aus der Ver- 
wandtschaft hervorgehen, sind folgende: Sohn J. Scbmuck 1701 
bis 1719, G. Schmuck 1719—1751, A. Catherine Schmuck, ver- 
heirathet an Bob. Christmann, 1751 — 1755, Franz Christmann 
1755—1761, Christmann & Levrault 1761—1771, Levrault 1771 
bis 1839, Wwe Berger-Levranlt 1839- 1850» Wwe Berger-Levrault 
& Sohn 1850— 1871 u. Berger-Levrault & Cie seit 1871. ^n 
Nancy seit 1872 fortgeführt.) L. Mohr. 

[961.] Alfred Lorentz Antiquariatsbuchhandlung in Leipzig. 
Antiquariats-Katalog No. 17. — EunsÜiteratur. Pracht- und 
Kupferwerke. Musik und Tl^eater. Buchhandel Buchdruckerkunst 
Bibliographie. (Bibliothek des C. daas, weiland Inspector des 
grünen Gewölbes in Dresden.) 8<>. 1 Bl 47 S. (8. oben Nr. 649.) 

Enth. überwiegend: Geschichte, Theorie u. Denkmäler der 
Kunst etc. 

[962.] * Catalogue de Livres anciens et modernes, provenant 
de la Biblioth^que de feu Marbotin, docteur en mMecine. Ya- 
lenciennes, Lemaitre. 8^. (Anct. SO. Juli.) 

[963.] Katalog einer werthvoUen Sammlung von typographischen 
und xylographischen Seltenheiten, geschriebenen und gedruckten 
Livres d^heures auf Pergament und Papier mit Miniaturmalereien 
eta etc. etc. aus dem Naoblasse des in Mailand verstoifbenen 
Cavaliere Carlo Morbio. München, Ackermann, gr. 8^. Y, 56 S. 
. 594 Nrr. (AucL 17. Sptbr. unter Leitung von H. Lempertz' 
S6hne aus Köln.) ^ 

Der 1881 verstorbene^ als Gelehrter auf historischem Gebiete 
wohl bekannte Besitzer hat in einem langen Leben das Glück u. 
zugleich die Mittel gehabt, seine nach den verschiedensten Bich- 
tungen der Kunst u. Wissenschaften hin angelegten Sammlungen 
mit einer beträchtlichen Zahl von Seltenheiten bereichem zu können, 
unter diesen Sammlungen nimmt seine Bibliothek, von welcher hier 
ein Theil zur Yersteigerung angeboten ist, nicht die letzte Stelle 
ein. Es sind zwar verhältnissmässig nicht sehr viele Nrr., aber 
daiTmter eine erhebliche Anzahl seltener u. werthvoller, hauptsäch- 
lich Ital. Werke aus dem XY. u. XYl. Jhrhdt. 

[964.] S. Glogau & Co. Leipzig. Catalog Nr. 10 des Anti- 
quariscHen Bücher-Lagers. Enthaltend einen Theil der Bibliothek 
dest Oberlehrers Dr. Bothe zu Thom etc. B\ l El. 50 S. 2294 Nrr. 

Hauptsächlich neuere Deutsche schönwissenschafU i'-i^ti^atur. 

[966.] Catalog Nr. 50 von A. Stuber^s Antiqü«. ^üLadisch 
& Ziegert) in Würzburg. Theologie (vorwiegend k^holische). 
Enthält u. A« die Bibliothek des Pfarrer ^torm ai^s Klost^ 



328 Litierstor und Mlscellen. 

PrlTätblbllotbeken. 

[958.] Nr. 108. Bibliotheca monastica, Libri et codd. manu- 
scripti d6 ordinibus, tarn ecclesiaaticis, quam saecularibnS; qoi 
generalia de clero regnlari, de vita ac statu monachali, opera 
mouachoram cetera continenty nee non regolas, missalia, breviaria, 
directoria, calendaria, litnrgiag et mongraphias. Accedont libri 
de papätn, de coelibatu, de. haeresibos, libelli polemici, nee 
non opera tbeologiae mysticae« Yerzeichniss des Antiquarischen 
Bücherlagers von A. Bielefeldes Hof buchhandlung in -Karlsrahe. 
— Oeistliches und weltliches Ordenswesen. Enthält die 3. Ab- 
theDuDg der nachgelassenen Bibliothek des Archiydirectors Dr. 
Franz Joseph Mone u. die Bibliothek des Archivraths Dr. M. 
Gmelin. Begularclenis im Allgemeinen. Die Klöster und die 
literarische Thätigkeit der Ordensleute. Die einzelnen geistlichen 
Orden (mit einer reichen Literatur über die Jesuiten). Welt- 
liches Ordenswesen im Allgemeinen. Die einzelnen weltlichen 
Orden (reiche Literatur über die Freimaurerei). Der Altkatholi- 
cismus. Papstthum, Coelibat. Häresien und Ketzereien, Secten, 
religiöse Streit- und Controversschriften, Wunder, Aberglauben etc. 
Hit Tielen werthyollen Handschriften. 8°. 1 Tii- u. 66 S. mit 
1 S. Inhalts- Yerzeichniss. 1585 Krr. (S. Anz. J. 1881. Nr. 819.) 
Jahrelanges und eifriges Sammeln hat dazu, gehört^ um einen 
in seiner Art .so reichhaltigen u. wohl gelten Yorkommenden Bücher- 
Yorrath zusammenzubringen, von dem ein grosser Bestandtheil zu- 
mal Yon Yielem Werthe u. Interesse ist 

[959.] * Les tr^s anciens Monuments du fonds Libri dans les 
collections d*Ashburnham-Palace; par Leopold Delisle. [Extrait 
des Comptes-pndus, de TAcad^mie des Inscriptions et Belles- 
Lettres, ann^ 1883, p. 47 — 75.] Paris, imp. nationale. 8^. 82 S. 
[960.] * Catalogue des Alsatica de ia Bibliotheque de Oscar 
Berger-LcYrault. (Publications-sorties des presses de la maison 
ou €ditees par eile, de 1676 k 1873.) I. Partie: Diz-septiöme 
& Dix-hultieme si&des, Consulat & Empire; TL, Paiiie: Dix- 
neuYieme siecle. Nancy, impr. Berger-LoYrault & Gie. gr. 8^ 
Vn, 208 & 199 S. (Nur 100 Exempl. im Handel k 4 Mk. Ausser- 
dem 35 numer. ExempL auf Holland. Pap. ä 8 Mk.) 
Dieser umfangreiche Katalog ist eigentlich nur als ein Manu- 
scriptkatalog zu betrachten, da daYon ein definitiYor Neusatz u. 
Druck in Aussicht gestellt wird. Er giebt ein Yerzeichniss aller 
seit Bestehen des in Strassburg 1676 gegründeten Hauses bis zu 
seiner Uebersiedelung nach Nancy im Jahre 1878 in demselben 
gedruckten, sowie auch der im Buchhandel Yertriebenen Werke, aus 
allen Fächern der Wissenschaft. Der grösste Theil dieser Werke be- 
findet sich in der Geschäffcsbibliothek; diejenigen, Yon denen nur 
die Titel bekannt sind, jedoch in der Bibliothek fehlen, sind be- 



Litteratur und IGsceUen. 829 

zeichnet, n, werden gesucht, sowie Nachricht über^Fehlendes erbeten. 
Das Haus wurde durch F. G. Schmuck im Jahre 1676 gegründet 
u. bis 1701 geführt, die Nachfolger, welche stets aus der Ver- 
wandtschaft hervorgehen, sind folgende: Sohn J. Schmuck 1701 
bis 1719, G. Schmuck 1719—1761, A. Catherine Schmuck, ver- 
heirathet an Bob. Christmann, 1751 — 1755, Franz Christmann 
1755—1761, Christmann & Levrault 1761—1771, Levrault 1771 
bis 1839, Wwe Berger-Levrault 1839- 1850, Wwe Berger-LevrauH 
& Sohn 1850— 1871 u. Berger-Levrault & Cie seit 1871. (In 
Nancy seit 1872 fortgeführt.) L. Mohr, 

[961.] Alfred Lorentz Antiquariatsbuchbandlung in Leipzig. 
Antiquariats-Katalog No. 17. — EunsÜiteratur. Pracht- und 
Kupferwerke. Musik und Tl^eater. Buchhandel Buchdruckerkunst 
Bibliographie. (Bibliothek des C. Claas» weiland Inspector des 
grünen Gewölbes in Dresden.) S^. 1 BL 47 S. (S. oben Nr. 649.) 

Enth. überwiegend: (jeschichte, Theorie u, Denkmäler der 
Kunst eta 

[962.] * Catalogue de Livres anciens et modernes, provenant 
de la Biblioth^ue de feu Marbotin, docteur en mMecine. Va- 
lenciennes, Lemaitre. 8^. (Anct SO. Juli.) 

{963.] Katalog einer werthvoUen Sammlung von typographischen 
und xylographischen Seltenheiten, geschriebenen und gedruckten 
Livres d^heures auf Pergament und Papier mit Miniaturmalereien 
eta etc. etc. aus dem Nachlasse des in Mailand verstoi^benen 
Cavaliere Carlo Morbio. München, Ackermann, gr. 8^. Y, 56 S. 
. 594 Nrr. (Auct 17. Sptbr. unter Leitung von H. Lempertz' 
Söhne aus Köln.) , 

Der 1881 verstorbenei als Gelehrter auf historischem Gebiete 
wohl bekannte Besitzer hat in einem langen Leben das Glück u. 
zugleich die Mittel gehabt, seine nach den verschiedensten Bich- 
tungen der Kunst u, Wissenschaften hin angelegten Sammlungen 
mit einer beträchtlichen Zahl von Seltenheiten bereichem zu können. 
Unter diesen Sammlungen nimmt seine Bibliothek, von welcher hier 
ein Theil zur Versteigerung angeboten ist, nicht die letzte Stelle 
ein. Es sind zwar verhältnissmässig nicht sehr viele Nrr., aber 
darunter eine erhebliche Anzahl seltener u. werthvoller, hauptsäch- 
lich Ital. Werke aus dem XV. u. XVI. Jhrhdt. 

[064.] S. Glogau & Co. Leipzig. Catalog Nr. 10 des Anti- 
quarischen Bücher-Lagers. Enthaltend einen Theil der Bibliothek 
dest Oberlehrers Dr. Bothe zu Thom etc. S^. l BL 50 S. 2294 Nrr. 

Hauptsächlich neuere Deutsche schönwissenschaftl. Litteratur. 

[965.] Ci^og Nr. 50 von A. Stuber's Antiquariat (Kadisch 
& Ziegert) in Würzburg. Theologie (vorwiegend katholische). 
Enthält u. A« die Bibliothek des Pfarrer ^tonn aus Kloster 



d28 Litieratör und MisceUen. 

PrlTatblMlotliekeii* 

[958.] Nr. 108. Bibliotbeca monasüca, Libri et codd. mana- 
scripti de ordinibus, tarn ecclesiastieis, quam saecularibus^ qui 
generalia de clero rejgfulari, de vita ac statu monacbali, opera 
mouachorum cetera continent» nee non regtilas, missalia, breviaria, 
directoria, calendaria, litnrgias et mongraphias. Accednnt libri 
de papatu, de coelibatu, de. haeresibus, libelli polemici, nee 
non opera tbeologiae mysticae« Yerzeichniss des Anüqnarischen 
Bflcherlagers von A. Bielefeldes Hof bachbandlung in Karlsrahe. 
— Geistliches und weltlicfaes Ordenswesen. Enthält die 3. Ab- 
theilung der nachgelassenen Bibliothek des Archiydirectors Dr. 
Franz Joseph Mono u. die Bibliothek des Archivraths Dr. M. 
Gmelin. Begularderus im Allgemeinen. Die Klöster und die 
literarische Thätigkeit der Ordensleute. Die einzelnen geistlichen 
Orden (mit einer reichen Literatur über die Jesuiten). Welt- 
liches Ordenswesen im Allgemeinen. Die einzelnen weltlichen 
Orden (reiche Literatur über die Freimaurerei). Der Altkatholi- 
cismus. Papstthum, Coelibat Häresien und Ketzereien, Secten, 
religiöse Streit- und Controyersschriften, Wunder, Aberglauben etc. 
Hit vielen werthvollen Handschriften. 8®. 1 Tit.- u. 66 8. mit 
1 S. Inhalts-Verzeichniss. 158S Nrr. (S. Anz. J. 1881. Nr. 819.) 
Jahrelanges und eifriges Sammeln hat dazu, gehört, um einen 
in seiner Art .so rcuchhaltigen u. wohl gelten vorkommenden Bücher- 
vorrath zusammenzubringen, von dem ein grosser Bestandtheil zu- 
mal von vielem Werthe u. Interesse ist. 

[959.] * Les trds anciens Monuments du fonds Libri dans les 
collections d'Ashburnham-Palace; par Lipoid Delisle. [Extrait 
des Comptes-^endus, de TAcad^mie des Inscriptions et Belles- 
Lettres, ann^e 1883, p. 47 — 75.] Paris, imp. nationale. 8^ 32 S. 
[960.] * Catalogue des Alsatica de la Bibliotheque de Oscar 
Berger-Levrault. (Publications-sorties des presses de la maison 
ou ^dit^es par eile, de 1676 h, 1873.) I. Partie: Dix-septidme 
& Dix-hulti5me si^cles, Consulat & Empire; H. Partie: Dix- 
neuvi^me sidcle. Nancy, impr. Berger-Levrault Sg Cie. gr. 8^ 
Vn, 208 & 199 S. (Nur 100 Exempl. im Handel k 4 Mk. Ausser- 
dem 35 numer. ExempL auf Holland. Pap. ä 8 Mk.) 
Dieser umfangreiche Katalog ist eigentlich nur als ein Manu- 
scriptkatalog zu betrachten, da davon ein definitiver Neusatz u. 
Druck in Aussicht gestellt wird. Er giebt ein Terzeichniss aller 
seit Bestehen des in Strassburg 1676 gegründeten Hauses bis zu 
seiner Uebersiedelung nach Nancy im Jahre 1873 in demselben 
gedruckten, sowie auch der im Buchhandel vertriebenen Werke, aus 
allen Fächern der Wissenschaft. Der grösste Theil dieser Werke be- 
findet sich in der Geschäftebibliothek; diejenigen, von denen nur 
die Titel bekannt sind, jedoch in der Bibliothek fehlen, sind be- 



Idtteratar und MisceUen. 329 

« 

zeichnet, n« werden gesucht, sowie Nachricht über^Fehlondes erbeten. 
Das Hans wurde durch F. G, Schmuck im Jahre 1676 gegrfindet 
u. bis 1701 geführt, die Nachfolger, welche stets aus der Ver- 
wandtschaft hervorgehen, sind folgende: Sohn J. Schmuck 1701 
bis 1719, G. Schmuck 1719—1751, A, Catherine Schmuck, ver- 
heirathet an Eob. Christmann, 1751 — 1755, Franz Christmann 
1755—1761, Christmann & Levrault 1761—1771, Levrault 1771 
bis 1839, Wwe Berger-Levrault 1839- 1850, Wwe Berger-Levrault 
& Sohn 1850— 1871 u. Berger-Levrault & Cie seit 1871. (In 
Nancy seit 1872 fortgeführt.) L. Mohr. 

[961.] Alfred Lorentz Antiquariatsbuchhandlung in Leipzig. 
Antiquariats-Eatalog No. 17. — Ennsüiteratnr. Pracht- und 
Kupferwerke« Musik und Tl^eater. Buchhandel Buchdruckerkunst. 
Bibliographie, (Bibliothek des C. Claus, weiland Inspector des 
grünen Gewölbes in Dresden.) 8^. 1 BL 47 S. (S. oben Nr. 649.) 
Enth. überwiegend: Geschichte, Theorie u. Denkmäler der 
Kunst etc. 

[962.] * Catalogue de Livres anciens et modernes, provenant 
de la Biblioth^ue de feu Marbotin, docteur en mMecine. Va- 
lenciemieB, Lemaitre. 8^. (Anct. 30. Juli) 

[963.] Katalog einer werthvoUen Sammlung von typographischen 
und xylographischen Seltenheiten, geschriebenen nnd gedruckten 
Livres d^heures auf Pergament und Papier mit Miniaturmalereien 
eta etc. etc. aus dem Nachlasse des in Mailand verstoi^benen 
Cavaliere Carlo Morbio. MUnchen, Ackermann, gr. 8^. V, 56 S. 
594 Nrr. (Anct 17. Sptbr. unter Leitung von H. Lempertz* 
Söhne aus Köln.) , 

Der 1881 verstorbene^ als Gelehrter auf historischem Gebiete 
wohl bekannte Besitzer hat in einem langen Leben das Glück u. 
zugleich die Mittel gehabt, seine nach den verschiedensten Bich- 
tungen der Kunst u. Wissenschaften hin angelegten Sammlungen 
mit einer beträchtlichen Zahl von Seltenheiten bereichem zu können. 
Unter diesen Sammlungen nimmt seine Bibliothek, von welcher hier 
ein Theil zur Versteigerung angeboten ist, nicht die letzte Stelle 
ein. Es sind zwar verhältnissmässig nicht sehr viele Nrr., aber 
darunter eine erhebliche Anzahl seltener u. werthvoller, hauptsäch- 
lich Ital. Werke aus dem XV. u. XVI. Jhrhdt. 

[964.] S. Glogau & Co. Leipzig. Catalog Nr. 10 des Anti- 
quariscHen Bücher-Lagers. Enthaltend einen Theil der Bibliothek 
dest Oberlehrers Dr. Bothe zu Thom etc. 8^ l BL 50 8. 2294 Nrr. 

Hauptsächlich neuere Deutsche schönwissenschafU. Litteratur. 

[96Q.] Catalog Nr. 50 von A. Stuber's Antiquariat (Kadisch 
& Ziegert) in Würzbnrg. Theologie (vorwiegend katholische). 
Enthält XL A« die Bibliothek des Pfarrer ^twcm aus Klost^ 



828 Litieraiar und MIscell^D. 

PriTätbIbllotlieken* 

[958.] Nr. 108. Bibliotheca monastica, Libri et codd. manu- 
scripti de ordinibus, tarn ecclesiasticis, qnam saecularibnsi qui 
generalia de clero reg:alari, de vita ac statu monachali, opera 
mouachorum cetera contineDt, nee non regnlas, missalia, breyiaria, 
directoria, calendaria, liturgias et mongraphias. Accednnt libri 
de papatu, de coelibatu, de haeresibas, libelli polemici, nee 
non opera tlieologiae m;fBticae4 Yerzeichniss des Antiquarischen 
Bflcherlagers von A. Bielefeldes Hof buchtaandlung in -Karlsrube. 
— Oeistiiches und welüicfaes Ordenswesen. Enthält die 8. Ab- 
theilung der nachgelassenen Bibliothek des Archiydirectors Dr. 
Franz Joseph Mono u. die Bibliothek des Arehivraths Dr. M. 
Gmelin. fiegularclerus im Allgemeinen. Die Klöster und die 
literarische Thätigkeit der Ordensleute. Die einzelnen geistlichen 
Orden (mit einer reichen Literatur über die Jesuiten). Welt- 
liches Ordenswesen im Allgemeinen. Die einzelnen weltlichen 
Orden (reiche Literatur über die Freimaurerei). Der Altkatholi- 
dsmus. Papstthum, Coelibat Hftresien und Ketzereien, Secten, 
religiöse Streit- und Gontroyersschriften, Wunder, Aberglauben etc. 
Hit vielen werthvoUen Handschriften. 8®. 1 Tit.- u. 66 8. mit 
1 S. InhaltB-Verzeichniss. 158S Nrr. (S. Ans. J. 1881. Nr. 819.) 
Jahrelapges und eifriges Sammeln hat dazu, gehört, um einen 
in seiner Art .so reichhaltigen u. wohl selten yorkommenden Bücher- 
Torrath zusammenzubringen, von dem ein grosser Bestandtheil zu- 
mal von vielem Werthe u. Interesse ist. 

[959.] * Les tr^ anciens Monuments du fonds Libri dans les 
collections d*Ashburnham-Palace; par Leopold Delisle. [Extrait 
des Comptes-fendus, de TAcad^mie des Inscriptions et Belles- 
Lettres, ann^e 1883, p. 47 — 75.] Paris, imp. nationale. 8^ 32 S. 
[960.] * Catalogue des Alsatica de la Bibliotheque de Oscar 
Berger-Levrault. (Publications-sorties des presses de la maison 
ou edit^es par eile, de 1676 ä 1873.) I. Partie: Dix-septidme 
& Dix-huitiöme si^cles, Consulat & Empire; ü. Partie: Dix- 
neuvi^me si^cle. Nancy, impr. Berger-Levrault & Cie, gr. 8^ 
VII, 208 & 199 S. (Nur 100 Exempl. im Handel ä 4 Mk. Ausser- 
dem 35 numer. ExempL auf Holland. Pap. ä 8 Mk.) 
Dieser umfangreiche Katalog ist eigentlich nur als ein Manu- 
scriptkatalog zu betrachten, da davon ein definitiver Neusatz u. 
Druck in Aussicht gestellt wird. Er giebt ein Terzeichniss aller 
seit Bestehen des in Strassburg 1676 gegründeten Hauses bis zu 
seiner Uebersiedelung nach Nancy im Jahre 1873 in demselben 
gedruckten, sowie auch der im Buchhandel vertriebenen Werke, aus 
allen Fftchem der Wissenschaft. Der grösste Theil dieser Werke be- 
findet sich in der Gteschäftsbibliothek; diejenigen, von denen nur 
die Titel bekannt sind, jedoch in der Bibliothek fehlen, sind be- 



Litterator und MiscelleD. 329 

« 

zeichnet, u, werden gesucht, sowie Nachricht über «Fehlendes erbeten. 
Das Hans wurde durch F. G. Schmuck im Jahre 1676 gegrfindet 
u. bis 1701 geführt, die Nachfolger, welche stets aus der Ver- 
wandtschaft hervorgehen, sind folgende: Sohn J. Schmuck 1701 
bis 1719, G. Schmuck 1719—1751, A, Catherine Schmuck, ver- 
heirathet an Bob. Christmann, 1751 — 1755, Franz Christmann 
1755—1761, Christmann & Levrault 1761—1771, Levrault 1771 
bis 1839, Wwe Berger-Levrault 1839- 1850, Wwe Berger-Levrault 
& Sohn 1850— 1871 u. Berger-LeyrauU & Cie seit 1871. (In 
Nancy seit 1872 fortgeführt.) L. Mohr. 

[961.] Alfred Lorentz Antiquariatsbuchhandlung in Leipzig. 
Antiquariats-Eatalog No. 17. — Eunsüiteratur. Pracht- und 
Kupferwerke, Musik und Tlieater. Buchhandel Buchdruckerkunst. 
Bibliographie, (Bibliothek des C. daos, weiland Inspector des 
grünen Gewölbes in Dresden.) 8^. 1 BL 47 S. (S. oben Nr. 649.) 

Enth. überwiegend: Geschichte, Theorie u. Denkmäler der 
Kunst etc. 

[962.] * Catalogue de Livres anciens et modernes, provenant 
de la Biblioth^ue de feu Marbotin, docteur en mMecine. Va- 
lenciemieB, Lemaitre. 8^. (Aact 30. JulL) 

[963.] Katalog einer werthvoUen Sammlung von typographischen 
nnd lylographischen Seltenheiten, geschriebenen und gedruckten 
Livrea d'heures auf Pergament und Papier mit Miniaturmalereien 
eta etc. etc. aus dem Nachlasse des in Mailand verstoi^benen 
Cavaliere Carlo Morbio. München, Ackermann, gr. 8^. V, 56 S. 
594 Nrr. (Anct 17. Sptbr. unter Leitung von H. Lempertz* 
Söhne aus Köln.) , 

Der 1881 yerstorbene^ als Gelehrter auf historischem Gebiete 
wohl bekannte Besitzer hat in einem langen Leben das Glück u. 
zugleich die Mittel gehabt, seine nach den yerschiedensten Rich- 
tungen der Kunst u. Wissenschaften hin angelegten Sammlungen 
mit einer beträchtlichen Zahl von Seltenheiten bereichern zu können. 
Unter diesen Sammlungen nimmt seine Bibliothek, von welcher hier 
ein Theil zur Versteigerung angeboten ist, nicht die letzte Stelle 
ein. Es sind zwar verhältnissmässig nicht sehr viele Nrr., aber 
darunter eine erhebliche Anzahl seltener u. werthvoller, hauptsäch- 
lich Ital Werke aus dem XV. u. XVI. Jhrhdt. 

[964.] S. Glogan & Co. Leipzig. Catalog Nr. 10 des Anti- 
quarischen Bücher-Lagers. Enthaltend einen Theil der Bibliothek 
des i Oberlehrers Dr. Bothe zu Thom etc. 8^ l BL 50 S. 2294 Nrr. 

Hauptsächlich neuere Deutsche schönwissenschaftl. Litteratur. 

[966.] Catalog Nr. 50 von A. Stuber's Antiquariat (Kadisch 
& Ziegert) in Würzbnrg. Theologie (vorwiegend katholische). 
Enthält n. A, die Bibliothek des Pfarrer ß^rm aus Kloster 



SE30 Litteraiar imd Viscelleii. 

Himmelspforten b«i Würäbarg. 8^. 1 Bl. 55 S: 1842 Nrr. 
(8. oben Nr. 816.) 

Eiith.: Bflcher, Directorien, Manascripte, Portraits n. Kupfer. 

[966.] * Catalogo dei libri esistenti oella Biblioteca (yendibile) 
del fti Conto GioTamii Sanvitale, compilato per cora del figlio 
Conto Giberto Sanvitale. Piacenza, tip. Marchesotti e Cie. gr. 8^. 
140 S. 

[967.] B. V. Zahn's Antiquariat (B. v. Zahn u. Emil Jaenech) 
Dresden. Catalog No. 2. — Naturwissenschaft: Physik, Astro- 
nomie, Mathematik, Mineralogie, Botanik, Zoologie, Physiologie, 
Psydiologie, Spiritismus, Philosophie hauptsächlich enthaltend: 
die Bibliothek des verstorbenen- Dr. Friedrich Zöllner Ord« Pro- 
fessor der Astrophysik in Leipzig. S^. 1 Bl. 106 S. 3250 Nrr. 
Ein namentlich im Fache der physikalischen u. astrenomischen 
Wissenschaften sehr reichhaltiger n. mit anerkennenswerthem 
Fleisse systematisch zusammengestellter Katalog, an dessen Spitze 
ein chronologisch geordnetes Verzeichniss der ZOllner'schen Schriften 
gesetzt ist^ 
. . Abdrtleke ans BlliL-VMidMlurllleiu 

[968.] * Belation du Toyage en Bussie fait en 1684 par 
Laurent Binhuber. Publik pour la pramitee bis d'aprte les 
manuscriis originanx, qoi se conservent k la Biblioth^ue Ducale 
publique de Gotha. BerUn, Cohn. gr. S^ XYI, 276 S. Pr. n. 8 Hk. 

[969.] * Thiofridi Eptemacensis Tita Willibrordi matrica. 
Ex codice Gothaoo edidit, racensuit, prolegomenis, commentario, 
indioibus instnixit Koarados Bossberg. Lipsiae, Teubner. 8^ 
XXVn, 128 S. Pf. 1,80 Mk. 



WM* 



[970.] Aus Bloomington (Ind.) ist am 12. Juli Nachts im 
neuen Flügel der Universität durch Blitzschlag ein Brand entstanden 
u. dabei, ausser anderem, die 15,000 Bde starke Bibliothek — 
darunter die Owensammlung, dei*en Verlust geradezu unersetzlich 
sein soll — zerstört worden. 

[971.] Aus Leipzig ist Ton dem „WissenschafQicben Jaihres- 
berichte über die Morgenländischen Studien im J. 1881'' ein Theil 
bereits (S. 1 — 104) als Anhang zu den ersten beiden Heften des 
XXXVH. Bdes der „Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen 
Gesellschaft'' yeröffenüicht worden: derselbe enthält 5 Einzelberichte 
mit zusammen 806 Nrr. bibliograpliischer Angaben xl a. Nach- 
weise, (Vgl oben Nr. 676.) 

[97S.] Aus K*iel wird bis längstens znr 2. Hälfte 1884 im 
Verlage Ton Karl Biernatzki ein „Lexikon der Schleswig- Holstein- 
Lanenburgisehen n. EatiaiacheB SdiriftsteBer tob 1866—1882. 
2m Anschlnss an des Vsrf.'a. Lexikon Ton 1829 — 1866 gesammelt 
B. herausgegeben Ton Dr. SSdutrd Aiberti, PriTaldoctata. Oostos der 



Litteraitür und Ifiscellen. 331 

kOnig]. Üniversitäis-Bibliotiiek in KieP in 8, höchsteDs 4 Lief, za 
je 20 Bog. in 8^ (Sab8cript.-Pr. pro Bog. 25 Pf.) erscheincii. 
Vgl. Aiiz. J. 1868. . Nr. 102. 

[973.] Ans London findet sich in „Pnblishers* Circnlar/' 
Hr. 1101. S. 647, berichtet: „We learn that J. P, Edmond, a 
leamed bookbinder, of Aberdeen, is making a bibliography of the 
works iseued in that city, which he intends Publishing in monthly 
parts, commencing with the flrst four prmters of Aberdeen — from 
the introduction of prinüng into Scotland to aboat the year 1736. 
Edward Raban, the first Scottish printer ofnote, hat set np presses 
in Edinburgh and St. Andrews before he went to Aberdeen , in 
1662; and these books will be included in Edmond's collection 
of titles." 

[974.] Ans New York findet sich in „Pnblishers* Weekly**, 
Vol. XXIV. No. 2. S. 36, berichtet: „W. Ö. B. Page, sub-libra- 
rian of the HuU Subscription Library, is preparing for the presse 
a volume on the yBooksellers' Signs of London'-, having coilected 
the names of npward of 530 different signs, dating from 1527 to 
1762 — which is the largest collection ever bronght together — 
and is tracing the succession of the booksellers who occupied the 
various shops, and intends giving Short biographical notices of them.^ 

[975.] Aus Nürnberg erscheint im Verlage von S. Soldan 
in nur 150 ExempL: fßie frühesten u. seltensten Denkmale des 
Holz- u. Metallschnittes ans dem vierzehnten u. fünfzehnten Jahr- 
hundert nach den Originalen im k. Kupferstich -Oabinet u. in der 
k. Hof- u. Staats -Bibliothek in München. Durch Lichtdruck als 
Facsimiles reprodudrt. Mit erläuterndem Text herausgegeben von 
Dr. M. Schmidt, Oonservator am k« Eupferstich-Cabinet in München. 
Lichtdruck der Kunst- Anstalt von Arnold, u. Zettler. Imp. Fol." 
Enth. in 5 Abth. über 100 noch nicht veröffentli<^hte Unica» 

*[976.] Ans Palermo hat die Biblioteca comunale von der 
Marchese Giulietta di Torrearsa, Duchessa di Serradifalco, eine 
kostbare Aldine auf Perg. „Le Cose volgari di messer Franoesoo 
Petrarcha'* (Venezia. 1501) — wovon nur 10 ExempL bekannt 
sind — zum Geschenk erhalten. (Bibliogr. ItaL Gron. Nr. 15. S. 33.) 

[977.] Aus Paris wird in nächster Zeit Henri Omont ein 
jjnventaire sommaire des mannscrits du .suppl^meBt grec de la 
Biblioth^ue nationale*/ veröflTentliche^. Dieses In ventaciom wird 
c. 920 Msfii enthalten. 

[978.] Aus Stuttgart ist J. ScheiUe's Antiquariat etc. mit 
^ Herausgabe eines „Adressbuches der Bibliophilett^' Deutschland« 
sowie, deß Auslandes beschäftigt» b. bittet im Interesse mi^glichster 
Vollständigkeit' desselben die BücherliebhabeiP um Angabe ihrer 
Adressen u. der Specialit^t ihrer BQch^rÜQbe« 



332 Litterator und Miflcellen. 

[979.] Aue Ti^rio erscheint seit Anfangr dieses Jahres im 
Verlage von Hermann Löscher ein „Giomale storico della Lettera- 
tura Italiana diretto da A. Graf, E. Novati, B. Senler'^ in zwei- 
monatlichen Heften k 10 Bog. zum Jahrespr. von 28 L. f. 'd. Aasland. 
Im Prospekte schreibt der Verleger: „Jl Giornale storico della Lett^ra^ 
tura Italiana cura in modo particolaxe la bibliografia e da conto 
sollecitamente di qaanto ai viene pnbblicando in Italia nel campo 
della Storia letteraria e delle discipline ad essa attinentL'' 

[980.J Bassische Bevae Monatsschrift für die Kunde Busslands 
Herausgegeben Ton Carl Böttger. XXH. Band. (1 — 6. Heft) 
St. Petersburg, Schmitzdorfif. 1883. gr. B^. 2 BU. 572 8. Fr. 
d. Jahrg. in. 2 Bden f. d. Ausland n. 20 Mk. (S. oben Nr. 364.) 
Enthält : Aktenstücke zur Geschichte der Beziehungen zwischen 
Bussland - u. Frankreich 1681 — 1718. (Magazin der Kaiserl. 
Buss. Historischen Gesellschaft. Bd. XXXIV.) Von Prof. A. Brückner. 
S. 1 — 31 u. 125 — 84 — Allgemeines Beichs-Bndget der Einnahmen 
u. Ausgaben f. d. J. 1883. S. 32—58 — Ueber die Ausf&hrung 
des Beichs- Budgets y. J. 1881. Nach dem Bericht des Beichs- 
kontroleurs. S. 59 — 91 — Der vorgeschichtliche Mensch der Stein- 
zeit am Ladoga-Üfer. Von Prof. Ludwig Stieda. S. 97—124 — 
Der Kaiserliche botanische Garten zu St. Petersburg während des 
Decenniums 1872—82. S. 134—39 — Die Jahreszeiten in der 
Krim. Von N. u. W. Koppen. L Theil. S. 140—75 u. 231—47 

— Spuren primitiver Familienordnungen bei den kaukasischen 
Bergvölkern. Von Prof. Dr. W. Sokolsky in Jarosslaw. S. 176—86 

— Die neuesten Forschungen über den Stand der Hausindustrie 
in Bussland. Von Dr. Wilhelm Stieda. S. 193—230 — Die Lage 
der russischen Landwirthschaft während d. J. 1882. Von Andr. 
Blau. S. 247—75 u. 857—72 — Zur Kunstliteratur. Von Dr. 
E. Schulze. S. 275 — 81 — Der auswärtige Handel Busslands im 
J. 1881. Von Friedrich Matthaei. S. 289-325, 433—61 u. 
555 — 70 — Die Verhandlungen der „grossen Kommission" in 
Moskau u. St. Petersburg 1767—68. Von Prof. A. Brückner. 
S. 325—56, 411—32 u. 500—41 — Auf- u. Zugang der Ge- 
wässer im europäischen Bussland. Von Ernst Leysi S. 385---410 

— Die Operationen der Beichskreditansialten im J. 1880. S. 462^75 

— Der Maler W. Wereschtschagin. Eine biographische Skizze. 
Von Dr. E. Schulze. S. 481 — 500 — Zur Geschichte der Juden 
in Lithauen im XIV. bis XVI. Jhrhdt. Von **. S. 542 — 54 
(Schluss folgt) — Literaturbericht S. 91—98 — Kleine Mitthei- 
lungen. S. 93—95, 186—90, 281—87, 373—82, 475—79 u. 
570—71 — Bevue Bussischer Zeitschriften. S. 95. 190—92. 287. 
383. 479—80 u. 571—72 — Bussische Bibliographie. S. 96. 



192. 288. 884. 480. 572. 

I . 

DÜiek iron i'öiü fÜMlw l&''DinMNi«ii7 



NEUER ANZEIGER 

für 

Bibliographie und Bibliothekwissenschaft. 

Herausgegeben von Dr. J. Petzholdt. 



NoTember. 



1883. 



Inhalt: 

Ein neuer Drack Gatenberg*s in Deutscher Sprache. (Schlass.) Yen Max 
II gen st ein. — Die Schlossbibliothek von Finspong. — Das Cassianenm 
za Donauwörth. — Das Steiermärkische Landschaftliche Joaaneum in 
Graz. — Verzeichniss der in den Dresdner Gymnasien als erforderlich 
vorgeschriebenen Schalb&cher und Aasgaben. (Schlass fol^t.) — Litteratur 

und Miscellen. — Allgemeine Bibliographie. 



[981.] Ein neuer Dmck Gntenberg's in Deutscher Sprache. 

(Schluss.) 

In Panzer^s Annalen ist auf Seite 83 eine spätere Ausgabe 
desselben Werkes beschrieben, die aber ebensowenig wie die vor- 
liegende die Erwähnung eines Verfassers, des Druckortes, des 
Druckers und der Jahreszahl enthält. Panzer knüpfte an diese 
Ausgabe verschiedene Combinationen : Bezüglich des unbekannten 
Verfassers wäre er so glücklich gewesen, denselben %u entdecken. 
Es wäre nämlich dieses Werk (das er selbst besass u. daher 
ausführlich beschreiben konnte) nichts anderes „als die vermuthlich 
erste Ausgabe von des zu seiner Zeit so berühmten Bechtslehrers 
u. Dichters Sebastian Brands Richterlichen Olagspiegel. 
Erst im Jahre 1516, da Brand von diesem seinem Werke eine 
revidirte Ausgabe besorgte, nannte er solches den Olagspiegel, 
unter welchem Namen das Buch öfters gedruckt n. allgemein be- 
kannt wurde." 

Die von Panzer beschriebene Ausgabe liegt uns ebenfalls vor*) 
n. wir waren sogar so glücklich, den Drucker derselben, welchen 
Panzer dem Dichter Brand zu Liebe nach Strassburg versetzen 
will, auf das bestimmteste auszumitteln; es ist Peter Berger 
in Augsburg, der daselbst um 1488 u. 1489 nur wenige Werke 
druckte, dessen Typen im „Spiegel der menschlichen Behultnuss" 
von 1489 jedoch haargenau mit den Typen des Panzer'schen „Clag- 
spiegels** übereinstimmen. Diese Ausgabe hat Signaturen u. Blatt- 
zahlen u. ist nach dem, was wir ermittelten, circa 1489 gedruckt. 
Sie könnte mithin der Zeit nach recht wohl eine Arbeit Brand's 
sein, der, 1458 geboren, damals also 80 Jahre zählen mochte; 
allein sie ist nur ein Nachdruck der oben beschriebenen Editio 
princeps von Mainz, die sicher in den sechzig^er Jahren bereits 

*) Auch diese äusserst seltene Ausgabe 80¥ne der nachfolgend genannte 
»Spiegel der menschlichen Behaltnuss'* Augsburg. Peter Berger 1489 befinden 
sicn in dem „Bibliographischen Mubcum** von Heinrich Ellemm in Dresden. 

24 



334 Ein neuer Druck Gatenberg'e in Dentecher Sprache. 

gedruckt wurde u. daher unmöglich den Dichter Brand sum Autor 
haben kann. Hätte Panzer die hier in Betracht kommende, achon 
durc|i den unregelmäs^igen Druok u. das acUeeht gehaltene Begistex* 
ala frühes typo^aphischea Denkmal anflUlenda liainser Ausgabe 
gekannt, so wflrde er seine Schlüsse, die ihm auch nur in dem 
Olanben^ die erste Ausgabe des Werkes vor sich zu haben, ein- 
leuchten konnten, nicht gemacht haben, sondern h&tie die Sache so 
betrachtet, wie sie sich in der That nur yerhalten kann: Dass 
nämlich Brand ini Jahre 1516 wahrscheinlich von dem Strassburgerl 
Drucker Mathias Hupfoff die Aufforderung erhielt, das. aebon l&ogal 
Torhandene populäre Bephtshandbuch raier den neuen Keitverhält- 
nissen gemässen Umarbeitung und Verbesserung zu unterziehen 
und ihm seinen berühmten Namen zu leihen, um durch die. neue 
Auflage einen für beide Theile erspriessenden Gewinn zu erzielen« 
Liest man unbefangen die betreffiBudo Stelle des Titels der Ausgabe 
von 1516, welche zuerst Brand*s Namen nennt, so kann man daraus 
auch gar nicht anders schliessen; es heisst dort: „durch Doctorem 
Sebastianum Brand wider durch sichtiget, vnnd zum tejrl 
gebessert.'' Da steht nichts davon, dass Brand der Yerfasser 
des Buches wäre. Dass der geistvoUe Gelehrte u. Dichter übrigens 
mit der Arbeit des „Sichtens und Bessems'* seinen Geist nicht 
überangestrengt haben mag^ sondern dass das lohnende Geschäft 
dabei Hauptsache gewesen, kann man leicht aus dem unbefangenen 
Urtheile eines Gelehrten entnehmen, der zu den berufensten Kennern 
dieses Littoraturzweiges gehörte« Der Professor Halblanc sagt 
nämlich in seiner „Geschichte der peinlichen Halsgerichtsordnung 
Carrs Y.'\ Nürnberg 1783 auf Seite 110 in seinem Drtbeile über 
Brand's Arbeit das Folgende: „Da dieser Hann'^ (Brand nämlich) 
„unter die witzigsten Köpfe seiner Zeit gehörte, so ist es desto 
mehr zu bewundem, dass er sich gerad in dem Fach der Bechts- 
gelehrsamkeit in die trüben Pfützen des Glossatorischen Wustea. so 
sehr versenken konnte, dass er fast lauter ünainn d^kt und sagt • '• 
In seinem ganzen peinlichen Prozess hat er fast nichts gethan, als 
dass er das schon im Original unerträgliche „Speculum juris'' des 
Duranti beynahe wörtlich übersetzt hat» u. diess auf eine so abge- 
schmackte tt. lächerliche Art, dass es unbegreiflich ist, wie. dieser 
Klagspiegel Irgend einem Bichter zum Leitfaden dienen konnte,'^ 
Was könnte zu dieser Kritik besser stimmen, als unser Beweis, 
dass man in diesem Buche keineswegs Brand's ureigenste Geistesarbeit 
sondern eine von ihm oberflächlich redigirte neue Ausgabe eines 
lange cxistirenden Werkes vor sich hat, der sein Name lediglich 
zur Folie dienen sollte? Wir werden demnach zu entscheiden 
haben, dass alle bekannten fünf Ausgaben des 16. Jahrhundert*s 
(Hain Nr. 8726 bis 8780) mit Sebastian Brand Nichts tu thun 
haben, sondern erst denjonigen vom Jahre 1516 ab sein Name als 
Herausgeber beizusetzen ist 



I 



Ein neuer Dräek Ontenberg's in Dentsclier Sprache. 885 

Kehren wir nnn zn nnserer Mainzer Ausgabe zurflck. Dasg 
Panzer sie nicht kannte, haben wir schon erwähnt. Es scheint 
jedoch, dass die Königliche Bibliothek zu Mfinchen davon 
ein Exemplar besitzt, wenn nicht etwa die von Hain unter Kr. 3727 
beschriebene Ausgabe inzwischen wje so vieles andere dort abhanden 
gekommen, u. wenn, wie es scheinbar der Fall ist, das von Hain 
beschriebene Buch in der That mit unserer Ausgabe Hberein- 
stimmt; wovon man sich nach der vorstehenden Beschreibung u. 
durch Vergleich mit dem Fischer'schen Facsimile wird leicht fiber- 
zeugen können. Hain's Angaben betreffen nur die typographische 
Einrichtung des Werkes, dagegen fehlt jeglicher Au^chluss Hber 
den Drucker; ein genauerer Vergleich mUsste daher erst ergeben, 
ob es wirldich ein zweites Exemplar eines typographischen 
Denkmals vom Erfinder Gutenberg isty des solange unerkannt bei 
den Sch&tzen der Mllnchener Bibliothek geweilt hat 

Da wir nun neben dieser ersten Mainzer Ausgabe auch die 
muthmaasslich zweite, welche Panzer besass und beschrieb, vor uns 
h^ben, so liegt es nahe, beide Ausgaben mit einander zu vergleichen; 
und wir finden, dass die letztere (von Peter Berger in Augsburg 
um 1489 gedruckte) ein wörtlicher Nachdruck der Mainzer Ausgabe 
ist. Hinzugekommen ist nur der auf Blatt 1 recto stehende Titel 
in drei Zeilen, n. auf Blatt 1 verso noch drei Zeilen, die als 
üeberschrift der Vorrede dienen, mit dem* Anfange: „Klag anlwurt 
vnd aussgesprochen VrteyP etc.; alles übrige ist der Mainzer Aus- 
gabe wörtlich nachgedruckt Wir sagen nicht buchstftblich; denn 
hier bildet der verschiedene Dialekt einen findbaren Unterschied. 
Man bemerkt, wie der Dialekt des Ortes, an dem der Nachdruck 
stattfand, gleichsam unabsichtlich und doch mit unwillkürlicher 
Consequens bei leicbtflflssigen Wörtern die ümgestalttiDg veranlasste. 
Hier einige Beispiele. Man liest in der 



Mainzer Ausgabe: 

yglich 
gnidain . 
wurt • • 
gttburt 
geftirt- 
Frucht • 
gemgUieh. 
flirst • 
ftwwen . • 
notdorfltig 
bestender 
solich . . 
fensteruss 



Augsburger Ausgabe: 

y^iich 

guldin 

Wirt 

gebflrt 

geftrt 

Frflcht 

g«ragklicli 

fOrst 

Arauwen 



beatander 

sölich 
vinstemnss. 



W&ren weitere Beweise erforderlich, so wftrden die ans der 

24* 



336 Ein neuer Druck Gutenberg's in Deutscher Sprache. 

Verschiedenheit des Dialektes henrorgehenden Grflnde onsem Beweis 
der Lokalität beider Druckwerke noch erhärten. 

Nicht zum geringsten wirkt der Umstand, dass wir in diesem 
neuen Qutenberg-Drucke ein Deutsches Werk erblicken , das 
Interesse des Gegenstandes wenn möglich noch erhöhend. Wir 
erwähnten bereits, dass Van Praet ebenfalls ein Deutsches Werk, 
das mit den nämlichen Typen gedruckt ist, 24 Blätter zählte u. 
folgenden Anfang hatte: „(£) s ist noit das dicke und ?il cendlia 
werden" in seinem Catalogue in — Folio S. 34 beschrieben hat 
Nach Bemard I, S. 209, Anmerkung 2 soll dieser letztere Druck 
in der Nationalbibliothek zu Paris nicht mehr zu finden sein; wir 
lesen aber noch in dem 1878 herausgegebenen Verzeichnisse der 
ältesten Druckdenkmäler in den Schaukästen der Nationalbibliothek 
unter Nr. 47 ,yTrait^ sur les Conciles, en allemand. In — 4.** 
und unter Nr. 48 „Saldis (Hermann de). Speculum Sacerdotnm. 
In — 4.'^ Es sind also beide von Van Praet beschriebene Drucke 
noch vorhanden. 

Hier nun erblicken wir ein zweites Deutsches populäres Werk» 
das einen neuen Beweis liefert, wie es das Bestreben des Erfinders 
war, der Menschheit vor allem nützliche Bücher zu schenken. 
Wenn wir in der Vorrede des Werkes die Stelle lesen : „so ist 
•auch ein yglicher schuldig die gesetz zu wissen vnd besunder die 
die gemeinlich zu fallen'*, so vernehmen wir darin deutlich die 
Tendenz unsere allbekannten Wortes f^ünkenntniss des Gesetzes 
schützt nicht l** Dem Bürger, der die Handhabung des Gesetzes 
bis dahin nur aus einzelnen praktischen Fällen, wie sie das Leben 
gab, kennen lernen konnte (denn schwerlich dürfte sich ein solcher 
je einen theuem geschriebenen Codex angeschafft haben), dem 
ein allgemeiner Begriff von den Bechten und Pflichten, wie sie das 
juridische Gewissen der Zeit ausdrückte, seither mangelte, ihm sollte 
durch das nun gedruckte, allgemein verbreitete Wort eine i^cht- 
schnur für sein bürgerliches Handeln, Schutz und Eath in seinen 
auf gemeinsames Recht gestützten Ansprüchen verliehen werden. 
So reiht sich denn würdig an die erste Bibel Gutenberg's u. an 
sein Gatholicon, als erstes Wörterbuch menschlichen 
Wissens, dieses erste praktische Bechtshandbuch als drittes, 
echt populäres Werk, in welchem wiederum der Erfinder Guten- 
berg den Segen seiner neuen Kunst in echt humanem Sinne aus- 
zubreiten trachtete. 

Zum Schlüsse jedoch wollen wir nicht unterlassen, auch der 
Zweifel Erwähnung zu thun, welche ob der Echtheit jener von 
Gotthelf Fischer entdeckten handschriftlichen Notiz erhoben worden 
sind. Das Buch selbst ist verschwunden u. kann leider nicht 
mehr als redender Zeuge in die Schranken treten; wir haben auf 
der einen Seite die wiederholte Versicherung eines um die biblio- 



Ein neuer Druck Gutenberg's in Deutscher Sprache, 387 

graphische Wissenschaft hochverdienten Mannes: dass er die fragliche 
Unterschrift nach eigenem Augenscheine wiedergegeben; auf 
der andern Seite wiederum (jedoch auch nur vereinzelte) Stimmen, 
die nicht daran glauben wollen, obwohl sie nichts Stichhaltiges 
dagegen aufbringen können. Sei nun aber die Sache, wie sie 
will — es genügt schon das thatsächliche Vorhandensein des 
„Speculum sacerdotum" mit der gedruckten Schlussschrift „Magun- 
tie impressum", wovon man sich in den Schaukästen der National- 
bibliothek zu Paris fiberzeugen kann, sowie der zur Bibliothek des 
Herzogs von Dannstadt gehörige Kalender mit der gedruckten 
Jahrzahl 1460, den Fischer beschrieb, zum unumstösslichen Beweise 
daffir, dass alle Drucke mit dieser Tjpengattung in die Zeit der 
sechziger Jahre der Mainzer Druckereien fallen. Da sie nun aber 
von Fust & Schöffer nicht sind, so sind sie von Gutenberg, oder, 
wenn man will, von einem dritten ganz unbekannten, von dem dann 
flreilich vorauszusetzen wäre, dass er, der doch noth wendig ein 
früherer Gehilfe Gutenberg's & Fust's gewesen sein müsste, die 
Unverfrorenheit so weit getrieben hätte, nachdem er seinen Meistern 
aus dem Contrakte gelaufen, unmittelbar darauf unter ihren Augen 
sein Werk selbständig zu treiben. Es ist das letztere so unwahr- 
scheinlich, wie das erstere ganz natürlich n. dem Laufe der Dinge 
entsprechend. Es werden daher auch die Wenigen, welche an der 
Echtheit jener handschriftlichen Notiz zweifeln, dennoch zugeben 
müssen, dass auch ohne die letztere unanfechtbare Gründe 
vorhanden sind, welche jene frühen Druckdenkmäler als echte 
Erzeugnisse Johann Gutenberg's gelten lassen müssen. 

Max Ilgenstein. 

[982.] Die Schlossbibliothek von Finspong*). 

Im südlichen Schweden liegt, zum Kirchspiele Bisinge des Län 
Östergötland gehörig, auf einer Insel des Flusses Finspong das 
gleichnamige Schloss mit Bibliothek, Gemäldegallerie u. Park, Eigen- 
thum des Domänen- u. Eisen- u, Kanonengiesserei- Besitzers Carl 
Edvard Ekman. Das Schloss verdankt seine Gründung 1668 dem 
Oberintendanten der damals noch Königlichen Eisenwerke Louis de 
Geers (f 1695), dessen gleichnamiger Enkel (1706 — 58) als der 
eigentliche Stifter der Schlossbibliothek anzusehen ist. Dieser selbst 
hat von der Bibliothek einen systematischen Katalog angefertigt u. 
in einem dazugefügten Vorworte vom 20. Sptbr. 1747 über die 
Sammlung, deren damaliger Bestand sich auf 6567 Werke in nahe- 
zu 8000 Bden angegeben findet, folgendes mitgetheilt; 

„Lorsque mon bisaleul, Louis de Geer, apr^s avoir quittä sa 
patrie, le Brabant, vint s'etablir en ces lieux, il apporta avec lui, 



*) S. unten Nr. 1058. 



338 Die Schlossbibliothek von FinspoDg. 

parmi sea autres lichesses considirables, pour ne pas dite presqae 
immenseSy une Bibliotb^ae, qui, dans ces temps, n*ä;ait pas mi- 
prisable. Mais lorsqu^apr^s sa mort, ses h^ritiers partagörent ses 
bienSy eile eat le m^me sort, et fat tellement dispers^e, qu*elle ne 
merita plus le titre de Bibliotb^que. Mle demeara dans oet ^tat 
pendant ];da8ieurs ano^es, et jasqu'4 ce qi:e mon onde, Louis de Qe&r^ 
jeune homme savaot et grand amatear des belles-lettres, lui rendit 
cn quelque fa9on son nom et son lustre en y ajoutant ane pai*tie 
assez copsid^rable de livres qu*il ayait rassembl^B avec beanconp 
de sein et de d^penscs pendant les voyages qu'il fit dans la plnpart 
des pBjs de TEurope. J*j ai enfin moi-mdme fourni beanconp h 
mes d^pens, la gön^rosit^ et la bont4 de mes amis y ont ausei 
contribn^ quelques volumes; mais la plas grande aagmentation s'y 
est falte malgrä moi par la mort inopinte d*nn d^ mes amis*), 
qni me laissa, en monrant, panni le grand nombre de ses crfuiciers 
pour une somme trds considdrable, que je lui ayais fonmie dans 
un besoin pressant. Je crois lui devoir rendre la justice qu^il s'en 
serait acquitti infailliblement, si le destin Veüt voulu laisser jonir 
encore de la vie pendant quelques annäes. Quolqn'il en seit, ü est 
certain qu*on ne trouva presqu' aucune ressource pour contenter ses 
cr^anciers lorsqu*il fut expir^. Le plus consid^rable du peu de 
bien qu*il laissa, consistait dans un assemblage de ÜTres avec 
quelques -uns des Instruments de matb^matique que yous voyez. 
Quoique le prix h'en röpondlt en aucuna mani^re k la somme qni 
m'^tait due, j'ai pouitant pref$r^ de les joindre k mon cabtnet avec 
une perte, qu*ä exposer la r^putation d^nn ami d^font Iklacensure 
du public, qui pour la plupart est un juge tr^s sdv^re. Yous voyez 
donc) mon eher lecteur, que ma Biblioth^ue s'est formte, ou, pour 
parier plus juste, s'est augment^e avec plus de d^pens pour moi 
qu'elle ne vaut en elle-mdme, Elle n*est rien moins qu* accomplie. 
Elle ne contient point de maniiscrits curieux, ni des livres rares 
ou cboisis. Elle ne brille pas par des reliures uniformes et magni- 
fiques, que le temps ne m'a pas permis, ou, pour dire la y^ritä, 
que je n*ai pas youIu faire, aimant mieux employer les frais des 
reliures k Tacquisition de nouyeaux livres. La Biblioth^ue est 
teile, en un mot, qu'on en peut dire avec raison: Qu'elle contient 
un mdlange do töutes sortes, sans former un tout accompli, ou 
qu'elle paralt 6tre ce qu'elle n'est pas au fond." — Auch hat der 
Stifter der Bibliothek in Bezug auf die Benutzung derselben Be- 
stimmungen entworfen, u. dieselben dem Kataloge beigegeben. Die* 
selben lauten : ,,Leges Bibliotbecao Finspongensis. I. Emolumentum 
Bibliotbecae suprema lex esto; EL Librum, codicem, vel aliud quid- 
quam, ne quis auferto; in. Nihil mutuo sibi, minus dono darl, quis 

*) Präsident Anders von Drake (f 1744)? 



Dio Schlossbibliothek vun FmspoBg. 33^ 

petito; lY. Si tarnen special! pennissa possessoris libram mutao 
obtineat, cam chirographo pretinm aliamue hjpöthecam dato; T. 
Quaevis^ plura gratis addere oiiisaeo, licitum.esto; YI. Libram quem- 
cunqae . videndi et in musaeo |>erlegendi potestas esto; YII. Quod- 
libet excerpere et annotare jus esto; Vin. Finita, lectione librum 
sno loQO reponito; IX. Si volumen macaläverit, laceräirerit» uUove 
modo damnum intalerit, aliud praestato; X. Kameros et ordines co- 
dicüm, ne tnrbato; XI. Catalogum inconsiderate tractando, ne con- 
spurcato; XII. Qui legem contra iverit, codicem Bibliothecae dono 
dato. DataeFinspongae XII anteKaländas Octobre8AnniM.DCC.XLYII.'' 

Im 3, 1856 war die gesammte Domäne Finspong in den Pri- 
TaU)esitz von Carl Edvard Ekman übergegangen; Dank seiner be- 
sonderen FQrsorge u. Intelligenz hat sich seitdem das gesammte 
Besitzthum nach allen Seitön hin beträchtlich vervollkommnet u. 
vergrösseri Auch die Blbliothok ist erheblich vermehrt worden, 
n. zwar nicht bloss dadurch, dass sie der Besitzer durch zahl- 
reiche Ankäofe aus Stockholmer Aüctionen bereichert, sondern u. 
namentlich ihr auch einen Theil der Bibliothek seines 1847 ver- 
storbenen Vaters, des Oommerzienrathes Gustaf Henrik Ekman, sowie 
die c. 900 Werke in 1500 Bden starke Büchersammlung aus dem 
Nachlasse seines Schwiegervaters, des Oberintendanten Franz Adolf 
V. Scheele (f 1863J zugewiesen hat. In Folge dessen ist, gegen- 
wärtig die Bibliothek bis auf mehr als 12,600 Werke in c. 20,200 
Bden u. Heften angewachsen. Natürlich hat sich bei einem solch 
umfänglichen Bücherbestande an Stelle des alten Kataloges ein neuer 
nöthig gemacht, mit dessen den Bedürfiiissen der Neuzeit ent- 
sprecheiider Bearbeitung vom Besitzer der ITnterbibliothekar der 
Königl. Bibliothek in Stockholm Dr. Bernhard Lundstedt betraut 
gewesen ist Darin finden sich die Bücher unter wissenschaftlichen 
Rubriken in folgender Ordnung verzeichnet: 

Bibliografi och Blblioteksvetenskap ; Litteraturhisioria ; Ency- 
klopedi; Poljgrafer; Lärda samfunds skrifter;' Akademiska Dispu- 
tationor; Tldskrifler; Paleotyper. S, 1 — 80. 

Beligionsvetenskap med Mytologi; Teologi; Kyrkohistona; 
Kyrkoväsende. S. 30—123. 

Jllosofi ochEstetik; Uppfostrings- och ündervisnings-väsende; 
Eetorik med Poetik, Prosodik och Metrik. S. 123 — 49. 

Spräkvetenskap; Litteratur; Ordspräk. S. 149 — 301. 

Skön konsti Spei, och Nöjen; Sport med Gymnastik, Fakt-, 
Bid- och Sim-konst ; Fester och Ceremonier ; Kulturhistoria. S. 302 — 36. 

Historia; Biografi; Porträtter; Genealog! och Adelshistoria; 
Heraldik; Ordensväsende med Frimureri o. d.; Numismatik och 
Mjptvüsende; Arkeologi; Etnografi med Judarnes och Zigenarnes 
hifllioria; Geografi; Topografi; Kartor; Stadsplaner och UtSigter. 
S, 887—510. 



340 Die Schlossbibliothek von Finspong. 

Statistik och Statskunskap; Politik; Lagstiftande församliogars 
Protokoll, m. m., Juridik med Statsrätt, Folkrätt och Förvaltnings- 
rätt; Politisk Ekonomi. S. 510—81. 

Ekonomi och Näringsväsende ; Teknologi; Kommunikations- 
väsende; Sjöväsende med Navigation och Sjökrigsvetenskap; Krigs- 
väsende. S. 581—657. 

Matematik; Geodesi med Landtmäteri och Kartritning ; Astro- 
nomi med Astrologij Almanackor och Kronologi. S. 657 — 75. 

Naturvetenskap; Medicin; Mag!, S. 676 — 781. j 

Handskrifter. S. 731—38. 



[988.] Das Cassianenm zu Donauwörth. 

Das Cassianeum ist eine unter den besonderen Schutz des heil. 
Bischofs u. Lehrers Cassian gestellte u. nach ihm benannte Anstalt, 
welche in sich alles vereinigt, was zu einem einheitlichen, plan- 
massigen n. erfolgreichen Vorgehen fOr die Hebung u. Verbesserung 
des katholischen Erziehungs- u. IJnterrichtswesens gehört. Dieselbe 
zerfallt gegenwärtig in zwei Abtheilungen, u. zwar in I. eine wissen- 
schafüiche-litter arische u. II. eine technisch-litterarische. Eine III. 
theoretisch -praktische litterarische Abtheilung ist noch in Vorbe- 
reitung. Zur I. Abtheilung gehören die inneren und äusseren Mit- 
glieder des Pädagogiums sowohl als eine pädagogische Bibliothek, 
u. eine Lehrmittel-Sammlung*); zur II. Abtheilung eine Buchdruckerei 
eine Buchbinderei, eine Antiquariats-, Sortiments-, Devotionalen- u. 
Verlags-Buchhandlung. Die III. Abtheilung ist zu einem Institute 
bestimmt, welches in den unteren Kursen allgemeine gründliche 
Vorbildung fQr gewerblichen u. landwirthschaftHchen Beruf, in den 
höheren Kursen eigene (theoretische wie praktische) Fachbildung 
für Schriftsetzer, Buchdrucker, Buchbinder u. Buchhändler ver- 
mitteln soll. 

Der Gründer u. zugleich Direktor des Cassianeums ist der 
Lehrer Ludwig Auer, welcher die Anstalt 1875 zu Neuburg a. d. 
D. ins Leben rief, aber schon im nächstfolgenden Jahre nach Donau- 
wörth in die Bäume des reizend gelegenen, ehemaligen Benedictiner 
Klosters Heilig Kreuz, welches vom Fürsten v. Oettingen- Wallerstein 
durch Kauf in seinen Besitz übergegangen war, verlegte. In äem 
vormaligen schönen Bibliotheksale des Klosters erhielt die mit der 
Anstalt selbst gleichzeitig ins Leben gerufene pädagogische Biblio- 
thek ihre Aufstellung. 

Die Bibliothek soll, soweit irgend thunlich, nach u. nach alle 
älteren u. neueren Werke über Erziehung u. Unterricht in sich 



*) »niustrirter Katalog der permanenten Lehrmittel-Ausstellung des 
Cassianeums in Donauwörth. Von J. M. Herberich, Lehrer, PädagoRiums- 
Mitglied des GasBianeoms. Donauwörth, BachhandL des kathol. Erzienongs* 
Vereins. 1877. gr. 8^ 36 S." 



Das Cassianeam zn Donauwörth. 341 

vereinigen. Grösstentheils verdankt sie ihre Entstehung n« ihr 
Wachsthum Geschenken. Auch erhält sie fortdauernd bedeutende 
Vermehrung dadurch, dass die an die Bedaction des „Literatur- 
blattes für katholische Erzieher"*) einlaufenden Secensionsexemplare 
an sie abgeliefert werden. Die Zahl der gegenwärtig vorhandenen 
Bücher beläuft sich auf c. 27,000 Bde u. Broschüren, die in vier 
Abtheilungen: I. Encyclopädie der Erziehungswissenschaften, IL Schule 
u. Schulunterrichtsmittel, IIL Jugend- u. Yolksschriften, IV. Varia, 
aufgestellt sind. Zur Benutzung der Bibliothek, die zu diesem 
Zwecke täglich zugänglich gehalten wird, sind die Mitglieder des 
Pädagogiums, sowie die Mitarbeiter der vom Gassianeum heraus- 
gegebenen Zeitschriften berechtigt; Andere bedürfen dazu der be- 
sonderen Genehmigung dos Direktors. Die Zahl der im Jahre ver- 
liehenen Bücher beträgt durchschnittlich c. 700 Bde. Mit der Auf- 
sicht u. Verwaltung der Bibliothek ist ein Bibliothekar, d. Z. Job. 
Traber, betraut. 

In Verbindung mit der Bibliothek steht die Lehrmittel-Samm- 
lung, welche eine Beihe von Lehrmitteln enthält, aus denen sich 
Geistliche, Lehrer u. Schulvorstände entweder selbst auswählen oder 
durch' die Mitglieder des Pädagogiums auswählen lassen können. J. T. 

[984.] Das Steiermärklsche Landschaftliche Joanneam 

zu Graz**). 

Nachdem bereits 1808 der treffliche Erzherzog Johann, der 
besondere Freund Steiermarks, die Absicht kundgegeben, seine reich- 
haltigen Sammlungen von Natur- u. Eunstprodukten, sowie wissen- 
schaftlichen Schätzen in einem eigenen Gebäude zu Graz zu ver- 
einigen u. der allgemeinen Benützung zugänglich zu machen, u. die 
Landschaft zur Herstellung eines passenden Gebäudes behufs Unter- 
bringung der Sammlungen sich bereit gezeigt hatte, war 1811 die 
Urkunde über die Schenkung der Sammlungen zu einem Steier- 
märkischen Museum von Seiten des Erzherzogs im November dem 
damals gerade versammelten Steiermärkischen Landtage übergeben 
worden. Als Zweck des Museums war in der Stiftungsarkunde 
„die Förderung der Geistesbildung der Steiermärkischen Jugend, 
sowie die Erweiterung der Kenntnisse, Belebung des Fleisses u. der 
Industrie der Bewohner Steiermarks'^ bezeichnet, „unzerstörbar wie 
unseres Vaterlandes Alpengebirge," hatten d^ Stände bei Deber- 



*) „Literaturblatt für katholische Erzieher. Herausgegeben vom ka- 
tholischen Pädagogium. [Gegenwärtig XV. Jahrgang.] Donauwörth. 4^ 
Monatlich 2 Bog.'' 

**) S. «Emundsiebzigster Jahresbericht des Steieimfirklsch-Landschaft- 
liehen Joanneum zu Graz über das Jahr 1882. Herausgegeben vom Steier- 
märkischen Landes -Ausschüsse. Graz, im Verlage des Joanneums. 1883. 
4^ 58 ».", wovon 81—53 das Bibliotheks-Zuwacmsverzeichoiss vom J. 1882 
enthalten. 



942 Das Steierm^isclie LandschiäfUiche Joänueam in Graz. 

gäbe der Sohenkungdurkcmde geantwortet, ,,soll da^ Maseum bö- 
Btehen, dieses hebre Monument, geschniückt mit dem Kamen seines 
erhabenen Gründers. Möge stets ^in scbfltzender Engel über Steier- 
marks Joannenm schweben ! Möge nie eine yerwegene Bäuberhand 
es entweihen 1 Möge noch der Sohn fbmcr Generationen nach einem 
hdben Jahrtausend seine friedlichen Hallen besuchen, bei den 
Sch&tzen, die sie enthalten, Geistesbildung finden' n. segnen den 
grossmfläiigen Stifter, der in diesem wohlth&tigen. Institute seinen 
Namen u. das Gedächtniss seiner Terdienste unr die Menschheit 
verewigte! treu wollen wir Stände dieses uns anyertrauto Heilig- 
ifaum der Wissenschaft bewahren, es, insoweit die Kräfte reichen, 
stets^ zu bereichern u. zu verschönem streben u. es so in einem 
Znstande blühender Erhaltung unseren Nachkommen zurücklassen, 
-die nicht minder der innigen üeberzeugnng folgen werden, dass der 
•Beweil» wahrer Dankbarkeit gegen den grossmüthigen Geber nur in 
der zarten Sorgfalt für die heilige Aufbewahrung' der erhaltenen 
<}abe beruht/' Und dass die Stände dieses ihres Versprechens stets 
eingedenk geblieben sind, daton giebt das Joanneum ih seiner gegen- 
wärtigen Gestaltung das beste Zeugniss. Das Joanneum — welches 
sich in A. das Naturhistorische Museum, B. Land- u. forstwirth- 
schaftliche Sammlungen, C. das Archi? mit Sigel-, Wappen-, Stempel*, 
Bilder-, Karten- xl Pläne-Sammlungen» sowie einer Hilfsbibliöthek; 
D. das Münz- u. Antikenkabinet u. S. die LandesbiUiothek (zugleich 
Institutsbibliothek) — gliedert, zeigt in allen diesen seinen Theilen 
reges Gedeihen u. von vielen Gönnern gefördertes Wachsthum. 

Insbesondere zeigt sich Gedeihen u. Wachsthum bei der Biblio- 
thek, die theils durch Ankäufe, theils auch durch zahlreiche Ge- 
schenke reich vermehrt worden u., von einem Bücherbestande von 
104,a69 Bden u. Heften am Schlüsse des J. 1881, im Laufe des 
J. 1882 auf die Höhe von 107,675 Bden u. fiefben gestiegen ist 
Aber nicht blos erheblich vermehrt hat sich die Bibliothek, sondern 
ist auch hinsichtlich der Benutzung sehr merkbar fortgeschritten: 
Die Zahl der Besucher des Lesezimmers hat sich im letztvergangenen 
Jahre auf 9000 Personen (gegen 7342 im Vorjahre 1881), sowie 
die der ausserhalb des Lokales verliehenen Werke auf 8742 in 
7010 Bden (gegen 3165 Wdrken in 5023 Bden) erhöht. Zudem 
haben noch aus der in den I^äumlichkeiten der Landesbibliothek 
mit aufgestellten u.Won deren Beamten verwalteten Bibliothek der 
K. K. Technischen Hochschule im Laufe des J« 1882 in Graz 675 
(gegm 496 im VorJahr,e) Entlehnungen, sowie überdies aussei'halb 
Graz überhaupt Versendungen von 232 Werken (g^?en 104 des 
Vorjahi^) stati^efanden. — Das Bibliothekspersonal besteht aus 
dem prov. Vorstand Dr. Hans v. Zwiedineck Südenhorst, einem Scriptor 
Thomas Janezi6, Qiuem Amanuensis Dr, Wllhelo^ Pisohar u, ein^m 
prov. Aushilfsbeamten Franz Kogar. 



Ydraeichnlfis der in Dresdner Gymnasien erfbrderl. fikshnlbücher. 343 

[985.] Yerzelehniss d6r in den Dresdner Gymnasien als 
erforderlich rorgeschriebenen Sehnlb&eher u, Aasgaben. 

Wenn ich unsere jetzige Jugend, schwer bepackt mit den 
vorgeschriebenen Schulbüchern, in die Gy^nnasien ^andern sehe, u. 
mich dabei an meine eigene Schulzeit erinnere, wo wir mit solchen 
Bücherpacketen nicht belastet waren, drängt sich mir unwillkürlich 
die Frage auf, ob denn diese jetzt für den neunjährigen ' Gymua- 
sialknrsus als erforderlich erachtete Masse Ton Schulbüchern — 
durch deren Beschaffung, um dies nebenbei mit zu erwähnen, zu- 
mal zum Theile bestimmte u. nicht gerade billige Ausgaben vor- 
geschrieben sind, der Geldbeutel der Aeltern aussergewöhnlich stark 
in Mitleidenschaft gezogen wird — in der That zur Vorbereitung 
der jungen Leute für die üniversitätsstudien unbedingt nothwendig 
i»t. Ich möchte fast daran zweifeln u. vielmehr glauben, dass es 
sich der Mühe wohl lohnen dürfte, auch diesen Gegenstand mit in 
den Bereich der Besprechung der jetzt von verschiedenen Seiten 
angeregten „SchulQberbürdungsfrage'' zu ziehen u. infiibesondere zu 
erwägen, ob es durchaus angezeigt sei, den Schülern, statt der 
früher auf den Gymnasien gewöhnlichen u.. billigen Textausgaben 
der alten Ciassiker, die Beschaffung der meist voluminöseren ü. 
thenercm Schulausgaben — in Bezug auf deren Abwahl man sich 
nicht einmal in den drei verschiedenen Gymnasien der Einen Stadt 
Dresden hat einigen können ^— anzubefehlen. 

In nachstehendem Verzeichnisse finden sic:h die in den drei 
Dresdner Gymnasien für das Schuljahr 1883—84 resp. Sommer- 
semester 1883 als erforderlich vorgeschriebenen Schulbücher auf- 
geführt. 

1. Im Gymnasium zum Heiligea Kreuz. 

Atlas der neueren Geographie von v. Sydow oder Kiepert 4,60 
resp. 6 Mk. , — Baltzer*s Elemente der Mathematik. L it. IL Th. 
6. Aufl. 10 Mk. — Breitinger'6 Grundzüge der Pranzö8ischen Lit- 
teratur- u. Sprachgeschichte. 1,20 Mk. — Caesar*s Bellum civile. 
(Ausg. mit erklärenden Anmerkungen von Kraner-Hofmann. 12. Aufl.) 
2,25 Mk. — Caesar's Bellum GaUicum. (Ausgabe mit erklärenden 
Anmerkungen von Kraner-Dittenberger, 12. Aufl., oder Textausgabe 
von Kraner.) 2,25 Mk. — Clcero's Gato major. (Ausg. von Som- 
merbrodt, 9^ Aufl.) 0,75 Mk.. — Cicero's Disputationes Toseolanae. 
(Ausg. Ton Tificher-Sorof, 7. Aufl.) 2,70 Mk. — Cicero de iroperio 
Cn. Pompei. (Ansg, von Halm, 9. Aufl.) 1,20 Mk. —^ Oieero de 
Olficüs. (Zur Privatlektüre.) 0,60 Mk. ^ Cicero's £ede für Sext. 
Boscius. (Ausg. mit ettlärenden Anmerkungen von Halm, 9. Aufl«, 
oder TextauBg. von demselben.) 1,20 Mk. — Cicero de Oratore HI. 
(Ausg. von Piderit*Adler, 5. Aufl.) 4,50 Mk. — Corneille, le Cid. 
P»40 Mk. — Coijielius Nepo«. (Ausg. ton Nipperdey-Lupuai 8. Aufl., 



344 Yerzeichniss der in Dresdner Gymnasien erforderl. Schulbücher. 

oder Yon Siebelis-Jancoviofi, 10. Aufl.) 1,20 Mk. — Gurtius* Grie- 
chische Schulgrammatik, 18. Aufl. 3,20 Mk. — Demosthenes* Phi- 
lippische Beden. (Ausg. yon Westermaun-Müller, 8. Aufl., oder yon 
Behdantz-Blass, 6. Aufl.) 3 Mk. — Dzialas* Griechisches üebungs- 
buch: I. Th. 2. Aufl.; H. Th. 2. Aufl. 3,30 Mk. — Echo, Beiblatt 
zum Eorrespondenzblatt des Egl. stenographischen Instituts. (Für 
fakultati Unterricht) 4,80 Mk. — Echtermeyer's Auswahl Deutscher 
Gedichte, bearb. von Masius. 26. Aufl. 4 Mk. — Ellendt-Seyffert*s 
Lateinische Grammatik. 25. Aufl. 2,80 Mk. — Feuillet, le Yillage. 
0,50 Mk. — G1aaning*s Epochen der Französischen Geschichte. 
2,25 Mk. — Goethe's Götz von Berlichingen. 0,20 Mk. — Grosse*s 
Singübnngen, sowie dessen Liederhort. 0,50 Mk. — Heis* Samm- 
lung von Beispielen u. Aufgaben aus der allgemeinen Arithmetik 
u. Algebra, 60. Aufl. 3 Mk. — Helbig*s Grundriss der Geschichte 
der poetischen Litteratur der Deutschen, 7. Aufl. 0,60 Mk. — 
Herodot's 7. Buch. (Ausg. von Stein, 4. Aufl.) 2,10 Mk. — Ho- 
mer*s Ilias. (Ausg. von Faesi-Franke, 6. Aufl., oder Textausg. von 
Dindorf.) 7,20 resp. 2,25 Mk. — Homer's Odyssee. (Ausg. von 
Faesi-Eayser, 7. Aufl., oder von Ameis, 7. Aufl., oder Textausgabe 
von Dindorf oder Hug.) 5,10 resp. 5,40 oder 2,25 Mk. — Horaz* 
Oden. (Textausg. von Haupt, Meineke oder Luc. Müller; Schulausg. 
mit erklärenden Anmerkungen von Nauck, 11. Aufl.) 0,80 resp. 1 
oder 2,25 Mk. — Horaz' Satiren u. Episteln. (Ausg. von Krüger, 
10. Aufl.) 2,70 Mk. — Kaders Anleitung zum Uebersetzen ins 
Englische. (Für fakultat. Unterricht.) 3 MV. — Katechismus, klei- 
ner, u. religiöser Memorirstoff, im Auftrage des Kgl. Ministeriums 
des Kultus und öffentl. Unterrichts hrsg. 0,50 Mk. — Kiepert's 
zwölf Karten zur alten Geschichte. 5 Mk. — Knebers Französische 
Schulgrammatik, 16. Aufl. Mit Probst's Uebungsbuch dazu, L Stufe. 
3 Mk. — Körüng's Französische Grammatik, mit III. Theil von 
Bertrames Uebungsbuch. 4,40 Mk. — Kokemüller, Stories and 
Sketches, 1. Tb. (Für fakultat. Unterricht.) 1,50 Mk. — Kothe*s 
Liederstrauss, L Th. 0,50 Mk. — Krieges Katechismus der Ste- 
nographie. (Für fakultat. Unterricht.) 2 Mk. — Krieges Lehrbuch 
der stenographischen Korrespondenz- u. Debattenschrift, 12. Aufl. 
(Für fakultat. Unterricht.) 1,50 Mk. — Krieges stenographische 
Schreibhefte mit Vorschriften I u. II, 10. Aufl. (Für fakultat Un- 
terricht.) 1,50 Mk. — Kurtz* Biblische Geschichte. 1 Mk. — 
Landesgesangbuch. 1,50 Mk. — Lessing's Emilia Galotti. 0,20 Mk. 

— Leunis' Schulnaturgeschichte, I. u. II. Th. 8- u. 9. Aufl. 6,80 Mk. 

— Lysias' ausgewählte Reden. (Ausgabe von Rauchenstein-Fuhr, 
I. Bd. 8. Aufl.) 1,50 Mk. — Masius' Deutsches Lesebuch für 
höhere Unterrichtsanstalten, L Th. 9. Aufl.; II. Th. 7. Aufl. 5,50 Mk. 

— Melodien zur Gottesdienstordnung fQr die Sachs, ev.-luth. Lan- 
deskirche. 0,25 Mk. — Müliöre, L'Avaro; Les pr^cieuses ridicules. 



Yerzeichniss der in Dresdner Gymnasien erforderl. Schulbücher. 345 

ä 0,80 Mk. — Müller's vierstellige Logarithmen, 2. Aufl. 1 Mk. 

— Nibelungenlied, Schulausgabe yon Zarncke. 1,80 Hk. — Nico- 
lai's Materialien zum mündlichen u. schriftlichen üebersetzen ans 
dem Deutschen ins Griechische. 1,60 Mk. — Ovid's Metamorpho- 
sen. (Ausg. von Haupt-Korn, 6. Aufl., oder Teitausg. yon Merkel, 
oder Auswahl für Schulen yon Siebelis-PoUe, 10. Aufl.) 4,65 resp. 
0,90, oder 3 Mk. — Plato's Apologie, eyent. auch Eriton. (Ausg. yon 
Wohlrab oder von Cron, 8. Aufl.) 1, event. auch 1 Mk. — Flato's Dia- 
loge in Abth. I. der Teubner'schen Textausgabe. 0,60 Mk. — Plato's 
Gorgias. (Ausg. von Deuschle-Cron, 3. Aufl.) 1,80 Mk. — Ploetz, 
Auszug aus der alten, mittleren u. neueren Geschichte, 7. AuflL 
2 Mk. — Ploetz' Französische Chrestomathie, 20. Aufl. 2 Mk. — 
Ploetz' Hebungen zur Erlernung der Französischen Syntax. 1 Mk. 

— Probst's praktische Vorschule der Französischen Sprache, 6. Aufl. 
1,25 Mk. — Putzger's Historischer Schnlatlas. 1,50 Mk. — Ba- 
cine's Athalie. 0,40 Mk. — Begeln u. Wörterverzeichniss für d. 
Deutsche Bechtschreibung zum Gebrauch in den Sachs. Schulen. 
0,25 Mk. — Reis' Elemente der Physik. 4,50 Mk. — Ruge's 
Geographie. 3,60 Mk. — Buge's kleine Geographie, I., II. u. IDL 
Kursus. 2,50 Mk. — Sallust's Gatilina. (Ausg. von Jacobs-Wirz, 
8. Aufl.) 1,80 Mk. — Schäfer's Geschichtstabellen, 15. Aufl. 
0,75 Mk. — Schiller's Braut von Messina; Gedichte; 
Jungfrau von Orleans. 0,90 Mk. — Seyffert's Lesestücke aus 
Bömischen Dichtern. 2,25 Mk. — Shakespeare's Hamlet. (Für fa- 
kuitai Unterricht.) 0,30 Mk. — Siebeiis' Tirocinium poeticum, 
12. Aufl. 0,75 Mk. — Sophokles' Ajax. (Ausg. von Wolf, 8. Aufl.) 
1,20 Mk. — Sophokles' König Oedipus. (Ausg. von Wolf-Beller- 
mann, 2. AuflL) 1,20 Mk. — Sophokles' Philoktet. (Ausg. von 
Schneidewin-Nauck, 8. Aufl.) 1,50 Mk. — Sophokles' übrige Tra- 
gödien. (Zur Privatlektüre.) 1,50 Mk. — Spiess' Uebungsbuch für 
Sexta, 53. Aufl., und fQr Quinta, 25. Aufl. 0,75 Mk. — Tacitus 
ab exe. d. Aug. (1. Bd. der Ausg. von Nipperdey-Andresen, 7. Aufl., 
oder Textansg. von Halm.) 3, resp. 1,20 Mk. — Tacitus' Histo- 
rien. (II. Th. der Ausg. von Heraeus, 2. Aufl., oder Textausg. von 
Halm.) 1,80 resp. 1,20 Mk. — Telfttamentnm novum Graece. 2,25 Mk. 

— Uhle's Griechische Elementargrammatik, 2. Aufl. 1,50 Mk. — 
Yirgil's Aeneis. (Ausg. von Kappes, 2. Aufl., oder von Wagner.) 
4,80 Mk. — Walther von der Yogelweide, Schulausg. von Bartsch. 
2 Mk. — Warschauer*s Uebungsbuch zum Üebersetzen aus dem 
Deutschen in das Lateinische, L Th. 2. Aufl. nebst Vokabular. 2 Mk. 

— Wörterbücher, Französisch-Deutsch u. Deutsch-Französisch von 
Sachs oder Schmidt. 12 resp. 7 Mk. — Wörterbücher, Griechisch- 
Deutsch von Benseier, u. für die oberen Klassen Päpe's Handbuch 
der Griechischen Sprache: Griechisch-Deutsch, 2. Aufl., u. Deutsch- 
Griechisch, 8. Aufl. 15 resp. 29 Mk. — Wörterbücher, Lateinisch- 



346 Litteratar qii4 Miscellen. 

DAutsch ?on' G6iorg«s oder Fr^nnd, a. D^atseh-Lateinisch von Qe- 
oFges oder . Foitiger. 6,75 reep. 4 «• 6,75 resp. 8,15 Mk. — 
Xe&ophoa'a Anabasis. (Ausg. voa Rebdantz, 4. Aufl., oder Textausg. 
Y<^n L. Dindorf oder Hng^ 8,60 resp. 0,60 oder 0,75 Mk. 

2. Im Yitztham'sohen Gymnaaium. 

Bibel. 8 Mk. — Botbe's Sammlung von Rechenaufgaben fttr 
höhere Schulen. 1., 2. u. .3. Heft. 2,25 Mk. — Caesar's Bellum 
GaDieum. (Aueg. von Kraner-Dittenberger oder von Doberenz-Dinter.) 
2/25 oder2;25 Mk. -^ Gicerenie Tusculanae Dispntationes ed. Heine. 
2,70 Mk; — Cicero's I. u. IT. Philippische Eed«. (Ausg. von Halm, 
oder von Koch^Eberhard.) 1,20 i-esp. 0,90 Mk. — Cicero's aus- 
gewählte -Beden von Halm, 3. Bdehen, oder Cicero's Catilinarische 
Beden von Bichter-Eberhard. 1,25 oder 1 Mk. — Cioeronis Ora- 
tiones selectae XVIII. edd. Hirschfelder et Eberhard: 2 Mk. — 
Cornelius Nepoi^. (Ausg. von Siebelis-Jancovius.) 1,20 Mk. 

(SchluA folgt) 



^ i 



Litteratar nod Klscellen. 
Allgemeines. 

£986.] Bulletin du Bibliophile et du Biblipth^caire publ par 
Techener. L^Annee 1888. (3. oben Kr. 776.) 

Enth. im Juni-Juli-Hiefte: S. 241^—65 Les Incunables Orien- 
taux. Bapport sur une miseion littdraire en Bayi^re et en Wurtem- 
berg, par M. Schwab (Sdiluss) — S. 266— 82 Le Palais itl*Aca- 
d^mie, par H. Moulin (Fortsetzung) -^ S. 288—97 De quelques 
Cbanacms in^dltes de Maurepas, prar le comte Ed. de Barthälemy 
— S. 298 — 809 Les Puysegur et leurs oeuvres, par le Baron Er- 
nouf — S. 309—26 Bevue critique de Publicatioos nouvelles — 
S. 826—28 Chronique. 

[987.] The Bibliogaraj^her A Journal of Book-Loref. London, 
Elliot Stock. (8. oben Nr: 868.) 

Enth. im Octbr»-Heft Nr. 23 : 3. 121— 26 Sir Bichard Phülipa. 
A biographical tketch by William £; A.. Axon -^ S. 126^82 
Luther Exhibitton — B. 182 — 34 The^ Conjmror's Magazine — 
S. 134— 86 Phatiud Bacon, D. D. By Edward Solly -— a 186—89 
ShMn Book Tiüee — 8. 189 — 45 The Libcarians at Liverpool ^ 
S. 147-^52 Beyiewa» Notes and Ne.W8| Correspondence, Libraries. 

Blbliograpliie. 

• • • 

[988.] * Bibliographie raisonnöe et pratique». guide da libraire- 
SBtiquaire qI du bibliophile, vade-fflecnm i Tusage de toua ceux 
qui achitetft o& vendent des livres, par J. de Beaudiamps et Ed. 
Boaveyre. Tom. 1. Pasc. 7. Paris» Bouveyre ft Blbnd. 8^, S. 
97--112 m- 3 Tafi Br. ä 8. Mk. (S. oben Nr. 780.). 



Litteratur und Miscell^. 347 

[989.] ^ La Bibliomanie en 1882. Bibliographie ir^trosp^ctive 
ded adjudicatioDs les plus remarquables faites cette ^na^e ^t d6 la 
Taleur primitiye de ces ouvrages^ Par Philomso^tf Junior. Bru- 
xellcs. 12^ fr. 5 fr. 50 c. 

[990,] GatalogT» »on ben vat^ten fdU^m iinb MflfDTSisriptis, 
meK^e büS^eto in ber Historia Utteraria no4 ni(l^ tum Sptf^xin 
' tommen : nUn ober n'ebft tir\m itemlt^en äSonatb Mn^ oBetbonb ftt« 
treffüd^en 'Antiqüitäteh, @emdbtoen, Medaillen^ Statuen, Natnratian, 
Instramenten, V Machinen- unb anbeten un))ergkid^li<iben fiun{ti>@adben 
an bie meiftsbietenbe berfaufft metben foUen. Sranctfurt^ >inb 2tW^- 
-^nno 1720. - 9t&mlften, Stbliodtapbtf^^attlilif^el ^nftitut (1888.) 
tt. 8^. 71 S. $r. n. 1,20 WIV 

Neuer Abdruck des Tom Buch- u. Kunsthändler Wolrab in 
Nfiriiborg fabricirten, meines Wissens in 8 Auflagen, .zuerst 17^0, 
erschienenen Kataloges erfundener Titel, satyrischon u. zum !fheile 
obsoönon Inhalts. S. hierftber Petzhaldt's Biblioth. bibliogf. S. 109 
bis 10 u. An2.< J. 1862. Nr. 753, an welchem letzteren Orte eine 
Idfiine Auslese mitgetheilt ist. ,.' 

[991.] Literatur-Blatt für .Ori^ta]ische Philologie unter Mit- 
wirkung Yon JoL Elatt in Berlin hrsg. Yon Ernst Kühn in ]Ifln- 
chen. Bd. L Hä 1. Leipzig, Schulze. 8^. Enth. S. 33-^2: 
. Bibliographie. 

[99^.] S^riftian ®ottbb fta^fer^ SoaftdnbigeiB'S9u4i^»&;i^n.ent< 
^Itenb bie von 1750 bid 6nbe be& 3aM 1882 in Skutfcblänb unb 
tn ben angtensenben Sdnbem gebiudKen 99ü(t;er. XXL unb XXIL 33^ül 
ober Xy. nnb XYL Su^)plement, bie t)'on 1877 i\& Snbe 1882 txs 

• f^ienenen 9Betfe, fotote Slad^trdge unb Seric^tigüngen su ben fru^ren 
Steilen ent^altenb. Seatbettet ))on Sli^rbt {)aupt. XXH. S^eit. Gief. 8. 
Eeiftifl, SBeigel. 4^ e. 481—720. !ßt. h n. 9,85 M. (S, oben 
Ste. 875.) 

Enth. die Artikel „Scherr** bia „Troje". . , 

[993.] Uebetfeftungen aui^ bem 2)etttf^n in bie bdinfd^ endUfcbe, 
franiörifcbe^ boUdnbif^e^.italienifdfter iwnnegtfdfte^ fdbvebiffbe unb {ponil^e 
@pta4e. (aRitgetb^t. Mon Otto ^VbxtfbL) li98ß. U» 6ntb. im 
Sörfenblott fut ben SDeutfcben Su^anbel unb bie mit ibm t^edoanbtei! 
®ef4äftSi»eide 1883. 4<'. 9lt. 221. 6. 4122--27, (@. obenSlt. 584.) 

[994.] »i<)Qna^f(K)ei^ Se^^bn bed AaifetÜ&umfl Oeite«rei£^,;en«(ältei« 
bie ^eben^fSaien ber bentkoütbigen $etfonen, me(d^ feit 1750 in ben 

' dflerreici^if^en ' ftrbnidnbem geboren mürben ober batim gelebt unb getoittt 
baben. Son Dr. 6onfi. o. SButabo^. Z(. XLyUL StietriemiAdli— 

' tUIet>itfd&. ÜRit neun genealogiftben 2afeln. 3Rit Unteiftfiibum be» SlntPcd 
butd& bie (atfetlidfte Slfabemie bet äBifienf^aften. SSBien, (. t &(>f«. u. 

• Staat^btuietei. gr. 8«; V, 319 ®. m. 3 laf. ¥t. n, 6 SRt (e. 
oblm 5lr: 586.) . ,/ . 



848 Litteratar und Miscellen. 

Mit Anerkennung u. Interesse verfolgt man das rüstige Fort- 
schreiten dieses Werkes, welches eine grosse, nicht selten wahrhaft 
überraschende Fülle biographischen sowohl als litterarischen Stoffes 
bietet. 

[995.] Syenskt Boklexikon. Aren 1880—1865. IJtarbetadt 
af Hjalmar Linnström. Senare Del. Hft. 27 — 34. Stockholm, 
Samson <& Valiin. 4«. 8. 417—544. Pr. n. 8,75 Mk. ä Doppel- 
hft. (S. oben Nr. 888.) 

Enth. die Artikel „Schopenhauer*' bis „Sturm'^ 

[996.] $)irtorifd)e 3»tf4^rift, l^t^. iH)n &. o. ®pbel. Stunc^en u. 
Seipiig^ Olbenboutg. gt. 8^. ^t^. 9teue Solge. S'b. XIV. (bec gan^n 
golfic 50. SBd.) S>ft 3. e. 436—568: Sitcroturberidfet. (©. oben 
3lr. 894.) 

Enth. 60 Nrr. 

[997.] * Canton de Briouze. Essai de Bibliographie cantonale; 
par G, Le VaTasseur, le Comte de Contades et TAbbe Gaulier, 
de la Soci^te historique et arch^ologique de TOme, Paris, Cham- 
pion, kl. 12«. 102 S. 

Gehört zur „Biblioth^ue Ornaise". 

[998.] Die ältesten Deutschen Bilder-Bibeln. Bibliographisch 
und kunstgeschichtlich beschrieben Yon Dr. Richard Muther. 
München, literar. Institut you Huttier. Lex. 8^ 2 Bll. 68 S. 
Pr. n. 1,50 Mk. 
Als einen Grundzug im Ülustrationswesen des XY. u. XVI. 
Jhrhdts bezeichnet es der Verf., dass man, sobald für ein häufig 
gedrucktes Buch ein Illustrationscyklus festgestellt worden war, 
diesen auch in allen folgenden Ausgaben festgehalten habe. Fast 
nie habe man für die spätere Auflage eines Buches völlig nene 
Compositionen angefertigt. Zum Beweise hierfür hat der Verf. in 
Yorl. Schrift den Versuch gemacht, den Zusammenhang in den Illu- 
strationen Yon 108 Datschen Bibeln aus den J. 1470 bis 1530 
zu veif eigen u. darzuthun. In sechs Capiteln finden sich: 1. die 
Deutschen Bibeln Yor Luther (Nr. t — 15); 2. die Original- Ausgaben 
der Lutherischen Bibelübersetzung (Nr. 16 — 39); 3. Luther^s Neues 
Testament im Nachdruck (Nr. 40—83); 4. Luther's Altes Testa- 
ment im Nachdruck (Nr. 84->98); 5. die combinirten Bibeln (Nr. 
99—102); 6. Emser's Neues Testament (103—108) behandelt 

[999.] * Wolfes juristisches Vademecum, d. i. Eine alpha- 
betisch und systematisch geordnete Handbibliothek Yon allen brauch- 
baren Werken etc. älterer bis neuester Zeit auf dem Gesammt- 
gebiete der Rechts- und Staatswissenschaften. II. Yöllig umge- 
arbeitete .u. bedeutend erweiterte Auflage. Mit Materienregister. 
Leipzig, Kössling. gr. 8«. 207 S. Pr. n. 1 Mk. (S. Anz. J. 
1881. Nr. 1102.) 



Litteratur und MisceUen. 349 

[1000.] Bibliographie de la France Journal g^n^ral de Tlm- 
primerie et de la Librairie. 72. Ann^e. 2. Stfrie. ]^r. 88. — 
Gatalogue des Liyres classiques ponr la Benträe des Classes 1888. 
Paris, au cercle de la Librairie etc. gr. 8^ 8 Bll. 1518—1844 S. 
(S. Anz. J, 1882. Nr. 935.) 

Nichts als buchhändlerische Anzeigen. . 

[1001.] Bibliotheca historico-naturalis et chemico-matbematica. 
Verzeicbniss einer ausgewählten Sammlung von älteren und neueren 
Werken aus dem Gebiete der Naturwissenschaften, der Zoologie, 
Botanik, (xeologie, Mathematik, Chemie und Magie, welche Yor« 
räthig sind bei N. Ejmmel, Buch- und Antiquariatshandlung in 
Biga. Antiquarisches Yerzeichniss Nr. XXIL (Auch m. Buss. 
Tit.) 8<>. 2 Bll. 80 S. 2064 Nrr. . (S. oben Nr. 713.) 

Als Supplement hierzu ein Yerzeichniss der Schriften des 

Professors Dr. Ed. Eversmann in Kasan in Separat »Abdrücken 

(1 Bl. in 80.). 

[1002.] * Bepertorium annuum Literaturae Botanicae periodicae 
curavit ö. C. W. Bohnensieg. Tom. VIT. 1878. Harlemi, erven 
Loosjes. 1883. gr. 8^ XXX, 522 S. Fr. 11,50 Mk. . (S. Anz. 
J. 1881. Nr. 1002.) 

[1003.] * Prank's Führer durch die chemische, chemisch- 
technische und pharmaceutische Literatur vom Jahre 1850 — 1882 
nebst einem alphabetisch-systematisch geordneten Inhaltsyerzeich- 
nisse dazu. Wien, Frank, kl. 8«. 240 S. Pr. n. 1 PI. 

[1004.] Intomo ai yari comenti fin qui inediti o sconosciuti 
al „Satyricon" di Marziano Capeila Memoria di Enrico Narducci 
seguita dal comento di Bemigio d'Auxerre al libro YII „de 
Arithmetica" della stessa opera. Estratto dal Bullettino di Biblio- 
grafia e di Storia delle Scienze Matematiche e Fisiche, Tomo XY. 
— Settembre 1882. Borna, tipograf. delle Sc. mat. e fis. 1883. 
4^ 78 S. 

Anknüpfend an die Ausgäbe des Martianus Capeila Yon Franz 
Ejssenhardt (Leipzig, 1866) giebt der gelehrte Bibliothekar der 
Alessandrina zuerst eine Bibliographie der Ausgaben u. üeberset- 
zungen des Martianus Capeila u. bespricht hierauf ausführlich die 
Yorhandenen Handschriften. Namentlich wird die Handschrift der 
Yaticana Begina Suecorum Nr. 1762 genau beschrieben u. die yor- 
handenen Commentare der interessanten Schrift sind mit grossem 
Fleisse zusammengetragen. Besondere Aufmerksamkeit hat der H. 
Yerf. dem Codex Ottobonianus Nr. 3291 der Yaticanischen Biblio- 
thek gewidmet. Als Anhang sind Capella's Tractat „de arithme- 
tica" aus dem Cod. Yatic. Beg. Siiöc. Nr. 1 762 u. der Commentar 
des Bemigius t. Auxerre über die Arithmetik des Capella aus dem 
Cod. Yatic. Beg. Suee. Nr. 1970 beigegeben. Wie alle Aufsätze 

25 



!■ 



350 Litteratar und MlscelleD. 

im „Bullettino di fiibliografia e di Storin delle Scienze matematiche 
e fisiche'^, so zeichnet sich auch diese Arbeit Narducci's durch 
bibliographische Genauigkeit aus. A. Gutenäcker. 

[1005.] "^ Sodann WxM domttdnS na(b feinem Seben unb femer 
H^&bagogifdften Sebeutung. SSon S. SB. Sepffart^, $a{l. prim. SRebft 
einem SlnJ^ange, ent(. SluiS^üge aud 8 ni<btpdbagogif^K 6(bnften: ber 
$anegeijta, bem Zefiament bei fterb. SRutter, bem Unnm necessarium, 
— ein SBier^eiibnüS ber ))dbagogif4^en Sßerte bed &)meniud, fott)te einiger 
6(triften über benfelben. III. Mrmebrte u. Derbejferte Suflagc. Seipiig, 
. ^egti»munb Je Soltening. gr. 8. 148 6. $r. n. 1,60 m. 

[1006.] Indice generale della Bibliografia Dantesca compilata 
dal Visconte Golomb de Batines. Bologna, BomagnoU. gr. 8^. 
2 BU. 174 8. Pr. 6 Mk. (Nur 250 ExempL) 

Von Alberto Bacchi Della Lege bearbeitet Enth.: Indice dei 
nomi di persone e cose notabili che si riscontrano nella Bibliografia 
Dantesca del Batines. Tom. I — II. 

[1007.] * Luther -Catalog, anlässlich der 400jährigen Jubi- 
läumsfeier am 10. Kovember herausgegeben. Frankenberg i. 6., 
Stang«. ^^ 15 S. Pr. 0,10 Mk. 



Buchhändler- und antiquarische Kataloge. 

[1008.] * Boekhandel en Bibliographie. Theorie en praktijk 
geschetst in een reeks aaneensluitende opstellen. Naar het yoor- 
beeld Tan Bottner, Schürmann, Bouyeyre e. a. bewerkt door B. 
van der Meulen. Leiden, Sijthoflf. gr. 8«. XIII, 503 S. Pr. 6,10 P. 

[1009.] Adressbuch für den Buch-, Kunst-, Musikalienhandel 
und verwandte Geschäftszweige der österreichisch-ungarischen 
Monarchie mit einem Anhange: Oesterr.-ungarisches Zeitungs- 
Adressbuch. Herausgegeben von Moritz Perles. 1883. XVIII. 
Jahrgang. Mit dem Bildnisse von Friedrich Eilian. Wien, 
Perles. gr. 8^ 4 Bll. 204 S. m. buchhändl. u. a. Ankündi- 
gungen« Nebst einer Portr.-Taf. Pr. n. 2 Fl. (S. Anz. J. 
1882. Nr. 838.) 
Hierüber s. Gestenreich. Buchhändl. Correspond. Nr. 35. S. 353. 
In dem gewohnten eleganten äusseren Gewände, aber im Innern 
den Zeitansprüchen angemessen verjüngt, tritt das Adressbuch 
zum 18. Male vor das Publikum, und legt Zeugniss ab von des 
Herausg.'s stetigem Eifer, das von ihm ins Leben gerufene Un- 
ternehmen so brauchbar als möglich zu erhalten. In dem Zei- 
tnngs- Adressbuch findet man die vorjährige Ziffer von 967 Blättern 
in 181 Städten auf 1024 Blätter in 193 Städten (wovon Wien 
356, Prag 97 und Budapest 75 aufzuweisen haben) angewachsen. 

[1010.] Yerlags-Kataloge der Verleger des Deutschen Beiches 
eto. Münster i. W., Adolf Bussel. 1882. gr. Lex. 8^ Bd. 11. 



I 



I 



I 



I 



Litteratur und Hiscellen. 351 

Abth. 1. Lief. 6. VI, 1377-1578 Sp. & Abth. 2. Lief. 5. IV, 
1089—1262 Sp.; Bd. VL Lief. 4. VIII, 769-856 Sp.; Bd, VU. 
Abth. 2. Lief. 4. 737—928 Sp.;' Bd; IX. Lief. 5 & 6. X, 
1057—1486 Sp.; Bd. XI. Lief. 3. 513—704 Sp. Pr. n. 
4,20 Mk. (S. oben Nr. 801.) 

[1011.] Nr. 103—5. Katalog von Theodor Ackermann E. 
Hof-Buchhandlong nebst Antiquariat in München. 8^ (S. oben 
Nr. 802.) 

Enth.: in 103 Französische Sprache n. Literatur (1 Tit.- u. 
43 S. 1596 Nrr.); in 104 Medicinisches (1 BI. 18 S. 525 Nrr.); 
in 105 Deutsche Sprache u. Litteratur (1 Tit.- u. 43 S. 
1319 Nrr.). 

[1012.] OLIV & GLV Katalog des antiquarischen Bücberlagers 

von Albert Cohn in Berlin. — Auswahl aus allen Fächern, 8^ 

1 Bl. 34 S. 459 Nrr. is 1 Tit.- u. 85 S. 540 Nrr. (S. oben 

Nr. 804.) 

Fast durchaus altere u. seltenere, namentlich werthyoUe Deutsche 

Litteratur. 

[1013.] Antiquariats -Katalog yon Julius Drescher's Buch- 
handlung und Antiquafiat in Leipzig. No. 23. — Theologie. 8^. 
1 Bl. 48 S. 1490 Nrr. 

Aeltere u. neuere Deutsche Litteratur. 

[1014.] Julius Drescher in Leipzig, Buchhandlung ffir Theo- 
logie. Bibliographischer Anzeiger 1883. No. 2 & 3. •— Ver- 
zeichniss der hauptsächlich aus Anlass des bevorstehenden 400- 
jährigen Jubiläums des grossen Beformators Martin Luther neuer - 
dings erschienenen Bücher, Kunstblätter und Musikalien. (Luther- 
Terzeichniss I & H.) 1 Bl. in gr. 4^ & 4 Bl. in gr. 4®. 

Nur Verkaufsliste, aber von keinem bibliograph; Werthe. 

[1015.] Nr. 42. Antiquarischer Anzeiger der Buchhandlung des 
kathol. Erziehungs-Vereins (L. Auer) in Donauwörth. Inhalt: 
Theologie und Varia. 8^ l'Bl. 34 S. 940 Nrr. 

Neuere und ältere Catholica. 

[1016.] Catalogue de la Librairie ancienne et moderne de 
E. Freiesleben ä Strasbourg. XVIU. — Littärature £L'an9ai6(B du 
17e et du 18e siöcle. Dictionnaires. 1884. 8<^. 1 Bl. 32 S. 
818 Nrr. (S. oben Nr. 30q.) 
' Auch Litteratur aus dem 18. Jhrhdt. 

[1017.] Nr. 18. Bibliotheca mathematica, mechanico-tech- 
nologica, physico-chemica , historico-naturalis. Antiquarisches 
Bficher-Lager von Gerschel & Anheisser Antiquariat und Buch- 
handlung Stuttgart. II. 8^ 1 Bl. 58 S, 1502 Nrr. 
Enth.: Architektur u. Kunstgewerbe, sowie Ingenieurwissen- 
schaften. 

25* 



852 Litterator und MisceUen. 

[1018.] S. Glogau & Co. Leipzig. Catalog Nr. 11. Enthal- 
tend eine reiche Auswahl yon Werken aus der Geschichte, mit 
ihren Hilfswissenschaften, Greographie u. Beisen, Yaria. 8^. 1 BL 
84 S. 1882 Nrr. (S. oben Nr. 965.) 

[1019.] No. 98 & 99. Antiquarischer Anzeiger yon Fr. 
Haerpfer's Buchhandlung und Antiquariat in Prag. 1884. 8^. 
1 Bl. 49 S. 1872 Nrr. & 1 BL 80 8. 924 Nrr. 

Enth.: Classische Philologie & Naturwissenschaften. 

[1020.] No. LXXXm. Bibliotheca historica. Geschichüiche 
Abtheilung des Bücher-Lagers yon J. M. Heberle (K. Lempertz' 
Söhne) in Köln. — Zwei Abtheilungen: L Philosophie der Ge- 
schichte, Quellenwerke, allgemeine Weltgeschichte, deutsche Ge- 
schichte; IL Geschichte der ausserdeutschen Staaten, sowie 
' Asien, Afrika, Amerika, Australien. Geographie, Beisen, Nach- 
träge. — 1884. gr. 8«. 3 BU. 544 8/ Zusammen 10758 Nrr. 
(S. Anz. J. 1882. Nr. 1078.) 

Der aussergewöhnlich grosse umfang der im Yorl. Antiquar- 
kataloge yerzeichneten Sammlung muss ganz unwillkürlich die be- 
sondere Aufmerksamkeit des Publikums auf sich ziehen, die er in 
der That auch yerdient; denn wenn man natürlich auch nicht er- 
warten darf, durchweg auserlesenere u. werthvoUere Schriften in der 
Sammlung zu finden, so enthält sie doch deren, namentlich z. B. 
Quellenschriften zur Deutschen Geschichte, eine so grosse Fülle, 
wie man solche nicht oft beisammen antrifft. Die Bedaktion des 
Katalogs ist aller Anerkennung werth. 

[1021.] LX. Verzeichniss des antiquarischen Bücherlagers 
Yon Caspar Haugg in Augsburg, gr. 8^. 1 Bl. 80 S. 632 Nrr. 
(S. oben Nr. 708.) 

Enth.: alte Drucke theilweise mit Holzschnitten, Schriften fär 
u. gegen die Kirche, Klöster u. Orden, Coriosa etc. 

[1022.] Lagercatalog XCVIIL von J. J. Heckenhauer in 
Tübingen. — Kirchenrecht^ sowie klerikale Politik, deren Lehr- 
bücher, Polemik und Geschichte. 8^. 1 BL 26 8. 761 Nrr. 
(S. oben Nr. 920.) 

Meist Deutsche, neuere sowohl als ältere Litteratur. 

[1023.] Antiquarischer Anzeiger No'. 1 yon Aug. HirscVs 
Buchhandlung und Antiquariat in Leipzig, gr. 8^ 1 Bl. 17 S. 
582 Nrr. 

Betr. hauptsächlich Kunst, Theater, Musik. 

[1024.] Librairie ancienne de ü. Hoepli Milan. Catalogue 
Nr. 14. — Pompäi^ Le Yäsuve Hercnlanum Histoire Archäologie 
Histoire naturelle. Avec une appendice: L'Üe Ischia. 8^ 1 Bl 
28 S. 479 Nrr. (S. oben Nr. 614.) 

Neben Italien. Litteratur auch Französische etc. 



Litieratur und Miscellen. 853 

— Catalogue Nr. 15. — A Catalogue of Books and Perio- 
dicals on the historj, languages, religions, literatore, archaeology, 
etc. of the East, (chiefly of India), and kindred subjects: offered 
by the same. 8^ 49 S. 612 Nrr. 

Neben Englischer auch Deutsche etc. Litteratur. 

— Catalogue Nr. 16. — Catalogue de Livres relaüfs anx 
Beaux-Arts, ä TArchitecture, ^ la Sculpture, ä la Peinture, 
ä la Gravüre, etc. et k l'Arch^ologie avec un Supplement: 
Numismatiqueen yenteälamdmeLibrairie. 1884. 8^. 72 S. 822 Nrr. 

Ital., Franz., Deutsch., Englische Litteratur. 

[1025.] Preis- Yerzeichniss der yom k. k. militär-geografischen 
Institute in Wien aufgelegten Kartenwerke und sonstigen Druck- 
schriften. Mit 16 Stück Beilagen. Wien, k. k. milii-geograf. 
Institut. (Lechner in Comm.) Lex. 8^ 24 S. m. 16 Taf. Pr. 
n. 1,20 Mk. 

[1026.] No. 268. Bücher -Verzeichniss über Werke aus dem 
Gebiete der Theologie und Philosophie welche bei Theodor 
Eampffmeyer in Berlin zu haben sind. 8®. 1 Bl. 82 8. (S. oben 
Nr. 710.) 

Stets zu billigen Preisen. 

L1027,] Nr. 678 — 86. Antiquarisches Bücherlager Ton 
Kirchhoff & Wlgand in Leipzig. 8^ (S. oben Nr. 711.) 

Enth. zusammen 10792 Nrr. und zwar: in 678 Musikwissen- 
schaft und Musikalien (1 Bl. 49 S. 1586 Nrr.); in 679 Geschichte, 
Kunst, Sprache und Litteratur Englands (1 Bl. 80 S. 913 Nrr.); 
in 680 desgl. Frankreichs (1 B]. 88 S. 1305 Nrr.); in 681 desgl. 
Italiens, Spaniens u. Portugals (2 Bll. 36 S. 1156 Nrr.); in 682 
die Medicinischen Schriftstellen bis Boerhaaye u. Geschichte der 
Medicin (2 Bll. 12 S. 857 Nrr.); in 683 Theologie u. Kirchenrecht, 
Auswahl wichtigerer u. grösserer Werke (1 Bl. 42 S. 1124 Nrr.); 
in 684 Philosophie, Freimaurerei, Pädagogik (1 Bl. 38 S. 
1427 Nrr.); in 685 Jurisprudenz, Staats- u. Cameralwissenschaften 
(1 Tit.- u. 43 S. 1896 Nrr.); in 686 Deutsche Litteratur, Litterär- 
geschichte im allgemeinen (I Tit.- und 47 S. 1478 Nrr.). 

[1028.] Katalog Nr 39. Nyinkomna Böcker, som försäljas 
uti Klemmings Antiqyariat. Stockholm. — Blan